Der Patron Zuanin Dedich drehte unser lateinisches Segel etwas mehr gegen den frischen Ostwind und that einen Ruck am Steuerruder. Folge davon war, dass sich unsere Barke auf die Seite legte, dass ferner beide Damen laut aufschrien und dass ich ein Glas Wein zur Hälfte verschüttete, welches ich eben gefüllt in der Hand hielt.
»Keine Furcht!« sagte Patron Zuanin ruhig, »ich halte etwas vom Winde ab, weil die Barke am besten »mezza nave« fährt und da hinten ein Wetter heraufkommt. Je eher wir nach Stipansko kommen, desto besser. Wenn's gut geht, bleiben wir über Nacht dort. Ich habe mir's ohnehin gedacht – aber mit Weibern ist nicht zu reden, wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt haben. Sie wissen ja!«
Mit seiner Hand, welche die Grösse eines massigen Tellers hatte, veranschaulichte uns dabei Patron Zuanin, dass »mezza nave« eine schiefe Stellung des Schiffes bedeute, wobei der Wind und die klemmende Kraft des Steuerruders unter einem spitzen Winkel sich kreuzen.
Die despectirliche Aeusserung bezüglich der Damen fühlte er sich durchaus nicht bewogen, zu entschuldigen. Nachdem er seinen Orakelspruch zum Besten gegeben, sass er wieder unbeweglich auf seinem Kranz von Stricken, hielt das Steuerruder umfasst und blickte mit seinen hellgrauen Seemannsaugen unverwandt auf die Felsen, die aus den sanftbewegten Wellen vom Sonnenschein übergossen vor uns auftauchten.
Wenn wir auf einer Felsen-Insel übernachten mussten, so war Niemand daran Schuld als der selige Joachim Heinrich Campe mit seinem Robinson Crusoe. Die beiden im Boote befindlichen Damen – die Frau meines Freundes und meine eigene – hatten sich urplötzlich an Robinson's Felsen-Insel erinnert, als sie nach Spalato gekommen, und hingen so lange und so fest an dem Wunsche, einmal auch ein wirkliches Riff-Eiland zusehen und zu betreten, bis die Partie zu Stande kam, die uns nach Scoglio Stipansko führte.
Scoglio heisst Riff- oder Felsen-Insel. Längs der dalmatinischen Küste liegt eine grosse Menge dieser öden Eilande, vom Meer umflossen, vom Sturm gepeitscht, im Sonnenbrande glühend, nackt oder von spärlichem Pflanzenwuchs bedeckt, zerklüftet und zerrissen, einsam und unbewohnt. Zur Sommerszeit, wenn die sengende Hitze auf den grösseren Inseln und auf dem Festlande Alles ausgetrocknet und verbrannt hat, findet sich wohl einer und der andere der armen Bauern von Lesina, Lissa, Solta oder Zirona, der ein paar Stücke Vieh in einer Barke auf den Scoglio übersetzt, eine Art Hütte aufschlägt und bis zu Winters Anfang dort haust. Ein- oder zweimal des Monats fährt er dann nach Hause zur nächstgelegenen bewohnten Insel, bringt Ziegen- oder Schafkäse zum Verkaufe mit, den er bereitet hat, und holt sich das Nothwendigste zum Leben. Dann bleibt er wieder wochenlang allein auf dem Scoglio.
In der Nähe von Zara, im Canale della Morlacca, gibt es grössere Scogli, welche Bäume und Rebenpflanzungen, sowie Hütten aufweisen und das ganze Jahr bewohnt sind. Im Westen der südlichen grossen Inseln aber, bei den Inseln Lesina, Lissa, Curzola, Zirona, Solta, da findet man nur kleinere Scogli zerstreut, meistens weit hinausgeschoben in das adriatische Meer, so arm und nackt, dass sie oft nicht einmal einen Eigenthümer haben; Niemand begehrt sie.
