Fußnoten:[3]Der englische Text lautet reichlich unklar:All french territory should be freed, and the invaded portions and the wrong done to France by Germany in 1871 in the matter of Alsace-Lorraine — which has unsettled the peace of the world nearly fifty years — should be righted in order that peace may once more be made in the interest of all.[4]Englischer Text: An independent Polish State should be erected which should include territories inhabited by indisputably Polish population, which should be assured a free and secure access to sea, and whose political and economic independance and territorial integrity should be garanteed by international covenant.[5]Siehe oben S.145.
Fußnoten:
[3]Der englische Text lautet reichlich unklar:All french territory should be freed, and the invaded portions and the wrong done to France by Germany in 1871 in the matter of Alsace-Lorraine — which has unsettled the peace of the world nearly fifty years — should be righted in order that peace may once more be made in the interest of all.
[3]Der englische Text lautet reichlich unklar:
All french territory should be freed, and the invaded portions and the wrong done to France by Germany in 1871 in the matter of Alsace-Lorraine — which has unsettled the peace of the world nearly fifty years — should be righted in order that peace may once more be made in the interest of all.
[4]Englischer Text: An independent Polish State should be erected which should include territories inhabited by indisputably Polish population, which should be assured a free and secure access to sea, and whose political and economic independance and territorial integrity should be garanteed by international covenant.
[4]Englischer Text: An independent Polish State should be erected which should include territories inhabited by indisputably Polish population, which should be assured a free and secure access to sea, and whose political and economic independance and territorial integrity should be garanteed by international covenant.
[5]Siehe oben S.145.
[5]Siehe oben S.145.
Veranlaßt durch die Rede des Reichsfinanzministers Erzberger in der Nationalversammlung vom 25. Juli 1919 ist eine Erörterung über die auf den Seiten 171 und 172 dieses Bandes kurz behandelte Episode eines vermeintlichen englischen Friedensfühlers im September 1917 entstanden, die über die diplomatischen Vorgänge jener Zeit und darüber hinaus auch auf den Hintergrund der Aktion des damaligen Abgeordneten Erzberger vom Juli 1917 genauere Aufklärung gebracht hat. Diese Aufklärung hat die von mir in diesem Bande gegebene Darstellung vollauf bestätigt. Sie hat sie aber gleichzeitig durch so wichtige Einzelheiten ergänzt, daß es mir notwendig erscheint, in Form dieses Nachtrags die wichtigsten Ergebnisse zusammenzufassen.
Ich habe oben auf den Seiten von 144 an die Anzeichen erwähnt, die vom Mai 1917 an eine aufkeimende Geneigtheit der Westmächte zu Friedensgesprächen erkennen ließen:
die Äußerung des französischen Außenministers Ribot zu dem italienischen Botschafter in Paris, daß Frankreich der Erschöpfung entgegengehe;
die französischen Versuche, Besprechungen mit Vertrauensleuten der Zentralmächte aufzunehmen;
die alarmierenden Mitteilungen, die Lloyd George in Paris über die Wirkungen des U-Bootkriegs auf die Ernährungslage Englands machte.
Diese meine Mitteilungen haben jetzt eine Bestätigung erfahren in den Veröffentlichungen des früheren deutschen Botschafters in Wien, Grafen Botho Wedel. Dieser berichtet, daß nach den Mitteilungen eines französischen Diplomaten in jener kritischen Zeit Lloyd George und Ribot drauf und dran waren, nach Rom zu reisen, um mit der italienischen Regierung wegen Einleitung von Friedensschritten zu verhandeln.
Desgleichen hat sich bestätigt, daß diese aufkeimende Friedensneigung bei unsern Feinden zerstört wurde durch die Aktion, die der Abgeordnete Erzberger mit einem scharfen Vorstoß im Hauptausschuß des Reichstags am 6. Juli 1917 einleitete und die in ihrem Ergebnis zum Rücktritt des Reichskanzlers von Bethmann Hollweg und zur Friedensresolution des Reichstags vom 19. Juli 1917 führte.
Wir sehen heute tiefer in die Zusammenhänge dieser Erzbergerschen Aktion. Wir wissen durch den Grafen Czernin, daß Herr Erzberger in den Besitz des Geheimberichts des Grafen an den Kaiser Karl vom 12. April 1917 (S.62ff.) gelangte, der von seinem Verfasser ausschließlich für die beiden Kaiser und den deutschen Reichskanzlerbestimmt war. Dieser Bericht, der den Zweck verfolgte, den deutschen Kaiser für einen Verzicht auf Elsaß-Lothringen geneigt zu machen, stellte die Lage Österreich-Ungarns in den schwärzesten Farben dar. Jede Indiskretion mußte deshalb besonders gefährlich wirken.
Herr Erzberger hat diesen Geheimbericht, wie Graf Czernin sagt, von einer „nichtverantwortlichen Seite“ erhalten, und zwar hinter dem Rücken des für die österreichisch-ungarische Außenpolitik verantwortlichen Grafen. Wir wissen heute, daß die „nichtverantwortliche Seite“ Kaiser Karl selbst war, derselbe, der wenige Wochen zuvor jenen mit dem Bundesverhältnis zwischen den beiden Reichen nicht zu vereinbarenden Brief an seinen Schwager, den Prinzen Sixtus von Parma, gleichfalls hinter dem Rücken seines Außenministers, geschrieben hatte. Herr Erzberger behauptet, den Bericht ohne einen andern Auftrag als den der Geheimhaltung seiner Herkunft erhalten zu haben. Das hat offenbar seine Richtigkeit; denn auch Graf Czernin, der in Übereinstimmung mit dem Grafen Wedel feststellt, daß Herr Erzberger den Geheimbericht nicht geheimgehalten habe, sagt ausdrücklich, daß Herr Erzberger dabei „im Sinne seiner Auftraggeber“ gehandelt habe.
Insbesondere hat Herr Erzberger den Geheimbericht des Grafen Czernin in einer Sitzung des Reichsausschusses der Zentrumspartei, die unmittelbar nach der Beschlußfassung des Reichstags über die Juliresolution in Frankfurt a. M. stattfand, zur Verlesung gebracht. Graf Wedelund Graf Czernin sagen aus, daß durch die Erzbergersche Indiskretion der Geheimbericht zur Kenntnis unserer Feinde kam. Mit Recht sagt Graf Czernin:
„Ein jeder, der meinen Bericht liest, kann sich eine Vorstellung von den Folgen machen.“
Die Folgen waren handgreiflich.
Die durch die Kenntnis des Czerninschen Geheimberichts verstärkte Wirkung der Erzbergerschen Aktion im deutschen Reichstag war, daß bei unsern Feinden die Überzeugung hervorgerufen wurde, die Zentralmächte ständen unmittelbar vor dem inneren Zusammenbruch. Man habe es infolgedessen nicht mehr nötig, mit ihnen zu verhandeln, der volle Sieg werde der Entente in kurzer Zeit als reife Frucht in den Schoß fallen.
Unter diesen Umständen unterblieb die Romreise der Herren Lloyd George und Ribot, und es folgten unmittelbar auf die Friedensresolution des Reichstags die oben (S.147und148) aufgezählten Erklärungen der Ententeminister, die jeden Verständigungsfrieden auf Grund des Besitzstandes vor dem Krieg weit von sich wiesen.
Die neu bekanntgewordenen Tatsachen haben also die Auffassung bestätigt, daß die Aktion des Herrn Erzberger im Sommer 1917 die damals aufkeimende Friedensgeneigtheit unserer westlichen Feinde zerstörte und in ihr Gegenteil, in den entschlossenen Willen zum Durchkämpfen des Krieges, verkehrte.
Offenbar, um den Eindruck dieser Feststellungen abzuschwächen, hat Herr Erzberger als Reichsfinanzminister und stellvertretender Vorsitzender des Reichsministeriums in der Sitzung der Nationalversammlung vom 25. Juli 1919 den Versuch gemacht, nachzuweisen:
daß eine ernste Friedensmöglichkeit, geschaffen durch ein die Vermittlung des Vatikans benutzendes englisches „Angebot“[6], noch im August und September 1917 an die deutsche Regierung herangekommen sei,
daß aber dieses englische, angeblich nur an die Wiederherstellung der territorialen Integrität und der Souveränität Belgiens geknüpfte Friedensangebot von der politischen Leitung des Reichs unter dem Druck der obersten Heeresleitung, der Schwerindustrie und der Alldeutschen ausgeschlagen worden sei.
Es handelt sich hier um die oben (S.171und172) behandelten Vorgänge.
Die inzwischen veröffentlichten Dokumente geben ein vollständiges Bild, das sich folgendermaßen darstellt:
Die angebliche englische Friedensaktion steht im engsten Zusammenhang mit der vom 1. August 1917 datierten, an alle kriegführenden Mächte gerichteten Friedensnotedes Papstes und kann nur im Zusammenhang mit der päpstlichen Friedensaktion betrachtet und verstanden werden.
Die Anfänge der päpstlichen Friedensaktion reichen in den Monat Juni 1917 zurück. Die Seite 147 von mir erwähnten Besprechungen des apostolischen Nuntius Pacelli mit dem Reichskanzler von Bethmann Hollweg, denen eine Audienz des Nuntius beim Kaiser im Großen Hauptquartier folgte, dienten offensichtlich dem Zweck, den Boden für die damals schon geplante päpstliche Friedensaktion zu sondieren. Es kann nicht zweifelhaft sein, daß um die gleiche Zeit ähnliche Sondierungen von vatikanischer Seite auch bei unsern Gegnern vorgenommen wurden.
Das Ergebnis seiner Sondierung bei den für die deutsche Politik maßgebenden Männern beurteilte der Nuntius Pacelli günstig; er selbst hat sich mir gegenüber, wie oben (S.147) erwähnt, in hohem Maße befriedigt über seine Unterhaltungen mit Herrn von Bethmann ausgesprochen und hat späterhin, wie gleichfalls oben (S.149) erwähnt, sich dahin geäußert, daß ohne den — durch die Erzbergersche Aktion herbeigeführten — Abgang des Herrn von Bethmann die Friedensaussichten gute gewesen seien.
Es ist anzunehmen, daß auch die Sondierungen des Vatikans bei unsern Gegnern damals ein günstiges Ergebnis hatten; andernfalls wäre der päpstliche Friedensschritt wohl unterblieben. Es deckt sich auch ganz mitmeiner Auffassung über die damals bei unsern Feinden aufkeimende Friedensneigung, daß die Ende Juni erfolgenden päpstlichen Sondierungen auch bei unsern Gegnern auf Ermunterung stoßen mußten.
