The Project Gutenberg eBook ofDas liebe NestThis ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.Title: Das liebe NestAuthor: Paula DehmelRelease date: October 13, 2004 [eBook #13732]Most recently updated: October 28, 2024Language: GermanCredits: Produced by David Starner, Hagen von Eitzen and the PG OnlineDistributed Proofreading Team.*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS LIEBE NEST ***
This ebook is for the use of anyone anywhere in the United States and most other parts of the world at no cost and with almost no restrictions whatsoever. You may copy it, give it away or re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included with this ebook or online atwww.gutenberg.org. If you are not located in the United States, you will have to check the laws of the country where you are located before using this eBook.
Title: Das liebe NestAuthor: Paula DehmelRelease date: October 13, 2004 [eBook #13732]Most recently updated: October 28, 2024Language: GermanCredits: Produced by David Starner, Hagen von Eitzen and the PG OnlineDistributed Proofreading Team.
Title: Das liebe Nest
Author: Paula Dehmel
Author: Paula Dehmel
Release date: October 13, 2004 [eBook #13732]Most recently updated: October 28, 2024
Language: German
Credits: Produced by David Starner, Hagen von Eitzen and the PG OnlineDistributed Proofreading Team.
*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK DAS LIEBE NEST ***
Gesammelte KindergedichtevonPaula Dehmel
Herausgegeben von Richard Dehmelmit Zeichnungen von Hans Thomabei E. A. Seemann in Leipzig1919
7Gruß an die Großen
Aus lichtem See,über Sterne und Schnee,rauschen die Schäume,lauschen die Träume,Himmel hinab, Himmel hinan,ewige Bahn.Aus Kinderland,über Acker und Sand,wachsen die Gluten,die bösen, die guten,Himmel hinab, Himmel hinan,ewige Bahn.
Aus lichtem See,über Sterne und Schnee,rauschen die Schäume,lauschen die Träume,Himmel hinab, Himmel hinan,ewige Bahn.
Aus lichtem See,
über Sterne und Schnee,
rauschen die Schäume,
lauschen die Träume,
Himmel hinab, Himmel hinan,
ewige Bahn.
Aus Kinderland,über Acker und Sand,wachsen die Gluten,die bösen, die guten,Himmel hinab, Himmel hinan,ewige Bahn.
Aus Kinderland,
über Acker und Sand,
wachsen die Gluten,
die bösen, die guten,
Himmel hinab, Himmel hinan,
ewige Bahn.
8Gruß an die Kleinen
Ich möcht euch alle miteinanderauf bunten Wiesen sehn,bei Klarinetten und Geigendie Füßchen im Tanze drehn.Ich möcht euch alle miteinandermitnehmen im Fliegerkahn,euch die schöne Erde zeigen,und was fleißige Menschen getan.Ich möcht euch alle miteinanderstill führen an der Hand,euch heimliche Dinge sagenvon Gott und dem Sternenland.
Ich möcht euch alle miteinanderauf bunten Wiesen sehn,bei Klarinetten und Geigendie Füßchen im Tanze drehn.
Ich möcht euch alle miteinander
auf bunten Wiesen sehn,
bei Klarinetten und Geigen
die Füßchen im Tanze drehn.
Ich möcht euch alle miteinandermitnehmen im Fliegerkahn,euch die schöne Erde zeigen,und was fleißige Menschen getan.
Ich möcht euch alle miteinander
mitnehmen im Fliegerkahn,
euch die schöne Erde zeigen,
und was fleißige Menschen getan.
Ich möcht euch alle miteinanderstill führen an der Hand,euch heimliche Dinge sagenvon Gott und dem Sternenland.
Ich möcht euch alle miteinander
still führen an der Hand,
euch heimliche Dinge sagen
von Gott und dem Sternenland.
10
11Wunderchen
Putzt die Fenster! fegt die Ecken!Darf sich kein Staub, kein Krümel verstecken,muß alles so blank wie Ostertag sein,denn das Wunderchen zieht ein.Zieht ein—schon stimmen die Englein die Geigen;alle Könige werden sich neigen,Hirten und Könige mit dem Sternhaben Wunderchen gern.Wer soll Wunderchens Taufpate sein?Sieben große Meister laden wir ein;sieben große Helden mit Kron und Schalmeinsollen Wunderchens Taufpaten sein.Und wer ist schnellsein Spielgesell?Da kommen gesprungendie reizenden jungenWachholderweibchen und Fliedermännchen,Taunixchen mit silbernen Wasserkännchen.Aus Vogelnestern und Weidenkätzchengucken neugierige Schelmenmätzchen:Wir lachen fein,wir singen fein,wir wollen Wunderchens Spielgesellen sein!
Putzt die Fenster! fegt die Ecken!Darf sich kein Staub, kein Krümel verstecken,muß alles so blank wie Ostertag sein,denn das Wunderchen zieht ein.Zieht ein—schon stimmen die Englein die Geigen;alle Könige werden sich neigen,Hirten und Könige mit dem Sternhaben Wunderchen gern.Wer soll Wunderchens Taufpate sein?Sieben große Meister laden wir ein;sieben große Helden mit Kron und Schalmeinsollen Wunderchens Taufpaten sein.Und wer ist schnellsein Spielgesell?Da kommen gesprungendie reizenden jungenWachholderweibchen und Fliedermännchen,Taunixchen mit silbernen Wasserkännchen.Aus Vogelnestern und Weidenkätzchengucken neugierige Schelmenmätzchen:Wir lachen fein,wir singen fein,wir wollen Wunderchens Spielgesellen sein!
Putzt die Fenster! fegt die Ecken!
Darf sich kein Staub, kein Krümel verstecken,
muß alles so blank wie Ostertag sein,
denn das Wunderchen zieht ein.
Zieht ein—schon stimmen die Englein die Geigen;
alle Könige werden sich neigen,
Hirten und Könige mit dem Stern
haben Wunderchen gern.
Wer soll Wunderchens Taufpate sein?
Sieben große Meister laden wir ein;
sieben große Helden mit Kron und Schalmein
sollen Wunderchens Taufpaten sein.
Und wer ist schnell
sein Spielgesell?
Da kommen gesprungen
die reizenden jungen
Wachholderweibchen und Fliedermännchen,
Taunixchen mit silbernen Wasserkännchen.
Aus Vogelnestern und Weidenkätzchen
gucken neugierige Schelmenmätzchen:
Wir lachen fein,
wir singen fein,
wir wollen Wunderchens Spielgesellen sein!
12Geht leise
Geht leise—es ist müd von der Reise.Es kommt weit her:vom Himmel übers Meer,vom Meer den dunklen Weg ins Land,bis es die kleine Wiege fand—Geht leise.
Geht leise—es ist müd von der Reise.Es kommt weit her:vom Himmel übers Meer,vom Meer den dunklen Weg ins Land,bis es die kleine Wiege fand—Geht leise.
Geht leise—
es ist müd von der Reise.
Es kommt weit her:
vom Himmel übers Meer,
vom Meer den dunklen Weg ins Land,
bis es die kleine Wiege fand—
Geht leise.
Auf der Leine, auf grünem Platzhängen sieben Hemdchen und ein Latz;im Winkel, am Zaun, wos Spinnchen spinnt,liegt mit großen Augen mein Kind—wittewoll schlafen?Henne macht sich ein Bett im Sand,Fliege träumt an der Mauerwand,Schmetterling sitzt in der Mittagsruh,schaukelt die Flügel auf und zu—wittewoll schlafen?Suselesu, der Sonnenwindbläst in die Augen dem müden Kind;13es will noch blinzeln—Spinnchen hältden bunten Schleier vor die Welt——wittewoll—schlafen— —
Auf der Leine, auf grünem Platzhängen sieben Hemdchen und ein Latz;im Winkel, am Zaun, wos Spinnchen spinnt,liegt mit großen Augen mein Kind—wittewoll schlafen?
Auf der Leine, auf grünem Platz
hängen sieben Hemdchen und ein Latz;
im Winkel, am Zaun, wos Spinnchen spinnt,
liegt mit großen Augen mein Kind—
wittewoll schlafen?
Henne macht sich ein Bett im Sand,Fliege träumt an der Mauerwand,Schmetterling sitzt in der Mittagsruh,schaukelt die Flügel auf und zu—wittewoll schlafen?
Henne macht sich ein Bett im Sand,
Fliege träumt an der Mauerwand,
Schmetterling sitzt in der Mittagsruh,
schaukelt die Flügel auf und zu—
wittewoll schlafen?
Suselesu, der Sonnenwindbläst in die Augen dem müden Kind;13es will noch blinzeln—Spinnchen hältden bunten Schleier vor die Welt——wittewoll—schlafen— —
Suselesu, der Sonnenwind
bläst in die Augen dem müden Kind;
13es will noch blinzeln—Spinnchen hält
den bunten Schleier vor die Welt—
—wittewoll—schlafen— —
So morgens um halb acht herum:Rumpumpel macht das Mäulchen krumm.Und keine fünf Minuten draufwacht Rumpumpel auf.Hu! kommt der kalte Badeschwamm,Rumpumpel hält die Ohren stramm;und schlägt die Ticke-Tacke acht,wird ihm die Milch gebracht.Die schmeckt Rumpumpeln aber fein;er patscht mit beiden Fäustchen dreinund trinkt und trinkt, bis alles leer.Rumpumpelchen, das freut mich sehr:morgen gibt's gut Wetter!
So morgens um halb acht herum:Rumpumpel macht das Mäulchen krumm.Und keine fünf Minuten draufwacht Rumpumpel auf.
So morgens um halb acht herum:
Rumpumpel macht das Mäulchen krumm.
Und keine fünf Minuten drauf
wacht Rumpumpel auf.
Hu! kommt der kalte Badeschwamm,Rumpumpel hält die Ohren stramm;und schlägt die Ticke-Tacke acht,wird ihm die Milch gebracht.
Hu! kommt der kalte Badeschwamm,
Rumpumpel hält die Ohren stramm;
und schlägt die Ticke-Tacke acht,
wird ihm die Milch gebracht.
Die schmeckt Rumpumpeln aber fein;er patscht mit beiden Fäustchen dreinund trinkt und trinkt, bis alles leer.Rumpumpelchen, das freut mich sehr:morgen gibt's gut Wetter!
Die schmeckt Rumpumpeln aber fein;
er patscht mit beiden Fäustchen drein
und trinkt und trinkt, bis alles leer.
Rumpumpelchen, das freut mich sehr:
morgen gibt's gut Wetter!
Pitsch—patsch—Badefaß,Rumpumpel plantscht die Stube naß,ist ein junger Wasserheld,14segelt durch die ganze Welt,im Wipp—im Wapp—im Schaukelkahnüber den großen Ozean.Stehn drüben alle Wilden stillund schrein: Was bloß Rumpumpel will?so splitternackt und pitschenaßin seinem kleinen Schaukelfaß?Schnell das Badelaken!
Pitsch—patsch—Badefaß,Rumpumpel plantscht die Stube naß,ist ein junger Wasserheld,14segelt durch die ganze Welt,im Wipp—im Wapp—im Schaukelkahnüber den großen Ozean.Stehn drüben alle Wilden stillund schrein: Was bloß Rumpumpel will?so splitternackt und pitschenaßin seinem kleinen Schaukelfaß?Schnell das Badelaken!
Pitsch—patsch—Badefaß,
Rumpumpel plantscht die Stube naß,
ist ein junger Wasserheld,
14segelt durch die ganze Welt,
im Wipp—im Wapp—im Schaukelkahn
über den großen Ozean.
Stehn drüben alle Wilden still
und schrein: Was bloß Rumpumpel will?
so splitternackt und pitschenaß
in seinem kleinen Schaukelfaß?
Schnell das Badelaken!
Steht ein Töpfchen rund und nettunterm Bett,so lala, so lala.Reicht mir mal das Kindel her,das braucht jetzt keine Windel mehr,so lala, so lala.Rolle, rolle, ratteratt,rollt ein Wagen durch die Stadt;sind zwei blanke Pferdchen davor,hinten drauf ein schwarzer Mohr.Horch, er hält vor unserm Haus;steigen zwei feine Jungherren aus,15mit Federbarettchenund goldenen Kettchen.Schnell das Töpfchen unters Bettchen!
