Insel-Verlag zu Leipzig

Caroline

Briefe aus der Frühromantik.NachGeorg Waitzvermehrt herausgegeben vonErich Schmidt. Mit drei Porträts in Lichtdruck und einem Faksimile. Zwei Bände. Geheftet M. 12.–; in Leinen M. 14.–; in Leder M. 20.–.

Bewundert viel und viel gescholten – die Worte der Helena im »Faust« lassen sich trefflich auf die problematischste Frauengestalt der deutschen Geistergeschichte anwenden, auf die Gattin A. W. Schlegels und des Philosophen Schelling, die, im Schillerschen Kreise »Dame Lucifer« und schlechthin »das Übel« getauft, von anderen die größte Liebe und Verehrung genoß; »eine edle, in jeder Beziehung herrliche Frau«, »die beste, geliebteste Frau« wird sie von Schelling genannt. Von ihren Briefen rühmt Erich Schmidt in der Einleitung dieser neuen Sammlung, »welche Fülle der Ansichten, Stimmungen, Töne in diesen Blättern liege, die vor unseren Augen sich im Satzbau festigen und zu treffsicherem, auch bildlichem Ausdruck fortentwickeln und die immer lebendiges Wort geben: nie gesucht, ohne Pfauenräder eines koketten Geistes, in gehobenen Momenten voll hohen Schwunges, mitunter ungescheut derb, kleinen Frivolitäten und großen Bosheiten geneigt, meisterlich in Nadelstichen oder verschlagenen Anspielungen, wiederum schlechtweg vernichtend (wie gegen den armen Schächer Huber als Rezensenten der Romantik), diplomatisch glatt, schlichtplaudernd, leidenschaftlich aufgewühlt und enthusiastisch huldigend.« Die erste Ausgabe der Carolinen-Briefe veranstaltete i. J. 1871 Schellings Schwiegersohn Georg Waitz, der bekannte Historiker, freilich vielfach kürzend, wie es die Familienpietät zu heischen schien. »Dabei gingen leider die Geist und Herz bewegenden Kämpfe zwischen Entsagung und Liebesleidenschaft gegen Schelling verloren, nachdem vorher ein Schleier über die schlimmste Episode in diesem Frauenleben gespreitet worden war … Unsere neue Ausgabe kennt keine solche Politik, sie läßt neben Zeugnissen der Liebe und Bewunderung auch die Antipathie in manchen Graden hervortreten, sie übt keine Advokatur für und wider, weil diese einzige Frau stark genug ist, sich allein zu behaupten.«

Bewundert viel und viel gescholten – die Worte der Helena im »Faust« lassen sich trefflich auf die problematischste Frauengestalt der deutschen Geistergeschichte anwenden, auf die Gattin A. W. Schlegels und des Philosophen Schelling, die, im Schillerschen Kreise »Dame Lucifer« und schlechthin »das Übel« getauft, von anderen die größte Liebe und Verehrung genoß; »eine edle, in jeder Beziehung herrliche Frau«, »die beste, geliebteste Frau« wird sie von Schelling genannt. Von ihren Briefen rühmt Erich Schmidt in der Einleitung dieser neuen Sammlung, »welche Fülle der Ansichten, Stimmungen, Töne in diesen Blättern liege, die vor unseren Augen sich im Satzbau festigen und zu treffsicherem, auch bildlichem Ausdruck fortentwickeln und die immer lebendiges Wort geben: nie gesucht, ohne Pfauenräder eines koketten Geistes, in gehobenen Momenten voll hohen Schwunges, mitunter ungescheut derb, kleinen Frivolitäten und großen Bosheiten geneigt, meisterlich in Nadelstichen oder verschlagenen Anspielungen, wiederum schlechtweg vernichtend (wie gegen den armen Schächer Huber als Rezensenten der Romantik), diplomatisch glatt, schlichtplaudernd, leidenschaftlich aufgewühlt und enthusiastisch huldigend.« Die erste Ausgabe der Carolinen-Briefe veranstaltete i. J. 1871 Schellings Schwiegersohn Georg Waitz, der bekannte Historiker, freilich vielfach kürzend, wie es die Familienpietät zu heischen schien. »Dabei gingen leider die Geist und Herz bewegenden Kämpfe zwischen Entsagung und Liebesleidenschaft gegen Schelling verloren, nachdem vorher ein Schleier über die schlimmste Episode in diesem Frauenleben gespreitet worden war … Unsere neue Ausgabe kennt keine solche Politik, sie läßt neben Zeugnissen der Liebe und Bewunderung auch die Antipathie in manchen Graden hervortreten, sie übt keine Advokatur für und wider, weil diese einzige Frau stark genug ist, sich allein zu behaupten.«

Die schöne Seele.Bekenntnisse, Schriften und Briefe derSusanna Katharina von Klettenberg. Herausgegeben vonHeinrich Funck. Mit 10 Lichtdruck-Tafeln. In Pappband M. 6.–; in Halbleder M. 8.–.

Der heiligen Leben und Leiden – anders genannt das Passional.Aus altdeutschen Drucken übertragen und mit einem Nachwort herausgegeben durchSeverin Rüttgers. Zwei Bände mit Wiedergabe von 146 Holzschnitten aus dem Lübecker Druck von 1492. In Halbleinen M. 12.–; in Halbpergament M. 14.–.Vorzugsausgabe: 200 Exemplare mit handkolorierten Holzschnitten, in Schweinsleder M. 50.–.

Die Liebe der Magdalena.Ein französischer Sermon des 17. Jahrhunderts. Ins Deutsche übertragen vonRainer Maria Rilke. In Pappband M. 2.50; in Halbpergament M. 4.–; in Leder M. 6.–.

Die Blümlein des Heiligen Franziskus von Assisi.Übertragen vonRudolf G. Binding. Mit 84 verschiedenen Initialen und Einbandzeichnung vonCarl Weidemeyer-Worpswede. In Pappband M. 3.–; in Leder M. 8.–.

Omar Chajjâm von Neschapur: Ruba'ijat.Aus dem Englischen desEdward Fitzgeraldin deutsche Verse übertragen vonG. D. Gribble. Titel- und Einbandzeichnung und Initialen vonMarcus Behmer. In Pappband M. 8.–; in Leder M. 12.–.

Weitere Anmerkungen zur TranskriptionKorrekturen:S. 12: abewendt → abgewendtWer saget, daß sich Gottvom Sünderabgewendt,

Weitere Anmerkungen zur Transkription

Korrekturen:

S. 12: abewendt → abgewendtWer saget, daß sich Gottvom Sünderabgewendt,

S. 12: abewendt → abgewendtWer saget, daß sich Gottvom Sünderabgewendt,


Back to IndexNext