Chapter 31

Fußnoten:[1]Zwei Jahre später ist dieses Schiff an der spanischen Küste mit Mann und Maus untergegangen; wie mir ein jetziger Patient, der Eigenthümer des Rotterdamer Lloyd, erzählte, war es auf einen Felsen aufgefahren und wurde in zwei Stücke zerrissen.[2]Sie haben eine Grösse von 8,503 Quadrat-Meilen, während Java 2281,432 Quadrat-Meilen gross ist.[3]Weltevreden ist die südliche Vorstadt von Batavia, welche ausschliesslich von Europäern bewohnt wird. Oft wird der ganzen Stadt Batavia dieser Name gegeben.[4]„Nachthose“ (Hose aus buntem Kattun) und Kabaya (weisses Leibchen).[5]Capsicum annuum.[6]Ricinus communis oder R. rugosus oder R. ruber oder R. spectabilis, welche alle zu der Klasse der Euphorbiaceen gehören. Die Chinesen Javas bereiten ihr häufig gebrauchtes Laxans aus Ricinus ruber.[7]Java wird militärisch in drei Abtheilungen eingetheilt, welche in Weltevreden, Samarang und Surabaya ihren Sitz haben.[8]Nur Dr.Wasklewitzhatte als Sanitätschef den Rang eines Generals.[9]Nur der General-Gouverneur und der Armee-Commandant sind Excellenzen.[10]Vide Schulze, Führer auf Java S. 147.[11]In dieser Haustoilette sieht man die malayischen Mädchen nicht mehr auf Java, sondern nur auf den übrigen Inseln auf der Strasse herumgehen.[12]Zur Erinnerung an die Eroberung von Bali, einer Insel im Osten Javas.[13]Spitzwort für die Deutschen.[14]Schulzebringt ein vollständiges Verzeichniss aller Gesellschaften, welche in Batavia ihren Sitz oder ihre Vertreter haben.[15]Factisch liessen die Decorationen dieser Oper nichts zu wünschen übrig, wie ich mich einige Tage später überzeugte.[16]Aus den Mittheilungen des Ministeriums der Colonien vom Jahre 1894 ist ersichtlich, dass die drei grössten Städte Javas: Batavia, Surabaya und Samarang folgende Einwohnerzahl im Jahre 1892 hatten:Europäer.Chinesen.Araber.AndereOrientalen.Eingeborene.Total.Batavia861327,279262210476,246=114,864.Samarang373211,28270299356,210=72,919Surabaya59139,1601931392128,294=145,690Auch die Provinz Batavia hat seit dieser Zeit stark zugenommen. Sie hatte im Jahre 1892 1,150,957 Einwohner (darunter 11,701 Europäer, 80,395 Chinesen, 3081 Araber, 119 Orientalen und 1,055,661 Eingeborene) und hat einen Flächeninhalt von 122,154 Quadrat-Meilen.[17]Das Tapotement (Hackung) und die Vibration (Erschütterung) der europäischen Masseure üben sie jedoch nicht.[18]Holländische Phrase.[19]Susuhunan = Seiner Heiligkeit ist der Titel des Kaisers von Solo.[20]Seine Mutter stammte von Cambodga, und sein Vater war ein Araber, der ihn in einem Alter von 20 Jahren zu seinem Bruder in Madjopahit sandte; er wurde hier der zweite Apostel des Islam in Java. Der erste war Manlana Malik Ibrahim, welcher am 8. April 1419 zu Grissé starb.[21]VideNote Seite 27.[22]Vide I. Band: Borneo, Seite 68.[23]„„„„123.[24]Den ersten Tag erhält jeder Patient nur Reis in Milch gekocht.[25]Gegenwärtig wird diese Stadt natürlich durch Gas beleuchtet. Batavia hat seit 38 Jahren, Surabaya seit 20 Jahren und Samarang seit 1898 eine Gasfabrik.[26]Seit dieser Zeit hat die Mode den Männern und den Damen den Gebrauch des Hutes auch nach Sonnenuntergang aufgedrungen.[27]In den „Sälen“ der Unterofficiere und Officiere befanden sich nur europäische Patienten. Aus disciplinären Gründen werden nämlich die eingeborenen Unterofficiere gemeinsam mit den eingeborenen „Minderen“ verpflegt, und die eingeborenen Officiere sind in der regulären Armee schon seit vielen Jahrzehnten auf das Aussterbeetat gesetzt. Vor drei Jahren lebte noch der letzte „eingeborene Officier“ pensionirt als hochbetagter Greis in Magelang (Java).[28]Im Jahre 1893.[29]Im Westen ist die Küste gebirgig; an diesen Theil schliesst sich die Ebene von Grissé; im Süden derselben folgen die Gebirgszüge von Lamongan, Kendeng und Modjokasri; die grosse Ebene von Djombang geht im Süden in einen mächtigen Gebirgsstock über, welcher sich mit zahlreichen Bergriesen über die östliche Grenze bis tief in die Provinz Passuruan erstreckt.[30]Gesetz (Wet) vom 23. Mai 1899 (Staatsblad No. 124).[31]In den acht Districten dieser Provinz sind nur die Städte Surabaya, Grissé, Modjokerto, Djombang und Sidoardjo von Bedeutung.[32]Java wird nämlich in 22 Residenties = Provinzen eingetheilt, welche, von Westen nach Osten gezählt, folgende Namen führen: Bantam, Batavia, Krawang, Cheribon, Preanger, Banjumas, Tegal, Pekalongan, Samarang, Japara, Kedu, Bagélen, Surakarta, Djokjakarta, Rembang, Madiun, Kediri, Surabaya, Madura (Insel), Pasuruan, Probolingo und Besuki.[33]Serang ist eine kleine Stadt, sie hatte im Jahre 1892 nur 5700 Einwohner (mit 179 Europäern und 446 Chinesen u. s. w.).[34]Holländisches Sprichwort.[35]= Offene Säulenhalle.[36]Eduard Douwes Dekker, geb. am 2. März 1820 in Amsterdam, schrieb mit dem Pseudonym Multatuli oben erwähnten Tendenzroman Max Havelaar, Minnebrieven, indrukken van den dag, Ideen, Over vryen arbeid, Duizend en eenige hoofdstukken over specialiteiten, Millionenstudien und ein Drama — Vorstenschool —, das noch heute zu den beliebtesten Stücken des Repertoirs gehört. Er starb am 19. Februar 1887.[37]Im Durchschnitt haben die javanischen Pferde, wenn wir von den importirten australischen absehen, eine Höhe von 1.20 Meter.[38]Oppas (M.) = Oppasser (H.) = Aufseher.[39]Tjileles liegt 6° 30′ s. Br.[40]Diese Ziffern sind die absolute Höhe.[41]= Beamtentitel.[42]Der Jahresbericht des Ministeriums der Colonien vom Jahre 1894 spricht von 2789 evangelischen und 436 römisch-katholischen Eingeborenen auf Java.[43]Der Photograph hat in richtiger Auffassung der javanischen Etiquette bei der Aufnahme die Prinzessinnen stehen und die Bedajas und die Musikanten sitzen lassen. Nicht nur bei officiellen Festlichkeiten, sondern auch im alltäglichen Leben setzt sich der „kleine Mann“ sofort auf den Boden, wenn er mit einem hohen eingeborenen oder europäischen Beamten, und wäre es nur für wenige Secunden, zu thun hat; ja selbst auf der Strasse wird im Innern des Landes der „kleine Mann“, selbst wenn er zu Pferde ist, sofort absteigen und sich auf den Boden setzen, sobald ein Höherer sich nähert. In den Städten wird diese Ehrenbezeigung nur im Amte, aber nicht auf der Strasse, und auch nur den allerhöchsten Würdenträgern erwiesen. Selbst der Titel „Kanjeng tuwan“ heisst wörtlich übersetzt: Der Herr (tuwan), welcher steht.[44]Tji ist die Verkürzung von Tjai = Wasser (S.).[45]W. M. W. Nr. 47, 1898.[46]Es ist bereits gelungen, durch mikroskopische Schwämme die Heuschrecken in grossen Massen sterben zu lassen. Vielleicht wird sich ein Mittel finden lassen, um auch diese Landplage (die Mosquitos) Indiens durch Vergiftung mit solchen niedrigen Pflanzen epidemisch zu Grunde gehen zu lassen.[47]Die Kohlenlager von Bodjong Manick und von Bodjong Mangku sind kaum dem Namen nach bekannt. Ein gleiches Schicksal haben die Bittersalz-Quellen, Schlammwellen, warme Quellen und Jodium haltende Wasser dieser Provinz.[48]VideFussnote 2, Seite 96.[49]Für die Richtigkeit dieser Nachrichten über die Insel Panaïtan will ich nicht einstehen, weil sie nur den Mittheilungen eines Häuptlings von Lebak entnommen sind.[50]In der Provinz Preanger bin ich im Jahre 1881 in Garnison gelegen und habe sie einige Male als Tourist durchreist. Um Wiederholungen zu vermeiden, muss ich die chronologische Reihe meiner Erlebnisse unterbrechen und nur mit wenigen Worten meine Wanderungen vom Jahre 1881 bis 1888 andeuten: Vier Monate blieb ich in der Provinz Bantam. Nachdem ich hierauf elf Monate in Buitenzorg, der Residenz des Unterkönigs (= Gouverneur-General) gedient hatte, begann abermals das Wanderleben. Im Jahre 1882 war ich in Weltevreden und in Telok Betong (Süden von Sumatra) in Garnison, musste im September wiederum nach Weltevreden transferirt werden, um mich einer Prüfung für den Rang eines Regimentsarztes zu unterwerfen. Nachdem ich diese mit Erfolg abgelegt hatte, wurde ich nach Batu-Djadjur geschickt, wo die grosse Schiessstätte der Artillerie sich befand. Ende März 1883 kehrte ich nach Batavia zurück und bekam nach zwei Monaten den Auftrag, das zehnte Bataillon nach Atjeh zu begleiten. Kaum drei Wochen später wurde ich nach „Polonia“ in der heutigen Provinz „Ostküste von Sumatra“ transferirt, wo ich an der äussersten Grenze des holländischen Gebietes wieder zehn Monate lang in dem Fort Seruway, abseits von der menschlichen Civilisation, mit zwei Officieren lebte. Die Einöde dieses Festungslebens machte sich um so fühlbarer, als ich schwer krank wurde und meine Abberufung sich verzögerte. Im März 1884 verliess ich endlich diese einsame und verlassene Gegend, und nach sechswöchentlichem Aufenthalte in dem Spitale zu Weltevreden bekam ich einen zweijährigen Urlaub nach Europa. Am 19. Juni 1886 kehrte ich nach Indien zurück und wurde bei meiner Ankunft in Batavia angewiesen, nach Atjeh (Nord-Sumatra) zu gehen, wo die Eingeborenen einen Guerillakrieg gegen die Holländer führten. Hier blieb ich (mit meiner Frau, welche ich im Mai 1886 in Rotterdam geheiratet hatte) volle zwei Jahre, um hierauf die Insel Java bis zum Jahre 1897 nicht mehr verlassen zu müssen.[51]Indisch-holländisches Sprichwort.[52]Berechnet nach einem Durchschnitt von 10 Jahren.[53]Genannt nach dem gleichnamigen Flusse, welcher auf diesem Berge entspringt oder wenigstens in seiner Nähe fliesst.[54]Der Gunung Gadjah = der Elephantenberg ist 2225 Meter hoch.[55]3622 Meter hoch.[56]Nach Veth III, 84.[57]Buitenzorg ist nämlich seit dem Jahre 1746 die Residenz des Gouverneur-General von Holländisch-Indien.[58]Im Jahre 1876 zahlte die indische Regierung für ein Kilo Chinin 279 fl., in letzter Zeit fiel es bis auf 39 fl.[59]Vide I. Theil, Seite 167.[60]VideL. F. Schulze, Führer auf Java.[61]Die schon oft erwähnten Sarong und Kabaya der europäischen Damen sind dieselben, welche die kleinere Prinzessin aufFig. 6trägt; nur sind sie etwas reichlicher mit Spitzen besetzt.[62]Batu-tulis liegt nämlich 6° 35′ S. B.[63]Nämlich: 1699 Europäer, 4165 Chinesen, 109 Araber, 11 Orientalen und 1,994,049 Eingeborene.[64]Die Provinz Bagelen hat ungefähr 20,000 Seelen pro Quadrat-Meile.[65]Vide I. Theil, Seite 68.[66]Nur sehr selten wird der Tourist eine malayischeStrassentänzerinin obiger Toilette sehen. In der Regel ist der obere Theil der Brust, Hals und Nacken unbedeckt, weil der Sarong das einzige Gewand ist, welches sie bis unter die Achseln trägt und in der Taille mit einem silbernen Gürtel schliesst.Ich kann nicht umhin, an dieser Stelle einiges über die malayische Auffassung des Tanzes mitzutheilen.So eine Strassentänzerin gehört zur Hefe des Volkes und ist eine Prostituée stricte dictu; eine anständige Frau meidet den Tanz. Die Bedajas und Serimpis üben ihre Kunst immer ohne Männer aus. Der europäische Einfluss hat in diese Auffassung der geschlechtlichen Moral nur eine Bresche geschossen. Wo die Frau eines Fürsten in der europäischen Gesellschaft erscheint, nimmt sie an der Polonaise Theil; im Uebrigen ist jede Berührung des Mannes in Gegenwart Anderer von Mann und Frau als unsittlich verpönt.[67]Die drei „militärischen Abtheilungen“ haben im Innern der Insel ihre Concentrationspunkte der Truppen; die erste hat Tjimahi, die zweite hat Magelang in der Provinz Kedú und die dritte hat Malang in der Provinz Pasaruan zum Centrum ihrer Truppenmacht.[68]= 62½ Kilo.[69]= eine Schärpe, welche von der rechten Schulter zur linken Seite gezogen wird.[70]In den Jahren 1889–1893 wurden 3,492,000, 3,210,000, 2,673,000, 3,671,000 und 2,712,000 kg Thee exportirt.[71]Vide Band I, Seite 199.[72]Seine Heimath ist Sumatra.[73]Sc.: Die Affuite nämlich zu verlängern.[74]Leider hatte ich keine Gelegenheit, die grossen und bedeutenden China-Anpflanzungen der Preangerprovinz zu sehen. SeitJunghuhn(vor 50 Jahren) auf dem Abhange des Tankuban Prahu die erste „Kinacultur“ anlegte, hat diese unter seinem NachfolgerBernelot MoensinJavaeinen grossen Aufschwung genommen; ja noch mehr: Selbst die Gewinnung des Alkaloid (Chinin) wird seit ungefähr fünf Jahren auf Java fabrikmässig betrieben. In den Jahren 1889–1893 wurden 2,257,000, 2,820,000, 3,090,000, 2,330,000 und 2,710,000 Kilo Chinarinde exportirt.[75]In der alten Stadt Batavia besteht ein „Kaffeehaus“, in welchem à la carte servirt wird.[76]Spinat, Bohnen, Gurken, kleine Sorten von Erbsen findet man überall.[77]Die Malayen sehen nicht im Herzen, sondern in der Leber den Sitz der Gefühle, z. B. sakit hati = kränken heisst wörtlich übersetzt Leber — krank u. s. w.[78]Im Jahre 1890 hatte Java 97 europäische Volksschulen (mit 8500 Schülern), 3 Realschulen (burgerscholen) für Knaben, 1 für Mädchen, 1 Bürger-Abendschule und 18 Privatschulen.[79]Im ganzen indischen Archipel befindet sich kein jüdischer Tempel und keine jüdische Cultusgemeinde, obwohl zahlreiche Juden im Handel, in der Armee und im Corps der Beamten gefunden werden.[80]Vide I. Band, Seite 146.[81]Hier soll der Fluss Tji-Liwong entspringen.[82]Ein Geschenk des Königs von Siam, welcher im Jahre 1870 Batavia zum ersten Male besucht hat.[83]Ueberrascht war ich, weil ich bei meiner Ankunft nicht wusste, dass Ngawie mit seinen zwei grossen Militär-Etablissements 10 km weit von der nächsten Eisenbahnstation entfernt lag.[84]Von den übrigen Inseln des indischen Archipels hat nur Sumatra Eisenbahnen und zwar je eine auf derNord-, West- und Ostküste.[85]Nach dem statistischen Bericht des Ministeriums der Colonien (1894).[86]Bei dem Dorfe Gangángan.[87]Sein Vorgänger im Jahre 1889 hatte niemals mehr als 15% der Sträflinge im Spitale.[88]Vor dem Jahre 1891 bestanden zwei Strafanstalten für die Taugenichtse der Armee. Die Europäer wurden nach Klatten (Provinz Surakata) geschickt, wo das Fort Engelenburg (nomen — omen??) sie beherbergte; seit acht Jahren jedoch werden in Ngawie beide Rassen aufgenommen, weil Klatten als Strafdetachement aufgehoben wurde.[89]In der deutschen und österreichischen Armee ist sie schon seit Jahrzehnten abgeschafft, und doch wurden im Jahre 1870 in Frankreich, und im Jahre 1878 in Bosnien glänzende Siege erfochten. Ich muss noch bemerken, dass erst seit dem Jahre 1891 auch die Insassen der Militär-Gefängnisse nach Abbüssen ihrer Strafzeit für 1 oder 2 Jahre nach Ngawie gesendet werden können.[90]Im Westen Javas führte im 15. Jahrhundert Sjeikh Nuru’d-dûn Ibrahim ibn Manlana Israîl, volgens„Veth Java“ den Islam ein. Auf dem Hügel Djati bei Cheribon baute er sich ein Haus und — heilte eine lepröse Frau. Es ist also die Mittheilung von Dr.T. Broes van Dort, dass die Hindus und Chinesen die Lepra in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts eingeführt hätten, für jeden Fall noch einer Kritik zu unterziehen.[91]Dieser Regent hatte für sich, seine Familie und sein Gefolge, wie er mir erzählte, täglich 1 Pikol = 62½ Kilo! Reis nöthig. Dies erklärt hinreichend die allgemein bekannte Thatsache, dass diese Herren oft trotz ihres hohen Gehaltes noch Schulden machen müssen.[92]1 Paal = 1506,943 Meter.[93]Die Unglücksfälle durch reissende Thiere scheinen in Holländisch-Indien nicht zahlreich zu sein, wenigstens spricht der Jahresbericht von 1893 nur von 43 durch Tiger, 39 durch Krokodile und 38 durch Schlangen veranlassten Todesfällen.[94]Würdenträger der Eingeborenen.[95]Seit ungefähr zwei Jahren holt der Resident den Sultan nicht ab, sondern erwartet ihn in seinem Hause.[96]Und nichtneun, wie esVethin seinem „Java“ erzählt, was übrigens der Name Serimpi schon andeutet.[97]Weil der Kaiser selbst bis zum frühen Morgen spielen würde, um seinen etwaigen Verlust wieder zurückgewinnen zu können.[98]Seit dem 22. December 1877 auf dem Throne.[99]Dieses Fort wurde im Jahre 1760 gleichzeitig mit dem Kraton gebaut. Nach der herrschenden Anschauung darf ein Kraton nicht länger als ein (javanisches) Jahrhundert bestehen; die holländische Regierung gab aber in diesem Jahrhundert zu einem Neubau nicht die Zustimmung.[100]Der Setzer hat bei allen Wörtern mit å nur a genommen; dessen Schuld ist es also, dass auch dieses Wort hier geschrieben ist, als ob es aus West-Java stammen würde. Der Buchstabe å des mittleren und östlichen Javas wird +ungefähr+ wie das deutsche o ausgesprochen.[101]Darunter waren nach dem officiellen Ausweise vom Jahre 1892 1139 Europäer, 4167 Chinesen, 83 Araber, 241 „andere Orientalen“ und 96,296 Eingeborene.[102]Entspringt auf dem Bergsattel zwischen den beiden Bergriesen Merapi und Merbabu.[103]D. h.: 2680 Europäer, 8058 Chinesen, 83 Araber, 241 Orientalen und 1,165,771 Eingeborene.[104]Die indische Armee hat zwei Sorten von Spitälern, solche mit selbständiger Verwaltung, welche Spitäler heissen, und Marodenzimmer (= Ziekenzaal), welche von dem Platz-Commandanten verwaltet werden. Die Spitäler werden in 6 Klassen und die Marodenzimmer in 4 Klassen, je nach dem durchschnittlichen Patientenstande, eingetheilt.DasSpital1.Kl.entsprichteinemKrankenstandevon650Mann4. Kl.„„2.„„„„„500„„„„3.„„„„„350„„„„4.„„„„„200„„„„5.„„„„„100„„„„6.„„„„„50„„[105]= Pflanzendune vom Wollbaume (Eriodendron anfractuosum Dec.).[106]d. h. die Affaire der Transferirung des Assistenzarztes.[107]Sagueer oder tuwak wird aus dem Safte der Blüthenkolbe der Arengpalme (Saguerus saccharifer) gewonnen.[108]Nachvan der BurgII, Seite 169.[109]Ist wahrscheinlich ein Druckfehler und soll 1820 heissen; denn schon im Jahre 1818 hatte sich die Cholera auf Java gezeigt.[110]Auch er fiel später als Opfer der Cholera.[111]?? der Uebersetzer.[112]Van der BurgII, Seite 195.[113]Im Jahre 1879 starb kein einziger Soldat, und im Jahre 1880 nur zwei an Cholera.