Chapter 91

Im Verlage von HERMANN BARSDORF In BERLIN W 30 erschien:DasKAMASUTRAM DES VATSYAYANA(DIE INDISCHE LIEBESKUNST)NEBST DEM VOLLSTÄNDIGEN KOMMENTARE DES YASODHARA.Aus dem Sanskrit übersetzt und eingeleitet vonRICHARD SCHMIDTSechste, verbesserte Auflage. 500 Seiten. Broschiert M. 40.—, gebunden M. 50.—.INHALT: I. Allgemeiner Teil. — II. Über den Liebesgenuß. — III. Über den Verkehr mit Mädchen. — IV. Über die verheirateten Frauen. — V. Über die fremden Frauen. — VI. Über die Hetären. — VII. Die Upanisad (d. erot. Geheimlehre).Das Kamasutram ist das interessanteste Werk aus der ganzen großen Sanskritliteratur, und es dürftekein Erzeugnis der Weltliteraturgeben,das so wie das Kamasutram den engen Rahmen der Indologie sprengt und zu allen Völkern, auch den der Rasse nach fremdesten, seine allen verständliche Sprache redet. Es führt uns den Inder in aller Intimität der Häuslichkeit vor; denn der Inder war von jeher gewöhnt, auch das Allzumenschliche als etwas ganz Natürliches anzusehen, dessen man sich nicht zu schämen braucht.BEITRÄGE ZUR INDISCHEN EROTIKDAS LIEBESLEBEN DES SANSKRITVOLKESnach den Quellen dargestellt von Prof. Dr.RICHARD SCHMIDT.Zweite, durchgesehene Auflage. Lex.-8o. 692 Seiten.Elegant broschiert M. 70.—. Originalband M. 80.—.INHALT: Die erotische Literatur im Sanskrit. Die Stellung der Liebe im trivarga und ihre Definition. Der Liebhaber. Die Liebhaberin. Die Lehre vom Coitus. Die tithis und candrakalas. Die Liebkosungen. Nägelmale. Zahnmale. Haarzausen. Schläge und Schreie. Freien und Heiraten. Die verheiratete Frau. Verkehr mit den Frauen anderer. Die Hetären. Die Geheimlehre auf erotisch-sexuellem Gebiet usw. usw.Die „Beiträge zur indischen Erotik“ sind der erste Versuch,alleszusammenzustellen, was in den bisher bekanntgewordenen Sanskritwerken über die Liebe gesagt wird.Es ergänzt das „Kamasutram“.Zur gefl. Beachtung: Diesem Werke muß meinausführliches Verlagsverzeichnisbeiliegen, bei evtl. Fehlen wolle man esdirekt vom Verlagegratis und franko verlangen. Jede bessere Buchhandlung vermittelt den Bezug der darin angezeigten Werke. HERMANN BARSDORF VERLAG in BERLIN W 30, Barbarossastraße 21. II.Im Verlag vonH. Barsdorfin Berlin W. 30 erschien:Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in Deutschland.VonDr. Wilhelm Rudeck.Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. 1905. Grosses Format 514 Seiten mit 58 Illustrationen.Vornehm ausgestattet Mk. 32 —. In Originalband M. 42 —.Dr.Wilhelm Rudeck, der bekannte Verfasser von „Medizin und Recht, ein Handbuch bei Ehescheidungs- und Vaterschaftsklagen,“ wendet sich mit dem vorliegenden Buche einem der auffälligsten Faktoren der moralischen Entwicklung zu:der Regelung des sexuellen Lebens innerhalb der Oeffentlichkeit. Die Entwicklung der Begriffe der öffentlichen Sittlichkeit hat das ganze moralische Aussehen der bürgerlichen Gesellschaft so vielfach umgestaltet, wie wohl nur noch die Frömmigkeit und Humanität!Unter öffentlicher Sittlichkeit versteht der Verfasser die Summe aller Sitten einer Zeit, in denen Beziehungen zum sexuellen Leben enthalten