24.Kapitel

24.Kapitel

Emmas hochfliegende Pläne waren nicht in Erfüllung gegangen. Ihr Mann war noch nichts mehr als Parteisekretär .... Sie hatte keine politische Bildung, aber ihr weibliches Feingefühl sagte ihr, daß die gemäßigte Partei der Roten die überwiegende Zahl der Arbeiter hinter sich habe und damit die größere Aussicht, sich im Besitz der Macht zu behaupten. Auf ihren Rat und ihr Drängen schloß Lüdicke sich den Mehrheitssozialisten an. Sie fühlte sich in dem modernen Babel, wie sie es von ihrer Mutter hatte nennen hören, nicht behaglich. Sie mußte sich mit zwei möblierten Zimmern begnügen und gemeinsam mit einer nicht sehr friedfertigen Genossin die Küche benutzen.

Das ging ihr wider den Strich. Und als an ihren Mann die Frage herantrat, ob er im Dienste der Partei nach Magdeburg oder nach Ostpreußen gehen wollte, bestimmte sie ihn ohne große Mühe, sich für ihre Heimat zu entscheiden. Ihre Möbel standen noch zu Hause auf dem Speicher. Dawurde die teuere Fracht gespart. Sie fuhr schon einige Tage voraus, und es gelang ihr auch, in der Kreisstadt eine Wohnung von fünf Zimmern zu bekommen, von denen sie eins ihrem Manne als Amtsstube abtreten mußte.

Als sie sich eingerichtet hatten, kamen die jungen Gatten nach Schwentainen zum Besuch. Daß Lotte im Hause war, wußte sie. Das war aller Voraussicht nach ihre zukünftige Schwägerin und Emma behandelte sie sehr freundlich, denn die wirtschaftliche Verbindung mit einem großen Bauernhof war damals eine nicht zu verachtende Sache. Es wunderte sie nur, daß sie zwischen Franz und Lotte nichts entdeckte, was auf ein stilles Einvernehmen schließen ließ. Lotte blieb sich in ihrer stillen Freundlichkeit immer gleich. Und sie zog sich mit deutlicher Absicht zurück, wenn die Familie beisammen war. Sie hatte immer etwas in der Küche und in der Wirtschaft zu tun. Franz schien es nicht zu merken, sondern ganz in der Ordnung zu finden.

Eines Tages kam der Pfarrer zum Kaffee zu Besuch. Er hatte schon etwas verlauten hören, daß der Führer der Roten im Kreise, der Schwager Rosumeks, ein ganz umgänglicher, vernünftigerMann sei, und begab sich zu ihm, um sich mit ihm auseinanderzusetzen. Vom ersten Augenblick an empfanden die beiden hochgewachsenen Männer, als sie sich die Hände zur Begrüßung reichten, etwas wie Vertrauen zueinander, obwohl sie doch auf einem so verschiedenen Standpunkt standen.

„Ich habe mich in die Höhle des Löwen gewagt,“ begann der Pastor lachend, „um mich mit Ihnen über die Stellung Ihrer Partei zur Abstimmung ins Benehmen zu setzen. Finde ich einen Gegner oder einen Bundesgenossen?“

„Das wird sich finden, Herr Pastor, wenn wir uns erst einmal auf den Zahn gefühlt haben“, erwiderte Lüdicke lachend. „Ich halte es für selbstverständlich, daß jeder Deutsche, welcher Partei er auch angehören mag, sich einer weiteren Zerstückelung seines Vaterlandes mit allen Kräften widersetzen muß.“

„Das ist ein mannhaftes Wort, für das ich Ihnen Dank sage“, rief der Pastor freudig aus.

„Ich wüßte nicht, weshalb Sie gerade mir dafür danken. Es wird Ihnen doch erklärlich sein, daß mir mein Standpunkt vom Interesse der arbeitenden Klassen diktiert wird. Und das gebietet mir, die Besetzung Ostpreußens durch diePolen für das größte Unglück zu halten. Ich kenne die wahren Polen. Ich habe vor dem Kriege drei Jahre in Lodz gearbeitet. Nur ein kleiner Teil der polnischen Arbeiter war vernünftigen Ideen zugänglich. Die meisten liefen hinter ihren Herren Schlachzizen her und träumten von der Wiedererstehung ihres Landes als Staat.“ Er hob die Stimme. „Es war die allergrößte Dummheit, die von unserer alten Regierung während des Krieges begangen werden konnte, den Polen die Selbständigkeit zu versprechen.“ ...

