[18] Für Bayern hatte dieser Salzstreit zur Folge, daß Maximilian durch einen braunschweigischen Mathematiker Heinrich Vollmar und seinen Hofbaumeister Simon Reiffenstuhl jene künstliche Wasserleitung anlegen ließ, in welche die Reichenhaller Soole durch sieben Druckwerke von Reichenhall bis zur Stadt Traunheim geführt wird. Diese Gegend war holzreicher und bot daher zum Versieden der Soole bessere Gelegenheit. Auch große Brunnenhäuser wurden gebaut und eine Straße an den Bergen hin durch die Felsen gesprengt. In den Jahren 1612-1616 wurde das Werk vollendet. Die Kosten desselben wurden zum Teil gedeckt durch die Kriegsentschädigung von 150000 Gulden, welche Maximilian von Salzburg erhielt. Schwann, Geschichte von Bayern III.
[19] Dieselbe ist heute Eigentum des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Eugen von Österreich, und läßt Seine Kaiserliche Hoheit die Burg vollständig und historisch getreu renovieren.
[20] Einer ihrer Söhne, der im Jahre 1605 geborene Johann Georg Eberhard von Raittenau trat 1623 unter dem Klosternamen Egidius in den Benediktinerorden zu Kremsmünster und zeichnete sich durch Frömmigkeit und Gelehrsamkeit, insonders in der Baukunst und mathematischen Wissenschaften aus. Als berühmter Architekt starb er 1675.