5. Kapitel.Furchtbare Stunden.

Terror erwartete Kapitän Mors im Beobachtungsraum.

„Nun?“ fragte er. „Haben sie sich besonnen? Wollen die Tollen nachgeben?“

„Nein,“ erwiderte Kapitän Mors. „Der Sinnestaumel hat sie gefaßt, sie bilden sich ein, daß sie die Herren der Welt wären. Freilich sind es nur zwei, die beiden Irländer, sie haben die Franzosen betört, diese waren brave Leute und haben sich nur zu der Meuterei hinreißen lassen. Aber jetzt gilt es Vorsichtsmaßregeln zu treffen. Die Elenden da drinnen wollen uns vernichten.“

Terror stellte keine Frage, denn er wußte, daß Kapitän Mors allein zu handeln pflegte. Er folgte dem kühnen Manne nach einem kleineren Raume.

„Hier binde Dich an,“ befahl Kapitän Mors. „Benutze die Riemen und die Handgriffe. Binde Dich aber so an, daß Du Dich noch bewegen kannst und triff nur Vorsichtsmaßregeln, daß Du nicht gegen die Wand geschmettert wirst.“

„Und Ihr, Kapitän? Was wollt Ihr tun?“ fragte Terror, indem er der Weisung nachkam.

„Ich halte mich an den eisernen Handgriffen fest,“ lautete die kurze Antwort. „Das genügt mir, aber spute Dich, der Professor und die beiden Mädchen sind gewarnt, sie haben Vorsichtsmaßregeln getroffen. Sie befinden sich in gepolsterten Kammern, da kann ihnen kein Leid zustoßen.“

„Aber wir könnten ja auch nach den gepolsterten Schlafkammern hinabgehen,“ meinte Terror. „Das wäre sicherer.“

„Allerdings,“ erwiderte Mors. „Aber verschiedene Umstände zwingen uns, hier oben zu bleiben. Die Empörer könnten sich zeigen, um zu sehen, was aus uns geworden ist. Da müssen wir schnell zu Hand sein und zupacken. Bist Du fertig? Nun, so ist es gut. Es war auch die höchste Zeit. Du siehst, jetzt beginnt es, was ich vorausgesehen.“

Das Weltenfahrzeug begann furchtbar zu schwanken.

„Sie verändern das Gleichgewicht des Fahrzeuges,“ rief Terror.

„Gewiß,“ erwiderte Mors, indem er mit eiserner Kraft die metallenen Griffe packte. „Wir werden gleich auf dem Kopf stehen.“

Das war auch der Fall.

Jedenfalls hatten die Meuterer in der Maschinenkammer Vorsorge getroffen, daß sie bei dem Manöver, das sie jetzt mit dem Weltenfahrzeug vornahmen, keinen Schaden erlitten.

Dagegen wollten sie dadurch Kapitän Mors und dessen treue Begleiter verletzen oder gar vollkommen vernichten.

Die Handhabung mit dem Riesenmagnet und eine besondere Benutzung der Maschinen gestattete, das Schwergewicht des Fahrzeuges zu ändern und so stand urplötzlich das unterste zu oberst.

Dieser Plan der beiden Empörer legte von teuflischer Schlauheit Zeugnis ab. Sie wollten, daß Kapitän Mors und seine Begleiter durch diese plötzliche Umdrehung des Fahrzeuges mit den Köpfen gegen die metallenen Decken schmettern sollten.

Die sechs Männer in der Maschinenkammer hatten sich jedenfalls dagegen gesichert und festgebunden. Jetzt ließen sie das Fahrzeug wieder blitzschnell herumdrehen.

Diese Manöver wiederholten sich noch zwei-, dreimal, mit geradezu furchtbarer Schnelligkeit, es war ein Zeichen, daß die Empörer vieles von Kapitän Mors gelernt hatten.

Sie verstanden mit der Maschine, welche die Schwerkraft des Fahrzeuges und das Gleichgewicht veränderte, vortrefflich umzugehen und so wälzte sich das Weltenfahrzeug noch zweimal herum, sodaß Kapitän Mors und Terror mit den Köpfen nach unten schwebten.

Terror aber befand sich an den Riemen festgebunden in völliger Sicherheit und Kapitän Mors hielt sich an den metallenen Handgriffen so fest, als sei er mit ihnen verwachsen.

Das Weltenfahrzeug schwankte jetzt wie ein Schiff im wildesten Sturme, bis es allmählich das Gleichgewicht bekam und nun wieder mit furchtbarer Geschwindigkeit durch den Weltenraum dahinraste.

Kapitän Mors überzeugte sich mit einem Blick, daß Terror nicht verletzt sei.

