Chapter 2

1. In jenen Tagen soll die Erde ausliefern aus ihrem Schoße, und die Unterwelt ausliefern aus dem ihrigen das, was sie erhalten hat, und der Abgrund soll wiedergeben das, was er schuldig ist. 2. Er wird ausscheiden die Gerechten und Heiligen aus ihnen; denn der Tag ihrer Erlösung ist herbeigekommen. 3. Und an jenen Tagen wird der Auserwählte sitzen auf seinem Throne, während jegliches Geheimnis der verständigen Weisheit hervorgehen wird aus seinem Munde; denn der Herr der Geister hat ihn begabt und verherrlicht. 4. An jenen Tagen werden die Berge springen wie Widder, und die Hügel hüpfen wie junge Schafe, gesättigt mit Milch, und alle (die Gerechten) werden zu Engeln im Himmel. 5. Ihr Antlitz wird glänzen vor Freude; denn an jenen Tagen wird der Auserwählte erhoben werden. Die Erde wird sich freuen, die Gerechten werden sie bewohnen und die Auserwählten auf ihr gehen und wandeln.

Kap. 51

1. Nach dieser Zeit wurde ich an der Stelle, wo ich jedes geheime Gesicht gesehen hatte, in einem Wirbelwinde aufgerafft und gegen Westen fortgeführt. 2. Da sahen meine Augen die Geheimnisse des Himmels, und alles, was auf Erden war, einen Berg von Eisen, einen Berg von Kupfer, einen Berg von Silber, einen Berg von Gold, einen Berg von flüssigem Metall und einen Berg von Blei. 3. Und ich fragte den Engel, welcher mit mir ging, und sagte: Was sind diese Dinge, welche ich im Geheimen sehe? 4. Er sagte: Alle diese Dinge, welche Du siehst, sollen für die Herrschaft des Messias sein, damit er herrsche und mächtig sei auf Erden. 5. Und dieser Engel des Friedens antwortete mir und sagte: Warte nur eine kurze Zeit, und du wirst sehen, und jedes geheime Ding, was der Herr der Geister beschlossen hat, wird dir enthüllt werden. Jene Berge, welche du gesehen hast, den Berg von Eisen, den Berg von Kupfer, den Berg von Silber, den Berg von Gold, den Berg von flüssigem Metall und den Berg von Blei, alle diese werden in der Gegenwart des Auserwählten wie Honigseim vor dem Feuer sein, und gleich Wasser herabfließen oben von diesen Bergen herab, und werden entkräftet werden vor seinen Füßen. 6. An jenen Tagen werden sie nicht errettet werden durch Gold und durch Silber. 7. Und nicht werden sie es in ihrer Gewalt haben, sich zu schützen und zu fliehen. 8. Da wird es weder Eisen geben zu Waffen, noch einen Panzer für die Brust. 9. Erz wird nutzlos sein, nutzlos auch das, was weder rostet, noch sich abzehrt, und Blei wird nicht begehrt werden. 10. Alle diese Dinge werden verworfen werden und untergehen von der Erde, wenn der Auserwählte erscheinen wird in der Gegenwart des Herrn der Geister.

Kap. 52

1. Da sahen meine Augen ein tiefes Tal, und weit war sein Eingang. 2. Alle, welche auf dem Lande, auf dem Meere und auf Inseln wohnen, werden zu demselben Gaben, Geschenke und Opfer bringen; dennoch wird dieses tiefe Tal nicht voll werden. (Doch) ihre Hände werden Ungerechtigkeit begehen. Alles, was sie hervorbringen durch Arbeit, werden die Sünder verschlingen mit Verbrechen. Aber sie werden umkommen von dem Angesichte des Herrn der Geister, und von der Oberfläche seiner Erde hinweg. Sie werden aufstehen und nicht fehlen von Ewigkeit bis Ewigkeit. 3. Ich sah die Engel der Strafe, welche (dort) wohnten und jedes Werkzeug des Satans bereiteten. 4. Alsdann fragte ich den Engel des Friedens, welcher mit mir ging, für wen diese Werkzeuge zubereitet würden. 5. Er sagte: Diese bereiten sie für die Könige und Mächtigen der Erde, damit sie dadurch umkommen, 6. wonach das gerechte und auserwählte Haus seiner Versammlung erscheinen soll, fortan unveränderlich, in dem Namen des Herrn der Geister. 7. Und nicht werden jene Berge sein in seiner Gegenwart wie die Erde und die Hügel, (sondern) wie die Quellen des Wassers. Und die Gerechten sollen frei werden von der Plage der Sünder.

Kap. 53

1. Alsdann sah und wendete ich mich zu einem anderen Teile der Erde, wo ich ein tiefes Tal mit Feuer brennen sah. 2. Zu diesem Tale brachten sie Regenten und die Mächtigen. 3. Und da sahen meine Augen die Werkzeuge, welche sie machten, Fesseln von Eisen, welches ohne Schwere war. 4. Alsdann fragte ich den Engel des Friedens, welcher mit mir ging, und sagte: Für wen werden diese Fesseln und Werkzeuge bereitet? 5. Er versetzte: Diese werden bereitet für die Scharen des Azazeel, damit sie überliefert und verurteilt werden mögen zur tiefsten Verdammnis, und damit ihre Engel mit scharfen Steinen überwältigt werden mögen, wie der Herr der Geister befohlen hat. 6. Michael und Gabriel., Raphael und Phanuel werden gestärkt werden an diesem Tage und werden sie dann werfen in einen Ofen von loderndem Feuer, damit der Herr der Geister gerächt werde an ihnen für ihre Verbrechen, weil sie Diener des Satans wurden, und diejenigen verführten, welche auf Erden wohnen. 7. An jenen Tagen wird Strafe ergehen von dem Herrn der Geister, und die Behältnisse von Wasser, welche über den Himmeln sind, werden sich öffnen, und auch die Quellen, welche unter den Himmeln und unter der Erde sind. 8. Alle Wasser, welche in den Himmeln und über ihnen sind, werden sich mit einander mischen. 9. Das Wasser, welches über dem Himmel ist, wird der Mann sein, 10. und das Wasser, welches unter der Erde ist, wird das Weib sein, und alle werden vernichtet werden, welche auf Erden wohnen, und welche unter den Enden des Himmels wohnen. 11. Hierdurch sollen sie einsehen lernen die Ungerechtigkeit, welche sie begangen haben auf Erden, und hierdurch sollen sie umkommen.

Kap. 54

1. Nachher gereute es das Haupt der Tage und es sprach: Umsonst habe ich alle Bewohner der Erde vernichtet. 2. Und es schwor bei seinem großen Namen: Fortan will ich nicht also handeln gegen alle diejenigen, welche auf Erden wohnen; 3. sondern ich will ein Zeichen in die Himmel stellen, und es soll Treue sein zwischen mir und ihnen immerdar, so lange als die Tage des Himmels und der Erde dauern auf der Erde. 4. Darnach wird gemäß diesem meinem Beschluß, wenn ich mich bestimmt haben werde, sie hinwegzunehmen unversehens, durch die Wirksamkeit der Engel, an dem Tage der Qual und Unruhe, mein Zorn und meine Strafe bleiben auf ihnen, meine Strafe und mein Zorn, sagt Gott, der Herr der Geister. 5. O ihr Könige, o ihr Mächtigen, die ihr bewohnt die Welt, ihr werdet meinen Auserwählten sitzen sehen auf dem Throne meiner Herrlichkeit. Und er wird richten Azazeel, alle seine Genossen, und alle seine Scharen, in dem Namen des Herrn der Geister. 6. Dort sah ich auch Scharen von Engeln, welche sich bewegten in Strafe, eingeschlossen in ein Netzwerk von Eisen und Erz. Alsdann fragte ich den Engel des Friedens, welcher mit mir wandelte: zu wem gehen diese in Verhaft? 7. Er sagte: Zu jedem ihrer Erkorenen und ihrer Geliebten, auf daß sie geworfen werden in die Quellen und tiefen Schluchten des Tales. 8. Und dieses Tal wird angefüllt werden mit ihren Erkorenen und Geliebten, für welche die Tage des Lebens vollendet, aber die Tage ihres Fehltritts unzählbar sein werden. 9. Alsdann werden Fürsten sich mit einander verbinden und verschwören. Die Häupter des Morgenlandes unter den Parthern und Medern werden Könige absetzen, in welche ein Geist der Bestürzung dringen wird. Sie werden sie von ihren Thronen stürzen, und springen wie Löwen aus ihren Dickichten, und wie hungrige Wölfe mitten in die Herde. 10. Sie werden hinaufgehen und treten auf das Land ihrer Auserwählten. Das Land ihrer Auserwählten wird vor ihnen sein. Die Dreschtenne, der Pfad und die Stadt meines Gerechten wird verhindern ihre Rosse. Sie werden aufstehen, einander zu vernichten; ihre rechte Hand wird gestärkt werden, und nicht wird ein Mensch seinen Freund anerkennen oder seinen Bruder, 11. noch der Sohn seinen Vater und seine Mutter, bis die Zahl der toten Körper (voll) sein wird durch ihren Tod und Strafe. Und dies wird nicht geschehen ohne Ursache. 12. An jenen Tagen wird der Mund der Hölle sich öffnen, in welchen sie werden hinabgestoßen werden; die Hölle wird vernichten und verschlingen die Sünder aus dem Antlitze der Auserwählten.

Kap. 55

1. Nachdem sah ich eine andere Schar von Wagen mit Männern, welche auf ihnen fuhren. 2. Und sie kamen auf dem Winde von Osten, von Westen und von Süden. 3. Der Schall der Geräusches ihrer Wagen wurde gehört. 4. Und als diese Bewegung statt fand, nahmen die Heiligen aus dem Himmel sie wahr; der Pfeiler der Erde wurde erschüttert von seinem Grunde, und der Schall wurde gehört von den Enden der Erde bis zu den Enden des Himmels zur selben Zeit. 5. Alsdann fielen die alle nieder und beteten an den Herrn der Geister. 6. Dies ist das Ende der zweiten Parabel.

[Title page of second volume:]

DasBuch Henoch

in

vollständiger Übersetzung mit fortlaufendem Kommentar, ausführlicher Einleitung und erläuternden Exkursen

von Dr. Andr. Gottl. Hoffmann,

drittem ordentl. öffentl. Professor der Theologie an der Universität zu Jena __________________ Zweite Abteilung. Übersetzung und Kommentar zu Kap. 56 - 105, nebst Exkursen __________________ Mit 2 Holzschnitten __________________ Jena in der Croeker'schen Buchhandlung 1833

[end of title page second volume]

Kap. 56, Sect. IX

1. Ich fing nun an auszusprechen die dritte Parabel über die Gerechten und über die Auserwählten. 2. Heil euch, ihr Gerechten und Auserwählten; denn herrlich ist euer Los. 3. Und die Gerechten werden in dem Lichte der Sonne sein, und die Auserwählten in dem Lichte des ewigen Lebens; kein Ende werden die Tage ihres Lebens haben, und den Heiligen werden die Tage nicht gezählt werden, und sie werden Licht suchen und Gerechtigkeit erlangen bei dem Herrn der Geister. 4. Friede sei bei den Gerechten bei dem Herrn der Welt! 5. Und fortan wird man sagen, daß sie im Himmel suchen die Geheimnisse der Gerechtigkeit, den Anteil der Treue; denn sie sind hervorgetreten gleich der Sonne über die Erde, und Finsternis ist verschwunden. Und Licht, welches kein Ende hat, wird sein, und Zählung der Tage werden sie nicht unternehmen; denn zuvor wird vernichtet Finsternis, und Licht wird stark werden vor dem Herrn der Geister. Und das Licht der Rechtschaffenheit wird stark werden immerdar vor dem Herrn der Geister, [im 365sten Jahre von dem Jahre Henochs des Propheten und von der Geburt Lamechs im 36sten].

