Das Attribut
Unter den Erweiterungen, die ein Satzglied erfahren kann, stehen obenan das Attribut und die Apposition.
Ein Attribut kann zu einem Hauptwort in vierfacher Form treten: als Adjektiv (einschöner Tod), als abhängiger Genitiv (derTod des Kriegers), als Bestimmungswort einer Zusammensetzung (derHeldentod), endlich in Form einer adverbialen Bestimmung (derTod auf dem Schlachtfelde, derTod fürs Vaterland). Auch gegen die vierte Art ist, wie ausdrücklich bemerkt werden soll, nichts einzuwenden; es ist untadliges Deutsch, wenn man sagt: dasZimmer oben, eineWohnung in der innern Stadt, derWeg zur Hölle, dieTötung im Duell, die preußischeMobilmachung im Juniusw. Manche getrauen sich zwar nicht, solche Attribute zu schreiben, sie meinen immer einbefindlich,belegen(be!),stattgefunden,erfolgtoder dgl. dazusetzen zu müssen; aber das ist eine überflüssige und häßliche Umständlichkeit.
Bisweilen kann man ja nun zwei solche Attributarten miteinander vertauschen, ohne daß der Sinn verändert wird, aber durchaus nicht immer. Auf wenigen Gebieten unsrer Sprache herrscht aber jetzt eine so grauenvolle Verwirrung wie auf dem der Attributbildung; hier wird jetzt tatsächlich alles durcheinander gequirlt.