LEBENSLAUF

CD si scribas temonemque insuper addas,qui medium te vult scindere, pictus erit

CD si scribas temonemque insuper addas,

qui medium te vult scindere, pictus erit

Lösung: testiculae + mentula φ. Das Stärkste ist das Epigramm 87 von Ausonius S. 344 Peiper: „Ad Eunum ligurritorem paedagogum.“[79]Das Rätsel vom διπλοῦν γράμμα Συρηϰοσίων gehört jedoch nicht hierher: Anthol. Pal. V 191 Μελεάγρου· εἰς Καλλίστιον.

Γυμνὴν ἢν ἐσίδῃς Καλλίστιον, ὦ ξένε, φήσεις·‘Ἤλλαϰται διπλοῦν γράμμα Συρηϰοσίων.’

Γυμνὴν ἢν ἐσίδῃς Καλλίστιον, ὦ ξένε, φήσεις·

‘Ἤλλαϰται διπλοῦν γράμμα Συρηϰοσίων.’

Die Lösung ist harmlos. Doppelt kommt in dem Wort Συρηϰόσιοι derLaut συ : σι vor. Umgestellt ergibt das ὗς.[80]Derartige Anagramme müssen hier außer Betracht bleiben, sonst müßte ein gutes Teil aller antiken Rätsel und, wenn die neuere Zeit mitberücksichtigt werden sollte, die Unterhaltungsecke sämtlicher Zeitungen und Zeitschriften aufgearbeitet werden. Das antike Material ist gesammelt bei Ohlert, Rätsel und Rätselspiele der alten Griechen² (1912) S. 211–241. Wolfgang Schultz, PW s. v. Rätsel Sp. 109 f.

Buchstaben dienen ferner als Namen oder Beinamen von Personen. Recht lustig ist der Name, den der Korinthier Amphion seiner lahmen Tochter gab, die später Mutter des Tyrannen Kypselos wurde. Er nannte sie Labda[81]; natürlich ist das archaischeLadbagemeint, das die ungleiche Beinlänge gut wiedergibt. Sonst gibt es noch allerhand Schulwitze. Den großen Gelehrten Eratosthenes nannten sie Βῆτα[82], den Aristarcheer Satyros Ζῆτα, den Astronomen und Mathematiker Apollonios von Perge Ε[83], typische Schulspitznamen, wie sie wohl heute noch auf jedem Gymnasium vorkommen. Sie haben meist eine ganz gleichgültige zufällige Entstehungsursache, die bald vergessen wird. Später werden dann irgendwelche Gründe hinzugedichtet. Die unwahrscheinlichen Anlässe, die Ptolemaeus Hephaestion u. a. überliefern, hat Lehrs a. a. O. widerlegt. Aber wenn er nun alles auf körperliche Ähnlichkeit der Benannten mit den betreffenden Buchstaben zurückführen will, so ist das wieder einseitig. Wir werden uns da etwas bescheiden müssen.

Bloße Numerierung ist es, wenn Martial II 57 und V 26 einen Freund alpha paenulatorum und sich selber beta togatorum tituliert. Anth. Palat. XI 15 ist ein Scherz an einen Arzt, der verschiedene Leute, deren Namen mit A anfängt, totkuriert hatte. Da der Arzt demnach anscheinend in alphabetischer Reihenfolge vorzugehen gedenkt, will der Dichter Ὠριγένης heißen.

Das Sprichwort liebt die Häufung in symmetrischer Form. Da entwickelt sich entweder die Priamel

Beispiel: Ὑγιαίνειν μὲν ἄριστον ἀνδρὶ ϑνατῷδεύτερον δὲ φυὰν ϰαλὸν γενέσϑαι usw.[84]