Kap. 57

1. In diesen Tagen sahen meine Augen die Geheimnisse der Blitze und der Strahlen, und ihr Gericht. 2. Sie leuchten zum Segen und zum Fluch, nach dem Willen des Herrn der Geister. 3. Und da sah ich die Geheimnisse der Donner, wenn es schmettert oben im Himmel, und ihr Schall gehört wird. 4. Und die Wohnungen der Erde wurden mir gezeigt. Der Schall des Donners ist zum Frieden und zum Segen, aber auch zum Fluch, nach dem Worte des Herrn der Geister. 5. Alsdann wurden alle Geheimnisse der Strahlen und Blitze von mir gesehen. Zum Segen und zur Sättigung leuchten sie.

Kap. 58

1. Und es sprach zu mir ein anderer Engel, welcher mit mir ging, 2. und er zeigte mir die Geheimnisse, die ersten und letzten, im Himmel in der Höhe oben, und auf der Erde in der Tiefe, 3. und an den Enden des Himmels, und in der Grundlage des Himmels und in dem Behältnis der Winde, 4. und wie geteilt wurden die Geister, und wie man wog, und wie gezählt wurden die Quellen und die Winde nach der Kraft des Geistes, 5. und die Kraft der Lichter des Mondes, und daß (es) Kraft der Gerechtigkeit (ist), und die Abteilungen der Sterne, ihre einzelnen Namen, 6. und jeden Anteil, (der) zugeteilt ist, und die Donner in ihrem Herabfallen, und jeden Anteil, welcher zugeteilt ist, daß es blitze mit dem Blitze, 7. und daß ihre Heere schnell gehorchen; denn der Donner hat einen Ruhepunkt, mit Beharrlichkeit seines Schalles ist er begabt. Und nicht sind getrennt Donner und Blitz, nicht als eins im Geiste gehen sie beide; doch sind sie auch nicht getrennt. 8. Denn wenn der Blitz blitzt, gibt der Donner seinen Schall, und der Geist ruht seine Zeit, und gleich teilt er zwischen ihnen; denn der Vorrat ihrer Zeiten ist wie Sand, und die einzelnen von ihnen werden zu seiner Zeit mit einem Zaume zurückgehalten, und zurückgewendet durch die Kraft des Geistes; so erfolgt Forttreibung, gemäß der Menge der Länder der Erde. 9. Auch der Geist des Meeres ist mächtig und stark, und gleich wie eine starke Kraft mit einem Zaume es zurück zieht, so wird es auch vorwärts getrieben und zerstreut gegen alle Berge der Erde. Der Geist des Reifes ist sein Engel, der Geist des Hagels ist ein guter Engel und der Geist des Schnees wegen seiner Stärke; und ein Geist ist in ihm besonderlich, welcher aufsteigen läßt von ihm wie Rauch, und sein Name ist Kühlung. 10. Und der Geist des Nebels ist nicht vereint mit ihnen in ihren Behältnissen, sondern er hat ein Behältnis besonders; denn sein Wandel ist in Glanz, in Licht und in Finsternis, in Winter und in Sommer, und sein Behältnis ist Licht und sein Engel ist (dort). 12. Der Geist des Taues hat sein Zelt an den Enden des Himmels, und verbunden ist's mit den Behältnissen des Regens, und sein Wandel ist in Winter und in Sommer, und seine Wolke und die Wolke des Nebels ist vereinigt und eine gibt der anderen; und wenn der Geist des Regens sich bewegt von seinem Behältnis, so kommen Engel und öffnen sein Behältnis und bringen ihn heraus, 13. und wenn er ausgestreut wird über die ganze Erde, und wenn er sich verbindet zu jeder Zeit mit dem Wasser in der Erde. Denn das Wasser wird dem zu Teil, welches in der Erde sich befindet, weil es Nahrung für die Erde von dem Erhabenen, welcher im Himmel ist. 14. Denn deshalb ist ein Maß im Regen und empfangen ihn die Engel. 15. Dieses alles sah ich bis auf den Garten der Gerechten.

Kap. 59, Sect. X

1. In dem 500sten Jahre, und in dem 7ten Monate, an dem 14ten des Monats, des Lebens Henochs. In diesem Gleichnis sah ich, daß der Himmel der Himmel erbebte in gewaltigem Beben und die Mächte des Erhabenen und die Engel, Tausende von Tausenden und Myriaden von Myriaden waren erregt in großer Aufregung. Und sogleich sah ich das Haupt der Tage auf dem Throne seiner Herrlichkeit sitzen, und die Engel und die Gerechten rings um dasselbe stehen. Und mich selbst ergriff ein gewaltiges Zittern, und Schrecken erfaßte mich. Und meine Lenden beugten sich und erschlafften, und mein Ganzes löste sich und ich und ich fiel auf mein Antlitz. Und es sendete mir den heiligen Michael, einen anderen heiligen Engel, einen von den heiligen Engeln, und er richtete mich auf. 2. Und als er mich aufgerichtet hatte, kehrte mein Geist zurück; denn ich vermochte nicht zu ertragen jenes Gesicht der Macht, jene Aufregung selbst und das Erbeben des Himmels. 3. Und es sagte mir der heilige Michael: Warum erschreckt dich ein solches Gesicht? 4. Bis heute war der Tag seiner Barmherzigkeit, und er ist barmherzig und langmütig gewesen gegen die, welche wohnen auf Erden. 5. Aber wenn der Tag kommen wird, und die Macht und die Züchtigung und das Gericht, welche bereitet hat der Herr der Geister für diejenigen, welche sich beugen vor dem Gericht der Gerechtigkeit, und für diejenigen, welche seinen Namen unnütz führen: 6. so ist jener Tag bereitet den Auserwählten zur Vereinigung und den Sündern zur Prüfung. 7. [Und es werden verteilt werden an jenem Tage zwei Ungeheuer: ein weibliches Ungeheuer, dessen Name Leviathan, weil es wohnt in der Tiefe des Meeres über den Quellen der Gewässer; 8. und das männliche hat den Namen Behemoth, welches einnimmt mit seiner Brust die unsichtbare Wüste, 9. und ihr Name ist Dendajen, gegen Morgen des Gartens, wo die Auserwählten und die Gerechten weilen werden, und wohin aufgenommen wurde mein Großvater, welcher der siebente war von Adam, dem ersten der Menschen, welchen der Herr der Geister gemacht hatte. 10. Und ich bat jenen anderen Engel, mir zu zeigen die Macht jener Ungeheuer, wie sie getrennt wurden an Einem Tage, und gesetzt wurden eins in die Tiefe des Meeres, und eins auf die Erde in die Wüste. 11. Und er sagte: Du Menschensohn verlangst hier zu erfahren, was verborgen ist.] 12. [Und es sprach zu mir der Engel des Friedens, welcher mit mir war: Diese zwei Ungeheuer sind durch die Größe des Allherrschers bereitet, Speise zu geben, damit die Züchtigung des Allherrschers nicht vergeblich sei. 13. Und es werden Kinder erschlagen werden mit Müttern und Söhne mit ihren Vätern. 14. Wenn die Züchtigung des Herrn der Geister ruht auf ihnen, so ruht sie, damit die Züchtigung des Herrn der Geister nicht vergeblich komme über jene. Endlich wird Gericht sein nach seiner Barmherzigkeit und nach seiner Langmut.]

Kap. 60

1. Und ich sah in jenen Tagen, es wurden jenen Engeln lange Schnüre gegeben, und sie erhoben ihre Flügel und gingen nach Mitternacht zu. 2. Und ich fragte den Engel, indem ich sagte: "Warum nahmen sie jene langen Schnüre und gingen sie?" Und er sagte mir: "Sie gingen, um zu messen." 3. Und es sagte mir der Engel, welcher mit mir ging: "Dies sind die Maße der Gerechten, und die Seile der Gerechten werden sie bringen, auf daß sie sich stützen auf den Namen des Herrn der Geister von Ewigkeit zu Ewigkeit; 4. und es werden anfangen zu wohnen die Auserwählten bei den Auserwählten. 5. Und diese Maße sind's, welche gegeben werden sollen der Treue, und stärken werden das Wort der Gerechtigkeit; 6. und diese Maße werden enthüllen jegliches Geheime in der Tiefe der Erde, 7. und diejenigen, welche umgekommen sind durch die Wüste, und die, welche verschlungen worden sind von den Fischen des Meeres und von Tieren, auf daß sie wiederkehren und sich verlassen auf den Tag des Auserwählten; denn keiner wird umkommen vor dem Herrn der Geister, und keiner wird umkommen können." 8. Und es erhielten Macht die oben in den Himmeln allzumal, und Eine Kraft und Ein Glanz wie Feuer wurde ihnen gegeben. 9. Und ihn voraus, mit der Stimme werden sie ihn preisen, und sie werden ihn erheben, und ihn rühmen in Weisheit und Weisheit zeigen im Wort und in dem Geiste des Lebens. 10. Und der Herr der Geister setzte auf den Thron seiner Herrlichkeit den Auserwählten, 11. und er wird richten alle Werke der Heiligen oben im Himmel, und mit der Waage wird er wägen ihre Handlungen. Und wenn er erheben wird sein Antlitz, um zu richten ihre geheimen Wege durch das Wort des Namens des Herrn der Geister, und ihren Wandel auf dem Wege des gerechten Gerichtes des Allherrschers, des Erhabenen, 12. so werden sie sprechen allzumal mit Einer Stimme, und preisen, und rühmen, und erheben und loben im Namen des Herrn der Geister. 13. Und er wird rufen alle Mächte der Himmel, alle Heiligen oben und die Starken des Allherrschers. Die Cherubs, die Seraphs und die Ophanin, und alle Engel der Macht und alle Engel der Herrschaften, und der Auserwählte und die anderen Mächte, welche auf der Erde über dem Wasser an jenem Tage, 14. werden erheben Eine Stimme, und preisen, und rühmen, und loben und erheben mit dem Geiste der Treue, und mit dem Geiste der Weisheit und der Geduld, und mit dem Geiste der Barmherzigkeit, und mit dem Geiste des Gerichts und des Friedens und mit dem Geiste der Güte; und sie werden alle sagen mit Einer Stimme: "Gepriesen sei er, und gepriesen sei der Name des Herrn der Geister in Ewigkeit und bis zu Ewigkeit." Preisen werden ihn alle die, welche nicht schlafen, oben im Himmel. 15. Preisen werden ihn alle seine Heiligen, welche im Himmel, und alle Auserwählten, welche wohnen in dem Garten des Lebens, und alle Geister des Lichtes, welche fähig sind zu preisen, und zu rühmen, und zu erheben und zu loben deinen heiligen Namen; und alles, was Fleisch, was übertrifft die Macht, wird rühmen und preisen deinen Namen in Ewigkeit. 16. Denn groß ist die Gnade des Herrn der Geister, und langmütig ist er; und alle seine Werke, und alle seine Macht nach der Größe seines Wirkens hat er offenbart den Gerechten und den Auserwählten, in dem Namen des Herrn der Geister.