[114]Wenn ich auch bei diesem Feste zahlreiche Häuptlinge gesehen habe, welche in obiger Toilette ihre Aufwartung dem Kaiser von Solo und dem Residenten machten, so war es von den Frauen nur eine Braut, welche ich in obiger Galakleidung in Tjilatjap zu bewundern (?) Gelegenheit hatte. Beide, Bräutigam und Braut, hatten den oberen Theil der Brust, Hals, Nacken und das Gesicht mit Boreh (einer gelben Farbe) bestrichen. Die Kopfbedeckung dieser Häuptlinge war schwarz oder durchscheinend weiss. Noch muss ich bemerken, dass der Dolch (Kris) nicht nur bei der Galakleidung, sondern zu jeder Zeit auf der Strasse von den wohlhabenden Javanen, und zwar am Rücken von rechts nach links getragen wird.[115]Ohne ihm zum Opfer zu fallen.[116]Ich muss bemerken, dass die Zahl der europäischen und eingeborenen Soldaten für beide Rassen ca. 15,000 Mann gewesen ist.[117]Im Durchschnitt von 19 Jahren fielen jährlich in Buitenzorg 4358 mm, in Magelang 2978 mm, in Tjilatjap 3755 mm, in Ngawie 2126 mm Regen.[118]Reis noch in der Hülse allein heisst in der malayischen Sprache gaba; der gedroschene von den Hülsen befreite Reis wird bras, und der gekochte wird nassi genannt.[119]Natürlich ist dies die Quelle vieler Streitigkeiten der jeweiligen Besitzer.[120]In diesem Jahre wurde nämlich diese Frage mit Bezug auf das Fort Willem I erörtert, welches im Gebirge zwischen zahlreichen Sawahfeldern lag und vom Fieber stark heimgesucht wurde.[121]Holländisches Sprichwort.[122]Ein holländischer Gulden ist ungefähr so viel als 2 = Kronen ö. W. = 1 Mark 60 Pf.[123]Die General-Gouverneure werden immer auf fünf Jahre ernannt.[124]d. h. mit der Pensionirung der sogenannten „alten Herren“.[125]Aussertourliche Beförderungen sind in der indischen Armeesehr selteneAusnahmen.[126]NB. Männer von 45 (!!) Jahren.[127]Abgelegen.[128]= (J.) Landschaft.[129]Bei einer Grösse von 62,07 Quadratmeilen zählte es im Jahre 1892 1035 Europäer, 3439 Chinesen, 55 Orientalen und 1,348,204 Eingeborene = 1,352,733.[130]Im Jahre 1894 würden von ganz Indien für 202,900 fl. = ±350,000 Mark Vogelnester exportirt.[131]Hier sollRâdèn Djambuzum ersten Male in der Provinz Bageléen den Islam gepredigt haben.[132]Halbeuropäerin.[133]Hier wächst auch der Upasbaum (Antiaris toxicarica), dessen Wurzeln einen giftigen Saft enthalten, welcher früher zum Vergiften der Pfeile angewendet wurde. Selbst seine Ausdünstungen wurden für giftig gehalten; wenn sich dieser Baum in der Nähe einer Mofette befindet, kann leicht dieser Irrthum entstehen.[134]Die Provinz Banjumas ist 101,013 Quadrat-Meilen gross und zählt 939 Europäer, 5033 Chinesen, 7 Araber, 123 Orientalen und 1,207,690 Eingeborene.[135]= Schwierigkeiten.[136]Der Häuptling des Bezirkes mit einem monatlichen Gehalt von 100–200 fl.[137]II. Theil. Seite 73.[138]Vide I. Band, Seite 145.[139]Ist die Verkürzung des Namens Jogjakarta, ebenso wie Solo im täglichen Leben für Surakarta gebraucht wird.[140]Sein Titel ist: Pangeran, Adipatti Ario Prabu Prang Wedono.[141]Sie sind von dem Sultan, aber nicht von Holland unabhängig.[142]Die Provinz hat 16 Zuckerplantagen, 4 Indigo- und Zuckerplantagen, 27 Indigoplantagen, 1 Kaffeeplantage, 2 Tabakplantagen, 1 Tabak- und Kaffeeplantage und 1 Tabak- und Indigoplantage, ist 56,472 Quadrat-Meilen gross und zählt zu seinen Einwohnern 2128 Europäer, 4110 Chinesen, 86 Araber, 144 Orientalen und 787,774 Eingeborene. (Im Jahre 1892.)[143]Caryophillus aromaticus wird von den Chinesen unter dem Namen Tin sjong als Aphrodisiacum gebraucht, und auch die Liebestränke der Javanen bestehen aus bumbu tschinké (Nelken), Rapatholz (Cleghomia cymosa) und aus Matjaän (Nuces Querci infectoriae).[144]Vide I. Theil, Seite 75.[145]Abgesehen von einigen Fachgelehrten.[146]VideVeth, Java II, Seite 91 ff.[147]Kali Bening ist ein häufig vorkommender Name für kleine Bäche = klares Flüsschen.[148]Der Pförtner, das ist der Schliessmuskel, welcher den Magen von dem daranliegenden Zwölffingerdarm abschliesst.[149]Diese Nierenerkrankung sollte Ursache meiner Pensionirung werden.[150]Nur die Generäle werden von dem König in Holland ernannt und verabschiedet.[151]Tratschtisch.[152]Die Eingeborenen werden für ihre Verbrechen vor eine Jury gebracht, welche aus einigen Häuptlingen besteht, deren Vorsitzender ein europäischer Rechtsgelehrter ist.[153]Diese sollte nach der javanischen Tradition jede 100 Jahre verlegt werden; da aber die holländische Regierung nicht geneigt war, auch ein neues Fort, Residentenhaus, Post und Telegraphenamt u. s. w. zu schaffen, gelang es ihr, in beiden Sultanstädten (Solo und Djocja) die Befolgung dieses Gebrauches in diesem Jahrhundert zu hintertreiben: In diesem Falle hätte weder die arabische, noch die jetzt allgemein übliche mohamedanisch-javanische Zeitrechnung den Zeitpunkt der Uebersiedlung angegeben, sondern man hätte 100 Jahre der „Saka“ genommen, d. h. der alten javanischen Zeitrechnung, welche mit dem Jahre 78 v. Chr. als 0 beginnt und genannt wird nach dem Fürsten Adji Saka von Deckau, welcher sie auf Java eingeführt hat; sie hatte rein lunare Monate und hat sich am längsten auf der Insel Bali erhalten.[154]Im Jahre 1893 bestand die „Kofficultur“ der Regierung entre autre:inderProvinzBantamin216Dessas=Dörfermit12262Familien,„„„Krawang„18„„„1446„„„„Preanger„618„„„71621„„„„Cheribon„147„„„14826„„„„Tegál„154„„„17793„„„„Samarang„460„„„35626„„„„Surabaya„98„„„3566„„„„Kedú„297„„„13136„„„„Banjumas„264„„„16400„„„„Bageléen„85„„„6021„Im Ganzen beschäftigten sich 320539 Familien in 3944 Dessas mit dem Bau des Kaffees und lieferten ihn an die Regierung. Diese exportirte in demselben Jahre 13444827 Kilo im Werthe von 12772586 fl., während der Gesammtexport des Kaffees, d. h. incl. dem der Privatunternehmungen, 25361000 Kilo im Werthe von 24855930 fl. betrug. Im Quinquennium 1889–1893 wurden 41822000, 25169000, 38758000, 41058000 und 25361000 Kilo aus Indien exportirt.[155]Vom strategischen Standpunkte aus ist diese Linie selbst unentbehrlich zu nennen.[156]Magelang besitzt ein chinesisches, mohamedanisches und katholisches Gotteshaus, aber keine protestantische Kirche! Die „ambonesischen Soldaten“ hatten zwar eine kleine Kirche auf dem „grossen Weg“; für die übrigen Protestanten hielt jedoch der „Domine“, welcher in Djocja seinen Standplatz hatte, hin und wieder Gottesdienst, und zwar in einem alten, verfallenen Turnsaal der Schule für Häuptlings-Söhne, in welchem auch ein Dilettantenverein seine Bühne für die „Thalia“ errichtete!![157]Das holländische plaatsen = anstellen.[158]Die officielle Woche hat jetzt 7 Tage und zwar: Ahad oder Minggu (aus dem portugiesischen Wort Domingo), Senen, Selassa, Rebú, Kemis, Djumahad und Sêptu (portugiesisch).[159]Im Jahre 1893 wurde aus Indien um 2,224,522 fl. Indigo exportirt.[160]Dr.Bleekerspricht von 380 Sorten Fischen, welche in Indien gegessen werden.[161]Die wissenschaftlichen Namen sind dem Werke: Dr.van der Burg, De geneesheer in Indien, I. Theil, entnommen.[162]Von Areca catech.[163]Eingetrockneter Saft der Blätter von Uncaria gambir oder zahlreichen anderen tanninhaltigen Bäumen.[164]Von Curcuma longa (eine Zingiberacea).[165]Die Blätter von Pandamus odoratissimus, von welchen auch das Rampéöl (gegen Rheumatismus) gewonnen wird.[166]= Vorrathskammer.[167]wie z. B. in Ngawie.[168]Die Häuptlinge der Chinesen führen den Titel Lieutenant, Capitän und Major.[169]VideSeite 73.[170]Das chinesische Gewicht, in welchem das Opium verkauft wird, ist der tail = 38·6007 Gramm; 1 tail = 10 tji = 100 hun = 1000 li; ein li = 38·6 Milligramm.[171]Bei einer grossen europäischen Firma in Surabaya wurden vor wenigen Jahren einige Kisten Wein confiscirt, welche anstatt Traubensaft Opium enthielten.[172]Im Jahre 1893 wurden von Privatleuten um 3,357,480 fl. und von der Regierung um 1,541,020 fl. Opium eingeführt.[173]Vide: Jährliche Feste und Gebräuche der Emoychinesen vonJ. J. M. de Groot.[174]= Kon-fu-tse lebte von 550–478 vor Christi Geburt.[175]Die wenigen Canton-Chinesen, Hok-Lo- und Hokka-Chinesen, welche auf Java vorkommen, kennen sich mit den Emoy-Chinesen nur durch die Schrift verständigen. Nachde Grootsprechen sie selbst ganz andere Sprachen als die vom Drachenfluss.[176]Siehe Nr. 11960 und 11941 der „Neuen Freien Presse“.[177]Die Uebersetzung der chinesischen Namen für Pflanzen, Thiere und Mineralien hatte für den Herrnde Grijsmanche Schwierigkeiten; da er dreizehn wissenschaftliche Werke darüber zu Rathe zog, so verdient sie das vollste Vertrauen.[178]Sie leben, wie schon früher erwähnt, in einem Ghetto und zahlen nebst allen anderen üblichen Steuern 2–50 fl. Kopfsteuer je nach ihrer Stellung und ihrem Vermögen.[179]Ich spreche nur von Java; auf der Ostküste Sumatras folgen die Tabakpflanzer dem englischen Gebrauche und halten auch chinesische Diener.[180]Bei ihnen ist die Farbe der Trauer weiss. Weisse Vorhänge und weisse Laternen vor dem Eingange des Hauses theilen mit, dass ein Todter im Hause sei, und bei einem Leichenbegängnisse sind die trauernden Frauen in weisse Kleider gehüllt.[181]= Doctor du jour.[182]Dieser Schritt wird in Indien der „Residentenschritt“ genannt, weil in der Regel diese Beamten einen schnellen Schritt mit ihrer hohen Stellung nicht vereinbar halten.[183]von Schnaps.[184]von Hühnern, Wein und Brot.[185]Der Quadratmeter einer solchen Wand wird auf dem Markt je nach der Qualität des Materials um 20–50 Cent verkauft.[186]sowie die Pavillons für Frauen und Sträflinge (No. XVIII bis XXIII,Fig. 24).[187]welches aber wegen seiner ungünstigen Lage nicht in Gebrauch genommen wurde.[188]Neben dem Wasserthurme stand der grosse Kessel, von welchem das warme Wasser für die Bäder in einer zweiten Leitung durch das ganze Spital, aber nicht für den Officierspavillon, geleitet wurde.[189]und nicht in das der Justiz.[190]von dem bekannten DichterJustus van Maurik.[191]Erst im März des Jahres 1899 wollte die Regierung einen Anfang mit einer Gemeindevertretung machen; sie holte von den drei Residenten zu Batavia, Samarang und Surabaya Gutachten ein, um für diebeabsichtigteEinführung einer Gemeindeverwaltung „sofort Gemeindesteuern auszuschreiben für die localen Bedürfnisse, z. B. für die Strassenbeleuchtung u. s. w.“ Vorläufig sollten die Erträgnisse dieser Steuern in dieStaatskassefliessen, um sie später, wenn die Gemeindevertretungen zu Stande kommen sollten, diesen zu übergeben. Darauf sagt die „Locomotief“ vom 4. April: Es handelt sich also mehr um eine neue Steuer, als um eine neue Volksvertretung.[192]Vethgiebt die Höhe auf 60–70′ an.[193]Veth, „Java“, Band II, Seite 85.[194]Vethnennt ihnBåråund nicht Buru Budur; das javanische å ist ein Mittellaut zwischen a und o; etymologisch ist dies die richtigere Schreibweise als mein Buru; in allen malayischen und javanischen Ausdrücken glaubte ich aber aus naheliegenden Ursachen der phonetischen Schreibweise folgen zu sollen. Ich hörte immer von Buru und niemals von Bårå sprechen.[195]Lombok ist eine der kleinen Sundainseln, 5435 Quadrat-Meter gross, und hatte ungefähr 500,000 Einwohner, welche zum grössten Theil Mohamedaner waren, während das Fürstenhaus mit seinem ganzen Anhange Anhänger des Hinduglaubens geblieben waren. Sie liegt zwischen 115° 45′ und 116° 42′ ö. L. und zwischen dem 8. und 9.° s. Br. Der höchste Berg ist der Piek von Lombok, 3800 Meter hoch, und zahlreiche kleine Flüsse durchziehen die Insel.[196]Band I, Seite 215.[197]Nebstdem hat diese Stadt 2187 chinesische, 108 arabische, 7 orientalische, 18,934 eingeborene und 496 europäische Bewohner.[198]In der Provinz Pasuruan ist eine grosse, protestantische Gemeinde von Eingeborenen mit Missionsschule in Swaru und Kendal pajak.[199]Vide I. Theil, Seite 220.[200]Scheube, Die Krankheiten der warmen Länder.[201]Vide: „Militaire Summierziekenrapport 1847“, herausgegeben auf Befehl der niederländisch-indischen Regierung. Batavia, Lange et Comp. 1850.[202]Die indische Armee zählt 18 Feldbataillone mit je 4 Compagnien, 10 Garnisonsbataillone, 5 Garnisonscompagnien, 4 Depotbataillone, 2 Recrutenbataillone und 5 Subsistenten-Caders der Infanterie, 1 Regiment Cavallerie, 4 Batterien Feldartillerie, 4 idem Bergartillerie, 7 Compagnien Festungsartillerie und 8 Compagnien für die Aussenbesitzungen und 2 Compagnien Genietruppen.[203]Die Aerzte sind nämlich keinem Regiment oder Bataillon, sondern stets einer Garnison zugetheilt.[204]welcher damals noch nicht officiell zur Uniform gehörte.[205]Vide I. Theil, Seite 123.[206]Das weisse Fleisch der Cocosnuss giebt in der Küche eine sehr schmackhafte Zuspeise: das santen, aus welchem ein Brei, aber auch eine herrliche Torte bereitet wird. Durch Kochen und Verdampfen des santen wird das Cocosnussöl gewonnen, welches in Indien eine grössere Rolle als die Butter spielt.[207]Vide7. Capitel.[208]In der malayischen Sprache beschränkt sich dieser Unterschied nur auf den Gebrauch der Fürwörter; so wird z. B. das „ich“ des höher Stehenden aku und das „ich“ des Untergebenen saja genannt.[209]Sie hat sehr viele sanskritische, arabische, persische und holländische Wörter.[210]In derjavanischenSprache beschränkt sich dieser Unterschied nicht auf die Fürwörter, sondern erstreckt sich auch auf zahlreiche Haupt- und Beiwörter. Das Gewehr heisst z. B. in der hochjavanischen Sprache Sendjåtå und im Ngoko = bedíl.[211]In Delft ist nämlich das Seminarium für indische Beamte.[212]Kôwe = „du“ gegen einen Untergebenen; lu = „du“ mit verächtlicher Betonung.[213]VideSeite 92 ff.[214]Aus diesem Jahrhundert sind mir zehn Ausbrüche dieses Vulcans bekannt, und zwar von den Jahren 1822, 1823, 1832, 1837, 1846, 1849, 1863, 1869, 1872 und 1894. Seit dem Jahre 1897 fehlt mir jede Nachricht über einen etwaigen Ausbruch des Merapi.[215]Dr.Franz Wilhelm Junghuhnwurde am 26. October 1812 in Mansfeld geboren und starb am 20. April 1864 in Lembang bei Bandong (Java).[216]Chinesische Speisen.[217]Diese Provinz ist 93,605 Quadrat-Meilen gross und zählte im Jahre 1893 6187 europäische, 19205 chinesische, 796 arabische, 1077 orientalische und 1407752 eingeborene Bewohner.[218]De geneesheer in Nederlandsch Indie.[219]Ein Gallenstein aus dem Bauche verschiedener Affensorten; er spielte früher unter dem Namen von Batu galiga auf Borneo als Exportartikel eine grosse Rolle.[220]Periplaneta orientalis (?) = Schabe.[221]Vide I. Theil, Seite 63.[222]Auf dem Wege nach Salagatija passirten wir das Dorf Praguman mit den Ruinen jenes Tempels, welcher das Grab des Hundes enthielt, von welchem die „Kalangs“ abstammen sollen. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts waren sie ein Nomadenvolk und wurden von dem damaligen Sultan von Mataram gezwungen, sich anzusiedeln. Bei der Theilung des Reiches im Jahre 1755 erhielten beide Fürsten ungefähr 3000 Familien. Ein Theil dieser „Kalangs“ von Solo wohnt gegenwärtig in der Provinz Samarang, welche eine grosse und mehrere kleine Enclaven von Solo besitzt. Warum diese „Kalangs“ noch gegenwärtig von den übrigen Javanen so verachtet werden, dass die Sagenwelt sie bald von einem männlichen, bald von einem weiblichen Hunde abstammen lässt, ist mir unbekannt.[223]Die ältesten Berichte über Java-dwipa (= Land, Sanskrit) finden wir bei Ptolemaeus, und der Name Java soll von der in Indien wild wachsenden Kernfrucht Panicum abstammen. Von der ursprünglichen Bevölkerung dieser Insel wird in den javanischen Chroniken (Babads) wenig, und von den alten Hindus auf dem Contingent nicht nur von diesen, sondern überhaupt von der Ansiedelung auf Java keine Erwähnung gemacht; so wie die Babads mittheilen, hat schon im Jahre 78 p. C. Prabu Djaja Baja eine grosse Colonie Hindus nach Java gebracht. Von den Chinesen war Fa Hien der erste, welcher (im Jahre 414) auf seiner Reise von Ceylon nach China Je-pho-thi = Java besucht hat. Die Araber scheinen zum ersten Male im Jahre 851 in Zabedj = Java gewesen zu sein.[224]welches damals nicht nur sprachlich, sondern auch geographisch für eine separate Insel gehalten wurde.[225]Einer der Schiffscapitäne gerieth in Gefangenschaft des Sultans von Pasuruan.[226]Nach dem Erlöschen der unechten Burgundischen Linie fiel im Jahre 1580 Portugal an Spanien, um 60 Jahre später (1. December 1640) wieder selbständig zu werden.[227]In der Nähe des heutigen Surabaya.[228]Das heutige Batavia.[229]Im September war er nach Grisé gekommen, wo seit 1602 eine niederländische Factory bestanden hatte und kurz vor seiner Ankunft von Seda Krapjak zugleich mit den Städten Grisé und Djaratan verwüstet wurde, und stiftete hierauf in Djapara eine Loge (Mai 1615).[230]des Gouverneur-General de Carpentier, Nachfolgers von Koen.[231]Veth, Seite 372.[232]Veth, Seite 386.[233]G.-G. Brouwer wurde wegen des Misserfolges dieser Gesandtschaft abberufen.[234]= mit dem Kris (= Dolch) erstochen wurde.[235]Im Jahre 1696 wurden von Adriaan van Ommen, Commandeur von Malabar, die ersten Kaffeebäumchen nach Java gesendet, und im Jahre 1712 kam die erste Ladung Javakaffee, 894 Pfund schwer, in Holland auf den Markt.[236]Nach mohamedanischer Anschauung muss der Sultan frei von körperlichen Gebrechen sein.[237]Veth, Seite 226.[238]EinKojangReisinBatavia=1667·555Kilogramm.„„„„Samarang=1729·316„„„„„Surabaya=1852·839„[239]Von Hirundo esculenta; als Aphrodisiaca sind sie noch heute bei den Chinesen ein beliebter Handelsartikel.[240]Im Jahre 1893 wurden um 71048·605 Gulden und im Quinquennium 1889–1893 315750·000, 367785·000, 463560·000, 425367·000 und 507490·000 Kilo Zucker exportirt.[241]Sie hatte bereits am 9. Juli 1810 stattgefunden.[242]Im Jahre 1893 betrug z. B. die Ausfuhr nach Amerika 24215·538 Gulden, nach Australien 5968·823 Golden. Der Gesammtexport erreichte die Höhe von 191361·780 Gulden.[243]Zur Orientirung in den bereits besprochenen Fragen der Tropenhygiene dürfte eine Wiederholung dieses Inhaltsverzeichnisses vielen Lesern vielleicht nicht unwillkommen sein.Der Verleger.

