Bin ich ausgestoßenAus dem Maß des Großen?Ist nicht GeweihtheitÜber dem Abend, bereit?Wie, wenn dem Blick sich erfüllte,Was das Leben mir singe?Oh, wie oft hüllteSo bange Spannung die Schwinge.Und wird all’ meine Wirklichkeit,Die wie Lüge, ertappt, sich selbst bedrängt,Ein Kind sein, das willigweitDie Welt stets von neuem anfängt?Schon hebt ein Tatglaube anIn meiner Stimme — wie MelodieSicher und süß, der Ruf „Voran“.O wär’ schon morgen früh!Daß ich nicht trauernd mehr, verhangen,Mein Leben wie Sünde begehe,Daß immer ein NeuanfangenÜber die Erde wehe.
Bin ich ausgestoßenAus dem Maß des Großen?Ist nicht GeweihtheitÜber dem Abend, bereit?Wie, wenn dem Blick sich erfüllte,Was das Leben mir singe?Oh, wie oft hüllteSo bange Spannung die Schwinge.Und wird all’ meine Wirklichkeit,Die wie Lüge, ertappt, sich selbst bedrängt,Ein Kind sein, das willigweitDie Welt stets von neuem anfängt?Schon hebt ein Tatglaube anIn meiner Stimme — wie MelodieSicher und süß, der Ruf „Voran“.O wär’ schon morgen früh!Daß ich nicht trauernd mehr, verhangen,Mein Leben wie Sünde begehe,Daß immer ein NeuanfangenÜber die Erde wehe.
Bin ich ausgestoßenAus dem Maß des Großen?Ist nicht GeweihtheitÜber dem Abend, bereit?Wie, wenn dem Blick sich erfüllte,Was das Leben mir singe?Oh, wie oft hüllteSo bange Spannung die Schwinge.Und wird all’ meine Wirklichkeit,Die wie Lüge, ertappt, sich selbst bedrängt,Ein Kind sein, das willigweitDie Welt stets von neuem anfängt?Schon hebt ein Tatglaube anIn meiner Stimme — wie MelodieSicher und süß, der Ruf „Voran“.O wär’ schon morgen früh!Daß ich nicht trauernd mehr, verhangen,Mein Leben wie Sünde begehe,Daß immer ein NeuanfangenÜber die Erde wehe.
Bin ich ausgestoßen
Aus dem Maß des Großen?
Ist nicht Geweihtheit
Über dem Abend, bereit?
Wie, wenn dem Blick sich erfüllte,
Was das Leben mir singe?
Oh, wie oft hüllte
So bange Spannung die Schwinge.
Und wird all’ meine Wirklichkeit,
Die wie Lüge, ertappt, sich selbst bedrängt,
Ein Kind sein, das willigweit
Die Welt stets von neuem anfängt?
Schon hebt ein Tatglaube an
In meiner Stimme — wie Melodie
Sicher und süß, der Ruf „Voran“.
O wär’ schon morgen früh!
Daß ich nicht trauernd mehr, verhangen,
Mein Leben wie Sünde begehe,
Daß immer ein Neuanfangen
Über die Erde wehe.
Weh, grimmer Gigant.Was ist mit dir?Dein Leib wälzt ohne Wille und RegelLeblos lebend im Kot.Abgefallen, wie totgetroffne Vögel,Faulen die Hände im schlammigen Sand.Gestrüpp hängt im Gesicht und rotDie Augen, gedunsen, schleimig.Wo blieb dein seidenes Haar?Erwachend befühlst du dich schwer.Die Lippen fürchten den Ausbruch der Tränen,Krampfen sich, schon zitternd weich.— Da, wie aufgeschreckt: erhebt sich ein Meer,Und aufspringt mit zornigen ZähnenDu, tobend und heulend bleich.Dann krachend aber, schlägt der trotzige HeldHin auf den Stein.Hier barst die Leidensgewalt der Natur,Die Hölle der verkannten Welt.Und wie ein müder ScheinBleibt der Gedanke nurVon einem Leben, nicht das Leben selbst.Wieder zum Tier des trübenden LichtsGeschrumpft — bist nirgendwo; nur schwer;Wohl mehr als nichts,Doch weniger als irgendwer.