Kap. 61

1. Und also gebot der Herr den Königen, und den Mächtigen, und den Hohen und denjenigen, welche die Erde bewohnen, und sprach: "Öffnet euere Augen und erhebt euere Hörner, wenn ihr fähig seid zu erkennen den Auserwählten!" 2. Und es saß der Herr der Geister auf dem Throne seiner Herrlichkeit, 3. und der Geist der Gerechtigkeit war ausgegossen über ihm. 4. Das Wort seines Mundes wird töten alle Sünder und alle Ungerechten, und aus seinem Angesicht werden sie vertilgt werden. 5. Und es werden aufstehen an jenem Tage alle Könige, Mächtige und Hohe, und diejenigen, welche die Erde besitzen, und werden ihn sehen und erkennen, daß er sitzt auf dem Throne seiner Herrlichkeit, und die Gerechten in Gerechtigkeit vor ihm gerichtet werden. 6. Und eitles Wort ist's nicht, was gesprochen wird vor ihm. 7. Und es wird über sie kommen Schmerz, gleich dem Weibe, das in Wehen, und dem es schwer macht die Geburt, und wenn sein Kind zu dem Munde der Mutter kommt, und es ihm schwer macht im Gebären. 8. Und es wird ansehen ein Teil von ihnen den anderen. Und sie werden bestürzt sein und ihr Antlitz niederschlagen. 9. Und es wird sie ergreifen Schmerz, wenn sie sehen werden jenen Sohn des Weibes sitzen auf dem Throne seiner Herrlichkeit. 10. Und ihn werden rühmen und ihn preisen und ihn erheben die Könige, die Mächtigen und alle die, welche die Erde besitzen, ihn, welcher alles beherrscht, welcher verborgen war, denn zuvor war verborgen der Menschensohn, und bewahrte der Erhabene vor seiner Macht, und offenbarte ihn den Auserwählten. 11. Und er wird säen die Gemeine der Heiligen und der Auserwählten, und vor ihm werden stehen alle Auserwählte an jenem Tage. 12. Und niederfallen werden alle Könige, Mächtige und Hohe, und diejenigen, welche die Erde beherrschen, vor ihm auf ihr Antlitz und anbeten. 13. Und sie werden ihre Hoffnung setzen auf jenen Menschensohn, zu ihm flehen und Gnade erbitten von ihm. 14. Und gelangen lassen wird sie bis zu ihm der Herr der Geister, auf daß sie eilen und hinweggehen aus seinem Angesicht. Und ihr Antlitz wird erfüllt sein mit Schande, und Finsternis wird er reichen ihrem Antlitz. Und ergreifen werden sie die Engel der Strafe, auf daß sie Vergeltung nehmen an denjenigen, welche bedrücken seine Kinder und seine Auserwählten. Und sie werden ein Beispiel sein den Gerechten und seinen Auserwählten. Über sie werden diese sich freuen; denn der Zorn des Herrn der Geister wird auf ihnen ruhen. 15. Und das Schwert des Herrn der Geister wird trunken sein von ihnen. Aber die Gerechten und Auserwählten werden unversehrt sein an jenem Tage, und das Antlitz der Sünder und der Ungerechten werden sie nicht schauen von dieser Zeit. 16. Und der Herr der Geister wird über ihnen weilen. 17. Und mit jenem Menschensohn werden sie wohnen, und essen, und sich niederlegen und aufstehen in Ewigkeit zu Ewigkeit. 18. Und aufgestanden sind die Gerechten und Auserwählten von der Erde, und haben aufgehört, ihre Antlitze niederzuschlagen, und haben sich bekleidet mit dem Kleide des Lebens. Und dieses wird sein ein Kleid des Lebens bei dem Herrn der Geister, und eure Kleider werden nicht altern, und eure Herrlichkeit wird nicht abnehmen vor dem Herrn der Geister.

Kap. 62

1. In jenen Tagen werden bitten die Könige, die Mächtigen und die, welche die Erde besitzen, von seinen Engeln der Strafe, wohin sie überliefert worden sind, daß er ihnen gebe ein wenig Ruhe, und (zwar) damit sie niederfallen und anbeten vor dem Herrn der Geister, und bekennen ihre Sünden vor ihm. 2. Und sie werden preisen und rühmen ihn, den Herrn der Geister und sagen: "Gepriesen sei der Herr der Geister, und der Herr der Könige, und der Herr der Mächtigen, und der Herr der Herren, und der Herr der Herrlichkeit und der Herr der Weisheit. 3. Er wird ans Licht bringen jedes Geheimnis. 4. Und deine Macht ist von Geschlecht zu Geschlecht, und deine Herrlichkeit in Ewigkeit zu Ewigkeit. 5. Tief sind alle deine Geheimnisse und ohne Zahl, und deine Gerechtigkeit hat kein Maß jetzund. 6. Wir haben erkannt, daß wir rühmen und preisen sollen den Herrn der Könige, und ihn, welcher König ist über alle Könige." 7. Und sie werden sagen: "Wer hat uns Ruhe gegeben, in zu rühmen, und ihn zu verherrlichen, und ihn zu preisen und zu bekennen vor seiner Herrlichkeit? 8. Und nun ist kurz die Ruhe, welche wir wünschen, aber wir werden (sie) nicht finden; wir möchten sie erjagen, aber werden (sie) nicht erfassen. Und Licht ist für immer vor uns verschwunden, und Finsternis sind unsere Throne in Ewigkeit zu Ewigkeit. 9. Denn vor ihm haben wir nicht bekannt, und wir haben nicht gerühmt im Namen des Herrn der Könige, und wir haben nicht gerühmt den Herrn in allen seinen Werken, sondern wir haben vertraut auf das Königtum und unsere Herrlichkeit. 10. Und an dem Tage unserer Trübsal und unserer Not wird er uns nicht erlösen, noch werden wir Ruhe erlangen. Wir werden bekennen; weil treu ist unser Herr in allen seinen Werken, in allen seinen Gerichten und in seiner Gerechtigkeit. 11. Und auf die Person werden seine Gerichte nicht Rücksicht nehmen, und wir werden gehen aus seinem Angesicht wegen unserer Taten. 12. Und alle unsere Sünden sind nach Gerechtigkeit gezählt worden." 13. Alsdann werden sie sagen zu sich selbst: "Gesättigt ist unsere Seele mit dem Reichtum des Unrechts; 14. aber das wendet nicht ab unser Hinabsteigen in die beschwerliche Hitze der Hölle." 15. Und hierauf wird sich erfüllen ihr Antlitz mit Finsternis und Scham vor jenem Menschensohn, und aus seinem Angesicht wird man sie vertreiben, und das Schwert wird bleiben vor seinem Angesicht in ihrer Mitte. 16. Und so sprach der Herr der Geister: "Dies ist der Beschluß gegen sie und das Gericht der Mächtigen, und der Könige, und der Hohen und derjenigen, welche die Erde besitzen, vor dem Herrn der Geister."

Kap. 63

Und andere Gesichte sah ich. An jenem geheimen Orte hörte ich die Stimme eines Engels, welcher sagte: "Dies sind diejenigen Engel, welche herabstiegen vom Himmel auf die Erde, welche Verborgenes enthüllen den Menschenkindern, und verführten die Menschenkinder, daß sie Sünde taten."

[Kap. 64, Sect. XI

1. Und in jenen Tagen sah Noah, daß die Erde sich niederbog, und daß nahe war ihr Untergang. 2. Und er erhob seine Füße von dort und ging bis zu den Enden der Erde, und zu der Wohnung seines Großvaters Henoch. 3. Und es sprach Noah mit einer traurigen Stimme: "Höre mich! höre mich! höre mich!" dreimal. Und er sprach zu ihm: "Sage mir, was ist's, das geschieht auf Erden; denn so ermattet ist die Erde und erschüttert. Gewiß werde ich untergehen mit ihr." 4. Und nach dieser Zeit war eine große Bewegung auf Erden, und gehört wurde eine Stimme vom Himmel. Und ich fiel nieder auf mein Angesicht, und es kam Henoch, mein Großvater, und trat zu mir. 5. Und er sagte mir: "Warum schriest du zu mir mit traurigem Geschrei und Weinen? 6. Und ein Befehl ist ausgegangen von dem Herrn über die, welche wohnen auf der Erde, daß es ihr Ende sei; denn sie kennen jedes Geheimnis der Engel, und jede Bedrückung der Teufel, und alle ihre geheimen Kräfte, und alle Kräfte derjenigen, welche Zauberei treiben, und die Kräfte der Bindungen, und die Kräfte derjenigen, welche gießen das Gegossene der ganzen Erde, 7. und wie erzeugt wird das Silber aus dem Staube der Erde, und wie der Tropfen wird unter der Erde. Denn Blei und Zinn werden nicht erzeugt von der Erde, so daß sie die erste Quelle wäre, welche sie erzeugte. 8. Und ein Engel, welcher versteht, (ist) darin, und voran kommt dieser Engel." 9. Und herauf ergriff mich mein Großvater Henoch mit seiner Hand, und sagte mir: "Gehe; denn ich habe gefragt den Herrn der Geister über diese Bewegung auf der Erde." Und er sprach zu mir: "Wegen ihres Unrechts sind vollbracht ihre Gerichte, und zwar ohne Zahl, vor mir, wegen der Monde, welche sie untersuchten; und sie erkannten, daß die Erde untergehen werde, und diejenigen, welche auf ihr wohnen. Und für sie wird keine Zuflucht sein in Ewigkeit; 10. denn sie haben ihnen gezeigt das Geheime. Und diejenigen, welche gerichtet worden sind, nicht aber für dich, mein Sohn, meint der Herr der Geister; denn du bist rein und gut, dann tadelst du das Geheime. 11. Und er hat bestätigt deinen Namen in der Mitte der Heiligen, und wird dich bewachen von denen, welche wohnen auf der Erde. Und er bestätigt deinen Samen in Gerechtigkeit zu Königen und großer Herrlichkeit, und aus deinem Samen wird hervorgehen ein Quell der Gerechten und Heiligen, und zwar ohne Zahl für immer."

Kap. 65

1. Und hierauf zeigte er mir die Engel der Strafe, welche bereit waren, zu kommen und zu öffnen jegliche Macht des Wassers, das unter der Erde, 2. damit es sei zum Gericht und zum Untergange für alle diejenigen, welche hausen und wohnen auf der Erde. 3. Und es befahl der Herr der Geister den Engeln, denen, welche ausgehen werden, nicht aufzunehmen die Männer und zu erhalten; 4. denn jene Engel waren über jeglicher Macht der Wasser. Und ich ging hinweg von dem Angesichte Henochs.

