Verschnappt

Ihr ergebener Tulpenthal.“

Ihr ergebener Tulpenthal.“

Rosette

Chef (der bemerkt, daß ein Lehrling einen Bleistift im Munde hält): „Ich verbitte mir diese ekelhafte Unsitte! Wer soll denn solchen Bleistift hernachwiederin den Mund nehmen?“

Rosette

Der Handlungskommis Fitzer war zwar in seiner Branche „Bandwaren“ ein ganz brauchbarer junger Kaufmann, allein seine, allerdings auch talentierte Neigung fürs Theatralische war gewaltiger als jene für die Bandwaren; kurz, er widmete sich dem Theater und hätte gelegentlich seines Auftretens einmal zu sagen gehabt: „All mein Glück warwandelbar!“ Statt dessen rief er pathetisch aus: „All mein Glück warBandelwar!“

Rosette

„Für den Vertrieb von Oelen und Lacken werden Provisions-Reisende gesucht. Letztere sind im trocknen Zustande glänzend und hart wie Glas, zerspringen nicht, kriegen keine Risse und sind in dem Handel in Flaschen und Kruken auf dem Bauche mit unserer Firma versehen.“

Rosette

Meine Schreibmaschinen sind in folgenden Häusern im Gebrauch

Maier & Müller in Berlin,Schutz & Cohn in Wien,Hirsch & Bär in Köln.

Maier & Müller in Berlin,Schutz & Cohn in Wien,Hirsch & Bär in Köln.

Maier & Müller in Berlin,Schutz & Cohn in Wien,Hirsch & Bär in Köln.

Maier & Müller in Berlin,

Schutz & Cohn in Wien,

Hirsch & Bär in Köln.

Außer diesenangeführtenFirmen bin ich in der Lage,noch viel mehr Firmen anzuführen!

August Klapperle,Fabrik patentierter Schreibmaschinen.

Rosette

Sally Friedenthal wollte sein Herrengarderobengeschäft aufgeben und veranstaltete einen Ausverkauf. Schließlich blieben aber noch 49 Anzüge, für die sich keine Käufer finden wollten. „Was fang ich damit an?“ fragte er seinen Freund Lilienfeld, „morgen muß der Laden geräumt sein.“ — „Nichts einfacher als das,“ erwidert Lilienfeld. „Du wirst doch haben, nu — sagen wir: sieben Freunde.“ — „Hab ich,“ versetzte Friedenthal. „Also schickste jedem von den sieben Freunden sieben Anzüge mit der Nota über sechs. Werden se nichts sagen und se behalten.“ — „Ausgezeichnete Idee!“ ruft Friedenthal und begibt sich sofort an die Ausführung. Nach acht Tagen trifft er seinen Freund auf der Straße. „Nu?“ fragt dieser, „wie is es geworden mit den Anzügen?“ — „n' Schlag sollste kriegen!“ ruft Friedenthal, „refüsiert haben se und retourniert haben se alle mit'nander, aber keiner mehr als sechs!“

Rosette

Lehmann kommt in eine Auskunftei, um sich über den Kaufmann Fischer zu erkundigen, auf den er einen Wechsel gezogen. Der Auskunftsbeamte sagt, die Firma sei pikfein, das einzige Nachteilige, wenn jener es so ansehen wolle, sei, daß der Chef blind sei. „Au weih!“ schreit Lehmann, „das genügt, ich bin verloren; mein Wechsel ist ein Sichtwechsel!“

Rosette

In einen Kolonialwarenladen kommt ein Herr und verlangt einen Matjeshering. „Bedaure,“ sagt der junge Kommis, „Matjesheringe haben wir nicht.“ — Der Kunde geht. — Der Prinzipal hat dies vom Nebenzimmer angesehen und haucht den Kommis an. „Wie kenn Se lassen geh'n ä Kundschaft ohne was zu kaufen! Wenn mer haben keene Matjesheringe missen Se anbieten, was is auf Lager: ä Stockfisch, ä Bülowhering, ä Ostseehering, ä paar Sprotten ... aber nie lassen fort die Kundschaft ohne was zu kaufen!“

„Gut,“ sagt der Kommis, „ich werd' mer's merken.“

Am nächsten Tage kommt eine feine Dame in den Laden und verlangt errötend eine Rolle Toilettepapier.

„Bedaure,“ sagte der Kommis, „Toilettepapierhaben wir nicht, vielleicht nehmen Sie dafürSchmirgelpapier!“

Rosette

Herren Bock & Ströbel in Mannheim.

Heilbronn, den

Senden Sie uns gef. umgehend per Bahn

3 Ballen grün Santos, wie gehabt, Cond. bekannt.

AchtungsvollKlug & Comp.