„Das haben Sie mir aus der Seele gesprochen“, warf der Pastor ein.

„Jetzt ernten wir den Dank dafür. Und wir Arbeiter würden den größten Schaden haben, wenn wir unter polnische Herrschaft kommen. Die ganzen Wohltaten der sozialen Gesetzgebung würden von den Polen zertrümmert werden, die Löhne würden mit Gewalt herabgedrückt und die Arbeiter zu Sklaven gemacht werden.“

„Ich denke, wir haben auch noch andere Kulturgüter zu verteidigen“, meinte der Pfarrer. „Unsere Volksbildung, die führende Stellung unserer Wissenschaft und unsere vorbildliche Landwirtschaft, alles würde von den Polen inTrümmer geschlagen werden. Schlagen Sie ein, Herr Lüdicke, wir wollen in der Heimatbewegung Schulter an Schulter kämpfen.“

Lächelnd reichte ihm Lüdicke die Hand. „Nur mit der Heimatbewegung bin ich nicht ganz einverstanden.“

„Weshalb denn nicht? Geht es Ihnen gegen den Strich, daß wir die Heimatliebe als die treibende Kraft für die Abstimmung zu entfachen suchen? Womit wollen wir denn die Abstimmungsberechtigten im Reich, die sich dort eine Existenz gegründet haben, zum Eintreten für die Heimat bewegen?“

„Darin haben Sie Recht ... ich fürchte nur, daß sich dahinter nationalistische Zwecke verbergen, die letzten Endes den Rechtsparteien dienstbar gemacht werden.“

„Das ist beim Heimatdienst völlig ausgeschlossen. Wenn er einen Nebenzweck verfolgt, dann ist es der, durch Unterhaltung und Belehrung die Volksbildung zu heben. Und das ist, wie ich zu wissen glaube, ein Ziel, das auch Ihre Partei verfolgt. Ich meine, sie tut gut, ihre Anhänger nicht von dem Heimatverein fernzuhalten, sondern hineinzuschicken. Damit gewinnen Siedoch die Kontrolle darüber, was in den Vereinen geschieht.“

„Der Gedanke läßt sich hören“, erwiderte Lüdicke bedächtig. „Ich kann jedoch allein nicht darüber entscheiden.“

Es wurde noch viel an dem Nachmittag gesprochen, auch über Politik, aber ruhig, in versöhnlicher Form, wie es zwischen Gegnern, die sich achten, üblich ist. Der Pastor schied mit kräftigem Händedruck und dem Versprechen, bald wieder zu einem Plauderstündchen zu erscheinen. Die Frauen hatten schweigend zugehört, nur Franz hatte ab und zu eine Bemerkung dazwischen geworfen. Er mußte es erst in sich verarbeiten, daß sein Schwager die Arbeit für die Abstimmung als seine Hauptaufgabe ansah.

Allmählich hatte sich zwischen ihm und seinem Franzel ein innigeres Verhältnis angebahnt. Er nahm auf Lottes Anraten den Kleinen mit sich aufs Feld und ließ ihn auf den Ackerpferden reiten. Das bereitete ihm das größte Vergnügen, noch mehr als die Peitsche, mit der man wirklich knallen konnte. Er wurde gesprächig und plauderte lebhaft. Und sein zweites Wort war immer: „Tante Lotte.“

Eines Tages plapperte der Bub: „Väterchen, Tante Lotte erzählt mir immer von einem toten Mütterchen. Weshalb habe ich keine lebendige Mutter?“