Vom Ende des Monats Juni bis zu dem offiziellen Vorgehen des Papstes mit seiner Friedensnote ist dann ein längerer Zeitraum vergangen. Die päpstliche Note ist vom 1. August datiert und ist am 14. August in Berlin und um dieselbe Zeit in sämtlichen Hauptstädten der kriegführenden Großmächte überreicht worden. Der Aufschub dürfte seine Erklärung wohl in der durch den Erzbergerschen Vorstoß vom 6. Juli heraufbeschworenen inneren Krisis in Deutschland und dem Kanzlerwechsel finden. Die Kurie mußte sich nun erst darüber vergewissern, ob auch unter der Kanzlerschaft des Herrn Michaelis in Deutschland dieselbe Friedensbereitschaft wie unter Herrn von Bethmann fortbestehe.
Das war der Fall.
Aber inzwischen hatte sich gerade infolge der krisenhaften Vorgänge in Deutschland und infolge der Erzbergerschen Indiskretion mit dem Geheimbericht des Grafen Czernin bei unsern westlichen Feinden die Auffassung geändert: Als die päpstliche Note Mitte August überreicht wurde, war die Verhandlungsbereitschaft, die einige Wochen vorher bei der vorbereitenden Sondierung noch bestanden hatte, infolge der Erzbergerschen Aktion verschwunden.
Es läßt sich denken, daß die britische Regierung bei dieser veränderten Sachlage durch den offiziellen Friedensschritt des Papstes in eine gewisse Verlegenheit gesetzt wurde: sie hatte vor wenigen Wochen zu einem solchen Schritt ermuntert oder sich jedenfalls nicht abgeneigt gezeigt, ihn mit Sympathie aufzunehmen; jetzt war sie entschlossen, an ihren alten, nur von einem niedergeworfenen Deutschland erzwingbaren Kriegszielen festzuhalten und infolgedessen dem päpstlichen Schritt keine Folge zu geben.
Diese Verlegenheit der britischen Regierung hat die Mitteilung des Foreign Office an den britischen Gesandten beim Vatikan, den Grafen Salis, vom 21. August 1917, die später als „Friedensangebot“ ausgegeben worden ist, offensichtlich diktiert. Hier der Wortlaut:[7]
„Wir haben noch keine Gelegenheit gehabt, unsere Verbündeten über die Note seiner Heiligkeit zu befragen, und sind nicht in der Lage, uns über eine Beantwortung der Vorschläge Seiner Heiligkeit betreffend Bedingungen eines dauernden Friedens zu äußern.Unserer Ansicht nach besteht keine Wahrscheinlichkeit dafür, diesem Ziele näherzukommen, solange sich nicht die Zentralmächte und ihre Verbündeten in offizieller Form über ihre Kriegsziele und darüber geäußert haben, zu welchen Wiederherstellungen und Entschädigungen sie bereit sind, durch welche Mittel in Zukunft die Welt vor der Wiederholung der Greuel, unter denen sie jetzt leidet, bewahrt werden könnte: Selbst hinsichtlich Belgiens (und in diesem Punkte haben die Zentralmächte anerkannt, im Unrecht zu sein) ist uns niemals eine bestimmte Erklärung über ihre Absicht bekannt geworden, die völlige Unabhängigkeit wiederherzustellen und die Schäden wieder gutzumachen, die sie es hat erdulden lassen. Seiner Eminenz dürften zweifellos die Erklärungen gegenwärtig sein, die von den Alliierten in Beantwortung der Note des Präsidenten Wilson abgegeben worden sind. Weder von Österreich noch von Deutschland ist jemals eine solche (equivalent) Erklärung erfolgt. Ein Versuch, die Kriegführenden in Übereinstimmung zu bringen, erscheint so lange vergeblich, als wir nicht über die Punkte im klaren sind, in denen ihre Ansichten auseinandergehen.“
„Wir haben noch keine Gelegenheit gehabt, unsere Verbündeten über die Note seiner Heiligkeit zu befragen, und sind nicht in der Lage, uns über eine Beantwortung der Vorschläge Seiner Heiligkeit betreffend Bedingungen eines dauernden Friedens zu äußern.Unserer Ansicht nach besteht keine Wahrscheinlichkeit dafür, diesem Ziele näherzukommen, solange sich nicht die Zentralmächte und ihre Verbündeten in offizieller Form über ihre Kriegsziele und darüber geäußert haben, zu welchen Wiederherstellungen und Entschädigungen sie bereit sind, durch welche Mittel in Zukunft die Welt vor der Wiederholung der Greuel, unter denen sie jetzt leidet, bewahrt werden könnte: Selbst hinsichtlich Belgiens (und in diesem Punkte haben die Zentralmächte anerkannt, im Unrecht zu sein) ist uns niemals eine bestimmte Erklärung über ihre Absicht bekannt geworden, die völlige Unabhängigkeit wiederherzustellen und die Schäden wieder gutzumachen, die sie es hat erdulden lassen. Seiner Eminenz dürften zweifellos die Erklärungen gegenwärtig sein, die von den Alliierten in Beantwortung der Note des Präsidenten Wilson abgegeben worden sind. Weder von Österreich noch von Deutschland ist jemals eine solche (equivalent) Erklärung erfolgt. Ein Versuch, die Kriegführenden in Übereinstimmung zu bringen, erscheint so lange vergeblich, als wir nicht über die Punkte im klaren sind, in denen ihre Ansichten auseinandergehen.“
In ihrem Wortlaut und in ihrem Sinn ist diese Instruktion des Foreign Office an seinen vatikanischen Gesandten das Gegenteil eines Friedensangebots. Es ist die inhöfliche Form gekleidete Ablehnung einer Beantwortung der päpstlichen Friedensnote unter dem durchsichtigen Vorwand, daß die Alliierten ja ihre Kriegsziele bereits in ihrer Antwortnote vom 10. Januar 1917 an den Präsidenten Wilson (Band II, S.375–378) niedergelegt hätten, von Deutschland aber äquivalente Erklärungen bisher nicht erfolgt seien. Allein schon der Hinweis auf jene Antwortnote an den Präsidenten Wilson, die den Versailler Vertrag bereitsin nuceenthielt — mitsamt dem Schuldbekenntnis Deutschlands und mitsamt der Weigerung, mit Deutschland auf gleichem Fuß zu verkehren —, stellt den Charakter der Depesche außer Zweifel.
Gerade weil die Depesche diesen Sinn hatte, sprach die französische Regierung den Wunsch aus, sich gegenüber dem Vatikan den in der Depesche enthaltenen Gesichtspunkten anschließen zu dürfen. Auch hiervon wurde der Graf Salis benachrichtigt.
Der Papst und sein Kardinalstaatssekretär, geleitet von dem brennenden Wunsch, der Welt zum Frieden zu verhelfen, sahen die Depesche, die der britische Gesandte dem Kardinalstaatssekretär vorzeigte, mit andern Augen an. Sie wollten in dem Hinweis auf Belgien, der bestimmt war, die Anklage gegen Deutschland besonders zu unterstreichen, eine Möglichkeit der Anknüpfung sehen. Der Kardinalstaatssekretär erbat sich von dem britischen Gesandten das Dechiffré des Telegramms, und der Gesandte überließ es ihm, nachdem er, wie italienischeZeitungen berichtet haben, Kopf und Unterschrift weggeschnitten und es so in ein „Aide-Memoire“, wie der diplomatische Fachausdruck heißt, verwandelt hatte.
Dieses Aide-Memoire wurde nun der deutschen Regierung mitgeteilt, und zwar mit dem Schreiben des Nuntius Pacelli vom 30. August, das erwähnte, daß die französische Regierung sich den Darlegungen des Telegramms angeschlossen habe, die Aufmerksamkeit des Reichskanzlers in besonderer Weise auf den Belgien betreffenden Passus hinlenkte und zum Ausdruck brachte, daß nach der Meinung des Kardinalstaatssekretärs „durch eine befriedigende Erklärung der deutschen Regierung zu diesem Punkte ein bedeutender Schritt zur weiteren Entwicklung der Verhandlungen gemacht würde“.
Nach den von dem Unterstaatssekretär im Foreign Office, Herrn Harmsworth, Anfang August 1919 abgegebenen Erklärungen und nach dem britischen Weißbuch vom 12. August 1919 hat der Kardinalstaatssekretär dem britischen Gesandten mitgeteilt, er werde antworten, wenn er von der deutschen Regierung die von dieser erbetene Erklärung über Belgien erhalten habe. Um seine Meinung befragt, äußerte sich der Gesandte rein persönlich dahin, daß eine solche Erklärung über Belgien wünschenswert sei, aber immerhin sei dieser Punkt nur einer unter vielen Streitpunkten zwischen den Kriegführenden. Das Foreign Office jedoch ließ seinen Gesandten wissen, „daß es inopportun sei, sich in eine Teildiskussion dieser Frage einzulassen“.Der Gesandte erhielt am 26. August den Auftrag, „in keiner Weise in die Verhandlungen zwischen dem Vatikan und Deutschland einzugreifen und seine Meinung zurückzuhalten, wenn man ihn von neuem danach frage“. — Der britische Gesandte wurde also vom Foreign Office in aller Form „zurückgepfiffen“. Vorausgegangen war ein dringender Schritt des französischen Geschäftsträgers, der erklärte: Seine Regierung habe sich der von dem Grafen Salis dem Vatikan zu machenden Mitteilung angeschlossen, in der Annahme, daß diese Mitteilung eine mündliche sei und eine ausführlichere Antwort auf die Papstnote überflüssig machen werde. Jetzt habe Graf Salis dem Papst ein schriftliches Dokument in die Hand gegeben, und seine Aktion habe eine Diskussion über das Schicksal Belgiens eröffnet. Das sei nicht, was die französische Regierung wünsche. Herr Ribot vertraue, daß die britische Regierung seine Ansicht teile und dem Grafen Salis Instruktionen geben werde, die alle weiteren Versuche des Kardinalstaatssekretärs zu einer halboffiziellen Intervention zwischen den Kriegführenden entmutigen würden. — Am 30. August — also unter dem Datum des Pacelli-Briefs — teilte das Foreign Office den britischen Vertretungen bei den verbündeten Regierungen mit, daß nach seiner Ansicht in Rücksicht auf die — gänzlich ablehnende — Note Wilsons an den Papst keinerlei weitere Antwort irgendwelcher Art an den Vatikan nötig sei.
Die päpstliche Anfrage an Deutschland ist mithin nicht nur nicht auf Veranlassung des Foreign Office und der französischen Regierung, sondern gegen deren Willen erfolgt.