Fußnoten:[1]Zwei Jahre später ist dieses Schiff an der spanischen Küste mit Mann und Maus untergegangen; wie mir ein jetziger Patient, der Eigenthümer des Rotterdamer Lloyd, erzählte, war es auf einen Felsen aufgefahren und wurde in zwei Stücke zerrissen.[2]Sie haben eine Grösse von 8,503 Quadrat-Meilen, während Java 2281,432 Quadrat-Meilen gross ist.[3]Weltevreden ist die südliche Vorstadt von Batavia, welche ausschliesslich von Europäern bewohnt wird. Oft wird der ganzen Stadt Batavia dieser Name gegeben.[4]„Nachthose“ (Hose aus buntem Kattun) und Kabaya (weisses Leibchen).[5]Capsicum annuum.[6]Ricinus communis oder R. rugosus oder R. ruber oder R. spectabilis, welche alle zu der Klasse der Euphorbiaceen gehören. Die Chinesen Javas bereiten ihr häufig gebrauchtes Laxans aus Ricinus ruber.[7]Java wird militärisch in drei Abtheilungen eingetheilt, welche in Weltevreden, Samarang und Surabaya ihren Sitz haben.[8]Nur Dr.Wasklewitzhatte als Sanitätschef den Rang eines Generals.[9]Nur der General-Gouverneur und der Armee-Commandant sind Excellenzen.[10]Vide Schulze, Führer auf Java S. 147.[11]In dieser Haustoilette sieht man die malayischen Mädchen nicht mehr auf Java, sondern nur auf den übrigen Inseln auf der Strasse herumgehen.[12]Zur Erinnerung an die Eroberung von Bali, einer Insel im Osten Javas.[13]Spitzwort für die Deutschen.[14]Schulzebringt ein vollständiges Verzeichniss aller Gesellschaften, welche in Batavia ihren Sitz oder ihre Vertreter haben.[15]Factisch liessen die Decorationen dieser Oper nichts zu wünschen übrig, wie ich mich einige Tage später überzeugte.[16]Aus den Mittheilungen des Ministeriums der Colonien vom Jahre 1894 ist ersichtlich, dass die drei grössten Städte Javas: Batavia, Surabaya und Samarang folgende Einwohnerzahl im Jahre 1892 hatten:Europäer.Chinesen.Araber.AndereOrientalen.Eingeborene.Total.Batavia861327,279262210476,246=114,864.Samarang373211,28270299356,210=72,919Surabaya59139,1601931392128,294=145,690Auch die Provinz Batavia hat seit dieser Zeit stark zugenommen. Sie hatte im Jahre 1892 1,150,957 Einwohner (darunter 11,701 Europäer, 80,395 Chinesen, 3081 Araber, 119 Orientalen und 1,055,661 Eingeborene) und hat einen Flächeninhalt von 122,154 Quadrat-Meilen.[17]Das Tapotement (Hackung) und die Vibration (Erschütterung) der europäischen Masseure üben sie jedoch nicht.[18]Holländische Phrase.[19]Susuhunan = Seiner Heiligkeit ist der Titel des Kaisers von Solo.[20]Seine Mutter stammte von Cambodga, und sein Vater war ein Araber, der ihn in einem Alter von 20 Jahren zu seinem Bruder in Madjopahit sandte; er wurde hier der zweite Apostel des Islam in Java. Der erste war Manlana Malik Ibrahim, welcher am 8. April 1419 zu Grissé starb.[21]VideNote Seite 27.[22]Vide I. Band: Borneo, Seite 68.[23]„„„„123.[24]Den ersten Tag erhält jeder Patient nur Reis in Milch gekocht.[25]Gegenwärtig wird diese Stadt natürlich durch Gas beleuchtet. Batavia hat seit 38 Jahren, Surabaya seit 20 Jahren und Samarang seit 1898 eine Gasfabrik.[26]Seit dieser Zeit hat die Mode den Männern und den Damen den Gebrauch des Hutes auch nach Sonnenuntergang aufgedrungen.[27]In den „Sälen“ der Unterofficiere und Officiere befanden sich nur europäische Patienten. Aus disciplinären Gründen werden nämlich die eingeborenen Unterofficiere gemeinsam mit den eingeborenen „Minderen“ verpflegt, und die eingeborenen Officiere sind in der regulären Armee schon seit vielen Jahrzehnten auf das Aussterbeetat gesetzt. Vor drei Jahren lebte noch der letzte „eingeborene Officier“ pensionirt als hochbetagter Greis in Magelang (Java).[28]Im Jahre 1893.[29]Im Westen ist die Küste gebirgig; an diesen Theil schliesst sich die Ebene von Grissé; im Süden derselben folgen die Gebirgszüge von Lamongan, Kendeng und Modjokasri; die grosse Ebene von Djombang geht im Süden in einen mächtigen Gebirgsstock über, welcher sich mit zahlreichen Bergriesen über die östliche Grenze bis tief in die Provinz Passuruan erstreckt.[30]Gesetz (Wet) vom 23. Mai 1899 (Staatsblad No. 124).[31]In den acht Districten dieser Provinz sind nur die Städte Surabaya, Grissé, Modjokerto, Djombang und Sidoardjo von Bedeutung.[32]Java wird nämlich in 22 Residenties = Provinzen eingetheilt, welche, von Westen nach Osten gezählt, folgende Namen führen: Bantam, Batavia, Krawang, Cheribon, Preanger, Banjumas, Tegal, Pekalongan, Samarang, Japara, Kedu, Bagélen, Surakarta, Djokjakarta, Rembang, Madiun, Kediri, Surabaya, Madura (Insel), Pasuruan, Probolingo und Besuki.[33]Serang ist eine kleine Stadt, sie hatte im Jahre 1892 nur 5700 Einwohner (mit 179 Europäern und 446 Chinesen u. s. w.).[34]Holländisches Sprichwort.[35]= Offene Säulenhalle.[36]Eduard Douwes Dekker, geb. am 2. März 1820 in Amsterdam, schrieb mit dem Pseudonym Multatuli oben erwähnten Tendenzroman Max Havelaar, Minnebrieven, indrukken van den dag, Ideen, Over vryen arbeid, Duizend en eenige hoofdstukken over specialiteiten, Millionenstudien und ein Drama — Vorstenschool —, das noch heute zu den beliebtesten Stücken des Repertoirs gehört. Er starb am 19. Februar 1887.[37]Im Durchschnitt haben die javanischen Pferde, wenn wir von den importirten australischen absehen, eine Höhe von 1.20 Meter.[38]Oppas (M.) = Oppasser (H.) = Aufseher.[39]Tjileles liegt 6° 30′ s. Br.[40]Diese Ziffern sind die absolute Höhe.[41]= Beamtentitel.[42]Der Jahresbericht des Ministeriums der Colonien vom Jahre 1894 spricht von 2789 evangelischen und 436 römisch-katholischen Eingeborenen auf Java.[43]Der Photograph hat in richtiger Auffassung der javanischen Etiquette bei der Aufnahme die Prinzessinnen stehen und die Bedajas und die Musikanten sitzen lassen. Nicht nur bei officiellen Festlichkeiten, sondern auch im alltäglichen Leben setzt sich der „kleine Mann“ sofort auf den Boden, wenn er mit einem hohen eingeborenen oder europäischen Beamten, und wäre es nur für wenige Secunden, zu thun hat; ja selbst auf der Strasse wird im Innern des Landes der „kleine Mann“, selbst wenn er zu Pferde ist, sofort absteigen und sich auf den Boden setzen, sobald ein Höherer sich nähert. In den Städten wird diese Ehrenbezeigung nur im Amte, aber nicht auf der Strasse, und auch nur den allerhöchsten Würdenträgern erwiesen. Selbst der Titel „Kanjeng tuwan“ heisst wörtlich übersetzt: Der Herr (tuwan), welcher steht.[44]Tji ist die Verkürzung von Tjai = Wasser (S.).[45]W. M. W. Nr. 47, 1898.[46]Es ist bereits gelungen, durch mikroskopische Schwämme die Heuschrecken in grossen Massen sterben zu lassen. Vielleicht wird sich ein Mittel finden lassen, um auch diese Landplage (die Mosquitos) Indiens durch Vergiftung mit solchen niedrigen Pflanzen epidemisch zu Grunde gehen zu lassen.[47]Die Kohlenlager von Bodjong Manick und von Bodjong Mangku sind kaum dem Namen nach bekannt. Ein gleiches Schicksal haben die Bittersalz-Quellen, Schlammwellen, warme Quellen und Jodium haltende Wasser dieser Provinz.[48]VideFussnote 2, Seite 96.[49]Für die Richtigkeit dieser Nachrichten über die Insel Panaïtan will ich nicht einstehen, weil sie nur den Mittheilungen eines Häuptlings von Lebak entnommen sind.[50]In der Provinz Preanger bin ich im Jahre 1881 in Garnison gelegen und habe sie einige Male als Tourist durchreist. Um Wiederholungen zu vermeiden, muss ich die chronologische Reihe meiner Erlebnisse unterbrechen und nur mit wenigen Worten meine Wanderungen vom Jahre 1881 bis 1888 andeuten: Vier Monate blieb ich in der Provinz Bantam. Nachdem ich hierauf elf Monate in Buitenzorg, der Residenz des Unterkönigs (= Gouverneur-General) gedient hatte, begann abermals das Wanderleben. Im Jahre 1882 war ich in Weltevreden und in Telok Betong (Süden von Sumatra) in Garnison, musste im September wiederum nach Weltevreden transferirt werden, um mich einer Prüfung für den Rang eines Regimentsarztes zu unterwerfen. Nachdem ich diese mit Erfolg abgelegt hatte, wurde ich nach Batu-Djadjur geschickt, wo die grosse Schiessstätte der Artillerie sich befand. Ende März 1883 kehrte ich nach Batavia zurück und bekam nach zwei Monaten den Auftrag, das zehnte Bataillon nach Atjeh zu begleiten. Kaum drei Wochen später wurde ich nach „Polonia“ in der heutigen Provinz „Ostküste von Sumatra“ transferirt, wo ich an der äussersten Grenze des holländischen Gebietes wieder zehn Monate lang in dem Fort Seruway, abseits von der menschlichen Civilisation, mit zwei Officieren lebte. Die Einöde dieses Festungslebens machte sich um so fühlbarer, als ich schwer krank wurde und meine Abberufung sich verzögerte. Im März 1884 verliess ich endlich diese einsame und verlassene Gegend, und nach sechswöchentlichem Aufenthalte in dem Spitale zu Weltevreden bekam ich einen zweijährigen Urlaub nach Europa. Am 19. Juni 1886 kehrte ich nach Indien zurück und wurde bei meiner Ankunft in Batavia angewiesen, nach Atjeh (Nord-Sumatra) zu gehen, wo die Eingeborenen einen Guerillakrieg gegen die Holländer führten. Hier blieb ich (mit meiner Frau, welche ich im Mai 1886 in Rotterdam geheiratet hatte) volle zwei Jahre, um hierauf die Insel Java bis zum Jahre 1897 nicht mehr verlassen zu müssen.[51]Indisch-holländisches Sprichwort.[52]Berechnet nach einem Durchschnitt von 10 Jahren.[53]Genannt nach dem gleichnamigen Flusse, welcher auf diesem Berge entspringt oder wenigstens in seiner Nähe fliesst.[54]Der Gunung Gadjah = der Elephantenberg ist 2225 Meter hoch.[55]3622 Meter hoch.[56]Nach Veth III, 84.[57]Buitenzorg ist nämlich seit dem Jahre 1746 die Residenz des Gouverneur-General von Holländisch-Indien.[58]Im Jahre 1876 zahlte die indische Regierung für ein Kilo Chinin 279 fl., in letzter Zeit fiel es bis auf 39 fl.[59]Vide I. Theil, Seite 167.[60]VideL. F. Schulze, Führer auf Java.[61]Die schon oft erwähnten Sarong und Kabaya der europäischen Damen sind dieselben, welche die kleinere Prinzessin aufFig. 6trägt; nur sind sie etwas reichlicher mit Spitzen besetzt.[62]Batu-tulis liegt nämlich 6° 35′ S. B.[63]Nämlich: 1699 Europäer, 4165 Chinesen, 109 Araber, 11 Orientalen und 1,994,049 Eingeborene.[64]Die Provinz Bagelen hat ungefähr 20,000 Seelen pro Quadrat-Meile.[65]Vide I. Theil, Seite 68.[66]Nur sehr selten wird der Tourist eine malayischeStrassentänzerinin obiger Toilette sehen. In der Regel ist der obere Theil der Brust, Hals und Nacken unbedeckt, weil der Sarong das einzige Gewand ist, welches sie bis unter die Achseln trägt und in der Taille mit einem silbernen Gürtel schliesst.Ich kann nicht umhin, an dieser Stelle einiges über die malayische Auffassung des Tanzes mitzutheilen.So eine Strassentänzerin gehört zur Hefe des Volkes und ist eine Prostituée stricte dictu; eine anständige Frau meidet den Tanz. Die Bedajas und Serimpis üben ihre Kunst immer ohne Männer aus. Der europäische Einfluss hat in diese Auffassung der geschlechtlichen Moral nur eine Bresche geschossen. Wo die Frau eines Fürsten in der europäischen Gesellschaft erscheint, nimmt sie an der Polonaise Theil; im Uebrigen ist jede Berührung des Mannes in Gegenwart Anderer von Mann und Frau als unsittlich verpönt.[67]Die drei „militärischen Abtheilungen“ haben im Innern der Insel ihre Concentrationspunkte der Truppen; die erste hat Tjimahi, die zweite hat Magelang in der Provinz Kedú und die dritte hat Malang in der Provinz Pasaruan zum Centrum ihrer Truppenmacht.[68]= 62½ Kilo.[69]= eine Schärpe, welche von der rechten Schulter zur linken Seite gezogen wird.[70]In den Jahren 1889–1893 wurden 3,492,000, 3,210,000, 2,673,000, 3,671,000 und 2,712,000 kg Thee exportirt.[71]Vide Band I, Seite 199.[72]Seine Heimath ist Sumatra.[73]Sc.: Die Affuite nämlich zu verlängern.[74]Leider hatte ich keine Gelegenheit, die grossen und bedeutenden China-Anpflanzungen der Preangerprovinz zu sehen. SeitJunghuhn(vor 50 Jahren) auf dem Abhange des Tankuban Prahu die erste „Kinacultur“ anlegte, hat diese unter seinem NachfolgerBernelot MoensinJavaeinen grossen Aufschwung genommen; ja noch mehr: Selbst die Gewinnung des Alkaloid (Chinin) wird seit ungefähr fünf Jahren auf Java fabrikmässig betrieben. In den Jahren 1889–1893 wurden 2,257,000, 2,820,000, 3,090,000, 2,330,000 und 2,710,000 Kilo Chinarinde exportirt.[75]In der alten Stadt Batavia besteht ein „Kaffeehaus“, in welchem à la carte servirt wird.[76]Spinat, Bohnen, Gurken, kleine Sorten von Erbsen findet man überall.[77]Die Malayen sehen nicht im Herzen, sondern in der Leber den Sitz der Gefühle, z. B. sakit hati = kränken heisst wörtlich übersetzt Leber — krank u. s. w.[78]Im Jahre 1890 hatte Java 97 europäische Volksschulen (mit 8500 Schülern), 3 Realschulen (burgerscholen) für Knaben, 1 für Mädchen, 1 Bürger-Abendschule und 18 Privatschulen.[79]Im ganzen indischen Archipel befindet sich kein jüdischer Tempel und keine jüdische Cultusgemeinde, obwohl zahlreiche Juden im Handel, in der Armee und im Corps der Beamten gefunden werden.[80]Vide I. Band, Seite 146.[81]Hier soll der Fluss Tji-Liwong entspringen.[82]Ein Geschenk des Königs von Siam, welcher im Jahre 1870 Batavia zum ersten Male besucht hat.[83]Ueberrascht war ich, weil ich bei meiner Ankunft nicht wusste, dass Ngawie mit seinen zwei grossen Militär-Etablissements 10 km weit von der nächsten Eisenbahnstation entfernt lag.[84]Von den übrigen Inseln des indischen Archipels hat nur Sumatra Eisenbahnen und zwar je eine auf derNord-, West- und Ostküste.[85]Nach dem statistischen Bericht des Ministeriums der Colonien (1894).[86]Bei dem Dorfe Gangángan.[87]Sein Vorgänger im Jahre 1889 hatte niemals mehr als 15% der Sträflinge im Spitale.[88]Vor dem Jahre 1891 bestanden zwei Strafanstalten für die Taugenichtse der Armee. Die Europäer wurden nach Klatten (Provinz Surakata) geschickt, wo das Fort Engelenburg (nomen — omen??) sie beherbergte; seit acht Jahren jedoch werden in Ngawie beide Rassen aufgenommen, weil Klatten als Strafdetachement aufgehoben wurde.[89]In der deutschen und österreichischen Armee ist sie schon seit Jahrzehnten abgeschafft, und doch wurden im Jahre 1870 in Frankreich, und im Jahre 1878 in Bosnien glänzende Siege erfochten. Ich muss noch bemerken, dass erst seit dem Jahre 1891 auch die Insassen der Militär-Gefängnisse nach Abbüssen ihrer Strafzeit für 1 oder 2 Jahre nach Ngawie gesendet werden können.[90]Im Westen Javas führte im 15. Jahrhundert Sjeikh Nuru’d-dûn Ibrahim ibn Manlana Israîl, volgens„Veth Java“ den Islam ein. Auf dem Hügel Djati bei Cheribon baute er sich ein Haus und — heilte eine lepröse Frau. Es ist also die Mittheilung von Dr.T. Broes van Dort, dass die Hindus und Chinesen die Lepra in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts eingeführt hätten, für jeden Fall noch einer Kritik zu unterziehen.[91]Dieser Regent hatte für sich, seine Familie und sein Gefolge, wie er mir erzählte, täglich 1 Pikol = 62½ Kilo! Reis nöthig. Dies erklärt hinreichend die allgemein bekannte Thatsache, dass diese Herren oft trotz ihres hohen Gehaltes noch Schulden machen müssen.[92]1 Paal = 1506,943 Meter.[93]Die Unglücksfälle durch reissende Thiere scheinen in Holländisch-Indien nicht zahlreich zu sein, wenigstens spricht der Jahresbericht von 1893 nur von 43 durch Tiger, 39 durch Krokodile und 38 durch Schlangen veranlassten Todesfällen.[94]Würdenträger der Eingeborenen.[95]Seit ungefähr zwei Jahren holt der Resident den Sultan nicht ab, sondern erwartet ihn in seinem Hause.[96]Und nichtneun, wie esVethin seinem „Java“ erzählt, was übrigens der Name Serimpi schon andeutet.[97]Weil der Kaiser selbst bis zum frühen Morgen spielen würde, um seinen etwaigen Verlust wieder zurückgewinnen zu können.[98]Seit dem 22. December 1877 auf dem Throne.[99]Dieses Fort wurde im Jahre 1760 gleichzeitig mit dem Kraton gebaut. Nach der herrschenden Anschauung darf ein Kraton nicht länger als ein (javanisches) Jahrhundert bestehen; die holländische Regierung gab aber in diesem Jahrhundert zu einem Neubau nicht die Zustimmung.[100]Der Setzer hat bei allen Wörtern mit å nur a genommen; dessen Schuld ist es also, dass auch dieses Wort hier geschrieben ist, als ob es aus West-Java stammen würde. Der Buchstabe å des mittleren und östlichen Javas wird +ungefähr+ wie das deutsche o ausgesprochen.[101]Darunter waren nach dem officiellen Ausweise vom Jahre 1892 1139 Europäer, 4167 Chinesen, 83 Araber, 241 „andere Orientalen“ und 96,296 Eingeborene.[102]Entspringt auf dem Bergsattel zwischen den beiden Bergriesen Merapi und Merbabu.[103]D. h.: 2680 Europäer, 8058 Chinesen, 83 Araber, 241 Orientalen und 1,165,771 Eingeborene.[104]Die indische Armee hat zwei Sorten von Spitälern, solche mit selbständiger Verwaltung, welche Spitäler heissen, und Marodenzimmer (= Ziekenzaal), welche von dem Platz-Commandanten verwaltet werden. Die Spitäler werden in 6 Klassen und die Marodenzimmer in 4 Klassen, je nach dem durchschnittlichen Patientenstande, eingetheilt.DasSpital1.Kl.entsprichteinemKrankenstandevon650Mann4. Kl.„„2.„„„„„500„„„„3.„„„„„350„„„„4.„„„„„200„„„„5.„„„„„100„„„„6.„„„„„50„„[105]= Pflanzendune vom Wollbaume (Eriodendron anfractuosum Dec.).[106]d. h. die Affaire der Transferirung des Assistenzarztes.[107]Sagueer oder tuwak wird aus dem Safte der Blüthenkolbe der Arengpalme (Saguerus saccharifer) gewonnen.[108]Nachvan der BurgII, Seite 169.[109]Ist wahrscheinlich ein Druckfehler und soll 1820 heissen; denn schon im Jahre 1818 hatte sich die Cholera auf Java gezeigt.[110]Auch er fiel später als Opfer der Cholera.[111]?? der Uebersetzer.[112]Van der BurgII, Seite 195.[113]Im Jahre 1879 starb kein einziger Soldat, und im Jahre 1880 nur zwei an Cholera.