„Weil dein Mütterchen gestorben ist.“

„Weshalb ist die Tante Lotte nicht mein Mütterchen?“

Darauf wußte der Vater keine Antwort. Aber er nahm den Jungen auf den Schoß und herzte ihn. Die Frage blieb in ihm und wühlte in ihm. Sie weckte alte Erinnerungen auf, die verblaßt waren. An den Albertus, den sie ihm geschenkt. Und plötzlich stieg in ihm der Gedanke auf, das ihr Herz womöglich ihm gehöre. Aber nein, sie ging ja so still zurückhaltend neben ihm her. Aber weshalb hatte sie als blutjunges Ding sich seines Jungen angenommen, weshalb hing sie mit solcher Zärtlichkeit an ihm? War das bloß Menschenfreundlichkeit oder Betätigung ihrer Mütterlichkeit? Nur Dankbarkeit gegen seine Eltern, die sich ihrer angenommen hatten? ...

Als Lotte Franzel holen kam, um ihm sein Abendbrot zu geben und ihn zu Bett zu bringen, hatte der Vater schon Augen dafür bekommen, daß sie ein sehr hübsches, frisches Mädel wäre. Aberjetzt und auch für die Folge hütete er seine Augen, um ihr nicht zu verraten, wie sehr er sich innerlich mit ihr beschäftigte. Und jetzt glaubte er auch, zu bemerken, daß sich der junge Pfarrer für Lotte interessierte. Er fand durch die geschäftlichen Beziehungen, die er zu ihr hatte, leicht einen Anlaß herüberzukommen und mit ihr zu plaudern.

Mutter Rosumek war unter Lottes Pflege wieder frischer geworden. Aber ab und zu hatte sie bedrohliche Anfälle von Herzschwäche, bei denen auch die belebenden Baldriantropfen ihre Wirkung verfehlten. Nach solch einem Anfall ließ sie Franz rufen und sagte ihm unter vier Augen: „Mein lieber Junge, ich werde täglich schwächer. Du mußt mit meinem baldigen Ende rechnen.“

„Aber Mutter, du bist doch frischer als wie ich nach Hause kam.“

„Das scheint bloß so, mein Sohn. Ich weiß doch am besten, wie es mit mir steht. Ich habe noch eine Bitte an dich, die du mir erfüllen mußt, ehe ich die Augen zumache.“

„Wenn es in meiner Macht steht, Mutter ...“

„Sie steht in deiner Macht,“ erwiderte die Mutter nachdrücklich, „du sollst mir noch eine liebe Tochter ins Haus führen.“

Als er schwieg, fuhr sie fort: „Die Liesel ist doch nun schon vier Jahre tot und du kannst sie nicht ewig betrauern. Und Lotte wird nicht ewig dir die Wirtschaft führen. Wenn ich die Augen zumache, geht sie fort. Was soll dann aus dir und Franzel werden?“

„Du hast Recht, Mutter, es gehört eine Frau auf den Hof. Weißt du eine für mich?“

Die alte Frau lächelte. „Du gehst wohl mit Scheuklappen umher, mein Sohn? Du willst doch vom Leben auch noch ein bißchen Glück haben. Weshalb streckst du nicht die Hand aus und nimmst es dir?“

„Wen meinst du denn, Mutter?“, fragte er heuchlerisch, denn in ihm wogte schon die Gewißheit.

„Ach, stell dich doch nicht so“, erwiderte die Mutter etwas unwillig. „Das kann doch der Blinde mit dem Stock fühlen, daß Lotte dich lieb hat, viel mehr, als du es verdienst, du Schlingel. Sie hat dich schon geliebt, als du hinter der schönen Frau herliefst, sie hat dich betrauert und deinen Jungen an ihr Herz genommen, nur aus Liebe zu dir, nicht zu dem Mädel, das seine Mutter ist .... Schon aus Dankbarkeit solltest du sie heiraten,um deinem Jungen die richtige Mutter zu geben.“

„Ja, aber wenn sie mich ausschlägt?“

„Soll ich etwa den Freiwerber für dich spielen? Nun geh, du wirst jetzt wissen, was du zu tun hast.“

In seliger Unruhe ging Franz aufs Feld. Würde sie ihm glauben, daß er sie lieb hatte, mehr als er selbst gewußt? Wenn er nur zu ihr etwas freundlicher gewesen wäre! Aber sie war ja auch so kühl und förmlich und vermied es, ihm Gesellschaft zu leisten. Höchstens über Wirtschaftssachen hatten sie manchmal ein Gespräch geführt.