„So, das wäre vorüber,“ meinte er. „Jetzt will ich zusehen, ob die Empörer den Maschinenraum öffnen.“

„Wenn es geschieht, Kapitän, es sind sechs gegen einen und das schlimmste ist, daß unsere elektrischen Waffen in einem Schrank des Maschinenraums aufbewahrt werden.“

„Das ist allerdings fatal,“ sprach der Maskierte. „Das erschwert mein Vorhaben. Würden sie die Tür öffnen und hätte ich den elektrischen Revolver zur Hand, so würde ich die Waffe unnachsichtlich gegen die beiden Rädelsführer gebrauchen.“

„Wenn die Kerle die Waffen finden,“ rief Terror besorgt, „dann werden sie dieselben gegen uns gebrauchen.“

„Das mag sein,“ erwiderte Mors. „Aber, dieser Schrank ist versteckt und in die eiserne Wand eingelassen. Sie werden ihn nicht so leicht finden. Außerdem trage ich den Schlüssel in meiner Tasche.“

Terror war in großer Sorge und meinte, die Meuterer möchten doch den Schrank öffnen, die elektrischen Waffen finden und sich dann derer gegen den Luftpiraten und dessen Anhänger bedienen.

War dies der Fall, so wurde die Situation eine geradezu verzweifelte.

„Das Auffinden der Waffen wäre allerdings ein schwerer Schlag,“ sprach Kapitän Mors, als Terror nochmals Bedenken äußerte. „Aber das alles ist nicht so schlimm wie der Gedanke, daß die Empörer durch ihre Unbesonnenheit das Weltenfahrzeug auf den sogenannten toten Punkt bringen. Sie wissen nicht, wie man diese gefährliche Zone passiert und da werden sie selbst ihr Todesurteil unterschreiben, aber zugleich auch das unsere.“

„So wollen wir ihnen doch zurufen,“ meinte Terror, der sich inzwischen von den Riemen befreit hatte. „Wir werden ihnen zuschreien, daß sie durch ihren Wahnsinn das Verderben heraufbeschwören? Vielleicht geben sie dann nach und merken, daß sie sich ins Verderben bringen? Dann könnten wir die Oberhand über das Fahrzeug bekommen.“

„Ich fürchte, sie werden die Nachricht mit Mißtrauen aufnehmen,“ erwiderte Mors. „Aber versuchen kannst Du es immerhin. Gehe an die Eisentür der Maschinenkammer, denn ich sehe, daß die Leute nicht öffnen. Versuche, was Du willst, aber ich fürchte, Du wirst wenig Erfolg haben. Sollte sich während der Zeit das Weltenfahrzeug wieder drehen, mußt Du Dich rasch an den Handgriffen festhalten. Zur Vorsicht kannst Du Dir noch einen Riemen um den Leib binden.“

Terror tat, wie ihm geheißen und sicherte sich nach Möglichkeit gegen das Umschlagen des Fahrzeuges.

Es konnte ja sehr leicht möglich sein, daß die Meuterer das vorherige so gefährliche Manöver noch einmal wiederholten und er hatte keine Lust, sich den Schädel an der Eisendecke des Weltenfahrzeugs zu zerschmettern.

Mors blieb einstweilen im Beobachtungsraum und öffnete dort ein kleines, angeschraubtes Kästchen.

Dort lagen einige seltsam aussehende, patronenartige Gegenstände, die in einer glänzenden Metallhülle steckten.

Mors nahm zwei derselben heraus und steckte sie in die Tasche, unterdessen hatte Terror die Unterhandlung mit den Meuterern im fest verschlossenen Maschinenraum begonnen.

„Wahrhaftig, der ist ja noch ganz lebendig,“ schrie Wilkes drinnen. „Das ist der Terror. He, hallo, wo ist denn der Maskierte? Warum hat sich der nicht gemeldet?“

Terror war klug genug, um die Antwort schuldig zu bleiben, denn er hoffte vielleicht, daß man Kapitän Mors für tot hielt, oder daß die Meuterer doch wenigstens an eine Betäubung oder eine schwere Verletzung glaubten.

„Von dem Maskierten spricht er nichts, Penn,“ rief Wilkes drinnen seinem Genossen zu. „Der hat jedenfalls was abbekommen. He, holla, aufgepaßt!“

Terror ahnte, daß das Fahrzeug noch einmal den furchtbaren Saltomortale schlagen würde, und er klammerte sich krampfhaft an den eisernen Handgriffen fest, während Kapitän Mors seinem Beispiel folgte.

Die Vorsichtsmaßregeln der beiden Männer vereitelten aber das heimtückische Vorhaben der beiden Rädelsführer.

Endlich gewannen die beiden das Gleichgewicht wieder.

„Wahnsinnige,“ rief Terror, als er sich wieder in der natürlichen Lage befand. „Wißt Ihr denn nicht, daß Ihr der gefährlichen Zone zutreibt, dem sogenannten toten Punkt, wo sich die Anziehungskraft der Erde mit der des Mondes ausgleicht? Ihr kennt nicht die Art und Weise, wie man die Maschinen bedienen muß. Oeffnet, Ihr Tollhäusler, sonst muß das Fahrzeug bis in alle Ewigkeit in jener gefährlichen Zone schweben.“

Wilkes und Penn stutzten anfangs, aber dann brachen sie wieder in lautes Hohngelächter aus.

