Fussnoten

Fussnoten[1]Die Entzifferung der Hieroglyphen gelang zuerst dem französischen GelehrtenChampollion1822 mit Hilfe des 1799 von Napoleons I. Soldaten beiRosetteaufgefundenen Steines, der eine Inschrift aus der Ptolemäerzeit in ägyptischer und griechischer Sprache enthält.[2]EinunddreißigDynastienägyptischer Könige, mitMenesbeginnend, bis auf Alexander d. Gr. verzeichnete um 280 v. Chr. der PriesterManĕthozu Heliopolis (On) in einem griechisch geschriebenen Werke über Ägyptens alte Geschichte.[3]Herodot, welcher um 450 v. Chr. Ägypten bereiste, nennt die Könige Cheops, Chephren, Mykerinos. Seine Angaben über die ältere Geschichte Ägyptens sind sagenhaft; wertvoll ist seine Schilderung des Landes und der Volkssitten.[4]Die Entzifferung der Keilschrift begannG. F. Grotefend1802, indem er in den Inschriften von Persepolis die persischen Königsnamen erkannte. Weitere Fortschritte namentlich durchRawlinson, welcher 1846 die persische Inschrift von Bagistana (Behistun) (s. S. 20) herausgab.[5]Die fünfte Dynastie beiBerōssos, der um 280 v. Chr. die Sagen der babylonischen Urzeit (große Flut) und die Königsreihen in einem griechisch geschriebenen Geschichtswerk verzeichnete.[6]Die Ruinen vonNinivebei Môssul (am Tigris) zuerst 1842 von dem Franzosen Botta, 1845 von dem Engländer Layard erforscht, die Ruinen vonBabylon1853 von Oppert und Rawlinson. Deutsche Ausgrabungen 1886, dann seit 1901.[7]Mit Nabunâssirs Regierungsantritt 747 v. Chr. beginnt der in dem astronomischen Werke des AlexandrinersPtolemaios(um 150 nach Chr.) erhalteneastronomische Kanon, ein Verzeichnis der Herrscher, die über Babylon regiert haben, bis Antonius Pius, mit genauer Angabe der Regierungszeiten.[8]Stammtafel der Achämeniden:Tschischpisch._____|      |__________|                       |Kurusch I.              Anjarâmna.|                       |Kambudschija I.           Arschâma.|                       |Kurusch II.             Vischtâspa._____|  |_____                ||              |               |Kambudschija II.  Bardija.     Darijavahusch.[9]Diese Bezeichnung wahrscheinlich herzuleiten von dem Volk derGraerin Böotien, das bei der Gründung der Kolonie Kyme (Cumä) in Campanien durch Auswanderer aus Chalkis auf Euböa beteiligt gewesen zu sein scheint.[10]Die12 Arbeiten: NemeischerLöwe, lernäischeHydra, erymanthischerEber, kerynitischeHirschkuh, stymphalischeVögel, Gürtel derAmazonenköniginHippoly̆ta, Stall desAugīas, kretischerStier, Rosse desDiomēdes, Rinder desGeryŏnes, Äpfel derHesperiden,Kerbĕros.[11]Nach der Berechnung des alexandrinischen GelehrtenEratosthĕnesist die Zerstörung Trojas 1184 v. Chr. zu setzen.[12]Die nähere Kenntnis dieses griechischen Nationalheiligtums verdanken wir den Ausgrabungen, welche auf Veranstaltung des Deutschen Reiches 1875–81 unter Leitung vonE. Curtiusdaselbst angestellt worden sind.[13]Attisches Münzwesen: Kleinste Silbermünze derObŏlos(13 Pf.); 6 Obolen = lDrachme; größere Silbermünze dasTetradrachmon. Gepräge: Pallaskopf, auf der Rückseite Eule und Ölzweig. Goldmünze derStater, entsprechend dem persischenDareikos= 20 Drachmen. Größere Summen werden nachMinenzu 100 Drachmen undTalentenberechnet; ein Talent = 6000 Drachmen = 4715 Mark unseres Geldes.[14]Von dem nach Delphi geweihten goldnen Dreifuß ist das eherne Untergestell erhalten (1856 in Konstantinopel ausgegraben), drei sich umeinander windende Schlangen, darauf die Inschrift, welche die Namen der gegen die Perser verbündeten griechischen Staaten enthält (Thukyd. I, 132).[15]Die erhaltenen Reste derselben seit 1816 (Lord Elgin) im Britischen Museum zuLondon.[16]Die Gemeinde vonEpidamnos(späterer NameDyrrhachium), bedrängt von den aus der Stadt vertriebenen, mit den illyrischen Barbaren verbündeten Adligen, bittet die MutterstadtKerkyravergebens um Hilfe, erhält aber Beistand vonKorinth, der Mutterstadt Kerkyras. Deswegen nehmen die Kerkyräer für die aus Epidamnos Vertriebenen Partei, besiegen die Korinther beiAktion(Actium, 434) und nehmen Epidamnos ein. Korinth und Kerkyra bewerben sich beide um athenische Hilfe.[17]Seit dieser Zeit wurde es üblich, nach persischer Sitte das Bildnis des Königs auf dieMünzenzu prägen. Auf den Münzen Alexanders d. Gr. erscheinen noch nach dem älteren Brauch Götterbilder (Zeus, Athene, Herakles).[18]Die Bedeutung der StadtPergamonbis in die römische Kaiserzeit hinein ist durch die vonK. Humann1870–1886 unternommenen Ausgrabungen in helles Licht getreten. Der von Eumenes II. nach einem abermaligen Siege über die Galater errichteteZeusaltarwar mit Skulpturen geschmückt, welche den Kampf der hellenischen Götter gegen die Giganten darstellen (jetzt im Museum zu Berlin).[19]Der Name herzuleiten von vitulus = Rinderland, vgl. Böotien.[20]Römisches Münzwesen: Anfänglich schweres Kupfergeld, 1 As = 1 Pfund Kupfer; seit 268 v. Chr. Silbergeld: Sestertius = 2½ As, Denarius = 10 As; seit 217 v. Chr. Goldmünzen zu 20–100 Sestertien. Nach öfterem Sinken des Münzfußes war seit 217 v. Chr. der Wert des Sestertius 17½ Pf., des Denarius 70 Pf. unseres Geldes, also 100000 As = 7000 Mark. Gepräge der ältesten Kupfermünzen: Vorderteil eines Schiffes und Januskopf; Gepräge der späteren Münzen: Kopf der Göttin Roma, Victoria auf dem Zweigespann. Mit Cäsar beginnt die Sitte, den Kopf des Herrschers auf die Münzen zu prägen, nach griechischem Vorbilde, s. S. 64.[21]Cic. de rep. 2, 31, 54:ne quis magistratus civem Romanum adversus provocationem necaret neve verberaret.[22]Polybiossetzt diesen Vertrag schon in das erste Jahr der Republik (509), doch hat die aufLiviusberuhende Angabe mehr Wahrscheinlichkeit.[23]Die Inschrift seines noch erhaltenen Sarkophags lautet (in saturnischem Versmaß):Cornéliús Lucius Scipiȯ Barbátus || Gnaivód patre prognátus fórtis vir sapiénsque || quoiús fórma virtutei parisuma(parissima)fúit || consól censȯr aidilis quei fuit apúd vos || Taurásiá Cisaúna Sámnió cépit || subigit omné Loucánam ópsidésque abdoúcit.[24]Stammtafel:P. Cornelius Scipio, †211.|__________________|_______________|                                 |P. Cornelius Scipio Africanus    L. Cornelius Scipio(maior), †183.                    Asiaticus.|__|_______________________________|                                  |P. Cornelius Scipio,              CorneliaAugur 180.                        Gem. Tib. Sempronius Gracchus,Adoptivsohn:                      Consul 177 und 163.P. Cornelius Scipio                   |Aemilianus Africanus (minor)  __________________Numantinus †129.             |                  |Gem. Sempronia.               Tib. Sempronius    C. SemproniusGracchus †133.    Gracchus †121.[25]Civitates foederataewaren Messana, Tauromenium, Tarrăco, Gades, Athen, Sparta, in Italien Neapolis, Rhegium, Heraclea u. a.,civitates liberae et immuneswaren Panormus, Segesta, Dyrrhachium, Thessalonike, Amphipolis, Utica, Hadrumetum. Das Gebiet der zerstörten Städte, wie Karthago und Korinth, warager publicus.[26]C. Julius Cäsar, geb. 102 v. Chr., 82 als Schwiegersohn Cinnas von Sulla geächtet, dann begnadigt, tut Kriegsdienste bei der Belagerung der aufständischen StadtMytileneund inCilicienunter P. Servilius, tritt nach Sullas Tode inRomals Redner vor Gericht auf, reist 76 nachRhodus, um den Rhetor Molo zu hören (unterwegs von Seeräubern gefangen, die er später hinrichten läßt), 68 Quästor in Spanien, 65 Ädil, 63 Pontifex maximus, nachdem das Recht der Komitien, die Priesterkollegien zu wählen (S. 106), wiederhergestellt war.[27]M. Tullius Cicero, geb. 106 auf einem Gut beiArpinum, tut 89 Kriegsdienste im marsischen Kriege, hört dann in Rom griechische Philosophen, tritt 80 als Anwalt des S.Rosciuszuerst in einer causa publica vor Gericht auf, reist 79–77 nach Athen und Rhodus, 75 Quästor in Sicilien, 70 Ankläger desC. Verres, 69 Ädil, 66 Praetor urbanus.[28]Als Erbe Cäsars nannte sich der erste AlleinherrscherImperator Caesar Augustus divi Iuli filius.