Weil aber der Scoglio Stipansko im Stande ist, einige Stücke Vieh durch einige Wochen zu ernähren, so hat er auch einen Eigenthümer, die Familie Stipanovich in Oliveto auf der Insel Solta. Und der Scoglio Stipansko war das Ziel unserer Reise, die wir von Spalato aus auf der Barke »Le sorelle allegre«, Patron Zuanin Dedich, unternommen.
Das Gewitter, das vom Osten herankam, hatte angefangen sich fühlbar zu machen. Noch hatten wir hellen glänzenden Sonnenschein, aber das Meer wurde immer unruhiger, die Wogen hobenundsenkten unsere kleine Barke, die keck »mezza nave« dahinglitt und der Ostwind, der unser Segel vollauf schwellte, war feucht und frisch von dem über die grosse Insel Brazza niedergehenden Regen.
»Werden wir hier anlegen können, Patron Zuanin?« fragte ich, als die Felsen des Scoglio Stipansko steil und beinahe unmittelbar vor uns aus den weissen Kämmen der Wogen aufstiegen.
»Hier nicht, Herr,« lautete die Antwort. »Hier gibt's keinen Schutz und keinen Ankergrund. Und wenn das Wetter so fortmacht, so geht mir hier über Nacht die Barke in Trümmer. Mit dem Zurückfahren ist's aber für heute entschieden nichts, denndieserWind hält an«. Dabei drehte Patron Zuanin das Steuer und wir flogen, um die felsige Küste des Scoglio herum, dessen Westende zu.
Die Felsenabhänge wurden immer niederer, je mehr wir der Nordwestspitze des Scoglio uns näherten, und als wir dieselbe nach zehn Minuten in scharfer Wendung umschifft hatten, befanden wir uns unter dem todten Winde in einer kleinen sandigen Bucht, in welcher einzelne Felstrümmer zerstreut aus dem Wasser hervorsahen. Patron Zuanin schlang das Ende eines Seiles um eines dieser Felstrümmer, die Barke lag still und das Segel schlug in schlappen Falten an die Stange.
Der Kiel unserer Barke knirschte bereits im Sande und wir waren wenigstens noch fünfundzwanzig Schritte vom Ufer entfernt. Es blieb uns also nichts übrig, als uns unserer Fussbekleidung zu entledigen, die Beinkleider hinaufzuschürzen und – Jeder von uns mit seiner Frau in den Armen – das Trockene zu gewinnen.
Wir möchten nur geradeaus gehen, hatte Patron Zuanin gesagt, bis wir das »Haus« des Joso vor uns hätten. Er, Zuanin, werde unterdessen den Proviant an's Land schaffen, die mitgenommenen Decken und auch das Segel, das wir vielleicht des Nachts brauchen könnten.
Vom Ufer aus bedeckte noch auf wenige Schritte trockener Meeressand den Felsboden, wie ihn die hochgehende Fluth oder ein tüchtiger Weststurm heraufgeworfen hatte; dann aber sahen wir nichts vor uns, als eine Art felsiger Mulde, ohne jede Spur eines Pflanzenwuchses, ohne Spur eines lebenden Wesens. Die zerbröckelten scharfen Steine schnitten uns in die Füsse und wir konnten nur langsam vorwärts kommen auf unserer Suche nach dem »Hause« des Joso. Mächtige Steinblöcke hatten sich von den mauerartigen Uferfelsen der Insel losgerissen, waren in das Innere der Insel gekollert und hemmten von Zeit zu Zeit unseren Weg. Wir stiegen bergan. Die hohen Felsen schoben sich näher zusammen und zeigten in ihren Rissen und Sprüngen einen spärlichen Graswuchs. Dazwischen ragten die stacheligen Blätter von Aloëstauden, und als uns ein leises Geräusch aufblicken machte, sahen wir zwei Ziegen, die, in kühnen Sätzen gleich Gemsen von Stein zur Spitze springend, vor uns flohen. Noch einigeMinuten dauerte unser beschwerlicher Weg. Dann kamen wir auf eine Art Plateau, aus dessen steinigem Boden gleichwohl dünner Graswuchs sprosste. Zwei magere Kühe und etwa ein Dutzend Schafe weideten da, die bei unserem Anblicke gleich den beiden Ziegen Reissaus nahmen. Zur linker Hand – gegen Norden – erhob sich eine Felswand. Ein herabgestürzter Riesenblock lag da, an den Hang gelehnt. Wir mussten an demselben vorüber und kaum hatten wir ihn erreicht, so stand urplötzlich, wie aus dem Felsen selbst herausgesprungen, eine menschliche Gestalt vor uns – – es war der Gouverneur von Scoglio Stipansko.