„Wir sind doch keine Kinder,“ schrieen sie. „Wir lassen uns doch nicht durch solche Mätzchen fangen! Nichts damit. Wir sind nicht so dumm und lassen uns nicht ins Bockshorn jagen, das sind bloß listige Reden, damit wir den Maschinenraum öffnen. Aber wir denken nicht daran, wir befinden uns ganz wohl und können auch zu einer Vorratskammer. Ihr aber werdet früher oder später vom Teufel geholt, wir sind jetzt die Herren des Weltenfahrzeuges!“

Da half alles nichts, Terror mußte zurück und wutschäumend den Meuterern freies Spiel lassen.

Er hörte, wie sie drinnen herumhantierten, und verhielt sich völlig still. Er lauschte auf das, was die Rebellen sprachen.

Den vier Franzosen schien gar nicht wohl zu Mute zu sein, wenigstens vernahm Terror, wie sie verschiedene Einwendungen erhoben, wie sie meinten, man solle auf die Warnung des Herrn des Weltenfahrzeuges achten.

„Unsinn,“ schrie Wilkes. „Laßt Euch doch nicht zum Narren halten. Der möchte bloß herein und uns das Handwerk legen! Da seht Ihr ja seine Ohnmacht. Derjenige, dem die Maschinenkammer gehört, der ist Herr der Lage. Dabei bleibt es. Also wollen wir alles weitere abwarten. Wir können die da draußen verlachen. Vielleicht hat sich der Terror noch erhalten, aber es scheint wohl, daß der Luftpirat schwer verletzt oder gar tot in einer Ecke liegt.“

„Schade wäre es um die hübschen Mädels,“ meinte Penn, der schon vordem nach den Schwestern geschielt hatte.

„Ach was,“ brüllte Wilkes, „wenn wir die Macht haben, die wir später besitzen werden, können wir über die schönsten Frauen und Mädchen der ganzen Erde verfügen. Inzwischen wollen wir uns hier mal die Maschinen näher betrachten. Hier aus dem großen Apparat in der Ecke kann ich noch nicht klug werden. Den muß ich mal genauer untersuchen.“

Terror wußte, was die Empörer mit diesem Apparat meinten. Es war eine seltsam aussehende Maschine, die in der Nähe der eisernen Treppe stand, welche nach der Vorratskammer im Achterteil des Fahrzeuges hinunterführte.

Wozu dieser Apparat diente, wußte Terror auch nicht, Kapitän Mors hatte nie darüber gesprochen.

Die Maschine war auch noch nie in Gebrauch gewesen.

Er nahm sich schon vor, Kapitän Mors danach zu fragen, als er etwas anderes hörte, was seine Seele mit Hoffnungslosigkeit erfüllte.

Die Meuterer hatten nämlich den verborgenen Wandschrank gefunden.

Deutlich vernahm Terror, wie sie dort hantierten, wie sie darüber sprachen, was wohl darinnen enthalten sein mußte.

Einen Schlüssel fanden sie natürlich nicht und so entschlossen sie sich kurz dazu, den Schrank aufzubrechen.

Terror schlich sich zu Kapitän Mors hinüber.

„Es ist alles vorbei,“ sprach er leise zu dem Maskierten. „Sie brechen den Schrank auf, da werden sie unsere fürchterlichen Waffen finden. Dann greifen sie uns an und dann werden wir ohne Gnade vernichtet.“

„Zuletzt werden wir uns sichern,“ erwiderte Kapitän Mors. „Auch die anderen eisernen Türen sind verschließbar. Da werden wir den Empörern das Vordringen unmöglich machen.“

Terror seufzte leise, denn er hatte wenig Hoffnung, er meinte wohl, dies Abenteuer würde das letzte des Kapitän Mors sein, und der berühmte Luftpirat mit seinen Anhängern ein schmähliches Ende finden.

Die Meuterer besaßen jetzt die Waffen und an dem Jubelgeheul, welches Wilkes und Penn ausstießen, erkannte man, daß die beiden geschickten Männer wohl wußten, welche fürchterlich tödlichen Waffen sie in die Hände bekommen hatten.

Sie wußten das schon von der Insel her, dort hatte man öfters von den elektrischen Revolvern gesprochen. Sie wußten, daß diese fürchterlichen Geschosse alles zerstörten. Sie konnten damit sogar die eisernen Türen sprengen.

Alle diese Gedanken stürmten auf Terror ein, sodaß er ganz nach der sonderbaren Maschine zu fragen vergaß, von der die Meuterer vorhin gesprochen hatten.

Kapitän Mors zeigte jetzt eine Tollkühnheit sondergleichen.

Er schlich sich noch einmal nach dem Maschinenraum hinüber, obwohl ihn Terror dringend zurückzuhalten suchte. Er lauschte noch einmal auf das Stimmengewirr, welches er da drinnen hörte.

Dann kehrte er zurück, nachdem er die eine Verbindungstür hinter sich geschlossen hatte.