Steht ein Töpfchen rund und nettunterm Bett,so lala, so lala.Reicht mir mal das Kindel her,das braucht jetzt keine Windel mehr,so lala, so lala.
Steht ein Töpfchen rund und nett
unterm Bett,
so lala, so lala.
Reicht mir mal das Kindel her,
das braucht jetzt keine Windel mehr,
so lala, so lala.
Rolle, rolle, ratteratt,rollt ein Wagen durch die Stadt;sind zwei blanke Pferdchen davor,hinten drauf ein schwarzer Mohr.
Rolle, rolle, ratteratt,
rollt ein Wagen durch die Stadt;
sind zwei blanke Pferdchen davor,
hinten drauf ein schwarzer Mohr.
Horch, er hält vor unserm Haus;steigen zwei feine Jungherren aus,15mit Federbarettchenund goldenen Kettchen.Schnell das Töpfchen unters Bettchen!
Horch, er hält vor unserm Haus;
steigen zwei feine Jungherren aus,
15mit Federbarettchen
und goldenen Kettchen.
Schnell das Töpfchen unters Bettchen!
Mein Wagen hat vier Räder,vier Räder hat mein Wagen,rolle, rolle, rummerjan,das wollt ich euch bloß sagen.Mein Wagen hat 'ne Deichsel,'ne Deichsel hat mein Wagen,rolle, rolle, rummerjan,das wollt ich euch bloß sagen.Mein Wagen hat ein Pferdchen,ein Pferdchen hat mein Wagen,rolle, rolle, rummerjan,das wollt ich euch bloß sagen.Mein Wagen fahrt nach Potsdam,nach Potsdam fährt mein Wagen,rolle, rolle, rummerjan,das wollt ich euch bloß sagen.16Und wer mit mir nach Potsdam will,in meinem neuen Wagen,rolle, rolle, rummerjan,der braucht es bloß zu sagen.
Mein Wagen hat vier Räder,vier Räder hat mein Wagen,rolle, rolle, rummerjan,das wollt ich euch bloß sagen.
Mein Wagen hat vier Räder,
vier Räder hat mein Wagen,
rolle, rolle, rummerjan,
das wollt ich euch bloß sagen.
Mein Wagen hat 'ne Deichsel,'ne Deichsel hat mein Wagen,rolle, rolle, rummerjan,das wollt ich euch bloß sagen.
Mein Wagen hat 'ne Deichsel,
'ne Deichsel hat mein Wagen,
rolle, rolle, rummerjan,
das wollt ich euch bloß sagen.
Mein Wagen hat ein Pferdchen,ein Pferdchen hat mein Wagen,rolle, rolle, rummerjan,das wollt ich euch bloß sagen.
Mein Wagen hat ein Pferdchen,
ein Pferdchen hat mein Wagen,
rolle, rolle, rummerjan,
das wollt ich euch bloß sagen.
Mein Wagen fahrt nach Potsdam,nach Potsdam fährt mein Wagen,rolle, rolle, rummerjan,das wollt ich euch bloß sagen.
Mein Wagen fahrt nach Potsdam,
nach Potsdam fährt mein Wagen,
rolle, rolle, rummerjan,
das wollt ich euch bloß sagen.
16Und wer mit mir nach Potsdam will,in meinem neuen Wagen,rolle, rolle, rummerjan,der braucht es bloß zu sagen.
16Und wer mit mir nach Potsdam will,
in meinem neuen Wagen,
rolle, rolle, rummerjan,
der braucht es bloß zu sagen.
Wagen im Wind.Wie sitzt mein Kind?Wie geht mein Pferd?Alles verkehrt.Holdriutsch—oben die Räder, unten die Kutsch!Wagen im Schnee.Da guckt das Reh,da schnuppert der Hasmit der wackligen Nas.Holdriuff—da sitzt unser Kutscher wieder oben uff!
Wagen im Wind.Wie sitzt mein Kind?Wie geht mein Pferd?Alles verkehrt.Holdriutsch—oben die Räder, unten die Kutsch!
Wagen im Wind.
Wie sitzt mein Kind?
Wie geht mein Pferd?
Alles verkehrt.
Holdriutsch—
oben die Räder, unten die Kutsch!
Wagen im Schnee.Da guckt das Reh,da schnuppert der Hasmit der wackligen Nas.Holdriuff—da sitzt unser Kutscher wieder oben uff!
Wagen im Schnee.
Da guckt das Reh,
da schnuppert der Has
mit der wackligen Nas.
Holdriuff—
da sitzt unser Kutscher wieder oben uff!
Hurra, zum ersten Mal:Mutter, der Peter,hurra, da steht er!17hält sich am Röckchen,hält sich am Stöckchen,grade wie 'n Licht,fürchtet sich nicht.Hurra, zum ersten Mal:Mutter, der Peter,hurra, da geht er!guck, ganz alleinechensetzt er die Beinechen!Aua, Geschrei—bautz!—vorbei.
Hurra, zum ersten Mal:Mutter, der Peter,hurra, da steht er!17hält sich am Röckchen,hält sich am Stöckchen,grade wie 'n Licht,fürchtet sich nicht.
Hurra, zum ersten Mal:
Mutter, der Peter,
hurra, da steht er!
17hält sich am Röckchen,
hält sich am Stöckchen,
grade wie 'n Licht,
fürchtet sich nicht.
Hurra, zum ersten Mal:Mutter, der Peter,hurra, da geht er!guck, ganz alleinechensetzt er die Beinechen!Aua, Geschrei—bautz!—vorbei.
Hurra, zum ersten Mal:
Mutter, der Peter,
hurra, da geht er!
guck, ganz alleinechen
setzt er die Beinechen!
Aua, Geschrei—
bautz!—vorbei.
Kra, kra, kalter Schnee,dem Raben tut sein Beinchen weh,dem Häsechen sein Herzchen;die böse Zeit, die kalte Zeit,ein jedes hat sein Schmerzchen.Heile, Fingerchen, heile,es dauert noch 'ne Weile,es dauert noch bis Rosmarein,dann ist lauter Sonnenschein.
Kra, kra, kalter Schnee,dem Raben tut sein Beinchen weh,dem Häsechen sein Herzchen;die böse Zeit, die kalte Zeit,ein jedes hat sein Schmerzchen.
Kra, kra, kalter Schnee,
dem Raben tut sein Beinchen weh,
dem Häsechen sein Herzchen;
die böse Zeit, die kalte Zeit,
ein jedes hat sein Schmerzchen.
Heile, Fingerchen, heile,es dauert noch 'ne Weile,es dauert noch bis Rosmarein,dann ist lauter Sonnenschein.
Heile, Fingerchen, heile,
es dauert noch 'ne Weile,
es dauert noch bis Rosmarein,
dann ist lauter Sonnenschein.
18Schlimme Geschichte
Im Stall unser Schäfchen—bäht,im Hof unser Hähnchen kräht,und der Karo an der Kettebellt mit Spitz um die Wette.Auf'm Dach unser Kätzchen—maut,und im Ententeich die Frösche, alle Frösche quaken laut:Kinder, denkt euch den Schreck,unserm kleinen Wackelbein sein linker Schuh ist weg.
Im Stall unser Schäfchen—bäht,im Hof unser Hähnchen kräht,und der Karo an der Kettebellt mit Spitz um die Wette.Auf'm Dach unser Kätzchen—maut,und im Ententeich die Frösche, alle Frösche quaken laut:Kinder, denkt euch den Schreck,unserm kleinen Wackelbein sein linker Schuh ist weg.
Im Stall unser Schäfchen—bäht,
im Hof unser Hähnchen kräht,
und der Karo an der Kette
bellt mit Spitz um die Wette.
Auf'm Dach unser Kätzchen—maut,
und im Ententeich die Frösche, alle Frösche quaken laut:
Kinder, denkt euch den Schreck,
unserm kleinen Wackelbein sein linker Schuh ist weg.
Das kann doch nicht Rumpumpel sein?So kann Rumpumpel doch nicht schrein?Seelöwen sind in unserm Haus;schnell, Rumpumpel, wir jagen sie raus.Ich 'n Stock,Du 'n Stock,alle beide einen Stock.Ei der Daus,wollt ihr raus,wollt ihr in euer Seelöwenhaus!
Das kann doch nicht Rumpumpel sein?So kann Rumpumpel doch nicht schrein?Seelöwen sind in unserm Haus;schnell, Rumpumpel, wir jagen sie raus.Ich 'n Stock,Du 'n Stock,alle beide einen Stock.Ei der Daus,wollt ihr raus,wollt ihr in euer Seelöwenhaus!
Das kann doch nicht Rumpumpel sein?
So kann Rumpumpel doch nicht schrein?
Seelöwen sind in unserm Haus;
schnell, Rumpumpel, wir jagen sie raus.
Ich 'n Stock,
Du 'n Stock,
alle beide einen Stock.
Ei der Daus,
wollt ihr raus,
wollt ihr in euer Seelöwenhaus!
Die Henne legt ein Ei,da ging der Mond entzwei;19die Hälfte fiel nach Nuckenstadtund schlug zwei große Brummer platt.Zwei große Brummer, brumm,summten hier herum,um Rumpumpels Kopf,um Rumpumpels Bauchund um sein dickes Näschen auch.Nun sind sie tot... Aber im Eipickt das Küken die Schale entzwei,kriegt heraus, und wackelt mit dem Schwanz——ist der Mond wieder ganz.
Die Henne legt ein Ei,da ging der Mond entzwei;19die Hälfte fiel nach Nuckenstadtund schlug zwei große Brummer platt.
Die Henne legt ein Ei,
da ging der Mond entzwei;
19die Hälfte fiel nach Nuckenstadt
und schlug zwei große Brummer platt.
Zwei große Brummer, brumm,summten hier herum,um Rumpumpels Kopf,um Rumpumpels Bauchund um sein dickes Näschen auch.
Zwei große Brummer, brumm,
summten hier herum,
um Rumpumpels Kopf,
um Rumpumpels Bauch
und um sein dickes Näschen auch.
Nun sind sie tot... Aber im Eipickt das Küken die Schale entzwei,kriegt heraus, und wackelt mit dem Schwanz——ist der Mond wieder ganz.
Nun sind sie tot... Aber im Ei
pickt das Küken die Schale entzwei,
kriegt heraus, und wackelt mit dem Schwanz—
—ist der Mond wieder ganz.
Rumpumpel will essen,nun fix gebraten:ein Kätzel, ein Spätzelund sieben Soldaten.Das gibt einen Puddingso groß wie ein Haus.Zuletzt leckt Rumpumpeldie Kuchenschüssel aus.
Rumpumpel will essen,nun fix gebraten:ein Kätzel, ein Spätzelund sieben Soldaten.
Rumpumpel will essen,
nun fix gebraten:
ein Kätzel, ein Spätzel
und sieben Soldaten.
Das gibt einen Puddingso groß wie ein Haus.Zuletzt leckt Rumpumpeldie Kuchenschüssel aus.
Das gibt einen Pudding
so groß wie ein Haus.
Zuletzt leckt Rumpumpel
die Kuchenschüssel aus.
20Zwei Mäulchen
Winkele, wankele,vor der Tür steht ein Bankele,auf der Bank sitzt mein Kindele,spielt mit mei'm Hündele,winkele, wankele.Winkele, wankele,ich hab ein Gedankele:ein Äpfle fürs Kindele,ein Knöchle fürs Hündele.Dankele.
Winkele, wankele,vor der Tür steht ein Bankele,auf der Bank sitzt mein Kindele,spielt mit mei'm Hündele,winkele, wankele.
Winkele, wankele,
vor der Tür steht ein Bankele,
auf der Bank sitzt mein Kindele,
spielt mit mei'm Hündele,
winkele, wankele.
Winkele, wankele,ich hab ein Gedankele:ein Äpfle fürs Kindele,ein Knöchle fürs Hündele.Dankele.
Winkele, wankele,
ich hab ein Gedankele:
ein Äpfle fürs Kindele,
ein Knöchle fürs Hündele.