Rohe Sandalen an den Füssen, blaue Beinkleider, die an den Hüften mit einer rothwollenen Schärpe befestigt waren, und einweissesHemd sowie ein Strohhut waren seine Bekleidung. Ein wettergebräuntes Gesicht mit einem Paar hellgrauer, finsterblickender und fernsehender Augen, das von tausend feinen Runzeln gefurcht war, blickte uns trotzig und ruhig an. Seine linke Hand hielt das Rohr einer langen Flinte umspannt. Der Felsen hinter ihm zeigte eine tiefe Kluft, eine Art Höhle. Ueber den Eingang derselben und den oberen Theil des Felsenblockes, der sich an die Wand lehnt, waren knorrige Baumäste und einige alte Ruder geschichtet. Darüber lag Reisig mit trockenem Laub, dann eine Lage getrockneter Seealgen. Auf dem Ganzen ruhten schwere Steine. Thür war keine vorhanden. Das war die Residenz. Und der Mann, der, auf die alte, lange Flinte gestützt, vor deren Eingang stand, war Joso Grancic, der Gouverneur von Scoglio Stipansko.
Nur Gouverneur? Nein, mehr als das, einziger unumschränkter Gebieter über Alles, was da lebt und webt auf dem Scoglio – nicht ausser, aber über dem Gesetze – nur gebietend, aber Niemandem gehorchend: so waltete Joso Grancic vom Mai bis October jeden Jahres auf dem Scoglio, fernab vom Getriebe der Menschen – nur zwei Stunden von der nächsten dalmatinischen Insel entfernt und doch so einsam, als wäre er auf einem Korallenriffe der Südsee.
Ob er immer so allein gewesen? Nein, wir hörten es später, wer ihm Gesellschaft geleistet. Wir hörten auch, warum er jetzt allein war. Sein Tschibuk trug die Schuld, nicht er.
Der Abend war herangebrochen und der Sturm kam vom Osten her über die Wogen geflogen, so dass sie sich mit weissem Gischte krönten und wild anbrausten an die Felsen. Die zwei mageren Kühe, die Schafeund die Ziegen hatten sich unter die überhängenden Felswände geflüchtet vor dem strömenden Regen.
Wir hatten unser mitgebrachtes Nachtmal eingenommen. In der Höhle hatten wir aus dem Segel und einigen Decken ein Nachtlager für die beiden Frauen bereitet, auf welchem sie, ermüdet von der frischen Seeluft, süss und ruhig schliefen. Wir Männer sassen unter dem Vordache der Hütte zwischen dem Felsenblocke und der Steinwand um ein kleines Feuer aus Kohlen und trockenem Ginster im Kreise. Wir hatten köstlichen Wein aus Solta und den wunderbarsten Tabak, der nur je über die bosnisch-dalmatinische Grenze geschwärzt wurde. Und da wir gut genachtmalt hatten, so ging uns nichts ab zum traulichen Gespräche am gastlichen Feuer. So mögen die Flüchtlinge aus Troja, so der kluge Ulysses mit seinen Gefährten am Feuer gesessen sein, des Tages Müh' und der fremden Umgebung Eigenart besprechend. Nur fehlte jenen der Tabak.
Jose Grancic war gastfreundlich wie alle Dalmatiner. Er hatte uns zu Ehren ein Lamm schlachten wollen, was wir aber nicht zugaben. Und so hatte er wenigstens frischen Käse und Milch und Polenta zu dem gemeinschaftlichen Nachtmal beigesteuert und sass jetzt, langsam seinen Wein schlürfend und den Tschibuk in der Linken, mit unterschlagenen Beinen bei uns am Feuer.
