Vorrede zur ersten Auflage.

Vorrede zur ersten Auflage.

Was unsere heutigen, in tabellarischer Form abgefaßten Kirchenbücher wohl keinem unserer Nachkommen gewähren werden, das haben mir schon oft diealtenKirchenbücher gewährt, — einen wohltuenden Blick in das kirchliche Gemeindeleben ihrer Zeit.

Auf meiner früheren Pfarrei Sommerhausen habe ich oft mit wahrer Erbauung das während des Dreißigjährigen Krieges von dem alten Schuldiener,Udalrikus Gast, geführte Kirchenbuch durchlesen, der seine Einträge durch allerlei geschichtliche oder andere, aus einem warmen, einfältigen, durch und durch christlichen Herzen kommende Bemerkungen zu begleiten pflegte. Ich habe den Mann dadurch sehr lieb gewonnen, und wie ich mir aus seinen reichlichen Bemerkungen seine innere Anschauungsweise klar zu machen suchte, so habe ich aus seinen Einträgen unter Hinzunahme eines vorgefundenen Briefes von ihm, einiger Familienpapiere, eines Alten Testamentbuches, — und soweit die Ortsgeschichte in sein Leben eingreift — aus einer sehrinteressanten, geschriebenen, durch die Güte des Erlauchten Herrn Grafen Ludwig von Rechteren mir mitgeteilten Chronik des Hauses Limpurg, dessen Besitzung Sommerhausen war, seine Lebensgeschichte zusammenzustellen gesucht.

Ich habe es vorgezogen, die Erzählung derselben dem alten Schuldiener selbst in den Mund zu legen; doch wird der scharfsinnige Leser leicht herausfinden, wo er wirklich redet und wo ich ihn nur reden lasse, da ich mich ohnehin rücksichtlich des Stils weniger bemühte, die altertümliche Sprache getreu zu kopieren, als nur die geradezu störende Sprache der modernen Zeit ferne zu halten.

Hiemit wünsche ich dem Büchlein einen geneigten Leser und — Gottes Segen.

Eschaubei Aschaffenburg, den 30. Mai 1851.

Der Verfasser.

Motto:

Die Welt ist außen schöne, ist grün, weiß und rot,Doch innen schwarzer Farbe, — finster wie der Tod.Walther von der Vogelweide.

Die Welt ist außen schöne, ist grün, weiß und rot,Doch innen schwarzer Farbe, — finster wie der Tod.Walther von der Vogelweide.

Die Welt ist außen schöne, ist grün, weiß und rot,Doch innen schwarzer Farbe, — finster wie der Tod.Walther von der Vogelweide.

Die Welt ist außen schöne, ist grün, weiß und rot,

Doch innen schwarzer Farbe, — finster wie der Tod.

Walther von der Vogelweide.

Es glänzet der Christen inwendiges Leben,Obgleich sie die Sonne von außen verbrannt.Was ihnen der König des Himmels gegeben,Ist keinem als ihnen nur selber bekannt.Chr. Fr. Richter.

Es glänzet der Christen inwendiges Leben,Obgleich sie die Sonne von außen verbrannt.Was ihnen der König des Himmels gegeben,Ist keinem als ihnen nur selber bekannt.Chr. Fr. Richter.

Es glänzet der Christen inwendiges Leben,Obgleich sie die Sonne von außen verbrannt.Was ihnen der König des Himmels gegeben,Ist keinem als ihnen nur selber bekannt.Chr. Fr. Richter.

Es glänzet der Christen inwendiges Leben,

Obgleich sie die Sonne von außen verbrannt.

Was ihnen der König des Himmels gegeben,

Ist keinem als ihnen nur selber bekannt.

Chr. Fr. Richter.


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