Dankele.
Mückchen, Mückchen, Dünnebein,Mückchen, laß das Stechen sein,Stechen tut ja weh!Mückchen, Mückchen, weißt du was:beiß doch in das grüne Gras,beiß doch in den Klee!
Mückchen, Mückchen, Dünnebein,Mückchen, laß das Stechen sein,Stechen tut ja weh!Mückchen, Mückchen, weißt du was:beiß doch in das grüne Gras,beiß doch in den Klee!
Mückchen, Mückchen, Dünnebein,
Mückchen, laß das Stechen sein,
Stechen tut ja weh!
Mückchen, Mückchen, weißt du was:
beiß doch in das grüne Gras,
beiß doch in den Klee!
Schnipsel, schnipsel, Scherchen,schneid mir ein Gewehrchen;21schieß ich mir ein Häschen tot,brat's dem Kind zum Mittagbrot.Die Schnitzel fliegen zum Fenster hinausdurch den Sonnenschein in des Gärtners Haus;der hat seine Freude dran,oder guckt sie gar nicht an,oder streut sie in den Wind,oder schenkt sie seinem Kind—schnipsel, schnipsel, Scherchen— —
Schnipsel, schnipsel, Scherchen,schneid mir ein Gewehrchen;21schieß ich mir ein Häschen tot,brat's dem Kind zum Mittagbrot.Die Schnitzel fliegen zum Fenster hinausdurch den Sonnenschein in des Gärtners Haus;der hat seine Freude dran,oder guckt sie gar nicht an,oder streut sie in den Wind,oder schenkt sie seinem Kind—schnipsel, schnipsel, Scherchen— —
Schnipsel, schnipsel, Scherchen,
schneid mir ein Gewehrchen;
21schieß ich mir ein Häschen tot,
brat's dem Kind zum Mittagbrot.
Die Schnitzel fliegen zum Fenster hinaus
durch den Sonnenschein in des Gärtners Haus;
der hat seine Freude dran,
oder guckt sie gar nicht an,
oder streut sie in den Wind,
oder schenkt sie seinem Kind—
schnipsel, schnipsel, Scherchen— —
Wer kommt dort angeflogen?Das ist der Wind.Der Wind ist ungezogen,er bläst dem Kindunters Röckchen,an die Söckchen,um die Ohren, an die Nase;solch Geblase!Ganz zerfleddert und zerzaustkommt Rumpumpel angesaust;und hustetund prustet,22das arme Tröpfchen,und steckt sein Köpfchenin Mutters Schoß.Und weißt du, warum der Wind so getollt?Rumpumpel sollt zu Bette gehn, und hat nicht gewollt.
Wer kommt dort angeflogen?Das ist der Wind.Der Wind ist ungezogen,er bläst dem Kindunters Röckchen,an die Söckchen,um die Ohren, an die Nase;solch Geblase!
Wer kommt dort angeflogen?
Das ist der Wind.
Der Wind ist ungezogen,
er bläst dem Kind
unters Röckchen,
an die Söckchen,
um die Ohren, an die Nase;
solch Geblase!
Ganz zerfleddert und zerzaustkommt Rumpumpel angesaust;und hustetund prustet,22das arme Tröpfchen,und steckt sein Köpfchenin Mutters Schoß.
Ganz zerfleddert und zerzaust
kommt Rumpumpel angesaust;
und hustet
und prustet,
22das arme Tröpfchen,
und steckt sein Köpfchen
in Mutters Schoß.
Und weißt du, warum der Wind so getollt?Rumpumpel sollt zu Bette gehn, und hat nicht gewollt.
Und weißt du, warum der Wind so getollt?
Rumpumpel sollt zu Bette gehn, und hat nicht gewollt.
Wer strampelt im Bettchen?versteckt sich wie 'n Dieb?Das ist der Rumpumpel,den haben wir lieb.Was guckt da für 'n Näschen?Ein Bübchen sitzt dran.Das ist der Rumpumpel,den ziehn wir jetzt an.Erst wird er gewaschen,vom Kopf bis zur Zeh;er weint nicht, er greint nicht,denn es tut ja nicht weh.Schnell her mit dem Hemdchen:da schlüpfen wir fein,erst rechts und dann links,in die Ärmelchen 'rein.23Fix an noch die Strümpfchen,fix an auch die Schuh;kommts Händchen, schnürts Bändchen,schon sind sie zu.Nun Leibchen und Höschen,ein Röckchen kommt auch;sonst friert dem Rumpumpelsein kleiner runder Bauch.Das Kämmchen kämmt sachte,aber still muß man stehn;zuletzt noch das Kleidchen,der Tausend, wie Schön!Nun geht er und sagt: Guten Morgen.
Wer strampelt im Bettchen?versteckt sich wie 'n Dieb?Das ist der Rumpumpel,den haben wir lieb.
Wer strampelt im Bettchen?
versteckt sich wie 'n Dieb?
Das ist der Rumpumpel,
den haben wir lieb.
Was guckt da für 'n Näschen?Ein Bübchen sitzt dran.Das ist der Rumpumpel,den ziehn wir jetzt an.
Was guckt da für 'n Näschen?
Ein Bübchen sitzt dran.
Das ist der Rumpumpel,
den ziehn wir jetzt an.
Erst wird er gewaschen,vom Kopf bis zur Zeh;er weint nicht, er greint nicht,denn es tut ja nicht weh.
Erst wird er gewaschen,
vom Kopf bis zur Zeh;
er weint nicht, er greint nicht,
denn es tut ja nicht weh.
Schnell her mit dem Hemdchen:da schlüpfen wir fein,erst rechts und dann links,in die Ärmelchen 'rein.
Schnell her mit dem Hemdchen:
da schlüpfen wir fein,
erst rechts und dann links,
in die Ärmelchen 'rein.
23Fix an noch die Strümpfchen,fix an auch die Schuh;kommts Händchen, schnürts Bändchen,schon sind sie zu.
23Fix an noch die Strümpfchen,
fix an auch die Schuh;
kommts Händchen, schnürts Bändchen,
schon sind sie zu.
Nun Leibchen und Höschen,ein Röckchen kommt auch;sonst friert dem Rumpumpelsein kleiner runder Bauch.
Nun Leibchen und Höschen,
ein Röckchen kommt auch;
sonst friert dem Rumpumpel
sein kleiner runder Bauch.
Das Kämmchen kämmt sachte,aber still muß man stehn;zuletzt noch das Kleidchen,der Tausend, wie Schön!Nun geht er und sagt: Guten Morgen.
Das Kämmchen kämmt sachte,
aber still muß man stehn;
zuletzt noch das Kleidchen,
der Tausend, wie Schön!
Nun geht er und sagt: Guten Morgen.
In Wolfenbüttel wohnt ein Lamm,das hat ganz schwarze Haare.Meint ihr, es brauche einen Kamm?I Gott bewahre!Aber mein Lämmechenbraucht ein Kämmechen,braucht ein Schwämmechen,24läßt sich nix verdrießen;setzt sein neues Käppechen auf,will mal Koppkegel schießen.
In Wolfenbüttel wohnt ein Lamm,das hat ganz schwarze Haare.Meint ihr, es brauche einen Kamm?I Gott bewahre!
In Wolfenbüttel wohnt ein Lamm,
das hat ganz schwarze Haare.
Meint ihr, es brauche einen Kamm?
I Gott bewahre!
Aber mein Lämmechenbraucht ein Kämmechen,braucht ein Schwämmechen,24läßt sich nix verdrießen;setzt sein neues Käppechen auf,will mal Koppkegel schießen.
Aber mein Lämmechen
braucht ein Kämmechen,
braucht ein Schwämmechen,
24läßt sich nix verdrießen;
setzt sein neues Käppechen auf,
will mal Koppkegel schießen.
Guten Morgen, ihr Beinchen!Wie heißt ihr denn?Ich heiße Hampel,ich heiße Strampel;und das ist Füßchen Übermut,und das ist Füßchen Tunichtgut.Übermut und Tunichtgutgehn auf die Reise,platsch, durch alle Sümpfe,naß sind Schuh und Strümpfe;guckt die Rute um die Eck—laufen sie alle beide weg.
Guten Morgen, ihr Beinchen!Wie heißt ihr denn?Ich heiße Hampel,ich heiße Strampel;und das ist Füßchen Übermut,und das ist Füßchen Tunichtgut.
Guten Morgen, ihr Beinchen!
Wie heißt ihr denn?
Ich heiße Hampel,
ich heiße Strampel;
und das ist Füßchen Übermut,
und das ist Füßchen Tunichtgut.
Übermut und Tunichtgutgehn auf die Reise,platsch, durch alle Sümpfe,naß sind Schuh und Strümpfe;guckt die Rute um die Eck—laufen sie alle beide weg.
Übermut und Tunichtgut
gehn auf die Reise,
platsch, durch alle Sümpfe,
naß sind Schuh und Strümpfe;
guckt die Rute um die Eck—
laufen sie alle beide weg.
Ka Strümpferl im Kasten,ka Bänderl am Schuh,ka Knöpferl am Wams—oh, der lumpichte Bu!
Ka Strümpferl im Kasten,ka Bänderl am Schuh,ka Knöpferl am Wams—oh, der lumpichte Bu!
Ka Strümpferl im Kasten,
ka Bänderl am Schuh,
ka Knöpferl am Wams—
oh, der lumpichte Bu!
25Tintenheinz und Plätscherlottchen
Heini, Heini,ach, ist Heini dumm:stippt mit allen Fingerchenim Tintenfaß herum.Heini, Heini,kleiner dummer Mohr:stippt sich alle Fingerchen,klecks, ins Ohr.Und unten am Brunnen,da steht ein Faß,da macht sich unsre Lottepitschepatschenaß.Und oben die Sonnehat drüber gelachtund hat unsre Lottewieder trocken gemacht.
Heini, Heini,ach, ist Heini dumm:stippt mit allen Fingerchenim Tintenfaß herum.
Heini, Heini,
ach, ist Heini dumm:
stippt mit allen Fingerchen
im Tintenfaß herum.
Heini, Heini,kleiner dummer Mohr:stippt sich alle Fingerchen,klecks, ins Ohr.
Heini, Heini,
kleiner dummer Mohr:
stippt sich alle Fingerchen,
klecks, ins Ohr.
Und unten am Brunnen,da steht ein Faß,da macht sich unsre Lottepitschepatschenaß.
Und unten am Brunnen,
da steht ein Faß,
da macht sich unsre Lotte
pitschepatschenaß.
Und oben die Sonnehat drüber gelachtund hat unsre Lottewieder trocken gemacht.
Und oben die Sonne
hat drüber gelacht
und hat unsre Lotte
wieder trocken gemacht.
Es regnet, es regnetder Kuh auf den Schwanz;es regnet, es regnetder Braut in den Kranz.26Es regnet, es regnet,die Welt ist schon naß;hol 's Töpfchen,fang 's Tröpfchen,dann sag ich dir was:Wäscht du die Nase,bleibt sie fein grade.Wäscht du das Mündchen,bist du 'n lieb Kindchen.Wäscht du aber die Augen schön,kannst du dem lieben Herrgott seinen Himmel besehn.
Es regnet, es regnetder Kuh auf den Schwanz;es regnet, es regnetder Braut in den Kranz.
Es regnet, es regnet
der Kuh auf den Schwanz;
es regnet, es regnet
der Braut in den Kranz.
26Es regnet, es regnet,die Welt ist schon naß;hol 's Töpfchen,fang 's Tröpfchen,dann sag ich dir was:
26Es regnet, es regnet,
die Welt ist schon naß;
hol 's Töpfchen,
fang 's Tröpfchen,
dann sag ich dir was:
Wäscht du die Nase,bleibt sie fein grade.Wäscht du das Mündchen,bist du 'n lieb Kindchen.Wäscht du aber die Augen schön,kannst du dem lieben Herrgott seinen Himmel besehn.
Wäscht du die Nase,
bleibt sie fein grade.
Wäscht du das Mündchen,
bist du 'n lieb Kindchen.
Wäscht du aber die Augen schön,
kannst du dem lieben Herrgott seinen Himmel besehn.