[29]Der Abt Dionysius in Rom (532), dessen Berechnung durch das Ansehen der Päpste maßgebend wurde, hat die Regierung des KönigsHerodes(40–4 v. Chr.) unrichtig angesetzt. Herodes starb im Jahre 750 Roms: Christi Geburt ist früher.[30]Stammtafel:Karl der Grosse †814Karl †811    Pippin †810Ludwig der Fromme †840______________________________________|____________________Lothar I.†855 Ludwig der Deutsche †876Karl d.         ||                        |          Kahle†877        |_____|______________    ______|__________________   _______|___Ludwig II.Lothar II. Karl  Karlmann  LudwigKarlFranzösische†875.      v. Lothr.  v.d.   †880.   †882d. DickeKarolinger,†869.      Provence _|_         †888.   erloschenArnulf               987.†899._|_Ludwig das Kind †911.[31]Friedrichs Nachfolger in der Kaiserwürde führen seitdem den Titel: König von Jerusalem (seit 1806 die Kaiser von Österreich).[32]Ein deutsches Hospital hatte in Jerusalem seit etwa 1110 bestanden, war aber 1187 mit zu Grunde gegangen.[33]So genannt von der Beteuerung, die er stets im Mund führte.[34]Lübeck, zunächstkaiserlicheStadt, erhielt das Privilegium alsfreie Reichsstadt1226;HamburgundBremen, seit 1473 bisweilen zu Reichstagen berufen, erhielten die ausdrückliche Anerkennung als freie Reichsstädte erst 1510 bezw. 1646.[35]Vgl. die Lieder Walthers v. d. Vogelweide.[36]So genannt von demGinsterzweig(planta genista), welchenGottfriedvon Anjou, Vater Heinrichs II., als Helmzier zu tragen pflegte.[37]so genannt nach den goldenen Siegelkapseln.[38]Streitig war das Kurrecht zwischen den beiden sächsischen und den beiden nach dem Tode Ludwigs des Strengen 1294 entstandenen wittelsbachischen Linien. Dasselbe ward nun Sachsen-WittenbergundPfalzzuerkannt, Sachsen-LauenburgundBayernaber abgesprochen (S. 189).[39]De terra vero salica in mulierem nulla portio transit, sed hoc virilis sexus acquirit(bezieht sich eigentlich aufAllodialbesitz und weder auf Lehen noch auf die Thronfolge).[40]Titel des Thronfolgers seit 1349, da der letzte Graf vonViennesein Gebiet (le Dauphiné) dem französischen Königshause übertrug.[41]Das Festland vonNord-Amerikahatten schon um 1000 die Normannen (S. 170), dann wieder 1497 John und SebastianCabot, gebürtig aus der Nähe vonGenua, bez. ausVenedig, seit etwa 1490 inBristolansässig, entdeckt.[42]De Papa male informato ad Papam melius informandum.[43]Friedrich der Sanftmütige.   (S. 205, 204.)_______________|____________________________Ernst.                                Albert._____|________________________________    __|__________________Friedrich der Weise    Johann †1532.    Georg      Heinrich †1541†1525.         _________|_________      †1539.       __|__Johann Friedrich †1554.             Moritz †1553.[44]Jean d’Albret, K. von Navarra † 1516.|Henri d’Albret, K. von Navarra,Gem.Margarete, Schwester Franz’ I. von Frankreich.|Jeanne d’Albret, Erbin von Navarra,Gem. Anton vonBourbon.|Heinrich IV., K. v. Frankreich † 1610.Gem.Margarete von Valois.[45]Hugenotten(Huguenots) soll ein Spottname sein, abgeleitet vonKönig Hugo, einem Gespenst, das nach dem Volksglauben nächtlich die Straßen vonToursdurchzog; danach die Protestanten von ihren nächtlichen ZusammenkünftenHuguenotsgenannt. Nach andern ist der Name verdorben ausEidgenossen.[46]Geb. 1533 zu Dillenburg in Nassau, besaß durch Erbschaft das souveräne FürstentumOrangean der Rhone.[47]Doch bleiben die drei SeestädteLübeck,Hamburg,Bremendurch ein 1630 geschlossenes Bündnis alsHansestädtevereinigt.[48]Geschlossen auf einer Insel in dem GrenzflußBidassoa, der in den westlichen Pyrenäen entspringt.[49]Er ließ eine Denkmünze prägen mit der Umschrift: Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor.[50]Geb. 24. Januar 1712. Strenge Erziehung; Vorliebe des Prinzen für französische Literatur und Musik, Abneigung gegen militärische Übungen, Jagden, Tabakskollegium; der Vater hält ihn daher für untüchtig. Nachdem der Plan einer Vermählung Friedrichs mit einer Tochter Georgs II. von England (S. 299) gescheitert ist,Fluchtversuch1730 unweit Mannheim, während einer Reise mit dem König. Verhör inWesel, Kriegsgericht; der Kronprinz kommt als Gefangener nachKüstrin(Kattehingerichtet), arbeitet dort in der Kriegs- und Domänenkammer. 1732 Aussöhnung; der Prinz erhält die Führung eines inNeu-Ruppinstehenden Regiments, heiratet 1733 Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern, lebt dann mit seinen Freunden im SchloßRheinsbergunweit Ruppin. Briefwechsel mitVoltaire.[51]Riquetti, Graf vonMirabeau, geb. 1749, † 1791, von seltenem Talent, aber sittenlos, verschuldet, mit seiner Familie zerfallen, gewählt in der Provence als Abgeordneter des dritten Standes.[52]Napoléon Bonapartegeb. 15. Aug. 1769 in Ajaccio aufKorsika(S. 303f.), 1779 auf der Kriegsschule zu Brienne, dann in Paris, 1785 Leutnant in Valence, 1789–92 meist auf Korsika, wo damals Aufstand gegen die französische Herrschaft war, 1793 Hauptmann, dann in Paris mit den Jakobinern in Beziehung, vor Toulon zum Oberst, nach der Einnahme zum Brigadegeneral der Artillerie befördert, 1794 in Robespierres Sturz verwickelt und verhaftet, aber wieder freigelassen, 1795 wegen Insubordination aus den Listen der Armee gestrichen.»Seine militärische Begabung erhob ihn zum Beherrscher Europas«.[53]Gebhard Leberechtv. Blücher, geb. 1742 zu Rostock, tritt 1758 bei den schwedischen Husaren in Vorpommern ein, 1760 bei den preußischen Husaren, kämpft mit bei Freiberg 1762, nimmt 1773 als Rittmeister seinen Abschied, tritt 1787 als Major wieder ein, führt 1794 als General sein Regiment bei Kaiserslautern; 1802–1806 kommandierender General in Münster, Okt. 1813 Feldmarschall, † 1819.[54]Karl Freiherr vomStein, geb. 1757 zu Nassau, seit 1780 im preußischen Staatsdienst, 1796 Oberpräsident der westfälischen Kammer in Minden, 1804 Finanzminister, Januar 1807 vom König in Ungnaden entlassen, nach dem Tilsiter Frieden zurückberufen. Minister bis 1808, 1812 von Kaiser Alexander nach Petersburg berufen, 1813–14 einflußreich im Hauptquartier der Verbündeten und auf dem Wiener Kongreß, † 1831 zu Kappenberg in Westfalen.[55]Karl Augustv. Hardenberg, geb. 1750 zu Essenroda im Hannoverschen, seit 1792 im preußischen Staatsdienst, 1804–06 Minister des Auswärtigen, 1810 Staatskanzler, 1814 in den Fürstenstand erhoben, † 1822.[56]Gerhard DavidScharnhorst, geb. 1755 zu Bordenau im Hannoverschen, seit 1802 preußischer Offizier, 1806 Generalquartiermeister beim Herzog von Braunschweig, in Lübeck gefangen, doch bald ausgewechselt, † 28. Juni 1813 in Prag.[57]Geb. 1808 zu Paris, Sohn des Königs von Holland Louis Napoleon und der Hortense Beauharnais, folgte 1815 seiner Mutter in die Verbannung und besuchte 8 Jahre das Gymnasium zu Augsburg (S. 365).[58]Wilhelm,Prinz von Preußen, geb. 22 März 1797 in Berlin, 1806–9 mit den Eltern in Königsberg und Memel, dann wieder in Berlin, 1813 in Breslau, erwirbt 1814 das Eiserne Kreuz in der Schlacht bei Bar-sur-Aube; nach dem Friedensschluß unablässig um die Ausbildung der preußischen Truppen bemüht, 1825 kommandierender General des 3. Armeekorps, 1829 vermählt mitAugustavon Sachsen-Weimar, übernimmt 1838 das Gardekorps, reist im März 1848 nach England, leitet 1849 den Feldzug in Baden, lebt dann in Koblenz als Gouverneur von Rheinland und Westfalen, 1858 Prinz-Regent.[59]Otto v. Bismarck,geb. 1. April 1815 in Schönhausen bei Stendal, 1847 und 1848 Mitglied des Vereinigten Landtags, 1849 und 1850 der zweiten Kammer, 1851 Gesandter beim deutschen Bundestag in Frankfurt, 1859 Gesandter in St. Petersburg, Mai 1862 in Paris.[60]Helmut v. Moltke, geb. 1800 zu Parchim, anfangs in dänischen Diensten, dann Hauptmann im preußischen Generalstab, 1835–39 in der Türkei mit geographischen Forschungen und Besserung des türkischen Heerwesens beschäftigt, 1845–46 in Rom als Adjutant des Prinzen Heinrich von Preußen, 1857 an die Spitze des Generalstabs gestellt.[61]DieKapkoloniewurde 1601 angelegt und 1795 von den Engländern besetzt (S. 314), dann nach dem Frieden von Amiens zurückgegeben (S. 320) und 1806 von neuem erobert (S. 331).