sind. In welchen tatsächlich anerkannten und geübten gesellschaftlichen Normen sich das sexuelle Leben der einzelnen äussert, ob die Sexualität von der Oeffentlichkeit überhaupt ausgeschlossen, oder wie sie in ihr geduldet und geordnet wird, das ist das Thema, das eine Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit zu behandeln hat.In diesem Sinne könnte man also den Begriff der öffentlichen Sittlichkeit dem der öffentlichen Schamhaftigkeit gleichsetzen, übrigens auch aus dem Grunde, weil es sich selbstverständlich nicht um die Oeffentlichkeit des geschlechtlichen Aktes selbst, sondern um die näheren oder entfernteren Beziehungen zu ihm handelt.Dasbeiliegende Inhalts-Verzeichnisbietet einen Ueberblick über Rudecks hochinteressantes Werk, das soeben inzweiter, vermehrter und verbesserter Auflageerschien — allein die Illustrationen sind von 32 auf 58 vermehrt. —Im Verlag vonH. BarsdorfinBerlin W. 30erschien:Apulejus, der goldne Esel.Satyrisch-mystischer Roman. Uebersetzt von Rode. Nach dem Original von 1783. 2 Teile. 7. Aufl. mit 16 Illustrationen. 1922. Eingeleitet von M. G. Conrad.Brosch. M. 20.—. Gebd. M. 28.—Der berühmte antike Sittenroman desApulejusausMadauraliegt hier in einer neuen eleganten Ausgabe vor, welche die vorzügliche Uebersetzung vonAugust Rodemit einem geistvoll-satyrischen, moderne Verhältnisse vom Standpunkte des Apulejus beleuchtenden Vorwort aus der Feder vonM. G. Conraddarbietet. Kein Gebildeter wird ohne hohen geistigen Genuss dieses dem „Satyricon“ desPetroniusebenbürtige sittengeschichtliche Kunstwerk lesen, das nicht nur wegen der allbekannten reizenden Episode von Amor und Psyche den Leser fesselt. Die frivole Welt des ausgehenden Alterthums wird in diesem durch die Sorgfalt der Composition ausgezeichneten Romane wieder lebendig. Der bunte Wechsel der oft sehr verfänglichen Episoden, die merkwürdigen Situationen und kulturhistorisch wertvollen Schilderungen antiken Lebens, die mit dem glänzenden Schauspiel der aegyptischen Mysterien schliessen, machen die Lectüre zu einer höchst spannenden. Die alte, schon von Lucian verwendete Fabel von der Verwandlung eines Menschen in einen Esel, welche Apulejus zu dem Märchen vom „goldnen Esel“ verarbeitet hat, giebt dem Autor die Veranlassung, in der üppigen Lascivität einzelner Scenen und mit eigenartiger erotisch-satyrischer Phantastik ein getreues Bild der sittlichen Corruption in der römischen Kaiserzeit vorzuführen.Im Verlage von HERMANN BARSDORF in BERLIN W 30 erschien:Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit inDEUTSCHLANDVon Dr.WILHELM RUDECKDritte Auflage. 514 Seiten. Lexikon-Oktav. Mit 58 interessanten Illustrationen. Elegant broschiert M. 32.—. Gebunden M. 42.—.MEDIZIN, ABERGLAUBE UND GESCHLECHTSLEBEN IN DERTÜRKEIMIT BERÜCKSICHTIGUNG DER MOSLEMISCHEN NACHBARLÄNDER UND EHEMALIGEN VASALLENSTAATENVonBERNHARD STERNZwei Bände. Lexikon-Oktav. 854 Seiten. Broschiert à M. 32.—, gebunden à M. 42.—. EINZELN KÄUFLICH. BAND I behandelt Medizin, Aberglauben. — BAND II das intime Geschlechtsleben. Eine unerschöpfliche Fundgrube für Ärzte, Kultur- und Sittenschilderer usw.Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit inRUSSLANDKULTUR, ABERGLAUBE, SITTEN, GEBRÄUCHEVonBERNHARD STERNZwei Bände. Lexikon-Oktav. Ca. 1000 Seiten. Mit vielen teils farb. interessanten Illustrationen. Preis für beide Bände broschiert M. 64.—, gebunden M. 84.—.EINZELN KÄUFLICH: I. Brosch. M. 32.—, geb. M. 42.—. II. Brosch. M. 32.—, geb. M. 42.—.ABTEILUNGSÜBERSCHRIFTEN(jede Abteilung zerfällt in zahlreiche Kapitel).I.BAND: I. Kultur und Aberglaube. II. Die russische Kirche, der Klerus, die Sekten. III. Russische Laster. IV. Russische Vergnügungen. V. Russische Leiden.ZWEITER BAND: VI. Russische Grausamkeit. VII. Weib und Ehe. VIII. Freie Liebe und wilde Ehe. IX. Unsittlichkeit(Prostitution, Onanie, Päderastie, Sodomie, Syphilis). X. Dokumente der Unsittlichkeit. (Gesetze gegen die Unsittlichkeit. Unsittlichkeit in Kunst und Literatur. Folkloristisches, geheime obszöne Lieder usw., erotische Erzählungen.)SEXUELLE VERIRRUNGEN: SADISMUS UND MASOCHISMUSVon Dr. E.LAURENT. Deutsch vonDOLOROSAZehnte Auflage. 264 Seiten. Elegant brosch. M. 20.—. Originalband M. 28.—. INHALT: ERSTER TEIL:Wollust und Grausamkeit. Der Sadismus und die sadistischen Verbrechen: 1. Ursprung des Sadismus. 2. Ursachen des Sadismus. 3. Formen und Manifestationen desselben. 4. Sadismus des Weibes. 5. Leichensadismus. 6. Die sadistischen Verbrechen. 7. Der Sadismus in der Literatur. 8. In der Weltgeschichte. 9. Der Sadismus der Massen. 10. Verantwortlichkeit der Sadisten. 11. Gerichtliche Medizin und Sadismus. 12. Therapie des Sadismus. ZWEITER TEIL:Wollust und Leiden. Der Masochismus: 1. Begriff des Masochismus. 2. Ursprung des Masochismus. 3. Ursachen desselben. 4. Masochismus des Weibes. 5. Formen und Arten des Masochismus. 6. Masochismus und Selbstmord. 7. Masochismus in sozialer Hinsicht. 8. Bibliographie.Dieses zumeist auf französischen Quellen beruhende Werk ist von der bekannten Schriftstellerin DOLOROSA geradezu meisterhaft übersetzt, es erfordert aber mehr wie jedes andere Buch außerordentlich starke Nerven, da der Verfasser in die tiefsten Abgründe der Nachtseite des menschlichen Lebens hinableuchtet.Im Verlage von HERMANN BARSDORF in BERLIN W 30 erschien:Neue Studien zur Geschichte des menschlichen Geschlechtslebens(Folge der „Studien zur Geschichte des menschlichen Geschlechtslebens“ herausgegeben von Dr. EUGEN DÜHREN: 1. Band: Der Marquis de Sade und seine Zeit. 2.-4. Band: Das Geschlechtsleben in England.)ERSTER BAND:Marias jungfräuliche MutterschaftEin völkerpsychologisches Fragment überSexualsymbolikVon A. J. STORFERMit Abbildungen.Elegant broschiert M. 12.—.In Originalband M. 20.—.Inhalt:I.Einleitung.