oder das Zahlensprichwort, das der Orientale so liebt. Beispiel: Vier Tiere dürfen mit der Halfter angetrieben werden: das Pferd, das Maultier, das Kamel und der Esel. — Sechs Dinge dienen dem Menschen,drei sind in seiner Gewalt und drei sind nicht in seiner Gewalt: das Auge, das Ohr und die Nase sind nicht in seiner Gewalt. Der Mund, die Hand und der Fuß sind in seiner Gewalt (Talmud.)[85]Diesen Formen ist nahe verwandt die Spielerei mit mehreren Worten, die gleiche Anfangsbuchstaben haben. In dem Stabreim, der so entsteht, kommt der sich wiederholende Buchstabe besonders zu Ehren und wird als das Wichtigste hervorgehoben. Etwa: τρία ϰάππα ϰάϰιστα, nämlich Kreter, Kilikier, Kappadokier (Suidas s. v. ϰάππα); lateinisch: Cornelius Sulla, Cornelius Cinna, Cornelius Lentulus: Schneidewin-Leutsch, Paroemiogr. II S. 369 (aus Augustinus, de grammat.). Friedensburg, Die Symbolik der Mittelaltermünzen I, Berlin 1913 S. 90 verweist auf Gesta Romanorum Kap. 13, 42, 125 und Anhang Kap. 3 der Grässeschen Ausgabe und gibt als Beispiel: „Vier P soll jeder ehren: patriam, parentes, praeceptorem, praetorem“ und die drei Regierungsmittel des Rè Bomba Ferdinand II. von Neapel: farina, forca, festa. Dazu kämen noch die „drei bösen Weh“, die unter König Friedrich I. das Land Preußen plagten: Wartenberg, Wittgenstein, Wartensleben.

