C.

Wer ist diese C? und welchen Sinn haben ihre sublimen Geständnisse, die für uns Geheimnisse bleiben? Welche Beziehung auf Tieck’s Verhältniß zu ihr? Lebt noch jemand, der sie zu enträthseln verstünde? Schwerlich! — So mögen sie denn gleich einer Blüthe aus seinem Frühling aufbewahrt werden! Ist ja doch jegliche Blüthe ein Mysterium!

Wer ist diese C? und welchen Sinn haben ihre sublimen Geständnisse, die für uns Geheimnisse bleiben? Welche Beziehung auf Tieck’s Verhältniß zu ihr? Lebt noch jemand, der sie zu enträthseln verstünde? Schwerlich! — So mögen sie denn gleich einer Blüthe aus seinem Frühling aufbewahrt werden! Ist ja doch jegliche Blüthe ein Mysterium!

Ich wollte erst sagen, ich könnte noch nicht schreiben, ich wollte erst wieder zu mir selbst kommen, — aber warum das gegen Sie, der Sie mein Gemüth in seiner Verwirrung besser erklären werden, als es das gelungendste Bemühen mich auszusprechen, thuen könnte. — Wie unaussprechlich hat mich Ihr Brief gerührt. — Ich bin eigentlich betäubt und fühle mich recht stumpf in diesem Augenblick, aber doch lege ich allen Werth des schönsten Andenkens auf ihn und fühle daß meinem Herzen nichts von der Existenz geraubt werden kann, die in diesem unbegreiflich schicksalvollen Jahre, wie nach einer Auferstehung über mich gekommen ist und ich weiß in diesem Augenblick kein anderes Wort ihm Erlösung zu geben, als Sie meinen theuersten Lehrer zu nennen. — Dies ist das Gefühl, was mir im ersten Augenblick Ihrer Bekanntschaft, so wunderbar gegen Sie erschien, und wovon ich seitdem die Spur in der schönsten Ruhe meines Gemüthes und in der Art erfahren habe, womit ich das Leben ergreife — und laße. — Ich habe Glauben, das fühle ich. — Wenn ich auf meine erste Kindheit und Jugend zurücksehe, erkenne ich ihn als meinen Engel, ich kann ihm folgen in alle den Irrthümern von denen er mich nicht retten konnte, und finde ihn wieder in den tausend Erlösungen, die mir immer das Bild jener letzten waren, nach der ich mich jetzt mit Liebe und Wonne und nicht mehr mit Ungestüm sehne. — Aber daß Sie dies Wort über mich aussprechen mußten. — Ich kann nicht sagen wie ich das gegen Sie empfinde. — Alles Räthselhafte meinesGemüths, hat sich plötzlich in mir gelöst, ich fühle daß ich der Verklärung wirklich nahe bin, die Sie mir verkündigt haben. — Gleich nach Ihrer letzten Abreise von M. fühlte ich dies mit einer Gewalt daß ich Unrecht that, Ihnen nicht damals zu schreiben. — Jetzt ist mir unter den vielfachen Anfechtungen der Freude diese unaussprechliche klare Stille entschwunden. — Aber ich weiß es, Ihre wohlthätige milde Gegenwart giebt Sie mir wieder und dann wird es mein Entzücken und meine Heilung seyn, meine ganze Seele zu Ihnen sprechen zu laßen. —

C.

C.


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