Über den Stoff. Über die Methode. —II.Analyse.Marias Darbringung: Der mythische Stoff. Weihe und Tempelprostitution. Fackel, Kerze. Der Segen des Priesters. Ausgebreitete Arme. Stufensteigen. Weben. Aufgelöstes Haar. Gottgeweihte Jungfrauen. Schleier, Lilie, Myrte. — Josefs Auserwählung: Der mythische Stoff. Stab, Rute. Wettbewerb. Sieg. — Marias Verkündigung: Der mythische Stoff. Schlange. Wort. Zunge. Hauch, Wind. Blick. Strahl, Regen. Flügel. Zweig, Szepter. Schwert, Einhornjagd, Mühle. — Maria-Symbole: Vorbemerkung. Arche, Schiff. Buch. Erde, Paradies. Brunnen, Quelle. Gefäß. Stadt, Festung. Tempel, Brautgemach, Bundeslade. Verschlossen. Tor, Tür, Fenster. Schwarz. — Die phallische Komponente der Christus-Vorstellung: Vorbemerkung. Ego et pater unum sumus. Die Geburt des Helden. Der Medizinmann. Vorhaut. Fisch. Esel. Hammer. Kreuz. Tod und Auferstehung.III.Schluß.Register.ZWEITER BAND:Isoldes Gottesurteilin seiner erotischen BedeutungVon J. J. MEYER, Professor an der Universität ChicagoMit einleitendem Vorwort von Prof. Dr.RICHARD SCHMIDTCa. 300 Seiten.Elegant broschiert M. 12.—.In Originalband M. 20.—.Inhalt: Einleitung. Sitte, Sittlichkeit, Sittsamkeit. Das Weib ist Eigentum. Geringe Wertschätzung weiblicher Tugend. Warum ist Ehebruch ein Vergehen? Altdeutsche Anschauung vom Weibe. Anschauung im Mittelalter. Die Anstandspflicht der mittelalterlichen Frau war Ehebruch und Unzucht. Die mittelalterliche Anschauung von der Liebe. Sie ist allmächtige Urkraft; bringt Leid; bringt den Tod; bringt Freude und alles Große; bringt Ehre und ist Pflicht. Die Frau muß „lohnen“. Zorn gegen die, die nicht „lohnt“. Die „romantische“ Minne unwahr. Wirkliche Treue beim Mann nicht nötig, ja lächerlich. „Doppelte Moral.“ Verschwiegenheit in der Liebe. Die huote Rücksichtslosigkeit der Minner. Die Minne und die Religion. Das Mittelalter ist nicht die Zeit der wirklich romantischen Liebe. Nur Wolfram und Gottfried haben die vertiefte Liebe. Gottfrieds Anschauung von der Liebe. Ist sein Tristan unsittlich? Parteilichkeit für die Verliebten. Auch für Gottfried ist die Liebe eine unwiderstehliche Macht. Die Liebe ist die völlig freie Königin. Die bürgerliche Moral ist eigentlich die schlimmste Unsittlichkeit. Sein Ideal der Liebe und ihre Herrlichkeit. Gottfrieds idealistischer Pessimismus. Gottfrieds moralische Rechtfertigung seines Liebespaares. Seine Ansicht von den Betrügerstückchen der beiden und seine Parteilichkeit für sie. Religion und Liebe bei Gottfried. Beim Gottesurteil hat Isolde recht! Gott ist hantierlich wie ein Ärmel usw. usw. Parallelstellen. Register.Russische GrausamkeitEinst und jetztEin Kapitel aus der Geschichte der öffentl. Sittlichkeit in RußlandVon BERNHARD STERN279 Seiten mit 12 Illustrationen. Broschiert M. 20.—. Gebunden M. 28.—.Inhalt: 1. Grausamkeit der Herrschenden. 2. Grausamkeit in der Verwaltung. 3. Todesstrafen und Gliederstrafen. 4. Prügelstrafen und Züchtigungsinstrumente. 5. Gefängnisse, Verbannung, Folter. 6. Sklavensinn und Leibeigenschaft. Grausamkeit im Familienleben.Die GrausamkeitMit besonderer Bezugnahme auf sexuelle FaktorenVon H. RAUVierte Auflage. 272 Seiten. Mit 24 Illustrationen. 1921.Elegant broschiert M. 20.—.Gebunden M. 28.—.Inhalt: Einleitung. 1. Die Grausamkeit in der Philosophie; 2. in der Psychologie; 3. in der Religion; 4. in der Rechtspflege; 5. in der Sklaverei; 6. in der Erziehung; 7. im Verbrechen; 8. im Kriege und im Volksleben; 9. in der Gegenwart; 10. in der Literatur. Jedes Kapitel enthält zahlreiche „Fälle“.