[61]Johannes Lydus, De mens. II 8 p. 28 Wünsch: οἱ Πυϑαγορεῖοι τριάδα μὲν ἐν ἀριϑμοῖς ἔν τε σχήμασι τὸ ὀρϑογώνιον τρίγωνον ὑποτίϑενται στοιχεῖον τῆς τῶν ὅλων γενέσεως, dazu Lobeck, Aglaophamus 1345. Delatte, BCH 37 (1913) S. 263 ff. Deltoton als Sternbild bei Aratos 233 und an vielen anderen Stellen; danach heißt es in einem byzantinischen Gesprächbuch: Δέλτα ἀπὸ τοῦ δελτωτοῦ ἐξ ἀστέρων συγϰειμένου. Heinrici, Abhandl. d. sächs. Ges. philos.-histor. Kl. 28 (1911) S. 90, 18. Wortlaut gebessert von Stählin, Byzantin. Zeitschr. 21 (1913) S. 508.[62]Zu diesem Ausdruck s. unten in dem Abschnitt über Onomatomantie.[63]Es folgt dann dort eine Deutung der einzelnen Buchstaben auf die Etappen der Schöpfung. Von Π ab gehen die Zeichen auf Christus (p. 271 ff.). Auf S. 114 steht eine Abbildung, wo das Delta-Dreieck als Bild des Kosmos in mehrere Stockwerke eingeteilt ist, die den obersten Himmel, die Wasser des Himmels, das Firmament, die Erde bezeichnen. Zu diesen Stockwerken gibt es nach einer Mitteilung von Dr. C. Jaeger-Straßburg auch äthiopische Belege. In einer Handschrift des Britischen Museums Orient 503 fol. 1 b steht eine Abhandlung über die Schönheit der Schöpfung, worin folgende fünf Stockwerke festgestellt werden: Himmel des Lichtes, das obere Wasser, der Plafond, das untere Wasser, die Erde. Die Einzeichnung in ein Dreieck findet sich dort nicht.[64]Vgl. Lobeck, Aglaophamus 1341.[65]Friedensburg, Berliner Münzblätter N. F. 4 S. 25. Martial VII 37, 2.[66]Friedensburg, Symbolik der Mittelaltermünzen I, Berlin 1913 S. 69 ff.[67]Albrecht Dieterich, Nekyia S. 182, Kleine Schriften S. 472. Wünsch, Sethianische Verfluchungstafeln S. 98.[68]Persius III 56 mit Scholien. Lactant. instit. div. VI 3, 6. Servius zu Aen. 6, 136. Ausonius technop. 12. 13 p. 138 Schenkl; Maximinus in Anthol. lat. 632 Riese; Martian. Cap. II § 102; Hieronymus in Eccl. Migne, PL 23, 1091; vgl. Lobeck, Aglaophamus S. 1341, 1344; Dieterich, Nekyia (1893) S. 192; Pascal in den Miscellanea Ceriani (1910) p. 64; Wolfgang Schultz, Philologus 68 (1909) S. 488 ff.[69]Steinthal, Geschichte der Sprachwissenschaft der Griechen und Römer² II (1891) S. 366.[70]Ἐτυμολογία τοῦ ἀλφαβήτου Etym. Gud. Anhang p. 595 Sturz.[71]Heinrici, Die griechisch-byzantinischen Gesprächbücher, Abhandl. d. Kgl. sächs. Gesellschaft d. Wissenschaften, histor.-philol. Klasse, Bd. 28 (1911) S. 90, 14; Nachträgliches zu den griechisch-byzantinischen Gesprächbüchern, Berichte der Kgl. sächs. Gesellschaft, histor.-philol. Kl. Bd. 64 (1912) 8. 179 f.: ein cento grammaticus codex Marcianus VII 38. In der ersten Heinricischen Abhandlung S. 87, 27, stehen einige Zeilen über Buchstaben als σφραγῖδες. Ganz Ähnliches findet sich in einer Handschrift des Briefes Jesu an König Abgar von Edessa, der im Mittelalter als Palladium diente, s. Dobschütz, Zeitschrift für wissenschaftliche Theologie 43 (1900) S. 443.[72]Hrsg. von R. Foerster, Index lectionum Vratislaviensium 1891.[73]So empfindet noch heute der Orient. Hohes Alter ist das erste, was man von der Überlieferung verlangt. Und gegen die Tradition vermögen moderne Errungenschaften nur schwer aufzukommen.[74]Dasselbe steht praep. ev. XI 6 p. 519.[75]Zur Zeitbestimmung J. B. Kellner, Der hl. Ambrosius als Erklärer des AT, Regensburg 1893 S. 153. Ambrosius versteht es dabei, einen Zusammenhang der Anfangsbuchstaben mit dem Inhalt der damit begonnenen Verse nachzuweisen. Der Buchstabe des Akrostichons erscheint so als Titel. Als Beispiel diene Vers 4: Daleth bedeutet entweder „Furcht“ oder „Geburt“ (Ambrosius kann kein Hebräisch). Beides paßt; denn die Geburt ist etwas Materielles und Hinfälliges, deshalb nicht frei von Furcht. Vortrefflich bestätigt dies die erste Zeile: „Am Staube hing meine Seele“; denn Staub ist Erde, und die Erde ist etwas Materielles.[76]Iren. adv. haeres. I 20. Kindheitsevangelium des Thomas cap. 6. Dazu Hennecke, Handbuch zu den neutestamentlichen Apokryphen, Tübingen 1904, 8. 136 ff., bes. S. 142 eine indische Parallele: jeder Buchstabe ist der Anfang eines Spruches. Auch den Muslim hat die Geschichte von dem Jesusknaben gefallen, vgl. Schanawânî Bl. 16 (s. obenS. 5 Anm. 5) bei Goldziher, Zeitschrift d. deutschen morgenl. Gesellschaft 26 (1872) S. 784.[77]Von deren Existenz wir zudem gar nichts wissen. D. H. Müllers Ergebnisse abgelehnt auch von Franz Wutz, Onomastica sacra, Texte und Untersuchungen 41, 1 (1914) S. 216–231.[78]Dazu Goebel, Ethnica, de Graecorum civitatum proprietatibus proverbio notatis, Diss. Breslau 1915 S. 80 f.[79]Der Schulmeister Eunus, ein fellator, der alle Sexualia in seinem Schuljargon wiedergibt, sieht das membrum muliebre für ein Rechteck an. Das hat den Vorteil, daß, wenn die eine Seite zusammengezogen wird, der Buchstabe Δέλτα herauskommt, der gewöhnliche Name für das γυναιϰεῖον αἰδοῖον s. oben S. 20 f. Die Rückansicht der Menschen erklärt er für ein Ψ (gebildet von den drei Linien: Grenze zwischen den Beinen und untere Grenze der beiden nates). Ubi si Eunus ligurrit, anus patet sicut Λ. Φ litera Ausonius aut πορδήν imitari mihi videtur, quae paedogogo ligurrienti sentienda est, aut figuram, quae natibus pueri et lingua istius paedagogi efficitur. Im letzten Vers wird ihm die Strafe den Θ(άνατος) gewünscht (s. oben S. 22). Die Verse 10–12 verstehe ich nicht.[80]Preisendanz RM 68 (1913) S. 640.[81]Herodot V 92.[82]Marcian. Heracl. epit. peripl. Menippei 2.[83]Phot. bibl. p. 151, 21; Lehrs, Quaestiones epicae, Königsberg 1837 p. 19 ff.[84]Euling, Die Priamel bis Hans Rosenplüt, Germanist. Abhandlungen hrsg. v. Voigt Bd. 25, Breslau 1905.[85]Wünsche, Die Zahlensprüche im Talmud und Midrasch, ZDMG 65 (1911) und 66 (1912).