[1]Die Entzifferung der Hieroglyphen gelang zuerst dem französischen GelehrtenChampollion1822 mit Hilfe des 1799 von Napoleons I. Soldaten beiRosetteaufgefundenen Steines, der eine Inschrift aus der Ptolemäerzeit in ägyptischer und griechischer Sprache enthält.

[1]Die Entzifferung der Hieroglyphen gelang zuerst dem französischen GelehrtenChampollion1822 mit Hilfe des 1799 von Napoleons I. Soldaten beiRosetteaufgefundenen Steines, der eine Inschrift aus der Ptolemäerzeit in ägyptischer und griechischer Sprache enthält.

[2]EinunddreißigDynastienägyptischer Könige, mitMenesbeginnend, bis auf Alexander d. Gr. verzeichnete um 280 v. Chr. der PriesterManĕthozu Heliopolis (On) in einem griechisch geschriebenen Werke über Ägyptens alte Geschichte.

[2]EinunddreißigDynastienägyptischer Könige, mitMenesbeginnend, bis auf Alexander d. Gr. verzeichnete um 280 v. Chr. der PriesterManĕthozu Heliopolis (On) in einem griechisch geschriebenen Werke über Ägyptens alte Geschichte.

[3]Herodot, welcher um 450 v. Chr. Ägypten bereiste, nennt die Könige Cheops, Chephren, Mykerinos. Seine Angaben über die ältere Geschichte Ägyptens sind sagenhaft; wertvoll ist seine Schilderung des Landes und der Volkssitten.

[3]Herodot, welcher um 450 v. Chr. Ägypten bereiste, nennt die Könige Cheops, Chephren, Mykerinos. Seine Angaben über die ältere Geschichte Ägyptens sind sagenhaft; wertvoll ist seine Schilderung des Landes und der Volkssitten.

[4]Die Entzifferung der Keilschrift begannG. F. Grotefend1802, indem er in den Inschriften von Persepolis die persischen Königsnamen erkannte. Weitere Fortschritte namentlich durchRawlinson, welcher 1846 die persische Inschrift von Bagistana (Behistun) (s. S. 20) herausgab.

[4]Die Entzifferung der Keilschrift begannG. F. Grotefend1802, indem er in den Inschriften von Persepolis die persischen Königsnamen erkannte. Weitere Fortschritte namentlich durchRawlinson, welcher 1846 die persische Inschrift von Bagistana (Behistun) (s. S. 20) herausgab.

[5]Die fünfte Dynastie beiBerōssos, der um 280 v. Chr. die Sagen der babylonischen Urzeit (große Flut) und die Königsreihen in einem griechisch geschriebenen Geschichtswerk verzeichnete.

[5]Die fünfte Dynastie beiBerōssos, der um 280 v. Chr. die Sagen der babylonischen Urzeit (große Flut) und die Königsreihen in einem griechisch geschriebenen Geschichtswerk verzeichnete.

[6]Die Ruinen vonNinivebei Môssul (am Tigris) zuerst 1842 von dem Franzosen Botta, 1845 von dem Engländer Layard erforscht, die Ruinen vonBabylon1853 von Oppert und Rawlinson. Deutsche Ausgrabungen 1886, dann seit 1901.

[6]Die Ruinen vonNinivebei Môssul (am Tigris) zuerst 1842 von dem Franzosen Botta, 1845 von dem Engländer Layard erforscht, die Ruinen vonBabylon1853 von Oppert und Rawlinson. Deutsche Ausgrabungen 1886, dann seit 1901.

[7]Mit Nabunâssirs Regierungsantritt 747 v. Chr. beginnt der in dem astronomischen Werke des AlexandrinersPtolemaios(um 150 nach Chr.) erhalteneastronomische Kanon, ein Verzeichnis der Herrscher, die über Babylon regiert haben, bis Antonius Pius, mit genauer Angabe der Regierungszeiten.

[7]Mit Nabunâssirs Regierungsantritt 747 v. Chr. beginnt der in dem astronomischen Werke des AlexandrinersPtolemaios(um 150 nach Chr.) erhalteneastronomische Kanon, ein Verzeichnis der Herrscher, die über Babylon regiert haben, bis Antonius Pius, mit genauer Angabe der Regierungszeiten.

[8]Stammtafel der Achämeniden:Tschischpisch._____|      |__________|                       |Kurusch I.              Anjarâmna.|                       |Kambudschija I.           Arschâma.|                       |Kurusch II.             Vischtâspa._____|  |_____                ||              |               |Kambudschija II.  Bardija.     Darijavahusch.

[8]Stammtafel der Achämeniden:

Tschischpisch._____|      |__________|                       |Kurusch I.              Anjarâmna.|                       |Kambudschija I.           Arschâma.|                       |Kurusch II.             Vischtâspa._____|  |_____                ||              |               |Kambudschija II.  Bardija.     Darijavahusch.

[9]Diese Bezeichnung wahrscheinlich herzuleiten von dem Volk derGraerin Böotien, das bei der Gründung der Kolonie Kyme (Cumä) in Campanien durch Auswanderer aus Chalkis auf Euböa beteiligt gewesen zu sein scheint.

[9]Diese Bezeichnung wahrscheinlich herzuleiten von dem Volk derGraerin Böotien, das bei der Gründung der Kolonie Kyme (Cumä) in Campanien durch Auswanderer aus Chalkis auf Euböa beteiligt gewesen zu sein scheint.