Im Verlage von HERMANN BARSDORF In BERLIN W 30 erschien:

Im Verlage von HERMANN BARSDORF In BERLIN W 30 erschien:

Das

KAMASUTRAM DES VATSYAYANA

(DIE INDISCHE LIEBESKUNST)

NEBST DEM VOLLSTÄNDIGEN KOMMENTARE DES YASODHARA.

Aus dem Sanskrit übersetzt und eingeleitet von

RICHARD SCHMIDT

Sechste, verbesserte Auflage. 500 Seiten. Broschiert M. 40.—, gebunden M. 50.—.

INHALT: I. Allgemeiner Teil. — II. Über den Liebesgenuß. — III. Über den Verkehr mit Mädchen. — IV. Über die verheirateten Frauen. — V. Über die fremden Frauen. — VI. Über die Hetären. — VII. Die Upanisad (d. erot. Geheimlehre).

Das Kamasutram ist das interessanteste Werk aus der ganzen großen Sanskritliteratur, und es dürftekein Erzeugnis der Weltliteraturgeben,das so wie das Kamasutram den engen Rahmen der Indologie sprengt und zu allen Völkern, auch den der Rasse nach fremdesten, seine allen verständliche Sprache redet. Es führt uns den Inder in aller Intimität der Häuslichkeit vor; denn der Inder war von jeher gewöhnt, auch das Allzumenschliche als etwas ganz Natürliches anzusehen, dessen man sich nicht zu schämen braucht.

BEITRÄGE ZUR INDISCHEN EROTIK

DAS LIEBESLEBEN DES SANSKRITVOLKES

nach den Quellen dargestellt von Prof. Dr.RICHARD SCHMIDT.

Zweite, durchgesehene Auflage. Lex.-8o. 692 Seiten.

Elegant broschiert M. 70.—. Originalband M. 80.—.

INHALT: Die erotische Literatur im Sanskrit. Die Stellung der Liebe im trivarga und ihre Definition. Der Liebhaber. Die Liebhaberin. Die Lehre vom Coitus. Die tithis und candrakalas. Die Liebkosungen. Nägelmale. Zahnmale. Haarzausen. Schläge und Schreie. Freien und Heiraten. Die verheiratete Frau. Verkehr mit den Frauen anderer. Die Hetären. Die Geheimlehre auf erotisch-sexuellem Gebiet usw. usw.

Die „Beiträge zur indischen Erotik“ sind der erste Versuch,alleszusammenzustellen, was in den bisher bekanntgewordenen Sanskritwerken über die Liebe gesagt wird.

Es ergänzt das „Kamasutram“.

Zur gefl. Beachtung: Diesem Werke muß meinausführliches Verlagsverzeichnisbeiliegen, bei evtl. Fehlen wolle man esdirekt vom Verlagegratis und franko verlangen. Jede bessere Buchhandlung vermittelt den Bezug der darin angezeigten Werke. HERMANN BARSDORF VERLAG in BERLIN W 30, Barbarossastraße 21. II.

Im Verlag vonH. Barsdorfin Berlin W. 30 erschien:

Im Verlag vonH. Barsdorfin Berlin W. 30 erschien:

Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in Deutschland.

VonDr. Wilhelm Rudeck.

Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. 1905. Grosses Format 514 Seiten mit 58 Illustrationen.

Vornehm ausgestattet Mk. 32 —. In Originalband M. 42 —.

Dr.Wilhelm Rudeck, der bekannte Verfasser von „Medizin und Recht, ein Handbuch bei Ehescheidungs- und Vaterschaftsklagen,“ wendet sich mit dem vorliegenden Buche einem der auffälligsten Faktoren der moralischen Entwicklung zu:der Regelung des sexuellen Lebens innerhalb der Oeffentlichkeit. Die Entwicklung der Begriffe der öffentlichen Sittlichkeit hat das ganze moralische Aussehen der bürgerlichen Gesellschaft so vielfach umgestaltet, wie wohl nur noch die Frömmigkeit und Humanität!

Unter öffentlicher Sittlichkeit versteht der Verfasser die Summe aller Sitten einer Zeit, in denen Beziehungen zum sexuellen Leben enthalten sind. In welchen tatsächlich anerkannten und geübten gesellschaftlichen Normen sich das sexuelle Leben der einzelnen äussert, ob die Sexualität von der Oeffentlichkeit überhaupt ausgeschlossen, oder wie sie in ihr geduldet und geordnet wird, das ist das Thema, das eine Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit zu behandeln hat.