[114]Wenn ich auch bei diesem Feste zahlreiche Häuptlinge gesehen habe, welche in obiger Toilette ihre Aufwartung dem Kaiser von Solo und dem Residenten machten, so war es von den Frauen nur eine Braut, welche ich in obiger Galakleidung in Tjilatjap zu bewundern (?) Gelegenheit hatte. Beide, Bräutigam und Braut, hatten den oberen Theil der Brust, Hals, Nacken und das Gesicht mit Boreh (einer gelben Farbe) bestrichen. Die Kopfbedeckung dieser Häuptlinge war schwarz oder durchscheinend weiss. Noch muss ich bemerken, dass der Dolch (Kris) nicht nur bei der Galakleidung, sondern zu jeder Zeit auf der Strasse von den wohlhabenden Javanen, und zwar am Rücken von rechts nach links getragen wird.[115]Ohne ihm zum Opfer zu fallen.[116]Ich muss bemerken, dass die Zahl der europäischen und eingeborenen Soldaten für beide Rassen ca. 15,000 Mann gewesen ist.[117]Im Durchschnitt von 19 Jahren fielen jährlich in Buitenzorg 4358 mm, in Magelang 2978 mm, in Tjilatjap 3755 mm, in Ngawie 2126 mm Regen.[118]Reis noch in der Hülse allein heisst in der malayischen Sprache gaba; der gedroschene von den Hülsen befreite Reis wird bras, und der gekochte wird nassi genannt.[119]Natürlich ist dies die Quelle vieler Streitigkeiten der jeweiligen Besitzer.[120]In diesem Jahre wurde nämlich diese Frage mit Bezug auf das Fort Willem I erörtert, welches im Gebirge zwischen zahlreichen Sawahfeldern lag und vom Fieber stark heimgesucht wurde.[121]Holländisches Sprichwort.[122]Ein holländischer Gulden ist ungefähr so viel als 2 = Kronen ö. W. = 1 Mark 60 Pf.[123]Die General-Gouverneure werden immer auf fünf Jahre ernannt.[124]d. h. mit der Pensionirung der sogenannten „alten Herren“.[125]Aussertourliche Beförderungen sind in der indischen Armeesehr selteneAusnahmen.[126]NB. Männer von 45 (!!) Jahren.[127]Abgelegen.[128]= (J.) Landschaft.[129]Bei einer Grösse von 62,07 Quadratmeilen zählte es im Jahre 1892 1035 Europäer, 3439 Chinesen, 55 Orientalen und 1,348,204 Eingeborene = 1,352,733.[130]Im Jahre 1894 würden von ganz Indien für 202,900 fl. = ±350,000 Mark Vogelnester exportirt.[131]Hier sollRâdèn Djambuzum ersten Male in der Provinz Bageléen den Islam gepredigt haben.[132]Halbeuropäerin.[133]Hier wächst auch der Upasbaum (Antiaris toxicarica), dessen Wurzeln einen giftigen Saft enthalten, welcher früher zum Vergiften der Pfeile angewendet wurde. Selbst seine Ausdünstungen wurden für giftig gehalten; wenn sich dieser Baum in der Nähe einer Mofette befindet, kann leicht dieser Irrthum entstehen.[134]Die Provinz Banjumas ist 101,013 Quadrat-Meilen gross und zählt 939 Europäer, 5033 Chinesen, 7 Araber, 123 Orientalen und 1,207,690 Eingeborene.[135]= Schwierigkeiten.[136]Der Häuptling des Bezirkes mit einem monatlichen Gehalt von 100–200 fl.[137]II. Theil. Seite 73.[138]Vide I. Band, Seite 145.[139]Ist die Verkürzung des Namens Jogjakarta, ebenso wie Solo im täglichen Leben für Surakarta gebraucht wird.[140]Sein Titel ist: Pangeran, Adipatti Ario Prabu Prang Wedono.[141]Sie sind von dem Sultan, aber nicht von Holland unabhängig.[142]Die Provinz hat 16 Zuckerplantagen, 4 Indigo- und Zuckerplantagen, 27 Indigoplantagen, 1 Kaffeeplantage, 2 Tabakplantagen, 1 Tabak- und Kaffeeplantage und 1 Tabak- und Indigoplantage, ist 56,472 Quadrat-Meilen gross und zählt zu seinen Einwohnern 2128 Europäer, 4110 Chinesen, 86 Araber, 144 Orientalen und 787,774 Eingeborene. (Im Jahre 1892.)[143]Caryophillus aromaticus wird von den Chinesen unter dem Namen Tin sjong als Aphrodisiacum gebraucht, und auch die Liebestränke der Javanen bestehen aus bumbu tschinké (Nelken), Rapatholz (Cleghomia cymosa) und aus Matjaän (Nuces Querci infectoriae).[144]Vide I. Theil, Seite 75.[145]Abgesehen von einigen Fachgelehrten.[146]VideVeth, Java II, Seite 91 ff.[147]Kali Bening ist ein häufig vorkommender Name für kleine Bäche = klares Flüsschen.[148]Der Pförtner, das ist der Schliessmuskel, welcher den Magen von dem daranliegenden Zwölffingerdarm abschliesst.[149]Diese Nierenerkrankung sollte Ursache meiner Pensionirung werden.[150]Nur die Generäle werden von dem König in Holland ernannt und verabschiedet.[151]Tratschtisch.[152]Die Eingeborenen werden für ihre Verbrechen vor eine Jury gebracht, welche aus einigen Häuptlingen besteht, deren Vorsitzender ein europäischer Rechtsgelehrter ist.[153]Diese sollte nach der javanischen Tradition jede 100 Jahre verlegt werden; da aber die holländische Regierung nicht geneigt war, auch ein neues Fort, Residentenhaus, Post und Telegraphenamt u. s. w. zu schaffen, gelang es ihr, in beiden Sultanstädten (Solo und Djocja) die Befolgung dieses Gebrauches in diesem Jahrhundert zu hintertreiben: In diesem Falle hätte weder die arabische, noch die jetzt allgemein übliche mohamedanisch-javanische Zeitrechnung den Zeitpunkt der Uebersiedlung angegeben, sondern man hätte 100 Jahre der „Saka“ genommen, d. h. der alten javanischen Zeitrechnung, welche mit dem Jahre 78 v. Chr. als 0 beginnt und genannt wird nach dem Fürsten Adji Saka von Deckau, welcher sie auf Java eingeführt hat; sie hatte rein lunare Monate und hat sich am längsten auf der Insel Bali erhalten.[154]Im Jahre 1893 bestand die „Kofficultur“ der Regierung entre autre:inderProvinzBantamin216Dessas=Dörfermit12262Familien,„„„Krawang„18„„„1446„„„„Preanger„618„„„71621„„„„Cheribon„147„„„14826„„„„Tegál„154„„„17793„„„„Samarang„460„„„35626„„„„Surabaya„98„„„3566„„„„Kedú„297„„„13136„„„„Banjumas„264„„„16400„„„„Bageléen„85„„„6021„Im Ganzen beschäftigten sich 320539 Familien in 3944 Dessas mit dem Bau des Kaffees und lieferten ihn an die Regierung. Diese exportirte in demselben Jahre 13444827 Kilo im Werthe von 12772586 fl., während der Gesammtexport des Kaffees, d. h. incl. dem der Privatunternehmungen, 25361000 Kilo im Werthe von 24855930 fl. betrug. Im Quinquennium 1889–1893 wurden 41822000, 25169000, 38758000, 41058000 und 25361000 Kilo aus Indien exportirt.[155]Vom strategischen Standpunkte aus ist diese Linie selbst unentbehrlich zu nennen.[156]Magelang besitzt ein chinesisches, mohamedanisches und katholisches Gotteshaus, aber keine protestantische Kirche! Die „ambonesischen Soldaten“ hatten zwar eine kleine Kirche auf dem „grossen Weg“; für die übrigen Protestanten hielt jedoch der „Domine“, welcher in Djocja seinen Standplatz hatte, hin und wieder Gottesdienst, und zwar in einem alten, verfallenen Turnsaal der Schule für Häuptlings-Söhne, in welchem auch ein Dilettantenverein seine Bühne für die „Thalia“ errichtete!![157]Das holländische plaatsen = anstellen.[158]Die officielle Woche hat jetzt 7 Tage und zwar: Ahad oder Minggu (aus dem portugiesischen Wort Domingo), Senen, Selassa, Rebú, Kemis, Djumahad und Sêptu (portugiesisch).[159]Im Jahre 1893 wurde aus Indien um 2,224,522 fl. Indigo exportirt.[160]Dr.Bleekerspricht von 380 Sorten Fischen, welche in Indien gegessen werden.[161]Die wissenschaftlichen Namen sind dem Werke: Dr.van der Burg, De geneesheer in Indien, I. Theil, entnommen.[162]Von Areca catech.[163]Eingetrockneter Saft der Blätter von Uncaria gambir oder zahlreichen anderen tanninhaltigen Bäumen.[164]Von Curcuma longa (eine Zingiberacea).[165]Die Blätter von Pandamus odoratissimus, von welchen auch das Rampéöl (gegen Rheumatismus) gewonnen wird.[166]= Vorrathskammer.[167]wie z. B. in Ngawie.[168]Die Häuptlinge der Chinesen führen den Titel Lieutenant, Capitän und Major.[169]VideSeite 73.[170]Das chinesische Gewicht, in welchem das Opium verkauft wird, ist der tail = 38·6007 Gramm; 1 tail = 10 tji = 100 hun = 1000 li; ein li = 38·6 Milligramm.[171]Bei einer grossen europäischen Firma in Surabaya wurden vor wenigen Jahren einige Kisten Wein confiscirt, welche anstatt Traubensaft Opium enthielten.[172]Im Jahre 1893 wurden von Privatleuten um 3,357,480 fl. und von der Regierung um 1,541,020 fl. Opium eingeführt.[173]Vide: Jährliche Feste und Gebräuche der Emoychinesen vonJ. J. M. de Groot.[174]= Kon-fu-tse lebte von 550–478 vor Christi Geburt.[175]Die wenigen Canton-Chinesen, Hok-Lo- und Hokka-Chinesen, welche auf Java vorkommen, kennen sich mit den Emoy-Chinesen nur durch die Schrift verständigen. Nachde Grootsprechen sie selbst ganz andere Sprachen als die vom Drachenfluss.[176]Siehe Nr. 11960 und 11941 der „Neuen Freien Presse“.[177]Die Uebersetzung der chinesischen Namen für Pflanzen, Thiere und Mineralien hatte für den Herrnde Grijsmanche Schwierigkeiten; da er dreizehn wissenschaftliche Werke darüber zu Rathe zog, so verdient sie das vollste Vertrauen.[178]Sie leben, wie schon früher erwähnt, in einem Ghetto und zahlen nebst allen anderen üblichen Steuern 2–50 fl. Kopfsteuer je nach ihrer Stellung und ihrem Vermögen.[179]Ich spreche nur von Java; auf der Ostküste Sumatras folgen die Tabakpflanzer dem englischen Gebrauche und halten auch chinesische Diener.[180]Bei ihnen ist die Farbe der Trauer weiss. Weisse Vorhänge und weisse Laternen vor dem Eingange des Hauses theilen mit, dass ein Todter im Hause sei, und bei einem Leichenbegängnisse sind die trauernden Frauen in weisse Kleider gehüllt.[181]= Doctor du jour.[182]Dieser Schritt wird in Indien der „Residentenschritt“ genannt, weil in der Regel diese Beamten einen schnellen Schritt mit ihrer hohen Stellung nicht vereinbar halten.[183]von Schnaps.[184]von Hühnern, Wein und Brot.[185]Der Quadratmeter einer solchen Wand wird auf dem Markt je nach der Qualität des Materials um 20–50 Cent verkauft.[186]sowie die Pavillons für Frauen und Sträflinge (No. XVIII bis XXIII,Fig. 24).[187]welches aber wegen seiner ungünstigen Lage nicht in Gebrauch genommen wurde.[188]Neben dem Wasserthurme stand der grosse Kessel, von welchem das warme Wasser für die Bäder in einer zweiten Leitung durch das ganze Spital, aber nicht für den Officierspavillon, geleitet wurde.[189]und nicht in das der Justiz.[190]von dem bekannten DichterJustus van Maurik.[191]Erst im März des Jahres 1899 wollte die Regierung einen Anfang mit einer Gemeindevertretung machen; sie holte von den drei Residenten zu Batavia, Samarang und Surabaya Gutachten ein, um für diebeabsichtigteEinführung einer Gemeindeverwaltung „sofort Gemeindesteuern auszuschreiben für die localen Bedürfnisse, z. B. für die Strassenbeleuchtung u. s. w.“ Vorläufig sollten die Erträgnisse dieser Steuern in dieStaatskassefliessen, um sie später, wenn die Gemeindevertretungen zu Stande kommen sollten, diesen zu übergeben. Darauf sagt die „Locomotief“ vom 4. April: Es handelt sich also mehr um eine neue Steuer, als um eine neue Volksvertretung.[192]Vethgiebt die Höhe auf 60–70′ an.[193]Veth, „Java“, Band II, Seite 85.[194]Vethnennt ihnBåråund nicht Buru Budur; das javanische å ist ein Mittellaut zwischen a und o; etymologisch ist dies die richtigere Schreibweise als mein Buru; in allen malayischen und javanischen Ausdrücken glaubte ich aber aus naheliegenden Ursachen der phonetischen Schreibweise folgen zu sollen. Ich hörte immer von Buru und niemals von Bårå sprechen.[195]Lombok ist eine der kleinen Sundainseln, 5435 Quadrat-Meter gross, und hatte ungefähr 500,000 Einwohner, welche zum grössten Theil Mohamedaner waren, während das Fürstenhaus mit seinem ganzen Anhange Anhänger des Hinduglaubens geblieben waren. Sie liegt zwischen 115° 45′ und 116° 42′ ö. L. und zwischen dem 8. und 9.° s. Br. Der höchste Berg ist der Piek von Lombok, 3800 Meter hoch, und zahlreiche kleine Flüsse durchziehen die Insel.[196]Band I, Seite 215.[197]Nebstdem hat diese Stadt 2187 chinesische, 108 arabische, 7 orientalische, 18,934 eingeborene und 496 europäische Bewohner.[198]In der Provinz Pasuruan ist eine grosse, protestantische Gemeinde von Eingeborenen mit Missionsschule in Swaru und Kendal pajak.[199]Vide I. Theil, Seite 220.[200]Scheube, Die Krankheiten der warmen Länder.[201]Vide: „Militaire Summierziekenrapport 1847“, herausgegeben auf Befehl der niederländisch-indischen Regierung. Batavia, Lange et Comp. 1850.[202]Die indische Armee zählt 18 Feldbataillone mit je 4 Compagnien, 10 Garnisonsbataillone, 5 Garnisonscompagnien, 4 Depotbataillone, 2 Recrutenbataillone und 5 Subsistenten-Caders der Infanterie, 1 Regiment Cavallerie, 4 Batterien Feldartillerie, 4 idem Bergartillerie, 7 Compagnien Festungsartillerie und 8 Compagnien für die Aussenbesitzungen und 2 Compagnien Genietruppen.[203]Die Aerzte sind nämlich keinem Regiment oder Bataillon, sondern stets einer Garnison zugetheilt.[204]welcher damals noch nicht officiell zur Uniform gehörte.[205]Vide I. Theil, Seite 123.[206]Das weisse Fleisch der Cocosnuss giebt in der Küche eine sehr schmackhafte Zuspeise: das santen, aus welchem ein Brei, aber auch eine herrliche Torte bereitet wird. Durch Kochen und Verdampfen des santen wird das Cocosnussöl gewonnen, welches in Indien eine grössere Rolle als die Butter spielt.[207]Vide7. Capitel.[208]In der malayischen Sprache beschränkt sich dieser Unterschied nur auf den Gebrauch der Fürwörter; so wird z. B. das „ich“ des höher Stehenden aku und das „ich“ des Untergebenen saja genannt.[209]Sie hat sehr viele sanskritische, arabische, persische und holländische Wörter.[210]In derjavanischenSprache beschränkt sich dieser Unterschied nicht auf die Fürwörter, sondern erstreckt sich auch auf zahlreiche Haupt- und Beiwörter. Das Gewehr heisst z. B. in der hochjavanischen Sprache Sendjåtå und im Ngoko = bedíl.[211]In Delft ist nämlich das Seminarium für indische Beamte.[212]Kôwe = „du“ gegen einen Untergebenen; lu = „du“ mit verächtlicher Betonung.[213]VideSeite 92 ff.[214]Aus diesem Jahrhundert sind mir zehn Ausbrüche dieses Vulcans bekannt, und zwar von den Jahren 1822, 1823, 1832, 1837, 1846, 1849, 1863, 1869, 1872 und 1894. Seit dem Jahre 1897 fehlt mir jede Nachricht über einen etwaigen Ausbruch des Merapi.[215]Dr.Franz Wilhelm Junghuhnwurde am 26. October 1812 in Mansfeld geboren und starb am 20. April 1864 in Lembang bei Bandong (Java).[216]Chinesische Speisen.[217]Diese Provinz ist 93,605 Quadrat-Meilen gross und zählte im Jahre 1893 6187 europäische, 19205 chinesische, 796 arabische, 1077 orientalische und 1407752 eingeborene Bewohner.[218]De geneesheer in Nederlandsch Indie.[219]Ein Gallenstein aus dem Bauche verschiedener Affensorten; er spielte früher unter dem Namen von Batu galiga auf Borneo als Exportartikel eine grosse Rolle.[220]Periplaneta orientalis (?) = Schabe.[221]Vide I. Theil, Seite 63.[222]Auf dem Wege nach Salagatija passirten wir das Dorf Praguman mit den Ruinen jenes Tempels, welcher das Grab des Hundes enthielt, von welchem die „Kalangs“ abstammen sollen. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts waren sie ein Nomadenvolk und wurden von dem damaligen Sultan von Mataram gezwungen, sich anzusiedeln. Bei der Theilung des Reiches im Jahre 1755 erhielten beide Fürsten ungefähr 3000 Familien. Ein Theil dieser „Kalangs“ von Solo wohnt gegenwärtig in der Provinz Samarang, welche eine grosse und mehrere kleine Enclaven von Solo besitzt. Warum diese „Kalangs“ noch gegenwärtig von den übrigen Javanen so verachtet werden, dass die Sagenwelt sie bald von einem männlichen, bald von einem weiblichen Hunde abstammen lässt, ist mir unbekannt.[223]Die ältesten Berichte über Java-dwipa (= Land, Sanskrit) finden wir bei Ptolemaeus, und der Name Java soll von der in Indien wild wachsenden Kernfrucht Panicum abstammen. Von der ursprünglichen Bevölkerung dieser Insel wird in den javanischen Chroniken (Babads) wenig, und von den alten Hindus auf dem Contingent nicht nur von diesen, sondern überhaupt von der Ansiedelung auf Java keine Erwähnung gemacht; so wie die Babads mittheilen, hat schon im Jahre 78 p. C. Prabu Djaja Baja eine grosse Colonie Hindus nach Java gebracht. Von den Chinesen war Fa Hien der erste, welcher (im Jahre 414) auf seiner Reise von Ceylon nach China Je-pho-thi = Java besucht hat. Die Araber scheinen zum ersten Male im Jahre 851 in Zabedj = Java gewesen zu sein.[224]welches damals nicht nur sprachlich, sondern auch geographisch für eine separate Insel gehalten wurde.[225]Einer der Schiffscapitäne gerieth in Gefangenschaft des Sultans von Pasuruan.[226]Nach dem Erlöschen der unechten Burgundischen Linie fiel im Jahre 1580 Portugal an Spanien, um 60 Jahre später (1. December 1640) wieder selbständig zu werden.[227]In der Nähe des heutigen Surabaya.[228]Das heutige Batavia.[229]Im September war er nach Grisé gekommen, wo seit 1602 eine niederländische Factory bestanden hatte und kurz vor seiner Ankunft von Seda Krapjak zugleich mit den Städten Grisé und Djaratan verwüstet wurde, und stiftete hierauf in Djapara eine Loge (Mai 1615).[230]des Gouverneur-General de Carpentier, Nachfolgers von Koen.[231]Veth, Seite 372.[232]Veth, Seite 386.[233]G.-G. Brouwer wurde wegen des Misserfolges dieser Gesandtschaft abberufen.[234]= mit dem Kris (= Dolch) erstochen wurde.[235]Im Jahre 1696 wurden von Adriaan van Ommen, Commandeur von Malabar, die ersten Kaffeebäumchen nach Java gesendet, und im Jahre 1712 kam die erste Ladung Javakaffee, 894 Pfund schwer, in Holland auf den Markt.[236]Nach mohamedanischer Anschauung muss der Sultan frei von körperlichen Gebrechen sein.[237]Veth, Seite 226.[238]EinKojangReisinBatavia=1667·555Kilogramm.„„„„Samarang=1729·316„„„„„Surabaya=1852·839„[239]Von Hirundo esculenta; als Aphrodisiaca sind sie noch heute bei den Chinesen ein beliebter Handelsartikel.[240]Im Jahre 1893 wurden um 71048·605 Gulden und im Quinquennium 1889–1893 315750·000, 367785·000, 463560·000, 425367·000 und 507490·000 Kilo Zucker exportirt.[241]Sie hatte bereits am 9. Juli 1810 stattgefunden.[242]Im Jahre 1893 betrug z. B. die Ausfuhr nach Amerika 24215·538 Gulden, nach Australien 5968·823 Golden. Der Gesammtexport erreichte die Höhe von 191361·780 Gulden.[243]Zur Orientirung in den bereits besprochenen Fragen der Tropenhygiene dürfte eine Wiederholung dieses Inhaltsverzeichnisses vielen Lesern vielleicht nicht unwillkommen sein.Der Verleger.