Als er auf den Hof zurückkam, lief ihm sein Bub entgegen. Er nahm ihn auf den Arm und trug ihn in das Haus.

„Väterchen,“ erzählte der Kleine, „der Herr Pastor ist hier gewesen und hat mit der Tante Lotte gesprochen. Und nachher hat die Tante so geweint, soviel und hat mich rausgeschickt.“

Wie ein Blitz schlug es vor Franz ein. Der Pastor hatte um Lotte geworben und sie hatte ihm einen Korb gegeben? Den trefflichen Mann, an dessen Seite sie ein geachtetes Leben führen würde, hatte sie ausgeschlagen? In heftiger Erregungtrat er in die gute Stube. Bei seinem Eintritt erhob sich Lotte und wollte an ihm vorbei zur Tür hinaus. Er faßte sie an der Hand. „Lotte, willst du mir eine Frage beantworten? Ist es wahr, daß du den Pastor abgewiesen hast?“

Als sie darauf nur stumm nickte, trat er nahe an sie heran. Doch sein Sohn kam ihm zuvor. Er schlang seine Arme um den Nacken der Tante und zog sie mit aller Gewalt an sich heran. „Tante Lotte, du sollst meine Mutter sein.“

„Ja, Lotte, ich bin eben auch mit dem Entschluß nach Hause gekommen, mein Schicksal in deine Hände zu legen. Willst du mein liebes, geliebtes Weib werden und meinem Jungen die Mutter?“

Sie sah ihn ernst an. „Franz, ich habe dich sehr lieb, aber ich gebe keinem Mann die Hand, der nicht die Heimat liebt, der nicht fest zu ihr steht, der nicht das Höchste ihr zu opfern bereit ist.“

In tiefer Bewegung schlang er den Arm um sie, und sie ließ es geschehen. „Lotte, wenn es nur daran hängt, dann kannst du mit vollem Vertrauen deine Hand in meine legen. Ich habe die Heimat immer im Herzen getragen und werde für sie mit allen meinen Kräften einstehen. Daß ichder neuen Zeit anhänge und von ihr Gutes für die Zukunft unseres Volkes erhoffe, ist doch hoffentlich in deinen Augen kein Makel. Sollte sich meine Ansicht als Irrtum erweisen, dann bin ich der Erste, der sie von sich abtut. Bist du damit zufrieden?“

Zur rechten Zeit wand sich Franzel vom Arm seines Vaters auf die Erde, lief in die Wohnstube und rief: „Ohma, ich habe ein lebendiges Mütterchen. Tante Lotte ist meine Mutter.“ Vertrauensvoll legte Lotte den Kopf auf die Schulter des geliebten Mannes. Hand in Hand traten sie nach einer Weile herein, knieten vor der Mutter nieder und baten um ihren Segen.

Lotte verließ am nächsten Morgen das Haus und ging zu entfernten Verwandten, während Franz mit der größten Beschleunigung die Hochzeit rüstete. Sie fand in aller Stille statt, der Pastor war verreist und ließ sich bei der Trauung durch einen Amtsbruder vertreten. Er bewarb sich, wie man hörte, um eine Pfarrstelle in Berlin, die er auch erhielt. Er kam später nur für einen Tag zurück, um seinem Nachfolger die Wirtschaft zu übergeben.

