Vorwort.
Der erste Theil dieses Werkes „Borneo“ hat sehr viele Freunde gefunden; nur vonwenigenwurde es getadelt,einigehaben es gepriesen, und vonsehr vielenwurde es gelobt.
„Theuer ist mir der Freund, doch auch den Feind kann ich nützen,Zeigt mir der Freund, was ich kann, lehrt mich der Feind, was ich soll.“
„Theuer ist mir der Freund, doch auch den Feind kann ich nützen,Zeigt mir der Freund, was ich kann, lehrt mich der Feind, was ich soll.“
„Theuer ist mir der Freund, doch auch den Feind kann ich nützen,Zeigt mir der Freund, was ich kann, lehrt mich der Feind, was ich soll.“
„Theuer ist mir der Freund, doch auch den Feind kann ich nützen,
Zeigt mir der Freund, was ich kann, lehrt mich der Feind, was ich soll.“
Der Tadel galt hauptsächlich der Form, und ich bemühte mich im Geiste dieser goldenen Worte Schillers, dem zweiten Theile eine gefällige Form zu geben. Ich wählte bessere Abbildungen und mied so viel als möglich die Hollandismen im Satzbau.
Die zahlreichen Freunde des ersten Theiles bitte ich inständigst, mit gleicher Nachsicht und gleichem Wohlwollen auch an die Lectüre des zweiten Theiles heranzutreten. Ich stand ja vor einer schwierigen Aufgabe. Die Arbeit wuchs mir mit jedem Tage unter den Händen; die Fülle des Interessanten, das ich erlebt, gesehen und beobachtet habe, musste ich in den engen RahmeneinesBuches zwängen. Ich war von dem Wunsche geleitet, nur das Interessanteste zu bringen. Möge ich bei der Wahl, die ich deshalb zu treffen genöthigt war, auch glücklich gewesen sein!
Vor einigen Monaten erhielt ich von dem Kriegsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika zu Puerto-Rico das Ansuchen, das Wichtigste über die Organisation des ärztlichen Dienstes für die Eingeborenen auf Java mitzutheilen. So ehrend dieses Ansuchen für mich persönlich war, so erfreulich war mir dieser Brief von einem andern allgemeinern Gesichtspunkte aus. Er war mir Bürgschaft, dass Amerika den Bewohnern seiner neuen Colonien das Schicksal der Rothhäute ersparen wolle. Es will ihnen die Wohlthaten der Civilisation geben und erholt sichdazu Rath bei den erfahrenen Holländern. Diesen ist es ja gelungen, aus den halbwilden Urbewohnern Javas friedliche und gesittete Bürger zu schaffen.Heilig ist auf Java das Eigenthum; das Gesetz schützt den kleinen Mann; in hundert Jahren ist die Bevölkerung von 3 auf 23 Millionen gewachsen; das Land ernährt seine Kinder, und der Reichthum seines Bodens lockt tausende Jünger Mercurs aus dem fernen Europa in seine schönen Gefilde; Eintracht herrscht unter seinen Fürsten, und Friede und Lebenslust kennt der Bauer.
Slamat tânah Djawa!Heil dir, du liebliches Java!
Slamat tânah Djawa!Heil dir, du liebliches Java!
Slamat tânah Djawa!Heil dir, du liebliches Java!
Slamat tânah Djawa!
Heil dir, du liebliches Java!
Karlsbad, im April 1900.Dr. H. Breitenstein.