Das Schreiben des Nuntius Pacelli erweckte im Auswärtigen Amte in Berlin den Eindruck, daß hier immerhin die Möglichkeit eines von der französischen Regierung ausdrücklich gebilligten Friedensfühlers der britischen Regierung vorliege. Da aber der Inhalt des dem Schreiben beigefügten britischen Telegramms sowie andere Wahrnehmungen dem zu widersprechen und zu beweisen schienen, daß die britische Regierung und ihre Verbündeten zu ihrem in der Antwortnote an den Präsidenten Wilson vom 10. Januar 1917 eingenommenen Standpunkt, der jede Verhandlung ausschloß, zurückgekehrt seien, hielt es der Reichskanzler, dem Rate des Staatssekretärs von Kühlmann folgend, für geboten, zunächst einmal durch einen absolut vertrauenswürdigen spanischen Diplomaten, der über ausgezeichnete Beziehungen zur englischen Regierung verfügte, in London sondieren zu lassen, ob dort überhaupt Geneigtheit zu Verhandlungen auf einer für uns annehmbaren Grundlage bestehe. Wie berechtigt diese Vorsicht war, ergibt die oben geschilderte Haltung des Foreign Office und der französischen Regierung gegenüber dem vatikanischen Schritt.
Um sich die notwendige Bewegungsfreiheit für die weitereAktion zu sichern, hielt der Reichskanzler eine für alle Instanzen bindende Entscheidung des Kaisers über Belgien für notwendig. Diese Entscheidung wurde in dem Kronrat vom 11. September 1917 herbeigeführt, der so verlief, wie ich das oben (S.171) geschildert habe. Der Kaiser entschied zugunsten des Antrags des Reichskanzlers und entgegen den von dem Chef des Admiralstabs und den beiden Vertretern der Obersten Heeresleitung dargelegten Wünschen dahin, daß die politische Leitung ermächtigt sei, gegebenenfalls die Wiederherstellung der territorialen Integrität und der Souveränität Belgiens zuzugestehen, mit dem Vorbehalt einer erneuten Prüfung, falls der Verzicht auf Belgien nicht bis zum Jahresschluß den Frieden sichere und so einen neuen Kriegswinter erspare.
Auf der Grundlage dieser kaiserlichen Entscheidung ist der spanische Vertrauensmann des Herrn von Kühlmann informiert worden. Es wurde ihm weiter mitgeteilt, daß unsrerseits Voraussetzung für Verhandlungen sei:
1. die Erhaltung unsres vorkriegerischen Besitzstandes einschließlich der Kolonien,
2. der Verzicht auf Entschädigungen,
3. die Abstandnahme von dem Wirtschaftskrieg nach dem Krieg.
Der später von der Reichsregierung veröffentlichte Briefwechsel zwischen dem Reichskanzler Michaelis und dem Feldmarschall von Hindenburg vom 12. und 15. September 1917 ist eine innere deutsche Angelegenheit, diemit den Aufträgen des spanischen Vertrauensmanns und der ihm gegebenen Information nicht das mindeste zu tun hatte. Es handelte sich hierbei um militärische Wünsche, die ebenso wie die wirtschaftlichen Wünsche, die hinsichtlich Belgiens bestanden, nicht als Vorbehalte gegenüber England in Betracht kamen, sondern lediglich als Ziele, die in Verhandlungen mit Belgien angestrebt werden sollten. Die Aktion des neutralen Vertrauensmanns bei der britischen Regierung ist jedenfalls durch diese Wünsche in keiner Weise eingeengt oder erschwert worden.
Dagegen stellten sich dieser Aktion andere Hindernisse in den Weg, die außerhalb des guten Willens der deutschen Stellen lagen und die entgegen der ursprünglichen Absicht dazu führten, daß die Sondierung des britischen Kabinetts nicht unmittelbar erfolgte, sondern ihren Weg über Madrid nahm. Wir wissen aus dem durch die Sowjetregierung veröffentlichten Geheimbericht des russischen Geschäftsträgers in London vom 6. Oktober 1917, daß damals der spanische Minister des Auswärtigen dem britischen Botschafter in Madrid Eröffnungen über Deutschlands Geneigtheit zu Friedensverhandlungen machte und daß Balfour diese Eröffnung am 6. Oktober den diplomatischen Vertretern der verbündeten Großmächte zur Kenntnis brachte. Die Eröffnung des spanischen Ministers wurde dabei als eine deutsche Friedens-Initiative — um nicht zu sagen „Friedens-Offensive“ — aufgefaßt, in einerWeise, die jeden Gedanken an eine wenige Wochen zuvor versuchte englische Friedens-Initiative vollkommen ausschließt. Der Bericht des russischen Geschäftsträgers ergibt weiter, daß man dem deutschen Schritt mit großem Unbehagen und starkem Mißtrauen gegenüberstand. Man stand unter dem Eindruck, Deutschlands Absicht sei, „die Alliierten in eine Prüfung der Friedensbedingungen Deutschlands hineinzuziehen“. Das wollte man vermeiden. Auf der andern Seite glaubte man, „die deutsche Anfrage nicht gänzlich unbeantwortet lassen zu können, da man befürchtete, dadurch die Stellung der deutschen Regierung im eignen Lande zu befestigen und, was noch wichtiger ist, die schon ohnehin reichlich verwerfliche Agitation in Rußland zu stärken, in dem Sinn, daß England direkt die völlige Vernichtung Deutschlands wünsche und Rußland und die andern Verbündeten mitziehe“. Aus diesen taktischen Erwägungen heraus wurde beschlossen, daß die englische Regierung durch ihren Botschafter in Madrid folgende Antwort geben solle:
„Die Regierung Seiner Majestät wäre bereit, eineMitteilungentgegenzunehmen, welche die deutsche Regierung ihr über den Frieden abzugeben wünsche, und diese Mitteilung mit ihren Verbündeten zu beraten.“
Das war weniger als nichts. Es war die Bestätigung dafür, daß auf der Seite Englands und seiner Verbündeten keine Geneigtheit bestand, in zweiseitige Verhandlungen einzutreten oder irgendwelche Bedingungen zu präzisieren,unter denen es zu solchen zweiseitigen Verhandlungen, die allein Aussicht auf Erfolg boten, bereit sei.
Auch auf spanischer Seite hatte man offenbar sehr stark diesen Eindruck. Die britische Antwort auf die spanische Eröffnung wurde dort so wenig als eine Antwort empfunden, daß später, als Balfour im Unterhaus auf eine Anfrage des Abgeordneten King diese Antwort bekanntgab, Herr von Kühlmann erklären mußte, die deutsche Reichsregierung habe von der Bereitwilligkeit des britischen Kabinetts, eine deutsche Mitteilung über den Frieden entgegenzunehmen, überhaupt erst durch die Erklärung Balfours im Unterhaus Kenntnis erhalten. Der spanische Vertrauensmann hatte sich darauf beschränkt, Herrn von Kühlmann wissen zu lassen, daß seine Sondierung des britischen Kabinetts auf die vermutete Bereitschaft zu Friedensverhandlungen ein gänzlich negatives Ergebnis gehabt habe.
Damit steht fest, daß die von Herrn Erzberger späterhin konstruierte englische „Friedensaktion“, die mit Ermächtigung der französischen Regierung und durch Vermittlung des Heiligen Stuhles eingeleitet worden sein soll, mit den wirklichen Vorgängen in vollendetem Widerspruch steht. Auch der Vatikan hat in der bereits erwähnten Veröffentlichung in der „Unità Cattolica“ ausdrücklich festgestellt, daß es sich damals nicht um „von England oder anderen Ententestaaten ausgehende Friedensvorschläge“ handelte. Eine Bereitschaft Englands, mit uns auf der Grundlage der Freigabe Belgiens von gleich zugleich in Verhandlungen über einen „Verständigungsfrieden“ einzutreten, war in jener Zeit nicht mehr vorhanden. Die im Frühsommer 1917 möglicherweise vorhandene Friedensbereitschaft Englands war kurz zuvor durch die habsburgisch-bourbonisch beeinflußten Quertreibereien des Herrn Erzberger im Keime erstickt worden. Seit dieser Zeit rechnete England auf den Sieg, wollte England den Sieg und war England entschlossen, allen Verhandlungen aus dem Wege zu gehen, die ihm die Früchte des Sieges hätten verkümmern können. Und seine Verbündeten dachten und handelten genau ebenso.
Es ist das Verhängnis Deutschlands geworden, daß unser Volk diese Lage nicht erkannt hat, daß es vielmehr unter der Einwirkung parteipolitischer Agitation das Friedenshindernis, statt in dem Vernichtungswillen des Feindes, im eignen Lande gesucht hat.
Fußnoten:[6]Herr Erzberger hat später bestritten, von einem englischen „Friedensangebot“ gesprochen zu haben. Nach dem im Reichsanzeiger veröffentlichten ersten Bericht über seine Rede hat er ausdrücklich von einem „Angebot Englands“ gesprochen, dem die französische Regierung sich angeschlossen habe. Im amtlichen stenographischen Bericht, der erst etwa 10 Tage später ausgegeben wurde, sind diese Worte allerdings nicht enthalten; wohl aber ist dort an einer späteren Stelle die Rede von der „von England mit Vermittlung des Heiligen Stuhles eingeleiteten Friedensaktion“.[7]Der nachstehend wiedergegebene Wortlaut ist der von der deutschen Regierung bekanntgegebene und entspricht nach einer Veröffentlichung der Kurie in der Florentiner „Unità Cattolica“ dem von dem Grafen Salis dem Kardinalstaatssekretär überlassenen Text. Der von der britischen Regierung in dem Weißbuch vom 12. August 1918 wiedergegebene englische Text zeigt nicht unerhebliche Abweichungen. So lautet dort der Eingang:„Da die Regierung Seiner Majestät noch nicht in der Lage war, ihre Verbündeten über die Vorschläge Seiner Heiligkeit zu befragen, kann sie nicht sagen, ob es irgendeinen Zweck hat, eine Antwort darauf zu geben, oder, bejahendenfalls, welche Form einer solchen Antwort zu geben sein würde.“Am Schluß steht der bezeichnende Satz:„Sie wollen, wenn sich eine geeignete Gelegenheit bietet, dies Seiner Eminenz auseinandersetzen.“
Fußnoten:
[6]Herr Erzberger hat später bestritten, von einem englischen „Friedensangebot“ gesprochen zu haben. Nach dem im Reichsanzeiger veröffentlichten ersten Bericht über seine Rede hat er ausdrücklich von einem „Angebot Englands“ gesprochen, dem die französische Regierung sich angeschlossen habe. Im amtlichen stenographischen Bericht, der erst etwa 10 Tage später ausgegeben wurde, sind diese Worte allerdings nicht enthalten; wohl aber ist dort an einer späteren Stelle die Rede von der „von England mit Vermittlung des Heiligen Stuhles eingeleiteten Friedensaktion“.