Kap. 66

1. Und in jenen Tagen war die Stimme des Allherrschers bei mir, und er sagte zu mir: "Noah, siehe, dein Teil ist heraufgestiegen zu mir, ein Teil, woran kein Tadel ist, ein Teil der Liebe und der Billigkeit; 2. und nun werden bereiten die Engel Verschlosse, und wenn sie ausgegangen sind zu diesem Geschäft, werde ich meine Hand darauf legen und ihn erhalten. 3. Und es wird sein hierauf ein Same des Lebens, und eine Umwandlung wird kommen, damit nicht leer bleibt die Erde. Und ich will bestätigen deinen Samen vor mir in Ewigkeit zu Ewigkeit. Und der Same derjenigen, welche mit dir wohnen werden auf der Oberfläche der Erde, wird nichts unternehmen auf der Oberfläche der Erde, und er wird gesegnet sein und zahlreich werden vor der Erde, in dem Namen des Herrn." 4. Und sie werden einschließen jene Engel, welche das Unrecht offenbarten, in jenes brennende Tal, welches mir zuerst zeigte mein Großvater Henoch, in Westen, wo Berge waren von Gold und Silber, und Eisen, und flüssigem Metall und Zinn. 5. Und ich sah jenes Tal, in welchem große Bewegung war und sich bewegten die Wasser. 6. Und als dies alles geschehen war, da erzeugten sich aus jenem Flüssigen des Feuers und ihrer Bewegung, welche sie bewegte an jenem Orte, ein Geruch des Schwefels, und er verband sich mit jenen Wassern. Und jenes Tal der Engel, welche verführten, brannte unter jener Erde. 7. Und zu jenem Tale derselben werden Flüsse von Feuer ausgehen, wohin diejenigen Engel verurteilt werden sollen, welche verführten die Bewohner der Erde. 8. Und es werden diese Wasser an jenen Tagen sein den Königen, und den Mächtigen, und den Hohen und denen, welche bewohnen die Erde, zu Heilung der Seele und des Leibes, und zum Gericht des Geistes. 9. Und mit Lust wird erfüllt sein ihr Geist, damit sie gerichtet werden in ihrem Leibe; denn sie verleugneten den Herrn der Geister. Und sie werden ihr Gericht sehen an jeglichem Tage, aber nicht bekennen seinen Namen. 10. Und so wie groß sein wird die Hitze ihres Leibes, ebenso wird in ihnen Verwandlung dem Geiste in Ewigkeit zu Ewigkeit. 11. Denn nicht wird vor dem Herrn der Geister das, was ausgesprochen wird, zum eitlen Worte. 12. Denn kommen wird das Gericht über sie, weil sie vertrauen werden der Lust ihres Leibes, aber den Geist des Herrn verleugnen. 13. Und jene Wasser, in jenen Tagen erleiden sie Veränderung. Denn wenn gerichtet werden jene Engel in jenen Tagen, wird sich ändern die Hitze jener Quellen der Wasser. 14. Und wenn heraufsteigen werden die Engel, wird sich ändern jenes Wasser der Quellen und erkalten. Und ich hörte den heiligen Michael antworten und sagen: "Dieses Gericht, wodurch gerichtet werden sollen die Engel, ist ein Zeuge gegen die Könige, die Mächtigen und diejenigen, welche die Erde besitzen; 15. denn diese Wasser des Gerichts werden sein zur Heilung der Engel und zur Tötung ihrer Leiber. Aber sie werden nicht sehen und nicht glauben, daß verändert werden jene Wasser und Feuer sein werden, welches brennt in Ewigkeit."

Kap. 67

1. Und hierauf gab mir Nachweisung von allem Geheimen in einem Buche mein Großvater Henoch, und die Parabeln, welche ihm gegeben worden waren, und er brachte sie für mich zu den Worten des Buchs der Parabeln.] 2. Und an jenen Tagen antwortete ihm der heilige Michael, indem der sprach zu Raphael: "Die Macht des Geistes ergreift mich und regt mich auf, und zwar wegen der Strenge des geheimen Gerichts, des Gerichts der Engel; wer ist, der vermöchte zu ertragen das strenge Gericht, welches geschah und besteht? Und sie werden zergehen vor demselben." Und es antwortete abermals und sprach der heilige Michael zum heiligen Raphael: "Wer ist, der nicht erweichen ließe sein Herz darüber, und dessen Nieren nicht bewegt würden von dieser Stimme? 3. Gericht ist ergangen über sie von denjenigen, welche sie herausführten auf solche Weise." Und es geschah, als er stand vor dem Herrn der Geister, 4. da sprach also der heilige Michael zu Raphael: "Und ich werde nicht für sie sein bei dem Auge des Herrn; denn der Herr der Geister ist erzürnt gegen sie, weil sie gleich dem Herrn handeln. Darum wird kommen über sie ein geheimes Gericht in Ewigkeit zu Ewigkeit.

Kap. 68

1. Und hierauf wird das Gericht sie in Bestürzung setzen und aufregen; denn dieses zeigten sie denen, welche wohnen auf der Erde." 2. Und siehe die Namen jener Engel! Und dies sind ihre Namen. Der erste derselben ist Semjâzâ, und der andere Ars'tikif, und der dritte Armên, und der vierte Kakabâêl, und der fünfte Tur'êl, und der sechste Rum'jâl, und der siebente Dân'êl, und der achte Nukâêl, und der neunte Berâkêl, und der zehnte Azâz'êl, der 11te Armers, der 12te Batar'jâl, der 13te Basasâêl, der 14te Anân'êl, der 15te Tur'êl, der 16te Simâtisiêl, der 17te Jetar'êl, der 18te Tumâêl, der 19te Tar'êl, der 20te Rumâêl, der 21te Izêzêêl. 3. Und dies sind die Häupter ihrer Engel, und die Namen der Anführer ihrer Hunderte, und der Anführer ihrer Fünfzige, und der Anführer ihren Zehner. 4. Der Name des ersten ist Jekun. Und dieser war es, welcher verführte alle Söhne der heiligen Engel, und sie herabsteigen hieß auf die Erde, und sie verführte zur Erzeugung von Menschen. 5. Und der zweite Name ist Asb'êl; dieser gab üblen Rat den Söhnen der heiligen Engel, und verführte sie, zu verderben ihren Leib durch Erzeugung von Menschen. 6. Und des dritten Name ist Gâderêl; das ist derjenige, welcher zeigte alle Schläge des Todes den Menschenkindern. 7. Er verführte Eva, und zeigte die Werkzeuge des Todes den Menschenkindern, und den Schild, und den Panzer, und das Schwert zum Morden, und alle Werkzeuge des Todes den Menschenkindern. 8. Und aus seiner Hand gingen sie aus über die, welche wohnen auf Erden, von jener Zeit und in Ewigkeit. 9. Und des vierten Name ist Tênêmue. Dieser zeigte den Menschenkindern Bitteres und Süßes, 10. und zeigte ihnen alle Geheimnisse ihrer Weisheit. 11. Und er lehrte die Menschen das Schreiben und zwar mit Dinte und Papier. 12. Und deshalb sind zahlreich diejenigen, welche irre gehen, von Ewigkeit in Ewigkeit und bis auf diesen Tag. 13. Denn nicht geboren wurden die Menschen dazu, so mit Feder und mit Dinte zu bekräftigen ihre Treue. 14. Denn sie wurden nur geschaffen, gleich Engeln gerecht und rein zu bleiben. 15. Und der Tod, welcher Alles zerstört, würde nicht getroffen haben diejenigen, 16. welche durch diese ihre Kenntnis untergehen; und deshalb verzehrt mich die Macht. 17. Und des fünften Name ist Kasedjâe. Dieser zeigte den Menschenkindern alle bösen Schläge der Geister und der Dämonen, 18. und die Schläge des Embryo im Mutterschoß, um zu zermalmen, und die Schläge des Geistes, die Bisse der Schlange, und den Schlag, welcher ist am Mittage, die Brut der Schlange, deren Name ist Tabâet. 19. Und dies ist die Zahl des Kesbeêl, die Summe des Schwurs, welche er zeigte den Heiligen, als er wohnte oben in Herrlichkeit, 20. und sein Name ist Bekâ. Und dieser sprach zum heiligen Michael, ihnen zu zeigen den geheimen Namen, damit sie sähen jenen geheimen Namen, und damit sie sich erinnerten des Schwurs, damit erzittern möchten vor diesem Namen und Schwur diejenigen, welche anzeigten den Menschenkindern jegliches Geheimnis. 21. Und dies ist die Kraft jenes Schwures, denn mächtig ist er und stark. 22. Und er legte diesen Schwur Akâe in die Hand des heiligen Michael. 23. Und dies sind die Geheimnisse dieses Schwurs, und sie wurden bekräftigt durch seinen Schwur. 24. Und der Himmel wurde aufgehängt, bevor die Welt geschaffen wurde, und bis in Ewigkeit. 25. Und durch ihn schwebt die Erde über dem Wasser, und aus dem Verborgenen der Berge kommen den Lebenden die schönen Wasser, von der Schöpfung der Welt und bis in Ewigkeit. 26. Und durch diesen Schwur wurde geschaffen das Meer und sein Grund. 27. Zur Zeit der Wut legte es jenen Sand, und nicht änderte es sich von der Schöpfung der Welt und bis in Ewigkeit, und durch diesen Schwur sind die Abgründe befestigt und stehen, und nicht bewegen sie sich von ihrer Stelle in Ewigkeit und bis in Ewigkeit. 28. Und durch diesen Schwur vollbringen Sonne und Mond ihren Lauf und weichen nicht von ihrem Befehl, von Ewigkeit und bis in Ewigkeit. 29. Und durch diesen Schwur vollbringen die Sterne ihren Lauf. 30. Und ihre Namen ruft er und sie antworten ihm von Ewigkeit und bis in Ewigkeit. 31. Und so (sind) den Wassern ihre Winde, und den Winden und zwar ihnen allen Geister, und ihre Wege wegen jeder Vereinigung der Geister. 32. Und dort werden erhalten die Behältnisse der Stimme des Donners und der Glanz des Blitzes. 33. Und dort werden erhalten die Behältnisse des Hagels und des Reifes, die Behältnisse des Schnees, und die Behältnisse des Regens und des Taues. 34. Und alle diese werden bekennen und loben vor dem Herrn der Geister. 35. Und sie werden rühmen mit aller ihrer Kraft des Dankes, und er nährte sie in allem diesem Danke, und sie werden loben und rühmen und erheben im Namen des Herrn der Geister in Ewigkeit zu Ewigkeit. 36. Und über sie bestätigt er diesen Schwur, und sie werden erhalten durch ihn und ihre Wege werden erhalten, und ihr Lauf läßt nicht nach. 37. Und ihnen wurde große Freude. 38. Und sie priesen, und rühmten, und erhoben, weil ihnen offenbart wurde der Name jenes Menschensohnes. 39. Und er saß auf dem Throne seiner Herrlichkeit, und der Hauptteil des Gerichts wurde gegeben ihm, dem Menschensohn. Und er läßt verschwinden und untergehen die Sünder von der Oberfläche der Erde, und diejenigen, welche sie verführten, werden in Ewigkeit mit Ketten gebunden werden. 40. Und nach ihrer Stufe der Verdorbenheit werden sie eingekerkert werden, und alle ihre Werke sollen verschwinden von der Oberfläche der Erde, und fortan wird nicht dasein ein Verführer; denn jener Mannessohn wurde gesehen und saß auf dem Thron seiner Herrlichkeit. 41. Und alles Böse wird aus seinem Antlitz verschwinden und weichen, und das Wort dieses Mannessohnes wird bestätigt werden vor dem Herrn der Geister. 42. Dies ist die dritte Parabel Henochs.