Anfangs war Jose Grancic einsilbig und trocken. Er sprach so selten mit Menschen, da musste er das Reden schier verlernt haben. Dann aber löste ihm der feurige Soltaner Wein die Zunge und er erzählte uns wie es gekommen, dass er jetzt allein sei auf dem Scoglio Stipansko und wie er's früher nicht gewesen.
Ganz im Anfang war er allerdings auch allein. Denn er war noch nicht fünfzehn Jahr alt, als ihn sein Vater zu Beginn des Frühlings mit dem Vieh nach dem Scoglio sendete, wo er den Sommer über blieb. Die Höhle hatte er vor vierzig Jahren auszumeisseln begonnen und auch das Vordach vor derselben war sein Werk. Auch die kleinen Cisternen hatte er in den felsigen Grund gegraben, die ihm und seinem Vieh Wasser lieferten.
Joso Grancic, der Gouverneur von Scoglio Stipansko.
Joso Grancic, der Gouverneur von Scoglio Stipansko.
Drüben auf der Ostseite hatte er so manchen Spalt des Gesteins langsam und mühselig urbar gemacht. Die Erde hatte er mit den Händen aus den Felsritzen gescharrt und auf seinem Rücken zusammengetragen. Darum ist esseinKohl undseinGemüse, das er jetzt baut. Auch eineRebe, eine einzige, war ihm gelungen, zu ziehen. Diese hat ihre Wurzeln in den Stein getrieben und ist im Verlauf der Jahre ein mächtiger Baum geworden, der eine ganze Felswand überdacht. Darum ist esseineRebe. Früher waren Vipern auf dem Scoglio in schwerer Menge. Eine hat ihn einmal in den Fuss gebissen. Er hat sich aber die Wunde mit einem glühenden Eisennagel ausgebrannt und ist genesen. Heute ist dieses Gezücht auf dem Scoglio nicht mehr zu finden. Er hat es ausgerottet. In vierzig Jahren!
Vor beiläufig dreissig Jahren – er weiss es nicht ganz genau – hatte Jose Grancic geheiratet. Die Luce (Lucia) war ein ganz armes Bauernkind aus Milna auf der Insel Brazza. Der Vater des Jose hat aber einmal dem Vater der Luce das Leben gerettet, als der Letztere in seinem Boote auf dem Canale dei Castelli umschlug und dem Ertrinken nahe war. Damals hatten die beiden vereinbart, dass ihre Kinder sich einmal heiraten sollten. Das geschah. Die Luce war sehr schön und unter den Burschen von Milna waren viele, die sie gerne zur Frau genommen hätten. Da war auch der Andre Lovric, der sie zur Frau begehrte. Weil die Väter es aber so abgemacht hatten, so heiratete der Jose die Luce.
Schlimm genug, denn sie hatten Beide Nichts. Aber der Jose war doch zufrieden, denn die Luce war sehr schön, er konnte sie mit sich nehmen, wenn er, wie alljährlich, den Scoglio Stipansko mit seinem Vieh bezog, und sie konnte ihm die gröbere Arbeit abnehmen. Denn wozu sonst hat man eine Frau?
Von da ab fuhren der Jose und die Luce abwechselnd mit dem fertigen Käse nach Solta. Denn es gibt keine Frau auf den dalmatinischen Inseln, die im Nothfalle nicht ein Segel zu stellen und das Steuerruder zu führen wüsste.
Nun war aber wieder einmal der Jose gefahren. Nicht nach Solta, sondern diesmal viel weiter, nach Spalato. Er musste dort bei Gericht als Zeuge erscheinen wegen eines Messerstiches, den zur Winterszeit ein Matrose in Solta einem Bauer in Jose's Gegenwart versetzt hatte.
