Viertes Kapitel.Valentin der Schreiber.

Viertes Kapitel.Valentin der Schreiber.

Vom Himmel fällt ihm sein glücklich Los,Braucht’s nicht mit Müh’ zu erstreben,Der Fröner, der sucht in der Erde Schoß,Da meint er sein Glück zu heben.Er gräbt und schaufelt so lang er lebt,Und gräbt, bis er endlich sein Grab sich gräbt.Schiller.

Vom Himmel fällt ihm sein glücklich Los,Braucht’s nicht mit Müh’ zu erstreben,Der Fröner, der sucht in der Erde Schoß,Da meint er sein Glück zu heben.Er gräbt und schaufelt so lang er lebt,Und gräbt, bis er endlich sein Grab sich gräbt.Schiller.

Vom Himmel fällt ihm sein glücklich Los,Braucht’s nicht mit Müh’ zu erstreben,Der Fröner, der sucht in der Erde Schoß,Da meint er sein Glück zu heben.Er gräbt und schaufelt so lang er lebt,Und gräbt, bis er endlich sein Grab sich gräbt.Schiller.

Vom Himmel fällt ihm sein glücklich Los,

Braucht’s nicht mit Müh’ zu erstreben,

Der Fröner, der sucht in der Erde Schoß,

Da meint er sein Glück zu heben.

Er gräbt und schaufelt so lang er lebt,

Und gräbt, bis er endlich sein Grab sich gräbt.

Schiller.

Eines Morgens stand ich auf, die Vieruhrglocke zu ziehen und meinen Valentin aufzuwecken, — da hörte ich Stimmen auf der Gasse und Pferdegetrappel. Das Schönebergische Regiment, das fast den ganzen Winter im Städtchen gelegen, rüstete sich zum Aufbruch. Die Reiter kamen überall aus den Häusern, zogen die Pferde aus dem Stall und trugen Kienfackeln in den Händen, und während die Sturmhauben und Kürasse wie feurig anzusehen waren wegen des Flammenscheins, stellten sie sich in Ordnung unter meinem Fenster auf dem freien Platz um die Kirche. Drauf, als der Oberst Schöneberg „Marsch“ kommandierte, fingen die Trompeter an zu blasen und ritten voran, und das Reitervolk folgte und sang dazu. Sie sangen aber mit Trompetenschall ein Lied, das in den Kriegszeiten aufgekommen und heute noch ein gemeines Lied ist, worin der Soldaten Stand und Tod als der schönste und herrlichste gepriesen wird, und das also anhebt:

1. Kein Tod ist löblicher, kein Tod wird mehr geehret[1],Als der, durch den das Heil des Vaterlands sich mehret,Den ein’r willkommen heißt, dem er entgegenlacht,Ihn in die Arme nimmt und doch zugleich veracht’t.

1. Kein Tod ist löblicher, kein Tod wird mehr geehret[1],Als der, durch den das Heil des Vaterlands sich mehret,Den ein’r willkommen heißt, dem er entgegenlacht,Ihn in die Arme nimmt und doch zugleich veracht’t.

1. Kein Tod ist löblicher, kein Tod wird mehr geehret[1],Als der, durch den das Heil des Vaterlands sich mehret,Den ein’r willkommen heißt, dem er entgegenlacht,Ihn in die Arme nimmt und doch zugleich veracht’t.

1. Kein Tod ist löblicher, kein Tod wird mehr geehret[1],

Als der, durch den das Heil des Vaterlands sich mehret,

Den ein’r willkommen heißt, dem er entgegenlacht,

Ihn in die Arme nimmt und doch zugleich veracht’t.

Ich bin ein Mann des Friedens, und wenn die heilige Musika mir das Herz treffen soll, muß es durch den Orgelton geschehen: aber als zum Gesang der Reiter die Trompeten so hell durch die frische Morgenluft schmetterten, spürte ich doch eine besondere Bewegung in meinem Herzen. Es hat die Trompete einen eisernen Klang, der wie ein Streitruf durch das Herz des Menschen fährt, und nicht bloß des Menschen, sondern die Schrift sagt, daß auch das Roß den Boden stampft und den Streit wittert, wenn es die Trompete hört von ferne. Ich würde den für keinen Mann halten, in dem nicht der Trompetenton jedes Fünklein von Mannheit und Herzhaftigkeit zur Flamme erwecken könnte.