Weh, grimmer Gigant.Was ist mit dir?Dein Leib wälzt ohne Wille und RegelLeblos lebend im Kot.Abgefallen, wie totgetroffne Vögel,Faulen die Hände im schlammigen Sand.Gestrüpp hängt im Gesicht und rotDie Augen, gedunsen, schleimig.Wo blieb dein seidenes Haar?Erwachend befühlst du dich schwer.Die Lippen fürchten den Ausbruch der Tränen,Krampfen sich, schon zitternd weich.— Da, wie aufgeschreckt: erhebt sich ein Meer,Und aufspringt mit zornigen ZähnenDu, tobend und heulend bleich.Dann krachend aber, schlägt der trotzige HeldHin auf den Stein.Hier barst die Leidensgewalt der Natur,Die Hölle der verkannten Welt.Und wie ein müder ScheinBleibt der Gedanke nurVon einem Leben, nicht das Leben selbst.Wieder zum Tier des trübenden LichtsGeschrumpft — bist nirgendwo; nur schwer;Wohl mehr als nichts,Doch weniger als irgendwer.
Weh, grimmer Gigant.Was ist mit dir?Dein Leib wälzt ohne Wille und RegelLeblos lebend im Kot.Abgefallen, wie totgetroffne Vögel,Faulen die Hände im schlammigen Sand.Gestrüpp hängt im Gesicht und rotDie Augen, gedunsen, schleimig.Wo blieb dein seidenes Haar?
Weh, grimmer Gigant.
Was ist mit dir?
Dein Leib wälzt ohne Wille und Regel
Leblos lebend im Kot.
Abgefallen, wie totgetroffne Vögel,
Faulen die Hände im schlammigen Sand.
Gestrüpp hängt im Gesicht und rot
Die Augen, gedunsen, schleimig.
Wo blieb dein seidenes Haar?
Erwachend befühlst du dich schwer.Die Lippen fürchten den Ausbruch der Tränen,Krampfen sich, schon zitternd weich.
Erwachend befühlst du dich schwer.
Die Lippen fürchten den Ausbruch der Tränen,
Krampfen sich, schon zitternd weich.
— Da, wie aufgeschreckt: erhebt sich ein Meer,Und aufspringt mit zornigen ZähnenDu, tobend und heulend bleich.
— Da, wie aufgeschreckt: erhebt sich ein Meer,
Und aufspringt mit zornigen Zähnen
Du, tobend und heulend bleich.
Dann krachend aber, schlägt der trotzige HeldHin auf den Stein.Hier barst die Leidensgewalt der Natur,Die Hölle der verkannten Welt.Und wie ein müder ScheinBleibt der Gedanke nurVon einem Leben, nicht das Leben selbst.Wieder zum Tier des trübenden LichtsGeschrumpft — bist nirgendwo; nur schwer;Wohl mehr als nichts,Doch weniger als irgendwer.
Dann krachend aber, schlägt der trotzige Held
Hin auf den Stein.
Hier barst die Leidensgewalt der Natur,
Die Hölle der verkannten Welt.
Und wie ein müder Schein
Bleibt der Gedanke nur
Von einem Leben, nicht das Leben selbst.
Wieder zum Tier des trübenden Lichts
Geschrumpft — bist nirgendwo; nur schwer;
Wohl mehr als nichts,
Doch weniger als irgendwer.
Das Aufrichten gelingt dir kaum,Nur winselnd im Schweiß;Immer ist ein Sinken, bis du stehst.Dann trostlose SchritteGradeaus im Kreis.Als wär’ nie mehr für dich eine Bitte,Gehst du Linien ohne Punkt,Ohne Farben, ohne Raum.Wenn dir, stillstehend,Die Augen sinken zur Vision,Spürst du kalt wehendDen grinsenden summenden Hohn;Wie um Aas den Menschenschwarm.Dann, verloren in Tränen den Mund,Fühlst du, wechselnd eisig warm,Das Sausen im fallenden Grund.Und wo die Qual noch so sehr schwieg,Hier schreit sie weinend herausTöne ohne Takt, ohne Musik.Wie ein Lawinenstrom ohne DammBricht die Klage aus,Über die Erde der Welt und den ewigen Schlamm.