Blümchen hängt das Köpfchen,der Tau ist ihm zu schwer;kommt der durstige Morgenwind,trägt die Tropfen ins Meer.Spätzchen piepst und bettelt,das Kröpfchen ist ihm leer;Pferdchen hat die Krippe voll,streut Körnerchen umher.27Kindchen weint noch immer,Böckchen stößt so sehr.Schenkt ihm Mutter einen Kuß:sieh mal, nun weint's nicht mehr.
Blümchen hängt das Köpfchen,der Tau ist ihm zu schwer;kommt der durstige Morgenwind,trägt die Tropfen ins Meer.
Blümchen hängt das Köpfchen,
der Tau ist ihm zu schwer;
kommt der durstige Morgenwind,
trägt die Tropfen ins Meer.
Spätzchen piepst und bettelt,das Kröpfchen ist ihm leer;Pferdchen hat die Krippe voll,streut Körnerchen umher.
Spätzchen piepst und bettelt,
das Kröpfchen ist ihm leer;
Pferdchen hat die Krippe voll,
streut Körnerchen umher.
27Kindchen weint noch immer,Böckchen stößt so sehr.Schenkt ihm Mutter einen Kuß:sieh mal, nun weint's nicht mehr.
27Kindchen weint noch immer,
Böckchen stößt so sehr.
Schenkt ihm Mutter einen Kuß:
sieh mal, nun weint's nicht mehr.
Häschen in der Grubesaß und schlief,kam der heilge Kuckdiguckund bracht ihm einen Brief.Häschen, bist du müdeoder bist du krank?Steck doch deine Läufer raus,ob du noch hüpfen kannst.Und was stand geschriebenin Kuckdiguckens Brief?"Dem Kutscher, der nicht fahren kann,geht der Wagen schief."
Häschen in der Grubesaß und schlief,kam der heilge Kuckdiguckund bracht ihm einen Brief.
Häschen in der Grube
saß und schlief,
kam der heilge Kuckdiguck
und bracht ihm einen Brief.
Häschen, bist du müdeoder bist du krank?Steck doch deine Läufer raus,ob du noch hüpfen kannst.
Häschen, bist du müde
oder bist du krank?
Steck doch deine Läufer raus,
ob du noch hüpfen kannst.
Und was stand geschriebenin Kuckdiguckens Brief?"Dem Kutscher, der nicht fahren kann,geht der Wagen schief."
Und was stand geschrieben
in Kuckdiguckens Brief?
"Dem Kutscher, der nicht fahren kann,
geht der Wagen schief."
Hinter den Birken über den Rasenhuschen drei Hasen28an uns vorbei,Springen über Busch und Dorn,wollen ins junggrüne Winterkorn,hocken da,locken sich da,laufen kreuz,laufen quer,hin und her,als gäb's in der Welt keine Schrotflinte mehr.Warte, in der Weihnachtszeitkommen die drei Hasen ins Haus geschneit.Den größten verschicken wir,den zweitgrößten spicken wir,der kleinste kommt ins Hundehausund steckt hinten sein Schwänzchen raus.
Hinter den Birken über den Rasenhuschen drei Hasen28an uns vorbei,Springen über Busch und Dorn,wollen ins junggrüne Winterkorn,hocken da,locken sich da,laufen kreuz,laufen quer,hin und her,als gäb's in der Welt keine Schrotflinte mehr.
Hinter den Birken über den Rasen
huschen drei Hasen
28an uns vorbei,
Springen über Busch und Dorn,
wollen ins junggrüne Winterkorn,
hocken da,
locken sich da,
laufen kreuz,
laufen quer,
hin und her,
als gäb's in der Welt keine Schrotflinte mehr.
Warte, in der Weihnachtszeitkommen die drei Hasen ins Haus geschneit.Den größten verschicken wir,den zweitgrößten spicken wir,der kleinste kommt ins Hundehausund steckt hinten sein Schwänzchen raus.
Warte, in der Weihnachtszeit
kommen die drei Hasen ins Haus geschneit.
Den größten verschicken wir,
den zweitgrößten spicken wir,
der kleinste kommt ins Hundehaus
und steckt hinten sein Schwänzchen raus.
Jung jung drei Bäumchenwachsen im Wiesengras,jung jung drei Bäumchensagen mir was.Das erste hat sichso gequält,29hat alle seine siebentausendBlättchen gezählt.Das zweite trägt Pfläumchen,schlicker-schleckerfein;hätt es deine Zähnchen,es äße sie allein.Das dritte, das dritteschüttelt sich bloß:fallen lauter Blütenin meinen Schoß.Sag ich schön Dank,geh ich nach Haus,mach ich Rumpumpelnein Kränzchen draus.
Jung jung drei Bäumchenwachsen im Wiesengras,jung jung drei Bäumchensagen mir was.
Jung jung drei Bäumchen
wachsen im Wiesengras,
jung jung drei Bäumchen
sagen mir was.
Das erste hat sichso gequält,29hat alle seine siebentausendBlättchen gezählt.
Das erste hat sich
so gequält,
29hat alle seine siebentausend
Blättchen gezählt.
Das zweite trägt Pfläumchen,schlicker-schleckerfein;hätt es deine Zähnchen,es äße sie allein.
Das zweite trägt Pfläumchen,
schlicker-schleckerfein;
hätt es deine Zähnchen,
es äße sie allein.
Das dritte, das dritteschüttelt sich bloß:fallen lauter Blütenin meinen Schoß.
Das dritte, das dritte
schüttelt sich bloß:
fallen lauter Blüten
in meinen Schoß.
Sag ich schön Dank,geh ich nach Haus,mach ich Rumpumpelnein Kränzchen draus.
Sag ich schön Dank,
geh ich nach Haus,
mach ich Rumpumpeln
ein Kränzchen draus.
Wenn ich in die Stube gehund den Rumpumpel seh,tanzen wir zweiRingeldireih,lachen wir,machen wir30Schabernack,Huckepack,Kätzchen spielt den Dudelsack,macht Rumpumpel Hottehühnach der alten Melodie:Miau, miau,dem Kater seine Frau,dem Kater seine grisegrimmegritzegraue Frau.
Wenn ich in die Stube gehund den Rumpumpel seh,tanzen wir zweiRingeldireih,lachen wir,machen wir30Schabernack,Huckepack,Kätzchen spielt den Dudelsack,macht Rumpumpel Hottehühnach der alten Melodie:Miau, miau,dem Kater seine Frau,dem Kater seine grisegrimmegritzegraue Frau.
Wenn ich in die Stube geh
und den Rumpumpel seh,
tanzen wir zwei
Ringeldireih,
lachen wir,
machen wir
30Schabernack,
Huckepack,
Kätzchen spielt den Dudelsack,
macht Rumpumpel Hottehüh
nach der alten Melodie:
Miau, miau,
dem Kater seine Frau,
dem Kater seine grisegrimme
gritzegraue Frau.
Still.Was bloß das Kätzchen will?Es streicht um meinen Schoß herum,das Schwänzchen hoch, den Buckel krumm,Still—und weißt du, was es will?Still.Was bloß die Glucke will?Sie lockt und lockt die kleine Brutzum warmen Stall und deckt sie gut,Still—und weißt du, was sie will?31Still.Was bloß Rumpumpel will?Die Augen macht er schon ganz kleinund gähnt und will genommen sein,still—nun weißt du, was er will.
Still.Was bloß das Kätzchen will?Es streicht um meinen Schoß herum,das Schwänzchen hoch, den Buckel krumm,Still—und weißt du, was es will?
Still.
Was bloß das Kätzchen will?
Es streicht um meinen Schoß herum,
das Schwänzchen hoch, den Buckel krumm,
Still—
und weißt du, was es will?
Still.Was bloß die Glucke will?Sie lockt und lockt die kleine Brutzum warmen Stall und deckt sie gut,Still—und weißt du, was sie will?
Still.
Was bloß die Glucke will?
Sie lockt und lockt die kleine Brut
zum warmen Stall und deckt sie gut,
Still—
und weißt du, was sie will?
31Still.Was bloß Rumpumpel will?Die Augen macht er schon ganz kleinund gähnt und will genommen sein,still—nun weißt du, was er will.
31Still.
Was bloß Rumpumpel will?
Die Augen macht er schon ganz klein
und gähnt und will genommen sein,
still—
nun weißt du, was er will.
Leise, Peterle, leise,der Mond geht auf die Reise;er hat sein weißes Pferd gezäumt,das geht so still, als ob es träumt,leise, Peterle, leise.Stille, Peterle, stille,der Mond hat eine Brille;ein graues Wölkchen schob sich vor,das sitzt ihm grad auf Nas' und Ohr,stille, Peterle, stille.Träume, Peterle, träume,der Mond guckt durch die Bäume;ich glaube gar, nun bleibt er stehn,um Peterle im Schlaf zu sehn—träume, Peterle, träume.
Leise, Peterle, leise,der Mond geht auf die Reise;er hat sein weißes Pferd gezäumt,das geht so still, als ob es träumt,leise, Peterle, leise.
Leise, Peterle, leise,
der Mond geht auf die Reise;
er hat sein weißes Pferd gezäumt,
das geht so still, als ob es träumt,
leise, Peterle, leise.
Stille, Peterle, stille,der Mond hat eine Brille;ein graues Wölkchen schob sich vor,das sitzt ihm grad auf Nas' und Ohr,stille, Peterle, stille.
Stille, Peterle, stille,
der Mond hat eine Brille;
ein graues Wölkchen schob sich vor,
das sitzt ihm grad auf Nas' und Ohr,
stille, Peterle, stille.
Träume, Peterle, träume,der Mond guckt durch die Bäume;ich glaube gar, nun bleibt er stehn,um Peterle im Schlaf zu sehn—träume, Peterle, träume.
Träume, Peterle, träume,
der Mond guckt durch die Bäume;
ich glaube gar, nun bleibt er stehn,
um Peterle im Schlaf zu sehn—
träume, Peterle, träume.
32Freund Husch
Husch, husch, husch,ich schlüpfe aus dem Busch;ich stecke mein Laternchen an,ich zünde uns die Sternchen an,husch.Husch, husch, husch,ich putze meinen Busch.Der Mond ist da, der Mond ist hell;der Mond, der ist mein Spielgesell,husch.Husch, husch, husch,ich schüttel meinen Busch.Die Kinderchen sind all zur Ruh,ich schüttel ihnen Träume zu;die haben wir vergangne Nacht,der Mond und ich, uns ausgedacht,husch, husch, husch,im Busch.
Husch, husch, husch,ich schlüpfe aus dem Busch;ich stecke mein Laternchen an,ich zünde uns die Sternchen an,husch.
Husch, husch, husch,
ich schlüpfe aus dem Busch;
ich stecke mein Laternchen an,
ich zünde uns die Sternchen an,
husch.
Husch, husch, husch,ich putze meinen Busch.Der Mond ist da, der Mond ist hell;der Mond, der ist mein Spielgesell,husch.
Husch, husch, husch,
ich putze meinen Busch.
Der Mond ist da, der Mond ist hell;
der Mond, der ist mein Spielgesell,
husch.
Husch, husch, husch,ich schüttel meinen Busch.Die Kinderchen sind all zur Ruh,ich schüttel ihnen Träume zu;die haben wir vergangne Nacht,der Mond und ich, uns ausgedacht,husch, husch, husch,im Busch.
Husch, husch, husch,
ich schüttel meinen Busch.
Die Kinderchen sind all zur Ruh,
ich schüttel ihnen Träume zu;
die haben wir vergangne Nacht,
der Mond und ich, uns ausgedacht,
husch, husch, husch,
im Busch.
Kräht der Hahn früh am Tage,kräht laut, kräht weit:33Guten Morgen, Rumpumpel,dein Geburtstag ist heut!Guckt das Eichhörnchen runter:Wenig Zeit, wenig Zeit!Guten Morgen, Rumpumpel,dein Geburtstag ist heut!Kommt das Häschen gesprungen,macht Männchen vor Freud:Guten Morgen, Rumpumpel,dein Geburtstag ist heut!Steht der Kuchen auf dem Tische,macht sich dick, macht sich breit:Guten Morgen, Rumpumpel,dein Geburtstag ist heut!Und Vater und Mutter,alle Kinder, alle Leutschrein: Hoch der Rumpumpel,sein Geburtstag ist heut!