[6]Herr Erzberger hat später bestritten, von einem englischen „Friedensangebot“ gesprochen zu haben. Nach dem im Reichsanzeiger veröffentlichten ersten Bericht über seine Rede hat er ausdrücklich von einem „Angebot Englands“ gesprochen, dem die französische Regierung sich angeschlossen habe. Im amtlichen stenographischen Bericht, der erst etwa 10 Tage später ausgegeben wurde, sind diese Worte allerdings nicht enthalten; wohl aber ist dort an einer späteren Stelle die Rede von der „von England mit Vermittlung des Heiligen Stuhles eingeleiteten Friedensaktion“.
[7]Der nachstehend wiedergegebene Wortlaut ist der von der deutschen Regierung bekanntgegebene und entspricht nach einer Veröffentlichung der Kurie in der Florentiner „Unità Cattolica“ dem von dem Grafen Salis dem Kardinalstaatssekretär überlassenen Text. Der von der britischen Regierung in dem Weißbuch vom 12. August 1918 wiedergegebene englische Text zeigt nicht unerhebliche Abweichungen. So lautet dort der Eingang:„Da die Regierung Seiner Majestät noch nicht in der Lage war, ihre Verbündeten über die Vorschläge Seiner Heiligkeit zu befragen, kann sie nicht sagen, ob es irgendeinen Zweck hat, eine Antwort darauf zu geben, oder, bejahendenfalls, welche Form einer solchen Antwort zu geben sein würde.“Am Schluß steht der bezeichnende Satz:„Sie wollen, wenn sich eine geeignete Gelegenheit bietet, dies Seiner Eminenz auseinandersetzen.“
[7]Der nachstehend wiedergegebene Wortlaut ist der von der deutschen Regierung bekanntgegebene und entspricht nach einer Veröffentlichung der Kurie in der Florentiner „Unità Cattolica“ dem von dem Grafen Salis dem Kardinalstaatssekretär überlassenen Text. Der von der britischen Regierung in dem Weißbuch vom 12. August 1918 wiedergegebene englische Text zeigt nicht unerhebliche Abweichungen. So lautet dort der Eingang:
„Da die Regierung Seiner Majestät noch nicht in der Lage war, ihre Verbündeten über die Vorschläge Seiner Heiligkeit zu befragen, kann sie nicht sagen, ob es irgendeinen Zweck hat, eine Antwort darauf zu geben, oder, bejahendenfalls, welche Form einer solchen Antwort zu geben sein würde.“
„Da die Regierung Seiner Majestät noch nicht in der Lage war, ihre Verbündeten über die Vorschläge Seiner Heiligkeit zu befragen, kann sie nicht sagen, ob es irgendeinen Zweck hat, eine Antwort darauf zu geben, oder, bejahendenfalls, welche Form einer solchen Antwort zu geben sein würde.“
Am Schluß steht der bezeichnende Satz:
„Sie wollen, wenn sich eine geeignete Gelegenheit bietet, dies Seiner Eminenz auseinandersetzen.“
„Sie wollen, wenn sich eine geeignete Gelegenheit bietet, dies Seiner Eminenz auseinandersetzen.“
1. Deutsche Mobilmachung
3. Luxemburg besetzt
6. Durchbruch der „Goeben“ und „Breslau“
7. Einnahme von Lüttich
10. Sieg bei Mülhausen — Schlacht bei Lagarde
14. Einmarsch nach Serbien
20. Besetzung von Brüssel
20.–27. Schlacht in Deutsch-Lothringen, Siege bei Charleroi, Valenciennes und Longwy
23. Sieg bei Krasnik
26. Einnahme von Namur und Longwy — Sieg bei Komarów-Samostje — Sieg bei Tannenberg
26. 27. Sieg bei Maubeuge u. Cambrai
26.–30. Schlacht bei Lemberg
27. Teilweise Einäscherung von Löwen
28.–30. Sieg bei St. Quentin
1. Jaurès ermordet
2. Kriegserklärung Deutschlands an Rußland
3. Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich
4. Kriegstagung des Reichstages — Erklärung des Burgfriedens — Ermächtigungsgesetz — Bewilligung eines Fünf-Milliarden-Kredits
5. Kriegserklärungen Englands und Belgiens an Deutschland
6. Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Rußland u. Serbiens an Deutschland
7. Kriegserklärung Montenegros an Österr.-Ungarn
11. bzw. 12. Kriegserklärungen Frankreichs und Englands an Österreich-Ungarn
13. Belgien lehnt deutsche Vorschläge wegen friedlich. Durchmarsches ab
18. Die belgische Regierung übersiedelt nach Le Havre
19. Ultimatum Japans an Deutschland
20. Papst Pius X. †. Nachfolger Benedikt XIV.
23. Kriegserklärung Japans an Deutschland
25. Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Japan — Generalfeldmarschall von der Goltz Generalgouverneur von Belgien
27. Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Belgien — Neues Ministerium Viviani
3. Schließung der deutschen Börsen — Der französische Finanzminister verfügt ein Moratorium für Kontokorrent- und Lombarddarlehen bis zum 31. August
7. Bundesratsbeschlüsse zur Vorbeugung eines allgemeinen Moratoriums
9. Gründung der Reichszentrale für Arbeitsnachweise
10. Englisches Gesetz zur Bekämpfung der Lebensmittelpanik
11. Die serbische Skuptschina nimmt ein zweimonatigesMoratorium an
13. Errichtung der Kriegsrohstoff-Abteilung — Zentralstelle für Heeresverpflegung gegründet
15. Panamakanal für den Verkehr von Schiffen mit nicht mehr als 30 Fuß Tiefgang freigegeben
1. Sieg in der Champagne — Sieg der Armee Auffenberg bei Komarów
4. Einnahme von Reims
5.–9. Marneschlacht
7. Einnahme von Maubeuge
9. Zweite Schlacht bei Lemberg
8.–11. Sieg bei Goldap-Angerburg-Gerdauen
15. Zweit. Vormarsch nach Serbien
22. Weddigen versenkt „Aboukir“, „Hogue“ und „Cressy“
3. Die französische Regierung übersiedelt nach Bordeaux
6. Abkommen Englands, Frankreichs und Rußlands, keinen Sonderfrieden zu schließen
7. Telegrammwechsel zwischen Kaiser Wilh. II. und Präsident Wilson wegen der Verwendung von Dumdumgeschossen durch die Franzosen
13. Bethmann Hollwegs Veröffentlichung durch Ritzaus Telegraphenbureau gegen England als „Beschützer der kleineren Staaten“
1. Verlängerung des bestehenden englischen Moratoriums
10. Gesetz über vorübergehende Erleichterungen auf dem Gebiete des Patent-, Gebrauchsmuster- u. Warenzeichenrechts
17. Verlängerung des bestehenden belgischen Moratoriums durch das deutsche Generalgouvernement
30. Deutsches Zahlungsverbot an England
2. Kämpfe bei Suwalki
3. Sieg bei Augustowo
9. Einnahme von Antwerpen
11. Befreiung Przemysls — Vormarsch auf Warschau und Iwangorod
14. Einnahme von Lille
20.–Ende Dezember Kämpfe in Flandern
23.–31. Kämpfe bei Arras-Soissons-Reims
5. u. 7. Kriegserklärungen Englands und und Belgiens an die Türkei
10. König Karol von Rumänien †
13. Veröffentlichung der Brüsseler Dokumente über den belgischen Neutralitätsbruch
25. Deutsche Denkschrift über die Stellung Englands und Frankreichs zu der Londoner Seekriegserklärung
8. Ergebnis der 1. deutschen Kriegsanleihe: 4460701400 M., bei 1177235 Einzelzeichnungen
20. Deutsches Zahlungsverbot geg. Frankreich
28. Bundesratsverordnung über die Höchstpreise
1. Seeschlacht an der Coronelküste
4. Niederlage der Engländer anga in Ostafrika
7. Tsingtau gefallen
10. Dixmuiden genommen
13. u. 14. Sieg bei Wloclawek
15. Besetzung von Valjevo
16.–23. Kämpfe an der Yser
23. Durchbruch bei Bresiny
26. Mackensens Sieg bei Lodz und Lowicz
26.–30. Kämpfe um La-Bassée
3. England erklärt die ganze Nordsee als Kriegsgebiet — Einsetzung des Khediven Hussein Kemal durch England — Kriegserklärung Rußlands an die Türkei
5. Kriegserklärung Frankreichs an die Türkei
14. Verkündung des Heiligen Krieges i. Konstantinopel
19. Der ungarische Ministerpräsident Graf Tisza im deutschen Hauptquartier
28. Freiherr von Bissing Generalgouverneur von Belgien
28. Ernennung Hindenburgs zum Generalfeldmarschall
Gründung der Kriegsgetreidegesellschaft (endgültige Form 28. 6. 1915 als Reichsgetreidestelle)
5. Festsetzung von Höchstpreisen für Hafer
23. Festsetzung von Höchstpreisen für Kartoffeln — Ergebnis der 1. österreichisch- ungarischen Kriegsanleihe: 3376 Millionen Kronen
2. Einnahme von Belgrad
6. Einnahme von Lodz. Seeschlacht bei den Falklandsinseln
9.–12. Schlacht bei Limanowa
14. Räumung von Belgrad
16.–23. Kämpfe in Westflandern
19. Beginn d. Kämpfe an der Bzura, Rawka, Pilica, Nida
21.–26. Kämpfe in der Champagne
27.–31. Kämpfe bei Ypern
1. Veröffentlichung des französ. Gelbbuches üb. d. Anfänge d. Krieges
2. Zweite Kriegstagung des 8. Deutsch. Reichstags; der zweite Fünf-Milliarden-Kredit bewilligt — Erörterung der dem Reichstage von den verbündeten Regierungen vorgelegten Denkschrift über wirtschaftliche Maßregeln aus Anlaß d. Krieges
17. England erklärt das Protektorat über Ägypten
18. Malmöer Zusammenkunft
Ergebnis der 1. engl. Kriegsanleihe: 400 Mill. Pfund
Verträge des Reichs mit den Stickstoffwerken Ludwigshafen und Knapsack
10. Festsetzung von Höchstpreisen für Metalle
19. Vereinheitlichung d. Höchstpreise für Gerste — Der belgischen Nationalbank wird das Recht, Noten auszugeben, vom Generalgouverneur entzogen