[10]Die12 Arbeiten: NemeischerLöwe, lernäischeHydra, erymanthischerEber, kerynitischeHirschkuh, stymphalischeVögel, Gürtel derAmazonenköniginHippoly̆ta, Stall desAugīas, kretischerStier, Rosse desDiomēdes, Rinder desGeryŏnes, Äpfel derHesperiden,Kerbĕros.

[10]Die12 Arbeiten: NemeischerLöwe, lernäischeHydra, erymanthischerEber, kerynitischeHirschkuh, stymphalischeVögel, Gürtel derAmazonenköniginHippoly̆ta, Stall desAugīas, kretischerStier, Rosse desDiomēdes, Rinder desGeryŏnes, Äpfel derHesperiden,Kerbĕros.

[11]Nach der Berechnung des alexandrinischen GelehrtenEratosthĕnesist die Zerstörung Trojas 1184 v. Chr. zu setzen.

[11]Nach der Berechnung des alexandrinischen GelehrtenEratosthĕnesist die Zerstörung Trojas 1184 v. Chr. zu setzen.

[12]Die nähere Kenntnis dieses griechischen Nationalheiligtums verdanken wir den Ausgrabungen, welche auf Veranstaltung des Deutschen Reiches 1875–81 unter Leitung vonE. Curtiusdaselbst angestellt worden sind.

[12]Die nähere Kenntnis dieses griechischen Nationalheiligtums verdanken wir den Ausgrabungen, welche auf Veranstaltung des Deutschen Reiches 1875–81 unter Leitung vonE. Curtiusdaselbst angestellt worden sind.

[13]Attisches Münzwesen: Kleinste Silbermünze derObŏlos(13 Pf.); 6 Obolen = lDrachme; größere Silbermünze dasTetradrachmon. Gepräge: Pallaskopf, auf der Rückseite Eule und Ölzweig. Goldmünze derStater, entsprechend dem persischenDareikos= 20 Drachmen. Größere Summen werden nachMinenzu 100 Drachmen undTalentenberechnet; ein Talent = 6000 Drachmen = 4715 Mark unseres Geldes.

[13]Attisches Münzwesen: Kleinste Silbermünze derObŏlos(13 Pf.); 6 Obolen = lDrachme; größere Silbermünze dasTetradrachmon. Gepräge: Pallaskopf, auf der Rückseite Eule und Ölzweig. Goldmünze derStater, entsprechend dem persischenDareikos= 20 Drachmen. Größere Summen werden nachMinenzu 100 Drachmen undTalentenberechnet; ein Talent = 6000 Drachmen = 4715 Mark unseres Geldes.

[14]Von dem nach Delphi geweihten goldnen Dreifuß ist das eherne Untergestell erhalten (1856 in Konstantinopel ausgegraben), drei sich umeinander windende Schlangen, darauf die Inschrift, welche die Namen der gegen die Perser verbündeten griechischen Staaten enthält (Thukyd. I, 132).

[14]Von dem nach Delphi geweihten goldnen Dreifuß ist das eherne Untergestell erhalten (1856 in Konstantinopel ausgegraben), drei sich umeinander windende Schlangen, darauf die Inschrift, welche die Namen der gegen die Perser verbündeten griechischen Staaten enthält (Thukyd. I, 132).

[15]Die erhaltenen Reste derselben seit 1816 (Lord Elgin) im Britischen Museum zuLondon.

[15]Die erhaltenen Reste derselben seit 1816 (Lord Elgin) im Britischen Museum zuLondon.

[16]Die Gemeinde vonEpidamnos(späterer NameDyrrhachium), bedrängt von den aus der Stadt vertriebenen, mit den illyrischen Barbaren verbündeten Adligen, bittet die MutterstadtKerkyravergebens um Hilfe, erhält aber Beistand vonKorinth, der Mutterstadt Kerkyras. Deswegen nehmen die Kerkyräer für die aus Epidamnos Vertriebenen Partei, besiegen die Korinther beiAktion(Actium, 434) und nehmen Epidamnos ein. Korinth und Kerkyra bewerben sich beide um athenische Hilfe.

[16]Die Gemeinde vonEpidamnos(späterer NameDyrrhachium), bedrängt von den aus der Stadt vertriebenen, mit den illyrischen Barbaren verbündeten Adligen, bittet die MutterstadtKerkyravergebens um Hilfe, erhält aber Beistand vonKorinth, der Mutterstadt Kerkyras. Deswegen nehmen die Kerkyräer für die aus Epidamnos Vertriebenen Partei, besiegen die Korinther beiAktion(Actium, 434) und nehmen Epidamnos ein. Korinth und Kerkyra bewerben sich beide um athenische Hilfe.

[17]Seit dieser Zeit wurde es üblich, nach persischer Sitte das Bildnis des Königs auf dieMünzenzu prägen. Auf den Münzen Alexanders d. Gr. erscheinen noch nach dem älteren Brauch Götterbilder (Zeus, Athene, Herakles).

[17]Seit dieser Zeit wurde es üblich, nach persischer Sitte das Bildnis des Königs auf dieMünzenzu prägen. Auf den Münzen Alexanders d. Gr. erscheinen noch nach dem älteren Brauch Götterbilder (Zeus, Athene, Herakles).

[18]Die Bedeutung der StadtPergamonbis in die römische Kaiserzeit hinein ist durch die vonK. Humann1870–1886 unternommenen Ausgrabungen in helles Licht getreten. Der von Eumenes II. nach einem abermaligen Siege über die Galater errichteteZeusaltarwar mit Skulpturen geschmückt, welche den Kampf der hellenischen Götter gegen die Giganten darstellen (jetzt im Museum zu Berlin).

[18]Die Bedeutung der StadtPergamonbis in die römische Kaiserzeit hinein ist durch die vonK. Humann1870–1886 unternommenen Ausgrabungen in helles Licht getreten. Der von Eumenes II. nach einem abermaligen Siege über die Galater errichteteZeusaltarwar mit Skulpturen geschmückt, welche den Kampf der hellenischen Götter gegen die Giganten darstellen (jetzt im Museum zu Berlin).

[19]Der Name herzuleiten von vitulus = Rinderland, vgl. Böotien.

[19]Der Name herzuleiten von vitulus = Rinderland, vgl. Böotien.

[20]Römisches Münzwesen: Anfänglich schweres Kupfergeld, 1 As = 1 Pfund Kupfer; seit 268 v. Chr. Silbergeld: Sestertius = 2½ As, Denarius = 10 As; seit 217 v. Chr. Goldmünzen zu 20–100 Sestertien. Nach öfterem Sinken des Münzfußes war seit 217 v. Chr. der Wert des Sestertius 17½ Pf., des Denarius 70 Pf. unseres Geldes, also 100000 As = 7000 Mark. Gepräge der ältesten Kupfermünzen: Vorderteil eines Schiffes und Januskopf; Gepräge der späteren Münzen: Kopf der Göttin Roma, Victoria auf dem Zweigespann. Mit Cäsar beginnt die Sitte, den Kopf des Herrschers auf die Münzen zu prägen, nach griechischem Vorbilde, s. S. 64.

[20]Römisches Münzwesen: Anfänglich schweres Kupfergeld, 1 As = 1 Pfund Kupfer; seit 268 v. Chr. Silbergeld: Sestertius = 2½ As, Denarius = 10 As; seit 217 v. Chr. Goldmünzen zu 20–100 Sestertien. Nach öfterem Sinken des Münzfußes war seit 217 v. Chr. der Wert des Sestertius 17½ Pf., des Denarius 70 Pf. unseres Geldes, also 100000 As = 7000 Mark. Gepräge der ältesten Kupfermünzen: Vorderteil eines Schiffes und Januskopf; Gepräge der späteren Münzen: Kopf der Göttin Roma, Victoria auf dem Zweigespann. Mit Cäsar beginnt die Sitte, den Kopf des Herrschers auf die Münzen zu prägen, nach griechischem Vorbilde, s. S. 64.

[21]Cic. de rep. 2, 31, 54:ne quis magistratus civem Romanum adversus provocationem necaret neve verberaret.

[21]Cic. de rep. 2, 31, 54:ne quis magistratus civem Romanum adversus provocationem necaret neve verberaret.

[22]Polybiossetzt diesen Vertrag schon in das erste Jahr der Republik (509), doch hat die aufLiviusberuhende Angabe mehr Wahrscheinlichkeit.