Kap. 69, Sect. XII

1. Und es geschah hierauf, daß erhoben wurde der lebendige Name bei diesem Menschensohn, bei dem Herrn der Geister, von denen, welche auf der Erde wohnen. 2. Und er wurde erhoben in die Wagen des Geistes, und es ging aus sein Name in ihrer Mitte. 3. Und von diesem Tage an wurde ich nicht gezogen in ihre Mitte, sondern er setzte mich zwischen zwei Geister, zwischen Mitternacht und Abend, wo die Engel nahmen die Schnüre, um mir zu messen einen Ort für die Auserwählten und für die Gerechten. 4. Da sah ich die ersten Väter und die Gerechten, welche von Ewigkeit her an jenem Orte wohnen.

Kap. 70

1. Und es geschah hierauf, daß verborgen wurde mein Geist und aufstieg in die Himmel. Ich sah die Söhne der Engel treten auf Feuerflammen, ihre Kleider und ihr Gewand waren weiß, und glänzend ihr Antlitz wie Kristall. 2. Und ich sah zwei Ströme von Feuer, und der Glanz dieses Feuers glänzte wie der Hyazinth. 3. Und ich fiel auf mein Antlitz vor dem Herrn der Geister. 4. Und der Engel Michael, einer von den Häuptern der Engel, nahm mich bei meiner rechten Hand, und hob mich auf und führte mich hin zu allen Geheimnissen der Gnade und den Geheimnissen der Gerechtigkeit. 5. Und er zeigte mir alle Geheimnisse der Enden des Himmels, und alle Behältnisse der Sterne, und aller Strahlen, von wo sie ausgehen zu dem Antlitz der Heiligen. 6. Und er verbarg den Geist Henochs in dem Himmel der Himmel. 7. Und ich sah dort in der Mitte jenes Glanzes, daß darin Etwas, was erbaut war aus Steinen von Glas, 8. inmitten dieser Steine Zungen von lebendigem Feuer. Und es sah mein Geist eine Umschließung, welche umschloß dieses Haus des Feuers von seinen vier Enden, darin Ströme angefüllt mit lebendigen Feuer, und sie umschlossen dieses Haus. 9. Und es umgaben die Seraphs, die Cherubs und die Ophanin; dies sind diejenigen, welche nicht schlafen, und bewahren den Thron seiner Herrlichkeit. 10. Und ich sah unzählige Engel, Tausende, Tausende von Tausenden, und Myriaden von Myriaden, und sie umgaben jenes Haus. 11. Michael und Raphael und Gabriel und Phenuel und die heiligen Engel, welche in den Himmeln oben, gingen ein und aus in dieses Haus. Und es gingen heraus aus diesem seinem Hause Michael und Gabriel, Raphael und Phenuel, und viele heilige Engel, welche ohne Zahl, 12. und mit ihnen das Haupt der Tage, und sein Haupt (war) wie Wolle weiß und rein, und sein Kleid, daß es nicht zu beschreiben. 13. Und ich fiel auf mein Antlitz, und alle mein Fleisch löste sich und mein Geist wurde verwandelt. 14. Und ich rief aus mit der Stimme, mit dem Geiste der Kraft, und ich pries, rühmte und erhob. 15. Und diese Lobpreisungen, welche gingen aus meinem Munde, waren wohlgefällig vor jenem Haupte der Tage. 16. Und es kam jenes Haupt der Tage mit Michael und Gabriel, Raphael und Phenuel, und den Tausenden von Tausenden, und den Myriaden von Myriaden, Engeln, welche ohne Zahl. 17. Und es kam zu mir jener Engel, und mit seiner Stimme begrüßte er mich und sagte zu mir: "Du bist der Mannessohn, der du geboren bist zur Gerechtigkeit, und Gerechtigkeit ist über dir geblieben. 18. Und die Gerechtigkeit des Hauptes der Tage wird dich nicht verlassen." 19. Und er sagte zu mir: "Er wird dir zurufen Frieden durch seinen Namen für die Welt, die ist; denn von dort ist ausgegangen Friede seit der Schöpfung der Welt. 20. Und so wird er sein dir in Ewigkeit zu Ewigkeit. 21. Und alle, welche sein werden und wandeln werden auf deinem Wege der Gerechtigkeit, werden dich nicht verlassen in Ewigkeit. 22. Und bei dir wird sein ihre Wohnung, und bei dir ihr Teil, und von dir werden sie nicht getrennt werden in Ewigkeit zu Ewigkeit. 23. Und so wird sein Länge der Tage mit jenem Menschensohn. 24. Und Friede wird sein den Gerechten [und sein gerader Weg den Rechtschaffenen] in dem Namen des Herrn der Geister in Ewigkeit zu Ewigkeit.

Kap. 71, Sect. XIII

1. Das Buch des Umlaufs der Lichter des Himmels, eines nach dem andern, wie sie sind, je nach ihren besonderen Abteilungen, einzeln je nach ihrer besonderen Macht, je nach ihrer besonderen Zeit, einzeln nach ihrem besonderen Namen, und nach den Orten ihres Aufgangs, und je nach ihren besonderen Monaten, welche mir zeigte Uriel, der heilige Engel, welcher bei mir war und ihr Führer ist. Und ihr ganzes Verzeichnis, wie es ist, zeigte er mir, und wie jedes Jahr der Welt und bis in Ewigkeit, bis wird gemacht werden ein neues Werk, welches bleiben wird bis in Ewigkeit. 2. Und die ist das erste Gesetz der Lichter. Die Sonne, das Licht kommen durch die Tore des Himmels, welche gegen Morgen, und ihr Untergang ihr Untergang ist in der Toren des Himmels, welche gegen Abend. 3. Ich sah sechs Tore, aus welchen hervorgeht die Sonne, und sechs Tore, wo untergeht die Sonne, 4. - und der Mond geht in diesen Toren auch auf und unter, - und die Führer der Sterne mit denjenigen, welche sie führen, sechs im Morgen und sechs in dem Untergange der Sonne. 5. Und sie alle, eines hinter dem anderen, sind gerade, und viele Fenster zur Rechten und zur Linken dieser Tore. 6. Und zuerst geht hervor das große Licht, dessen Name Sonne, und seine Kugel ist wie die Kugel des Himmels, und ganz ist es angefüllt mit Feuer, welches glänzt und brennt. 7. Den Wagen, worin es aufsteigt, weht der Wind fort. 8. Und untergeht die Sonne vom Himmel, und wendet sich gegen Mitternacht, um nach Morgen zu gehen, und sie wird so geführt, daß sie kommt zu jenem Tore und leuchtet an der Oberfläche des Himmels. 9. So geht sie hervor in dem ersten Monate in dem großen Tore. 10. Und sie geht hervor durch dieses vierte jener sechs Tore, welche gegen Aufgang der Sonne sind. 11. Und in diesem vierten Tore, aus welchem hervorgeht die Sonne in dem ersten Monate, in ihm sind zwölf offene Fenster, aus welchen hervorgeht eine Flamme, wenn sie geöffnet werden zu ihrer Zeit. 12. Wenn die Sonne aufgeht, so geht sie aus dem Himmel hervor durch dieses vierte Tor 30 Tage, und durch das vierte Tor, welches gegen Abend des Himmels, geht sie gerade herab. 13. Und in jenen Tagen verlängert sich der Tag von dem Tage an, und verkürzt sich die Nacht von der Nacht an 30 Morgen lang. Und an jenem Tage ist länger der Tag um zwei als die Nacht. 14. Und es ist der Tag genau zehn Teile und es ist die Nacht acht Teile. 15. Und es geht hervor die Sonne aus diesem vierten Tore und geht unter im vierten, und wendet sich zu dem fünften Tore, welches in Morgen, während 30 Morgen, und sie geht hervor aus ihm und geht unter in dem fünften Tore. 16. Alsdann wird länger der Tag um einen zweiten Teil, und es wird der Tag elf Teile; und es wird kürzer die Nacht und wird sieben Teile. 17. Und die Sonne wendet sich nach Morgen, und kommt zum sechsten Tore, und sie geht auf und geht unter in dem sechsten Tore 31 Morgen, wegen ihres Zeichens. 18. Und an jenem Tage wird länger der Tag als die Nacht; und es wird der Tag das Doppelte der Nacht, und es wird der Tag zwölf Teile. 19. Und es wird kürzer die Nacht und wird sechs Teile. Und es erhebt sich die Sonne, damit kürzer werde der Tag und sich verlängere die Nacht. 20. Und es wendet sich die Sonne nach Morgen und sie kommt zum sechsten Tore, und hervor geht die Sonne daraus und geht unter 30 Morgen. 21. Und wenn vollendet sind 30 Morgen, wird verringert der Tag um einen Teil, und es wird der Tag elf Teile und die Nacht sieben Teile. 22. Und es geht hervor die Sonne von Abend aus jenem sechsten Tore und geht nach Morgen, und geht auf in dem fünften Tore 30 Morgen , und geht unter wiederum in Abend in dem fünften Tore, welches in Abend. 23. An diesem Tage wird verringert der Tag um zwei Teile, und es wird der Tag zehn Teile und die Nacht acht Teile. 24. Und es geht hervor die Sonne aus jenem fünften Tore, und geht unter in dem fünften Tore, welches in Abend, und geht auf in dem vierten Tore wegen ihres Zeichens 31 Morgen lang, und geht unter in Abend. 25. An diesem Tage ist gleich geworden der Tag mit der Nacht, und sie ist gleich, und es wird die Nacht neun Teile und der Tag neun Teile. 26. Und es geht die Sonne hervor aus diesem Tore, und geht und geht unter in Abend, und wendet sich zum Morgen, und geht hervor durch das dritte Tor 30 Morgen, und geht unter in Abend in dem dritten Tore. 27. Und an diesem Tage wird länger die Nacht von dem Tage an während 30 Morgen, und kürzer wird der Tag von dem Tage an während 30 Tagen, und es wird die Nacht genau zehn Teile und der Tag acht Teile. 28. Und es geht die Sonne hervor aus jenem dritten Tore, und geht unter in dem dritten Tore in Abend, und wendet sich gegen Aufgang, und es geht hervor die Sonne durch das zweite Tor des Aufgangs 30 Morgen. 29. Und so geht sie unter in dem zweiten Tore im Abend des Himmels. 30. Und an jenem Tage wird die Nacht elf Teile und der Tag sieben Teile. 31. Und es geht hervor die Sonne an jenem Tage aus dem zweiten Tore, und geht unter in Abend in dem zweiten Tore, und wendet sich gegen Aufgang in das erste Tor 31 Morgen, 32. und geht unter in Abend in dem ersten Tore. 33. Und an jenem Tage verlängert sich die Nacht und wird das Doppelte des Tages. 34. Und es wird die Nacht genau zwölf Teile und der Tag sechs Teile. 35. Und es erreichte die Sonne ihre Höhen, und ein zweites Mal macht sie ihren Umlauf über diese ihre Höhen. 36. Und sie kommt in jenes Tor 30 Morgen, und in Abend ihm gegenüber geht sie unter. 37. Und an jenem Tage wird kürzer die Nacht von ihrer Länge um eine Hand [das ist um einen Teil], und sie wird elf Teile, 38. und der Tag sieben Teile. 39. Und es wendet sich die Sonne und kommt zu dem zweiten Tore, welches in Aufgang. 40. Und sie wendet sich über diese ihre Höhen 30 Morgen, geht auf und geht unter. 41. Und an diesem Tage wird kürzer die Nacht von ihrer Länge, und es wird die Nacht zehn Teile und der Tag acht Teile. Und an diesem Tage geht hervor die Sonne aus jenem zweiten Tore, und geht unter in Abend; und sie wendet sich gegen Aufgang, und geht auf [in Morgen] in dem dritten Tore 31 Morgen, und geht unter in dem Abend des Himmels. 42. Und an diesem Tage wird verringert die Nacht, und sie wird neun Teile und der Tag wird neun Teile. Und gleich wird die Nacht mit dem Tage. Und es wird das Jahr genau 364 Tage. 43. Und die Länge des Tages und der Nacht, und die Kürze des Tages und der Nacht werden durch diesen Lauf der Sonne verschieden. 44. Wegen dieses ihres Laufes wird verlängert der Tag von dem Tage an, und die Nacht von der Nacht an genähert. 45. Und dies ist das Gesetz und der Lauf der Sonne und ihre Wende. Wenn sie sich wendet, so wendet sie sich dahin, wo 60, und geht hervor. Dies ist das große Licht, welches in Ewigkeit, welches man nennt Sonne in Ewigkeit zu Ewigkeit. 46. Und die ist das, was hervorgeht, ein großes Licht, welches man nennt nach seiner Erscheinung, wie befohlen hat der Herr. 47. Und so geht sie aus und ein, und wird nicht verringert, und ruht nicht, sondern läuft Tag und Nacht in ihrem Wagen, und ihr Licht erleuchtet sieben Teile von dem Monde, und die Größen Beider sind ein Paar.