Kräht der Hahn früh am Tage,kräht laut, kräht weit:33Guten Morgen, Rumpumpel,dein Geburtstag ist heut!
Kräht der Hahn früh am Tage,
kräht laut, kräht weit:
33Guten Morgen, Rumpumpel,
dein Geburtstag ist heut!
Guckt das Eichhörnchen runter:Wenig Zeit, wenig Zeit!Guten Morgen, Rumpumpel,dein Geburtstag ist heut!
Guckt das Eichhörnchen runter:
Wenig Zeit, wenig Zeit!
Guten Morgen, Rumpumpel,
dein Geburtstag ist heut!
Kommt das Häschen gesprungen,macht Männchen vor Freud:Guten Morgen, Rumpumpel,dein Geburtstag ist heut!
Kommt das Häschen gesprungen,
macht Männchen vor Freud:
Guten Morgen, Rumpumpel,
dein Geburtstag ist heut!
Steht der Kuchen auf dem Tische,macht sich dick, macht sich breit:Guten Morgen, Rumpumpel,dein Geburtstag ist heut!
Steht der Kuchen auf dem Tische,
macht sich dick, macht sich breit:
Guten Morgen, Rumpumpel,
dein Geburtstag ist heut!
Und Vater und Mutter,alle Kinder, alle Leutschrein: Hoch der Rumpumpel,sein Geburtstag ist heut!
Und Vater und Mutter,
alle Kinder, alle Leut
schrein: Hoch der Rumpumpel,
sein Geburtstag ist heut!
Leises Klopfen an der Türe:Kann ich 'rein, Mama?34Frisch gewaschen, frisch gebügeltsteht Rumpumpel da.Rosen in beiden Händchen;wie der Kerl sich freut!Kommt ans Bett, sagt: Guten Morgen,Mutti Burtstag heut.Vater putzt die große Stube,die ist mächtig schön.Lauter Blumen! Und die Torte!Komm, zu Vati gehn!
Leises Klopfen an der Türe:Kann ich 'rein, Mama?34Frisch gewaschen, frisch gebügeltsteht Rumpumpel da.Rosen in beiden Händchen;wie der Kerl sich freut!Kommt ans Bett, sagt: Guten Morgen,Mutti Burtstag heut.Vater putzt die große Stube,die ist mächtig schön.Lauter Blumen! Und die Torte!Komm, zu Vati gehn!
Leises Klopfen an der Türe:
Kann ich 'rein, Mama?
34Frisch gewaschen, frisch gebügelt
steht Rumpumpel da.
Rosen in beiden Händchen;
wie der Kerl sich freut!
Kommt ans Bett, sagt: Guten Morgen,
Mutti Burtstag heut.
Vater putzt die große Stube,
die ist mächtig schön.
Lauter Blumen! Und die Torte!
Komm, zu Vati gehn!
Rumpumpel tanzt, Rumpumpel tanzt,es blitzen seine Schuh;der Kreisel und der Hampelmannsehn verwundert zu.Der Kreisel pufft den Hampelmann:guck, Hans, was sagst du nur?der Junge tanzt, der Junge tanztund sitzt an keiner Schnur.Der Hampelmann zieht ein Gesichtund schlenkert und sagt: puh,auch eine Peitsche braucht er nicht,tanzt doch so schön wie du.35Rumpumpel tanzt, Rumpumpel tanzt,die liebe Sonne scheint;der Kreisel und der Hampelmannsind sich spinnefeind.
Rumpumpel tanzt, Rumpumpel tanzt,es blitzen seine Schuh;der Kreisel und der Hampelmannsehn verwundert zu.
Rumpumpel tanzt, Rumpumpel tanzt,
es blitzen seine Schuh;
der Kreisel und der Hampelmann
sehn verwundert zu.
Der Kreisel pufft den Hampelmann:guck, Hans, was sagst du nur?der Junge tanzt, der Junge tanztund sitzt an keiner Schnur.
Der Kreisel pufft den Hampelmann:
guck, Hans, was sagst du nur?
der Junge tanzt, der Junge tanzt
und sitzt an keiner Schnur.
Der Hampelmann zieht ein Gesichtund schlenkert und sagt: puh,auch eine Peitsche braucht er nicht,tanzt doch so schön wie du.
Der Hampelmann zieht ein Gesicht
und schlenkert und sagt: puh,
auch eine Peitsche braucht er nicht,
tanzt doch so schön wie du.
35Rumpumpel tanzt, Rumpumpel tanzt,die liebe Sonne scheint;der Kreisel und der Hampelmannsind sich spinnefeind.
35Rumpumpel tanzt, Rumpumpel tanzt,
die liebe Sonne scheint;
der Kreisel und der Hampelmann
sind sich spinnefeind.
Herr Dreidel tanzt auf einem Beinrundum, rundum,kommt die dicke Marmelkugel,rollt ihn um, rollt ihn um;paß auf, Herr Dreidel!Herr Dreidel tanzt auf einem Beinrundum, rundum,pfeift der Wind aus einer Ecke,pfeift ihn um, pfeift ihn um;steh auf, Herr Dreidel!Herr Dreidel tanzt auf einem Bein,peitsch di Hieb, peitsch di Hieb;hopp hopp, wie springt das Brüderlein,halt den Dieb, halt den Dieb,heißa, Herr Dreidel!
Herr Dreidel tanzt auf einem Beinrundum, rundum,kommt die dicke Marmelkugel,rollt ihn um, rollt ihn um;paß auf, Herr Dreidel!Herr Dreidel tanzt auf einem Beinrundum, rundum,pfeift der Wind aus einer Ecke,pfeift ihn um, pfeift ihn um;steh auf, Herr Dreidel!Herr Dreidel tanzt auf einem Bein,peitsch di Hieb, peitsch di Hieb;hopp hopp, wie springt das Brüderlein,halt den Dieb, halt den Dieb,heißa, Herr Dreidel!
Herr Dreidel tanzt auf einem Bein
rundum, rundum,
kommt die dicke Marmelkugel,
rollt ihn um, rollt ihn um;
paß auf, Herr Dreidel!
Herr Dreidel tanzt auf einem Bein
rundum, rundum,
pfeift der Wind aus einer Ecke,
pfeift ihn um, pfeift ihn um;
steh auf, Herr Dreidel!
Herr Dreidel tanzt auf einem Bein,
peitsch di Hieb, peitsch di Hieb;
hopp hopp, wie springt das Brüderlein,
halt den Dieb, halt den Dieb,
heißa, Herr Dreidel!
Musik, Musik, die Flöte kommt,Rumpumpel tut's begreifen:36er horcht und hebt das Fingerchen,fängt gleich an mitzupfeifen.Musik, Musik, die Geige kommt,die Geige tut fein klingen;Rumpumpel hebt das Fingerchen,fängt leise an zu singen.Musik, Musik, der Brummbaß kommt,ganz deutlich hört man's summen;Rumpumpel hebt das Fingerchen,tut wie 'ne Hummel brummen.Das gibt ein herrliches Konzert,ihr Kinder, kommt, ich bitte!Drei Kirschen kost't der erste Platz,und eine kost't die Mitte.Hinten herum ist alles frei,großmütig sind wir heute;der Mohr, der Spitz, der Hampelmannsind gar zu arme Leute.
Musik, Musik, die Flöte kommt,Rumpumpel tut's begreifen:36er horcht und hebt das Fingerchen,fängt gleich an mitzupfeifen.
Musik, Musik, die Flöte kommt,
Rumpumpel tut's begreifen:
36er horcht und hebt das Fingerchen,
fängt gleich an mitzupfeifen.
Musik, Musik, die Geige kommt,die Geige tut fein klingen;Rumpumpel hebt das Fingerchen,fängt leise an zu singen.
Musik, Musik, die Geige kommt,
die Geige tut fein klingen;
Rumpumpel hebt das Fingerchen,
fängt leise an zu singen.
Musik, Musik, der Brummbaß kommt,ganz deutlich hört man's summen;Rumpumpel hebt das Fingerchen,tut wie 'ne Hummel brummen.
Musik, Musik, der Brummbaß kommt,
ganz deutlich hört man's summen;
Rumpumpel hebt das Fingerchen,
tut wie 'ne Hummel brummen.
Das gibt ein herrliches Konzert,ihr Kinder, kommt, ich bitte!Drei Kirschen kost't der erste Platz,und eine kost't die Mitte.
Das gibt ein herrliches Konzert,
ihr Kinder, kommt, ich bitte!
Drei Kirschen kost't der erste Platz,
und eine kost't die Mitte.
Hinten herum ist alles frei,großmütig sind wir heute;der Mohr, der Spitz, der Hampelmannsind gar zu arme Leute.
Hinten herum ist alles frei,
großmütig sind wir heute;
der Mohr, der Spitz, der Hampelmann
sind gar zu arme Leute.
Der Schneidermeister Piekenichist ein geschickter Mann,37er kommt und mißt dem Peterledie ersten Hosen an.Er nimmt sein Buch und Metermaß,schreibt sich die Zahlen auf;und wenn der Bub nicht stille steht,kriegt er eins hinten drauf."Du lieber Meister Piekenich,mach die Hosen recht schön!Ich will ja unter den Lindendamit spazieren gehn.Und alle kleinen Jungensgucken nach mir hinund sehn an meinen Höschen,daß ich auch ein Junge bin."
Der Schneidermeister Piekenichist ein geschickter Mann,37er kommt und mißt dem Peterledie ersten Hosen an.
Der Schneidermeister Piekenich
ist ein geschickter Mann,
37er kommt und mißt dem Peterle
die ersten Hosen an.
Er nimmt sein Buch und Metermaß,schreibt sich die Zahlen auf;und wenn der Bub nicht stille steht,kriegt er eins hinten drauf.
Er nimmt sein Buch und Metermaß,
schreibt sich die Zahlen auf;
und wenn der Bub nicht stille steht,
kriegt er eins hinten drauf.
"Du lieber Meister Piekenich,mach die Hosen recht schön!Ich will ja unter den Lindendamit spazieren gehn.
"Du lieber Meister Piekenich,
mach die Hosen recht schön!
Ich will ja unter den Linden
damit spazieren gehn.
Und alle kleinen Jungensgucken nach mir hinund sehn an meinen Höschen,daß ich auch ein Junge bin."
Und alle kleinen Jungens
gucken nach mir hin
und sehn an meinen Höschen,
daß ich auch ein Junge bin."
Gestern lief der Peter weg,spinnefix verstohlen.Setzt sich Mutter den Bänderhut auf:wart, ich will dich holen.Sausepeter,Flausepeter,kleiner Sünder, wo bist du?38Hahnematz steht auf der Wiese,"Kiek ins Grüne" kräht er;sag mir, bunter Kikeriki, wo ist unser Peter?Bummelpeter,Schummelpeter,kleiner Sünder, wo bist du?Wie sie sich im Garten umguckt,ist er nicht zu sehen,bleibt sie neben dem Spargelbeetunterm Pflaumbaum stehen.Aber Peter,nirgends steht er;kleiner Sünder, wo bist du?Hört sie etwas lachen, horchoben aus dem Baume;sitzt der Peter seelenvergnügt,pflückt sich eine Pflaume.Wirft ein Steinchen,schwenkt die Beinchen,wupptich—: Mutter, da bin ich!
Gestern lief der Peter weg,spinnefix verstohlen.Setzt sich Mutter den Bänderhut auf:wart, ich will dich holen.Sausepeter,Flausepeter,kleiner Sünder, wo bist du?
Gestern lief der Peter weg,
spinnefix verstohlen.
Setzt sich Mutter den Bänderhut auf:
wart, ich will dich holen.
Sausepeter,
Flausepeter,
kleiner Sünder, wo bist du?
38Hahnematz steht auf der Wiese,"Kiek ins Grüne" kräht er;sag mir, bunter Kikeriki, wo ist unser Peter?Bummelpeter,Schummelpeter,kleiner Sünder, wo bist du?