[61]Johannes Lydus, De mens. II 8 p. 28 Wünsch: οἱ Πυϑαγορεῖοι τριάδα μὲν ἐν ἀριϑμοῖς ἔν τε σχήμασι τὸ ὀρϑογώνιον τρίγωνον ὑποτίϑενται στοιχεῖον τῆς τῶν ὅλων γενέσεως, dazu Lobeck, Aglaophamus 1345. Delatte, BCH 37 (1913) S. 263 ff. Deltoton als Sternbild bei Aratos 233 und an vielen anderen Stellen; danach heißt es in einem byzantinischen Gesprächbuch: Δέλτα ἀπὸ τοῦ δελτωτοῦ ἐξ ἀστέρων συγϰειμένου. Heinrici, Abhandl. d. sächs. Ges. philos.-histor. Kl. 28 (1911) S. 90, 18. Wortlaut gebessert von Stählin, Byzantin. Zeitschr. 21 (1913) S. 508.

[61]Johannes Lydus, De mens. II 8 p. 28 Wünsch: οἱ Πυϑαγορεῖοι τριάδα μὲν ἐν ἀριϑμοῖς ἔν τε σχήμασι τὸ ὀρϑογώνιον τρίγωνον ὑποτίϑενται στοιχεῖον τῆς τῶν ὅλων γενέσεως, dazu Lobeck, Aglaophamus 1345. Delatte, BCH 37 (1913) S. 263 ff. Deltoton als Sternbild bei Aratos 233 und an vielen anderen Stellen; danach heißt es in einem byzantinischen Gesprächbuch: Δέλτα ἀπὸ τοῦ δελτωτοῦ ἐξ ἀστέρων συγϰειμένου. Heinrici, Abhandl. d. sächs. Ges. philos.-histor. Kl. 28 (1911) S. 90, 18. Wortlaut gebessert von Stählin, Byzantin. Zeitschr. 21 (1913) S. 508.

[62]Zu diesem Ausdruck s. unten in dem Abschnitt über Onomatomantie.

[62]Zu diesem Ausdruck s. unten in dem Abschnitt über Onomatomantie.

[63]Es folgt dann dort eine Deutung der einzelnen Buchstaben auf die Etappen der Schöpfung. Von Π ab gehen die Zeichen auf Christus (p. 271 ff.). Auf S. 114 steht eine Abbildung, wo das Delta-Dreieck als Bild des Kosmos in mehrere Stockwerke eingeteilt ist, die den obersten Himmel, die Wasser des Himmels, das Firmament, die Erde bezeichnen. Zu diesen Stockwerken gibt es nach einer Mitteilung von Dr. C. Jaeger-Straßburg auch äthiopische Belege. In einer Handschrift des Britischen Museums Orient 503 fol. 1 b steht eine Abhandlung über die Schönheit der Schöpfung, worin folgende fünf Stockwerke festgestellt werden: Himmel des Lichtes, das obere Wasser, der Plafond, das untere Wasser, die Erde. Die Einzeichnung in ein Dreieck findet sich dort nicht.

[63]Es folgt dann dort eine Deutung der einzelnen Buchstaben auf die Etappen der Schöpfung. Von Π ab gehen die Zeichen auf Christus (p. 271 ff.). Auf S. 114 steht eine Abbildung, wo das Delta-Dreieck als Bild des Kosmos in mehrere Stockwerke eingeteilt ist, die den obersten Himmel, die Wasser des Himmels, das Firmament, die Erde bezeichnen. Zu diesen Stockwerken gibt es nach einer Mitteilung von Dr. C. Jaeger-Straßburg auch äthiopische Belege. In einer Handschrift des Britischen Museums Orient 503 fol. 1 b steht eine Abhandlung über die Schönheit der Schöpfung, worin folgende fünf Stockwerke festgestellt werden: Himmel des Lichtes, das obere Wasser, der Plafond, das untere Wasser, die Erde. Die Einzeichnung in ein Dreieck findet sich dort nicht.

[64]Vgl. Lobeck, Aglaophamus 1341.

[64]Vgl. Lobeck, Aglaophamus 1341.

[65]Friedensburg, Berliner Münzblätter N. F. 4 S. 25. Martial VII 37, 2.

