Der Taubenkobel
von
Ludwig Anzengruber.
Wonn mer en Michelbauern frogt,wie er si mit sein’ Wei vatrogt[193],so tut er zun vasteh’n oam[194]geb’n,daß s’ all’ zwoa wie dö Täuberln leb’n.Do denkt a seiner G’vattersmon:„Schaugts d’r den Taubenkobel on!I siech fürs Leben gern so poorvaliabti Kesstelflickerwor’[195]!„Fahrst hin zu dö zwoa glücklig’n Leut’.Es kost’t koan Haus, machst eahna d’ Freud’!“Er setzt sich af dö Eiserbohn,mit derer kimmt mer schnell hindon.Er trifft ins Ort, jed’s Kind woas Red’,wo Michelbauers Hütt’n steht.Doch wie er klopfen will an d’ Tür,da macht’n a Spektakel irr’.Drein geht’s wie in ’ra Reitschul’ zua,es kirrt[196]a Dirn, es fluacht a Bua,a Wickelkind is a no z’hör’n,dös d’ Seel si aus ’n Leib will plärr’n.Den G’vattern aber neugiert’s groß,er druckt dö Tür schnell aus ’m G’schloß,und is am erschten Blick scho g’wiß,daß er beim Michelbauern is.Durch d’ Stuben laft a Kinderpaarl,dös gleicht ’en Eltern af a Haarl,da kloane Bua oan Borschtwisch führt,dö Dirn’ si mit oan Holzschuach wihrt[197].Sö jag’n anander um dö Wieg’nund wonn sa si zun fassen krieg’n,so setzt’s ganz g’hörig Pläscher[198]oh.Der G’vatter schreit: „Wos treibt ’s denn do?“Da stengen[199]s’ steif als wie dö Schrog’n[200]und wissent onfongs nix zan sog’n,donn keift es Dirndel in da Still’n:„Na, Voda-Muada tan mer spiel’n!“
Wonn mer en Michelbauern frogt,wie er si mit sein’ Wei vatrogt[193],so tut er zun vasteh’n oam[194]geb’n,daß s’ all’ zwoa wie dö Täuberln leb’n.Do denkt a seiner G’vattersmon:„Schaugts d’r den Taubenkobel on!I siech fürs Leben gern so poorvaliabti Kesstelflickerwor’[195]!„Fahrst hin zu dö zwoa glücklig’n Leut’.Es kost’t koan Haus, machst eahna d’ Freud’!“Er setzt sich af dö Eiserbohn,mit derer kimmt mer schnell hindon.Er trifft ins Ort, jed’s Kind woas Red’,wo Michelbauers Hütt’n steht.Doch wie er klopfen will an d’ Tür,da macht’n a Spektakel irr’.Drein geht’s wie in ’ra Reitschul’ zua,es kirrt[196]a Dirn, es fluacht a Bua,a Wickelkind is a no z’hör’n,dös d’ Seel si aus ’n Leib will plärr’n.Den G’vattern aber neugiert’s groß,er druckt dö Tür schnell aus ’m G’schloß,und is am erschten Blick scho g’wiß,daß er beim Michelbauern is.Durch d’ Stuben laft a Kinderpaarl,dös gleicht ’en Eltern af a Haarl,da kloane Bua oan Borschtwisch führt,dö Dirn’ si mit oan Holzschuach wihrt[197].Sö jag’n anander um dö Wieg’nund wonn sa si zun fassen krieg’n,so setzt’s ganz g’hörig Pläscher[198]oh.Der G’vatter schreit: „Wos treibt ’s denn do?“Da stengen[199]s’ steif als wie dö Schrog’n[200]und wissent onfongs nix zan sog’n,donn keift es Dirndel in da Still’n:„Na, Voda-Muada tan mer spiel’n!“
Wonn mer en Michelbauern frogt,wie er si mit sein’ Wei vatrogt[193],so tut er zun vasteh’n oam[194]geb’n,daß s’ all’ zwoa wie dö Täuberln leb’n.
Wonn mer en Michelbauern frogt,
wie er si mit sein’ Wei vatrogt[193],
so tut er zun vasteh’n oam[194]geb’n,
daß s’ all’ zwoa wie dö Täuberln leb’n.
Do denkt a seiner G’vattersmon:„Schaugts d’r den Taubenkobel on!I siech fürs Leben gern so poorvaliabti Kesstelflickerwor’[195]!
Do denkt a seiner G’vattersmon:
„Schaugts d’r den Taubenkobel on!
I siech fürs Leben gern so poor
valiabti Kesstelflickerwor’[195]!
„Fahrst hin zu dö zwoa glücklig’n Leut’.Es kost’t koan Haus, machst eahna d’ Freud’!“Er setzt sich af dö Eiserbohn,mit derer kimmt mer schnell hindon.
„Fahrst hin zu dö zwoa glücklig’n Leut’.
Es kost’t koan Haus, machst eahna d’ Freud’!“
Er setzt sich af dö Eiserbohn,
mit derer kimmt mer schnell hindon.
Er trifft ins Ort, jed’s Kind woas Red’,wo Michelbauers Hütt’n steht.Doch wie er klopfen will an d’ Tür,da macht’n a Spektakel irr’.
Er trifft ins Ort, jed’s Kind woas Red’,
wo Michelbauers Hütt’n steht.
Doch wie er klopfen will an d’ Tür,
da macht’n a Spektakel irr’.
Drein geht’s wie in ’ra Reitschul’ zua,es kirrt[196]a Dirn, es fluacht a Bua,a Wickelkind is a no z’hör’n,dös d’ Seel si aus ’n Leib will plärr’n.
Drein geht’s wie in ’ra Reitschul’ zua,
es kirrt[196]a Dirn, es fluacht a Bua,
a Wickelkind is a no z’hör’n,
dös d’ Seel si aus ’n Leib will plärr’n.
Den G’vattern aber neugiert’s groß,er druckt dö Tür schnell aus ’m G’schloß,und is am erschten Blick scho g’wiß,daß er beim Michelbauern is.
Den G’vattern aber neugiert’s groß,
er druckt dö Tür schnell aus ’m G’schloß,
und is am erschten Blick scho g’wiß,
daß er beim Michelbauern is.
Durch d’ Stuben laft a Kinderpaarl,dös gleicht ’en Eltern af a Haarl,da kloane Bua oan Borschtwisch führt,dö Dirn’ si mit oan Holzschuach wihrt[197].
Durch d’ Stuben laft a Kinderpaarl,
dös gleicht ’en Eltern af a Haarl,
da kloane Bua oan Borschtwisch führt,
dö Dirn’ si mit oan Holzschuach wihrt[197].
Sö jag’n anander um dö Wieg’nund wonn sa si zun fassen krieg’n,so setzt’s ganz g’hörig Pläscher[198]oh.Der G’vatter schreit: „Wos treibt ’s denn do?“
Sö jag’n anander um dö Wieg’n
und wonn sa si zun fassen krieg’n,
so setzt’s ganz g’hörig Pläscher[198]oh.
Der G’vatter schreit: „Wos treibt ’s denn do?“
Da stengen[199]s’ steif als wie dö Schrog’n[200]und wissent onfongs nix zan sog’n,donn keift es Dirndel in da Still’n:„Na, Voda-Muada tan mer spiel’n!“
Da stengen[199]s’ steif als wie dö Schrog’n[200]
und wissent onfongs nix zan sog’n,
donn keift es Dirndel in da Still’n:
„Na, Voda-Muada tan mer spiel’n!“