Fußnoten:

[1]Zwei Jahre später ist dieses Schiff an der spanischen Küste mit Mann und Maus untergegangen; wie mir ein jetziger Patient, der Eigenthümer des Rotterdamer Lloyd, erzählte, war es auf einen Felsen aufgefahren und wurde in zwei Stücke zerrissen.

[1]Zwei Jahre später ist dieses Schiff an der spanischen Küste mit Mann und Maus untergegangen; wie mir ein jetziger Patient, der Eigenthümer des Rotterdamer Lloyd, erzählte, war es auf einen Felsen aufgefahren und wurde in zwei Stücke zerrissen.

[2]Sie haben eine Grösse von 8,503 Quadrat-Meilen, während Java 2281,432 Quadrat-Meilen gross ist.

[2]Sie haben eine Grösse von 8,503 Quadrat-Meilen, während Java 2281,432 Quadrat-Meilen gross ist.

[3]Weltevreden ist die südliche Vorstadt von Batavia, welche ausschliesslich von Europäern bewohnt wird. Oft wird der ganzen Stadt Batavia dieser Name gegeben.

[3]Weltevreden ist die südliche Vorstadt von Batavia, welche ausschliesslich von Europäern bewohnt wird. Oft wird der ganzen Stadt Batavia dieser Name gegeben.

[4]„Nachthose“ (Hose aus buntem Kattun) und Kabaya (weisses Leibchen).

[4]„Nachthose“ (Hose aus buntem Kattun) und Kabaya (weisses Leibchen).

[5]Capsicum annuum.

[5]Capsicum annuum.

[6]Ricinus communis oder R. rugosus oder R. ruber oder R. spectabilis, welche alle zu der Klasse der Euphorbiaceen gehören. Die Chinesen Javas bereiten ihr häufig gebrauchtes Laxans aus Ricinus ruber.

[6]Ricinus communis oder R. rugosus oder R. ruber oder R. spectabilis, welche alle zu der Klasse der Euphorbiaceen gehören. Die Chinesen Javas bereiten ihr häufig gebrauchtes Laxans aus Ricinus ruber.

[7]Java wird militärisch in drei Abtheilungen eingetheilt, welche in Weltevreden, Samarang und Surabaya ihren Sitz haben.

[7]Java wird militärisch in drei Abtheilungen eingetheilt, welche in Weltevreden, Samarang und Surabaya ihren Sitz haben.

[8]Nur Dr.Wasklewitzhatte als Sanitätschef den Rang eines Generals.

[8]Nur Dr.Wasklewitzhatte als Sanitätschef den Rang eines Generals.

[9]Nur der General-Gouverneur und der Armee-Commandant sind Excellenzen.

[9]Nur der General-Gouverneur und der Armee-Commandant sind Excellenzen.

[10]Vide Schulze, Führer auf Java S. 147.

[10]Vide Schulze, Führer auf Java S. 147.

[11]In dieser Haustoilette sieht man die malayischen Mädchen nicht mehr auf Java, sondern nur auf den übrigen Inseln auf der Strasse herumgehen.

[11]In dieser Haustoilette sieht man die malayischen Mädchen nicht mehr auf Java, sondern nur auf den übrigen Inseln auf der Strasse herumgehen.

[12]Zur Erinnerung an die Eroberung von Bali, einer Insel im Osten Javas.

[12]Zur Erinnerung an die Eroberung von Bali, einer Insel im Osten Javas.

[13]Spitzwort für die Deutschen.

[13]Spitzwort für die Deutschen.

[14]Schulzebringt ein vollständiges Verzeichniss aller Gesellschaften, welche in Batavia ihren Sitz oder ihre Vertreter haben.

[14]Schulzebringt ein vollständiges Verzeichniss aller Gesellschaften, welche in Batavia ihren Sitz oder ihre Vertreter haben.

[15]Factisch liessen die Decorationen dieser Oper nichts zu wünschen übrig, wie ich mich einige Tage später überzeugte.

[15]Factisch liessen die Decorationen dieser Oper nichts zu wünschen übrig, wie ich mich einige Tage später überzeugte.

[16]Aus den Mittheilungen des Ministeriums der Colonien vom Jahre 1894 ist ersichtlich, dass die drei grössten Städte Javas: Batavia, Surabaya und Samarang folgende Einwohnerzahl im Jahre 1892 hatten:Europäer.Chinesen.Araber.AndereOrientalen.Eingeborene.Total.Batavia861327,279262210476,246=114,864.Samarang373211,28270299356,210=72,919Surabaya59139,1601931392128,294=145,690Auch die Provinz Batavia hat seit dieser Zeit stark zugenommen. Sie hatte im Jahre 1892 1,150,957 Einwohner (darunter 11,701 Europäer, 80,395 Chinesen, 3081 Araber, 119 Orientalen und 1,055,661 Eingeborene) und hat einen Flächeninhalt von 122,154 Quadrat-Meilen.

[16]Aus den Mittheilungen des Ministeriums der Colonien vom Jahre 1894 ist ersichtlich, dass die drei grössten Städte Javas: Batavia, Surabaya und Samarang folgende Einwohnerzahl im Jahre 1892 hatten:

Europäer.

Chinesen.

Araber.

AndereOrientalen.

Eingeborene.

Total.

Batavia

8613

27,279

2622

104

76,246

=

114,864.

Samarang

3732

11,282

702

993

56,210

=

72,919

Surabaya

5913

9,160

1931

392

128,294

=

145,690

Auch die Provinz Batavia hat seit dieser Zeit stark zugenommen. Sie hatte im Jahre 1892 1,150,957 Einwohner (darunter 11,701 Europäer, 80,395 Chinesen, 3081 Araber, 119 Orientalen und 1,055,661 Eingeborene) und hat einen Flächeninhalt von 122,154 Quadrat-Meilen.

[17]Das Tapotement (Hackung) und die Vibration (Erschütterung) der europäischen Masseure üben sie jedoch nicht.

[17]Das Tapotement (Hackung) und die Vibration (Erschütterung) der europäischen Masseure üben sie jedoch nicht.

[18]Holländische Phrase.

[18]Holländische Phrase.

[19]Susuhunan = Seiner Heiligkeit ist der Titel des Kaisers von Solo.

[19]Susuhunan = Seiner Heiligkeit ist der Titel des Kaisers von Solo.

[20]Seine Mutter stammte von Cambodga, und sein Vater war ein Araber, der ihn in einem Alter von 20 Jahren zu seinem Bruder in Madjopahit sandte; er wurde hier der zweite Apostel des Islam in Java. Der erste war Manlana Malik Ibrahim, welcher am 8. April 1419 zu Grissé starb.

[20]Seine Mutter stammte von Cambodga, und sein Vater war ein Araber, der ihn in einem Alter von 20 Jahren zu seinem Bruder in Madjopahit sandte; er wurde hier der zweite Apostel des Islam in Java. Der erste war Manlana Malik Ibrahim, welcher am 8. April 1419 zu Grissé starb.

[21]VideNote Seite 27.

[21]VideNote Seite 27.

[22]Vide I. Band: Borneo, Seite 68.

[22]Vide I. Band: Borneo, Seite 68.

[23]„„„„123.

[23]„„„„123.

[24]Den ersten Tag erhält jeder Patient nur Reis in Milch gekocht.

[24]Den ersten Tag erhält jeder Patient nur Reis in Milch gekocht.

[25]Gegenwärtig wird diese Stadt natürlich durch Gas beleuchtet. Batavia hat seit 38 Jahren, Surabaya seit 20 Jahren und Samarang seit 1898 eine Gasfabrik.

[25]Gegenwärtig wird diese Stadt natürlich durch Gas beleuchtet. Batavia hat seit 38 Jahren, Surabaya seit 20 Jahren und Samarang seit 1898 eine Gasfabrik.

[26]Seit dieser Zeit hat die Mode den Männern und den Damen den Gebrauch des Hutes auch nach Sonnenuntergang aufgedrungen.

[26]Seit dieser Zeit hat die Mode den Männern und den Damen den Gebrauch des Hutes auch nach Sonnenuntergang aufgedrungen.

[27]In den „Sälen“ der Unterofficiere und Officiere befanden sich nur europäische Patienten. Aus disciplinären Gründen werden nämlich die eingeborenen Unterofficiere gemeinsam mit den eingeborenen „Minderen“ verpflegt, und die eingeborenen Officiere sind in der regulären Armee schon seit vielen Jahrzehnten auf das Aussterbeetat gesetzt. Vor drei Jahren lebte noch der letzte „eingeborene Officier“ pensionirt als hochbetagter Greis in Magelang (Java).

[27]In den „Sälen“ der Unterofficiere und Officiere befanden sich nur europäische Patienten. Aus disciplinären Gründen werden nämlich die eingeborenen Unterofficiere gemeinsam mit den eingeborenen „Minderen“ verpflegt, und die eingeborenen Officiere sind in der regulären Armee schon seit vielen Jahrzehnten auf das Aussterbeetat gesetzt. Vor drei Jahren lebte noch der letzte „eingeborene Officier“ pensionirt als hochbetagter Greis in Magelang (Java).

[28]Im Jahre 1893.

[28]Im Jahre 1893.

[29]Im Westen ist die Küste gebirgig; an diesen Theil schliesst sich die Ebene von Grissé; im Süden derselben folgen die Gebirgszüge von Lamongan, Kendeng und Modjokasri; die grosse Ebene von Djombang geht im Süden in einen mächtigen Gebirgsstock über, welcher sich mit zahlreichen Bergriesen über die östliche Grenze bis tief in die Provinz Passuruan erstreckt.

[29]Im Westen ist die Küste gebirgig; an diesen Theil schliesst sich die Ebene von Grissé; im Süden derselben folgen die Gebirgszüge von Lamongan, Kendeng und Modjokasri; die grosse Ebene von Djombang geht im Süden in einen mächtigen Gebirgsstock über, welcher sich mit zahlreichen Bergriesen über die östliche Grenze bis tief in die Provinz Passuruan erstreckt.

[30]Gesetz (Wet) vom 23. Mai 1899 (Staatsblad No. 124).

[30]Gesetz (Wet) vom 23. Mai 1899 (Staatsblad No. 124).

[31]In den acht Districten dieser Provinz sind nur die Städte Surabaya, Grissé, Modjokerto, Djombang und Sidoardjo von Bedeutung.

[31]In den acht Districten dieser Provinz sind nur die Städte Surabaya, Grissé, Modjokerto, Djombang und Sidoardjo von Bedeutung.

[32]Java wird nämlich in 22 Residenties = Provinzen eingetheilt, welche, von Westen nach Osten gezählt, folgende Namen führen: Bantam, Batavia, Krawang, Cheribon, Preanger, Banjumas, Tegal, Pekalongan, Samarang, Japara, Kedu, Bagélen, Surakarta, Djokjakarta, Rembang, Madiun, Kediri, Surabaya, Madura (Insel), Pasuruan, Probolingo und Besuki.

[32]Java wird nämlich in 22 Residenties = Provinzen eingetheilt, welche, von Westen nach Osten gezählt, folgende Namen führen: Bantam, Batavia, Krawang, Cheribon, Preanger, Banjumas, Tegal, Pekalongan, Samarang, Japara, Kedu, Bagélen, Surakarta, Djokjakarta, Rembang, Madiun, Kediri, Surabaya, Madura (Insel), Pasuruan, Probolingo und Besuki.

[33]Serang ist eine kleine Stadt, sie hatte im Jahre 1892 nur 5700 Einwohner (mit 179 Europäern und 446 Chinesen u. s. w.).

[33]Serang ist eine kleine Stadt, sie hatte im Jahre 1892 nur 5700 Einwohner (mit 179 Europäern und 446 Chinesen u. s. w.).

[34]Holländisches Sprichwort.

[34]Holländisches Sprichwort.

[35]= Offene Säulenhalle.

[35]= Offene Säulenhalle.

[36]Eduard Douwes Dekker, geb. am 2. März 1820 in Amsterdam, schrieb mit dem Pseudonym Multatuli oben erwähnten Tendenzroman Max Havelaar, Minnebrieven, indrukken van den dag, Ideen, Over vryen arbeid, Duizend en eenige hoofdstukken over specialiteiten, Millionenstudien und ein Drama — Vorstenschool —, das noch heute zu den beliebtesten Stücken des Repertoirs gehört. Er starb am 19. Februar 1887.

[36]Eduard Douwes Dekker, geb. am 2. März 1820 in Amsterdam, schrieb mit dem Pseudonym Multatuli oben erwähnten Tendenzroman Max Havelaar, Minnebrieven, indrukken van den dag, Ideen, Over vryen arbeid, Duizend en eenige hoofdstukken over specialiteiten, Millionenstudien und ein Drama — Vorstenschool —, das noch heute zu den beliebtesten Stücken des Repertoirs gehört. Er starb am 19. Februar 1887.

[37]Im Durchschnitt haben die javanischen Pferde, wenn wir von den importirten australischen absehen, eine Höhe von 1.20 Meter.

[37]Im Durchschnitt haben die javanischen Pferde, wenn wir von den importirten australischen absehen, eine Höhe von 1.20 Meter.

[38]Oppas (M.) = Oppasser (H.) = Aufseher.

[38]Oppas (M.) = Oppasser (H.) = Aufseher.

[39]Tjileles liegt 6° 30′ s. Br.

[39]Tjileles liegt 6° 30′ s. Br.

[40]Diese Ziffern sind die absolute Höhe.

[40]Diese Ziffern sind die absolute Höhe.

[41]= Beamtentitel.

[41]= Beamtentitel.

[42]Der Jahresbericht des Ministeriums der Colonien vom Jahre 1894 spricht von 2789 evangelischen und 436 römisch-katholischen Eingeborenen auf Java.

[42]Der Jahresbericht des Ministeriums der Colonien vom Jahre 1894 spricht von 2789 evangelischen und 436 römisch-katholischen Eingeborenen auf Java.

[43]Der Photograph hat in richtiger Auffassung der javanischen Etiquette bei der Aufnahme die Prinzessinnen stehen und die Bedajas und die Musikanten sitzen lassen. Nicht nur bei officiellen Festlichkeiten, sondern auch im alltäglichen Leben setzt sich der „kleine Mann“ sofort auf den Boden, wenn er mit einem hohen eingeborenen oder europäischen Beamten, und wäre es nur für wenige Secunden, zu thun hat; ja selbst auf der Strasse wird im Innern des Landes der „kleine Mann“, selbst wenn er zu Pferde ist, sofort absteigen und sich auf den Boden setzen, sobald ein Höherer sich nähert. In den Städten wird diese Ehrenbezeigung nur im Amte, aber nicht auf der Strasse, und auch nur den allerhöchsten Würdenträgern erwiesen. Selbst der Titel „Kanjeng tuwan“ heisst wörtlich übersetzt: Der Herr (tuwan), welcher steht.

[43]Der Photograph hat in richtiger Auffassung der javanischen Etiquette bei der Aufnahme die Prinzessinnen stehen und die Bedajas und die Musikanten sitzen lassen. Nicht nur bei officiellen Festlichkeiten, sondern auch im alltäglichen Leben setzt sich der „kleine Mann“ sofort auf den Boden, wenn er mit einem hohen eingeborenen oder europäischen Beamten, und wäre es nur für wenige Secunden, zu thun hat; ja selbst auf der Strasse wird im Innern des Landes der „kleine Mann“, selbst wenn er zu Pferde ist, sofort absteigen und sich auf den Boden setzen, sobald ein Höherer sich nähert. In den Städten wird diese Ehrenbezeigung nur im Amte, aber nicht auf der Strasse, und auch nur den allerhöchsten Würdenträgern erwiesen. Selbst der Titel „Kanjeng tuwan“ heisst wörtlich übersetzt: Der Herr (tuwan), welcher steht.

[44]Tji ist die Verkürzung von Tjai = Wasser (S.).

[44]Tji ist die Verkürzung von Tjai = Wasser (S.).

[45]W. M. W. Nr. 47, 1898.

[45]W. M. W. Nr. 47, 1898.

[46]Es ist bereits gelungen, durch mikroskopische Schwämme die Heuschrecken in grossen Massen sterben zu lassen. Vielleicht wird sich ein Mittel finden lassen, um auch diese Landplage (die Mosquitos) Indiens durch Vergiftung mit solchen niedrigen Pflanzen epidemisch zu Grunde gehen zu lassen.

[46]Es ist bereits gelungen, durch mikroskopische Schwämme die Heuschrecken in grossen Massen sterben zu lassen. Vielleicht wird sich ein Mittel finden lassen, um auch diese Landplage (die Mosquitos) Indiens durch Vergiftung mit solchen niedrigen Pflanzen epidemisch zu Grunde gehen zu lassen.

[47]Die Kohlenlager von Bodjong Manick und von Bodjong Mangku sind kaum dem Namen nach bekannt. Ein gleiches Schicksal haben die Bittersalz-Quellen, Schlammwellen, warme Quellen und Jodium haltende Wasser dieser Provinz.

[47]Die Kohlenlager von Bodjong Manick und von Bodjong Mangku sind kaum dem Namen nach bekannt. Ein gleiches Schicksal haben die Bittersalz-Quellen, Schlammwellen, warme Quellen und Jodium haltende Wasser dieser Provinz.

[48]VideFussnote 2, Seite 96.

[48]VideFussnote 2, Seite 96.

[49]Für die Richtigkeit dieser Nachrichten über die Insel Panaïtan will ich nicht einstehen, weil sie nur den Mittheilungen eines Häuptlings von Lebak entnommen sind.

[49]Für die Richtigkeit dieser Nachrichten über die Insel Panaïtan will ich nicht einstehen, weil sie nur den Mittheilungen eines Häuptlings von Lebak entnommen sind.

[50]In der Provinz Preanger bin ich im Jahre 1881 in Garnison gelegen und habe sie einige Male als Tourist durchreist. Um Wiederholungen zu vermeiden, muss ich die chronologische Reihe meiner Erlebnisse unterbrechen und nur mit wenigen Worten meine Wanderungen vom Jahre 1881 bis 1888 andeuten: Vier Monate blieb ich in der Provinz Bantam. Nachdem ich hierauf elf Monate in Buitenzorg, der Residenz des Unterkönigs (= Gouverneur-General) gedient hatte, begann abermals das Wanderleben. Im Jahre 1882 war ich in Weltevreden und in Telok Betong (Süden von Sumatra) in Garnison, musste im September wiederum nach Weltevreden transferirt werden, um mich einer Prüfung für den Rang eines Regimentsarztes zu unterwerfen. Nachdem ich diese mit Erfolg abgelegt hatte, wurde ich nach Batu-Djadjur geschickt, wo die grosse Schiessstätte der Artillerie sich befand. Ende März 1883 kehrte ich nach Batavia zurück und bekam nach zwei Monaten den Auftrag, das zehnte Bataillon nach Atjeh zu begleiten. Kaum drei Wochen später wurde ich nach „Polonia“ in der heutigen Provinz „Ostküste von Sumatra“ transferirt, wo ich an der äussersten Grenze des holländischen Gebietes wieder zehn Monate lang in dem Fort Seruway, abseits von der menschlichen Civilisation, mit zwei Officieren lebte. Die Einöde dieses Festungslebens machte sich um so fühlbarer, als ich schwer krank wurde und meine Abberufung sich verzögerte. Im März 1884 verliess ich endlich diese einsame und verlassene Gegend, und nach sechswöchentlichem Aufenthalte in dem Spitale zu Weltevreden bekam ich einen zweijährigen Urlaub nach Europa. Am 19. Juni 1886 kehrte ich nach Indien zurück und wurde bei meiner Ankunft in Batavia angewiesen, nach Atjeh (Nord-Sumatra) zu gehen, wo die Eingeborenen einen Guerillakrieg gegen die Holländer führten. Hier blieb ich (mit meiner Frau, welche ich im Mai 1886 in Rotterdam geheiratet hatte) volle zwei Jahre, um hierauf die Insel Java bis zum Jahre 1897 nicht mehr verlassen zu müssen.

[50]In der Provinz Preanger bin ich im Jahre 1881 in Garnison gelegen und habe sie einige Male als Tourist durchreist. Um Wiederholungen zu vermeiden, muss ich die chronologische Reihe meiner Erlebnisse unterbrechen und nur mit wenigen Worten meine Wanderungen vom Jahre 1881 bis 1888 andeuten: Vier Monate blieb ich in der Provinz Bantam. Nachdem ich hierauf elf Monate in Buitenzorg, der Residenz des Unterkönigs (= Gouverneur-General) gedient hatte, begann abermals das Wanderleben. Im Jahre 1882 war ich in Weltevreden und in Telok Betong (Süden von Sumatra) in Garnison, musste im September wiederum nach Weltevreden transferirt werden, um mich einer Prüfung für den Rang eines Regimentsarztes zu unterwerfen. Nachdem ich diese mit Erfolg abgelegt hatte, wurde ich nach Batu-Djadjur geschickt, wo die grosse Schiessstätte der Artillerie sich befand. Ende März 1883 kehrte ich nach Batavia zurück und bekam nach zwei Monaten den Auftrag, das zehnte Bataillon nach Atjeh zu begleiten. Kaum drei Wochen später wurde ich nach „Polonia“ in der heutigen Provinz „Ostküste von Sumatra“ transferirt, wo ich an der äussersten Grenze des holländischen Gebietes wieder zehn Monate lang in dem Fort Seruway, abseits von der menschlichen Civilisation, mit zwei Officieren lebte. Die Einöde dieses Festungslebens machte sich um so fühlbarer, als ich schwer krank wurde und meine Abberufung sich verzögerte. Im März 1884 verliess ich endlich diese einsame und verlassene Gegend, und nach sechswöchentlichem Aufenthalte in dem Spitale zu Weltevreden bekam ich einen zweijährigen Urlaub nach Europa. Am 19. Juni 1886 kehrte ich nach Indien zurück und wurde bei meiner Ankunft in Batavia angewiesen, nach Atjeh (Nord-Sumatra) zu gehen, wo die Eingeborenen einen Guerillakrieg gegen die Holländer führten. Hier blieb ich (mit meiner Frau, welche ich im Mai 1886 in Rotterdam geheiratet hatte) volle zwei Jahre, um hierauf die Insel Java bis zum Jahre 1897 nicht mehr verlassen zu müssen.

[51]Indisch-holländisches Sprichwort.