[22]Polybiossetzt diesen Vertrag schon in das erste Jahr der Republik (509), doch hat die aufLiviusberuhende Angabe mehr Wahrscheinlichkeit.

[23]Die Inschrift seines noch erhaltenen Sarkophags lautet (in saturnischem Versmaß):Cornéliús Lucius Scipiȯ Barbátus || Gnaivód patre prognátus fórtis vir sapiénsque || quoiús fórma virtutei parisuma(parissima)fúit || consól censȯr aidilis quei fuit apúd vos || Taurásiá Cisaúna Sámnió cépit || subigit omné Loucánam ópsidésque abdoúcit.

[23]Die Inschrift seines noch erhaltenen Sarkophags lautet (in saturnischem Versmaß):Cornéliús Lucius Scipiȯ Barbátus || Gnaivód patre prognátus fórtis vir sapiénsque || quoiús fórma virtutei parisuma(parissima)fúit || consól censȯr aidilis quei fuit apúd vos || Taurásiá Cisaúna Sámnió cépit || subigit omné Loucánam ópsidésque abdoúcit.

[24]Stammtafel:P. Cornelius Scipio, †211.|__________________|_______________|                                 |P. Cornelius Scipio Africanus    L. Cornelius Scipio(maior), †183.                    Asiaticus.|__|_______________________________|                                  |P. Cornelius Scipio,              CorneliaAugur 180.                        Gem. Tib. Sempronius Gracchus,Adoptivsohn:                      Consul 177 und 163.P. Cornelius Scipio                   |Aemilianus Africanus (minor)  __________________Numantinus †129.             |                  |Gem. Sempronia.               Tib. Sempronius    C. SemproniusGracchus †133.    Gracchus †121.

[24]Stammtafel:

P. Cornelius Scipio, †211.|__________________|_______________|                                 |P. Cornelius Scipio Africanus    L. Cornelius Scipio(maior), †183.                    Asiaticus.|__|_______________________________|                                  |P. Cornelius Scipio,              CorneliaAugur 180.                        Gem. Tib. Sempronius Gracchus,Adoptivsohn:                      Consul 177 und 163.P. Cornelius Scipio                   |Aemilianus Africanus (minor)  __________________Numantinus †129.             |                  |Gem. Sempronia.               Tib. Sempronius    C. SemproniusGracchus †133.    Gracchus †121.

[25]Civitates foederataewaren Messana, Tauromenium, Tarrăco, Gades, Athen, Sparta, in Italien Neapolis, Rhegium, Heraclea u. a.,civitates liberae et immuneswaren Panormus, Segesta, Dyrrhachium, Thessalonike, Amphipolis, Utica, Hadrumetum. Das Gebiet der zerstörten Städte, wie Karthago und Korinth, warager publicus.

[25]Civitates foederataewaren Messana, Tauromenium, Tarrăco, Gades, Athen, Sparta, in Italien Neapolis, Rhegium, Heraclea u. a.,civitates liberae et immuneswaren Panormus, Segesta, Dyrrhachium, Thessalonike, Amphipolis, Utica, Hadrumetum. Das Gebiet der zerstörten Städte, wie Karthago und Korinth, warager publicus.

[26]C. Julius Cäsar, geb. 102 v. Chr., 82 als Schwiegersohn Cinnas von Sulla geächtet, dann begnadigt, tut Kriegsdienste bei der Belagerung der aufständischen StadtMytileneund inCilicienunter P. Servilius, tritt nach Sullas Tode inRomals Redner vor Gericht auf, reist 76 nachRhodus, um den Rhetor Molo zu hören (unterwegs von Seeräubern gefangen, die er später hinrichten läßt), 68 Quästor in Spanien, 65 Ädil, 63 Pontifex maximus, nachdem das Recht der Komitien, die Priesterkollegien zu wählen (S. 106), wiederhergestellt war.

[26]C. Julius Cäsar, geb. 102 v. Chr., 82 als Schwiegersohn Cinnas von Sulla geächtet, dann begnadigt, tut Kriegsdienste bei der Belagerung der aufständischen StadtMytileneund inCilicienunter P. Servilius, tritt nach Sullas Tode inRomals Redner vor Gericht auf, reist 76 nachRhodus, um den Rhetor Molo zu hören (unterwegs von Seeräubern gefangen, die er später hinrichten läßt), 68 Quästor in Spanien, 65 Ädil, 63 Pontifex maximus, nachdem das Recht der Komitien, die Priesterkollegien zu wählen (S. 106), wiederhergestellt war.

[27]M. Tullius Cicero, geb. 106 auf einem Gut beiArpinum, tut 89 Kriegsdienste im marsischen Kriege, hört dann in Rom griechische Philosophen, tritt 80 als Anwalt des S.Rosciuszuerst in einer causa publica vor Gericht auf, reist 79–77 nach Athen und Rhodus, 75 Quästor in Sicilien, 70 Ankläger desC. Verres, 69 Ädil, 66 Praetor urbanus.

[27]M. Tullius Cicero, geb. 106 auf einem Gut beiArpinum, tut 89 Kriegsdienste im marsischen Kriege, hört dann in Rom griechische Philosophen, tritt 80 als Anwalt des S.Rosciuszuerst in einer causa publica vor Gericht auf, reist 79–77 nach Athen und Rhodus, 75 Quästor in Sicilien, 70 Ankläger desC. Verres, 69 Ädil, 66 Praetor urbanus.

[28]Als Erbe Cäsars nannte sich der erste AlleinherrscherImperator Caesar Augustus divi Iuli filius.

[28]Als Erbe Cäsars nannte sich der erste AlleinherrscherImperator Caesar Augustus divi Iuli filius.

[29]Der Abt Dionysius in Rom (532), dessen Berechnung durch das Ansehen der Päpste maßgebend wurde, hat die Regierung des KönigsHerodes(40–4 v. Chr.) unrichtig angesetzt. Herodes starb im Jahre 750 Roms: Christi Geburt ist früher.

[29]Der Abt Dionysius in Rom (532), dessen Berechnung durch das Ansehen der Päpste maßgebend wurde, hat die Regierung des KönigsHerodes(40–4 v. Chr.) unrichtig angesetzt. Herodes starb im Jahre 750 Roms: Christi Geburt ist früher.

[30]Stammtafel:Karl der Grosse †814Karl †811    Pippin †810Ludwig der Fromme †840______________________________________|____________________Lothar I.†855 Ludwig der Deutsche †876Karl d.         ||                        |          Kahle†877        |_____|______________    ______|__________________   _______|___Ludwig II.Lothar II. Karl  Karlmann  LudwigKarlFranzösische†875.      v. Lothr.  v.d.   †880.   †882d. DickeKarolinger,†869.      Provence _|_         †888.   erloschenArnulf               987.†899._|_Ludwig das Kind †911.

[30]Stammtafel:

Karl der Grosse †814Karl †811    Pippin †810Ludwig der Fromme †840______________________________________|____________________Lothar I.†855 Ludwig der Deutsche †876Karl d.         ||                        |          Kahle†877        |_____|______________    ______|__________________   _______|___Ludwig II.Lothar II. Karl  Karlmann  LudwigKarlFranzösische†875.      v. Lothr.  v.d.   †880.   †882d. DickeKarolinger,†869.      Provence _|_         †888.   erloschenArnulf               987.†899._|_Ludwig das Kind †911.

[31]Friedrichs Nachfolger in der Kaiserwürde führen seitdem den Titel: König von Jerusalem (seit 1806 die Kaiser von Österreich).

[31]Friedrichs Nachfolger in der Kaiserwürde führen seitdem den Titel: König von Jerusalem (seit 1806 die Kaiser von Österreich).

[32]Ein deutsches Hospital hatte in Jerusalem seit etwa 1110 bestanden, war aber 1187 mit zu Grunde gegangen.

[32]Ein deutsches Hospital hatte in Jerusalem seit etwa 1110 bestanden, war aber 1187 mit zu Grunde gegangen.

[33]So genannt von der Beteuerung, die er stets im Mund führte.

[33]So genannt von der Beteuerung, die er stets im Mund führte.