Als ich mit diesem Gedanken in das Kämmerlein meines Sohnes trat, fand ich ihn am Fenster stehen und mit Tränen und Schluchzen dem abziehenden Volke nachsehen, und als ich in ihn drang, mir zu gestehen, was ihn betrübe, sagte er endlich: Ja, das wolle er. Es sei doch ein elend und jämmerlich Leben, was er Tag für Tag zu führen habe. Wenn er die abziehenden Soldaten betrachte, die mit fröhlichem Gesang hinaus in die weite Welt zögen, wie die Schnitter in die Ernte, komm er sich vor, wie ein elender Gefangener in seinem Turm, mit Ketten angeschmiedet, ohne Freiheit, Freud und Ehre. Da wolle er doch gleich lieber sterben, als ein solches Leben fortführen; er wolle und wolle nicht mehr länger am Backtrog und am Backofen stehen und Semmelnbacken — schlechter könne es ihm doch nirgends werden, wohl aber besser.

Zornig fragte ich ihn, ob er denn vielleicht dem Kalbfell folgen wolle, wie so mancher ungeratene Sohn, der ein Bube geworden und Vater und Mutter in Jammer und Tränen gestürzt? Er erwiderte: Das nicht! aber derAmtskellerhabe neulich seine Handschrift gesehen und gesagt, es sei doch Jammer und Schade, daß er zum Handwerk verdammt sei. Wenn er Lust habe, wolle er ihn in die Schreibstube nehmen! Das sei ein Wink von Gott gewesen: ich solle doch seinem Glück nicht im Wege stehen, sondern mein Jawort geben, gutwillig und gerne, damit er mit fröhlichem Gewissen einen andern Beruf ergreife — wir sollen dann gewiß unsere Freude an ihm erleben.

Das sah ich wohl, daß meines Sohnes Herz kein wiedergeborenes war, und daß das Blümlein der Demut noch darin keine Wurzel geschlagen, wußte auch recht wohl, daß der Amtskeller nicht der Mann sei, ihn von seinem Hochmut zu heilen und einen rechten Christensinn in ihm zu pflanzen. Er verstand sich nur wenig auf Schrift und Christentum, obwohl er sonst ein gutmütiger, freundlicher Mann war, — doch aber bei so bewandten Umständen war sein Anerbieten nicht zu verachten. So gab ich denn, wiewohl mit schwerem Herzen, meine Einwilligung, ging zu dem Amtskeller und bat ihn, zuerst mit meinem Sohn es zu probieren, ob er zu seinem neuen Geschäft, wozu ein feiner Kopf und eine schnelle und getreue Hand gehöre, sich auch schicke, und verschwieg ihm nichts, was wegen meines Sohnes Gemütsart mir auf dem Herzen lag. „Ulrich,“ sagte er, „Ihr seid ein frommer und verständiger Mann in Eurer Weise, aber Ihr meint, jeder Mensch, wenn er etwas sein solle, müsse denken und glauben wie ein Pfarrherr oder Schulmeister. Laßtjedem seine Weise, auch Eurem Sohn, denn er soll keines von beiden werden, sondern ein weltläufiger Mensch, der überall zu brauchen ist. Der Junge ist kein neuer Mensch, wie Ihr’s zu nennen pflegt, aber verständig, dienstwillig und eines guten Gemüts und hat Ehre im Leib. Begnügt Euch damit und es wird alles gut werden. Schickt ihn her, und wenn er nur bleibt, wie er ist, werdet Ihr und ich Ehre von ihm haben.“