Das Aufrichten gelingt dir kaum,Nur winselnd im Schweiß;Immer ist ein Sinken, bis du stehst.Dann trostlose SchritteGradeaus im Kreis.Als wär’ nie mehr für dich eine Bitte,Gehst du Linien ohne Punkt,Ohne Farben, ohne Raum.Wenn dir, stillstehend,Die Augen sinken zur Vision,Spürst du kalt wehendDen grinsenden summenden Hohn;Wie um Aas den Menschenschwarm.Dann, verloren in Tränen den Mund,Fühlst du, wechselnd eisig warm,Das Sausen im fallenden Grund.Und wo die Qual noch so sehr schwieg,Hier schreit sie weinend herausTöne ohne Takt, ohne Musik.Wie ein Lawinenstrom ohne DammBricht die Klage aus,Über die Erde der Welt und den ewigen Schlamm.
Das Aufrichten gelingt dir kaum,Nur winselnd im Schweiß;Immer ist ein Sinken, bis du stehst.Dann trostlose SchritteGradeaus im Kreis.Als wär’ nie mehr für dich eine Bitte,Gehst du Linien ohne Punkt,Ohne Farben, ohne Raum.
Das Aufrichten gelingt dir kaum,
Nur winselnd im Schweiß;
Immer ist ein Sinken, bis du stehst.
Dann trostlose Schritte
Gradeaus im Kreis.
Als wär’ nie mehr für dich eine Bitte,
Gehst du Linien ohne Punkt,
Ohne Farben, ohne Raum.
Wenn dir, stillstehend,Die Augen sinken zur Vision,Spürst du kalt wehendDen grinsenden summenden Hohn;Wie um Aas den Menschenschwarm.Dann, verloren in Tränen den Mund,Fühlst du, wechselnd eisig warm,Das Sausen im fallenden Grund.
Wenn dir, stillstehend,
Die Augen sinken zur Vision,
Spürst du kalt wehend
Den grinsenden summenden Hohn;
Wie um Aas den Menschenschwarm.
Dann, verloren in Tränen den Mund,
Fühlst du, wechselnd eisig warm,
Das Sausen im fallenden Grund.
Und wo die Qual noch so sehr schwieg,Hier schreit sie weinend herausTöne ohne Takt, ohne Musik.Wie ein Lawinenstrom ohne DammBricht die Klage aus,Über die Erde der Welt und den ewigen Schlamm.
Und wo die Qual noch so sehr schwieg,
Hier schreit sie weinend heraus
Töne ohne Takt, ohne Musik.
Wie ein Lawinenstrom ohne Damm
Bricht die Klage aus,
Über die Erde der Welt und den ewigen Schlamm.
Nun weißt du es. Was Aufschwung schien,War Niedergang. Maßlos und blindStürmtest du die Erde; kühnWähntest du dich und warst nur Wind.Kein Mitmensch war, kein Hindernis,Nicht Zukunft, nicht Vernunft:Nur brüllendes spottendes Ereignis,Aber Feuer allein wollte nicht brennen,Verlosch, ward Asche für den Wind.Nun bist du gefügt und kannst erkennen.Nun weißt du, wo die Tat beginnt,Fühlst sie aufsteigen in dir wie ein Lied.Nicht im Rausch, tobsüchtig ungesinnt,Närrisch lachend, entblößt,Du ganz einzelnes wirbelndes Glied,Besinnlich nach Irrfahrt und Torheit,Gier, die gegen die Erde stößt,Ohne Not, ohne Wert, nur ins Weite weit —Die Tat ist im Wert!Denn nur als Teil alles MenschengefühlsBist du ein ganzes Sein,Erschütternd und auferstanden groß.Nur im Gelöbnis des innersten ZielsIst auch der Zorn heilig und rein.