*

Die Heimatbewegung setzte in Ostpreußen mit großer Kraft ein und wuchs zusehends. Franz tat einen tiefen Griff in seinen Beutel und spendete reichlich. Ja, im nächsten Winter, als die Wirtschaft ruhte, fuhr er unermüdlich auf den Dörfern umher und warb. Wenn er zurückkam, leuchteten seine Augen: „Es geht vorwärts, Lotte! Der Feindbund wird eine Ohrfeige von uns Masuren erhalten, die durch die ganze Welt schallen soll. Es wird der erste Sieg sein, den wir nach dem Schmachfrieden erringen, und er soll so glänzend werden, daß alle Welt staunen wird. Es gibt keinen Masuren, der am Abstimmungstage fehlen wird, um seine Stimme für die Heimat in die Wagschale zu werfen.“

Auch im Reich schwoll die Heimatbewegung an. Die alten Ost- und Westpreußen-Vereine erfüllten sich mit neuem Leben, neuer Kraft, und rüsteten sich, zur Abstimmung in die Heimat zu pilgern. Überall, wo noch keine bestanden, bildeten sich neue Heimatvereine und warben durch Wort und Schrift. Die Arbeit war groß und schwer. Für viele, viele Tausende, die in die Heimat fahren wollten, mußten die Mittel zur Reise beschafft werden.

Für den Unterhalt in der Heimat sorgten die Volksgenossen.

Und dann kam nach langem Bangen der Tag der Abstimmung heran. Um den Plackereien der Polen bei der Fahrt durch den Korridor zu entgehen, kamen die meisten zu Schiff über See. Mit grünem Reisig und Fahnen geschmückte Züge brachten sie durch Ostpreußen in die Heimat, die sie jubelnd und mit echt ostpreußischer Gastfreundschaft empfing.

Es war ein echter, rechter Sonnen- und Sonntag, als die Massen in festlicher Kleidung zum Wahllokal zogen. Und der Jubel, der losbrach, als der Draht die Kunde durch die ganze Welt trug, daß die bedrohten Masuren, Westpreußen und Ermländer sich restlos zum Deutschtum bekannt hatten!

Das wollen und das dürfen wir nie vergessen. Unauslöschlich soll es in unseren Herzen eingegraben sein, daß die Liebe zur Heimat der festeste Grund ist, auf dem wir das neue Deutschland aufbauen werden.

Durch die Heimat zum Vaterland!

