De alten Zensurn.

De alten Zensurn.

Ustern, Zensurn un Exam, dos sei e paar Wort die En, dar Kiner hoot, net immer gerod schie in de Ohrn klinge. Wie manicher Voter argert sich, daß sei Gung net esu gescheit warn will, wie der Voter. Do gibts allemol die äne Ausred, daß er zu seiner Fraa sogt:

»Noch mir is dar Gung net geroten, sinst wär er gescheiter.«

's gibt Weibsen, die sich settge Redensarten net immer ruhig naaschmeißen lossen – un do is manigsmol der Spuk fertig. Frieher warsch noch viel schlimmer, wu 's bei de Zensurn bis zur Sechse ging. Do konnt euer, wenn er Gelick hatt, manigsmol en ganzen Tog rachne, bis er die ganzen Nummern zamgezählt hat.

Zu darer Zeit kimmt emol ne Beckenliebkarl sei Gung mitn Zensurbuch aus der Schul. Mer merketen schie vun weiten su e bissel aa, daß net lauter Ensen drinne standen, du Ugelick – lauter Sechsen hatts gesetzt. Der Beckenliebkarl machet schie net gerod mit grußer Hoffning das Büchel auf. Un zon greßten Ugelick für sen Gung hatt ersch aa noch verkehrt in der Hand, wie er neigucket. E Aag drauf un schreie: »Wos, du tottender Bos, lauter Neine?« und dos Buch sen Gung im Kopp rim hahe, war äs; dä dos war ne doch ze bunt!


Back to IndexNext