[34]Lübeck, zunächstkaiserlicheStadt, erhielt das Privilegium alsfreie Reichsstadt1226;HamburgundBremen, seit 1473 bisweilen zu Reichstagen berufen, erhielten die ausdrückliche Anerkennung als freie Reichsstädte erst 1510 bezw. 1646.

[34]Lübeck, zunächstkaiserlicheStadt, erhielt das Privilegium alsfreie Reichsstadt1226;HamburgundBremen, seit 1473 bisweilen zu Reichstagen berufen, erhielten die ausdrückliche Anerkennung als freie Reichsstädte erst 1510 bezw. 1646.

[35]Vgl. die Lieder Walthers v. d. Vogelweide.

[35]Vgl. die Lieder Walthers v. d. Vogelweide.

[36]So genannt von demGinsterzweig(planta genista), welchenGottfriedvon Anjou, Vater Heinrichs II., als Helmzier zu tragen pflegte.

[36]So genannt von demGinsterzweig(planta genista), welchenGottfriedvon Anjou, Vater Heinrichs II., als Helmzier zu tragen pflegte.

[37]so genannt nach den goldenen Siegelkapseln.

[37]so genannt nach den goldenen Siegelkapseln.

[38]Streitig war das Kurrecht zwischen den beiden sächsischen und den beiden nach dem Tode Ludwigs des Strengen 1294 entstandenen wittelsbachischen Linien. Dasselbe ward nun Sachsen-WittenbergundPfalzzuerkannt, Sachsen-LauenburgundBayernaber abgesprochen (S. 189).

[38]Streitig war das Kurrecht zwischen den beiden sächsischen und den beiden nach dem Tode Ludwigs des Strengen 1294 entstandenen wittelsbachischen Linien. Dasselbe ward nun Sachsen-WittenbergundPfalzzuerkannt, Sachsen-LauenburgundBayernaber abgesprochen (S. 189).

[39]De terra vero salica in mulierem nulla portio transit, sed hoc virilis sexus acquirit(bezieht sich eigentlich aufAllodialbesitz und weder auf Lehen noch auf die Thronfolge).

[39]De terra vero salica in mulierem nulla portio transit, sed hoc virilis sexus acquirit(bezieht sich eigentlich aufAllodialbesitz und weder auf Lehen noch auf die Thronfolge).

[40]Titel des Thronfolgers seit 1349, da der letzte Graf vonViennesein Gebiet (le Dauphiné) dem französischen Königshause übertrug.

[40]Titel des Thronfolgers seit 1349, da der letzte Graf vonViennesein Gebiet (le Dauphiné) dem französischen Königshause übertrug.

[41]Das Festland vonNord-Amerikahatten schon um 1000 die Normannen (S. 170), dann wieder 1497 John und SebastianCabot, gebürtig aus der Nähe vonGenua, bez. ausVenedig, seit etwa 1490 inBristolansässig, entdeckt.

[41]Das Festland vonNord-Amerikahatten schon um 1000 die Normannen (S. 170), dann wieder 1497 John und SebastianCabot, gebürtig aus der Nähe vonGenua, bez. ausVenedig, seit etwa 1490 inBristolansässig, entdeckt.

[42]De Papa male informato ad Papam melius informandum.

[42]De Papa male informato ad Papam melius informandum.

[43]Friedrich der Sanftmütige.   (S. 205, 204.)_______________|____________________________Ernst.                                Albert._____|________________________________    __|__________________Friedrich der Weise    Johann †1532.    Georg      Heinrich †1541†1525.         _________|_________      †1539.       __|__Johann Friedrich †1554.             Moritz †1553.

[43]

Friedrich der Sanftmütige.   (S. 205, 204.)_______________|____________________________Ernst.                                Albert._____|________________________________    __|__________________Friedrich der Weise    Johann †1532.    Georg      Heinrich †1541†1525.         _________|_________      †1539.       __|__Johann Friedrich †1554.             Moritz †1553.

[44]Jean d’Albret, K. von Navarra † 1516.|Henri d’Albret, K. von Navarra,Gem.Margarete, Schwester Franz’ I. von Frankreich.|Jeanne d’Albret, Erbin von Navarra,Gem. Anton vonBourbon.|Heinrich IV., K. v. Frankreich † 1610.Gem.Margarete von Valois.

[44]

Jean d’Albret, K. von Navarra † 1516.|Henri d’Albret, K. von Navarra,Gem.Margarete, Schwester Franz’ I. von Frankreich.|Jeanne d’Albret, Erbin von Navarra,Gem. Anton vonBourbon.|Heinrich IV., K. v. Frankreich † 1610.Gem.Margarete von Valois.

[45]Hugenotten(Huguenots) soll ein Spottname sein, abgeleitet vonKönig Hugo, einem Gespenst, das nach dem Volksglauben nächtlich die Straßen vonToursdurchzog; danach die Protestanten von ihren nächtlichen ZusammenkünftenHuguenotsgenannt. Nach andern ist der Name verdorben ausEidgenossen.

[45]Hugenotten(Huguenots) soll ein Spottname sein, abgeleitet vonKönig Hugo, einem Gespenst, das nach dem Volksglauben nächtlich die Straßen vonToursdurchzog; danach die Protestanten von ihren nächtlichen ZusammenkünftenHuguenotsgenannt. Nach andern ist der Name verdorben ausEidgenossen.

[46]Geb. 1533 zu Dillenburg in Nassau, besaß durch Erbschaft das souveräne FürstentumOrangean der Rhone.

[46]Geb. 1533 zu Dillenburg in Nassau, besaß durch Erbschaft das souveräne FürstentumOrangean der Rhone.

[47]Doch bleiben die drei SeestädteLübeck,Hamburg,Bremendurch ein 1630 geschlossenes Bündnis alsHansestädtevereinigt.

[47]Doch bleiben die drei SeestädteLübeck,Hamburg,Bremendurch ein 1630 geschlossenes Bündnis alsHansestädtevereinigt.

[48]Geschlossen auf einer Insel in dem GrenzflußBidassoa, der in den westlichen Pyrenäen entspringt.

[48]Geschlossen auf einer Insel in dem GrenzflußBidassoa, der in den westlichen Pyrenäen entspringt.

[49]Er ließ eine Denkmünze prägen mit der Umschrift: Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor.

[49]Er ließ eine Denkmünze prägen mit der Umschrift: Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor.

[50]Geb. 24. Januar 1712. Strenge Erziehung; Vorliebe des Prinzen für französische Literatur und Musik, Abneigung gegen militärische Übungen, Jagden, Tabakskollegium; der Vater hält ihn daher für untüchtig. Nachdem der Plan einer Vermählung Friedrichs mit einer Tochter Georgs II. von England (S. 299) gescheitert ist,Fluchtversuch1730 unweit Mannheim, während einer Reise mit dem König. Verhör inWesel, Kriegsgericht; der Kronprinz kommt als Gefangener nachKüstrin(Kattehingerichtet), arbeitet dort in der Kriegs- und Domänenkammer. 1732 Aussöhnung; der Prinz erhält die Führung eines inNeu-Ruppinstehenden Regiments, heiratet 1733 Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern, lebt dann mit seinen Freunden im SchloßRheinsbergunweit Ruppin. Briefwechsel mitVoltaire.

[50]Geb. 24. Januar 1712. Strenge Erziehung; Vorliebe des Prinzen für französische Literatur und Musik, Abneigung gegen militärische Übungen, Jagden, Tabakskollegium; der Vater hält ihn daher für untüchtig. Nachdem der Plan einer Vermählung Friedrichs mit einer Tochter Georgs II. von England (S. 299) gescheitert ist,Fluchtversuch1730 unweit Mannheim, während einer Reise mit dem König. Verhör inWesel, Kriegsgericht; der Kronprinz kommt als Gefangener nachKüstrin(Kattehingerichtet), arbeitet dort in der Kriegs- und Domänenkammer. 1732 Aussöhnung; der Prinz erhält die Führung eines inNeu-Ruppinstehenden Regiments, heiratet 1733 Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern, lebt dann mit seinen Freunden im SchloßRheinsbergunweit Ruppin. Briefwechsel mitVoltaire.

[51]Riquetti, Graf vonMirabeau, geb. 1749, † 1791, von seltenem Talent, aber sittenlos, verschuldet, mit seiner Familie zerfallen, gewählt in der Provence als Abgeordneter des dritten Standes.