IM VERLAG OTTO JANKE, BERLIN SW 11erschien vonFRITZ SKOWRONNEKDAS MASURENBUCHEin Sohn des Masurenlandes erstattet hier der Heimat den Zoll treuer Kindesliebe und Dankbarkeit in einer Schilderung ... wie sie eben nur warmem Empfinden, vertrauensvollem Hoffen und vollster Beherrschung des Gegenstandes gelingen kann ... Das Masurenbuch ist mit Freude begrüßt worden. Die zahlreichen Bilder und Federzeichnungen werden auch Fernstehende für das Land der tausend Seen erwärmen und interessieren.Gebunden Gm. 4,—PAN KAMINSKYEin junger Pole, der eine schwere Kindheit verlebte, als Jüngling im russischen Heere unter der Knute stand, dann Deutscher wird und sich durch Fleiß und Talent heraufarbeitet, steht im Mittelpunkt der Handlung. Noch einmal muß er in seine Heimat zurück, in eine richtige „Polnische Wirtschaft“, wobei er sein mühsam errungenes Lebensglück beinahe wieder verliert. Es gelingt ihm jedoch, die Gefahren nunmehr für immer zu überwinden.Gebunden Gm. 4,50DER POLENFLÜCHTLINGDer Roman behandelt das Schicksal eines jungen Polen, der aus Russisch-Polen flieht, sich durch seine glückliche Anlage und seinen Fleiß zu bedeutender Stellung aufschwingt. Auch dieser Roman des beliebten Verfassers enthält wieder eine Fülle interessanter Ereignisse und Personen, während einige Liebesgeschichten für Anmut und Abwechslung der Handlung sorgen.Gebunden Gm. 4,50„DER HECHT IM KARPFENTEICH“„DU MEIN MASUREN“gebunden mit illustriertem Schutzumschlag Gm. 1,—Zu beziehen durch alle BuchhandlungenIM VERLAG OTTO JANKE, BERLIN SW 11erschien vonFRITZ SKOWRONNEKRITTERGUT HOHENSALCHOWSkowronneks besondere Stärke ist der Gutsroman. In dem vorliegenden Werk knüpft der Autor in geschickter Weise die Fäden zwischen einer Grafenfamilie und einem reichen Emporkömmling und gibt uns ein anschauliches Bild aus der vornehmen Welt. Prachtvolle Figuren sind die Komtesse Freda und der elegante Großkapitalist und der Weltmann Kurt Dumke. Sehr zeitgemäß ist auch das Buch durch den heutigen scharfen Gegensatz zwischen Industrie und Landwirtschaft, aber bei der warmherzigen Schilderung der Personen und Ereignisse tritt jede Tendenz in den Hintergrund.Gm. 4,50HANS WERDERTIEFER ALS DER TAG GEDACHTWiesbadener Tageblatt: Auch Nietzsches Weltweisheit ist nicht ohne Einfluß auf die modernen Dichter geblieben. Hier durchzieht der Gedanke den Roman: „Wie die Dunkelheiten des Lebens erst den Blick öffnen für die Tiefen desselben — auch in die Tiefen des Herzens hinein — so führt die Erkenntnis seelische Kämpfe und Zwiespalt herauf“, die Hans Werder trefflich zu lösen versteht.Gm. 5,50HANS WERDERAN RAUSCHENDEN WASSERNHans Werder führt uns in seinem neuen Roman in die Familien derer von Rodenwalde und Treufels. Wir erleben seelische Kämpfe und Wandlungen vornehm denkender Menschen von feinstem Takt, der sie durch mannigfache Verwicklungen mit Sicherheit und Glück hindurchführt. Warme Liebe zur Heimat durchdringt das ganze Werk, deutsche Träume sind es, die die Wasser rauschen.Gm. 6,—IM VERLAG OTTO JANKE, BERLIN SW 11erschien vonMICHAEL GEORG CONRAD„MAJESTÄT“Dieses Buch führt uns in die Welt Ludwigs II., des Bayernkönigs, Künstlers und Menschen ein. In oft wundervolle Bilder webt Michael Georg Conrad das Leben Ludwigs mit seinem Freunde Wagner, mit Otto, dem Prinzen Sausewind, mit „Egeria“, der herrlichen Frau, mit Bismarck und all den vielen großen und kleinen Menschen, die Kunst, Politik oder Spekulation in des Königs Nähe trieb. Lebhaft bewegt und doch mit der Ruhe des Meisters zwingt Conrad die Fülle des Geschehens seiner Zeit in den Rahmen des Buches, ohne daß es ihn sprengt. Langsam das Handeln des Königs steigernd, vom Traumhaften zum Wahn, endet sein Leben ohne Erschütterung, wie ein Muß. Und doch erschüttert das Buch, es ist reich und reif und kein unechter Ton stört es.Gm. 6,—RICHARD VOSSUNTER DEN BORGIADie von Pracht und Prunk glänzende, an Greueltaten und Verbrechen reiche Zeit des Cäsar und der Lukrezia Borgia taucht greifbar vor unseren Augen auf, und mit großer Kraft sind die ungeheuerlichen Gestalten geschildert, die durch dieses Buch schreiten.Gm. 6,—WALTER FLEXZWÖLF BISMARCKSDie Eltern und Ureltern Otto von Bismarcks werden in diesen Erzählungen Fleisch und Bein. Von Männern, Frauen und Kindern handelt das Buch, bald in leidenschaftlichem Ernst und bald in übersprudelndem Humor. Alles ist in Spannung und Handlung aufgelöst.Gm. 4,—

IM VERLAG OTTO JANKE, BERLIN SW 11

erschien von

FRITZ SKOWRONNEK

DAS MASURENBUCH

Ein Sohn des Masurenlandes erstattet hier der Heimat den Zoll treuer Kindesliebe und Dankbarkeit in einer Schilderung ... wie sie eben nur warmem Empfinden, vertrauensvollem Hoffen und vollster Beherrschung des Gegenstandes gelingen kann ... Das Masurenbuch ist mit Freude begrüßt worden. Die zahlreichen Bilder und Federzeichnungen werden auch Fernstehende für das Land der tausend Seen erwärmen und interessieren.