Es geschah! und mein Weib lächelte durch Tränen, als der Junge den Bäckenkittel abgelegt und in einem schönen, schwarzen Kleid, das ihm der Amtskeller hatte machen lassen, und mit einem Degen angetan vor uns stand. Der Amtskeller lobte ihn über die Maßen, aber ich selbst hatte seit jener Zeit wenig Freude mehr an ihm. Je länger er mit dem Amtskeller umging, desto mehr ward sein Herz dem Vaterhause entfremdet: Gottesfurcht war ihm zwar kein Spott, aber er tat wie einer, der das alles nicht braucht, was sie pflanzt und nährt. DieEhreund derAmtskellergalten ihm mehr als Gott und sein Wort, Vater und Mutter achtete er als gute Leute, aber für einfältig vom alten Schlage, wie sich’s heutzutage für die Welt nicht schicke. Wenn er am Abend heimkehrte, war’s ihm keine Lust mehr, wie sonst, mit seinen Geschwistern beisammen zu sein, sondern er tat mürrisch und stolz gegen sie, wußte immer ein Geschäft sich zu machen, um am Abend wieder auszugehen, und wenn er spät nach dem Abendgebet wieder kam und morgens vor dem Frühgebet wieder ging, meinte er, man könne sein Vaterunser auch für sich sprechen, und das heiße auch Gott geehrt, wenn man treu und eifrig seinen irdischen Beruf ausrichte. — Um auf schlimme Wege ihn zu bringen, brauchte es nur noch schlimmer Gesellschaft, und die sollte er auch bald genug finden.

[1]Das Lied ist vonJ. W. Zinkgrefim Jahre 1624 gedichtet und seine übrigen Verse heißen:2. Drum gehet tapfer an, ihr meine Kriegsgenossen!Schlagt ritterlich darein! — Eu’r Leben unverdrossenFürs Vaterland aufsetzt, von dem ihr solches auchZuvor empfangen habt: das ist der Tugend Brauch!3. Eu’r Herz und Augen laßt mit Eiferflammen brennen,Keiner vom andern sich menschlich Gewalt laß trennen,Keiner den andern durch Kleinmut je erschreck,Noch durch sein Flucht im Heer ein’ Unordnung erweck.4. Kann er nicht fechten mehr, er doch mit seiner Stimme,Kann er nicht rufen mehr, mit seiner Augen GrimmeDen Feinden Abbruch tu, in seinem HeldenmutNur wünschend, daß er teu’r verkaufen mög sein Blut.5. Ein jeder sei bedacht, wie er das Lob erwerbe,Daß er in mannlicher Postur und Stellung sterbe,An seinem Ort besteh fest mit den Füßen sein,Und beiß die Zähn zusamm’ und beide Lefzen ein.6. Daß seine Wunden sich lobwürdig all befindenDavornen auf der Brust, und keine nicht dahinten,Daß ihn im Tod zuletzt der Tod auch selber zier,Und man in sein’m Gesicht, den Ernst noch leben spür.7. So muß, wer Tyrannei geübriget will leben,Er seines Lebens sich freiwillig vor begeben:Wer nur des Tods begehrt, wer nur frisch geht dahin,Der hat den Sieg und dann das Leben zu Gewinn.Der feurigen, obwohl volkstümlich tragischen Melodie dieses Liedes ist später ein freilich weniger schwunghaftes Soldatenlied aus dem Siebenjährigen Krieg unterlegt worden: „Kein besser Leben ist auf dieser Welt zu denken“ usw.