„Es wird wenig nützen, Kapitän,“ meinte Terror betrübt, „wenn die Kanaillen die elektrischen Geschosse gegen die Tür senden, wird sie zunächst aufspringen.“

„Ich habe verschiedenes vernommen,“ erwiderte Mors. „Zunächst bin ich überzeugt, daß nur die beiden Irländer die gefährlichen Waffen an sich genommen haben. Den Franzosen dagegen haben sie diese Waffen nicht gegeben. Es ist dies für mich ein Beweis, daß die übrigen Männer nur irregeleitet und verführt worden sind, daß sie sich durch Versprechungen auf eine glänzende Zukunft verlockt zum Treubruch hinreißen ließen. Wären nur die beiden Irländer nicht, so würden die Franzosen bald zu uns zurückkehren. Aber die beiden Rädelsführer sind zum äußersten entschlossen. Ich aber auch. Auch ich werde jetzt gegen die Meuterer vorgehen, koste es, was es wolle.“

„Aber, Kapitän, Ihr habt ja keine Waffen. Die befinden sich ja alle in der Maschinenkammer,“ meinte Terror halb verzweifelt.

Die Augen des Maskierten funkelten wie glühende Kohlen.

„Und ich muß doch hinein,“ sprach er. „Geschehe, was da wolle. Hier,“ er zog die metallisch glänzenden Patronen hervor, „diese Sprengpatronen sollen mir dazu dienen, die Tür nach dem Maschinenraum zu öffnen.“

„Dann werdet Ihr sofort von den Geschossen der elektrischen Revolver begrüßt,“ rief Terror. „Nein, das geht nicht. Das wäre Euer Verderben! Mit Eurem Tode, Kapitän, ist aber alles zu Ende.“

„Haltet mich nicht zurück,“ erwiderte Mors. „Es wäre völlig vergeblich. An den Instrumenten sehe ich, daß wir uns bereits dem toten Punkt nähern, ich muß das letzte aufbieten, um mein Fahrzeug aus dieser gefährlichen Zone zu retten. Halte mich nicht zurück, Terror, es hat keinen Zweck. Du weißt, wenn ich einen Entschluß gefaßt habe, so kann nichts auf der Welt denselben erschüttern. Handeln muß ich. In den nächsten Stunden wird die Entscheidung fallen.“

Terror fügte sich in das Unvermeidliche, denn er kannte ja den rätselhaften Mann zur Genüge.

„Jetzt müssen wir eine kleine elektrische Batterie herstellen,“ sprach der Maskierte. „Es befinden sich einige an Bord des Weltenfahrzeuges, aber auch diese stehen in der Maschinenkammer. Es ist, als hätte sich alles gegen uns verschworen. Aber ich werde das Schicksal zu zwingen suchen. Vorwärts, Terror, gehen wir an die Arbeit.“

Glücklicherweise waren einige Ersatzteile für die elektrische Batterie vorhanden. Aber, es verging doch geraume Zeit, ehe die beiden Männer das Nötige herstellen konnten.

Bald fehlte es an Drähten, bald an einem Isolator, aber endlich wurde doch etwas zusammengebracht, was als elektrische Batterie zur Not dienen konnte.

Die Zeit war aber rasch verflossen.

Kapitän Mors legte eben die letzte Hand an das Werk, als das Weltenfahrzeug wieder unregelmäßige Bewegungen machte.

„Sie wollen uns wieder auf den Kopf stellen,“ rief Terror, indem er nach den Handgriffen faßte.

Mors aber sprang zu den Instrumenten.

Deutlich sah Terror, wie der Maskierte zusammen zuckte.

„Was gibt es?“ rief er hinüber.

„Das Gefürchtete ist geschehen,“ erwiderte Kapitän Mors. „Wir befinden uns auf dem toten Punkte.“

„Eine schöne Bescherung,“ murrte Terror, indem er sein Entsetzen möglichst zu verbergen suchte. „Da können wir jetzt einen neuen Weltkörper bilden und solange das Fahrzeug zusammenhält, wird es an dieser Stelle zwischen Erde und Mond schweben, als ein riesiger metallner Sarg, in dessen Innern wir allmählich zu Staub verfallen.“

„Unsere Lage ist in der Tat fürchterlich,“ erwiderte Mors, indem er unablässig die Instrumente beobachtete. „Durch die Unbesonnenheit der Meuterer sind wir in diese schreckliche Lage gebracht worden und Du siehst an den Instrumenten, daß sich das Fahrzeug völlig unbeweglich verhält.“

„Gibt es kein Mittel, um den „Meteor“ aus dieser furchtbaren Lage zu befreien?“ fragte Terror hastig.

„Vielleicht,“ erwiderte Mors. „Du erinnerst Dich wohl, daß Du mit Verwunderung die Maschine betrachtetest, die im Lenkraum neben der Treppe zur Vorratskammer steht. An diese eigenartige Maschine, von der eine Menge Drähte nach einer Art eisernen Galgen laufen, auf dem ein ungeheurer Brennspiegel angebracht ist?“

„Ja, Kapitän,“ erwiderte Terror. „Ich habe ja schon mehrmals danach gefragt, aber Ihr habt nie eine Antwort gegeben.“

„Nein, diese Maschine habe ich für Notfälle aufgestellt, es ist das Resultat langer Arbeit. Diese merkwürdige Maschine, deren Zweck Du Dir nie erklären konntest, dient dazu, die sogenannte Sonnenenergie aufzuspeichern.“

„Sonnenenergie,“ wiederholte Terror, ohne zu wissen, was dies bedeutete.