[65]Friedensburg, Berliner Münzblätter N. F. 4 S. 25. Martial VII 37, 2.

[66]Friedensburg, Symbolik der Mittelaltermünzen I, Berlin 1913 S. 69 ff.

[66]Friedensburg, Symbolik der Mittelaltermünzen I, Berlin 1913 S. 69 ff.

[67]Albrecht Dieterich, Nekyia S. 182, Kleine Schriften S. 472. Wünsch, Sethianische Verfluchungstafeln S. 98.

[67]Albrecht Dieterich, Nekyia S. 182, Kleine Schriften S. 472. Wünsch, Sethianische Verfluchungstafeln S. 98.

[68]Persius III 56 mit Scholien. Lactant. instit. div. VI 3, 6. Servius zu Aen. 6, 136. Ausonius technop. 12. 13 p. 138 Schenkl; Maximinus in Anthol. lat. 632 Riese; Martian. Cap. II § 102; Hieronymus in Eccl. Migne, PL 23, 1091; vgl. Lobeck, Aglaophamus S. 1341, 1344; Dieterich, Nekyia (1893) S. 192; Pascal in den Miscellanea Ceriani (1910) p. 64; Wolfgang Schultz, Philologus 68 (1909) S. 488 ff.

[68]Persius III 56 mit Scholien. Lactant. instit. div. VI 3, 6. Servius zu Aen. 6, 136. Ausonius technop. 12. 13 p. 138 Schenkl; Maximinus in Anthol. lat. 632 Riese; Martian. Cap. II § 102; Hieronymus in Eccl. Migne, PL 23, 1091; vgl. Lobeck, Aglaophamus S. 1341, 1344; Dieterich, Nekyia (1893) S. 192; Pascal in den Miscellanea Ceriani (1910) p. 64; Wolfgang Schultz, Philologus 68 (1909) S. 488 ff.

[69]Steinthal, Geschichte der Sprachwissenschaft der Griechen und Römer² II (1891) S. 366.

[69]Steinthal, Geschichte der Sprachwissenschaft der Griechen und Römer² II (1891) S. 366.

[70]Ἐτυμολογία τοῦ ἀλφαβήτου Etym. Gud. Anhang p. 595 Sturz.

[70]Ἐτυμολογία τοῦ ἀλφαβήτου Etym. Gud. Anhang p. 595 Sturz.

[71]Heinrici, Die griechisch-byzantinischen Gesprächbücher, Abhandl. d. Kgl. sächs. Gesellschaft d. Wissenschaften, histor.-philol. Klasse, Bd. 28 (1911) S. 90, 14; Nachträgliches zu den griechisch-byzantinischen Gesprächbüchern, Berichte der Kgl. sächs. Gesellschaft, histor.-philol. Kl. Bd. 64 (1912) 8. 179 f.: ein cento grammaticus codex Marcianus VII 38. In der ersten Heinricischen Abhandlung S. 87, 27, stehen einige Zeilen über Buchstaben als σφραγῖδες. Ganz Ähnliches findet sich in einer Handschrift des Briefes Jesu an König Abgar von Edessa, der im Mittelalter als Palladium diente, s. Dobschütz, Zeitschrift für wissenschaftliche Theologie 43 (1900) S. 443.

[71]Heinrici, Die griechisch-byzantinischen Gesprächbücher, Abhandl. d. Kgl. sächs. Gesellschaft d. Wissenschaften, histor.-philol. Klasse, Bd. 28 (1911) S. 90, 14; Nachträgliches zu den griechisch-byzantinischen Gesprächbüchern, Berichte der Kgl. sächs. Gesellschaft, histor.-philol. Kl. Bd. 64 (1912) 8. 179 f.: ein cento grammaticus codex Marcianus VII 38. In der ersten Heinricischen Abhandlung S. 87, 27, stehen einige Zeilen über Buchstaben als σφραγῖδες. Ganz Ähnliches findet sich in einer Handschrift des Briefes Jesu an König Abgar von Edessa, der im Mittelalter als Palladium diente, s. Dobschütz, Zeitschrift für wissenschaftliche Theologie 43 (1900) S. 443.

[72]Hrsg. von R. Foerster, Index lectionum Vratislaviensium 1891.

[72]Hrsg. von R. Foerster, Index lectionum Vratislaviensium 1891.

