Ein andres und etwas andres
Das Neutrum vonjemand andersheißtetwas andres, im Volksmundewas andres. Die Mutter sagt: ich habe dirwas schönesoderetwas schönesmitgebracht. Ebensoetwas gutes,etwas rechtes,etwas wahres,etwas großes,etwas wesentliches,etwas neues,etwas weiteres. Dieses schlichtewasoderetwasverschmäht man aber jetzt, man schreibt: und nochein andresmuß ich erwähnen – zunächst möchte ichein allgemeinesvoranschicken – und nun können wir nochein weitereshinzufügen – man darf nicht glauben, daß damitein wesentlichesgewonnen sei – auch der reichhaltigste Stoff mußeinspezifischeshaben, das ihn von tausend andern unterscheidet; und man kommt sich äußerst vornehm vor, wenn man so schreibt. Sogar ein Lied von Oskar von Redwitz, das in der Komposition von Liszt das Entzücken aller Backfische ist, fängt an: Es mußein wunderbaressein ums Lieben zweier Seelen! Es ist aber nichts als alberne Ziererei. Poetischer wird das Lied durch daseinsicherlich nicht.
„Etwas andres“ ist es, wenneinnicht das unbestimmte Fürwort, sondern das Zahlwort bedeuten soll, z. B.: dann hätte das Unternehmen wenigstensein gutesgehabt. Das ist natürlich ebenso richtig wie:das eine gute.