Kap. 72, Sect. XIV

1. Und nach diesem Gesetz sah ich ein anderes Gesetz eines kleinen Lichtes, dessen Name Mond, und seine Kugel wie die Kugel des Himmels. 2. Und seinen Wagen, worin es aufsteigt, weht der Wind fort, und nach Maß wird ihm gegeben Licht. 3. Und in jedem Monate wird sein Aufgang und sein Untergang verändert, und seine Tage sind wie die Tage der Sonne. Und wenn gleich geworden ist sein Licht, so ist sein Licht sieben Teile von dem Licht der Sonne. 4. Und so geht es auf, und sein Anfang ist gegen Morgen. 5. Und an jenem Tage wird es gesehen, und es wird für euch der Anfang des Mondes 30 Morgen mit der Sonne in dem Tore, aus welchem hervorgeht die Sonne. 6. Und seine entfernte Hälfte ist sieben Teile und einer; und seine ganze Kugel ist leer, daß darin kein Licht - außer seinem siebten Teile - von den 14 Teilen seines Lichtes. Und an einem Tage empfängt er einen siebten Teil; und die Hälfte seines Lichtes wird sein Licht; in den sieben und den sieben Teilen ist einer; seine Hälfte geht unter mit der Sonne. 7. Und wenn aufgeht die Sonne [so ist in jedem der einzelnen sieben Teile vollständig seine ganze Finsternis, und in jedem der einzelnen sieben Teile ist vollständig sein ganzes Licht, im Aufgange und im Untergange], aufgeht der Mond mit ihr, und nimmt an die Hälfte eines Teiles des Lichtes. 8. Und in jener Nacht, in dem Anfange seines Morgens, vor dem Tage des Mondes, geht der Mond unter mit der Sonne. 9. Und er ist dunkel in jener Nacht in den sieben und den sieben Teilen und eines halben, und er geht auf an jenem Tage genau einen siebten Teil, und geht hervor und weicht ab von dem Aufgange der Sonne. 10. Und er macht leuchtend in seinen übrigen Tagen die sieben und die sieben Teile.

Kap. 73

1. Und einen anderen Lauf und Gesetz sah ich für ihn, welches in jenem Gesetze machte der Lauf der Monate. Und alles zeigte mir Uriel, der heilige Engel, welcher ist der Führer von ihnen allen. 2. Und ihren Stand schrieb ich auf, so wie er ihn mir zeigte. 3. Und ich schrieb auf ihre Monate, so wie sie sind, und das Aussehen ihres Lichtes, bis erfüllt sind 15 Tage. 4. In einem jeden der einzelnen sieben Teile macht er voll sein ganzes Licht im Aufgange, und in jedem der einzelnen sieben Teile macht er voll seine ganze Finsternis im Untergange. 5. Und in bestimmten Monaten geht sein Lauf einzeln, und in zwei geht der Mond unter mit der Sonne in den zwei Toren, welche in der Mitte sind, in dem dritten und in dem vierten Tore. Er geht hervor sieben Tage und macht seinen Kreislauf, 6. und wendet sich wiederum zu dem Tore, woraus hervorgeht die Sonne, und in diesem macht er voll sein ganzes Licht. Und er weicht ab von der Sonne, und kommt acht Tage in das sechste Tor, aus welchem hervorgeht die Sonne. 7. Und wenn hervorgeht die Sonne aus dem vierten Tore, geht er hervor sieben Tage, bis sie hervorgeht aus dem fünften. 8. Und wiederum wendet er sich sieben Tage zu dem vierten Tore, und er macht voll sein ganzes Licht, und er weicht ab, und kommt durch das erste Tor acht Tage. 9. Und wiederum wendet er sich sieben Tage zu dem vierten Tore, aus welchem hervorgeht die Sonne. 10. So sah ich ihren Stand, so wie nach der Ordnung ihrer Monate aufgeht und untergeht die Sonne. 11. Und zu diesen Tagen werden hinzugefügt in fünf Jahren 30 Tage und kommen der Sonne zu. Und alle die Tage, welche einem Jahre von diesen fünf Jahren zukommen, betragen 364 Tage, und es kommen ihr von den Sternen sechs Tage zu von den fünf Jahren, je sechs, es kommen ihnen zu 30 Tage, 12. und geringer als die Sonne und die Sterne ist der Mond um 30 Tage. 13. Und der Mond läßt kommen die Jahre genau, sie alle, daß ihr Stand in Ewigkeit weder zuvor eile, noch verziehe um einen Tag, sondern wechseln lasse das Jahr richtig, genau in je 364 Tagen. Drei Jahre haben die Tage 1092, und fünf Jahre 1820 Tage, so wie sind acht Jahren 2912 Tage. 14. Dem Monde allein kommen zu an Tagen für drei Jahre1062 Tage, und in fünf Jahren ist er geringer um 50 Tage [denn an seinem Ausgange werden unter 1000 hinzugefügt 62 Tage], und es sind fünf Jahre 1770 Tage, wie dem Monde für acht Jahre an Tagen 2832 Tage. 15. Denn es sind geringer für acht Jahre seine Tage um 80, und alle Tage, welche er geringer ist von acht Jahren, sind 80 Tage. 16. Und es erfüllt sich das Jahr richtig, je nach ihrem Imstande und dem Imstande der Sonne, welche aufgehen aus den Toren, welche aus ihnen aufgeht und untergeht der Tage 30.

Kap. 74

1. Und Führer der Häupter der Tausende (sind) diejenigen, welche über der ganzen Schöpfung und über allen Sternen, und mit den Vieren (sind), welche hinzugefügt werden, und welche nicht getrennt werden von ihrer Stelle, nach der ganzen Berechnung des Jahres. 2. Und diese bedürfen der vier Tage, welche nicht berechnet sind in der Berechnung des Jahres. 3. Und ihretwegen, über sie, irren die Menschen sehr; denn diese Lichter bedürfen in Wahrheit eine Stelle des Weltlaufes, eine in dem ersten Tore, und eine in dem dritten Tore, und eine in dem vierten, und eine in dem sechsten Tore. 4. Und es wird vollendet die Genauigkeit des Weltlaufes bei jeder 364ten Stelle des Weltlaufes. Denn die Zeichen 5. und die Zeiten, 6. und die Jahre, 7. und die Tage zeigte mir Uriel, der Engel, welchen setzte der Herr der Herrlichkeit, der in Ewigkeit ist, über alle Lichter des Himmels 8. am Himmel und in der Welt, daß sie regierten an der Oberfläche des Himmels, und erschienen über der Erde, und würden 9. zu Führern des Tages und der Nacht: die Sonne, und den Mond, und die Sterne, und alle Diener des Himmels, welche ihren Umlauf machen mit allen Wagen des Himmels. 10. So zeigte zwölf offene Tore Uriel mir für das Umkreisen der Wagen der Sonne am Himmel, aus welchen hervorgehen die Füße der Sonne. 11. Und von ihnen geht aus Wärme auf die Erde, wenn sie geöffnet werden in den Zeiten, welche ihnen bestimmt sind, und für die Winde, und für den Geist des Taues, wenn geöffnet werden in den Zeiten die Öffnungen an den Himmeln über den Enden. 12. Zwölf Tore sah ich am Himmel an den Enden der Erde, aus welchen hervorgehen Sonne, und Mond, und Sterne, und alle Werke des Himmels vom Aufgange und vom Untergange. 13. Und viele Fenster sind geöffnet auf ihrer rechten und auf ihrer linken Seite. 14. Und eines der Fenster macht zu seiner Zeit heiß die Hitze, wie jene Tore, aus welchen hervorgehen die Sterne nach ihrem Gesetze, und in welchen sie untergehen nach ihrer Zahl. 15. Und ich sah die Wagen am Himmel laufen in die Welt oberhalb und unterhalb jener Tore, in welchen sich wenden die Sterne, welche nicht untergehen. Und einer ist größer, als sie alle, und dieser geht um die ganze Welt.

Kap. 75, Sect. XV

1. Und an den Enden der Erde sah ich zwölf Tore geöffnet für alle Winde, aus welchen hervorgehen die Winde und wehen über die Erde. 2. Drei von ihnen sind geöffnet im Antlitz des Himmels, und drei im Untergang, und drei zur Rechten des Himmels, und drei zur Linken. Und die drei ersten sind diejenigen, welche gegen Morgen, und drei gegen Mitternacht, und drei, hinter denen zur Linken, gegen Mittag, und drei gegen Abend. 3. Durch vier ihnen gehen hervor Winde des Segens und des Heils. Und aus den acht übrigen gehen hervor Winde der Züchtigung; wenn sie gesendet werden, verderben sie die ganze Erde und das Wasser, welches auf derselben, und alle, welche wohnen auf ihr, und alles, was im Wasser ist und auf der Erde.