In diesem Sinne könnte man also den Begriff der öffentlichen Sittlichkeit dem der öffentlichen Schamhaftigkeit gleichsetzen, übrigens auch aus dem Grunde, weil es sich selbstverständlich nicht um die Oeffentlichkeit des geschlechtlichen Aktes selbst, sondern um die näheren oder entfernteren Beziehungen zu ihm handelt.

Dasbeiliegende Inhalts-Verzeichnisbietet einen Ueberblick über Rudecks hochinteressantes Werk, das soeben inzweiter, vermehrter und verbesserter Auflageerschien — allein die Illustrationen sind von 32 auf 58 vermehrt. —

Im Verlag vonH. BarsdorfinBerlin W. 30erschien:

Im Verlag vonH. BarsdorfinBerlin W. 30erschien:

Apulejus, der goldne Esel.

Satyrisch-mystischer Roman. Uebersetzt von Rode. Nach dem Original von 1783. 2 Teile. 7. Aufl. mit 16 Illustrationen. 1922. Eingeleitet von M. G. Conrad.

Brosch. M. 20.—. Gebd. M. 28.—

Der berühmte antike Sittenroman desApulejusausMadauraliegt hier in einer neuen eleganten Ausgabe vor, welche die vorzügliche Uebersetzung vonAugust Rodemit einem geistvoll-satyrischen, moderne Verhältnisse vom Standpunkte des Apulejus beleuchtenden Vorwort aus der Feder vonM. G. Conraddarbietet. Kein Gebildeter wird ohne hohen geistigen Genuss dieses dem „Satyricon“ desPetroniusebenbürtige sittengeschichtliche Kunstwerk lesen, das nicht nur wegen der allbekannten reizenden Episode von Amor und Psyche den Leser fesselt. Die frivole Welt des ausgehenden Alterthums wird in diesem durch die Sorgfalt der Composition ausgezeichneten Romane wieder lebendig. Der bunte Wechsel der oft sehr verfänglichen Episoden, die merkwürdigen Situationen und kulturhistorisch wertvollen Schilderungen antiken Lebens, die mit dem glänzenden Schauspiel der aegyptischen Mysterien schliessen, machen die Lectüre zu einer höchst spannenden. Die alte, schon von Lucian verwendete Fabel von der Verwandlung eines Menschen in einen Esel, welche Apulejus zu dem Märchen vom „goldnen Esel“ verarbeitet hat, giebt dem Autor die Veranlassung, in der üppigen Lascivität einzelner Scenen und mit eigenartiger erotisch-satyrischer Phantastik ein getreues Bild der sittlichen Corruption in der römischen Kaiserzeit vorzuführen.

Im Verlage von HERMANN BARSDORF in BERLIN W 30 erschien:

Im Verlage von HERMANN BARSDORF in BERLIN W 30 erschien:

Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit inDEUTSCHLAND

Von Dr.WILHELM RUDECK

Dritte Auflage. 514 Seiten. Lexikon-Oktav. Mit 58 interessanten Illustrationen. Elegant broschiert M. 32.—. Gebunden M. 42.—.

MEDIZIN, ABERGLAUBE UND GESCHLECHTSLEBEN IN DERTÜRKEI

MIT BERÜCKSICHTIGUNG DER MOSLEMISCHEN NACHBARLÄNDER UND EHEMALIGEN VASALLENSTAATEN

VonBERNHARD STERN

Zwei Bände. Lexikon-Oktav. 854 Seiten. Broschiert à M. 32.—, gebunden à M. 42.—. EINZELN KÄUFLICH. BAND I behandelt Medizin, Aberglauben. — BAND II das intime Geschlechtsleben. Eine unerschöpfliche Fundgrube für Ärzte, Kultur- und Sittenschilderer usw.

Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit inRUSSLAND

KULTUR, ABERGLAUBE, SITTEN, GEBRÄUCHE

VonBERNHARD STERN

Zwei Bände. Lexikon-Oktav. Ca. 1000 Seiten. Mit vielen teils farb. interessanten Illustrationen. Preis für beide Bände broschiert M. 64.—, gebunden M. 84.—.EINZELN KÄUFLICH: I. Brosch. M. 32.—, geb. M. 42.—. II. Brosch. M. 32.—, geb. M. 42.—.ABTEILUNGSÜBERSCHRIFTEN(jede Abteilung zerfällt in zahlreiche Kapitel).I.BAND: I. Kultur und Aberglaube. II. Die russische Kirche, der Klerus, die Sekten. III. Russische Laster. IV. Russische Vergnügungen. V. Russische Leiden.ZWEITER BAND: VI. Russische Grausamkeit. VII. Weib und Ehe. VIII. Freie Liebe und wilde Ehe. IX. Unsittlichkeit(Prostitution, Onanie, Päderastie, Sodomie, Syphilis). X. Dokumente der Unsittlichkeit. (Gesetze gegen die Unsittlichkeit. Unsittlichkeit in Kunst und Literatur. Folkloristisches, geheime obszöne Lieder usw., erotische Erzählungen.)

SEXUELLE VERIRRUNGEN: SADISMUS UND MASOCHISMUS

Von Dr. E.LAURENT. Deutsch vonDOLOROSA

Zehnte Auflage. 264 Seiten. Elegant brosch. M. 20.—. Originalband M. 28.—. INHALT: ERSTER TEIL:Wollust und Grausamkeit. Der Sadismus und die sadistischen Verbrechen: 1. Ursprung des Sadismus. 2. Ursachen des Sadismus. 3. Formen und Manifestationen desselben. 4. Sadismus des Weibes. 5. Leichensadismus. 6. Die sadistischen Verbrechen. 7. Der Sadismus in der Literatur. 8. In der Weltgeschichte. 9. Der Sadismus der Massen. 10. Verantwortlichkeit der Sadisten. 11. Gerichtliche Medizin und Sadismus. 12. Therapie des Sadismus. ZWEITER TEIL:Wollust und Leiden. Der Masochismus: 1. Begriff des Masochismus. 2. Ursprung des Masochismus. 3. Ursachen desselben. 4. Masochismus des Weibes. 5. Formen und Arten des Masochismus. 6. Masochismus und Selbstmord. 7. Masochismus in sozialer Hinsicht. 8. Bibliographie.

Dieses zumeist auf französischen Quellen beruhende Werk ist von der bekannten Schriftstellerin DOLOROSA geradezu meisterhaft übersetzt, es erfordert aber mehr wie jedes andere Buch außerordentlich starke Nerven, da der Verfasser in die tiefsten Abgründe der Nachtseite des menschlichen Lebens hinableuchtet.

Im Verlage von HERMANN BARSDORF in BERLIN W 30 erschien:

Im Verlage von HERMANN BARSDORF in BERLIN W 30 erschien:

Neue Studien zur Geschichte des menschlichen Geschlechtslebens

(Folge der „Studien zur Geschichte des menschlichen Geschlechtslebens“ herausgegeben von Dr. EUGEN DÜHREN: 1. Band: Der Marquis de Sade und seine Zeit. 2.-4. Band: Das Geschlechtsleben in England.)

ERSTER BAND:

Marias jungfräuliche Mutterschaft

Ein völkerpsychologisches Fragment überSexualsymbolik

Von A. J. STORFER

Mit Abbildungen.Elegant broschiert M. 12.—.In Originalband M. 20.—.

Inhalt:I.Einleitung.Über den Stoff. Über die Methode. —II.Analyse.Marias Darbringung: Der mythische Stoff. Weihe und Tempelprostitution. Fackel, Kerze. Der Segen des Priesters. Ausgebreitete Arme. Stufensteigen. Weben. Aufgelöstes Haar. Gottgeweihte Jungfrauen. Schleier, Lilie, Myrte. — Josefs Auserwählung: Der mythische Stoff. Stab, Rute. Wettbewerb. Sieg. — Marias Verkündigung: Der mythische Stoff. Schlange. Wort. Zunge. Hauch, Wind. Blick. Strahl, Regen. Flügel. Zweig, Szepter. Schwert, Einhornjagd, Mühle. — Maria-Symbole: Vorbemerkung. Arche, Schiff. Buch. Erde, Paradies. Brunnen, Quelle. Gefäß. Stadt, Festung. Tempel, Brautgemach, Bundeslade. Verschlossen. Tor, Tür, Fenster. Schwarz. — Die phallische Komponente der Christus-Vorstellung: Vorbemerkung. Ego et pater unum sumus. Die Geburt des Helden. Der Medizinmann. Vorhaut. Fisch. Esel. Hammer. Kreuz. Tod und Auferstehung.III.Schluß.Register.