[1]Das Lied ist vonJ. W. Zinkgrefim Jahre 1624 gedichtet und seine übrigen Verse heißen:2. Drum gehet tapfer an, ihr meine Kriegsgenossen!Schlagt ritterlich darein! — Eu’r Leben unverdrossenFürs Vaterland aufsetzt, von dem ihr solches auchZuvor empfangen habt: das ist der Tugend Brauch!3. Eu’r Herz und Augen laßt mit Eiferflammen brennen,Keiner vom andern sich menschlich Gewalt laß trennen,Keiner den andern durch Kleinmut je erschreck,Noch durch sein Flucht im Heer ein’ Unordnung erweck.4. Kann er nicht fechten mehr, er doch mit seiner Stimme,Kann er nicht rufen mehr, mit seiner Augen GrimmeDen Feinden Abbruch tu, in seinem HeldenmutNur wünschend, daß er teu’r verkaufen mög sein Blut.5. Ein jeder sei bedacht, wie er das Lob erwerbe,Daß er in mannlicher Postur und Stellung sterbe,An seinem Ort besteh fest mit den Füßen sein,Und beiß die Zähn zusamm’ und beide Lefzen ein.6. Daß seine Wunden sich lobwürdig all befindenDavornen auf der Brust, und keine nicht dahinten,Daß ihn im Tod zuletzt der Tod auch selber zier,Und man in sein’m Gesicht, den Ernst noch leben spür.7. So muß, wer Tyrannei geübriget will leben,Er seines Lebens sich freiwillig vor begeben:Wer nur des Tods begehrt, wer nur frisch geht dahin,Der hat den Sieg und dann das Leben zu Gewinn.Der feurigen, obwohl volkstümlich tragischen Melodie dieses Liedes ist später ein freilich weniger schwunghaftes Soldatenlied aus dem Siebenjährigen Krieg unterlegt worden: „Kein besser Leben ist auf dieser Welt zu denken“ usw.

[1]Das Lied ist vonJ. W. Zinkgrefim Jahre 1624 gedichtet und seine übrigen Verse heißen:

2. Drum gehet tapfer an, ihr meine Kriegsgenossen!Schlagt ritterlich darein! — Eu’r Leben unverdrossenFürs Vaterland aufsetzt, von dem ihr solches auchZuvor empfangen habt: das ist der Tugend Brauch!3. Eu’r Herz und Augen laßt mit Eiferflammen brennen,Keiner vom andern sich menschlich Gewalt laß trennen,Keiner den andern durch Kleinmut je erschreck,Noch durch sein Flucht im Heer ein’ Unordnung erweck.4. Kann er nicht fechten mehr, er doch mit seiner Stimme,Kann er nicht rufen mehr, mit seiner Augen GrimmeDen Feinden Abbruch tu, in seinem HeldenmutNur wünschend, daß er teu’r verkaufen mög sein Blut.5. Ein jeder sei bedacht, wie er das Lob erwerbe,Daß er in mannlicher Postur und Stellung sterbe,An seinem Ort besteh fest mit den Füßen sein,Und beiß die Zähn zusamm’ und beide Lefzen ein.6. Daß seine Wunden sich lobwürdig all befindenDavornen auf der Brust, und keine nicht dahinten,Daß ihn im Tod zuletzt der Tod auch selber zier,Und man in sein’m Gesicht, den Ernst noch leben spür.7. So muß, wer Tyrannei geübriget will leben,Er seines Lebens sich freiwillig vor begeben:Wer nur des Tods begehrt, wer nur frisch geht dahin,Der hat den Sieg und dann das Leben zu Gewinn.

2. Drum gehet tapfer an, ihr meine Kriegsgenossen!Schlagt ritterlich darein! — Eu’r Leben unverdrossenFürs Vaterland aufsetzt, von dem ihr solches auchZuvor empfangen habt: das ist der Tugend Brauch!3. Eu’r Herz und Augen laßt mit Eiferflammen brennen,Keiner vom andern sich menschlich Gewalt laß trennen,Keiner den andern durch Kleinmut je erschreck,Noch durch sein Flucht im Heer ein’ Unordnung erweck.4. Kann er nicht fechten mehr, er doch mit seiner Stimme,Kann er nicht rufen mehr, mit seiner Augen GrimmeDen Feinden Abbruch tu, in seinem HeldenmutNur wünschend, daß er teu’r verkaufen mög sein Blut.5. Ein jeder sei bedacht, wie er das Lob erwerbe,Daß er in mannlicher Postur und Stellung sterbe,An seinem Ort besteh fest mit den Füßen sein,Und beiß die Zähn zusamm’ und beide Lefzen ein.6. Daß seine Wunden sich lobwürdig all befindenDavornen auf der Brust, und keine nicht dahinten,Daß ihn im Tod zuletzt der Tod auch selber zier,Und man in sein’m Gesicht, den Ernst noch leben spür.7. So muß, wer Tyrannei geübriget will leben,Er seines Lebens sich freiwillig vor begeben:Wer nur des Tods begehrt, wer nur frisch geht dahin,Der hat den Sieg und dann das Leben zu Gewinn.