2. Beginn der Dardanellenkämpfe
12.–14. Schlacht bei Soissons
19. Hartmannsweilerkopf genomm.
24. Seetreffen bei Helgoland
28. Versenkung des amerikanischen Schiffes „William P. Freye“
Mitte Januar — Ende April: Winterschlacht in den Karpathen
13. Baron Burian statt Graf Berchtold österreich.- ungarischer Minister des Äußern
17. Eröffnung der internationalen sozialdemokratischen Friedenskonferenz in Kopenhagen
13. Zentraleinkaufsgesellschaft gegründet
26. Beschlagnahme der Getreidevorräte in Deutschland durch Bundesratsbeschluß
31. Verordnung über die Verwendung der Mehlvorräte
Belfort beschossen
7.–15. Winterschlacht in Masuren
18. Beginn der U-Bootsblockade gegen England
19.–28. März: Winterschlachtin der Champagne
24. Einnahme von Prasznysz
1. Dr. Helfferich Reichsschatzsekretär
4. Denkschrift mit Bekanntmachung des U-Boot-Handelskriegs an die neutralen und feindlichen Mächte gesandt
12. Amerikanische Protestnote gegen den U-Boot-Handelskrieg
16. Deutsche Antwort auf den amerik. Protest
22. Amerik. Note an Deutschland und Engl. z. U-Boot-Handelskrieg
28. Deutsche Antwort
Errichtung d.Reichsstickstoffwerke
Verträge mit den bayrischen Stickstoffwerken und den Lonzawerken
Unterbindung der Wollausfuhr aus Amerika nach Deutschland
15. Bundesratsverordnung über Einschränkung der Malzverwendung in den Bierbrauereien
23. Beschlagnahme der Getreide- und Mehlvorräte in Österreich-Ungarn
1. Französische Angriffe in der Champagne
9. u. 10. Sieg am Augustower Wald
10.–14. Vergeblicher Durchbruchsversuch d. Engländer bei Neuve Chapelle — Mitte März bis Mitte April: Osterschlacht in den Karpathen
18.–21. Besetzung Memels durch die Russen und deren Vertreibung
20. Karpathenschlacht
22. Fall von Przemysl
28. „Falaba“ versenkt
1. England und Frankreich erklären, daß sie alle verdächtigen Handelsschiffe anhalten würden
10. Dritte Kriegstagung d. Reichstags
13. Englische Antwort auf die amerikanische Note v. 22. Februar
23. Greys Rede über den Ursprung des Krieges
30. Note der Neutralen gegen die Erklärung Englands und Frankreichs v. 1. März 1915
9. Beschlagnahme der Gerstevorräte, die bei dem einzelnen Besitzer 10 Doppelzentner übersteigen
21. Ergebnis der 2. deutsch. Kriegsanleihe: 9060 Millionen Mark bei 2691060 Einzelzeichnungen
25. Verlängerung des bestehenden ungarischen Moratoriums
26. Einführung eines schärferen Schutzzolltarifes
6.–11. Kämpfe um die Combreshöhe
22. Deutscher Vorstoß über den Yserkanal
25. Englisch-französische Truppen landenauf Gallipoli
28. „Cushing“ (amerikanisch. Schiff) durch Flugzeug angegriffen
30. Vorstoß nach Kurland — Schlacht bei Schaulen
4. Deutsche Note mit einer Denkschrift über die Handhabung der Neutralität Amerikas in Washington überreicht
22. Amerikanische Antwortnote: Staatssekretär des Auswärtigen Bryan lehnt das vom deutschen Botschafter geforderte Ausfuhrverbot ab
17. Verlängerung des französischen Moratoriums auf Handelspapiere
27. Englisches Ausfuhrverbot für Rohbaumwolle und Maschinen zur Bearbeitung von Metallen
1. „Gulflight“ (amerikanisches Schiff) versenkt
2.–12. Durchbruchsschlacht bei Gorlice-Tarnow
7. „Lusitania“ versenkt
8. Einnahme von Libau
10.–21. Loretto-Schlacht. Englisch-französische Durchbruchsversuche
20.–Ende Juli Schlacht b. Sedd-ul-Bahr und Ari Burun — Ende Mai bis Anfang Juni Schlacht bei Stryj
4. Italien kündigt d. Dreibundvertrag
8. Österreich-Ungarn bietet Italien weitgehende Gebietsabtretungen an
15. Überreichung d. amerikanischen„Lusitania“-Note in Berlin
18. Vierte Kriegstagung d. Reichstags
23. Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn
26. Österreich-Ungarn veröffentlicht diplomat. Aktenstücke nebst Denkschrift über die Verhandlungen mit Italien vor d. Kriegserklärung
28. Deutsche Antwort auf die amerikanische Note vom 15. Mai
Schaffung einer „Wirtschaftskommission“ durch den Generalgouverneur von Belgien
1.–6. Kämpfe bei Arras
3. Einnahme von Przemysl
15.–21. Kämpfe um die Grodekstellung
22. Einnahme von Lemberg
30.–5. Juli. Erste Isonzoschlacht
9. Rücktritt Bryans; Lansing Staatssekretär des Auswärtigen
10. Zweite amerikanische „Lusitania“-Note
24. Englisches Munitionsgesetz
24. Bundesratsverordnung über den Verkauf von Fleisch und Fettwaren durch die Gemeinden
26. Anordnung einer Bestandsaufnahme von Verbrauchszucker
9. Kapitulation der deutschen Truppen in Deutsch-Südwestafrika
13. u. 14. Argonnenkämpfe
15. Beginn der deutschen Offensive in Polen
18. Windau besetzt
18.–27. Zweite Isonzoschlacht
23. Schlacht bei Schaulen
28. Weichselübergang zwischen Iwangorod und Warschau — Kämpfe bei Souchez
30. Lublin besetzt
8. Deutsche Antw. auf d. zweite „Lusitania“-Note
20. Englisches Registrierungsgesetz
23. Amerikanische Note betreffend U-Bootkrieg
29. Österreichisch-ungarische Note an Amerika wegen der amerikanischen Waffenlieferung
29. u. 31. Veröffentlichungen der Nordd. Allg. Ztg. aus belgischen Archiven zur Vorgeschichte des Krieges
31. Rücktritt d. Kabinetts Okuma
12. Bekanntmachung über d. Errichtung von Vertriebsgesellschaften für den Steinkohlen- und Braunkohlenbergbau
14. Ergebnis der 2. englisch. Kriegsanleihe: 600 Millionen Pfd. Sterl. — Ergebnis der 2. österr.- ungar. Kriegsanleihe: 3820 Mill. Kron.
23. Festsetzung von Höchstpreisen für Brotgetreide, Gerste u. Hafer — Errichtung einer Reichsfuttermittelstelle
4. Einnahme von Warschau
5. Einnahme von Iwangorod
10. Einnahme von Lomza
18. Einnahme von Kowno — „Arabic“ versenk
19. Ermordung der Besatzung deutschen U-Bootes „U. 27“ durch die „Baralong“
20. Einnahme von Nowogeorgiewsk
26. Einnahme von Brest-Litowsk
31. Einnahme von Luck
4. Fortsetzung der Veröffentlichung von Aktenstücken aus belgischen Archiven durch die Nordd. Allg. Ztg.
16. Venizelos wieder Ministerpräsident
19. Fünfte Kriegstagung d. Reichstags
21. Italiens Kriegserklärung an die Türkei
27. General von Beseler Generalgouverneur in Warschau
Russisch. Städtetag beschließt Einsetzung eines Hauptausschusses f. d. Versorgung des Landes
20. Reichstagsverhandl. über Stickstoffhandelsmonopol — Ausmahlungsverhältnisse für Brotgetreide auf 75 v. H. festges.
21. Österr.-ungar. Moratorium für Zahlungen nach d. Ausl. verläng.
22. Engl. erkl. Baumwolle z. Bannw.
31. Ablauf des inneren Moratoriums i. Österr.-Ungarn
Fehlschlagen der russischen Durchbruchsversuche in Wolhynien
3. Einnahme von Grodno
8. Einnahme von Dubno
15. Einnahme von Pinsk
18. Einnahme von Wilna
25. Beginn d. Herbstschlacht im Artois und in der Champagne
1. Bericht Greys über die deutsch-englischen Verhandlungen vom Jahre 1912
23. Wilson verlangt Abberufung des k. u. k. Botschafters Dumba
28. Grey sagt unbedingte und unbeschränkte Hilfe für Serbien zu
22. Ergebnis der 3. deutsch. Kriegsanleihe: 12030 Mill. Mark bei 3966418 Einzelzeichnungen
25. Bundesratsverordnung zur Errichtung von Preisprüfungsstellen
28. Aufnahme einer englisch-französischen Anleihe von 2 Milliarden in Amerika
4.–30. Engl. Durchbruchsversuch bei Ypern und Loos — Vorstöße der Franzosen bei Souchez
5. Landung englisch-französischerTruppen in Saloniki
6. Beginn des neuen Feldzuges gegen Serbien
8. Einnahme von Belgrad
10.–15. Zurückwerfung der Russen in Ostgalizien
14. Zeppelinangriff auf London
18. Beginn der dritt. Isonzoschlacht
26. Verbindung der deutsch-österreichischen mit den bulgarischen Truppen
6. Venizelos tritt zurück; Zaimis Ministerpräsid.
7. Bulgarien lehnt das russische Ultimatum ab
14. Bulgariens Kriegserklärung an Serbien
15., 16. u. 20. Englands, Frankreichs, Italiens u. Rußlands Kriegserklärungen an Bulgarien
25. Botschafter von Wangenheim in Konstantinopel
29. In Frankreich Ministerium Briand
1. Verlängerung des bestehenden russischen Moratoriums auf ein weiteres Jahr
2. Verbot des Verschrotens von Getreide zu Futterzwecken
9. Errichtung der Reichskartoffelstelle
21. Festsetzung von Grundpreisen für Butter
28. Bundesratsverordnung zur Beschränkung des Fleisch- u. Fettverbrauchs
Kämpfe bei Riga u. Dünaburg — Schlacht an der Strypa
1.–4. Kämpfe bei Czartorysk (Wolhynien)
5. Einn. von Nisch
10. Beginn d. vierten Isonzoschlacht
19. Die Serben vom letzten Stück serbischen Bodens vertrieben
22. Schwere Kämpfe bei Ktesiphon
23. u. 24. Schlacht a. d. Amselfelde — Einnahme von Mitrowitza und Pristina
5. Amerikanische Note an die Entente gegen deren Seekriegführung
6. Skuludis griechischer Ministerpräsident
15. Graf Wolff Metternich deutscher Botschafter in Konstantinopel — Eröffnung der Warschauer Hochschule
20. Italien tritt dem Londoner Abkommen bei, keinen Sonderfrieden zu schließen
4. Bundesratsverordnungen über Milchpreise und Milchverbrauch, über Preise für Schlachtschweine und Schweinefleisch
19. Ergebnis der 3. österreich.-ung. Kriegsanleihe: 6173 Millionen Kronen
4. Einnahme von Monastir
7. Einn. von Ipek
13. Beendigung des serb. Feldzuges
19. Räumung der Nordseite von Gallipoli durch die Engländer und Franzosen
24.–5. Jan. 1916. Neujahrsschlacht in Ostgalizien und der Bukowina
30. Feindl. Fliegerangriff a. Ostende
9. Sechste Kriegstagung d. Reichstages. Reichskanzlerrede über die Friedensmöglichkeiten
10. Deutschland beruft den Militär- und Marineattaché auf Ersuchen Amerikas ab
22. Zehn-Milliarden-Kredit v. Reichstag bewilligt
8. Einführung von Butter- und Fettkarten. Ergebnis der 1. französischen Kriegsanleihe (Emprunt de la victoire): 15139 Milliarden Frcs.