ZWEITER BAND:

Isoldes Gottesurteilin seiner erotischen Bedeutung

Von J. J. MEYER, Professor an der Universität Chicago

Mit einleitendem Vorwort von Prof. Dr.RICHARD SCHMIDT

Ca. 300 Seiten.Elegant broschiert M. 12.—.In Originalband M. 20.—.

Inhalt: Einleitung. Sitte, Sittlichkeit, Sittsamkeit. Das Weib ist Eigentum. Geringe Wertschätzung weiblicher Tugend. Warum ist Ehebruch ein Vergehen? Altdeutsche Anschauung vom Weibe. Anschauung im Mittelalter. Die Anstandspflicht der mittelalterlichen Frau war Ehebruch und Unzucht. Die mittelalterliche Anschauung von der Liebe. Sie ist allmächtige Urkraft; bringt Leid; bringt den Tod; bringt Freude und alles Große; bringt Ehre und ist Pflicht. Die Frau muß „lohnen“. Zorn gegen die, die nicht „lohnt“. Die „romantische“ Minne unwahr. Wirkliche Treue beim Mann nicht nötig, ja lächerlich. „Doppelte Moral.“ Verschwiegenheit in der Liebe. Die huote Rücksichtslosigkeit der Minner. Die Minne und die Religion. Das Mittelalter ist nicht die Zeit der wirklich romantischen Liebe. Nur Wolfram und Gottfried haben die vertiefte Liebe. Gottfrieds Anschauung von der Liebe. Ist sein Tristan unsittlich? Parteilichkeit für die Verliebten. Auch für Gottfried ist die Liebe eine unwiderstehliche Macht. Die Liebe ist die völlig freie Königin. Die bürgerliche Moral ist eigentlich die schlimmste Unsittlichkeit. Sein Ideal der Liebe und ihre Herrlichkeit. Gottfrieds idealistischer Pessimismus. Gottfrieds moralische Rechtfertigung seines Liebespaares. Seine Ansicht von den Betrügerstückchen der beiden und seine Parteilichkeit für sie. Religion und Liebe bei Gottfried. Beim Gottesurteil hat Isolde recht! Gott ist hantierlich wie ein Ärmel usw. usw. Parallelstellen. Register.

Russische GrausamkeitEinst und jetzt

Ein Kapitel aus der Geschichte der öffentl. Sittlichkeit in Rußland

Von BERNHARD STERN

279 Seiten mit 12 Illustrationen. Broschiert M. 20.—. Gebunden M. 28.—.

Inhalt: 1. Grausamkeit der Herrschenden. 2. Grausamkeit in der Verwaltung. 3. Todesstrafen und Gliederstrafen. 4. Prügelstrafen und Züchtigungsinstrumente. 5. Gefängnisse, Verbannung, Folter. 6. Sklavensinn und Leibeigenschaft. Grausamkeit im Familienleben.

Die Grausamkeit

Mit besonderer Bezugnahme auf sexuelle Faktoren

Von H. RAU

Vierte Auflage. 272 Seiten. Mit 24 Illustrationen. 1921.Elegant broschiert M. 20.—.Gebunden M. 28.—.

Inhalt: Einleitung. 1. Die Grausamkeit in der Philosophie; 2. in der Psychologie; 3. in der Religion; 4. in der Rechtspflege; 5. in der Sklaverei; 6. in der Erziehung; 7. im Verbrechen; 8. im Kriege und im Volksleben; 9. in der Gegenwart; 10. in der Literatur. Jedes Kapitel enthält zahlreiche „Fälle“.


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