Der Nebenbuhler
von
Hugo Salus.
So eine kleine Frau, wie keusch sie sei,was Gefährliches ist doch immer dabei;aus ihrer Seele geheimstem Grundesprach meine heut’ mit ruhigem Munde:„Wenn Goethe noch lebte in unsern Tagen,Goethe könnte ich nichts versagen.Er ist so herrlich, so über die Maaßen,möcht’ mich in Demut ihm überlassen,möcht’ gar nicht denken, so er mich wollte,ob ich sollte oder nicht sollte,ich wäre sein, von Herzen sein.“So sprach sie sich in die Verzückung hinein,indes ich armer, betrogener Gattemeine neidische dunkle Minute hatte.Dann aber seufzte ich vor mich hin:„Heil mir, daß ich ein Enkel bin.“
So eine kleine Frau, wie keusch sie sei,was Gefährliches ist doch immer dabei;aus ihrer Seele geheimstem Grundesprach meine heut’ mit ruhigem Munde:„Wenn Goethe noch lebte in unsern Tagen,Goethe könnte ich nichts versagen.Er ist so herrlich, so über die Maaßen,möcht’ mich in Demut ihm überlassen,möcht’ gar nicht denken, so er mich wollte,ob ich sollte oder nicht sollte,ich wäre sein, von Herzen sein.“So sprach sie sich in die Verzückung hinein,indes ich armer, betrogener Gattemeine neidische dunkle Minute hatte.Dann aber seufzte ich vor mich hin:„Heil mir, daß ich ein Enkel bin.“
So eine kleine Frau, wie keusch sie sei,was Gefährliches ist doch immer dabei;aus ihrer Seele geheimstem Grundesprach meine heut’ mit ruhigem Munde:„Wenn Goethe noch lebte in unsern Tagen,Goethe könnte ich nichts versagen.Er ist so herrlich, so über die Maaßen,möcht’ mich in Demut ihm überlassen,möcht’ gar nicht denken, so er mich wollte,ob ich sollte oder nicht sollte,ich wäre sein, von Herzen sein.“So sprach sie sich in die Verzückung hinein,indes ich armer, betrogener Gattemeine neidische dunkle Minute hatte.Dann aber seufzte ich vor mich hin:„Heil mir, daß ich ein Enkel bin.“
So eine kleine Frau, wie keusch sie sei,
was Gefährliches ist doch immer dabei;
aus ihrer Seele geheimstem Grunde
sprach meine heut’ mit ruhigem Munde:
„Wenn Goethe noch lebte in unsern Tagen,
Goethe könnte ich nichts versagen.
Er ist so herrlich, so über die Maaßen,
möcht’ mich in Demut ihm überlassen,
möcht’ gar nicht denken, so er mich wollte,
ob ich sollte oder nicht sollte,
ich wäre sein, von Herzen sein.“
So sprach sie sich in die Verzückung hinein,
indes ich armer, betrogener Gatte
meine neidische dunkle Minute hatte.
Dann aber seufzte ich vor mich hin:
„Heil mir, daß ich ein Enkel bin.“