St. Niklas’ Auszug

von

Paula Dehmel.

St. Niklas zieht den Schlafrock aus,klopft seine lange Pfeife ausund sagt zur heiligen Kathrein:„Öl mir die Wasserstiefel ein,bitte, hol auch den Knotenstockvom Boden und den Fuchspelzrock;die Mütze lege oben drauf,und schütt dem Esel tüchtig auf,halt auch sein Sattelzeug bereit;wir reisen, es ist Weihnachtszeit.Und daß ich’s nicht vergeß, ein Lochist vorn im Sack, das stopfe noch!Ich geh derweil zu Gottes Sohnund hol mir meine Instruktion.“Die heil’ge Käthe, sanft und still,tut alles, was St. Niklas will. —Der klopft indes beim Herrgott an;St. Peter hat ihm aufgetanund sagt: „Grüß Gott! wie schaut’s denn aus?“Und führt ihn ins himmlische Werkstättenhaus.Da sitzen die Englein an langen Tischen,ab und zu Feen dazwischen,die den kleinsten zeigen, wie’s zu machen,und weben und kleben die niedlichsten Sachen,hämmern und häkeln, schnitzen und schneidern,fälteln die Stoffe zu zierlichen Kleidern,packen die Schachteln, binden sie zuund haben so glühende Bäckchen wie du!Herr Jesus sitzt an seinem Pultund schreibt mit Liebe und Geduldeine lange Liste. Potz Element,wieviel artige Kinder Herr Jesus kennt!Die sollen die schönen Engelsgabenzu Weihnachten haben.Was fertig ist, wird eingesacktund auf das Eselchen gepackt.St. Niklas zieht sich recht warm an —Kinder, er ist ein alter Mann,und es fängt tüchtig an zu schnei’n,da muß er schon vorsichtig sein!So geht es durch die Wälder im Schritt,manch Tannenbäumchen nimmt er mit,und wo er wandert, bleibt im Schneemanch’ Futterkörnchen für Hase und Reh.Leise macht er die Türen auf,jubelnd umdrängt ihn der kleine Hauf:„St. Niklas, St. Niklas,was hast du gebracht?Was haben die Engleinfür uns gemacht?“„Schön Ding! Gut Ding! aus dem himmlischen Haus!Langt in den Sack! Holt euch was ’raus!“

St. Niklas zieht den Schlafrock aus,klopft seine lange Pfeife ausund sagt zur heiligen Kathrein:„Öl mir die Wasserstiefel ein,bitte, hol auch den Knotenstockvom Boden und den Fuchspelzrock;die Mütze lege oben drauf,und schütt dem Esel tüchtig auf,halt auch sein Sattelzeug bereit;wir reisen, es ist Weihnachtszeit.Und daß ich’s nicht vergeß, ein Lochist vorn im Sack, das stopfe noch!Ich geh derweil zu Gottes Sohnund hol mir meine Instruktion.“Die heil’ge Käthe, sanft und still,tut alles, was St. Niklas will. —Der klopft indes beim Herrgott an;St. Peter hat ihm aufgetanund sagt: „Grüß Gott! wie schaut’s denn aus?“Und führt ihn ins himmlische Werkstättenhaus.Da sitzen die Englein an langen Tischen,ab und zu Feen dazwischen,die den kleinsten zeigen, wie’s zu machen,und weben und kleben die niedlichsten Sachen,hämmern und häkeln, schnitzen und schneidern,fälteln die Stoffe zu zierlichen Kleidern,packen die Schachteln, binden sie zuund haben so glühende Bäckchen wie du!Herr Jesus sitzt an seinem Pultund schreibt mit Liebe und Geduldeine lange Liste. Potz Element,wieviel artige Kinder Herr Jesus kennt!Die sollen die schönen Engelsgabenzu Weihnachten haben.Was fertig ist, wird eingesacktund auf das Eselchen gepackt.St. Niklas zieht sich recht warm an —Kinder, er ist ein alter Mann,und es fängt tüchtig an zu schnei’n,da muß er schon vorsichtig sein!So geht es durch die Wälder im Schritt,manch Tannenbäumchen nimmt er mit,und wo er wandert, bleibt im Schneemanch’ Futterkörnchen für Hase und Reh.Leise macht er die Türen auf,jubelnd umdrängt ihn der kleine Hauf:„St. Niklas, St. Niklas,was hast du gebracht?Was haben die Engleinfür uns gemacht?“„Schön Ding! Gut Ding! aus dem himmlischen Haus!Langt in den Sack! Holt euch was ’raus!“