16. Verordnung über die Bereitung von Kuchen und über die Herstellung von Süßigkeiten und Schokolade
8. u. 9. Räumung Gallipolis durch die Engländer und Franzosen
10. Erstürmung des Lowtschen
13. Unterwerfung Montenegros
29.–31. Luftangriffe auf Paris und das englische Industriegebiet
4. Englisches Weißbuch über die Maßregeln im Wirtschaftskrieg gegen Deutschland
16. Kapitulation Montenegros
18. Kaiser Wilhelm und Zar Ferdinand von Bulgarien in Nisch
8. 1. Sitzg. d. Beirats f. Volksernährg.
15. Abfahrt des ersten Balkanzuges von Berlin und München
17. u. 18. Mitteleuropäische Wirtschaftskonferenz in Dresden
25. Festsetzung von Höchstpreisen für Gemüse
6. Ganz Kamerun vom Feinde besetzt
9. Kämpfe bei Souchez
10.–11. Seegefecht an der Doggerbank
16. Einnahme von Erzerum durch die Russen
19. Burengeneral Smuts beginnt den Angriff auf Deutsch-Ostafrika
21. Beginn des Angriffs auf Verdun
26. Erstürmung der Panzerfeste Douaumont
1. Reichsratsmitglied Stürmer statt Goremkyin russ. Ministerpräsident
8. Denkschrift Deutschlands u. Österreich-Ungarns an die Neutralen über die Behandlung bewaffneter Handelsschiffe
23. Asquiths Rede über englische Friedensziele im Unterhaus: Vernichtung der militärischen Herrschaft Preußens
1. Beschlagnahme der Bekleidungsstoffe
7. Verordnung über die Einfuhr von Kartoffeln
9. Neuregelung der Preise für Schlachtschweine und Schweinefleisch und der Versorgung m. frischem Schweinefleisch
2. Dorf Douaumont genommen
6. Luftangriff auf die englische Ostküste
14. Erstürmung des „Toten Mann“
15.–20. Fünfte Isonzoschlacht — Frühjahrsschlacht 1916 auf der Ostfront
16.–30. Durchbruchsversuch d. Russen zwischen Jakobstadt und der Beresina
20. Seegefecht bei Zeebrügge
24. „Sussex“ versenkt
27. Sprengung der deutschen Stellung bei St. Eloi — Deutscher Luftangriff auf Saloniki
3. Resolution Gore im amerikanischen Senat
9. Deutschlands Kriegserklärung an Portugal
11. Admiral von Capelle statt von Tirpitz Reichsmarinesekretär
15. Siebente Kriegstagung d. Reichstages
23. Englische Ablehnung des Lansingschen Vorschlags
24. Spaltung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion
25. Amerikanisches Memorandum zur Frage der Behandlung bewaffneter Handelsschiffe
2. Bekanntmachg. über die Preisfestsetzung bei Enteignung von Kartoffeln
20. Errichtung der Reichsbekleidungsstelle
22. Ergebnis der 4. deutschen Kriegsanleihe: 10767 Milliarden bei 5279645 Einzelzeichnungen
27. Errichtung der Reichsfleischstelle
1.–6. Luftangriffe auf England und die Kanalküste
2. Brussilow statt Iwanow Oberbefehlshaber ander wolhynisch-galizischen Front
18. Einnahme Trapezunts durch die Russen
24.–25. Luftangriff auf London
28. Kapitulation Townshends in Kut-el-Amara
5. Kriegszielrede Bethmann Hollwegs im Reichstag
7. Deutsches Handelsvertragsabkommen mit Rumänien
14. Österreichisch-ungarischer Minister des Äußern Burian in Berlin (Polnische Frage)
20. Sussex-Note Amerikas an Deutschland
24. Englische Antwort auf die amerikanische Note vom 5. Nov. 1915
4. Verordnungen über die Benutzung von Grundstücken städtischen Charakters zu landwirtschaftl. u. gärtnerischen Zwecken
12. Festsetzung von Höchstpreisen für die Kriegsdauer in Frankreich beschlossen
15. Errichtung der Reichsbranntweinstelle
18. Errichtung der Kriegswirtschaftsstelle für das deutsche Zeitungsgewerbe
4. Luftangriffe auf die englische Ostküste
15. Beginn der österreichisch-ungarischen Offensivein Südtirol
24. Erstürmung von Cumières
30. Einnahme von Asiago und Arsiero — Erstürmung der Höhe 304
31. Seeschlacht am Skagerrak
4. Deutsche Antwortnote zum Sussex-Fall macht äußerstes Zugeständnis
10. Amerikas Antwort nimmt die deutsche Erklärung v. 4. Mai an
17. Englisches Wehrpflichtgesetz im Unterhaus angenommen
22. Dr. Helfferich Staatssekretär des Innern und Stellvertreter des Reichskanzlers
1. Preisfestsetzung für Fische
22. Errichtung des Kriegsernährungsamts — Ergebn. d. 4. österr.-ungar. Kriegsanleihe: 6520 Millionen Kronen
29. Runderlaß an die Regierungspräsidenten gegen die ausschließliche Versorgung einzelner Landesteile mit Lebensmitteln zuungunsten d. Großstädte u. Industriegebiete
Novelle zum Vereinsgesetz
4. Beginn der großen russischen Offensive in Wolhynien und Galizien
12. Räumung der Linie Asiago und Arsiero
16. Beginn von Linsingens Gegenoffensive in Wolhynien
23. Erstürmung des Panzerwerks Thiaumont
5. Annahme der Kriegssteuervorlagen
7. Neuer Kriegskredit von 12 Milliarden bewilligt
11. Rücktritt Salandras; Boselli italienischer Ministerpräsident
18. Stellvertretender Generalstabschef Helmut Moltke †
22. Ultimatum des Vierverbands an Griechenland
8. Verbot des Abteufens v. neuen Kalischächten
14.–17. Wirtschaftskonferenz des Vierverbands in Paris
29. Beschränkung von Neu- und Erweiterungsbauten von Zementfabriken
1. Beginn der englisch-französischen Offensive an der Somme — Fortdauer der Kämpfe vor Verdun und der Russenangriffe in Wolhynien und an der nördlichen Front — Kämpfe bei Kolomea
6. Lloyd George englischer Kriegsminister
7. Bündnisvertrag zwischen Rußland und Japan — England und Frankreich teilen den Neutralen mit, daß sie sich nicht mehr an die Londoner Deklaration gebunden halten
6. Verbot der Einfuhr entbehrlicher Gegenstände
10. U-„Deutschland“ in Baltimore angekommen
21. Verordnung betreffend Seifenfabrikation und -handel
6.–9. Sechste Isonzoschlacht
8. Die Italiener besetzen Görz
9. Russki Oberbefehlshaber an der russischen Nordfront
29. Hindenburg Generalstabschef, Ludendorff Erster Generalquartiermeister
31. Hermannstadt geräumt
10.–13. Reichskanzler Bethmann Hollweg und Staatssekretär Auswärtigen Jagow in Wien (Polnische Frage)
26. Italiens Kriegserklärung an Deutschland
27. Rumäniens Kriegserklärung an Österreich-Ungarn
28. u. 31. Kriegserklärungen Deutschlands und der Türkei an Rumänien
3. Bestellung eines Reichskommissars für Übergangswirtschaft (Senator Dr. Sthamer)
7. Einfuhrverbot für Tabak
23. Denkschrift des Vereins deutscher Eisenhüttenleute (Munitionserzeugung betreffend) — U-„Deutschland“ zurückgekehrt
26. Einführung der Reichsfleischkarte
1. Fortdauer der Sommeschlacht — Beginn der Dobrudschaoffensive
6. Einnahme von Tutrakan
9. Einnahme von Silistria
14.–19. Siebente Isonzoschlacht
29. Sieg bei Hermannstadt
1. Kriegserklärung Bulgariens an Rumänien
28. Achte Kriegstagung d. Reichstages
29. von Kühlmann Botschafter in Konstantinopel
20. Deutsch- schweizerisches Warenaustauschabkommen
25. Gründung des Zentralkomitees für Lebensmittelversorgung in Petersburg
Fortdauer der Sommeschlacht
Anfang Oktober: Achte Isonzoschlacht
8. Einnahme von Kronstadt
23. Einnahme von Constantza
25. Einnahme von Czernavoda
8. Japanisches Kabinett Terauchi
21. Österreichischer Ministerpräsid. Graf Stürgkh ermordet
23. Greys Presserede
27. Der Reichstag bewilligt weitere 12 Milliarden Kriegskredite
30. Generalmajor Gröner Leiter des neuen Kriegsamtes
5. Ergebnis der 5. deutsch. Kriegsanleihe: 10699 Milliarden Mark bei 3809976 Einzelzeichnungen
12. Erricht. v. Ernährungsämtern in Österr. u. Ungarn
21. Bespr. d. Staatssekr. Dr. Helfferich m. d. bundesstaatlich. Regier. über d. Fragen d. Volksernährung
1. Fortdauer der Sommeschlacht
Anfang Nov.: Neunte Isonzoschlacht
11. Durchbruch bei Targu Jui
15. Alle Luftkriegsmittel werden einem „Kommand. General der Luftstreitkräfte“ unterstellt
18. Räumung von Monastir
21. Einn. v. Kraiova
23. Donauübergangbei Swistow — Flottenvorstoßgeg. die Themsemündung
29. Russisch-rumänische Gegenoffensive an der siebenb. Ostfront
5. Zwei-Kaiser-Proklamation erklärt Polen für autonomen Staat
6. Neuwahl Wilsons zum Präsidenten der Vereinigten Staaten
13. Generalgouverneur Beselers Verordnung über die Bildung eines Staatsrats und eines Vereinigten Landtags im Königreich Polen