Gebunden Gm. 4,—

PAN KAMINSKY

Ein junger Pole, der eine schwere Kindheit verlebte, als Jüngling im russischen Heere unter der Knute stand, dann Deutscher wird und sich durch Fleiß und Talent heraufarbeitet, steht im Mittelpunkt der Handlung. Noch einmal muß er in seine Heimat zurück, in eine richtige „Polnische Wirtschaft“, wobei er sein mühsam errungenes Lebensglück beinahe wieder verliert. Es gelingt ihm jedoch, die Gefahren nunmehr für immer zu überwinden.

Gebunden Gm. 4,50

DER POLENFLÜCHTLING

Der Roman behandelt das Schicksal eines jungen Polen, der aus Russisch-Polen flieht, sich durch seine glückliche Anlage und seinen Fleiß zu bedeutender Stellung aufschwingt. Auch dieser Roman des beliebten Verfassers enthält wieder eine Fülle interessanter Ereignisse und Personen, während einige Liebesgeschichten für Anmut und Abwechslung der Handlung sorgen.

Gebunden Gm. 4,50

„DER HECHT IM KARPFENTEICH“„DU MEIN MASUREN“

gebunden mit illustriertem Schutzumschlag Gm. 1,—

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen

IM VERLAG OTTO JANKE, BERLIN SW 11

erschien von

FRITZ SKOWRONNEK

RITTERGUT HOHENSALCHOW

Skowronneks besondere Stärke ist der Gutsroman. In dem vorliegenden Werk knüpft der Autor in geschickter Weise die Fäden zwischen einer Grafenfamilie und einem reichen Emporkömmling und gibt uns ein anschauliches Bild aus der vornehmen Welt. Prachtvolle Figuren sind die Komtesse Freda und der elegante Großkapitalist und der Weltmann Kurt Dumke. Sehr zeitgemäß ist auch das Buch durch den heutigen scharfen Gegensatz zwischen Industrie und Landwirtschaft, aber bei der warmherzigen Schilderung der Personen und Ereignisse tritt jede Tendenz in den Hintergrund.

Gm. 4,50

HANS WERDER

TIEFER ALS DER TAG GEDACHT

Wiesbadener Tageblatt: Auch Nietzsches Weltweisheit ist nicht ohne Einfluß auf die modernen Dichter geblieben. Hier durchzieht der Gedanke den Roman: „Wie die Dunkelheiten des Lebens erst den Blick öffnen für die Tiefen desselben — auch in die Tiefen des Herzens hinein — so führt die Erkenntnis seelische Kämpfe und Zwiespalt herauf“, die Hans Werder trefflich zu lösen versteht.

Gm. 5,50

HANS WERDER

AN RAUSCHENDEN WASSERN

Hans Werder führt uns in seinem neuen Roman in die Familien derer von Rodenwalde und Treufels. Wir erleben seelische Kämpfe und Wandlungen vornehm denkender Menschen von feinstem Takt, der sie durch mannigfache Verwicklungen mit Sicherheit und Glück hindurchführt. Warme Liebe zur Heimat durchdringt das ganze Werk, deutsche Träume sind es, die die Wasser rauschen.

Gm. 6,—

IM VERLAG OTTO JANKE, BERLIN SW 11

erschien von

MICHAEL GEORG CONRAD

„MAJESTÄT“

Dieses Buch führt uns in die Welt Ludwigs II., des Bayernkönigs, Künstlers und Menschen ein. In oft wundervolle Bilder webt Michael Georg Conrad das Leben Ludwigs mit seinem Freunde Wagner, mit Otto, dem Prinzen Sausewind, mit „Egeria“, der herrlichen Frau, mit Bismarck und all den vielen großen und kleinen Menschen, die Kunst, Politik oder Spekulation in des Königs Nähe trieb. Lebhaft bewegt und doch mit der Ruhe des Meisters zwingt Conrad die Fülle des Geschehens seiner Zeit in den Rahmen des Buches, ohne daß es ihn sprengt. Langsam das Handeln des Königs steigernd, vom Traumhaften zum Wahn, endet sein Leben ohne Erschütterung, wie ein Muß. Und doch erschüttert das Buch, es ist reich und reif und kein unechter Ton stört es.