Fig. A

4. Und es geht hervor der erste Wind aus jenem der Tore, dessen Name morgendliches ist, durch das erste Tor gegen Morgen, welches sich gegen Mittag neigt. Es gehen hervor aus ihm Vernichtung, Dürre und Hitze und Verderben. 5. Und durch das zweite Tor, das mittlere, geht hervor Klarheit; und es gehen hervor aus ihm Regen, und Fruchtbarkeit, und Heil, und Tau. Und durch das dritte Tor, welches gegen Mitternacht, geht hervor Kälte und Dürre. 6. Und nach diesen die Winde in der Richtung des Mittags gehen hervor durch drei erste Tore; durch das erste Tor von denselben, welches sich neigt gegen Aufgang, geht hervor Wind der Hitze. 7. Und durch das Tor, bei welchem die Mitte, aus ihm geht hervor angenehmer Geruch, und Tau, und Regen, und Heil, und Leben. 8. Und durch das dritte Tor, welches gegen Untergang, von ihm geht hervor Tau, und Regen, und Heuschrecken, und Vernichtung. 9. Und nach diesen die Winde, welche gegen Mitternacht [deren Name Meer], aus [Toren]. Das siebte Tor, welches nach dem zu, welches sich gegen Mittag neigt; aus diesem geht hervor Tau und Regen, Heuschrecken und Vernichtung. Und aus dem mittleren, geraden Tore, aus ihm geht hervor Regen, und Tau, und Leben, und Heil. Und durch das dritte Tor, welches gegen Untergang, welches sich neigt gegen Mitternacht, und aus ihm gehen hervor Nebel, und Reif, und Schnee, und Regen, und Tau, und Heuschrecken. 10. Und nach diesen viertens die Winde, welche gegen Abend. Durch das erste Tor, welches sich neigt gegen Mitternacht, und von ihm geht hervor Tau, und Regen, und Reif, und Kälte, und Schnee, und Kühlung; und aus dem mittleren Tore geht hervor Tau und Regen, Heil und Segen. 11. Und durch das letzte Tor, welches gegen Mittag, aus ihm geht hervor Dürre, Vernichtung, Glut und Verderben. 12. Und zu Ende sind die zwölf Tore, welche den vier Toren des Himmels. 13. Und alle ihre Gesetze, alle ihre Züchtigung und ihr Heil habe ich dir gezeigt, mein Sohn Methusalah!

Kap. 76

1. Sie nennen ihn den ersten Wind den morgendlichen, weil er der erste ist. 2. Und sie nennen den zweiten den Süd, weil der Erhabene dort herabsteigt, und vorzüglich dort herabsteigt der Gepriesene in Ewigkeit. 3. Und der Wind, welcher von Abend, sein Name ist Mangel, weil dort sich verringern alle Lichter des Himmels und herabsteigen.

Fig. B

4. Und der vierte Wind, dessen Name Nord, ist in drei Teile geteilt; einer von ihnen ist für die Wohnung des Menschen; und der andere für die Meere des Wassers, und in den Tälern und im Walde, und in den Flüssen, und im Dunkel und im Schnee; und der dritte Teil im Garten der Gerechtigkeit. 5. Sieben hohe Berge sah ich, welche höher als alle Berge, die auf der Erde; und von ihnen geht hervor Reif, und es gehen dahin und vergehen Tage und Zeiten und Jahre. 6. Sieben Flüsse auf Erden sah ich, größer als alle Flüsse; einer von ihnen kommt von Abend, in das große Meer ergießt sich sein Wasser. 7. Und andere zwei kommen von Mitternacht zu dem Meere, und es ergießt sich ihr Wasser in das Erythräische Meer in Aufgang. Und die, welche übrig bleiben, vier, gehen hervor durch die Höhle von Mitternacht zu ihrem Meere, dem erythräischen Meere, und zwei ergießen sich in das große Meer, und sie sagen, dort ist Wüste. 8. Sieben große Inseln sah ich in dem Meere und auf der Erde; zwei auf der Erde und fünf in dem großen Meere.

Kap. 77

1. Die Namen der Sonne sind so: einer Orjârês und ihr zweiter Tomâs'sa. 2. Und der Mond hat vier Namen; sein erster Name ist Aënjâ, und der zweite Eblâ; der dritte Bënâsê, und der vierte Erâë. 3. Dies sind die zwei großen Lichter, deren Kugeln wie die Kugel des Himmels, und die Größen von ihnen sind beide gleich. 4. In der Kugel der Sonne (sind) sieben Teile des Lichtes, welches gegeben wird in sie von dem Monde. Und nach Maß dringt es ein, bis ausgegangen ist ein siebter Teil der Sonne. Und sie gehen unter und kommen in die Tore des Abends, und gehen herum durch Mitternacht und durch die Tore des Aufganges gehen sie hervor über die Oberfläche des Himmels. 5. Und wenn sich erhebt der Mond, so erscheint er am Himmel, und die Hälfte eines siebten Teils des Lichtes ist in ihm. 6. Und in 14 wird voll sein ganzes Licht. 7. Und drei Fünftel des Lichts dringen ein in ihn, bis in 15 voll ist sein Licht nach dem Zeichen des Jahres, und er wird drei Fünftel. 8. Und es wird der Mond durch die Hälfte eines siebten Teiles. 9. Und bei seinem Abnehmen an dem ersten Tage verringert sich um den 14ten Teil sein Licht, und an dem zweiten verringert es sich um den13ten Teil, und am dritten verringert es sich um den zwölften Teil, und an dem vierten verringert es sich um den elften Teil, und an dem fünften verringert es sich um den zehnten Teil, und an dem sechsten verringert es sich um den neunten Teil, und an dem siebten verringert es sich um den achten Teil, und an dem achten verringert es sich um den siebten Teil, und an dem neunten verringert es sich um den sechsten Teil, und an dem zehnten verringert es sich um den fünften Teil, und an dem elften verringert es sich um den vierten, und an dem zwölften verringert es sich [um den dritten Teil, und an dem 13ten Tage verringert es sich] um den zweiten Teil, und an dem 14ten verringert es sich um die Hälfte eines siebten Teiles, und sein ganzes Licht an dem 15ten Tage ist zu Ende, was übrig war von allem. 10.Und in bestimmten Monaten werden 29 Tage dem Monde. 11. Und in ihm ist eine Zeit, wo 28. 12. Und eine andere Anordnung zeigte mir Uriel, wenn Licht gebracht wird in den Mond, und woher es gebracht wird aus der Sonne. 13. Die ganze Zeit, welche der Mond fortschreitet in seinem Lichte, tritt er vor die Sonne, bis in 14 Tagen voll wird sein Licht am Himmel. 14. Und wenn zu Ende ist alles, so hört auf sein Licht am Himmel, und der erste Tag wird Neumond genannt; denn an diesem Tage wird gebracht über ihn Licht. 15. Und er wird voll genau an dem Tage, wo herabsteigt die Sonne in den Abend, und von Aufgang her er aufsteigt in der Nacht, 16. und es leuchtet der Mond in der ganzen Nacht, bis die Sonne aufgeht vor ihm, und es wird gesehen der Mond vor der Sonne. 17. Und wo kommt Licht zu dem Monde, von da verringert es sich wiederum, bis verschwunden ist sein ganzes Licht und vergehen die Tage des Mondes, 18. und es bleibt seine Kugel leer, ohne Licht. 19. Und drei Monate macht er zu 30 Tagen in seiner Zeit, und drei Monate macht er, jeden einzelnen zu 29 Tagen, in welchen er macht seine Verringerung, in seiner ersten Zeit und in dem ersten Tore, in 177 Tagen. 20. Und zu der Zeit seines Ausganges erscheint er drei Monate je in [30 Tagen, und drei Monate erscheint er je in] 29 Tagen. 21. In der Nacht erscheint er je in 20, wie ein Mann, und am Tage wie Himmel; denn etwas anderes ist nicht in ihm außer sein Licht.

Kap. 78

1. Und nun, mein Sohn Methusalah, habe ich dir gezeigt alles, und vollendet ist die ganze Ordnung der Sterne des Himmels. 2. Und er zeigte mir alle ihre Ordnungen, welche an allen Tagen und in jeder Zeit, welche unter jeder Macht, und in jedem Jahre, und zwar in seinem Ausgange und in seinem Gesetz, in jedem Monate und in allen Wochen, und die Verringerung des Mondes, welche bewirkt wird im sechsten Tore - denn in diesem sechsten Tore geht zu Ende sein Licht, 3. und von ihm ist der Anfang des Mondes - und seine Verringerung, welche bewirkt wird im ersten Tore in seiner Zeit, bis zu Ende sind 177 Tage, nach der Ordnung von Wochen 25, und 2 Tage, 4. und welcher geringer ist als die Sonne, nach der Ordnung der Sterne, genau um fünf Tage in Einer Zeit, 5. und wenn zu Ende ist jene Stelle, welche du siehst. So (ist) das Bild und die Gestalt von jedem Lichte, welches mir zeigte Uriel, der große Engel, welcher ihr Führer ist.

Kap. 79

1. Und in jenen Tagen antwortete mir Uriel und sagte zu mir: "Siehe ich habe dir gezeigt alles, o Henoch! 2. Und alles offenbarte ich dir, Du siehst jene Sonne, und jenen Mond und diejenigen, welche führen die Sterne des Himmels, und alle die, welche verursachen ihre Wirkung und ihre Zeiten und ihren Ausgang. 3. Und in den Tagen der Sünder werden die Winter verkürzt werden, 4. und ihr Same wird nicht sein lässig in ihrer Erde und auf ihren Triften, und jedes Werk, was auf der Erde, wird umgekehrt und nicht gesehen werden zu seiner Zeit, und der Regen wird zurückgehalten werden und der Himmel still stehen. 5. Und in jenen Zeiten wird die Frucht der Erde lässig sein, und nicht sprossen in ihrer Zeit, und die Frucht des Baumes wird zurückgehalten werden in ihrer Zeit. 6. Und der Mond wird verändern seine Ordnung, und nicht gesehen werden zu seiner Zeit. Und in jenen Tagen wird gesehen werden der Himmel, und Unfruchtbarkeit wird statt finden in den Grenzen der großen Wagen in Abend, und er wird leuchten mehr als die Ordnung des Lichtes, und es werden irren viele Häupter der Sterne der Macht, und diese werden umkehren ihre Wege und Werke. 7. Und es werden nicht erscheinen zu ihrer Zeit diejenigen, welche ihnen befehlen, und alle Ordnungen der Sterne werden verschlossen werden über den Sündern. 8. Und die Gedanken derjenigen, welche wohnen auf Erden, werden irren über sie, und sie werden abgewendet werden von allen ihren Wegen, 9. und sie werden irren und sie halten für Götter, und es wird groß werden über ihnen das Elend. 10. Und Strafe wird kommen über sie, auf daß er sie vernichte, sie alle."

Kap.80

1. Und er sagte zu mir: "O Henoch, betrachte das Buch, welches herabtröpfelte der Himmel, und lies das, was geschrieben ist darin, und vernimm jedes Einzelne." 2. Und ich betrachtete alles in dem Getröpfel des Himmels, und las alles, was geschrieben war, und vernahm alles, und las das Buch, und alles was geschrieben war darin, und alle Werke des Menschenkinder 3. und aller Kinder des Fleisches, welche auf der Erde, bis zur Wiedergeburt der Welt. 4. Hierauf sogleich pries ich den Herrn, den König der Herrlichkeit, wie er gemacht hat das ganze Werk der Welt. 5. Und ich rühmte den Herrn wegen seiner Geduld und seines Segens über die Kinder der Welt. 6. Und zu der Zeit sprach ich: "Gesegnet ist der Mann, welcher stirbt gerecht und gut, und über welchen ein Verzeichnis von Unrecht gar nicht geschrieben, und an welchem nicht gefunden worden ist Verbrechen!" 7. Und jene 3 Heilige brachten mich nahe, und setzten mich auf die Erde vor die Tür meines Hauses. 8. Und sie sagten zu mir: "Zeige alles dem Methusalah, deinem Sohn, und zeige alles deinen Kindern, daß nicht gerechtfertigt werden wird alles, was Fleisch ist, vor dem Herrn; denn er ist ihr Schöpfer. 9. Ein Jahr werden wir dich lassen bei deinen Kindern, bis du wieder kräftig bist, auf daß du belehrst deine Kinder, und schreibst für sie, und verkündigst allen deinen Kindern. Und in dem anderen Jahre werden sie dich nehmen aus ihrer Mitte, und sich stärken wird dein Herz. Denn die Guten werden den Guten bekannt machen die Gerechtigkeit, der Gerechte wird mit dem Gerechten sich freuen, und sie werden bekennen unter einander, und der Sünder wird mit dem Sünder sterben, 10. und der Verkehrte wird mit dem Verkehrten ersäuft werden. 11. Und diejenigen, welche gerecht handeln, werden sterben wegen der Werke der Menschen, und werden versammelt werden wegen der Werke der Gottlosen." 12. Und in jenen Tagen hörten sie auf, sich zu unterreden mit mir, 13. und ich kam zu meinen Nebenmenschen, indem ich pries den Herrn der Welten.