21. Kaiser Franz Josef †
24. Zimmermann Staatssekretär d. Auswärtigen an Stelle von Jagow
29. Admiral Jellicoe Erster Seelord
1. Errichtung des Kriegsamts
9. Ergebnis der 2. französischen Kriegsanleihe: 11⅓ Milliarden Francs.
15. u. 16. Lebensmitteldebatte im englischen Unterhause
Vormarsch in der Dobrudscha — Kämpfe an der Maas und bei Verdun
1.–3. Schlacht am Argesul
6. Einnahme von Bukarest
13. Nivelle Oberbefehlshaber an Stelle Joffres
22.–27. Durchbruchsschlacht von Rimnicu-Sarat — Artilleriekämpfe bei Ypern und im Wytschaetebogen
6. Asquith u. Grey treten zurück
10. Lloyd George englischer Ministerpräsident
12. Friedensnote der Mittelmächte an die Alliierten
13.–19. Antworten der Alliierten
21. Amerikanische Friedensnote
22. Graf Czernin österreichisch-ungarischer Minister des Auswärtigen — Neue Denkschrift des Admiralstabs zum U-Bootkrieg — Wilsons Senatsbotschaft zu den Antworten d. kriegführenden Gruppen
26. Deutsche Antwort auf dieamerikanische Friedensnote
30. Gemeinsame Antwort der Entente auf die deutsche Friedensnote v. 12. Dezember
2. Annahme des Hilfsdienstgesetzes im Reichstag — Erhöhung der Mindestsätze der Unterstützung von Familien in den Dienst eingetretener Mannschaften — Ergebnis der 5. österreichisch-ungarischen Kriegsanleihe: 6767 Millionen Kronen
14. Verordnung betreffend Stempelpflicht ausländischer Wertpapiere auf die
Kämpfe an der Ancre und Somme und bei Verdun
4. Einnahme von Braila
4.–8. Schlacht an der Putna
6. Einnahme von Focsani
24. Deutscher Vorstoß bei Mitau
Im Januar 439500 Tonnen versenkt (insgesamt 5 Millionen Tonnen)
6. Festmahl der amerikanischen Handelskammer in Berlin
6.–7. Graf Czernin in Berlin
10. Gemeinsame Antwort der Entente auf die amerikanische Friedensnote
31. Überreichung der deutschen U-Bootnote — Telegramm an Bernstorff
15. Bundesratsbeschluß über Festsetzung v. Kursen für Wertpapiere
18. Der österr. Ministerpräs. Clam. Martinitz und der ungar. Ministerpräs. Graf Tisza in Berlin zur Besprech. kriegswirtsch. Fragen — Ernennung eines Reichskommissars für Stickstoffwirtschaft
Kämpfe an der Ancre und Somme und bei Verdun
12. Niederlage der Italiener im Czernabogen
14. Fliegerangriff auf Dünkirchen
25. Kämpfe a. d. Aa
26. Deutsch. Vorst. i. d. Themsemünd.
27. Kut-el-Amara von den Engländern besetzt
Im Februar 781500 Tonnen versenkt
3. Abbruch der diplomatischen Beziehungen Amerikas zu Deutschland
19. Unterstaatssekretär Michaelis preußischer Ernährungskommissar
23. Der Reichstag bewilligt weitere 15 Milliarden Kriegskredite
26. Botschaft Wilsons an den Senat
16. Ergebnis der 3. englischen Kriegsanleihe: 1000312950 Lstr. neues Geld
17. Staatssekretär Dr. Helfferichs Rede in der 45. Vollvers. d. Deutschen Landwirtschaftsrats über die Bedeutung der Landwirtschaft im Kriege
24. Bekanntm. üb. d. Regelung d. Verkehrs mit Kohle
11. Einnahme von Bagdad durch die Engländer
15. Strategischer Rückzug auf die Siegfriedstellung
15.–26. Kämpfe bei Monastir
27. Alexejew russischer Oberbefehlshaber — Englische Niederlage bei Gaza
Im März 885000 Tonnen versenkt
12. Ausbruch der Revolution in Petersburg
13. Provisorische russische Regierung — Fürst Lwoff Ministerpräsident
14. Rede Bethmann Hollwegs im Abgeordnetenhaus über innerpolitische Reformen
22. In Frankreich Ministerium Ribot
31. Brief Karls I. seinen Schwager Sixtus
2. Beginn der Debatte der italienischen Kammer über die wirtschaftliche Notlage Italiens
5. Interpellation im russisch. Reichsrat über die katastrophale Verkehrsnot
13. Einführung von Fleisch-, Fett-, Zucker-, Mehl- und Brotkarten in Italien
24. Verbot der Einf. von Auslandswaren in Frankr.
3. Einnahme des Brückenkopfesvon Topoly (Stochod)
9. Beginn der engl.-französ. Frühjahrsoffensive im Westen — Schlacht b. Arras
14. Englischer Fliegerangriff auf Freiburg i. B.
16.–21. Schlacht an der Aisne und in der Champagne
19. Beendigung des Rückzuges auf d. Siegfriedstellung — Englische Niederlage bei Gaza
21. Deutsch. Vorstoß in den Kanal u. die Themsemündung
22. Deutsche Torpedoboote beschießen Dünkirchen
23.–25. Zweite Arrasschlacht
27. Deutscher Vorstoß in die Themsemündung
28. Dritte Arrasschlacht
Im April 1091000 Tonnen versenkt
2. Wilsons Kongreßbotschaft über die russische Revolution
2.–3. Das österreichische Kaiserpaar und Czernin im deutschen Hauptquartier
5. Amerikanische Erklärung des Kriegszustandes mit Deutschland
7. „Osterbotsch.“ des Kaisers
11. u. 14. Brasilien; u. Bolivia brech. die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland ab
14. Russische Arbeiter- u. Soldatenräte für allgemeinen Frieden ohne Annexionen und Entschädigungen — Handschreiben Karls I. an Wilhelm II. — Geheimbericht d. Graf. Czernin
20. Resolution der deutsch. Sozialdemokraten entsprechend der russischen vom 14. dieses Monats
26. Aufruf General Gröners an die Rüstungsarbeiter
29. Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Amerika — Sieben-Milliard.-Dollar-Kredit
2. Beratung in der französischen Kammer über die Einführung von Höchstpreisen für Getreide
5. Verbot der Einfuhr von Auslandswaren in Italien
9. Einführung des Staatsmonopols für den Getreidehandel in Rußland
10. Plan des amerikanischen Schiffahrtsdepartements, eine Flotte von 1000 Holzschiffen zu 3000 Tonnen zu bauen
15. Bestandsaufnahme des Brotgetreides in Frankreich
18. Ergebnis der 6. deutschen Kriegsanleihe: 13122069600 Mark bei 6768082 Einzelzeichnungen
3. Vierter englisch. Durchbruchsversuch bei Arras
14.–29. Zehnte Isonzoschlacht
24.–25. Luftangriffe auf England
Im Mai 869000 Tonnen versenkt
2. Konstituierung des Verfassungsausschusses
4. Erwiderung des Reichskanzlers auf den Czerninschen Geheimbericht
17. Czernin im deutschen Hauptquartier in Kreuznach
Debatte in der französischen Kammer über die Lebensmittelversorgung
2. Aufruf d. Königs von England an das Volk zur Verringerung des Brotverbrauchs
4. Bestandsaufnahme der Getreide-, Mais- und Mehlvorräte in Italien
7. Durchbruchsversuch der Engländer am Wytschaetebogen
10. Italien. Offensive bei Asiago und im Suganatal
Ende Juni Kerenski-Offensive
Im Juni 1016000 Tonnen versenkt
5. u. 7. San Domingo u. Haïti brechen die Beziehgn. zu Deutschland ab
11. König Konstantin dankt ab — In Spanien konservatives Ministerium Dato
22. In Österreich provisorisch. Beamtenkabinett Seidler
Ergebnis der 6. österreichisch.-ungar. Kriegsanleihe: 7689 Millionen Kronen
23. Ergebnis der amerikanischen Freiheitsanleihe: 3035226850 Doll.
1.–11. Kornilows Offensive in Ostgalizien
7. Luftangriff auf London
19. Durchbruch der russischen Front zwischen Sereth und Slota Lipa
25. Einnahme von Tarnopol
26. Einnahme von Kolomea
31. Beginn der ersten Flandernschlacht
Im Juli 811000 Tonnen versenkt
6. Erzbergers Vorstoß im Hauptausschuß
9. u. 11. Kronrat und Order über das gleiche Wahlrecht
14. Dr. Michaelis Reichskanzler
18. v. Kühlmann Staatssekretär des Auswärtigen
19. Friedensresolution des Reichstags
25. England tritt für Frankreichs Ansprüche auf Elsaß-Lothringen ein — Ablehnung einer Friedensresolution im Unterhaus
7. Erörterung über das Ernährungswesen im österreichischen Abgeordnetenhause
8. Die amerikanische Ausfuhr wird unter Regierungskontrolle gestellt
1. Kornilow russ. Oberbefehlshab.
3. Befreiung von Czernowitz
6.–14. Schlacht in der Moldau
14. Österreichisch-ungarischer Fliegerangriff auf Venedig
15.–25. Englische Massenstürme bei Lens
16. Beginn der zweiten Flandernschlacht
16.–25. Schlacht bei Verdun
19. Beginn der elften Isonzoschlacht
Im August 808000 Tonnen versenkt
14. Czernin in Berlin — Österreich erklärt sich desinteressiert an Polen (einschließlich Galiziens), falls Deutschland bereit, auf Elsaß-Lothringen zu verzichten — Chinas Kriegserklärung an Deutschland
21. Graf Bernstorff Botschafter Konstantinopel
22. Beginn der neuen Kanzlerkrise (Michaelis) — „Siebener-Kommission“ des Reichstags eingesetzt
31. Wilsons Ablehnung der Papstnote
14. Erhöhung der Lebensmittelrationen (Mehlprodukte) in Österr.
16. Lloyd George weist im Unterhause auf die Notwendigkeit größter Sparsamkeit im Verbrauch der Lebensmittel hin
22. Gründung einer schwedisch-russischen Handelskammer
25. Der russische Finanzminister Bernatzki verlangt Arbeit bis zum Höchstmaß aller Kräfte, Rußland sei für das sozialistische Regime noch nicht reif
3. Einnahme v. Riga
8. Kornilow abgesetzt
20. Beginn d. Herbstschlachten in Flandern
29. Luftangriff auf Dünkirchen
Im September 672000 Tonnen versenkt
Anfang: Gründung der Vaterlandspartei
12. Deutschland gesteht den Polen einen Regentschaftsrat, ein Ministerium und einen erweiterten Staatsrat zu
21. Deutsche Antwort auf die Papstnote vom 1. August — Stockholmer Sozialisten-Konferenz
4. Beschluß des englischen Gewerkschaftskongresses zugunst. des Freihandels nach dem Kriege
5. Einführung der Kohlenkarte in Österreich-Ungarn
28. Die russische Regierung nimmt den Entwurf eines Zuckermonopols an
12.–16. Besetzung der Inseln Ösel und Moon
19.–21. Besetzung der Insel Dagö
22. Schlacht am Chemin des Dames
24. Beginn der deutsch-österreichisch. Offensive am oberen Isonzo
28. Görz zurückerobert
29. Einnahme von Udine
31. Umfassungsschlachts am Tagliamento
Im Oktober 674000 Tonnen versenkt
2. Friedensrede Czernins in Budapest
6. Interpellation über alldeutsche Agitation i. Heer
9. Michaelis und Capelle über das Komplott in der Marine u. die Unabhängigen Sozialdemokraten — Kühlmanns Rede im Reichstag (Elsaß-Lothringen: Niemals!)