In Spalato wurde er aufgehalten. »Bis Morgen« – hiess es bei Gericht. Dann noch einmal »bis Morgen.« Und dazu hatte er in Spalato den Andre Lovric gesehen, der die Luce hatte heiraten wollen! Aber nur am ersten Tage sah er ihn, dann nicht wieder.
Endlich war er fertig. Er konnte nach Hause fahren. Er kaufte der Luce ein Paar hübsche messingene Knöpfe für ihr Jäckchen und überdies eine Flasche Branntwein. Dann bestieg er sein Boot und fuhr wohlgemuth gegen Scoglio Stipansko.
Der Wind war günstig und in fünf Stunden konnte er zu Hause sein bei der Luce. Da kam aber ein Wetter wie heute; der Sturm überfiel ihn zwischen Brazza und Solta und er musste froh sein, noch mit heiler Haut auf Solta landen zu können. Des andern Morgens fuhr er wieder ab, hungrig und müde, denn er hatte nichts als ein Stück kalter Polenta und die Flasche Branntwein. Und als er gegen Scoglio Stipansko herankam, wer fuhr da in einem Boote, kaum zweihundert Klafter entfernt, an ihm vorüber? War es nicht der Andre Lovric, der die Luce hatte heiraten wollen? Und kam der nicht geradewegs von Scoglio Stipansko – – –?
Jose hat auf den Andre nicht geschossen, weil es zu weit war und keine Kugel auf zweihundert Klafter trägt. Er ist nach Hause gekommen und hat die Luce gefragt,obder Andre da gewesen. Die Luce ist zuerst glühend roth, dann leichenblass geworden. Er hat ihr nichts gethan. Er hat sie nicht angerührt. Denn er fürchtete, sie zu tödten, und er brauchte ein Weib. Aber aus der Hütte hat er sie gejagt und von dem Augenblicke an musste sie im Freien schlafen – bei jedem Wetter – wie das Vieh. Auch hat er sie gar nicht mehr geschont und hat sie ganz als Lastthier benützt. War sie nicht sein Weib?
Einmal aber, als schon der Spätherbst herangekommen war, zog ein furchtbares Gewitter herauf, welches das Meer in den Tiefen aufwühlte und die brüllenden Wogen gegen die Felsen warf. Es war Nacht geworden und das Vieh hatte sich, zitternd vor Kälte und Nässe, an die Felswände gedrängt. Auch die Luce. Der Jose sass in seiner Hütte bei einem kleinen Feuer und brütete vor sich hin. Da fiel ihm ein, dass er droben auf dem Felsen, der so jäh gegen Süden in's Meer abfällt, seinen Tschibuk habe liegen gelassen. Ohne Tschibuk konnte er aber nicht rauchen. Und so rief er hinaus in die finstere Nacht, in den brüllenden Sturm und den strömenden Regen nach der Luce. Diese kam, gehorsam wie immer, zitternd vor Kälte und durchnässt vom Regen. Und er befahl ihr, von der Felsenspitze, die sie gut kannte, ihm seinen Tschibuk zu bringen.
Luce und Joso Grancic.
Luce und Joso Grancic.
Gehorsam war die Luce, das ist wahr, aber diesmal wurde sie blass wie der Tod als sie den Befehl vernahm, und schlug ein Kreuz, ehe sie ging.
Sie ist nicht mehr wiedergekommen und auch der Tschibuk blieb verloren, sie muss ihn gefunden haben und mit demselben hinabgestürzt sein in's Meer.
Damals hat Jose zehn Tage lang nicht rauchen können, bis er wieder mit Käse nach Solta fuhr und sich dort einen neuen Tschibuk kaufte.
Und seit jener Zeit ist er allein auf dem Scoglio Stipansko, unumschränkter Herr und Gebieter über Alles, was dort lebt und webt.
Unser Feuer war ausgebrannt und durch die zerrissenen sturmgepeitschten Wolken warf der Mond sein bleiches Licht auf das Vordach der Hütte und auf das harte wettergebräunte Gesicht des Gouverneurs von Scoglio Stipansko.