38Hahnematz steht auf der Wiese,
"Kiek ins Grüne" kräht er;
sag mir, bunter Kikeriki, wo ist unser Peter?
Bummelpeter,
Schummelpeter,
kleiner Sünder, wo bist du?
Wie sie sich im Garten umguckt,ist er nicht zu sehen,bleibt sie neben dem Spargelbeetunterm Pflaumbaum stehen.Aber Peter,nirgends steht er;kleiner Sünder, wo bist du?
Wie sie sich im Garten umguckt,
ist er nicht zu sehen,
bleibt sie neben dem Spargelbeet
unterm Pflaumbaum stehen.
Aber Peter,
nirgends steht er;
kleiner Sünder, wo bist du?
Hört sie etwas lachen, horchoben aus dem Baume;sitzt der Peter seelenvergnügt,pflückt sich eine Pflaume.Wirft ein Steinchen,schwenkt die Beinchen,wupptich—: Mutter, da bin ich!
Hört sie etwas lachen, horch
oben aus dem Baume;
sitzt der Peter seelenvergnügt,
pflückt sich eine Pflaume.
Wirft ein Steinchen,
schwenkt die Beinchen,
wupptich—: Mutter, da bin ich!
Flutschpeter lief nie gradeaus;ja, und warum? Er lief39getreulich seiner Nase nach,und die, ja die war—schief.
Flutschpeter lief nie gradeaus;ja, und warum? Er lief39getreulich seiner Nase nach,und die, ja die war—schief.
Flutschpeter lief nie gradeaus;
ja, und warum? Er lief
39getreulich seiner Nase nach,
und die, ja die war—schief.
Rumpumpel macht 'ne Landpartie,er trommelt: wer will mit?Kommt das KätzchenMausemätzchen,das will mit.Rumpumpel macht 'ne Landpartie,er trommelt: wer will mit?Kommt das HündchenBelleinstündchen,das will mit.Rumpumpel macht 'ne Landpartie,er trommelt: wer will mit?Kommt das SchweinchenRosenfeinchen,das will mit.Rumpumpel macht 'ne Landpartie,er trommelt: wer will mit?Kommt der Bär40Brummesehr,der will mit.So geht's im Trab,bergauf, bergab,durch Dünn und Dick,durch Schlamm und Schlick;Rumpumpel schlägt die Trommel.Das Kätzchen maut,das Hündchen bellt,das Schweinchen quiekt,der Bär brummt: was 'ne dumme Welt!Rumpumpel schlägt die Trommel.
Rumpumpel macht 'ne Landpartie,er trommelt: wer will mit?Kommt das KätzchenMausemätzchen,das will mit.
Rumpumpel macht 'ne Landpartie,
er trommelt: wer will mit?
Kommt das Kätzchen
Mausemätzchen,
das will mit.
Rumpumpel macht 'ne Landpartie,er trommelt: wer will mit?Kommt das HündchenBelleinstündchen,das will mit.
Rumpumpel macht 'ne Landpartie,
er trommelt: wer will mit?
Kommt das Hündchen
Belleinstündchen,
das will mit.
Rumpumpel macht 'ne Landpartie,er trommelt: wer will mit?Kommt das SchweinchenRosenfeinchen,das will mit.
Rumpumpel macht 'ne Landpartie,
er trommelt: wer will mit?
Kommt das Schweinchen
Rosenfeinchen,
das will mit.
Rumpumpel macht 'ne Landpartie,er trommelt: wer will mit?Kommt der Bär40Brummesehr,der will mit.
Rumpumpel macht 'ne Landpartie,
er trommelt: wer will mit?
Kommt der Bär
40Brummesehr,
der will mit.
So geht's im Trab,bergauf, bergab,durch Dünn und Dick,durch Schlamm und Schlick;Rumpumpel schlägt die Trommel.
So geht's im Trab,
bergauf, bergab,
durch Dünn und Dick,
durch Schlamm und Schlick;
Rumpumpel schlägt die Trommel.
Das Kätzchen maut,das Hündchen bellt,das Schweinchen quiekt,der Bär brummt: was 'ne dumme Welt!Rumpumpel schlägt die Trommel.
Das Kätzchen maut,
das Hündchen bellt,
das Schweinchen quiekt,
der Bär brummt: was 'ne dumme Welt!
Rumpumpel schlägt die Trommel.
Ride-bide-Bummstock fing 'ne Maus,Ride-bide-Bummstock ließ sie wieder raus;Ride-bide-Bummstock, du bist dumm,die Mäuse sind 'n Rackerpack, das bringt man um.
Ride-bide-Bummstock fing 'ne Maus,Ride-bide-Bummstock ließ sie wieder raus;Ride-bide-Bummstock, du bist dumm,die Mäuse sind 'n Rackerpack, das bringt man um.
Ride-bide-Bummstock fing 'ne Maus,
Ride-bide-Bummstock ließ sie wieder raus;
Ride-bide-Bummstock, du bist dumm,
die Mäuse sind 'n Rackerpack, das bringt man um.
Hans Wackelohr, Hans Wackelohr,was bist du heut so still?41Sieh her, ich habe Kohl für dich,sitz doch nicht gar so feierlich!Hans Wackelohr, Hans Wackelohr,wie kommst du mir heut vor!Hans Schnupperschnut, Hans Schnupperschnut,ist dir dein Haus zu eng?Ein Weilchen darfst du aus dem Stall,bloß friß mir nicht die Knospen all!Hans Schnupperschnut, Hans Schnupperschnut,bist mir nun wieder gut?
Hans Wackelohr, Hans Wackelohr,was bist du heut so still?41Sieh her, ich habe Kohl für dich,sitz doch nicht gar so feierlich!Hans Wackelohr, Hans Wackelohr,wie kommst du mir heut vor!
Hans Wackelohr, Hans Wackelohr,
was bist du heut so still?
41Sieh her, ich habe Kohl für dich,
sitz doch nicht gar so feierlich!
Hans Wackelohr, Hans Wackelohr,
wie kommst du mir heut vor!
Hans Schnupperschnut, Hans Schnupperschnut,ist dir dein Haus zu eng?Ein Weilchen darfst du aus dem Stall,bloß friß mir nicht die Knospen all!Hans Schnupperschnut, Hans Schnupperschnut,bist mir nun wieder gut?
Hans Schnupperschnut, Hans Schnupperschnut,
ist dir dein Haus zu eng?
Ein Weilchen darfst du aus dem Stall,
bloß friß mir nicht die Knospen all!
Hans Schnupperschnut, Hans Schnupperschnut,
bist mir nun wieder gut?
Hühner, wollt ihr wohl artig sein!hübsch langsam essen und nicht so schrein!Müßt ihr denn immer zanken und beißen?euch um jedes Körnchen reißen?Pfui, dicke Henne, abscheuliches Tier,du ißt ja für vier.Weg! hörst du nicht? du sollst dich trollen!Die niedlichen kleinen Küken wollenauch mal heran an das schöne Futter.Wenn du nicht hörst, sag ich's der Mutter;die fängt dich ein und macht dich tot,dann essen wir dich zum Mittagbrot.
Hühner, wollt ihr wohl artig sein!hübsch langsam essen und nicht so schrein!Müßt ihr denn immer zanken und beißen?euch um jedes Körnchen reißen?Pfui, dicke Henne, abscheuliches Tier,du ißt ja für vier.Weg! hörst du nicht? du sollst dich trollen!Die niedlichen kleinen Küken wollenauch mal heran an das schöne Futter.Wenn du nicht hörst, sag ich's der Mutter;die fängt dich ein und macht dich tot,dann essen wir dich zum Mittagbrot.
Hühner, wollt ihr wohl artig sein!
hübsch langsam essen und nicht so schrein!
Müßt ihr denn immer zanken und beißen?
euch um jedes Körnchen reißen?
Pfui, dicke Henne, abscheuliches Tier,
du ißt ja für vier.
Weg! hörst du nicht? du sollst dich trollen!
Die niedlichen kleinen Küken wollen
auch mal heran an das schöne Futter.
Wenn du nicht hörst, sag ich's der Mutter;
die fängt dich ein und macht dich tot,
dann essen wir dich zum Mittagbrot.
42Lied des Hühnchens
Tuck—tuck—heut ist Regentag,und ich muß mich plagen;kratze schon acht Stunden, tuck,und noch knurrt mein Magen.Tuck tuck tuck, pick und schluck,hab noch immer nicht genug.Tuck die Enten, tuck die Enten,Enten sind doch Narren;gehn ins Wasser, tuck ins Wasser,als könnte man da scharren.Tuck tuck tuck, pick und schluck,hab noch immer nicht genug.Pferde, tuck tuck tuck, und Kühehaben große Köpfe,aber keine Kröpfe, tuck;traurige Geschöpfe!Tuck tuck tuck, pick und schluck,hab noch immer nicht genug.Tuck, wie war der Hahn galant,suchte mir manch Krümchen;heute geht er, tuck tuck tuck,43mit Cochinchina-Mühmchen.Tuck tuck tuck, pick und schluck,hab noch immer nicht genug.Tuck, du fetter Regenwurm,dich muß ich noch ergattern;schimpft nur, tuck, vor Neid, tuck tuck,Muhmen und Gevattern!Tuck tuck tuck, pick und schluck,hab noch immer nicht genug.Tuck, wär ich doch endlich satt,tuck, das wär ein Segen;muß Rumpumpeln, tuck tuck tuck,sein Frühstücks-Ei noch legen.Tuck tuck tuck, pick und schluck,ach, wann hat man wohl genug?
Tuck—tuck—heut ist Regentag,und ich muß mich plagen;kratze schon acht Stunden, tuck,und noch knurrt mein Magen.Tuck tuck tuck, pick und schluck,hab noch immer nicht genug.
Tuck—tuck—heut ist Regentag,
und ich muß mich plagen;
kratze schon acht Stunden, tuck,
und noch knurrt mein Magen.
Tuck tuck tuck, pick und schluck,
hab noch immer nicht genug.
Tuck die Enten, tuck die Enten,Enten sind doch Narren;gehn ins Wasser, tuck ins Wasser,als könnte man da scharren.Tuck tuck tuck, pick und schluck,hab noch immer nicht genug.
Tuck die Enten, tuck die Enten,
Enten sind doch Narren;
gehn ins Wasser, tuck ins Wasser,
als könnte man da scharren.
Tuck tuck tuck, pick und schluck,
hab noch immer nicht genug.
Pferde, tuck tuck tuck, und Kühehaben große Köpfe,aber keine Kröpfe, tuck;traurige Geschöpfe!Tuck tuck tuck, pick und schluck,hab noch immer nicht genug.
Pferde, tuck tuck tuck, und Kühe
haben große Köpfe,
aber keine Kröpfe, tuck;
traurige Geschöpfe!
Tuck tuck tuck, pick und schluck,
hab noch immer nicht genug.
Tuck, wie war der Hahn galant,suchte mir manch Krümchen;heute geht er, tuck tuck tuck,43mit Cochinchina-Mühmchen.Tuck tuck tuck, pick und schluck,hab noch immer nicht genug.
Tuck, wie war der Hahn galant,
suchte mir manch Krümchen;
heute geht er, tuck tuck tuck,
43mit Cochinchina-Mühmchen.
Tuck tuck tuck, pick und schluck,
hab noch immer nicht genug.
Tuck, du fetter Regenwurm,dich muß ich noch ergattern;schimpft nur, tuck, vor Neid, tuck tuck,Muhmen und Gevattern!Tuck tuck tuck, pick und schluck,hab noch immer nicht genug.
Tuck, du fetter Regenwurm,
dich muß ich noch ergattern;
schimpft nur, tuck, vor Neid, tuck tuck,
Muhmen und Gevattern!
Tuck tuck tuck, pick und schluck,
hab noch immer nicht genug.
Tuck, wär ich doch endlich satt,tuck, das wär ein Segen;muß Rumpumpeln, tuck tuck tuck,sein Frühstücks-Ei noch legen.Tuck tuck tuck, pick und schluck,ach, wann hat man wohl genug?