23. Vertreter der Mehrheitsparteien beim Chef d. Zivilkabinetts wegen Kanzlerwechsels
26. Entlassungsgesuch des Reichskanzl. Michaelis
20. Ergebnis der 7. Kriegsanleihe: 12,5 Milliarden Mark bei 5213373 Einzelzeichnungen
23. Bildung eines Reichswirtschaftsamts
2. Zurücknahmeder deutschen Front am Chemindes Dames
7. Einnahme von Gaza durch die Engländer
9. Deutsche und Österreicher am Piave
10. Der italienische Oberbefehlshab. Cadorna durch General Diaz ersetzt
17. Englischer Flottenvorstoß in die Deutsche Bucht
20.–29. Englischer Durchbruchsversuch bei Cambrai
Im November 607000 Tonnen versenkt
1. Entlassung Michaelis' genehmigt — Graf Hertling Reichskanzler
5. Kronrat über die Polnische Frage
6. Czernin in Berlin
7. Neue russische Revolution (Regierung des Rates der Volkskommissare)
8. Kerenski gestürzt
9. Helfferichs Abschied genehmig — von Payer stellv. Reichskanzler
16. Ministerium Clemenceau
23. Veröffentlichung der Geheimverträge Rußlands mit seinen Verbündeten
30. Landsdownes Brief
8. Ergebnis der 2. amerikanischen Anleihe: 4617 Millionen Dollars
20. Herabsetzung d. Malzkontingents der Bierbrauereien auf 10 Prozent
4.–6. Eroberung d. Meletta-Massivs
5. Erfolgreicher deutscher Gegenstoß bei Cambrai
9. Jerusalem von den Türken geräumt
Im Dezember 702000 Tonnenversenkt
1. Fünfzehn Milliarden Kriegskredite v. Reichstag bewilligt
3. Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen in Brest-Litowsk
7. Amerikas Kriegserklärung an Österreich-Ungarn
11. Litauen proklamiert seine Selbständigkeit
16. Waffenstillstand mit Rußland unterzeichnet
22. Beginn der Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk
Ergebnis der 3. französischen Kriegsanleihe: 10276 Milliard. Francs.
4. Festsetzung der Brotration in Frankreich
21. Beratung des Ernährungsamts über Maßregeln zur Bekämpfung des Schleichhandels
5. Ergänzung der deutschen Sperrgebietserklärung vom 31. Januar 1917
29. Italienische Angriffe im Gebiet der Sieben Gemeinden
29.–31. Luftangriffe auf London und Paris
Im Januar 632000 Tonnen versenkt
5. Lloyd Georges Rede vor den englischen Gewerkschaftsvertretern
8. Wilsons Botschaft an den Kongreß (Die 14 Punkte)
9. Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk (Trotzki)
11. Wilsons Kongreßrede (14 Punkte)
22. Sprengung der russischen Nationalversammlung durch die Bolschewiki
27. Streik in Groß-Berlin
Ergebnis der 7. österr.-ungar. Kriegsanleihe: 9644 Millionen Kronen
18. Hungerrevolten in Petersburg und Moskau
24. Ernennung des Reichsausschusses zur Wiederherstellung der deutschen Handelsflotte
17. Luftangriff auf London u. Dover — Beginn d. deutschen Vormarsches in Großrußland u. d. Ukraine
19. Einnahme von Dünaburg und Luck
23. Rückkehr des Hilfskreuzers „Wolf“
25. Pernau, Dorpat, Reval und Pleskau besetzt
Im Februar 680000 Tonnen versenkt
9. Friedensvertrag des Vierbundes mit der Ukraine
10. Einseitige Friedenserklärung Trotzkis — Abbruch der Verhandlungen
13. Kronrat in Homburg
19. 10. Kriegstagung des Reichstages
20. Russischer Funkspruch: Annahme der Friedensbedingungen des Vierbundes
3. Der Zentralexekutivausschuß in Petersburg beschließt die Annullierung der Kriegsanleihen
25. Einführung der Fleischkarte in London
1. Befreiung von Kiew
4. Einnahme von Narwa — Einstellung des deutschen Vormarsches in Großrußland
12. Luftangriff auf England
13. Einnahme von Odessa
21. Beginn der deutschen Offensive im Westen zwischen Scarpe und Oise
22. Beginn der Fernbeschießung von Paris
23. Einnahme von Péronne
24. Einnahme von Bapaume
26. Einnahme von Albert u. Noyon
27. Einnahme von Montdidier
31. Englische Niederlage am Jordan
Im März 689000 Tonnen versenkt
3. Der Friedensvertrag m. Rußland unterzeichnet
5. Neuer Friedensbrief Lord Landsdownes
7. Friedensvertrag mit Finnland
8. Der kurländische Landesrat wünscht Anschluß an Deutschland
15. Hofrat Lammaschs Herrenhausrede gegen das Bündnis mit Deutschland
16. Der Hauptausschuß des Reichstags beschäftigt sich mit der Denkschrift des Fürsten Lichnowsky
19. Neuer 15-Milliardenkredit vom Reichstag bewilligt
23. Anerkennung Litauens als freier und unabhängiger Staat durch Deutschland
Beschlagnahme der holländischen Handelsschiffflotte durch den Vierverband
2. Landung deutscher Truppen in Finnland
11. Einnahme von Armentières
22.–23. Erfolgloser englischer Sperrangriff auf Ostendeund Zeebrügge
25. Erstürmung des Kemmelberges
Im April 652000 Tonnen versenkt
6. Joffe diplomatischer Vertreter der russischen Sowjetrepublik in Berlin
14. Graf Czernins Rücktritt
18. Graf Mirbach deutscher diplomatisher Vertreter in Moskau
21. Der vereinigte Landesrat von Livland, Estland, Riga und Ösel wünscht Anschluß an Deutschland
3. Niederlage der finnischen Roten Garde bei Tawastehus
4. Neue Niederlage der Engländer am Jordan
27. Beginn der Schlacht zwischen Aisne und Marne — Erstürmung des Damenweges
29. Einnahme von Soissons
Im Mai 614000 Tonnen versenkt
22. Friedensoffensive-Artikel in der Kreuzzeitung
Ergebnis der 3. amerikanischen Freiheitsanleihe: 4170019659 Dollar
4. Deutsch-holländisches Wirtschafts-Abkommen
18. Ergebnis der 8. deutsch. Kriegsanleihe: 15001425400 Mark
22. Deutsch-schweizerisch. Wirtsch.-Abkommen
15. Österreichische Offensive in Norditalien und Rückzug
Im Juni 521000 versenkt
24. Kühlmanns Rede im Reichstag über die Unmöglichkeit der rein militärischen Beendigung des Kriegs
15. Neue Offensive an der Marne und in der Champagne
18. Beginn der Gegenoffensive der Entente Aisne-Marne
30. Feldmarschall von Eichhorn in Kiew ermordet
Im Juli 550000 Tonnen versenkt
4. Bukarester Friedensvertrag unterzeichnet
6. Graf Mirbach ermordet
8. Admiral von Hintze Staatssekretär des Auswärtigen
25. Helfferich Nachfolger des Grafen Mirbach
18. Ergebnis der 8. österr.-ungar. Kriegsanleihe: 5763,4 Millionen Kronen
2. Soissons geräumt
8. Erfolgreiche englische Offensive zwischen Ancre und Oise — Montdidier geräumt
18. Ententeoffensive zwischen Oise und Aisne
20. Englische Offensive b. Bapaume
31. Der Kemmelberg geräumt
Im August 420000 Tonnen versenkt
6. Verlegung der deutschen Botschaft von Moskau nach Petersburg — Helfferich zur mündlichen Berichterstattungnach Berlin gerufen
25. Helfferich Nachfolger des Grafen Mirbach
27. Deutsch-russ. Zusatzverträge unterzeichnet
30. Helfferich ersucht um seine Entlassung von dem Posten des diplomatischen Vertreters b. d. Sowjetregierung
12. Amerikanische Offensive beiVerdun
15. Ententeoffensivein Mazedonien
19. Englische Offensive in Palästina
26. Ententeoffensive Champagne-Argonnen
29. Waffenstillstand zwisch. d. Entente und Bulgarien
Im September 440000 Tonnen versenkt
7. Talaat Pascha in Berlin
14. Friedensnote des Grafen Burian
17. Wilsons u. Balfours Antwort
18. Clemenceaus Antwort
26. Bulgarien bittet um Waffenstillstand
30. Graf Hertlings Rücktritt — Erlaß des Kaisers (Demokratisierung)
2. Damaskus gefallen — Armentières und Lens geräumt
3. Cambrai und St. Quentin geräumt
14. Die Italiener in Durazzo
19. Flandrische Küste u. Brügge geräumt
24. Italienische Angriffe im Gebirge und am Piave
26. Aleppo besetzt
30. Österreich-Ungarn räumt das besetzte Gebiet
31. Waffenstillstand zwischen der Entente und der Türkei
3. Prinz Max v. Baden Reichskanzl.
5. Deutsche Friedens- und Waffenstillstandsnote an Wilson
8. Wilsons Antwort
12. Deutsche Note an Wilson (uneingeschränkte Annahme der 14 Punkte)
14. Weitere Note Wilsons, Forderung der Einstellung des U-Bootkriegs, deutliche Anspielung auf Abdankung des Kaisers
17. Manifest Karls I. „An meine getreuen Völker“
20. Deutsche Antwort an Wilson: Einstellung des U-Bootkriegs, Hinweis auf die grundlegenden innern Reformen
23. Note Wilsons: Bereitschaft, Frage des Waffenstillstands mit seinen Verbündeten zu beraten
26. Ludendorff zur Disposition gestellt
27. Deutsche Antwortnote
28. Andrassys Sonderfriedensangebot an Wilson — Kaiser Wilhelms Erlaß über die neue Regierung
30. Zerfall Österreich-Ungarns in Teilstaaten
31. Kapitulation der Türkei
1. Gröner an Stelle Ludendorffs Erster Generalquartiermeister
7. Beginn der Waffenstillstandsverhandl. zwischen Deutschland und der Entente
11. Unterzeichnungdes Waffenstillstands
3. Waffenstillstand Österreich-Ungarns mit den Alliierten — Aufruhr in Kiel
5. Wilsons Antwort: Die Alliierten zu Waffenstillstandsverhandlungen bereit
6. Abreise der deutschen Waffenstillstandsbevollmächtigten
7. Revolution in München
7. 9. Verkündigung der Abdankung des Kaisers und des Kronprinzen — Sieg der Revolution in Berlin
Ergebnis der 9. deutschen Kriegsanleihe: 10434 Millionen Mark bei 2717657 Einzelzeichnungen