[51]Riquetti, Graf vonMirabeau, geb. 1749, † 1791, von seltenem Talent, aber sittenlos, verschuldet, mit seiner Familie zerfallen, gewählt in der Provence als Abgeordneter des dritten Standes.

[52]Napoléon Bonapartegeb. 15. Aug. 1769 in Ajaccio aufKorsika(S. 303f.), 1779 auf der Kriegsschule zu Brienne, dann in Paris, 1785 Leutnant in Valence, 1789–92 meist auf Korsika, wo damals Aufstand gegen die französische Herrschaft war, 1793 Hauptmann, dann in Paris mit den Jakobinern in Beziehung, vor Toulon zum Oberst, nach der Einnahme zum Brigadegeneral der Artillerie befördert, 1794 in Robespierres Sturz verwickelt und verhaftet, aber wieder freigelassen, 1795 wegen Insubordination aus den Listen der Armee gestrichen.»Seine militärische Begabung erhob ihn zum Beherrscher Europas«.

[52]Napoléon Bonapartegeb. 15. Aug. 1769 in Ajaccio aufKorsika(S. 303f.), 1779 auf der Kriegsschule zu Brienne, dann in Paris, 1785 Leutnant in Valence, 1789–92 meist auf Korsika, wo damals Aufstand gegen die französische Herrschaft war, 1793 Hauptmann, dann in Paris mit den Jakobinern in Beziehung, vor Toulon zum Oberst, nach der Einnahme zum Brigadegeneral der Artillerie befördert, 1794 in Robespierres Sturz verwickelt und verhaftet, aber wieder freigelassen, 1795 wegen Insubordination aus den Listen der Armee gestrichen.»Seine militärische Begabung erhob ihn zum Beherrscher Europas«.

[53]Gebhard Leberechtv. Blücher, geb. 1742 zu Rostock, tritt 1758 bei den schwedischen Husaren in Vorpommern ein, 1760 bei den preußischen Husaren, kämpft mit bei Freiberg 1762, nimmt 1773 als Rittmeister seinen Abschied, tritt 1787 als Major wieder ein, führt 1794 als General sein Regiment bei Kaiserslautern; 1802–1806 kommandierender General in Münster, Okt. 1813 Feldmarschall, † 1819.

[53]Gebhard Leberechtv. Blücher, geb. 1742 zu Rostock, tritt 1758 bei den schwedischen Husaren in Vorpommern ein, 1760 bei den preußischen Husaren, kämpft mit bei Freiberg 1762, nimmt 1773 als Rittmeister seinen Abschied, tritt 1787 als Major wieder ein, führt 1794 als General sein Regiment bei Kaiserslautern; 1802–1806 kommandierender General in Münster, Okt. 1813 Feldmarschall, † 1819.

[54]Karl Freiherr vomStein, geb. 1757 zu Nassau, seit 1780 im preußischen Staatsdienst, 1796 Oberpräsident der westfälischen Kammer in Minden, 1804 Finanzminister, Januar 1807 vom König in Ungnaden entlassen, nach dem Tilsiter Frieden zurückberufen. Minister bis 1808, 1812 von Kaiser Alexander nach Petersburg berufen, 1813–14 einflußreich im Hauptquartier der Verbündeten und auf dem Wiener Kongreß, † 1831 zu Kappenberg in Westfalen.

[54]Karl Freiherr vomStein, geb. 1757 zu Nassau, seit 1780 im preußischen Staatsdienst, 1796 Oberpräsident der westfälischen Kammer in Minden, 1804 Finanzminister, Januar 1807 vom König in Ungnaden entlassen, nach dem Tilsiter Frieden zurückberufen. Minister bis 1808, 1812 von Kaiser Alexander nach Petersburg berufen, 1813–14 einflußreich im Hauptquartier der Verbündeten und auf dem Wiener Kongreß, † 1831 zu Kappenberg in Westfalen.

[55]Karl Augustv. Hardenberg, geb. 1750 zu Essenroda im Hannoverschen, seit 1792 im preußischen Staatsdienst, 1804–06 Minister des Auswärtigen, 1810 Staatskanzler, 1814 in den Fürstenstand erhoben, † 1822.

[55]Karl Augustv. Hardenberg, geb. 1750 zu Essenroda im Hannoverschen, seit 1792 im preußischen Staatsdienst, 1804–06 Minister des Auswärtigen, 1810 Staatskanzler, 1814 in den Fürstenstand erhoben, † 1822.

[56]Gerhard DavidScharnhorst, geb. 1755 zu Bordenau im Hannoverschen, seit 1802 preußischer Offizier, 1806 Generalquartiermeister beim Herzog von Braunschweig, in Lübeck gefangen, doch bald ausgewechselt, † 28. Juni 1813 in Prag.

[56]Gerhard DavidScharnhorst, geb. 1755 zu Bordenau im Hannoverschen, seit 1802 preußischer Offizier, 1806 Generalquartiermeister beim Herzog von Braunschweig, in Lübeck gefangen, doch bald ausgewechselt, † 28. Juni 1813 in Prag.

[57]Geb. 1808 zu Paris, Sohn des Königs von Holland Louis Napoleon und der Hortense Beauharnais, folgte 1815 seiner Mutter in die Verbannung und besuchte 8 Jahre das Gymnasium zu Augsburg (S. 365).

[57]Geb. 1808 zu Paris, Sohn des Königs von Holland Louis Napoleon und der Hortense Beauharnais, folgte 1815 seiner Mutter in die Verbannung und besuchte 8 Jahre das Gymnasium zu Augsburg (S. 365).

[58]Wilhelm,Prinz von Preußen, geb. 22 März 1797 in Berlin, 1806–9 mit den Eltern in Königsberg und Memel, dann wieder in Berlin, 1813 in Breslau, erwirbt 1814 das Eiserne Kreuz in der Schlacht bei Bar-sur-Aube; nach dem Friedensschluß unablässig um die Ausbildung der preußischen Truppen bemüht, 1825 kommandierender General des 3. Armeekorps, 1829 vermählt mitAugustavon Sachsen-Weimar, übernimmt 1838 das Gardekorps, reist im März 1848 nach England, leitet 1849 den Feldzug in Baden, lebt dann in Koblenz als Gouverneur von Rheinland und Westfalen, 1858 Prinz-Regent.

[58]Wilhelm,Prinz von Preußen, geb. 22 März 1797 in Berlin, 1806–9 mit den Eltern in Königsberg und Memel, dann wieder in Berlin, 1813 in Breslau, erwirbt 1814 das Eiserne Kreuz in der Schlacht bei Bar-sur-Aube; nach dem Friedensschluß unablässig um die Ausbildung der preußischen Truppen bemüht, 1825 kommandierender General des 3. Armeekorps, 1829 vermählt mitAugustavon Sachsen-Weimar, übernimmt 1838 das Gardekorps, reist im März 1848 nach England, leitet 1849 den Feldzug in Baden, lebt dann in Koblenz als Gouverneur von Rheinland und Westfalen, 1858 Prinz-Regent.

[59]Otto v. Bismarck,geb. 1. April 1815 in Schönhausen bei Stendal, 1847 und 1848 Mitglied des Vereinigten Landtags, 1849 und 1850 der zweiten Kammer, 1851 Gesandter beim deutschen Bundestag in Frankfurt, 1859 Gesandter in St. Petersburg, Mai 1862 in Paris.

[59]Otto v. Bismarck,geb. 1. April 1815 in Schönhausen bei Stendal, 1847 und 1848 Mitglied des Vereinigten Landtags, 1849 und 1850 der zweiten Kammer, 1851 Gesandter beim deutschen Bundestag in Frankfurt, 1859 Gesandter in St. Petersburg, Mai 1862 in Paris.

[60]Helmut v. Moltke, geb. 1800 zu Parchim, anfangs in dänischen Diensten, dann Hauptmann im preußischen Generalstab, 1835–39 in der Türkei mit geographischen Forschungen und Besserung des türkischen Heerwesens beschäftigt, 1845–46 in Rom als Adjutant des Prinzen Heinrich von Preußen, 1857 an die Spitze des Generalstabs gestellt.