„Ja, die Kraft, die der Sonnenball ausströmt, eine Kraft, so fürchterlich, daß sie jeder Beschreibung spottet. Diese Kraft wäre wohl imstande, das Weltenfahrzeug aus der gefährlichen Zone herauszureißen oder vielmehr herauszutreiben, aber —“

„Nun?“ fragte Terror, als Mors schwieg.

„Wenn jemand die Maschine in Tätigkeit setzt, so bringt sie ihm den Tod, es gibt kein Mittel, um sich der Wirkung zu entziehen. Die Kraft, welche in der Maschine durch den Brennspiegel aufgespeichert ist, würde den, der sie in Gang setzt, sofort vernichten.“

Terror richtete sich hoch empor und seine treuherzigen Augen blitzten.

„Wenn wir nur da drinnen wären, Kapitän,“ sprach er ernst, „dann würde ich es sein, der die Maschine in Tätigkeit setzt. Ja, Kapitän, dann würde ich mich für das allgemeine Wohl opfern.“

„Treue Seele,“ sprach Mors sichtlich gerührt. „Diese Antwort habe ich erwartet. Aber ich will es nicht. Ich will kein solches Opfer. Du sollst nicht sterben. Wenn das Ende kommt, so enden wir eben vereint, wie wir auch gelebt haben. Aber da wir uns jetzt auf dem toten Punkt befinden, so will ich die Tür zum Maschinenraum öffnen, mag kommen, was da will. Ich muß hinein! Ich empfinde es als Schmach, daß ich, Kapitän Mors, von dem Maschinenraum meines Weltenfahrzeugs ausgeschlossen bleibe. Ich muß und wenn eine Horde Teufel da drinnen sitzen sollte.“

Terror war außer sich, er beschwor Kapitän Mors förmlich, dieses Vorhaben zu unterlassen, oder wenn es denn einmal sein sollte, ihm, Terror, den Vorrang zu gestatten. Aber es war alles umsonst.

„Halte Du nur die Batterie,“ sprach der Kapitän, „ich werde die Patronen an die Tür der Maschinenkammer setzen, dann wird die Pforte gesprengt, gleichviel, was daraus entsteht. Sei vorsichtig, vermeide jedes Geräusch. Ich werde mich zu Boden werfen und die beiden Rädelsführer im plötzlichen Aufspringen anzugreifen suchen. Vielleicht kann ich sie überraschen.“

„Ich glaube es nicht,“ erwiderte Terror traurig. „Es sind zu verzweifelte Kerle, sie werden auf alles gefaßt sein.“

„Das bin ich auch,“ erwiderte der Luftpirat. „Auch ich bin zum Aeußersten entschlossen. Nun wollen wir sehen, wer die Oberhand gewinnt! Ich oder die Meuterer.“

Mors trat vorsichtig an die Tür des Maschinenraumes.

Man hörte die Meuterer, er vernahm, wie sie mit einander sprachen, wie sie Hoffnungen für die Zukunft austauschten.

Hauptsächlich sprachen Wilkes und Penn, die anderen verhielten sich auffällig ruhig. Es mochte ihnen gar nicht wohl zu Mute sein.

Dabei sprachen sie auch über den Umstand, daß sich das Weltenfahrzeug nicht von der Stelle bewegte.

„Was mag nur dahinterstecken?“ hörte Mors deutlich Wilkes reden. „Das Ding bewegt sich wahrhaftig nicht, da müssen wir irgend etwas an den Maschinen versehen haben. Penn, Du hast vorhin da hinten an der geheimnisvollen Maschine herumgepusselt, dadurch wirst Du wohl irgend eine Stockung in der Bewegung hervorgerufen haben, denn anders ist das gar nicht möglich.“

Der Angeredete verwahrte sich aber ganz entschieden gegen diese Behauptung.

„Angeguckt habe ich das Ding, aber nicht berührt,“ sprach er. „Aber vielleicht dient es dazu, das Fahrzeug weiter zu bewegen. Man könnte es ja mal probieren.“

Gleich darauf vernahm Mors, wie sich die beiden Meuterer an der geheimnisvollen Maschine zu schaffen machten.

Er vernahm ein Knicken und Knacken, zweifellos setzten die Männer die Hebel in Bewegung.

Anfangs wollte Kapitän Mors ihnen zurufen, aber er wurde bald anderer Meinung. Eine eiserne Energie leuchtete jetzt aus seinen funkelnden Augen.

Leise, ganz leise neigte er sich hinab und legte die eine Sprengpatrone in die rechte Ecke der Türnische, während er die zweite Patrone in der gegenüberliegenden Ecke unterbrachte.

Hierauf ergriff er die beiden dünnen, glänzenden Kupferdrähte, welche zu der kleinen elektrischen Batterie führten.

Diese Drähte zog er mit größter Vorsicht durch kleine Oesen, welche an abgeplatteten Enden der metallisch glänzenden Patronen angelötet waren und befestigte sie rasch, so daß die Verbindungen zwischen den beiden Drähten hergestellt waren.