[73]So empfindet noch heute der Orient. Hohes Alter ist das erste, was man von der Überlieferung verlangt. Und gegen die Tradition vermögen moderne Errungenschaften nur schwer aufzukommen.

[73]So empfindet noch heute der Orient. Hohes Alter ist das erste, was man von der Überlieferung verlangt. Und gegen die Tradition vermögen moderne Errungenschaften nur schwer aufzukommen.

[74]Dasselbe steht praep. ev. XI 6 p. 519.

[74]Dasselbe steht praep. ev. XI 6 p. 519.

[75]Zur Zeitbestimmung J. B. Kellner, Der hl. Ambrosius als Erklärer des AT, Regensburg 1893 S. 153. Ambrosius versteht es dabei, einen Zusammenhang der Anfangsbuchstaben mit dem Inhalt der damit begonnenen Verse nachzuweisen. Der Buchstabe des Akrostichons erscheint so als Titel. Als Beispiel diene Vers 4: Daleth bedeutet entweder „Furcht“ oder „Geburt“ (Ambrosius kann kein Hebräisch). Beides paßt; denn die Geburt ist etwas Materielles und Hinfälliges, deshalb nicht frei von Furcht. Vortrefflich bestätigt dies die erste Zeile: „Am Staube hing meine Seele“; denn Staub ist Erde, und die Erde ist etwas Materielles.

[75]Zur Zeitbestimmung J. B. Kellner, Der hl. Ambrosius als Erklärer des AT, Regensburg 1893 S. 153. Ambrosius versteht es dabei, einen Zusammenhang der Anfangsbuchstaben mit dem Inhalt der damit begonnenen Verse nachzuweisen. Der Buchstabe des Akrostichons erscheint so als Titel. Als Beispiel diene Vers 4: Daleth bedeutet entweder „Furcht“ oder „Geburt“ (Ambrosius kann kein Hebräisch). Beides paßt; denn die Geburt ist etwas Materielles und Hinfälliges, deshalb nicht frei von Furcht. Vortrefflich bestätigt dies die erste Zeile: „Am Staube hing meine Seele“; denn Staub ist Erde, und die Erde ist etwas Materielles.

[76]Iren. adv. haeres. I 20. Kindheitsevangelium des Thomas cap. 6. Dazu Hennecke, Handbuch zu den neutestamentlichen Apokryphen, Tübingen 1904, 8. 136 ff., bes. S. 142 eine indische Parallele: jeder Buchstabe ist der Anfang eines Spruches. Auch den Muslim hat die Geschichte von dem Jesusknaben gefallen, vgl. Schanawânî Bl. 16 (s. obenS. 5 Anm. 5) bei Goldziher, Zeitschrift d. deutschen morgenl. Gesellschaft 26 (1872) S. 784.

[76]Iren. adv. haeres. I 20. Kindheitsevangelium des Thomas cap. 6. Dazu Hennecke, Handbuch zu den neutestamentlichen Apokryphen, Tübingen 1904, 8. 136 ff., bes. S. 142 eine indische Parallele: jeder Buchstabe ist der Anfang eines Spruches. Auch den Muslim hat die Geschichte von dem Jesusknaben gefallen, vgl. Schanawânî Bl. 16 (s. obenS. 5 Anm. 5) bei Goldziher, Zeitschrift d. deutschen morgenl. Gesellschaft 26 (1872) S. 784.

[77]Von deren Existenz wir zudem gar nichts wissen. D. H. Müllers Ergebnisse abgelehnt auch von Franz Wutz, Onomastica sacra, Texte und Untersuchungen 41, 1 (1914) S. 216–231.

[77]Von deren Existenz wir zudem gar nichts wissen. D. H. Müllers Ergebnisse abgelehnt auch von Franz Wutz, Onomastica sacra, Texte und Untersuchungen 41, 1 (1914) S. 216–231.

[78]Dazu Goebel, Ethnica, de Graecorum civitatum proprietatibus proverbio notatis, Diss. Breslau 1915 S. 80 f.

[78]Dazu Goebel, Ethnica, de Graecorum civitatum proprietatibus proverbio notatis, Diss. Breslau 1915 S. 80 f.