Tuck, wär ich doch endlich satt,
tuck, das wär ein Segen;
muß Rumpumpeln, tuck tuck tuck,
sein Frühstücks-Ei noch legen.
Tuck tuck tuck, pick und schluck,
ach, wann hat man wohl genug?
Unser Müller hat ein Mühlenhaus,mi-ma-Mühlenhaus,kommt Korn hinein und Mehl heraus,mi-ma-Mehl heraus;Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus.44Unser Bäcker, der backt weiße Wecken,wi-wa-weiße Wecken,und braunes Brot und Streußelschnecken,stri-stra-Streußelschnecken;weiße Wecken, Streußelschnecken,Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus.Unser Schlächter schlacht't ein feistes Schwein,fi-fa-feistes Schwein,und pökelt Wurst und Schinken ein,schi-scha-Schinken ein;feistes Schwein, Schinken ein,weiße Wecken, Streußelschnecken,Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus.Unsre Mutter hat 'ne bunte Kuh,bi-ba-bunte Kuh,die gibt uns Milch und Butter dazu,bi-ba-Butter dazu;bunte Kuh, Butter dazu,feistes Schwein, Schinken ein,weiße Wecken, Streußelschnecken,Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus.45Unsre Henne macht ein laut Geschrei,li-la-laut Geschrei,und legt dabei ein frisches Ei,fri-fra-frisches Ei;frisches Ei, laut Geschrei,bunte Kuh, Butter dazu,feistes Schwein, Schinken ein,weiße Wecken, Streußelschnecken,Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus. [Transkriptions-Notiz: Fehlendesaushinzugefügt.]Rumpumpel ist ein kluges Kind,kli-kla-kluges Kind,das fragt nicht viel und ißt geschwind,i-a-ißt geschwind;kluges Kind, ißt geschwind,frisches Ei, laut Geschrei,bunte Kuh, Butter dazu,feistes Schwein, Schinken ein,weiße Wecken, Streußelschnecken,Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus.
Unser Müller hat ein Mühlenhaus,mi-ma-Mühlenhaus,kommt Korn hinein und Mehl heraus,mi-ma-Mehl heraus;Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus.
Unser Müller hat ein Mühlenhaus,
mi-ma-Mühlenhaus,
kommt Korn hinein und Mehl heraus,
mi-ma-Mehl heraus;
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.
44Unser Bäcker, der backt weiße Wecken,wi-wa-weiße Wecken,und braunes Brot und Streußelschnecken,stri-stra-Streußelschnecken;weiße Wecken, Streußelschnecken,Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus.
44Unser Bäcker, der backt weiße Wecken,
wi-wa-weiße Wecken,
und braunes Brot und Streußelschnecken,
stri-stra-Streußelschnecken;
weiße Wecken, Streußelschnecken,
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.
Unser Schlächter schlacht't ein feistes Schwein,fi-fa-feistes Schwein,und pökelt Wurst und Schinken ein,schi-scha-Schinken ein;feistes Schwein, Schinken ein,weiße Wecken, Streußelschnecken,Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus.
Unser Schlächter schlacht't ein feistes Schwein,
fi-fa-feistes Schwein,
und pökelt Wurst und Schinken ein,
schi-scha-Schinken ein;
feistes Schwein, Schinken ein,
weiße Wecken, Streußelschnecken,
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.
Unsre Mutter hat 'ne bunte Kuh,bi-ba-bunte Kuh,die gibt uns Milch und Butter dazu,bi-ba-Butter dazu;bunte Kuh, Butter dazu,feistes Schwein, Schinken ein,weiße Wecken, Streußelschnecken,Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus.
Unsre Mutter hat 'ne bunte Kuh,
bi-ba-bunte Kuh,
die gibt uns Milch und Butter dazu,
bi-ba-Butter dazu;
bunte Kuh, Butter dazu,
feistes Schwein, Schinken ein,
weiße Wecken, Streußelschnecken,
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.
45Unsre Henne macht ein laut Geschrei,li-la-laut Geschrei,und legt dabei ein frisches Ei,fri-fra-frisches Ei;frisches Ei, laut Geschrei,bunte Kuh, Butter dazu,feistes Schwein, Schinken ein,weiße Wecken, Streußelschnecken,Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus. [Transkriptions-Notiz: Fehlendesaushinzugefügt.]
45Unsre Henne macht ein laut Geschrei,
li-la-laut Geschrei,
und legt dabei ein frisches Ei,
fri-fra-frisches Ei;
frisches Ei, laut Geschrei,
bunte Kuh, Butter dazu,
feistes Schwein, Schinken ein,
weiße Wecken, Streußelschnecken,
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus. [Transkriptions-Notiz: Fehlendesaushinzugefügt.]
Rumpumpel ist ein kluges Kind,kli-kla-kluges Kind,das fragt nicht viel und ißt geschwind,i-a-ißt geschwind;kluges Kind, ißt geschwind,frisches Ei, laut Geschrei,bunte Kuh, Butter dazu,feistes Schwein, Schinken ein,weiße Wecken, Streußelschnecken,Mühlenhaus, Mehl heraus,so sieht unsre Wirtschaft aus.
Rumpumpel ist ein kluges Kind,
kli-kla-kluges Kind,
das fragt nicht viel und ißt geschwind,
i-a-ißt geschwind;
kluges Kind, ißt geschwind,
frisches Ei, laut Geschrei,
bunte Kuh, Butter dazu,
feistes Schwein, Schinken ein,
weiße Wecken, Streußelschnecken,
Mühlenhaus, Mehl heraus,
so sieht unsre Wirtschaft aus.
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51Das Haus
Ich bau, ich bau ein steinern Haus;vorne guckt ein Esel raus,hinten eine Kuh,muh.
Ich bau, ich bau ein steinern Haus;vorne guckt ein Esel raus,hinten eine Kuh,muh.
Ich bau, ich bau ein steinern Haus;
vorne guckt ein Esel raus,
hinten eine Kuh,
muh.
Sitzen zwei alte Weiber im Sand,spinnen viel feine Fäden über Land,über Bäume,über Zäune,um Stoppel und Dorn,immer von vorn.Für wen sitzen die alten Weiber im Sand,spinnen viel feine Fäden über Land?Für Wildbub Kraushaar,kommt alle hundert Jahrmit Trommel und Trabvom Himmel herab,reißt alle Fäden auf einmal ab,macht sich ein'n Mützenpuschel drausund lacht die alten Weiber aus.
Sitzen zwei alte Weiber im Sand,spinnen viel feine Fäden über Land,über Bäume,über Zäune,um Stoppel und Dorn,immer von vorn.
Sitzen zwei alte Weiber im Sand,
spinnen viel feine Fäden über Land,
über Bäume,
über Zäune,
um Stoppel und Dorn,
immer von vorn.
Für wen sitzen die alten Weiber im Sand,spinnen viel feine Fäden über Land?Für Wildbub Kraushaar,kommt alle hundert Jahrmit Trommel und Trabvom Himmel herab,reißt alle Fäden auf einmal ab,macht sich ein'n Mützenpuschel drausund lacht die alten Weiber aus.
Für wen sitzen die alten Weiber im Sand,
spinnen viel feine Fäden über Land?
Für Wildbub Kraushaar,
kommt alle hundert Jahr
mit Trommel und Trab
vom Himmel herab,
reißt alle Fäden auf einmal ab,
macht sich ein'n Mützenpuschel draus
und lacht die alten Weiber aus.
52Siebenschläfer
Ihr Siebenschläfer in den Höhlen,reckt euch, streckt euch, aufgewacht!Der Frühling leuchtet in den Himmelnach einer einzigen warmen Nacht.Schnell, schüttelt eure grauen Zotteln,und blinzelt in das blaue Licht;Herrgott, wer wird so langsam trotteln,ich lauf voraus, ich warte nicht.Die Amsel übt schon ihre Lieder,ich pfeif sie nach, ich sing sie auch;und denkt euch nur, der blaue Fliederhat Knospen, und der Haselstrauch.Der Teckel bellt vor lauter Wonneund wühlt die frische Erde um—Na? seid ihr noch nicht in der Sonne,ihr Siebenschläfer faul und dumm?
Ihr Siebenschläfer in den Höhlen,reckt euch, streckt euch, aufgewacht!Der Frühling leuchtet in den Himmelnach einer einzigen warmen Nacht.
Ihr Siebenschläfer in den Höhlen,
reckt euch, streckt euch, aufgewacht!
Der Frühling leuchtet in den Himmel
nach einer einzigen warmen Nacht.
Schnell, schüttelt eure grauen Zotteln,und blinzelt in das blaue Licht;Herrgott, wer wird so langsam trotteln,ich lauf voraus, ich warte nicht.
Schnell, schüttelt eure grauen Zotteln,
und blinzelt in das blaue Licht;
Herrgott, wer wird so langsam trotteln,
ich lauf voraus, ich warte nicht.
Die Amsel übt schon ihre Lieder,ich pfeif sie nach, ich sing sie auch;und denkt euch nur, der blaue Fliederhat Knospen, und der Haselstrauch.
Die Amsel übt schon ihre Lieder,
ich pfeif sie nach, ich sing sie auch;
und denkt euch nur, der blaue Flieder
hat Knospen, und der Haselstrauch.
Der Teckel bellt vor lauter Wonneund wühlt die frische Erde um—Na? seid ihr noch nicht in der Sonne,ihr Siebenschläfer faul und dumm?
Der Teckel bellt vor lauter Wonne
und wühlt die frische Erde um—
Na? seid ihr noch nicht in der Sonne,
ihr Siebenschläfer faul und dumm?
Has, Has, Osterhas,wir möchten nicht mehr warten.Der Krokus und das Tausendschön,53Vergißmeinnicht und Tulpen stehnschon lang in unserm Garten.Has, Has, Osterhas,mit deinen bunten Eiern.Der Star lugt aus dem Kasten aus,Blühkätzchen sitzen um sein Haus;wann kommst du Frühling feiern?Has, Has, Osterhas,ich wünsche mir das Beste:ein großes Ei, ein kleines Eiund ein lustiges Dideldumdei,alles in einem Neste.
Has, Has, Osterhas,wir möchten nicht mehr warten.Der Krokus und das Tausendschön,53Vergißmeinnicht und Tulpen stehnschon lang in unserm Garten.
Has, Has, Osterhas,
wir möchten nicht mehr warten.
Der Krokus und das Tausendschön,
53Vergißmeinnicht und Tulpen stehn
schon lang in unserm Garten.
Has, Has, Osterhas,mit deinen bunten Eiern.Der Star lugt aus dem Kasten aus,Blühkätzchen sitzen um sein Haus;wann kommst du Frühling feiern?
Has, Has, Osterhas,
mit deinen bunten Eiern.
Der Star lugt aus dem Kasten aus,
Blühkätzchen sitzen um sein Haus;
wann kommst du Frühling feiern?
Has, Has, Osterhas,ich wünsche mir das Beste:ein großes Ei, ein kleines Eiund ein lustiges Dideldumdei,alles in einem Neste.
Has, Has, Osterhas,
ich wünsche mir das Beste:
ein großes Ei, ein kleines Ei
und ein lustiges Dideldumdei,
alles in einem Neste.
Maikönig kommt gefahren,in seinem grüngoldnen Wagen,mit Saus und Gesinge.Seine Zügel sind Sonnenstrahlen,große blaue Schmetterlingeziehn ihn über Busch und Bach,daß die weißen Blütenglockenin seinen Lockenschwingen und springen,54und Hans guckt ihm nachund hört sein Lied:wer zieht mit? zieht mit?Kommt das Maienweibchen,trägt ein weißes Kleidchen,trägt ein grünes Kränzchen,sagt zu unserm Hänschen:Eia, Hans,komm zum Tanz!Einen Schritt Frau Nixe,einen Schritt Herr Nix,Ringeldireih, Ringeldireih,Dienerchen,Knix!
Maikönig kommt gefahren,in seinem grüngoldnen Wagen,mit Saus und Gesinge.Seine Zügel sind Sonnenstrahlen,große blaue Schmetterlingeziehn ihn über Busch und Bach,daß die weißen Blütenglockenin seinen Lockenschwingen und springen,54und Hans guckt ihm nachund hört sein Lied:wer zieht mit? zieht mit?