P.S. Wir bemerken soeben beim Gang durch unser Lager, daß wir noch Vorrat haben; wir annullieren also unsern obigen Auftrag;senden Sie nicht!

Rosette

Nasen_Fliege

Meyer(Geschäftsreisender): „Gott, bin ich zu bedauern! Du siehst doch die Fliege?“

Schulze: „Natürlich!“

Meyer: „Die sitzt schon seit der Früh' auf meiner Nase, und noch hab' ich keine Zeit gehabt, sie wegzujagen!“

Rosette

[1]Aus Christian Morgenstern Galgenlieder V. Auflage bei Bruno Cassierer.[2]Aus „Mit meinen Augen— — —“ Fahrten durch die lateinische Welt von Hans Heinz Ewers. 3. Aufl. Verlag Konrad W. Mecklenburg. Berlin.[3]Aus „Die meschuggene Ente“. Die 200 ulkigsten Enten, die im Blätterwalde deutscher Zeitungen unfreiwillig ausgebrütet worden sind. In Freiheit dressiert und vorgeführt von Felix Schloemp. Mit Geleitwort von Otto Julius Bierbaum. 18. Aufl. Verlag von Georg Müller in München.[4]Aus: „Der gekitzelte Aeskulap“. Eine kräftige Dosis der medicynischsten Witze und Schnurren von Aerzten, Patienten und lustigen Studenten. Verordnet von Felix Schloemp. Unter Accouchement von Roda Roda. 13. Auflage. Verlag von Georg Müller, München.

[1]Aus Christian Morgenstern Galgenlieder V. Auflage bei Bruno Cassierer.

[2]Aus „Mit meinen Augen— — —“ Fahrten durch die lateinische Welt von Hans Heinz Ewers. 3. Aufl. Verlag Konrad W. Mecklenburg. Berlin.

[3]Aus „Die meschuggene Ente“. Die 200 ulkigsten Enten, die im Blätterwalde deutscher Zeitungen unfreiwillig ausgebrütet worden sind. In Freiheit dressiert und vorgeführt von Felix Schloemp. Mit Geleitwort von Otto Julius Bierbaum. 18. Aufl. Verlag von Georg Müller in München.

[4]Aus: „Der gekitzelte Aeskulap“. Eine kräftige Dosis der medicynischsten Witze und Schnurren von Aerzten, Patienten und lustigen Studenten. Verordnet von Felix Schloemp. Unter Accouchement von Roda Roda. 13. Auflage. Verlag von Georg Müller, München.

Jedem Leser von „Der tolle Koffer“ sei empfohlen:

Diemeschuggene EnteDie 200 ulkigsten Enten, die im Blätterwalde deutscher Zeitungen unfreiwillig ausgebrütet worden sind.In Freiheit dressiert und vorgeführt vonFelix SchloempMit einem Vor- und Nachwort vonOtto Julius BierbaumMit lustigen Zeichnungen und Umschlag von C. O.PetersenGeh. Mk. 2.—, geb. Mk. 3.—Innerhalb 5 Monaten sind 18 Auflagen erschienen im Verlag von Georg Müller in München

Diemeschuggene Ente

Die 200 ulkigsten Enten, die im Blätterwalde deutscher Zeitungen unfreiwillig ausgebrütet worden sind.

In Freiheit dressiert und vorgeführt von

Felix Schloemp

Mit einem Vor- und Nachwort von

Otto Julius Bierbaum

Mit lustigen Zeichnungen und Umschlag von C. O.Petersen

Geh. Mk. 2.—, geb. Mk. 3.—

Innerhalb 5 Monaten sind 18 Auflagen erschienen im Verlag von Georg Müller in München

Aus dem Inhalt: Der entfettete Zeppelin — Caruso in der Badewanne — Die elastische Cousine — Die Kuh mit den höheren Absichten — Die leichtfertigen Bullen — Aepfel des Pegasus — Lona Barrisson im Negligé — Der „bockende“ Otto Erich — Der Knabe mit de Schwimmfieß usw. usw.

Aus den zahlreichen spaltenlangen Urteilen der Presse: „... Wer auch nur eine Seite in diesem urkomischen Werkchen aufschlägt und liest, der lacht, lacht Tränen und ruft den Freund und läßt ihn mitlachen! Das gesunde, herzliche Lachen, das von dieser Sammlung wunderbarer Untaten des Zeitungsteufels ausgeht, verscheucht alle düsteren Schatten der Melancholie.“

Von dem Herausgeber des „Tollen Koffer“ erschien ferner:

Die Über-Ente

Ein lustigtoller Rekordflug von 300neuen, meschuggenen Enten, so von allerlei Zeitungenunfreiwilliglosgelassen wurden.