Nun weißt du es. Was Aufschwung schien,War Niedergang. Maßlos und blindStürmtest du die Erde; kühnWähntest du dich und warst nur Wind.Kein Mitmensch war, kein Hindernis,Nicht Zukunft, nicht Vernunft:Nur brüllendes spottendes Ereignis,Aber Feuer allein wollte nicht brennen,Verlosch, ward Asche für den Wind.Nun bist du gefügt und kannst erkennen.Nun weißt du, wo die Tat beginnt,Fühlst sie aufsteigen in dir wie ein Lied.Nicht im Rausch, tobsüchtig ungesinnt,Närrisch lachend, entblößt,Du ganz einzelnes wirbelndes Glied,Besinnlich nach Irrfahrt und Torheit,Gier, die gegen die Erde stößt,Ohne Not, ohne Wert, nur ins Weite weit —Die Tat ist im Wert!Denn nur als Teil alles MenschengefühlsBist du ein ganzes Sein,Erschütternd und auferstanden groß.Nur im Gelöbnis des innersten ZielsIst auch der Zorn heilig und rein.
Nun weißt du es. Was Aufschwung schien,War Niedergang. Maßlos und blindStürmtest du die Erde; kühnWähntest du dich und warst nur Wind.Kein Mitmensch war, kein Hindernis,Nicht Zukunft, nicht Vernunft:Nur brüllendes spottendes Ereignis,Aber Feuer allein wollte nicht brennen,Verlosch, ward Asche für den Wind.Nun bist du gefügt und kannst erkennen.
Nun weißt du es. Was Aufschwung schien,
War Niedergang. Maßlos und blind
Stürmtest du die Erde; kühn
Wähntest du dich und warst nur Wind.
Kein Mitmensch war, kein Hindernis,
Nicht Zukunft, nicht Vernunft:
Nur brüllendes spottendes Ereignis,
Aber Feuer allein wollte nicht brennen,
Verlosch, ward Asche für den Wind.
Nun bist du gefügt und kannst erkennen.
Nun weißt du, wo die Tat beginnt,Fühlst sie aufsteigen in dir wie ein Lied.Nicht im Rausch, tobsüchtig ungesinnt,Närrisch lachend, entblößt,Du ganz einzelnes wirbelndes Glied,Besinnlich nach Irrfahrt und Torheit,Gier, die gegen die Erde stößt,Ohne Not, ohne Wert, nur ins Weite weit —Die Tat ist im Wert!
Nun weißt du, wo die Tat beginnt,
Fühlst sie aufsteigen in dir wie ein Lied.
Nicht im Rausch, tobsüchtig ungesinnt,
Närrisch lachend, entblößt,
Du ganz einzelnes wirbelndes Glied,
Besinnlich nach Irrfahrt und Torheit,
Gier, die gegen die Erde stößt,
Ohne Not, ohne Wert, nur ins Weite weit —
Die Tat ist im Wert!
Denn nur als Teil alles MenschengefühlsBist du ein ganzes Sein,Erschütternd und auferstanden groß.Nur im Gelöbnis des innersten ZielsIst auch der Zorn heilig und rein.
Denn nur als Teil alles Menschengefühls
Bist du ein ganzes Sein,
Erschütternd und auferstanden groß.
Nur im Gelöbnis des innersten Ziels
Ist auch der Zorn heilig und rein.