2. Drum gehet tapfer an, ihr meine Kriegsgenossen!Schlagt ritterlich darein! — Eu’r Leben unverdrossenFürs Vaterland aufsetzt, von dem ihr solches auchZuvor empfangen habt: das ist der Tugend Brauch!

2. Drum gehet tapfer an, ihr meine Kriegsgenossen!

Schlagt ritterlich darein! — Eu’r Leben unverdrossen

Fürs Vaterland aufsetzt, von dem ihr solches auch

Zuvor empfangen habt: das ist der Tugend Brauch!

3. Eu’r Herz und Augen laßt mit Eiferflammen brennen,Keiner vom andern sich menschlich Gewalt laß trennen,Keiner den andern durch Kleinmut je erschreck,Noch durch sein Flucht im Heer ein’ Unordnung erweck.

3. Eu’r Herz und Augen laßt mit Eiferflammen brennen,

Keiner vom andern sich menschlich Gewalt laß trennen,

Keiner den andern durch Kleinmut je erschreck,

Noch durch sein Flucht im Heer ein’ Unordnung erweck.

4. Kann er nicht fechten mehr, er doch mit seiner Stimme,Kann er nicht rufen mehr, mit seiner Augen GrimmeDen Feinden Abbruch tu, in seinem HeldenmutNur wünschend, daß er teu’r verkaufen mög sein Blut.

4. Kann er nicht fechten mehr, er doch mit seiner Stimme,

Kann er nicht rufen mehr, mit seiner Augen Grimme

Den Feinden Abbruch tu, in seinem Heldenmut

Nur wünschend, daß er teu’r verkaufen mög sein Blut.

5. Ein jeder sei bedacht, wie er das Lob erwerbe,Daß er in mannlicher Postur und Stellung sterbe,An seinem Ort besteh fest mit den Füßen sein,Und beiß die Zähn zusamm’ und beide Lefzen ein.

5. Ein jeder sei bedacht, wie er das Lob erwerbe,

Daß er in mannlicher Postur und Stellung sterbe,

An seinem Ort besteh fest mit den Füßen sein,

Und beiß die Zähn zusamm’ und beide Lefzen ein.

6. Daß seine Wunden sich lobwürdig all befindenDavornen auf der Brust, und keine nicht dahinten,Daß ihn im Tod zuletzt der Tod auch selber zier,Und man in sein’m Gesicht, den Ernst noch leben spür.

6. Daß seine Wunden sich lobwürdig all befinden

Davornen auf der Brust, und keine nicht dahinten,

Daß ihn im Tod zuletzt der Tod auch selber zier,

Und man in sein’m Gesicht, den Ernst noch leben spür.

7. So muß, wer Tyrannei geübriget will leben,Er seines Lebens sich freiwillig vor begeben:Wer nur des Tods begehrt, wer nur frisch geht dahin,Der hat den Sieg und dann das Leben zu Gewinn.

7. So muß, wer Tyrannei geübriget will leben,

Er seines Lebens sich freiwillig vor begeben:

Wer nur des Tods begehrt, wer nur frisch geht dahin,

Der hat den Sieg und dann das Leben zu Gewinn.

Der feurigen, obwohl volkstümlich tragischen Melodie dieses Liedes ist später ein freilich weniger schwunghaftes Soldatenlied aus dem Siebenjährigen Krieg unterlegt worden: „Kein besser Leben ist auf dieser Welt zu denken“ usw.


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