Maikönig kommt gefahren,
in seinem grüngoldnen Wagen,
mit Saus und Gesinge.
Seine Zügel sind Sonnenstrahlen,
große blaue Schmetterlinge
ziehn ihn über Busch und Bach,
daß die weißen Blütenglocken
in seinen Locken
schwingen und springen,
54und Hans guckt ihm nach
und hört sein Lied:
wer zieht mit? zieht mit?
Kommt das Maienweibchen,trägt ein weißes Kleidchen,trägt ein grünes Kränzchen,sagt zu unserm Hänschen:Eia, Hans,komm zum Tanz!Einen Schritt Frau Nixe,einen Schritt Herr Nix,Ringeldireih, Ringeldireih,Dienerchen,Knix!
Kommt das Maienweibchen,
trägt ein weißes Kleidchen,
trägt ein grünes Kränzchen,
sagt zu unserm Hänschen:
Eia, Hans,
komm zum Tanz!
Einen Schritt Frau Nixe,
einen Schritt Herr Nix,
Ringeldireih, Ringeldireih,
Dienerchen,
Knix!
Hansel und Gretel stehen zu zwein,der Hansel ist grob,und die Gretel ist fein,der Hansel ist dick,und die Gretel ist dünn,der Hansel ist aus Birkenholz,die Gretel ist aus Zinn.55Heißa, juchheißa, wer wird nun König?Was der eine zu viel hat, hat der andre zu wenig.
Hansel und Gretel stehen zu zwein,der Hansel ist grob,und die Gretel ist fein,der Hansel ist dick,und die Gretel ist dünn,der Hansel ist aus Birkenholz,die Gretel ist aus Zinn.55Heißa, juchheißa, wer wird nun König?Was der eine zu viel hat, hat der andre zu wenig.
Hansel und Gretel stehen zu zwein,
der Hansel ist grob,
und die Gretel ist fein,
der Hansel ist dick,
und die Gretel ist dünn,
der Hansel ist aus Birkenholz,
die Gretel ist aus Zinn.
55Heißa, juchheißa, wer wird nun König?
Was der eine zu viel hat, hat der andre zu wenig.
Wer tanzt mit mir?wer spielt mit mir?ich bin so sehr allein.Kam da der gelbe Sonnenstrahl:Ich tanze Tippel-huschemal,willst du meine Tänzerin sein?Wer tanzt mit mir?wer spielt mit mir?der Sonnenstrahl ist zu fein.Kam da der wilde Pustewind:Heidih, ich spiele Wegefind,lauf doch, fang mich ein!Wer tanzt mit mir?wer spielt mit mir?der Wind macht mein Krönchen entzwei.Kam da unser brauner Junge an,macht 'nen Diener wie 'n Edelmann:Prinzeß, ich bin so frei.
Wer tanzt mit mir?wer spielt mit mir?ich bin so sehr allein.Kam da der gelbe Sonnenstrahl:Ich tanze Tippel-huschemal,willst du meine Tänzerin sein?
Wer tanzt mit mir?
wer spielt mit mir?
ich bin so sehr allein.
Kam da der gelbe Sonnenstrahl:
Ich tanze Tippel-huschemal,
willst du meine Tänzerin sein?
Wer tanzt mit mir?wer spielt mit mir?der Sonnenstrahl ist zu fein.Kam da der wilde Pustewind:Heidih, ich spiele Wegefind,lauf doch, fang mich ein!
Wer tanzt mit mir?
wer spielt mit mir?
der Sonnenstrahl ist zu fein.
Kam da der wilde Pustewind:
Heidih, ich spiele Wegefind,
lauf doch, fang mich ein!
Wer tanzt mit mir?wer spielt mit mir?der Wind macht mein Krönchen entzwei.Kam da unser brauner Junge an,macht 'nen Diener wie 'n Edelmann:Prinzeß, ich bin so frei.
Wer tanzt mit mir?
wer spielt mit mir?
der Wind macht mein Krönchen entzwei.
Kam da unser brauner Junge an,
macht 'nen Diener wie 'n Edelmann:
Prinzeß, ich bin so frei.
56Das große Loch
Das große Loch,wie kam es dochin Gretens neuen Schuh?Die ganzen Zehnsind ja zu sehn;wer macht das Loch uns zu?Drüben hinterm Rathaushängt ein großes Schild raus,goldner Stiefel drauf.Da wohnt der Schuster Firlefanz,der macht dein Schuhchen wieder ganz;lauf, Grete, lauf!
Das große Loch,wie kam es dochin Gretens neuen Schuh?Die ganzen Zehnsind ja zu sehn;wer macht das Loch uns zu?
Das große Loch,
wie kam es doch
in Gretens neuen Schuh?
Die ganzen Zehn
sind ja zu sehn;
wer macht das Loch uns zu?
Drüben hinterm Rathaushängt ein großes Schild raus,goldner Stiefel drauf.Da wohnt der Schuster Firlefanz,der macht dein Schuhchen wieder ganz;lauf, Grete, lauf!
Drüben hinterm Rathaus
hängt ein großes Schild raus,
goldner Stiefel drauf.
Da wohnt der Schuster Firlefanz,
der macht dein Schuhchen wieder ganz;
lauf, Grete, lauf!
Es tanzen zwei Gesellenhier herum;der eine, der ist klug,und der andre, der ist dumm.Der eine liegt im Grase,der andre sitzt am Tisch;der eine kaut den Kanten,der andre ißt den Fischißt den Fisch.57Es tanzen zwei Gesellenhier herum;der eine, der ist grad,und der andre, der ist krumm.Der eine, der bleibt mager,der andre, der wird fett;der eine kommt an'n Galgen,der andre stirbt im Bett.Je nun, je nun,was ist dabei zu tun.
Es tanzen zwei Gesellenhier herum;der eine, der ist klug,und der andre, der ist dumm.Der eine liegt im Grase,der andre sitzt am Tisch;der eine kaut den Kanten,der andre ißt den Fischißt den Fisch.
Es tanzen zwei Gesellen
hier herum;
der eine, der ist klug,
und der andre, der ist dumm.
Der eine liegt im Grase,
der andre sitzt am Tisch;
der eine kaut den Kanten,
der andre ißt den Fisch
ißt den Fisch.
57Es tanzen zwei Gesellenhier herum;der eine, der ist grad,und der andre, der ist krumm.Der eine, der bleibt mager,der andre, der wird fett;der eine kommt an'n Galgen,der andre stirbt im Bett.Je nun, je nun,was ist dabei zu tun.
57Es tanzen zwei Gesellen
hier herum;
der eine, der ist grad,
und der andre, der ist krumm.
Der eine, der bleibt mager,
der andre, der wird fett;
der eine kommt an'n Galgen,
der andre stirbt im Bett.
Je nun, je nun,
was ist dabei zu tun.
Oben aus dem Fahnenhausguckt das schwarze Wettermännchen raus,spreizt die Beine und grinst uns an;schäme dich, alter Wettermann!Am Ostersonntag, vor sieben Wochen,hast du dem Fritze fest versprochen,daß zu Pfingsten, im Monat Mai,das allerschönste Wetter sei.Und nun regnet's, liebe Not,alle hellen Blüten tot;sie liegen da wie nasser Schnee.Auf den Wegen steht See an See;58ja, wenn wir noch drin baden könnten,wie die Spatzen oder die Enten.Wir dürfen aber gar nicht raus,sehn so mucksch wie Maulwürfe aus;röche nicht der Kuchen so lecker her,wüßte man gar nicht, daß Feiertag wär.Nicht mal die Pfingstkleider kriegt man an;Schäme dich, schwarzer Wettermann!
Oben aus dem Fahnenhausguckt das schwarze Wettermännchen raus,spreizt die Beine und grinst uns an;schäme dich, alter Wettermann!Am Ostersonntag, vor sieben Wochen,hast du dem Fritze fest versprochen,daß zu Pfingsten, im Monat Mai,das allerschönste Wetter sei.Und nun regnet's, liebe Not,alle hellen Blüten tot;sie liegen da wie nasser Schnee.Auf den Wegen steht See an See;58ja, wenn wir noch drin baden könnten,wie die Spatzen oder die Enten.Wir dürfen aber gar nicht raus,sehn so mucksch wie Maulwürfe aus;röche nicht der Kuchen so lecker her,wüßte man gar nicht, daß Feiertag wär.Nicht mal die Pfingstkleider kriegt man an;Schäme dich, schwarzer Wettermann!
Oben aus dem Fahnenhaus
guckt das schwarze Wettermännchen raus,
spreizt die Beine und grinst uns an;
schäme dich, alter Wettermann!
Am Ostersonntag, vor sieben Wochen,
hast du dem Fritze fest versprochen,
daß zu Pfingsten, im Monat Mai,
das allerschönste Wetter sei.
Und nun regnet's, liebe Not,
alle hellen Blüten tot;
sie liegen da wie nasser Schnee.
Auf den Wegen steht See an See;
58ja, wenn wir noch drin baden könnten,
wie die Spatzen oder die Enten.
Wir dürfen aber gar nicht raus,
sehn so mucksch wie Maulwürfe aus;
röche nicht der Kuchen so lecker her,
wüßte man gar nicht, daß Feiertag wär.
Nicht mal die Pfingstkleider kriegt man an;
Schäme dich, schwarzer Wettermann!
Vor der Laube kräht der Hahn,ein rot-schwarz-gelb und grüner:Kuchen, Kuchen, Kuchen auf dem Tisch,fix, kommt fix, ihr Hühner!Seht die Hennen,wie sie rennen,aus Verstecken,über Zäune, über Hecken,gackern, beißen sich und schrein,jede will die erste sein.Wie sie fliegen, wie sie flattern,um ein Plätzchen zu ergattern.Oben auf des Tisches Mitte59steht Herr Hahn:Bitte, meine Damen, bitte,fangt nur an!Pick und schluck,nicht genug,immer mehrKuchen her!Unser Kropfist ein Topf,wird nicht voll,wird nicht leer,darum mehrKuchen her,bis der Teller leckeleer!Drüben aus des Gärtners Hausguckt der kleine Fritz und lacht:Ei, wie sah das lustig aus,das haben die Hühner klug gemacht.
Vor der Laube kräht der Hahn,ein rot-schwarz-gelb und grüner:Kuchen, Kuchen, Kuchen auf dem Tisch,fix, kommt fix, ihr Hühner!
Vor der Laube kräht der Hahn,
ein rot-schwarz-gelb und grüner:
Kuchen, Kuchen, Kuchen auf dem Tisch,
fix, kommt fix, ihr Hühner!
Seht die Hennen,wie sie rennen,aus Verstecken,über Zäune, über Hecken,gackern, beißen sich und schrein,jede will die erste sein.Wie sie fliegen, wie sie flattern,um ein Plätzchen zu ergattern.Oben auf des Tisches Mitte59steht Herr Hahn:Bitte, meine Damen, bitte,fangt nur an!Pick und schluck,nicht genug,immer mehrKuchen her!Unser Kropfist ein Topf,wird nicht voll,wird nicht leer,darum mehrKuchen her,bis der Teller leckeleer!
Seht die Hennen,
wie sie rennen,
aus Verstecken,
über Zäune, über Hecken,
gackern, beißen sich und schrein,
jede will die erste sein.
Wie sie fliegen, wie sie flattern,
um ein Plätzchen zu ergattern.
Oben auf des Tisches Mitte
59steht Herr Hahn:
Bitte, meine Damen, bitte,
fangt nur an!
Pick und schluck,
nicht genug,
immer mehr
Kuchen her!
Unser Kropf
ist ein Topf,
wird nicht voll,
wird nicht leer,
darum mehr
Kuchen her,
bis der Teller leckeleer!
Drüben aus des Gärtners Hausguckt der kleine Fritz und lacht:Ei, wie sah das lustig aus,das haben die Hühner klug gemacht.
Drüben aus des Gärtners Haus
guckt der kleine Fritz und lacht:
Ei, wie sah das lustig aus,
das haben die Hühner klug gemacht.