Kap. 81

1. "Und nun, mein Sohn Methusalah, alles dieses sage ich dir, und schreibe ich für dich, und alles offenbarte ich dir, und ich gab dir die Bücher von allem diesem. 2. Bewahre, mein Sohn Methusalah, die Bücher von der Hand deines Vaters, und daß du sie gebest den Geschlechtern der Welt. 3. Weisheit habe ich gegeben dir und deinen Kindern, und denen, welche dir sein werden als Kinder, damit sei ihren Kindern, und auf Geschlecht zu Geschlecht bis in Ewigkeit, diese Weisheit über ihre Gedanken. Und nicht schlafen werden diejenigen, welche sie verstehen, und hören mit ihrem Ohr, damit sie lernen diese Weisheit und würdig werden der Speisen, welche gut denen, die (sie) essen. 4. Gesegnet sind alle Gerechten, gesegnet alle, welche wandeln auf dem Wege der Gerechtigkeit, und an welchen nicht ist Sünde gleich den Sündern, bei der Zählung aller ihre Tage!" 5. Anlangend das Gehen der Sonne am Himmel: durch die Pforten geht sie ein und aus 30 Tage, mit den Häuptern von 1000 jener Ordnungen der Sterne, mit den vier, welche hinzugefügt werden, und trennen die vier Teile des Jahres, welche sie führen, und mit ihnen kommen vier Tage. 6. Ihretwegen irren die Menschen sehr, und berechnen sie nicht in der Rechnung jedes Weltlaufes; denn sie irren sehr über sie, und nicht zeigen sie die Menschen genau an. Denn sie sind in der Rechnung des Weltlaufes [des Jahres], und wahrlich sind diese eingefügt für immer, einer in dem ersten Tore, und einer in dem dritten, und einer in dem vierten, und einer in dem sechsten. 7. Und es wird vollendet das Jahr in 364. 8. Und wahrlich richtig ist die Stelle und genau die Berechnung dessen, was eingefügt ist. Denn die Lichter, und die Monate, die bestimmten Zeiten, die Jahre und die Tage zeigte mir und hauchte über mich Uriel, welchen befehligte für mich der Herr aller Schöpfung der Welt nach der Macht des Himmels und der Herrschaft in ihm über Tag und über Nacht, zu zeigen das Licht über den Menschen, die Sonne, den Mond und die Sterne und alle Mächte des Himmels, welche sich umdrehen mit ihren Kugeln. 9. Und dies sind die Ordnungen der Sterne, welche untergehen in ihren Orten und in ihren Zeiten, und in ihren bestimmten Tagen, und in ihren Monaten; 10. und dies sind die Namen derjenigen, welche sie führen, derjenigen, welche wachen und kommen in ihren Zeiten, und in ihren Ordnungen und in ihren Perioden, und in ihren Monaten, und in ihren Herrschaften, und in ihren Orten: 11. Vier Führer derselben kommen zuerst, welche trennen die vier Teile des Jahres, und nach ihnen 12 Führer derjenigen Ordnungen, welche teilen die Monate und das Jahr in 364, mit den Häuptern von 1000, welche scheiden die Tage, auch die 4, welche hinzugefügt werden unter sie, deren Führer trennen die 4 Abteilungen der Jahre. 12. Und diese Häupter von 1000 sind in der Mitte der Führer, und der Führenden, - hinzugefügt wird einer nach der Stelle, - und ihre Führer trennen. Und dies sind die Namen der Führer, welche trennen die vier Abteilungen des Jahres, welche verordnet sind: Melkeêl, Helemmêlêk, 13. Mêl'êjal und Nârêl; 14. und die Namen derjenigen, welche sie führen: Adnâr'êl, Ijasusâêl und Ijelumiêl. 15. Dies sind die drei, welche folgen nach den Führern der Ordnungen, und einer folgt nach den drei Führern der Ordnungen, welche folgen nach jenen Führern der Stellen, welche trennen die vier Teile des Jahres. 16. In dem ersten des Jahres geht zuerst auf und regiert Melk'jâl, welcher auch genannt wird Tamaâ und Sonne (Zahaj), 17. und alle Tage, welche in seiner Macht, welche er regiert, sind 91 Tage. 18. Und dieses sind die Zeichen der Tage; welche gesehen werden auf Erden in den Tagen seiner Macht: Schweiß und Hitze und Sorge. Und alle Bäume bringen Frucht, das Laub geht hervor an jedem Baume, und der Honig des Weizens, und die Blume der Rose und alle Blumen blühen auf dem Felde, und die Bäume des Winters werden trocken. 19. Und diese sind die Namen der Führer, welche unter ihnen: Berk'êl, Zêlb'sâêl, und ein anderes hinzugefügtes Haupt von 1000, dessen Name Hêlojâsêf. Und zu Ende sind die Tage der Macht jenes anderen Führers, welcher nach ihnen, Helemmêlêk, welchem sie zurufen seinen Namen: glänzende Sonne (Zahaj), 20. und alle Tage seines Lichtes sind 91 Tage. 21. Und dies sind die Zeichen der Tage, welche auf der Erde: Hitze und Dürre, und die Bäume bringen hervor ihre Frucht, erhitzt und gekocht, und geben ihre Frucht, daß sie trockne. 22. Und die Herden sind folgsam und empfangen. Und sie sammeln alle Früchte der Erde, und alles, was ist auf den Äckern, und die Kelter des Weins wird gekeltert. Und dies ist in den Tagen seiner Macht. 23. Und dies sind ihre Namen und ihre Ordnungen und ihre Führer, welche unter denen, welche Häupter (sind) von Tausend: Gêdâêl und Kêêl und Hêêl. 24. Und der Name dessen, welcher hinzugefügt ist zu ihnen, des Führers von 1000, (ist) Asph'êl. 25. Und zu Ende sind die Tage seiner Macht.

Kap. 82, Sect. XVI

1. Und nun habe ich dir gezeigt, mein Sohn Methusalah, alle Gesichte, welche ich sah vor dir. Ich will erzählen. Zwei Gesichte sah ich, ehe ich nahm ein Weib, und das eine von ihnen ist nicht gleich dem anderen, 2. das erste, als ich lernte Schrift, und das andere, ehe ich nahm deine Mutter. Ich sah mächtige Gesichte, 3. und ihretwegen flehte ich zu dem Herrn. 4. Ich ruhte in dem Hause Malâleêl's, meines Großvaters; ich sah in einem Gesicht, der Himmel wurde gereinigt und hinweggenommen. 5. Und ich fiel auf die Erde; und als ich fiel auf die Erde, sah ich die Erde, daß sie verschlungen wurde in einen großen Abgrund, und Berge hingen über Bergen, 6. und Hügel sanken auf Hügel, und hohe Bäume wurden abgehauen von ihren Stämmen, und wurden hinabgeworfen, und sanken in den Abgrund. 7. Und deshalb fiel nieder das Wort in meinem Munde, und ich erhob ein Geschrei und sprach: "vernichtet ist die Erde!" Und Malaleel, mein Großvater, richtete mich auf, als ich ihm zugerufen hatte, und sprach zu mir: "Warum schreist du so mein Sohn? und warum wehklagst du so?" 8. Und ich erzählte ihm das ganze Gesicht, welches ich gesehen hatte, und er sagte zu mir: "Schweres sahst du, mein Sohn! 9. und mächtig ist das Gesicht deines Traumes von allen geheimen Sünden der Erde; und hinabgestürzt wird sie in die Abgründe und geht unter im großen Untergange. 10. Und nun, mein Sohn, erhebe dich und flehe zu dem Herrn der Herrlichkeit, - denn du bist treu, - daß übrig bleibe ein Rest auf Erden, und daß er nicht verderbe die ganze Erde. Mein Sohn, vom Himmel geschieht alles dieses auf Erden, und auf Erden wird sein ein großer Untergang." 11. Und alsdann erhob ich mich, und betete, und flehte, und mein Gebet schrieb ich auf für die Geschlechter der Welt. und alles zeigte ich dir, mein Sohn Methusalah! 12. Und als ich herausging unten, und sah den Himmel und die Sonne hervorgehen von Morgen, und den Mond herabsteigen gegen Abend, und einzelne Sterne und die ganze Erde, und alles, was er gekannt hat vom Anfange: pries ich den Herrn des Gerichts, und ihm legte ich Größe bei; denn er läßt hervorgehen die Sonne aus den Fenstern des Aufganges, und sie steigt und geht auf unter dem Antlitze des Himmels, und erhebt sich und geht den Weg, welcher ausersehen ist derselben.

Kap. 83

1. Und ich erhob meine Hände in Gerechtigkeit und pries den Heiligen und Großen. Und ich sprach mit dem Atem meines Mundes und mit der Zunge des Fleisches, welche gemacht hat Gott den Kindern des Fleisches, den Menschen, auf daß sie redeten damit - und er begabte sie mit Atem, und Zunge und Mund, auf daß sie redeten damit -: 2. "Gepriesen seist du, o Herr, König, und groß und mächtig in deiner Größe, o Herr aller Geschöpfe des Himmels, König der Könige, und Gott der ganzen Welt, und dein Reich, und dein Königtum, und deine Größe bleibt in Ewigkeit und in Ewigkeit und zu Ewigkeit, 3. und für alle Geschlechter zu Geschlecht ist deine Herrschaft, und alle Himmel sind dein Thron in Ewigkeit, und die ganze Erde der Schemel deiner Füße in Ewigkeit und in Ewigkeit und zu Ewigkeit. 4. Denn du hast gemacht, und du regierst alles, und nicht ist zu schwer dir ein Werk, auch nicht eines [auch nicht eines]. Weisheit geht nicht von dir, und wendet sich nicht von dem Sitze deines Thrones, und nicht von deinem Angesicht, und du, alles weißt und siehst und hörst du, und nichts ist, was verborgen wäre vor dir; denn alle siehst du. 5. Und nun die Engel deiner Himmel haben gesündigt, und auf dem Fleisch von Menschen wird sein dein Zorn bis zu dem Tage des großen Gerichts. 6. Und nun, o Gott, Herr und großer König, flehe ich und bitte ich, zu gewähren mir meine Bitte, daß du übrig lassest mir Nachkommenschaft auf der Erde, und nicht verderbest alles Fleisch von Menschen, 7. und nicht entblößest die Erde, und nicht Untergang sei in Ewigkeit. 8. Und nun, mein Herr, vertilge von der Erde das Fleisch, welches dich erzürnt hat, und das Fleisch der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit befestige zur Pflanze des Samens in Ewigkeit. Und verbirg nicht dein Angesicht vor dem Gebet deines Knechtes, o Herr!"


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