Unmittelbar darauf legte sich Kapitän Mors flach auf den Boden nieder und zwar so, daß er durch die etwas vorspringende Wand, hinter der sich die Tür befand, gegen die Wirkung der Patronen geschützt wurde.

Dann winkte er Terror, der in einiger Entfernung stand und die kleine elektrische Batterie bewachte.

Der treue Gefährte verstand das Zeichen seines Kapitäns und machte eine bittende Gebärde, als wolle er den Tollkühnen von einem gefährlichen Entschluß zurückhalten.

Aber Kapitän Mors wiederholte den Wink, energischer, als zuvor und da mußte Terror mit schwerem Herzen gehorchen.

Er drückte auf den Knopf der kleinen Batterie und im nächsten Augenblick sah man zwei blaue Funken blitzschnell auf den Drähten entlangfahren.

Ein dumpfes, dröhnendes Krachen ließ sich hören. Die beiden Sprengpatronen hatten ihre Wirkung getan. Sie explodierten gleichzeitig und übten einen furchtbaren Druck auf die versperrte Pforte.

Ganz vermochten sie dieselbe freilich nicht zu öffnen, aber die Eisentür wurde doch so verbogen, daß sie etwas klaffte, daß ein Mann mit beiden Händen in die entstandene Spalte zu fassen vermochte.

Es war aber sehr fraglich, ob dieses Krachen drinnen gehört worden war.

Im selben Augenblick, wo Kapitän Mors die Sprengpatronen wirken ließ, wo er sich mit tollkühner Verwegenheit dem Tode aussetzte, hatte da drinnen ein wahrhaft höllischer Lärm begonnen, der die Explosion der beiden Sprengpatronen völlig verschlang.

Kapitän Mors war ein wenig betäubt, aber er bewahrte seine Energie, blitzschnell sprang er auf die Füße.

„Die Sonnenenergie-Maschine,“ murmelte der Maskierte. „Sie haben sie in Tätigkeit gesetzt. Jetzt hat die furchtbare Wirkung dieser Maschine begonnen.“

Gleichzeitig setzte er die beiden Hände in die entstandene Spalte der eisernen Tür.

Nun gebrauchte Kapitän Mors seine ganze Riesenkraft, er riß an der Tür, er wollte die schon halbgeöffnete Pforte vollends aufreißen.

Freilich mußte er gewärtigen, daß das Verderben über ihn hereinbrach, daß die beiden Rädelsführer die elektrischen Waffen gegen ihn abfeuerten. Er mußte damit rechnen, daß er in Stücke zerrissen wurde.

Aber Kapitän Mors fragte nicht danach. Grimmiger packte er zu, ein Ruck und noch ein furchtbarer Ruck, Kapitän Mors prallte zurück, aber die eiserne Tür war offen.

Im Maschinenraum aber tönte ein wahrer Höllenspektakel. Es war, als ob das ganze Weltenfahrzeug in Trümmer gehen sollte.

Durch dieses fürchterliche Stöhnen und Stampfen klang jetzt greuliches Geschrei, fürchterliches Gezeter.

Kapitän Mors stürzte in die Maschinenkammer.

Links seitwärts gewahrte er flüchtig die Gestalten der vier Franzosen.

Sie lebten und hatten sich angstzitternd in einen Winkel geflüchtet. Dort waren sie zwischen den Apparaten zusammengekrochen und hielten die Hände vor die Augen, um nicht das Entsetzliche sehen zu müssen.

Kapitän Mors aber stand vor der Sonnenenergie-Maschine.

Wilkes und Penn, die beiden Rädelsführer, hatten sich damit zu schaffen gemacht. Sie hatten an den verschiedenen Hebeln gerissen, an den Rädern gedreht, ohne zu ahnen, daß dort in der fürchterlichen Maschine der Tod lauerte.

Nun war das Verderben über sie hereingebrochen.

Grausig war dies Bild, welches jeder Beschreibung spottete. Die fürchterliche Sonnenenergie-Maschine befand sich in voller Bewegung.

Die Drähte, welche Kapitän Mors angebracht, um die, durch die Brennspiegel aufgespeicherte Kraft in die Maschine zu leiten, wirbelten herum. Sie hatten die Gestalten der beiden Rädelsführer gefaßt und diese wurden mit schrecklicher Gewalt herumgeschleudert.

Sie schwebten in der Luft und stießen gellende, kreischende Töne aus, um sie herum aber brauste es wie in einem fürchterlichen Wirbel, da war es, als ob unablässig Blitze einschlugen.

Gelbe, leuchtende Strahlenbündel schossen nach allen Richtungen, es sauste und brauste, es zischte und knatterte, es sprühte und donnerte, als ob man sich tatsächlich in der Hölle befände.

Die beiden Schurken hatten sich in der Tat der elektrischen Waffen bemächtigt, aber sie kamen nicht dazu, die Waffen zu gebrauchen, sie kamen auch nicht dazu, sie gegen Kapitän Mors zu kehren. Diese Männer befanden sich bereits in den Banden des Todes.