Und in die Menschenheit eingestimmtZiehst du zum Werk, von einer SeeWie getragen, in fühlender Entfaltung.Siehst Jugend und Arbeit der Menschen-Idee,Dein Auge selbst ist sie, schon Gestaltung,Mild überscheinend und königlich bestimmt.Denn die Idee ist brüderlich, sinnvoll und bereit,Ist die Tiefe der Menschlichkeit;Ihr Wille ist Größe, die kein Ende nimmt.Tönend, namenlos erhört dich und weitet die Schwebung,Jeder Haß vor dir ist ohne Halt;Denn deine Brust ist gelöst in der Strebung.Helle Wirklichkeit atmet deine Gestalt,Als sei die Wahrheit selbst deine gütige Gewalt.Ureigen unbeirrlich ist dein Lieben.Du beherrschst allfühlend die Bewegung und DauerUnd findest, von wogendem Wollen getrieben,Die Tröstung noch der wirresten Trauer.Der stampfenden Schöpfung gläubiger Erspürer,Lobpreisend, beseelend — zu hebender TatFühlst du dich Führer.Und hellhoch über das Volk, das gewaltig genaht,Und im ungeheuren SchweigenAufblickt zu dir, um dannHinzuströmen zum heilig zähen Erzeugen,Jeder beseligt, so gönnend, so machtvoll er kann:Braust, singender Sturm, deine Stimme:„Weit Erschütternder über der Welt!Wie ich, dein Kind, zum Tagwerk mühend mich krümme,Sei deines Kindes Tag zur Ewigkeit erhellt.Gewaltiger in der Welt! Heb’ uns empor!Laß mitliebend mitklingen im ChorAlle Nation, mitleidend den Leiden;Daß ihr Wille, unbesiegbarer Stern, bestehe,Und sie die Arme frei und göttlich breitenÜber sich selbst in die Höhe!“
Und in die Menschenheit eingestimmtZiehst du zum Werk, von einer SeeWie getragen, in fühlender Entfaltung.Siehst Jugend und Arbeit der Menschen-Idee,Dein Auge selbst ist sie, schon Gestaltung,Mild überscheinend und königlich bestimmt.Denn die Idee ist brüderlich, sinnvoll und bereit,Ist die Tiefe der Menschlichkeit;Ihr Wille ist Größe, die kein Ende nimmt.Tönend, namenlos erhört dich und weitet die Schwebung,Jeder Haß vor dir ist ohne Halt;Denn deine Brust ist gelöst in der Strebung.Helle Wirklichkeit atmet deine Gestalt,Als sei die Wahrheit selbst deine gütige Gewalt.Ureigen unbeirrlich ist dein Lieben.Du beherrschst allfühlend die Bewegung und DauerUnd findest, von wogendem Wollen getrieben,Die Tröstung noch der wirresten Trauer.Der stampfenden Schöpfung gläubiger Erspürer,Lobpreisend, beseelend — zu hebender TatFühlst du dich Führer.Und hellhoch über das Volk, das gewaltig genaht,Und im ungeheuren SchweigenAufblickt zu dir, um dannHinzuströmen zum heilig zähen Erzeugen,Jeder beseligt, so gönnend, so machtvoll er kann:Braust, singender Sturm, deine Stimme:„Weit Erschütternder über der Welt!Wie ich, dein Kind, zum Tagwerk mühend mich krümme,Sei deines Kindes Tag zur Ewigkeit erhellt.Gewaltiger in der Welt! Heb’ uns empor!Laß mitliebend mitklingen im ChorAlle Nation, mitleidend den Leiden;Daß ihr Wille, unbesiegbarer Stern, bestehe,Und sie die Arme frei und göttlich breitenÜber sich selbst in die Höhe!“
Und in die Menschenheit eingestimmtZiehst du zum Werk, von einer SeeWie getragen, in fühlender Entfaltung.
Und in die Menschenheit eingestimmt
Ziehst du zum Werk, von einer See
Wie getragen, in fühlender Entfaltung.
Siehst Jugend und Arbeit der Menschen-Idee,Dein Auge selbst ist sie, schon Gestaltung,Mild überscheinend und königlich bestimmt.
Siehst Jugend und Arbeit der Menschen-Idee,
Dein Auge selbst ist sie, schon Gestaltung,
Mild überscheinend und königlich bestimmt.
Denn die Idee ist brüderlich, sinnvoll und bereit,Ist die Tiefe der Menschlichkeit;Ihr Wille ist Größe, die kein Ende nimmt.
Denn die Idee ist brüderlich, sinnvoll und bereit,
Ist die Tiefe der Menschlichkeit;
Ihr Wille ist Größe, die kein Ende nimmt.
Tönend, namenlos erhört dich und weitet die Schwebung,Jeder Haß vor dir ist ohne Halt;Denn deine Brust ist gelöst in der Strebung.
Tönend, namenlos erhört dich und weitet die Schwebung,
Jeder Haß vor dir ist ohne Halt;
Denn deine Brust ist gelöst in der Strebung.