[51]Indisch-holländisches Sprichwort.

[52]Berechnet nach einem Durchschnitt von 10 Jahren.

[52]Berechnet nach einem Durchschnitt von 10 Jahren.

[53]Genannt nach dem gleichnamigen Flusse, welcher auf diesem Berge entspringt oder wenigstens in seiner Nähe fliesst.

[53]Genannt nach dem gleichnamigen Flusse, welcher auf diesem Berge entspringt oder wenigstens in seiner Nähe fliesst.

[54]Der Gunung Gadjah = der Elephantenberg ist 2225 Meter hoch.

[54]Der Gunung Gadjah = der Elephantenberg ist 2225 Meter hoch.

[55]3622 Meter hoch.

[55]3622 Meter hoch.

[56]Nach Veth III, 84.

[56]Nach Veth III, 84.

[57]Buitenzorg ist nämlich seit dem Jahre 1746 die Residenz des Gouverneur-General von Holländisch-Indien.

[57]Buitenzorg ist nämlich seit dem Jahre 1746 die Residenz des Gouverneur-General von Holländisch-Indien.

[58]Im Jahre 1876 zahlte die indische Regierung für ein Kilo Chinin 279 fl., in letzter Zeit fiel es bis auf 39 fl.

[58]Im Jahre 1876 zahlte die indische Regierung für ein Kilo Chinin 279 fl., in letzter Zeit fiel es bis auf 39 fl.

[59]Vide I. Theil, Seite 167.

[59]Vide I. Theil, Seite 167.

[60]VideL. F. Schulze, Führer auf Java.

[60]VideL. F. Schulze, Führer auf Java.

[61]Die schon oft erwähnten Sarong und Kabaya der europäischen Damen sind dieselben, welche die kleinere Prinzessin aufFig. 6trägt; nur sind sie etwas reichlicher mit Spitzen besetzt.

[61]Die schon oft erwähnten Sarong und Kabaya der europäischen Damen sind dieselben, welche die kleinere Prinzessin aufFig. 6trägt; nur sind sie etwas reichlicher mit Spitzen besetzt.

[62]Batu-tulis liegt nämlich 6° 35′ S. B.

[62]Batu-tulis liegt nämlich 6° 35′ S. B.

[63]Nämlich: 1699 Europäer, 4165 Chinesen, 109 Araber, 11 Orientalen und 1,994,049 Eingeborene.

[63]Nämlich: 1699 Europäer, 4165 Chinesen, 109 Araber, 11 Orientalen und 1,994,049 Eingeborene.

[64]Die Provinz Bagelen hat ungefähr 20,000 Seelen pro Quadrat-Meile.

[64]Die Provinz Bagelen hat ungefähr 20,000 Seelen pro Quadrat-Meile.

[65]Vide I. Theil, Seite 68.

[65]Vide I. Theil, Seite 68.

[66]Nur sehr selten wird der Tourist eine malayischeStrassentänzerinin obiger Toilette sehen. In der Regel ist der obere Theil der Brust, Hals und Nacken unbedeckt, weil der Sarong das einzige Gewand ist, welches sie bis unter die Achseln trägt und in der Taille mit einem silbernen Gürtel schliesst.Ich kann nicht umhin, an dieser Stelle einiges über die malayische Auffassung des Tanzes mitzutheilen.So eine Strassentänzerin gehört zur Hefe des Volkes und ist eine Prostituée stricte dictu; eine anständige Frau meidet den Tanz. Die Bedajas und Serimpis üben ihre Kunst immer ohne Männer aus. Der europäische Einfluss hat in diese Auffassung der geschlechtlichen Moral nur eine Bresche geschossen. Wo die Frau eines Fürsten in der europäischen Gesellschaft erscheint, nimmt sie an der Polonaise Theil; im Uebrigen ist jede Berührung des Mannes in Gegenwart Anderer von Mann und Frau als unsittlich verpönt.

[66]Nur sehr selten wird der Tourist eine malayischeStrassentänzerinin obiger Toilette sehen. In der Regel ist der obere Theil der Brust, Hals und Nacken unbedeckt, weil der Sarong das einzige Gewand ist, welches sie bis unter die Achseln trägt und in der Taille mit einem silbernen Gürtel schliesst.

Ich kann nicht umhin, an dieser Stelle einiges über die malayische Auffassung des Tanzes mitzutheilen.

So eine Strassentänzerin gehört zur Hefe des Volkes und ist eine Prostituée stricte dictu; eine anständige Frau meidet den Tanz. Die Bedajas und Serimpis üben ihre Kunst immer ohne Männer aus. Der europäische Einfluss hat in diese Auffassung der geschlechtlichen Moral nur eine Bresche geschossen. Wo die Frau eines Fürsten in der europäischen Gesellschaft erscheint, nimmt sie an der Polonaise Theil; im Uebrigen ist jede Berührung des Mannes in Gegenwart Anderer von Mann und Frau als unsittlich verpönt.

[67]Die drei „militärischen Abtheilungen“ haben im Innern der Insel ihre Concentrationspunkte der Truppen; die erste hat Tjimahi, die zweite hat Magelang in der Provinz Kedú und die dritte hat Malang in der Provinz Pasaruan zum Centrum ihrer Truppenmacht.

[67]Die drei „militärischen Abtheilungen“ haben im Innern der Insel ihre Concentrationspunkte der Truppen; die erste hat Tjimahi, die zweite hat Magelang in der Provinz Kedú und die dritte hat Malang in der Provinz Pasaruan zum Centrum ihrer Truppenmacht.

[68]= 62½ Kilo.

[68]= 62½ Kilo.

[69]= eine Schärpe, welche von der rechten Schulter zur linken Seite gezogen wird.

[69]= eine Schärpe, welche von der rechten Schulter zur linken Seite gezogen wird.

[70]In den Jahren 1889–1893 wurden 3,492,000, 3,210,000, 2,673,000, 3,671,000 und 2,712,000 kg Thee exportirt.

[70]In den Jahren 1889–1893 wurden 3,492,000, 3,210,000, 2,673,000, 3,671,000 und 2,712,000 kg Thee exportirt.

[71]Vide Band I, Seite 199.

[71]Vide Band I, Seite 199.

[72]Seine Heimath ist Sumatra.

[72]Seine Heimath ist Sumatra.

[73]Sc.: Die Affuite nämlich zu verlängern.

[73]Sc.: Die Affuite nämlich zu verlängern.

[74]Leider hatte ich keine Gelegenheit, die grossen und bedeutenden China-Anpflanzungen der Preangerprovinz zu sehen. SeitJunghuhn(vor 50 Jahren) auf dem Abhange des Tankuban Prahu die erste „Kinacultur“ anlegte, hat diese unter seinem NachfolgerBernelot MoensinJavaeinen grossen Aufschwung genommen; ja noch mehr: Selbst die Gewinnung des Alkaloid (Chinin) wird seit ungefähr fünf Jahren auf Java fabrikmässig betrieben. In den Jahren 1889–1893 wurden 2,257,000, 2,820,000, 3,090,000, 2,330,000 und 2,710,000 Kilo Chinarinde exportirt.

[74]Leider hatte ich keine Gelegenheit, die grossen und bedeutenden China-Anpflanzungen der Preangerprovinz zu sehen. SeitJunghuhn(vor 50 Jahren) auf dem Abhange des Tankuban Prahu die erste „Kinacultur“ anlegte, hat diese unter seinem NachfolgerBernelot MoensinJavaeinen grossen Aufschwung genommen; ja noch mehr: Selbst die Gewinnung des Alkaloid (Chinin) wird seit ungefähr fünf Jahren auf Java fabrikmässig betrieben. In den Jahren 1889–1893 wurden 2,257,000, 2,820,000, 3,090,000, 2,330,000 und 2,710,000 Kilo Chinarinde exportirt.

[75]In der alten Stadt Batavia besteht ein „Kaffeehaus“, in welchem à la carte servirt wird.

[75]In der alten Stadt Batavia besteht ein „Kaffeehaus“, in welchem à la carte servirt wird.

[76]Spinat, Bohnen, Gurken, kleine Sorten von Erbsen findet man überall.

[76]Spinat, Bohnen, Gurken, kleine Sorten von Erbsen findet man überall.

[77]Die Malayen sehen nicht im Herzen, sondern in der Leber den Sitz der Gefühle, z. B. sakit hati = kränken heisst wörtlich übersetzt Leber — krank u. s. w.

[77]Die Malayen sehen nicht im Herzen, sondern in der Leber den Sitz der Gefühle, z. B. sakit hati = kränken heisst wörtlich übersetzt Leber — krank u. s. w.

[78]Im Jahre 1890 hatte Java 97 europäische Volksschulen (mit 8500 Schülern), 3 Realschulen (burgerscholen) für Knaben, 1 für Mädchen, 1 Bürger-Abendschule und 18 Privatschulen.

[78]Im Jahre 1890 hatte Java 97 europäische Volksschulen (mit 8500 Schülern), 3 Realschulen (burgerscholen) für Knaben, 1 für Mädchen, 1 Bürger-Abendschule und 18 Privatschulen.

[79]Im ganzen indischen Archipel befindet sich kein jüdischer Tempel und keine jüdische Cultusgemeinde, obwohl zahlreiche Juden im Handel, in der Armee und im Corps der Beamten gefunden werden.

[79]Im ganzen indischen Archipel befindet sich kein jüdischer Tempel und keine jüdische Cultusgemeinde, obwohl zahlreiche Juden im Handel, in der Armee und im Corps der Beamten gefunden werden.

[80]Vide I. Band, Seite 146.

[80]Vide I. Band, Seite 146.

[81]Hier soll der Fluss Tji-Liwong entspringen.

[81]Hier soll der Fluss Tji-Liwong entspringen.

[82]Ein Geschenk des Königs von Siam, welcher im Jahre 1870 Batavia zum ersten Male besucht hat.

[82]Ein Geschenk des Königs von Siam, welcher im Jahre 1870 Batavia zum ersten Male besucht hat.

[83]Ueberrascht war ich, weil ich bei meiner Ankunft nicht wusste, dass Ngawie mit seinen zwei grossen Militär-Etablissements 10 km weit von der nächsten Eisenbahnstation entfernt lag.

[83]Ueberrascht war ich, weil ich bei meiner Ankunft nicht wusste, dass Ngawie mit seinen zwei grossen Militär-Etablissements 10 km weit von der nächsten Eisenbahnstation entfernt lag.

[84]Von den übrigen Inseln des indischen Archipels hat nur Sumatra Eisenbahnen und zwar je eine auf derNord-, West- und Ostküste.

[84]Von den übrigen Inseln des indischen Archipels hat nur Sumatra Eisenbahnen und zwar je eine auf derNord-, West- und Ostküste.

[85]Nach dem statistischen Bericht des Ministeriums der Colonien (1894).

[85]Nach dem statistischen Bericht des Ministeriums der Colonien (1894).

[86]Bei dem Dorfe Gangángan.

[86]Bei dem Dorfe Gangángan.

[87]Sein Vorgänger im Jahre 1889 hatte niemals mehr als 15% der Sträflinge im Spitale.

[87]Sein Vorgänger im Jahre 1889 hatte niemals mehr als 15% der Sträflinge im Spitale.

[88]Vor dem Jahre 1891 bestanden zwei Strafanstalten für die Taugenichtse der Armee. Die Europäer wurden nach Klatten (Provinz Surakata) geschickt, wo das Fort Engelenburg (nomen — omen??) sie beherbergte; seit acht Jahren jedoch werden in Ngawie beide Rassen aufgenommen, weil Klatten als Strafdetachement aufgehoben wurde.

[88]Vor dem Jahre 1891 bestanden zwei Strafanstalten für die Taugenichtse der Armee. Die Europäer wurden nach Klatten (Provinz Surakata) geschickt, wo das Fort Engelenburg (nomen — omen??) sie beherbergte; seit acht Jahren jedoch werden in Ngawie beide Rassen aufgenommen, weil Klatten als Strafdetachement aufgehoben wurde.

[89]In der deutschen und österreichischen Armee ist sie schon seit Jahrzehnten abgeschafft, und doch wurden im Jahre 1870 in Frankreich, und im Jahre 1878 in Bosnien glänzende Siege erfochten. Ich muss noch bemerken, dass erst seit dem Jahre 1891 auch die Insassen der Militär-Gefängnisse nach Abbüssen ihrer Strafzeit für 1 oder 2 Jahre nach Ngawie gesendet werden können.

[89]In der deutschen und österreichischen Armee ist sie schon seit Jahrzehnten abgeschafft, und doch wurden im Jahre 1870 in Frankreich, und im Jahre 1878 in Bosnien glänzende Siege erfochten. Ich muss noch bemerken, dass erst seit dem Jahre 1891 auch die Insassen der Militär-Gefängnisse nach Abbüssen ihrer Strafzeit für 1 oder 2 Jahre nach Ngawie gesendet werden können.

[90]Im Westen Javas führte im 15. Jahrhundert Sjeikh Nuru’d-dûn Ibrahim ibn Manlana Israîl, volgens„Veth Java“ den Islam ein. Auf dem Hügel Djati bei Cheribon baute er sich ein Haus und — heilte eine lepröse Frau. Es ist also die Mittheilung von Dr.T. Broes van Dort, dass die Hindus und Chinesen die Lepra in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts eingeführt hätten, für jeden Fall noch einer Kritik zu unterziehen.

[90]Im Westen Javas führte im 15. Jahrhundert Sjeikh Nuru’d-dûn Ibrahim ibn Manlana Israîl, volgens„Veth Java“ den Islam ein. Auf dem Hügel Djati bei Cheribon baute er sich ein Haus und — heilte eine lepröse Frau. Es ist also die Mittheilung von Dr.T. Broes van Dort, dass die Hindus und Chinesen die Lepra in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts eingeführt hätten, für jeden Fall noch einer Kritik zu unterziehen.

[91]Dieser Regent hatte für sich, seine Familie und sein Gefolge, wie er mir erzählte, täglich 1 Pikol = 62½ Kilo! Reis nöthig. Dies erklärt hinreichend die allgemein bekannte Thatsache, dass diese Herren oft trotz ihres hohen Gehaltes noch Schulden machen müssen.

[91]Dieser Regent hatte für sich, seine Familie und sein Gefolge, wie er mir erzählte, täglich 1 Pikol = 62½ Kilo! Reis nöthig. Dies erklärt hinreichend die allgemein bekannte Thatsache, dass diese Herren oft trotz ihres hohen Gehaltes noch Schulden machen müssen.

[92]1 Paal = 1506,943 Meter.

[92]1 Paal = 1506,943 Meter.

[93]Die Unglücksfälle durch reissende Thiere scheinen in Holländisch-Indien nicht zahlreich zu sein, wenigstens spricht der Jahresbericht von 1893 nur von 43 durch Tiger, 39 durch Krokodile und 38 durch Schlangen veranlassten Todesfällen.

[93]Die Unglücksfälle durch reissende Thiere scheinen in Holländisch-Indien nicht zahlreich zu sein, wenigstens spricht der Jahresbericht von 1893 nur von 43 durch Tiger, 39 durch Krokodile und 38 durch Schlangen veranlassten Todesfällen.

[94]Würdenträger der Eingeborenen.

[94]Würdenträger der Eingeborenen.

[95]Seit ungefähr zwei Jahren holt der Resident den Sultan nicht ab, sondern erwartet ihn in seinem Hause.

[95]Seit ungefähr zwei Jahren holt der Resident den Sultan nicht ab, sondern erwartet ihn in seinem Hause.

[96]Und nichtneun, wie esVethin seinem „Java“ erzählt, was übrigens der Name Serimpi schon andeutet.

[96]Und nichtneun, wie esVethin seinem „Java“ erzählt, was übrigens der Name Serimpi schon andeutet.

[97]Weil der Kaiser selbst bis zum frühen Morgen spielen würde, um seinen etwaigen Verlust wieder zurückgewinnen zu können.

[97]Weil der Kaiser selbst bis zum frühen Morgen spielen würde, um seinen etwaigen Verlust wieder zurückgewinnen zu können.

[98]Seit dem 22. December 1877 auf dem Throne.

[98]Seit dem 22. December 1877 auf dem Throne.

[99]Dieses Fort wurde im Jahre 1760 gleichzeitig mit dem Kraton gebaut. Nach der herrschenden Anschauung darf ein Kraton nicht länger als ein (javanisches) Jahrhundert bestehen; die holländische Regierung gab aber in diesem Jahrhundert zu einem Neubau nicht die Zustimmung.

[99]Dieses Fort wurde im Jahre 1760 gleichzeitig mit dem Kraton gebaut. Nach der herrschenden Anschauung darf ein Kraton nicht länger als ein (javanisches) Jahrhundert bestehen; die holländische Regierung gab aber in diesem Jahrhundert zu einem Neubau nicht die Zustimmung.

[100]Der Setzer hat bei allen Wörtern mit å nur a genommen; dessen Schuld ist es also, dass auch dieses Wort hier geschrieben ist, als ob es aus West-Java stammen würde. Der Buchstabe å des mittleren und östlichen Javas wird +ungefähr+ wie das deutsche o ausgesprochen.

[100]Der Setzer hat bei allen Wörtern mit å nur a genommen; dessen Schuld ist es also, dass auch dieses Wort hier geschrieben ist, als ob es aus West-Java stammen würde. Der Buchstabe å des mittleren und östlichen Javas wird +ungefähr+ wie das deutsche o ausgesprochen.

[101]Darunter waren nach dem officiellen Ausweise vom Jahre 1892 1139 Europäer, 4167 Chinesen, 83 Araber, 241 „andere Orientalen“ und 96,296 Eingeborene.

[101]Darunter waren nach dem officiellen Ausweise vom Jahre 1892 1139 Europäer, 4167 Chinesen, 83 Araber, 241 „andere Orientalen“ und 96,296 Eingeborene.

[102]Entspringt auf dem Bergsattel zwischen den beiden Bergriesen Merapi und Merbabu.

[102]Entspringt auf dem Bergsattel zwischen den beiden Bergriesen Merapi und Merbabu.

[103]D. h.: 2680 Europäer, 8058 Chinesen, 83 Araber, 241 Orientalen und 1,165,771 Eingeborene.

[103]D. h.: 2680 Europäer, 8058 Chinesen, 83 Araber, 241 Orientalen und 1,165,771 Eingeborene.

[104]Die indische Armee hat zwei Sorten von Spitälern, solche mit selbständiger Verwaltung, welche Spitäler heissen, und Marodenzimmer (= Ziekenzaal), welche von dem Platz-Commandanten verwaltet werden. Die Spitäler werden in 6 Klassen und die Marodenzimmer in 4 Klassen, je nach dem durchschnittlichen Patientenstande, eingetheilt.DasSpital1.Kl.entsprichteinemKrankenstandevon650Mann4. Kl.„„2.„„„„„500„„„„3.„„„„„350„„„„4.„„„„„200„„„„5.„„„„„100„„„„6.„„„„„50„„

[104]Die indische Armee hat zwei Sorten von Spitälern, solche mit selbständiger Verwaltung, welche Spitäler heissen, und Marodenzimmer (= Ziekenzaal), welche von dem Platz-Commandanten verwaltet werden. Die Spitäler werden in 6 Klassen und die Marodenzimmer in 4 Klassen, je nach dem durchschnittlichen Patientenstande, eingetheilt.

Das

Spital

1.

Kl.

entspricht

einem

Krankenstande

von

650

Mann

4. Kl.

2.

500

3.

350

4.

200

5.

100

6.

50

[105]= Pflanzendune vom Wollbaume (Eriodendron anfractuosum Dec.).

[105]= Pflanzendune vom Wollbaume (Eriodendron anfractuosum Dec.).

[106]d. h. die Affaire der Transferirung des Assistenzarztes.

[106]d. h. die Affaire der Transferirung des Assistenzarztes.

[107]Sagueer oder tuwak wird aus dem Safte der Blüthenkolbe der Arengpalme (Saguerus saccharifer) gewonnen.

[107]Sagueer oder tuwak wird aus dem Safte der Blüthenkolbe der Arengpalme (Saguerus saccharifer) gewonnen.

[108]Nachvan der BurgII, Seite 169.

[108]Nachvan der BurgII, Seite 169.

[109]Ist wahrscheinlich ein Druckfehler und soll 1820 heissen; denn schon im Jahre 1818 hatte sich die Cholera auf Java gezeigt.

[109]Ist wahrscheinlich ein Druckfehler und soll 1820 heissen; denn schon im Jahre 1818 hatte sich die Cholera auf Java gezeigt.

[110]Auch er fiel später als Opfer der Cholera.

[110]Auch er fiel später als Opfer der Cholera.

[111]?? der Uebersetzer.

[111]?? der Uebersetzer.

[112]Van der BurgII, Seite 195.

[112]Van der BurgII, Seite 195.

[113]Im Jahre 1879 starb kein einziger Soldat, und im Jahre 1880 nur zwei an Cholera.

[113]Im Jahre 1879 starb kein einziger Soldat, und im Jahre 1880 nur zwei an Cholera.

[114]Wenn ich auch bei diesem Feste zahlreiche Häuptlinge gesehen habe, welche in obiger Toilette ihre Aufwartung dem Kaiser von Solo und dem Residenten machten, so war es von den Frauen nur eine Braut, welche ich in obiger Galakleidung in Tjilatjap zu bewundern (?) Gelegenheit hatte. Beide, Bräutigam und Braut, hatten den oberen Theil der Brust, Hals, Nacken und das Gesicht mit Boreh (einer gelben Farbe) bestrichen. Die Kopfbedeckung dieser Häuptlinge war schwarz oder durchscheinend weiss. Noch muss ich bemerken, dass der Dolch (Kris) nicht nur bei der Galakleidung, sondern zu jeder Zeit auf der Strasse von den wohlhabenden Javanen, und zwar am Rücken von rechts nach links getragen wird.

