Ein gutes Tier...

von

Wilhelm Busch.

Ein gutes Tierist das Klavier,still, friedlich und bescheiden,und muß dabeidoch vielerleierdulden und erleiden.Der Virtuosstürzt darauf losmit hochgesträubter Mähne.Er öffnet ihmvoll Ungestümden Leib, gleich der Hyäne.Und rasend wild,das Herz erfülltvon mörderlicher Freude,durchwühlt er dann,soweit er kann,des Opfers Eingeweide.Wie es da schrie,das arme Vieh,und unter Angstgewimmerbald hoch, bald tiefum Hilfe rief,vergeß ich nie und nimmer.

Ein gutes Tierist das Klavier,still, friedlich und bescheiden,und muß dabeidoch vielerleierdulden und erleiden.Der Virtuosstürzt darauf losmit hochgesträubter Mähne.Er öffnet ihmvoll Ungestümden Leib, gleich der Hyäne.Und rasend wild,das Herz erfülltvon mörderlicher Freude,durchwühlt er dann,soweit er kann,des Opfers Eingeweide.Wie es da schrie,das arme Vieh,und unter Angstgewimmerbald hoch, bald tiefum Hilfe rief,vergeß ich nie und nimmer.

Ein gutes Tierist das Klavier,still, friedlich und bescheiden,und muß dabeidoch vielerleierdulden und erleiden.

Ein gutes Tier

ist das Klavier,

still, friedlich und bescheiden,

und muß dabei

doch vielerlei

erdulden und erleiden.

Der Virtuosstürzt darauf losmit hochgesträubter Mähne.Er öffnet ihmvoll Ungestümden Leib, gleich der Hyäne.

Der Virtuos

stürzt darauf los

mit hochgesträubter Mähne.

Er öffnet ihm

voll Ungestüm

den Leib, gleich der Hyäne.

Und rasend wild,das Herz erfülltvon mörderlicher Freude,durchwühlt er dann,soweit er kann,des Opfers Eingeweide.

Und rasend wild,

das Herz erfüllt

von mörderlicher Freude,

durchwühlt er dann,

soweit er kann,

des Opfers Eingeweide.

Wie es da schrie,das arme Vieh,und unter Angstgewimmerbald hoch, bald tiefum Hilfe rief,vergeß ich nie und nimmer.

Wie es da schrie,

das arme Vieh,

und unter Angstgewimmer

bald hoch, bald tief

um Hilfe rief,

vergeß ich nie und nimmer.


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