Helle Wirklichkeit atmet deine Gestalt,Als sei die Wahrheit selbst deine gütige Gewalt.Ureigen unbeirrlich ist dein Lieben.
Helle Wirklichkeit atmet deine Gestalt,
Als sei die Wahrheit selbst deine gütige Gewalt.
Ureigen unbeirrlich ist dein Lieben.
Du beherrschst allfühlend die Bewegung und DauerUnd findest, von wogendem Wollen getrieben,Die Tröstung noch der wirresten Trauer.
Du beherrschst allfühlend die Bewegung und Dauer
Und findest, von wogendem Wollen getrieben,
Die Tröstung noch der wirresten Trauer.
Der stampfenden Schöpfung gläubiger Erspürer,Lobpreisend, beseelend — zu hebender TatFühlst du dich Führer.
Der stampfenden Schöpfung gläubiger Erspürer,
Lobpreisend, beseelend — zu hebender Tat
Fühlst du dich Führer.
Und hellhoch über das Volk, das gewaltig genaht,Und im ungeheuren SchweigenAufblickt zu dir, um dann
Und hellhoch über das Volk, das gewaltig genaht,
Und im ungeheuren Schweigen
Aufblickt zu dir, um dann
Hinzuströmen zum heilig zähen Erzeugen,Jeder beseligt, so gönnend, so machtvoll er kann:Braust, singender Sturm, deine Stimme:
Hinzuströmen zum heilig zähen Erzeugen,
Jeder beseligt, so gönnend, so machtvoll er kann:
Braust, singender Sturm, deine Stimme:
„Weit Erschütternder über der Welt!Wie ich, dein Kind, zum Tagwerk mühend mich krümme,Sei deines Kindes Tag zur Ewigkeit erhellt.
„Weit Erschütternder über der Welt!
Wie ich, dein Kind, zum Tagwerk mühend mich krümme,
Sei deines Kindes Tag zur Ewigkeit erhellt.
Gewaltiger in der Welt! Heb’ uns empor!Laß mitliebend mitklingen im ChorAlle Nation, mitleidend den Leiden;
Gewaltiger in der Welt! Heb’ uns empor!
Laß mitliebend mitklingen im Chor
Alle Nation, mitleidend den Leiden;
Daß ihr Wille, unbesiegbarer Stern, bestehe,Und sie die Arme frei und göttlich breitenÜber sich selbst in die Höhe!“
Daß ihr Wille, unbesiegbarer Stern, bestehe,
Und sie die Arme frei und göttlich breiten
Über sich selbst in die Höhe!“
SeiteAufbruch-Musik5Du Ewige8Der ZweifelTrauermarsch11Fragender Mensch14Pierrot15Gute Laterne17Dumpfer Tag19Erdenfahrt20Nachtgedicht21Die Ungestillten der SeeleRitternarr22Gang zum Schafott23Ahasver24Junger Künstler25Der Denker26Clown28Alternder Mime29Der kranke Sänger30Akrobat31Zigeunerlied32Meerfahrt33Der Berufene34Nietzsche35Der Anachoret36Der gütige Mensch37Wir sterben das LebenKrank38Aufschreiender Künstler39Trübe Luft40Dudelsackweise des Sterblichen41Ermattung42Vernunft43O Erde!Nachtgesang44Es wird ein Traum45Hymne46Das Heimatzimmer47Frauen48Der Himmelflieger49Myrtenkind!50Gedicht im Mai51An den Anderen52Ich denke einen Freund53Fügung54Duo55Dem Engel der Erde56Abendgang57Aufruhr durchwühlt den gütigen GeistLied aus der Nacht58Dank59Besinnung60Knappe vom Bergwerk61Der Verurteilte62Der Gekerkerte63Napoleon64Junger Soldat65Der Kriegsblinde67Erblindung69Die Phalanx70O wär’ schon morgen früh!73An den Geschlagenen74
Anmerkungen zur TranskriptionIm Original g e s p e r r t hervorgehobener Text wurde in einemanderen Schriftstilmarkiert.Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):... Ein Wissen: Daß ich in dieMenchendringe, ...... Ein Wissen: Daß ich in dieMenschendringe, ...
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