[114]Wenn ich auch bei diesem Feste zahlreiche Häuptlinge gesehen habe, welche in obiger Toilette ihre Aufwartung dem Kaiser von Solo und dem Residenten machten, so war es von den Frauen nur eine Braut, welche ich in obiger Galakleidung in Tjilatjap zu bewundern (?) Gelegenheit hatte. Beide, Bräutigam und Braut, hatten den oberen Theil der Brust, Hals, Nacken und das Gesicht mit Boreh (einer gelben Farbe) bestrichen. Die Kopfbedeckung dieser Häuptlinge war schwarz oder durchscheinend weiss. Noch muss ich bemerken, dass der Dolch (Kris) nicht nur bei der Galakleidung, sondern zu jeder Zeit auf der Strasse von den wohlhabenden Javanen, und zwar am Rücken von rechts nach links getragen wird.

[115]Ohne ihm zum Opfer zu fallen.

[115]Ohne ihm zum Opfer zu fallen.

[116]Ich muss bemerken, dass die Zahl der europäischen und eingeborenen Soldaten für beide Rassen ca. 15,000 Mann gewesen ist.

[116]Ich muss bemerken, dass die Zahl der europäischen und eingeborenen Soldaten für beide Rassen ca. 15,000 Mann gewesen ist.

[117]Im Durchschnitt von 19 Jahren fielen jährlich in Buitenzorg 4358 mm, in Magelang 2978 mm, in Tjilatjap 3755 mm, in Ngawie 2126 mm Regen.

[117]Im Durchschnitt von 19 Jahren fielen jährlich in Buitenzorg 4358 mm, in Magelang 2978 mm, in Tjilatjap 3755 mm, in Ngawie 2126 mm Regen.

[118]Reis noch in der Hülse allein heisst in der malayischen Sprache gaba; der gedroschene von den Hülsen befreite Reis wird bras, und der gekochte wird nassi genannt.

[118]Reis noch in der Hülse allein heisst in der malayischen Sprache gaba; der gedroschene von den Hülsen befreite Reis wird bras, und der gekochte wird nassi genannt.

[119]Natürlich ist dies die Quelle vieler Streitigkeiten der jeweiligen Besitzer.

[119]Natürlich ist dies die Quelle vieler Streitigkeiten der jeweiligen Besitzer.

[120]In diesem Jahre wurde nämlich diese Frage mit Bezug auf das Fort Willem I erörtert, welches im Gebirge zwischen zahlreichen Sawahfeldern lag und vom Fieber stark heimgesucht wurde.

[120]In diesem Jahre wurde nämlich diese Frage mit Bezug auf das Fort Willem I erörtert, welches im Gebirge zwischen zahlreichen Sawahfeldern lag und vom Fieber stark heimgesucht wurde.

[121]Holländisches Sprichwort.

[121]Holländisches Sprichwort.

[122]Ein holländischer Gulden ist ungefähr so viel als 2 = Kronen ö. W. = 1 Mark 60 Pf.

[122]Ein holländischer Gulden ist ungefähr so viel als 2 = Kronen ö. W. = 1 Mark 60 Pf.

[123]Die General-Gouverneure werden immer auf fünf Jahre ernannt.

[123]Die General-Gouverneure werden immer auf fünf Jahre ernannt.

[124]d. h. mit der Pensionirung der sogenannten „alten Herren“.

[124]d. h. mit der Pensionirung der sogenannten „alten Herren“.

[125]Aussertourliche Beförderungen sind in der indischen Armeesehr selteneAusnahmen.

[125]Aussertourliche Beförderungen sind in der indischen Armeesehr selteneAusnahmen.

[126]NB. Männer von 45 (!!) Jahren.

[126]NB. Männer von 45 (!!) Jahren.

[127]Abgelegen.

[127]Abgelegen.

[128]= (J.) Landschaft.

[128]= (J.) Landschaft.

[129]Bei einer Grösse von 62,07 Quadratmeilen zählte es im Jahre 1892 1035 Europäer, 3439 Chinesen, 55 Orientalen und 1,348,204 Eingeborene = 1,352,733.

[129]Bei einer Grösse von 62,07 Quadratmeilen zählte es im Jahre 1892 1035 Europäer, 3439 Chinesen, 55 Orientalen und 1,348,204 Eingeborene = 1,352,733.

[130]Im Jahre 1894 würden von ganz Indien für 202,900 fl. = ±350,000 Mark Vogelnester exportirt.

[130]Im Jahre 1894 würden von ganz Indien für 202,900 fl. = ±350,000 Mark Vogelnester exportirt.

[131]Hier sollRâdèn Djambuzum ersten Male in der Provinz Bageléen den Islam gepredigt haben.

[131]Hier sollRâdèn Djambuzum ersten Male in der Provinz Bageléen den Islam gepredigt haben.

[132]Halbeuropäerin.

[132]Halbeuropäerin.

[133]Hier wächst auch der Upasbaum (Antiaris toxicarica), dessen Wurzeln einen giftigen Saft enthalten, welcher früher zum Vergiften der Pfeile angewendet wurde. Selbst seine Ausdünstungen wurden für giftig gehalten; wenn sich dieser Baum in der Nähe einer Mofette befindet, kann leicht dieser Irrthum entstehen.

[133]Hier wächst auch der Upasbaum (Antiaris toxicarica), dessen Wurzeln einen giftigen Saft enthalten, welcher früher zum Vergiften der Pfeile angewendet wurde. Selbst seine Ausdünstungen wurden für giftig gehalten; wenn sich dieser Baum in der Nähe einer Mofette befindet, kann leicht dieser Irrthum entstehen.

[134]Die Provinz Banjumas ist 101,013 Quadrat-Meilen gross und zählt 939 Europäer, 5033 Chinesen, 7 Araber, 123 Orientalen und 1,207,690 Eingeborene.

[134]Die Provinz Banjumas ist 101,013 Quadrat-Meilen gross und zählt 939 Europäer, 5033 Chinesen, 7 Araber, 123 Orientalen und 1,207,690 Eingeborene.

[135]= Schwierigkeiten.

[135]= Schwierigkeiten.

[136]Der Häuptling des Bezirkes mit einem monatlichen Gehalt von 100–200 fl.

[136]Der Häuptling des Bezirkes mit einem monatlichen Gehalt von 100–200 fl.

[137]II. Theil. Seite 73.

[137]II. Theil. Seite 73.

[138]Vide I. Band, Seite 145.

[138]Vide I. Band, Seite 145.

[139]Ist die Verkürzung des Namens Jogjakarta, ebenso wie Solo im täglichen Leben für Surakarta gebraucht wird.

[139]Ist die Verkürzung des Namens Jogjakarta, ebenso wie Solo im täglichen Leben für Surakarta gebraucht wird.

[140]Sein Titel ist: Pangeran, Adipatti Ario Prabu Prang Wedono.

[140]Sein Titel ist: Pangeran, Adipatti Ario Prabu Prang Wedono.

[141]Sie sind von dem Sultan, aber nicht von Holland unabhängig.

[141]Sie sind von dem Sultan, aber nicht von Holland unabhängig.

[142]Die Provinz hat 16 Zuckerplantagen, 4 Indigo- und Zuckerplantagen, 27 Indigoplantagen, 1 Kaffeeplantage, 2 Tabakplantagen, 1 Tabak- und Kaffeeplantage und 1 Tabak- und Indigoplantage, ist 56,472 Quadrat-Meilen gross und zählt zu seinen Einwohnern 2128 Europäer, 4110 Chinesen, 86 Araber, 144 Orientalen und 787,774 Eingeborene. (Im Jahre 1892.)

[142]Die Provinz hat 16 Zuckerplantagen, 4 Indigo- und Zuckerplantagen, 27 Indigoplantagen, 1 Kaffeeplantage, 2 Tabakplantagen, 1 Tabak- und Kaffeeplantage und 1 Tabak- und Indigoplantage, ist 56,472 Quadrat-Meilen gross und zählt zu seinen Einwohnern 2128 Europäer, 4110 Chinesen, 86 Araber, 144 Orientalen und 787,774 Eingeborene. (Im Jahre 1892.)

[143]Caryophillus aromaticus wird von den Chinesen unter dem Namen Tin sjong als Aphrodisiacum gebraucht, und auch die Liebestränke der Javanen bestehen aus bumbu tschinké (Nelken), Rapatholz (Cleghomia cymosa) und aus Matjaän (Nuces Querci infectoriae).

[143]Caryophillus aromaticus wird von den Chinesen unter dem Namen Tin sjong als Aphrodisiacum gebraucht, und auch die Liebestränke der Javanen bestehen aus bumbu tschinké (Nelken), Rapatholz (Cleghomia cymosa) und aus Matjaän (Nuces Querci infectoriae).

[144]Vide I. Theil, Seite 75.

[144]Vide I. Theil, Seite 75.

[145]Abgesehen von einigen Fachgelehrten.

[145]Abgesehen von einigen Fachgelehrten.

[146]VideVeth, Java II, Seite 91 ff.

[146]VideVeth, Java II, Seite 91 ff.

[147]Kali Bening ist ein häufig vorkommender Name für kleine Bäche = klares Flüsschen.

[147]Kali Bening ist ein häufig vorkommender Name für kleine Bäche = klares Flüsschen.

[148]Der Pförtner, das ist der Schliessmuskel, welcher den Magen von dem daranliegenden Zwölffingerdarm abschliesst.

[148]Der Pförtner, das ist der Schliessmuskel, welcher den Magen von dem daranliegenden Zwölffingerdarm abschliesst.

[149]Diese Nierenerkrankung sollte Ursache meiner Pensionirung werden.

[149]Diese Nierenerkrankung sollte Ursache meiner Pensionirung werden.

[150]Nur die Generäle werden von dem König in Holland ernannt und verabschiedet.

[150]Nur die Generäle werden von dem König in Holland ernannt und verabschiedet.

[151]Tratschtisch.

[151]Tratschtisch.

[152]Die Eingeborenen werden für ihre Verbrechen vor eine Jury gebracht, welche aus einigen Häuptlingen besteht, deren Vorsitzender ein europäischer Rechtsgelehrter ist.

[152]Die Eingeborenen werden für ihre Verbrechen vor eine Jury gebracht, welche aus einigen Häuptlingen besteht, deren Vorsitzender ein europäischer Rechtsgelehrter ist.

[153]Diese sollte nach der javanischen Tradition jede 100 Jahre verlegt werden; da aber die holländische Regierung nicht geneigt war, auch ein neues Fort, Residentenhaus, Post und Telegraphenamt u. s. w. zu schaffen, gelang es ihr, in beiden Sultanstädten (Solo und Djocja) die Befolgung dieses Gebrauches in diesem Jahrhundert zu hintertreiben: In diesem Falle hätte weder die arabische, noch die jetzt allgemein übliche mohamedanisch-javanische Zeitrechnung den Zeitpunkt der Uebersiedlung angegeben, sondern man hätte 100 Jahre der „Saka“ genommen, d. h. der alten javanischen Zeitrechnung, welche mit dem Jahre 78 v. Chr. als 0 beginnt und genannt wird nach dem Fürsten Adji Saka von Deckau, welcher sie auf Java eingeführt hat; sie hatte rein lunare Monate und hat sich am längsten auf der Insel Bali erhalten.

[153]Diese sollte nach der javanischen Tradition jede 100 Jahre verlegt werden; da aber die holländische Regierung nicht geneigt war, auch ein neues Fort, Residentenhaus, Post und Telegraphenamt u. s. w. zu schaffen, gelang es ihr, in beiden Sultanstädten (Solo und Djocja) die Befolgung dieses Gebrauches in diesem Jahrhundert zu hintertreiben: In diesem Falle hätte weder die arabische, noch die jetzt allgemein übliche mohamedanisch-javanische Zeitrechnung den Zeitpunkt der Uebersiedlung angegeben, sondern man hätte 100 Jahre der „Saka“ genommen, d. h. der alten javanischen Zeitrechnung, welche mit dem Jahre 78 v. Chr. als 0 beginnt und genannt wird nach dem Fürsten Adji Saka von Deckau, welcher sie auf Java eingeführt hat; sie hatte rein lunare Monate und hat sich am längsten auf der Insel Bali erhalten.

[154]Im Jahre 1893 bestand die „Kofficultur“ der Regierung entre autre:inderProvinzBantamin216Dessas=Dörfermit12262Familien,„„„Krawang„18„„„1446„„„„Preanger„618„„„71621„„„„Cheribon„147„„„14826„„„„Tegál„154„„„17793„„„„Samarang„460„„„35626„„„„Surabaya„98„„„3566„„„„Kedú„297„„„13136„„„„Banjumas„264„„„16400„„„„Bageléen„85„„„6021„Im Ganzen beschäftigten sich 320539 Familien in 3944 Dessas mit dem Bau des Kaffees und lieferten ihn an die Regierung. Diese exportirte in demselben Jahre 13444827 Kilo im Werthe von 12772586 fl., während der Gesammtexport des Kaffees, d. h. incl. dem der Privatunternehmungen, 25361000 Kilo im Werthe von 24855930 fl. betrug. Im Quinquennium 1889–1893 wurden 41822000, 25169000, 38758000, 41058000 und 25361000 Kilo aus Indien exportirt.

[154]Im Jahre 1893 bestand die „Kofficultur“ der Regierung entre autre:

in

der

Provinz

Bantam

in

216

Dessas

=

Dörfer

mit

12262

Familien,

Krawang

18

1446

Preanger

618

71621

Cheribon

147

14826

Tegál

154

17793

Samarang

460

35626

Surabaya

98

3566

Kedú

297

13136

Banjumas

264

16400

Bageléen

85

6021

Im Ganzen beschäftigten sich 320539 Familien in 3944 Dessas mit dem Bau des Kaffees und lieferten ihn an die Regierung. Diese exportirte in demselben Jahre 13444827 Kilo im Werthe von 12772586 fl., während der Gesammtexport des Kaffees, d. h. incl. dem der Privatunternehmungen, 25361000 Kilo im Werthe von 24855930 fl. betrug. Im Quinquennium 1889–1893 wurden 41822000, 25169000, 38758000, 41058000 und 25361000 Kilo aus Indien exportirt.

[155]Vom strategischen Standpunkte aus ist diese Linie selbst unentbehrlich zu nennen.

[155]Vom strategischen Standpunkte aus ist diese Linie selbst unentbehrlich zu nennen.

[156]Magelang besitzt ein chinesisches, mohamedanisches und katholisches Gotteshaus, aber keine protestantische Kirche! Die „ambonesischen Soldaten“ hatten zwar eine kleine Kirche auf dem „grossen Weg“; für die übrigen Protestanten hielt jedoch der „Domine“, welcher in Djocja seinen Standplatz hatte, hin und wieder Gottesdienst, und zwar in einem alten, verfallenen Turnsaal der Schule für Häuptlings-Söhne, in welchem auch ein Dilettantenverein seine Bühne für die „Thalia“ errichtete!!

[156]Magelang besitzt ein chinesisches, mohamedanisches und katholisches Gotteshaus, aber keine protestantische Kirche! Die „ambonesischen Soldaten“ hatten zwar eine kleine Kirche auf dem „grossen Weg“; für die übrigen Protestanten hielt jedoch der „Domine“, welcher in Djocja seinen Standplatz hatte, hin und wieder Gottesdienst, und zwar in einem alten, verfallenen Turnsaal der Schule für Häuptlings-Söhne, in welchem auch ein Dilettantenverein seine Bühne für die „Thalia“ errichtete!!

[157]Das holländische plaatsen = anstellen.

[157]Das holländische plaatsen = anstellen.

[158]Die officielle Woche hat jetzt 7 Tage und zwar: Ahad oder Minggu (aus dem portugiesischen Wort Domingo), Senen, Selassa, Rebú, Kemis, Djumahad und Sêptu (portugiesisch).

[158]Die officielle Woche hat jetzt 7 Tage und zwar: Ahad oder Minggu (aus dem portugiesischen Wort Domingo), Senen, Selassa, Rebú, Kemis, Djumahad und Sêptu (portugiesisch).

[159]Im Jahre 1893 wurde aus Indien um 2,224,522 fl. Indigo exportirt.

[159]Im Jahre 1893 wurde aus Indien um 2,224,522 fl. Indigo exportirt.

[160]Dr.Bleekerspricht von 380 Sorten Fischen, welche in Indien gegessen werden.

[160]Dr.Bleekerspricht von 380 Sorten Fischen, welche in Indien gegessen werden.

[161]Die wissenschaftlichen Namen sind dem Werke: Dr.van der Burg, De geneesheer in Indien, I. Theil, entnommen.

[161]Die wissenschaftlichen Namen sind dem Werke: Dr.van der Burg, De geneesheer in Indien, I. Theil, entnommen.

[162]Von Areca catech.

[162]Von Areca catech.

[163]Eingetrockneter Saft der Blätter von Uncaria gambir oder zahlreichen anderen tanninhaltigen Bäumen.

[163]Eingetrockneter Saft der Blätter von Uncaria gambir oder zahlreichen anderen tanninhaltigen Bäumen.

[164]Von Curcuma longa (eine Zingiberacea).

[164]Von Curcuma longa (eine Zingiberacea).

[165]Die Blätter von Pandamus odoratissimus, von welchen auch das Rampéöl (gegen Rheumatismus) gewonnen wird.

[165]Die Blätter von Pandamus odoratissimus, von welchen auch das Rampéöl (gegen Rheumatismus) gewonnen wird.

[166]= Vorrathskammer.

[166]= Vorrathskammer.

[167]wie z. B. in Ngawie.

[167]wie z. B. in Ngawie.

[168]Die Häuptlinge der Chinesen führen den Titel Lieutenant, Capitän und Major.

[168]Die Häuptlinge der Chinesen führen den Titel Lieutenant, Capitän und Major.

[169]VideSeite 73.

[169]VideSeite 73.

[170]Das chinesische Gewicht, in welchem das Opium verkauft wird, ist der tail = 38·6007 Gramm; 1 tail = 10 tji = 100 hun = 1000 li; ein li = 38·6 Milligramm.

[170]Das chinesische Gewicht, in welchem das Opium verkauft wird, ist der tail = 38·6007 Gramm; 1 tail = 10 tji = 100 hun = 1000 li; ein li = 38·6 Milligramm.

[171]Bei einer grossen europäischen Firma in Surabaya wurden vor wenigen Jahren einige Kisten Wein confiscirt, welche anstatt Traubensaft Opium enthielten.

[171]Bei einer grossen europäischen Firma in Surabaya wurden vor wenigen Jahren einige Kisten Wein confiscirt, welche anstatt Traubensaft Opium enthielten.

[172]Im Jahre 1893 wurden von Privatleuten um 3,357,480 fl. und von der Regierung um 1,541,020 fl. Opium eingeführt.

[172]Im Jahre 1893 wurden von Privatleuten um 3,357,480 fl. und von der Regierung um 1,541,020 fl. Opium eingeführt.

[173]Vide: Jährliche Feste und Gebräuche der Emoychinesen vonJ. J. M. de Groot.

[173]Vide: Jährliche Feste und Gebräuche der Emoychinesen vonJ. J. M. de Groot.

[174]= Kon-fu-tse lebte von 550–478 vor Christi Geburt.

[174]= Kon-fu-tse lebte von 550–478 vor Christi Geburt.

[175]Die wenigen Canton-Chinesen, Hok-Lo- und Hokka-Chinesen, welche auf Java vorkommen, kennen sich mit den Emoy-Chinesen nur durch die Schrift verständigen. Nachde Grootsprechen sie selbst ganz andere Sprachen als die vom Drachenfluss.

[175]Die wenigen Canton-Chinesen, Hok-Lo- und Hokka-Chinesen, welche auf Java vorkommen, kennen sich mit den Emoy-Chinesen nur durch die Schrift verständigen. Nachde Grootsprechen sie selbst ganz andere Sprachen als die vom Drachenfluss.

[176]Siehe Nr. 11960 und 11941 der „Neuen Freien Presse“.

[176]Siehe Nr. 11960 und 11941 der „Neuen Freien Presse“.

[177]Die Uebersetzung der chinesischen Namen für Pflanzen, Thiere und Mineralien hatte für den Herrnde Grijsmanche Schwierigkeiten; da er dreizehn wissenschaftliche Werke darüber zu Rathe zog, so verdient sie das vollste Vertrauen.

[177]Die Uebersetzung der chinesischen Namen für Pflanzen, Thiere und Mineralien hatte für den Herrnde Grijsmanche Schwierigkeiten; da er dreizehn wissenschaftliche Werke darüber zu Rathe zog, so verdient sie das vollste Vertrauen.

[178]Sie leben, wie schon früher erwähnt, in einem Ghetto und zahlen nebst allen anderen üblichen Steuern 2–50 fl. Kopfsteuer je nach ihrer Stellung und ihrem Vermögen.

[178]Sie leben, wie schon früher erwähnt, in einem Ghetto und zahlen nebst allen anderen üblichen Steuern 2–50 fl. Kopfsteuer je nach ihrer Stellung und ihrem Vermögen.

[179]Ich spreche nur von Java; auf der Ostküste Sumatras folgen die Tabakpflanzer dem englischen Gebrauche und halten auch chinesische Diener.

[179]Ich spreche nur von Java; auf der Ostküste Sumatras folgen die Tabakpflanzer dem englischen Gebrauche und halten auch chinesische Diener.

[180]Bei ihnen ist die Farbe der Trauer weiss. Weisse Vorhänge und weisse Laternen vor dem Eingange des Hauses theilen mit, dass ein Todter im Hause sei, und bei einem Leichenbegängnisse sind die trauernden Frauen in weisse Kleider gehüllt.