Gm. 6,—

RICHARD VOSS

UNTER DEN BORGIA

Die von Pracht und Prunk glänzende, an Greueltaten und Verbrechen reiche Zeit des Cäsar und der Lukrezia Borgia taucht greifbar vor unseren Augen auf, und mit großer Kraft sind die ungeheuerlichen Gestalten geschildert, die durch dieses Buch schreiten.

Gm. 6,—

WALTER FLEX

ZWÖLF BISMARCKS

Die Eltern und Ureltern Otto von Bismarcks werden in diesen Erzählungen Fleisch und Bein. Von Männern, Frauen und Kindern handelt das Buch, bald in leidenschaftlichem Ernst und bald in übersprudelndem Humor. Alles ist in Spannung und Handlung aufgelöst.

Gm. 4,—

IM VERLAG VON OTTO JANKE, BERLIN SW 11

erschienene

Weltliteratur

In Halbleinengebd.

In Ganzleinengebd.

W. Alexis, Cabanis

Gm.

6,—

Gm.

6,50

— Ruhe ist die erste Bürgerpflicht

6,—

6,50

A. E. Brachvogel, Friedemann Bach

5,50

6,—

— Der Fels von Erz

5,50

6,—

— Der deutsche Michael

5,50

6,—

F. M. Dostojewskij, Raskolnikows Schuld und Sühne

6,—

6,50

J. P. Jacobsen, Frau Marie Grubbe

5,50

6,—

M. Jokai, Schwarze Diamanten

6,—

6,50

Jos. V. v. Scheffel, Ekkehard

5,50

6,—

H. Sienkiewicz,Quo vadis?

5,50

6,—

— Mit Feuer und Schwert

5,50

6,—

L. N. Tolstoi, Anna Karenina

5,50

6,—

— Auferstehung

6,—

6,50

— Die Kreutzersonate

2,—

2,50

— Krieg und Frieden

6,—

6,50

I. Turgeniew, Väter und Söhne

5,50

6,—

Janke’s Weltliteratur-Kassetten

je 5 Bände in Ganzleinen gebunden enthaltend, 30 Gm.

KassetteI:KassetteII:A. E. Brachvogel, Friedemann Bach,J. P. Jacobsen, Frau Marie Grubbe,F. M. Dostojewskij,Raskolnikows Schuld und Sühne,M. Jokai, Schwarze Diamanten,L. N. Tolstoi, Anna Karenina,H. Sienkiewicz, Mit Feuer u. Schwert,J. V. v. Scheffel, Ekkehard,L. N. Tolstoi, Auferstehung,H. Sienkiewicz,Quo vadis?I. Turgeniew, Väter und Söhne.

KassetteI:KassetteII:

KassetteI:

KassetteII:

A. E. Brachvogel, Friedemann Bach,J. P. Jacobsen, Frau Marie Grubbe,

A. E. Brachvogel, Friedemann Bach,

J. P. Jacobsen, Frau Marie Grubbe,

F. M. Dostojewskij,Raskolnikows Schuld und Sühne,M. Jokai, Schwarze Diamanten,

F. M. Dostojewskij,Raskolnikows Schuld und Sühne,

M. Jokai, Schwarze Diamanten,

L. N. Tolstoi, Anna Karenina,H. Sienkiewicz, Mit Feuer u. Schwert,

L. N. Tolstoi, Anna Karenina,

H. Sienkiewicz, Mit Feuer u. Schwert,

J. V. v. Scheffel, Ekkehard,L. N. Tolstoi, Auferstehung,

J. V. v. Scheffel, Ekkehard,

L. N. Tolstoi, Auferstehung,

H. Sienkiewicz,Quo vadis?I. Turgeniew, Väter und Söhne.

H. Sienkiewicz,Quo vadis?

I. Turgeniew, Väter und Söhne.

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen

Druck von A. Seydel & Cie. Aktiengesellschaft, Berlin SW 61.


Back to IndexNext