Der Junge

von

Ferdinand Avenarius.

Wer war weggegangen, wer,sag’ mir, Frau, kam wieder her?Mit roten Backen, heisassa,unsere Jugend ist wieder da!Sieht wie ein großer Junge aus,lärmt und tollt, es ist ein Graus.Sitz’ ich bei der Arbeit sacht,hängt er mir plötzlich am Hals und lacht,macht mir das, wie sich’s gehört, Verdruß,mir nichts, dir nichts, gibt’s einen Kuß.Wehr’ ich mich endlich: „Nun aber hinaus!“schaut er auf einmal ganz anders aus,sieht mich aus den Augen verschmitztan, daß mir’s zum Herzen blitzt,klatscht dann plötzlich in die Hand —Himmel: von Pult und Schrank und Wandvon Mucken, Motten und Hummeln brummtsund hinaus zum Fenster summts!„Ich bin die Jugend,“ lacht er dazu:„Das kann ich — nun duld mich, du!“Gut, so mag’s fortan denn sein:Wir Alten, die Jugend, wir bleiben zu drei’n!

Wer war weggegangen, wer,sag’ mir, Frau, kam wieder her?Mit roten Backen, heisassa,unsere Jugend ist wieder da!Sieht wie ein großer Junge aus,lärmt und tollt, es ist ein Graus.Sitz’ ich bei der Arbeit sacht,hängt er mir plötzlich am Hals und lacht,macht mir das, wie sich’s gehört, Verdruß,mir nichts, dir nichts, gibt’s einen Kuß.Wehr’ ich mich endlich: „Nun aber hinaus!“schaut er auf einmal ganz anders aus,sieht mich aus den Augen verschmitztan, daß mir’s zum Herzen blitzt,klatscht dann plötzlich in die Hand —Himmel: von Pult und Schrank und Wandvon Mucken, Motten und Hummeln brummtsund hinaus zum Fenster summts!„Ich bin die Jugend,“ lacht er dazu:„Das kann ich — nun duld mich, du!“Gut, so mag’s fortan denn sein:Wir Alten, die Jugend, wir bleiben zu drei’n!

Wer war weggegangen, wer,sag’ mir, Frau, kam wieder her?Mit roten Backen, heisassa,unsere Jugend ist wieder da!Sieht wie ein großer Junge aus,lärmt und tollt, es ist ein Graus.Sitz’ ich bei der Arbeit sacht,hängt er mir plötzlich am Hals und lacht,macht mir das, wie sich’s gehört, Verdruß,mir nichts, dir nichts, gibt’s einen Kuß.Wehr’ ich mich endlich: „Nun aber hinaus!“schaut er auf einmal ganz anders aus,sieht mich aus den Augen verschmitztan, daß mir’s zum Herzen blitzt,klatscht dann plötzlich in die Hand —Himmel: von Pult und Schrank und Wandvon Mucken, Motten und Hummeln brummtsund hinaus zum Fenster summts!„Ich bin die Jugend,“ lacht er dazu:„Das kann ich — nun duld mich, du!“Gut, so mag’s fortan denn sein:Wir Alten, die Jugend, wir bleiben zu drei’n!

Wer war weggegangen, wer,

sag’ mir, Frau, kam wieder her?

Mit roten Backen, heisassa,

unsere Jugend ist wieder da!

Sieht wie ein großer Junge aus,

lärmt und tollt, es ist ein Graus.

Sitz’ ich bei der Arbeit sacht,

hängt er mir plötzlich am Hals und lacht,

macht mir das, wie sich’s gehört, Verdruß,

mir nichts, dir nichts, gibt’s einen Kuß.

Wehr’ ich mich endlich: „Nun aber hinaus!“

schaut er auf einmal ganz anders aus,

sieht mich aus den Augen verschmitzt

an, daß mir’s zum Herzen blitzt,

klatscht dann plötzlich in die Hand —

Himmel: von Pult und Schrank und Wand

von Mucken, Motten und Hummeln brummts

und hinaus zum Fenster summts!

„Ich bin die Jugend,“ lacht er dazu:

„Das kann ich — nun duld mich, du!“

Gut, so mag’s fortan denn sein:

Wir Alten, die Jugend, wir bleiben zu drei’n!


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