In Paranthese.

In Paranthese.

Es ist wieder einmal Schriftstellerwetter. Zum Malen taugt er nicht, dieser Sommer 1902. Das heißt, es geht schon stark dem Spätherbst zu.

Es gießt, und die ganze Natur macht den Eindruck einer nassen Kompresse. Dennoch finden wir es herrlich, über die Wiesen zu wandern, weich auf dem schwankenden Moos, wenn es unter den Füßen schwipp, schwapp sagt. Man geht der Nase nach, den Bach entlang, man schlürft die neblige Luft, welche anscheinend die Lungen vom Staube rein wäscht, in sich hinein. Und, denk einmal an, keine Mücken und Schnaken, man kann sich ganz ungestört seines Lebens freuen.

Und keine Vereine und dergleichen Überflüssigkeiten, erfunden von dem männlichen Teil der Bevölkerung, welcher all’ dieses als Ausrede gebraucht, um sich in Kaffeehäusern und Gasthöfen festkneipen zu können.

Jetzt werde ich die Schuhe wechseln, in die Hütte hineinschlüpfen und von mir und den Meinen schreiben! Wenn ich doch wenigstens, wie ein richtiger Schriftsteller, zusammenlügen dürfte, soviel ich Lust hätte. Aber hier bin ich beauftragt, Euch alle meine kleinen Familieninterieurs auf die Nase zu hängen. Abgesehen von der verdammten Mühe, bedenkt doch meine persönliche Schüchternheit ...


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