[60]Helmut v. Moltke, geb. 1800 zu Parchim, anfangs in dänischen Diensten, dann Hauptmann im preußischen Generalstab, 1835–39 in der Türkei mit geographischen Forschungen und Besserung des türkischen Heerwesens beschäftigt, 1845–46 in Rom als Adjutant des Prinzen Heinrich von Preußen, 1857 an die Spitze des Generalstabs gestellt.

[61]DieKapkoloniewurde 1601 angelegt und 1795 von den Engländern besetzt (S. 314), dann nach dem Frieden von Amiens zurückgegeben (S. 320) und 1806 von neuem erobert (S. 331).

[61]DieKapkoloniewurde 1601 angelegt und 1795 von den Engländern besetzt (S. 314), dann nach dem Frieden von Amiens zurückgegeben (S. 320) und 1806 von neuem erobert (S. 331).

Anmerkungen zur TranskriptionDie folgenden gedruckten Berichtigungen sind in den Text eingeflossen:Berichtigungen:Seite16,Zeile16vonobenlies:Agni.„17,„4„„„Makedonier.„17,„18„„„Hinterindien.„33,„18„„„Mytilene.„36,„7„„„Soloi.„53,„13„„„Aigospotamoi.„173,„10„unten„Boëmund.„283. Der jüngste Sohn des Kronprinzenpaares heißt Friedrich.Die folgenden angenommenen Fehler wurden ebenfalls korrigiert:S. 19 "su stellen" geändert zu "zu stellen"S. 44 "Boöter" geändert zu "Böoter"S. 59 "Im folgt" geändert zu "Ihm folgt"S. 81 "s. S. 96)." geändert zu "s. S. 96."S. 100 "Mutter-Cornelia" geändert zu "MutterCornelia"S. 118 "Pausa" geändert zu "Pansa"S. 121 "Origenes" geändert zu "Origines"S. 123 "Serviltus" geändert zu "Servilius"S. 123 "ermordert" geändert zu "ermordet"S. 135 "(York)" geändert zu "(York))"S. 141 "Haupstadt" geändert zu "Hauptstadt"S. 147 "Sohn SohnKarl Martel" geändert zu "Sein SohnKarl Martel"S. 179 "(Altmark)." geändert zu "(Altmark))."S. 196, 315 "Osterreich" geändert zu "Österreich"S. 199 "auf der Bärenjagd" geändert zu "(auf der Bärenjagd"S. 207 "(1309-1377)" geändert zu "(1309-1377))"S. 219 "Skanderbeg)" geändert zu "(Skanderbeg)"S. 220 "Hausmeiertum" geändert zu "Hausmeistertum"S. 224 "eingerichtet" geändert zu "eingerichtet)"S. 235 "Heinrich IV" geändert zu "Heinrich IV."S. 244 "wiederhergellt" geändert zu "wiederhergestellt"S. 247 "rigths" geändert zu "Right"S. 270 "Reiche England," geändert zu "Reiche (England,"S. 299 "s. S. 286)" geändert zu "(s. S. 286)"S. 302 "Johnsen" geändert zu "Johnson"S. 311 "in Lyon" geändert zu "in Lyon)"S. 319 "Agypten" geändert zu "Ägypten"S. 323 "Erzherog" geändert zu "Erzherzog"S. 324 "vomStein" geändert zu "vomStein)"S. 331 "die Absetung" geändert zu "die Absetzung"S. 392 "v. Wedel" geändert zu "v. Wedel)"S. 406 "Kapkolonie[60]) auswanderten" geändert zu "Kapkolonie[60] auswanderten"S. 430 "perpetuns" geändert zu "perpetuus"S. 437 "Ernst II" geändert zu "Ernst II."S. 439 "Abbasiden" geändert zu "Abbassiden"S. 439 "Fr.. K. v. Schw." geändert zu "Fr. K. v. Schw."S. 440 "Alkuin" geändert zu "Alcuin" und in alphabetischer Reihenfolge geordnetS. 440 "Amphiktionen" geändert zu "Amphiktyonien"S. 440 "Aristarch" geändert zu "Aristarchos"S. 442 "Cisalpin Rep." geändert zu "Cisalpin. Rep."S. 442 "Corpus juris" geändert zu "Corpus iuris"S. 443 "Dejotarus 66. 109." geändert zu "Deiotarus 109. 116. 117."S. 443 "Deutschbrod" geändert zu "Deutsch-Brod"S. 443 "Dionys" geändert zu "Dionysios"S. 443 "Doggersbank" geändert zu "Doggerbank"S. 445 "Großgörschen" geändert zu "Groß-Görschen"S. 446 "Hermann Balke" geändert zu "Hermann Balk"S. 446 "Histiäos" geändert zu "Histiaios"S. 446 "Höchstedt" geändert zu "Höchstädt"S. 447 "Juba" geändert zu "Iuba" und in alphabetischer Reihenfolge geordnetS. 447 "Kongfutse" geändert zu "Kong-fu-tse"S. 448 "Kosciusko" geändert zu "Kosciusko"S. 449 "Lüneville" geändert zu "Lunéville"S. 449 "Lykurg" geändert zu "Lykurgos"S. 449 "Malaka" geändert zu "Malakka"S. 450 "Mesolongi" geändert zu "Missolunghi"S. 450 "Mingdynastie" geändert zu "Ming-Dynastie"S. 450 "Minorka" geändert zu "Menorka" und in alphabetischer Reihenfolge geordnetS. 450 "Mohacs" geändert zu "Mohacz"S. 450 "Mylä" geändert zu "Mylae"S. 451 "Oenophyta" geändert zu "Oinophyta" und in alphabetischer Reihenfolge geordnetS. 451 "Paskiewitsch" geändert zu "Paskjewitsch"S. 452 "Petrejus" geändert zu "Petreius"S. 452 "Philopömen" geändert zu "Philopoimen"S. 452 "Psammetik" geändert zu "Psametik"S. 455 "Veji" geändert zu "Veii"S. 455 "Vercellä" geändert zu "Vercellae"S. 455 "Verginia" geändert zu "Virginia"S. 455 "Via Aemilla" geändert zu "Via Aemilia"Seitenfüllende Familienstammbäume wurden neben den von ihnen illustrierten Text bewegt und stimmen eventuell nicht mit den originalen Seitenzahlen überein.Die Scans von S. 171, 173, 265, 282, 283 und 355 waren zum Teil unleserlich, und wurden unter Bezugnahme auf die Ausgabe von 1910 korrigiert. Die Worte "fast 6" auf p. 355 sind Vermutungen.Das erste Datum auf jeder Seite des Abschnitts "Alten Geschichte" enthält "vor Chr." oder "nach Chr."; alle außer die erste Anmerkung wurden entfernt.Diakritische Zeichen werden häufig nur benutzt wenn das Wort in fett oder kursiv hervorgehoben wird und werden regelmäßig im Register weggelassen. Registereinträge wurden ansonsten geändert, um dem Text zu entsprechen. Interpunktion im Register wurde ohne Kommentar regularisiert. Andere Unregelmässigkeiten in der Rechtschreibung und Silbentrennung wurden beibehalten.

Die folgenden gedruckten Berichtigungen sind in den Text eingeflossen:

Berichtigungen:Seite16,Zeile16vonobenlies:Agni.„17,„4„„„Makedonier.„17,„18„„„Hinterindien.„33,„18„„„Mytilene.„36,„7„„„Soloi.„53,„13„„„Aigospotamoi.„173,„10„unten„Boëmund.„283. Der jüngste Sohn des Kronprinzenpaares heißt Friedrich.

Die folgenden angenommenen Fehler wurden ebenfalls korrigiert:

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Die Scans von S. 171, 173, 265, 282, 283 und 355 waren zum Teil unleserlich, und wurden unter Bezugnahme auf die Ausgabe von 1910 korrigiert. Die Worte "fast 6" auf p. 355 sind Vermutungen.

Das erste Datum auf jeder Seite des Abschnitts "Alten Geschichte" enthält "vor Chr." oder "nach Chr."; alle außer die erste Anmerkung wurden entfernt.

Diakritische Zeichen werden häufig nur benutzt wenn das Wort in fett oder kursiv hervorgehoben wird und werden regelmäßig im Register weggelassen. Registereinträge wurden ansonsten geändert, um dem Text zu entsprechen. Interpunktion im Register wurde ohne Kommentar regularisiert. Andere Unregelmässigkeiten in der Rechtschreibung und Silbentrennung wurden beibehalten.


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