Mette wurde in die Schule geschickt.
Mette wurde in die Schule geschickt.
Dafür, daß man ihr das Fräulein genommen hatte, rächte sie sich nun, indem sie sich dagegen wehrte, irgend etwas zu lernen.
Während der Schulstunden schickte sie ihre Gedanken auf Wanderschaft. Manchmal schlug irgend etwas an ihr Ohr, das ihr Interesse weckte. Dann war die Versuchung da, hinzuhören, und man mußte eine gewisse Kraftanstrengung anwenden, um an etwas anderes zu denken.
Aber diese Versuchung kam nicht oft.
Es dauerte über ein Jahr, bis dieser trotzige Widerstand nach und nach zerbröckelte.
Da war es zu spät, nachzuholen. Sie wollte auch nicht. Gott bewahre! Sie wendete nicht die geringste Mühe an, um vorwärts zu kommen. Aber es lohnte auch nicht mehr, sich zur Wehr zu setzen. Sie tat, was man von ihr verlangte. Sie tat es darum, weil es weniger störend war, das unsagbar Geringfügige zu lernen, als immer lange Straf- und Ermahnpredigten stehend anzuhören.
Sie wuchs unglaublich rasch in dieser Zeit und war immer müde. – – –