Arrangiert unter Protektorat von

Felix Schloemp

Mit zahlreichenneuenZeichnungen von

Carl Olaf Petersen

Elfte Auflage

Elfte Auflage

Preis geh. 2 Mark, geb. 3 Mark

Verlag von Georg Müller in München

Die außerordentlich beifällige Aufnahme der „meschuggenen Ente“ veranlaßte den Herausgeber diese neue Sammlung unfreiwilliger Zeitungskomik in künstlerisch-gediegener Ausstattung herauszugeben. Die mit eminentem Sammelfleiß aus Tausenden und Abertausenden von deutschen und ausländischen Zeitungen gesammelten Beiträge sind wieder mit glänzendem Humor und feinem Verständnis für die Pointen so geschmackvoll arrangiert, daß die Lektüre jedem Freund drastischer, unfreiwilliger Komik einen vollendeten Genuß gewährt.

Von dem Herausgeber des „Tollen Koffer“erschien im Verlag von Georg Müller in München ferner:

Derperverse Maikäfer

Galante und ungalante Satiren von

Felix Schloemp

Mit einem Leitgedicht von

Rudolf Presber

Mit seltsamem Umschlag von Carl Olaf Petersen undzahlreichen ganzseitigen Original-Kunstblättern von

Franz von Bayros

Achte Auflage

Preis geheftet Mk. 2.—, gebunden Mk. 3.—

Aus dem Inhalt: Der gepiesackte Nordpol. — Abenteuer im Eispalast. — Diabolo des Herzens. — Nietzsche im Lindenkasino. — Das impotente Knickebein. — Reinhold Reinbold im „Rheingold“. — Das eingebildete Känguruh. — Die Musik des Mädchenleibes. — Das Mitternachtsmädchen u. a. m.

Alle guten Geister des Humors werden in diesem eigenartigen, lustigtollen Werk glänzend entfesselt: scharfpointierte, aktuelle Satiren gegen die Torheiten unserer Zeit, amüsante Schilderungen galanter Liebesabenteuer, feingeschliffene Parodien auf moderne Literaten, wie Kerr, Sudermann, H. H. Ewers, Peter Altenberg, R. M. Rilke u. a. m. und die zahlreichen eleganten Originalkunstblätter von der Meisterhand Franz von Bayros' gestalten das Werk zu einemreizvollen Leckerbissen für alle Freunde lustig-galanter Satire.

Ferner ist vom Herausgeber von „Der tolle Koffer“ erschienen:

Der gekitzelte Aeskulap

Eine kräftige Dosis der medicynischsten Witze, Schnurren und Anekdoten von Aerzten, Patienten und lustigen Studenten

Verordnet vonFelix Schloemp

Mit einem Geleitbrief vonRoda RodaMit vielen urkomischen Originalbildern von E.Preetorius.

Geh. 2 M., geb. 3 M. — Dreizehnte Auflage.

Verlag von Georg Müller in München.

Ein glänzendes Brillantfeuerwerk funkelnder Witzraketen mit scharfknatternden Pointen ist es, was durch dieses einzigartige Kompendium medizinischen Humors zur Erheiterung eines lachlustigen Publikums unter Assistenz erster Humoristen wie Roda Roda, Dr. Owlglaß, H. H. Ewers und vieler humorbegabter Mediziner abgefeuert wird.

Aus dem Inhalte seien nur einige besonders ulkige Schlager erwähnt: Der Student mit dem Saumagen — Blasensteine der Dummheit — Bernhard Shaw als Gynäkologe — Das Therapeutische bei Rich. Wagner — Das Herz in der Blase — Die verschluckte Rasierseife — Schallbäder und Bettgymnastik und hunderte andere lustig-tolle Schlager!

Aus den zahlreichenUrteilen der Presse:

Die Heilkunde.Wien. (Dez. 1909) schreibt: „Der Verfasser der „meschuggenen Ente“ hat das Wagnis unternommen, dem alten, ehrlichen Gott der Heilkunde, Aeskulap, mit dem Federkiel gewaltig das Zwerchfell zu kitzeln.Und das Wagnis ist durch die Witzanthologie „Der gekitzelte Aeskulap“ glänzend gelungen. Der Gott lacht und jeder wird von dieser göttlichen Heiterkeit angesteckt und muß mitlachen!Aus allen Elixieren des Humors ist in der Retorte dieses lustigen Werkchens eine kräftige Dosis von Lachgas herausdestilliert, die selbst den griesgrämigsten Hypochonder zum Lachen bringen muß. So entsteht ein außerordentlich reichhaltiges, urkomisches Kompendium medizinischer Satire und Witzes, dasnicht nur jedemArzt, sondern auch jedemPatienten,Apotheker,Zahnarzt,Student,überhaupt jedem Freund drastischen Humorseinige lachfrohe Stunden bereiten wird“.

Druck von Mänicke und Jahn, Rudolstadt.


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