Entsetzlich war das Schicksal, welches ihnen widerfuhr, aber das Schicksal war ein wohlverdientes. Die grauenvolle Gewalt befand sich in voller Tätigkeit, die Sonnenenergie-Maschine riß die beiden Rädelsführer buchstäblich in Stücke.

Es war ein geradezu fürchterliches Bild, so entsetzlich, so furchtbar, daß selbst Kapitän Mors wie angewurzelt stand. Es war ein Bild des Grausens, der Vernichtung, es war ein Ende mit Schrecken.

Fürchterlich war das Tosen der Maschine, Kapitän Mors sah ein Schauspiel, welches jeder Beschreibung spottete.

Die Körper der beiden Männer nahmen allmählich unheimliche Formen an, sie veränderten sich rasch und zeigten allmählich die Gestalt von Mumien.

Dabei wurden sie noch immer von den Drähten gefaßt und mit fürchterlicher Gewalt herumgeschleudert. Man sah, wie die zuckenden Blitzstrahlen die Körper der Männer allmählich vernichteten.

Kapitän Mors warf sich jetzt rasch zu Boden, es drohte eine neue Gefahr, da die elektrischen Revolver, welche die beiden Rädelsführer in ihre Gürtel gesteckt, sich jetzt entluden. Die schrecklichen Geschosse platzten, richteten aber verhältnismäßig wenig Schaden an, man sah nur große Beulen an den metallenen Wänden. Die Körper der beiden Männer aber waren jetzt zu Kohle verwandelt. Sie zerfielen in Stücke, die unheimliche Gewalt schien sie allmählich in Asche zu verwandeln.

Kapitän Mors kroch jetzt auf allen Vieren zu den zitternden Franzosen hinüber.

Wohl waren dies geschickte, erfahrene Leute, die schon manches Mal die Maschinen des Unterseeboots in Tätigkeit gesetzt hatten, aber diese fürchterliche Kraft hier war ihnen völlig fremd. Sie erschien ihnen als etwas Grausiges. Die Kraft war von geradezu zerstörender Wirkung.

Immer schrecklicher war das Schmettern, das Toben, das Zischen, das Krachen, aber die Maschine schien jetzt nicht mehr von innen, sondern nach außen zu wirken.

Es war so, als ob die menschlichen Körper die entsetzliche Kraft angezogen hätten, und als ob diese unheimliche Energie jetzt, nachdem die Menschenkörper zerstört waren, wieder den Gesetzen ihres Erbauers gehorchte.

An dem hohen Stahlgerüst drehten sich die dort befindlichen Schwungräder mit unheimlicher Geschwindigkeit. Man hörte das stoßweise Arbeiten der Kolben, die an der Maschine angebracht waren und das Weltenfahrzeug wurde jetzt von einer furchtbaren Gewalt gerüttelt und geschüttelt.

Ja, Mors hatte recht gehabt. Diese fürchterliche Maschine brachte dem, der sie in Bewegung setzte, den Tod.

Das Schicksal aber hatte es gewollt, daß die Meuterer den Tod fanden, daß sie es waren, welche ohne es zu wollen, die Sonnenenergie-Maschine in Tätigkeit setzten, daß sie durch ihr wohlverdientes Ende den einzigen Weg zur Rettung des Weltenfahrzeuges ermöglichten.

Immer furchtbarer wurden die Stöße, so daß die vier zitternden Franzosen in der Ecke laut heulten und schrieen.

„Es ist alles zu Ende,“ riefen sie klagend. „Jetzt ist alles aus und vorbei. Das Fahrzeug geht in Stücke, nun werden auch wir in Atome, in Fetzen zerrissen.“

Kapitän Mors achtete nicht auf die jammernden Meuterer. Er hatte andere Dinge im Sinne. Er sprang jetzt zu den Instrumenten hinüber, welche die Bewegung des Fahrzeuges anzeigten.

Da erschien auch Terror in der Türe.

Angstvoll spähte der treue Mann nach dem Kapitän umher und meinte, er würde wohl nur noch die Fetzen von dem Luftpiraten gewahren.

Ein Freudenschrei entrang sich seiner Brust, als er Kapitän Mors wohlbehalten bei den Instrumenten stehen sah, die der Luftpirat mit seinen funkelnden Augen beobachtete.

Noch standen die Zeiger still, noch war das Weltenfahrzeug nicht in Bewegung. Noch ruhte es unbeweglich in der gefährlichen Zone, welche Kapitän Mors als toten Punkt bezeichnet hatte.

Aber immer fürchterlicher arbeitete die unheimliche Maschine, die jetzt ganze Ströme von elektrischen Lichtstrahlen auszusenden schien. Es war die Sonnenenergie, welche jetzt durch die Zylinder und Kolben der rätselhaften Maschine hindurch zuckte.

Kapitän Mors stand unbeweglich. Wenn die Kraft der Maschine unwirksam blieb, war die letzte Hoffnung verloren, dann blieb das Weltenfahrzeug bis in alle Ewigkeit festgebannt an diesem gefährlichen Platze.