[180]Bei ihnen ist die Farbe der Trauer weiss. Weisse Vorhänge und weisse Laternen vor dem Eingange des Hauses theilen mit, dass ein Todter im Hause sei, und bei einem Leichenbegängnisse sind die trauernden Frauen in weisse Kleider gehüllt.

[181]= Doctor du jour.

[181]= Doctor du jour.

[182]Dieser Schritt wird in Indien der „Residentenschritt“ genannt, weil in der Regel diese Beamten einen schnellen Schritt mit ihrer hohen Stellung nicht vereinbar halten.

[182]Dieser Schritt wird in Indien der „Residentenschritt“ genannt, weil in der Regel diese Beamten einen schnellen Schritt mit ihrer hohen Stellung nicht vereinbar halten.

[183]von Schnaps.

[183]von Schnaps.

[184]von Hühnern, Wein und Brot.

[184]von Hühnern, Wein und Brot.

[185]Der Quadratmeter einer solchen Wand wird auf dem Markt je nach der Qualität des Materials um 20–50 Cent verkauft.

[185]Der Quadratmeter einer solchen Wand wird auf dem Markt je nach der Qualität des Materials um 20–50 Cent verkauft.

[186]sowie die Pavillons für Frauen und Sträflinge (No. XVIII bis XXIII,Fig. 24).

[186]sowie die Pavillons für Frauen und Sträflinge (No. XVIII bis XXIII,Fig. 24).

[187]welches aber wegen seiner ungünstigen Lage nicht in Gebrauch genommen wurde.

[187]welches aber wegen seiner ungünstigen Lage nicht in Gebrauch genommen wurde.

[188]Neben dem Wasserthurme stand der grosse Kessel, von welchem das warme Wasser für die Bäder in einer zweiten Leitung durch das ganze Spital, aber nicht für den Officierspavillon, geleitet wurde.

[188]Neben dem Wasserthurme stand der grosse Kessel, von welchem das warme Wasser für die Bäder in einer zweiten Leitung durch das ganze Spital, aber nicht für den Officierspavillon, geleitet wurde.

[189]und nicht in das der Justiz.

[189]und nicht in das der Justiz.

[190]von dem bekannten DichterJustus van Maurik.

[190]von dem bekannten DichterJustus van Maurik.

[191]Erst im März des Jahres 1899 wollte die Regierung einen Anfang mit einer Gemeindevertretung machen; sie holte von den drei Residenten zu Batavia, Samarang und Surabaya Gutachten ein, um für diebeabsichtigteEinführung einer Gemeindeverwaltung „sofort Gemeindesteuern auszuschreiben für die localen Bedürfnisse, z. B. für die Strassenbeleuchtung u. s. w.“ Vorläufig sollten die Erträgnisse dieser Steuern in dieStaatskassefliessen, um sie später, wenn die Gemeindevertretungen zu Stande kommen sollten, diesen zu übergeben. Darauf sagt die „Locomotief“ vom 4. April: Es handelt sich also mehr um eine neue Steuer, als um eine neue Volksvertretung.

[191]Erst im März des Jahres 1899 wollte die Regierung einen Anfang mit einer Gemeindevertretung machen; sie holte von den drei Residenten zu Batavia, Samarang und Surabaya Gutachten ein, um für diebeabsichtigteEinführung einer Gemeindeverwaltung „sofort Gemeindesteuern auszuschreiben für die localen Bedürfnisse, z. B. für die Strassenbeleuchtung u. s. w.“ Vorläufig sollten die Erträgnisse dieser Steuern in dieStaatskassefliessen, um sie später, wenn die Gemeindevertretungen zu Stande kommen sollten, diesen zu übergeben. Darauf sagt die „Locomotief“ vom 4. April: Es handelt sich also mehr um eine neue Steuer, als um eine neue Volksvertretung.

[192]Vethgiebt die Höhe auf 60–70′ an.

[192]Vethgiebt die Höhe auf 60–70′ an.

[193]Veth, „Java“, Band II, Seite 85.

[193]Veth, „Java“, Band II, Seite 85.

[194]Vethnennt ihnBåråund nicht Buru Budur; das javanische å ist ein Mittellaut zwischen a und o; etymologisch ist dies die richtigere Schreibweise als mein Buru; in allen malayischen und javanischen Ausdrücken glaubte ich aber aus naheliegenden Ursachen der phonetischen Schreibweise folgen zu sollen. Ich hörte immer von Buru und niemals von Bårå sprechen.

[194]Vethnennt ihnBåråund nicht Buru Budur; das javanische å ist ein Mittellaut zwischen a und o; etymologisch ist dies die richtigere Schreibweise als mein Buru; in allen malayischen und javanischen Ausdrücken glaubte ich aber aus naheliegenden Ursachen der phonetischen Schreibweise folgen zu sollen. Ich hörte immer von Buru und niemals von Bårå sprechen.

[195]Lombok ist eine der kleinen Sundainseln, 5435 Quadrat-Meter gross, und hatte ungefähr 500,000 Einwohner, welche zum grössten Theil Mohamedaner waren, während das Fürstenhaus mit seinem ganzen Anhange Anhänger des Hinduglaubens geblieben waren. Sie liegt zwischen 115° 45′ und 116° 42′ ö. L. und zwischen dem 8. und 9.° s. Br. Der höchste Berg ist der Piek von Lombok, 3800 Meter hoch, und zahlreiche kleine Flüsse durchziehen die Insel.

[195]Lombok ist eine der kleinen Sundainseln, 5435 Quadrat-Meter gross, und hatte ungefähr 500,000 Einwohner, welche zum grössten Theil Mohamedaner waren, während das Fürstenhaus mit seinem ganzen Anhange Anhänger des Hinduglaubens geblieben waren. Sie liegt zwischen 115° 45′ und 116° 42′ ö. L. und zwischen dem 8. und 9.° s. Br. Der höchste Berg ist der Piek von Lombok, 3800 Meter hoch, und zahlreiche kleine Flüsse durchziehen die Insel.

[196]Band I, Seite 215.

[196]Band I, Seite 215.

[197]Nebstdem hat diese Stadt 2187 chinesische, 108 arabische, 7 orientalische, 18,934 eingeborene und 496 europäische Bewohner.

[197]Nebstdem hat diese Stadt 2187 chinesische, 108 arabische, 7 orientalische, 18,934 eingeborene und 496 europäische Bewohner.

[198]In der Provinz Pasuruan ist eine grosse, protestantische Gemeinde von Eingeborenen mit Missionsschule in Swaru und Kendal pajak.

[198]In der Provinz Pasuruan ist eine grosse, protestantische Gemeinde von Eingeborenen mit Missionsschule in Swaru und Kendal pajak.

[199]Vide I. Theil, Seite 220.

[199]Vide I. Theil, Seite 220.

[200]Scheube, Die Krankheiten der warmen Länder.

[200]Scheube, Die Krankheiten der warmen Länder.

[201]Vide: „Militaire Summierziekenrapport 1847“, herausgegeben auf Befehl der niederländisch-indischen Regierung. Batavia, Lange et Comp. 1850.

[201]Vide: „Militaire Summierziekenrapport 1847“, herausgegeben auf Befehl der niederländisch-indischen Regierung. Batavia, Lange et Comp. 1850.

[202]Die indische Armee zählt 18 Feldbataillone mit je 4 Compagnien, 10 Garnisonsbataillone, 5 Garnisonscompagnien, 4 Depotbataillone, 2 Recrutenbataillone und 5 Subsistenten-Caders der Infanterie, 1 Regiment Cavallerie, 4 Batterien Feldartillerie, 4 idem Bergartillerie, 7 Compagnien Festungsartillerie und 8 Compagnien für die Aussenbesitzungen und 2 Compagnien Genietruppen.

[202]Die indische Armee zählt 18 Feldbataillone mit je 4 Compagnien, 10 Garnisonsbataillone, 5 Garnisonscompagnien, 4 Depotbataillone, 2 Recrutenbataillone und 5 Subsistenten-Caders der Infanterie, 1 Regiment Cavallerie, 4 Batterien Feldartillerie, 4 idem Bergartillerie, 7 Compagnien Festungsartillerie und 8 Compagnien für die Aussenbesitzungen und 2 Compagnien Genietruppen.

[203]Die Aerzte sind nämlich keinem Regiment oder Bataillon, sondern stets einer Garnison zugetheilt.

[203]Die Aerzte sind nämlich keinem Regiment oder Bataillon, sondern stets einer Garnison zugetheilt.

[204]welcher damals noch nicht officiell zur Uniform gehörte.

[204]welcher damals noch nicht officiell zur Uniform gehörte.

[205]Vide I. Theil, Seite 123.

[205]Vide I. Theil, Seite 123.

[206]Das weisse Fleisch der Cocosnuss giebt in der Küche eine sehr schmackhafte Zuspeise: das santen, aus welchem ein Brei, aber auch eine herrliche Torte bereitet wird. Durch Kochen und Verdampfen des santen wird das Cocosnussöl gewonnen, welches in Indien eine grössere Rolle als die Butter spielt.

[206]Das weisse Fleisch der Cocosnuss giebt in der Küche eine sehr schmackhafte Zuspeise: das santen, aus welchem ein Brei, aber auch eine herrliche Torte bereitet wird. Durch Kochen und Verdampfen des santen wird das Cocosnussöl gewonnen, welches in Indien eine grössere Rolle als die Butter spielt.

[207]Vide7. Capitel.

[207]Vide7. Capitel.

[208]In der malayischen Sprache beschränkt sich dieser Unterschied nur auf den Gebrauch der Fürwörter; so wird z. B. das „ich“ des höher Stehenden aku und das „ich“ des Untergebenen saja genannt.

[208]In der malayischen Sprache beschränkt sich dieser Unterschied nur auf den Gebrauch der Fürwörter; so wird z. B. das „ich“ des höher Stehenden aku und das „ich“ des Untergebenen saja genannt.

[209]Sie hat sehr viele sanskritische, arabische, persische und holländische Wörter.

[209]Sie hat sehr viele sanskritische, arabische, persische und holländische Wörter.

[210]In derjavanischenSprache beschränkt sich dieser Unterschied nicht auf die Fürwörter, sondern erstreckt sich auch auf zahlreiche Haupt- und Beiwörter. Das Gewehr heisst z. B. in der hochjavanischen Sprache Sendjåtå und im Ngoko = bedíl.

[210]In derjavanischenSprache beschränkt sich dieser Unterschied nicht auf die Fürwörter, sondern erstreckt sich auch auf zahlreiche Haupt- und Beiwörter. Das Gewehr heisst z. B. in der hochjavanischen Sprache Sendjåtå und im Ngoko = bedíl.

[211]In Delft ist nämlich das Seminarium für indische Beamte.

[211]In Delft ist nämlich das Seminarium für indische Beamte.

[212]Kôwe = „du“ gegen einen Untergebenen; lu = „du“ mit verächtlicher Betonung.

[212]Kôwe = „du“ gegen einen Untergebenen; lu = „du“ mit verächtlicher Betonung.

[213]VideSeite 92 ff.

[213]VideSeite 92 ff.

[214]Aus diesem Jahrhundert sind mir zehn Ausbrüche dieses Vulcans bekannt, und zwar von den Jahren 1822, 1823, 1832, 1837, 1846, 1849, 1863, 1869, 1872 und 1894. Seit dem Jahre 1897 fehlt mir jede Nachricht über einen etwaigen Ausbruch des Merapi.

[214]Aus diesem Jahrhundert sind mir zehn Ausbrüche dieses Vulcans bekannt, und zwar von den Jahren 1822, 1823, 1832, 1837, 1846, 1849, 1863, 1869, 1872 und 1894. Seit dem Jahre 1897 fehlt mir jede Nachricht über einen etwaigen Ausbruch des Merapi.

[215]Dr.Franz Wilhelm Junghuhnwurde am 26. October 1812 in Mansfeld geboren und starb am 20. April 1864 in Lembang bei Bandong (Java).

[215]Dr.Franz Wilhelm Junghuhnwurde am 26. October 1812 in Mansfeld geboren und starb am 20. April 1864 in Lembang bei Bandong (Java).

[216]Chinesische Speisen.

[216]Chinesische Speisen.

[217]Diese Provinz ist 93,605 Quadrat-Meilen gross und zählte im Jahre 1893 6187 europäische, 19205 chinesische, 796 arabische, 1077 orientalische und 1407752 eingeborene Bewohner.

[217]Diese Provinz ist 93,605 Quadrat-Meilen gross und zählte im Jahre 1893 6187 europäische, 19205 chinesische, 796 arabische, 1077 orientalische und 1407752 eingeborene Bewohner.

[218]De geneesheer in Nederlandsch Indie.

[218]De geneesheer in Nederlandsch Indie.

[219]Ein Gallenstein aus dem Bauche verschiedener Affensorten; er spielte früher unter dem Namen von Batu galiga auf Borneo als Exportartikel eine grosse Rolle.

[219]Ein Gallenstein aus dem Bauche verschiedener Affensorten; er spielte früher unter dem Namen von Batu galiga auf Borneo als Exportartikel eine grosse Rolle.

[220]Periplaneta orientalis (?) = Schabe.

[220]Periplaneta orientalis (?) = Schabe.

[221]Vide I. Theil, Seite 63.

[221]Vide I. Theil, Seite 63.

[222]Auf dem Wege nach Salagatija passirten wir das Dorf Praguman mit den Ruinen jenes Tempels, welcher das Grab des Hundes enthielt, von welchem die „Kalangs“ abstammen sollen. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts waren sie ein Nomadenvolk und wurden von dem damaligen Sultan von Mataram gezwungen, sich anzusiedeln. Bei der Theilung des Reiches im Jahre 1755 erhielten beide Fürsten ungefähr 3000 Familien. Ein Theil dieser „Kalangs“ von Solo wohnt gegenwärtig in der Provinz Samarang, welche eine grosse und mehrere kleine Enclaven von Solo besitzt. Warum diese „Kalangs“ noch gegenwärtig von den übrigen Javanen so verachtet werden, dass die Sagenwelt sie bald von einem männlichen, bald von einem weiblichen Hunde abstammen lässt, ist mir unbekannt.

[222]Auf dem Wege nach Salagatija passirten wir das Dorf Praguman mit den Ruinen jenes Tempels, welcher das Grab des Hundes enthielt, von welchem die „Kalangs“ abstammen sollen. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts waren sie ein Nomadenvolk und wurden von dem damaligen Sultan von Mataram gezwungen, sich anzusiedeln. Bei der Theilung des Reiches im Jahre 1755 erhielten beide Fürsten ungefähr 3000 Familien. Ein Theil dieser „Kalangs“ von Solo wohnt gegenwärtig in der Provinz Samarang, welche eine grosse und mehrere kleine Enclaven von Solo besitzt. Warum diese „Kalangs“ noch gegenwärtig von den übrigen Javanen so verachtet werden, dass die Sagenwelt sie bald von einem männlichen, bald von einem weiblichen Hunde abstammen lässt, ist mir unbekannt.

[223]Die ältesten Berichte über Java-dwipa (= Land, Sanskrit) finden wir bei Ptolemaeus, und der Name Java soll von der in Indien wild wachsenden Kernfrucht Panicum abstammen. Von der ursprünglichen Bevölkerung dieser Insel wird in den javanischen Chroniken (Babads) wenig, und von den alten Hindus auf dem Contingent nicht nur von diesen, sondern überhaupt von der Ansiedelung auf Java keine Erwähnung gemacht; so wie die Babads mittheilen, hat schon im Jahre 78 p. C. Prabu Djaja Baja eine grosse Colonie Hindus nach Java gebracht. Von den Chinesen war Fa Hien der erste, welcher (im Jahre 414) auf seiner Reise von Ceylon nach China Je-pho-thi = Java besucht hat. Die Araber scheinen zum ersten Male im Jahre 851 in Zabedj = Java gewesen zu sein.

[223]Die ältesten Berichte über Java-dwipa (= Land, Sanskrit) finden wir bei Ptolemaeus, und der Name Java soll von der in Indien wild wachsenden Kernfrucht Panicum abstammen. Von der ursprünglichen Bevölkerung dieser Insel wird in den javanischen Chroniken (Babads) wenig, und von den alten Hindus auf dem Contingent nicht nur von diesen, sondern überhaupt von der Ansiedelung auf Java keine Erwähnung gemacht; so wie die Babads mittheilen, hat schon im Jahre 78 p. C. Prabu Djaja Baja eine grosse Colonie Hindus nach Java gebracht. Von den Chinesen war Fa Hien der erste, welcher (im Jahre 414) auf seiner Reise von Ceylon nach China Je-pho-thi = Java besucht hat. Die Araber scheinen zum ersten Male im Jahre 851 in Zabedj = Java gewesen zu sein.

[224]welches damals nicht nur sprachlich, sondern auch geographisch für eine separate Insel gehalten wurde.

[224]welches damals nicht nur sprachlich, sondern auch geographisch für eine separate Insel gehalten wurde.

[225]Einer der Schiffscapitäne gerieth in Gefangenschaft des Sultans von Pasuruan.

[225]Einer der Schiffscapitäne gerieth in Gefangenschaft des Sultans von Pasuruan.

[226]Nach dem Erlöschen der unechten Burgundischen Linie fiel im Jahre 1580 Portugal an Spanien, um 60 Jahre später (1. December 1640) wieder selbständig zu werden.

[226]Nach dem Erlöschen der unechten Burgundischen Linie fiel im Jahre 1580 Portugal an Spanien, um 60 Jahre später (1. December 1640) wieder selbständig zu werden.

[227]In der Nähe des heutigen Surabaya.

[227]In der Nähe des heutigen Surabaya.

[228]Das heutige Batavia.

[228]Das heutige Batavia.

[229]Im September war er nach Grisé gekommen, wo seit 1602 eine niederländische Factory bestanden hatte und kurz vor seiner Ankunft von Seda Krapjak zugleich mit den Städten Grisé und Djaratan verwüstet wurde, und stiftete hierauf in Djapara eine Loge (Mai 1615).

[229]Im September war er nach Grisé gekommen, wo seit 1602 eine niederländische Factory bestanden hatte und kurz vor seiner Ankunft von Seda Krapjak zugleich mit den Städten Grisé und Djaratan verwüstet wurde, und stiftete hierauf in Djapara eine Loge (Mai 1615).

[230]des Gouverneur-General de Carpentier, Nachfolgers von Koen.

[230]des Gouverneur-General de Carpentier, Nachfolgers von Koen.

[231]Veth, Seite 372.

[231]Veth, Seite 372.

[232]Veth, Seite 386.

[232]Veth, Seite 386.

[233]G.-G. Brouwer wurde wegen des Misserfolges dieser Gesandtschaft abberufen.

[233]G.-G. Brouwer wurde wegen des Misserfolges dieser Gesandtschaft abberufen.

[234]= mit dem Kris (= Dolch) erstochen wurde.

[234]= mit dem Kris (= Dolch) erstochen wurde.

[235]Im Jahre 1696 wurden von Adriaan van Ommen, Commandeur von Malabar, die ersten Kaffeebäumchen nach Java gesendet, und im Jahre 1712 kam die erste Ladung Javakaffee, 894 Pfund schwer, in Holland auf den Markt.

[235]Im Jahre 1696 wurden von Adriaan van Ommen, Commandeur von Malabar, die ersten Kaffeebäumchen nach Java gesendet, und im Jahre 1712 kam die erste Ladung Javakaffee, 894 Pfund schwer, in Holland auf den Markt.

[236]Nach mohamedanischer Anschauung muss der Sultan frei von körperlichen Gebrechen sein.

[236]Nach mohamedanischer Anschauung muss der Sultan frei von körperlichen Gebrechen sein.

[237]Veth, Seite 226.

[237]Veth, Seite 226.

[238]EinKojangReisinBatavia=1667·555Kilogramm.„„„„Samarang=1729·316„„„„„Surabaya=1852·839„

[238]

Ein

Kojang

Reis

in

Batavia

=

1667·555

Kilogramm.

Samarang

=

1729·316

Surabaya

=

1852·839

[239]Von Hirundo esculenta; als Aphrodisiaca sind sie noch heute bei den Chinesen ein beliebter Handelsartikel.

[239]Von Hirundo esculenta; als Aphrodisiaca sind sie noch heute bei den Chinesen ein beliebter Handelsartikel.

[240]Im Jahre 1893 wurden um 71048·605 Gulden und im Quinquennium 1889–1893 315750·000, 367785·000, 463560·000, 425367·000 und 507490·000 Kilo Zucker exportirt.

[240]Im Jahre 1893 wurden um 71048·605 Gulden und im Quinquennium 1889–1893 315750·000, 367785·000, 463560·000, 425367·000 und 507490·000 Kilo Zucker exportirt.

[241]Sie hatte bereits am 9. Juli 1810 stattgefunden.

[241]Sie hatte bereits am 9. Juli 1810 stattgefunden.

[242]Im Jahre 1893 betrug z. B. die Ausfuhr nach Amerika 24215·538 Gulden, nach Australien 5968·823 Golden. Der Gesammtexport erreichte die Höhe von 191361·780 Gulden.

[242]Im Jahre 1893 betrug z. B. die Ausfuhr nach Amerika 24215·538 Gulden, nach Australien 5968·823 Golden. Der Gesammtexport erreichte die Höhe von 191361·780 Gulden.

[243]Zur Orientirung in den bereits besprochenen Fragen der Tropenhygiene dürfte eine Wiederholung dieses Inhaltsverzeichnisses vielen Lesern vielleicht nicht unwillkommen sein.Der Verleger.

[243]Zur Orientirung in den bereits besprochenen Fragen der Tropenhygiene dürfte eine Wiederholung dieses Inhaltsverzeichnisses vielen Lesern vielleicht nicht unwillkommen sein.

Der Verleger.


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