[79]Der Schulmeister Eunus, ein fellator, der alle Sexualia in seinem Schuljargon wiedergibt, sieht das membrum muliebre für ein Rechteck an. Das hat den Vorteil, daß, wenn die eine Seite zusammengezogen wird, der Buchstabe Δέλτα herauskommt, der gewöhnliche Name für das γυναιϰεῖον αἰδοῖον s. oben S. 20 f. Die Rückansicht der Menschen erklärt er für ein Ψ (gebildet von den drei Linien: Grenze zwischen den Beinen und untere Grenze der beiden nates). Ubi si Eunus ligurrit, anus patet sicut Λ. Φ litera Ausonius aut πορδήν imitari mihi videtur, quae paedogogo ligurrienti sentienda est, aut figuram, quae natibus pueri et lingua istius paedagogi efficitur. Im letzten Vers wird ihm die Strafe den Θ(άνατος) gewünscht (s. oben S. 22). Die Verse 10–12 verstehe ich nicht.

[79]Der Schulmeister Eunus, ein fellator, der alle Sexualia in seinem Schuljargon wiedergibt, sieht das membrum muliebre für ein Rechteck an. Das hat den Vorteil, daß, wenn die eine Seite zusammengezogen wird, der Buchstabe Δέλτα herauskommt, der gewöhnliche Name für das γυναιϰεῖον αἰδοῖον s. oben S. 20 f. Die Rückansicht der Menschen erklärt er für ein Ψ (gebildet von den drei Linien: Grenze zwischen den Beinen und untere Grenze der beiden nates). Ubi si Eunus ligurrit, anus patet sicut Λ. Φ litera Ausonius aut πορδήν imitari mihi videtur, quae paedogogo ligurrienti sentienda est, aut figuram, quae natibus pueri et lingua istius paedagogi efficitur. Im letzten Vers wird ihm die Strafe den Θ(άνατος) gewünscht (s. oben S. 22). Die Verse 10–12 verstehe ich nicht.

[80]Preisendanz RM 68 (1913) S. 640.

[80]Preisendanz RM 68 (1913) S. 640.

[81]Herodot V 92.

[81]Herodot V 92.

[82]Marcian. Heracl. epit. peripl. Menippei 2.

[82]Marcian. Heracl. epit. peripl. Menippei 2.

[83]Phot. bibl. p. 151, 21; Lehrs, Quaestiones epicae, Königsberg 1837 p. 19 ff.

[83]Phot. bibl. p. 151, 21; Lehrs, Quaestiones epicae, Königsberg 1837 p. 19 ff.

[84]Euling, Die Priamel bis Hans Rosenplüt, Germanist. Abhandlungen hrsg. v. Voigt Bd. 25, Breslau 1905.

[84]Euling, Die Priamel bis Hans Rosenplüt, Germanist. Abhandlungen hrsg. v. Voigt Bd. 25, Breslau 1905.

[85]Wünsche, Die Zahlensprüche im Talmud und Midrasch, ZDMG 65 (1911) und 66 (1912).

[85]Wünsche, Die Zahlensprüche im Talmud und Midrasch, ZDMG 65 (1911) und 66 (1912).

Ich, Franz Dornseiff, geboren zu Gießen am 20. März 1888, bin ein Sohn des Landsgerichtsdirektors Karl Dornseiff und seiner verstorbenen Frau Käthe geb. Baltzer. Ich besuchte zuerst das Gymnasium zu Gießen, seit 1904 das Neue Gymnasium zu Darmstadt, das ich Ostern 1906 verließ, um mich dem Studium der klassischen Philologie und Germanistik zu widmen. Ich war 3 Semester in Heidelberg, 1 in München, 5 in Berlin.

An diesen Universitäten hörte ich Vorlesungen und besuchte Übungen bei den Herren Professoren: Boll, Brandt, Dieterich †, v. Domaszewski, v. Duhn, Elsenhans, Petsch, F. A. Schmid, Schoell, Uhlig †, Windelband † (Heidelberg); Crusius, von der Leyen, Vollmer (München); Cassirer, Dessau, Diels, von Harnack, Helm, Meister, Eduard Meyer, Norden, Riehl, Roethe, Sieglin, Simmel, Vahlen †, Wentzel, v. Wilamowitz-Moellendorff, Woelfflin (Berlin).

Ihnen allen schulde ich herzlichen Dank. In besonderem Maß bin ich Herrn Geh. Hofrat Prof. Dr. Boll verpflichtet, der mich zu dieser Arbeit angeregt und sie ständig mit fördernder Teilnahme begleitet hat. Er hat mich dadurch zu wirklicher Forschung geführt und meine Neigung besonders zu dieser Materie vertieft.


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