Plötzlich leuchteten seine Augen auf.

Der eine Zeiger vibrierte, er schwankte ein wenig hin und her, zitterte und zuckte, und nun begann er sich plötzlich langsam zu drehen.

Ein seltsamer Ruf entrang sich der Kehle des Luftpiraten.

„Das Weltenfahrzeug bewegt sich,“ stieß er hervor. „Der „Meteor“ fliegt, die Sonnenenergie hat die gefährliche Zone überwunden. Wir sind wieder in Bewegung.“

Augenblicklich riß er den Hebel herum, der den Lenkapparat in Tätigkeit setzte und die Instrumente bewiesen, daß das Fahrzeug einen riesigen Bogen beschrieb. Es gehorchte wieder den Händen und dem Willen seines genialen Erbauers.

„Kapitän,“ rief Terror, „es ist aber gerade so, als wäre alles in Trümmer gegangen. Das Fahrzeug knickt und knackt in allen Fugen.“

„Ja, wir müssen zur Erde zurück,“ entgegnete Kapitän Mors. „Es muß erst untersucht werden, ob der „Meteor“ Schaden genommen hat. Einstweilen hält noch alles zusammen, ich höre nirgends Luft entweichen.“

Da sah Terror die zitternden Franzosen.

Wütend stürzte er sich auf sie, um seinen Grimm an ihnen auszulassen, während die vier Männer, deren Sinne von dem Geschehenen ganz verwirrt waren, unter Heulen und Jammern um Vergebung flehten.

Terror war so wütend, daß er Anstalten machte, die vier Franzosen tatsächlich in die andere Welt zu schaffen, als ihn ein Zuruf des Maskierten daran verhinderte.

„Laß sie, Terror,“ rief der stolze Mann. „Sie sind irregeführt, verleitet durch die beiden Irländer, welche ein so fürchterliches Ende fanden, die tragen die Schuld an allen Geschehnissen.“

„Aber, sie haben sich empört, Kapitän,“ versetzte Terror wutschnaubend. „Sie haben ihren Eid gebrochen. Sie verdienen den Tod in der schlimmsten Gestalt.“

„Nein, ich will Gnade walten lassen,“ erwiderte Mors. „Ich habe, als ich an der Tür lauschte, deutlich gehört, daß diese Männer Wilkes und Penn von ihrem Begehren abzubringen suchten. Sie sind nur den Verlockungen erlegen und haben das Treiben der Rädelsführer zu lange geduldet. Strafe sollen sie empfangen, aber ihr Leben wird geschont, und wenn sie sich künftig treu zeigen, so will ich ihnen Verzeihung angedeihen lassen. Die anderen beiden aber, die wir unten schlafend trafen, die sind ganz unschuldig, die haben sich an der Meuterei nicht beteiligt.“

Die Franzosen warfen sich Kapitän Mors zu Füßen und versicherten hoch und teuer, daß sie Wilkes und Penn durch fabelhafte Versprechungen zur Untreue verlockt hätten, sie schwuren, daß sie künftig die treuesten Diener, ja selbst die Sklaven des Maskierten sein würden.

Mors aber drehte den Riesenmagneten dem Monde zu, dessen bleiches Licht durch eine Fensterluke hereinstrahlte.

Der „Meteor“ wendete sich der Erde zu und mit furchtbarer Geschwindigkeit sauste das Weltenfahrzeug dahin, der Erde, dem Ozean und der geheimnisvollen Insel entgegen.

Anmerkungen zur TranskriptionDieser Text wurde nach einem Nachdruck-Auswahlband transkribiert: Heinz J. Galle (Hrsg.): Der Luftpirat und sein lenkbares Luftschiff. Dieter von Reeken, Lüneburg, 2005, S. 85-122. Moderne Zusätze und Anmerkungen wurden nicht übernommen. Die Originalausgaben hatten auch farbige Rücktitel. Diese sind in dieser Ausgabe nicht enthalten, obwohl sich im Text ein entsprechender Hinweis findet. Der entsprechende Rücktitel mit dem Plan des Weltenfahrzeuges findet sich in Band 42.Die Schreibweise der Buchvorlage wurde weitgehend beibehalten. Auch Variationen in der Schreibweise von Namen wurden nicht verändert. Lediglich offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert.

Anmerkungen zur Transkription

Dieser Text wurde nach einem Nachdruck-Auswahlband transkribiert: Heinz J. Galle (Hrsg.): Der Luftpirat und sein lenkbares Luftschiff. Dieter von Reeken, Lüneburg, 2005, S. 85-122. Moderne Zusätze und Anmerkungen wurden nicht übernommen. Die Originalausgaben hatten auch farbige Rücktitel. Diese sind in dieser Ausgabe nicht enthalten, obwohl sich im Text ein entsprechender Hinweis findet. Der entsprechende Rücktitel mit dem Plan des Weltenfahrzeuges findet sich in Band 42.

Die Schreibweise der Buchvorlage wurde weitgehend beibehalten. Auch Variationen in der Schreibweise von Namen wurden nicht verändert. Lediglich offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert.


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