St. Niklas zieht den Schlafrock aus,klopft seine lange Pfeife ausund sagt zur heiligen Kathrein:„Öl mir die Wasserstiefel ein,bitte, hol auch den Knotenstockvom Boden und den Fuchspelzrock;die Mütze lege oben drauf,und schütt dem Esel tüchtig auf,halt auch sein Sattelzeug bereit;wir reisen, es ist Weihnachtszeit.Und daß ich’s nicht vergeß, ein Lochist vorn im Sack, das stopfe noch!Ich geh derweil zu Gottes Sohnund hol mir meine Instruktion.“Die heil’ge Käthe, sanft und still,tut alles, was St. Niklas will. —Der klopft indes beim Herrgott an;St. Peter hat ihm aufgetanund sagt: „Grüß Gott! wie schaut’s denn aus?“Und führt ihn ins himmlische Werkstättenhaus.

St. Niklas zieht den Schlafrock aus,

klopft seine lange Pfeife aus

und sagt zur heiligen Kathrein:

„Öl mir die Wasserstiefel ein,

bitte, hol auch den Knotenstock

vom Boden und den Fuchspelzrock;

die Mütze lege oben drauf,

und schütt dem Esel tüchtig auf,

halt auch sein Sattelzeug bereit;

wir reisen, es ist Weihnachtszeit.

Und daß ich’s nicht vergeß, ein Loch

ist vorn im Sack, das stopfe noch!

Ich geh derweil zu Gottes Sohn

und hol mir meine Instruktion.“

Die heil’ge Käthe, sanft und still,

tut alles, was St. Niklas will. —

Der klopft indes beim Herrgott an;

St. Peter hat ihm aufgetan

und sagt: „Grüß Gott! wie schaut’s denn aus?“

Und führt ihn ins himmlische Werkstättenhaus.

Da sitzen die Englein an langen Tischen,ab und zu Feen dazwischen,die den kleinsten zeigen, wie’s zu machen,und weben und kleben die niedlichsten Sachen,hämmern und häkeln, schnitzen und schneidern,fälteln die Stoffe zu zierlichen Kleidern,packen die Schachteln, binden sie zuund haben so glühende Bäckchen wie du!Herr Jesus sitzt an seinem Pultund schreibt mit Liebe und Geduldeine lange Liste. Potz Element,wieviel artige Kinder Herr Jesus kennt!Die sollen die schönen Engelsgabenzu Weihnachten haben.

Da sitzen die Englein an langen Tischen,

ab und zu Feen dazwischen,

die den kleinsten zeigen, wie’s zu machen,

und weben und kleben die niedlichsten Sachen,

hämmern und häkeln, schnitzen und schneidern,

fälteln die Stoffe zu zierlichen Kleidern,

packen die Schachteln, binden sie zu

und haben so glühende Bäckchen wie du!

Herr Jesus sitzt an seinem Pult

und schreibt mit Liebe und Geduld

eine lange Liste. Potz Element,

wieviel artige Kinder Herr Jesus kennt!

Die sollen die schönen Engelsgaben

zu Weihnachten haben.

Was fertig ist, wird eingesacktund auf das Eselchen gepackt.St. Niklas zieht sich recht warm an —Kinder, er ist ein alter Mann,und es fängt tüchtig an zu schnei’n,da muß er schon vorsichtig sein!

Was fertig ist, wird eingesackt

und auf das Eselchen gepackt.

St. Niklas zieht sich recht warm an —

Kinder, er ist ein alter Mann,

und es fängt tüchtig an zu schnei’n,

da muß er schon vorsichtig sein!

So geht es durch die Wälder im Schritt,manch Tannenbäumchen nimmt er mit,und wo er wandert, bleibt im Schneemanch’ Futterkörnchen für Hase und Reh.Leise macht er die Türen auf,jubelnd umdrängt ihn der kleine Hauf:„St. Niklas, St. Niklas,was hast du gebracht?Was haben die Engleinfür uns gemacht?“„Schön Ding! Gut Ding! aus dem himmlischen Haus!Langt in den Sack! Holt euch was ’raus!“

So geht es durch die Wälder im Schritt,

manch Tannenbäumchen nimmt er mit,

und wo er wandert, bleibt im Schnee

manch’ Futterkörnchen für Hase und Reh.

Leise macht er die Türen auf,

jubelnd umdrängt ihn der kleine Hauf:

„St. Niklas, St. Niklas,

was hast du gebracht?

Was haben die Englein

für uns gemacht?“

„Schön Ding! Gut Ding! aus dem himmlischen Haus!

Langt in den Sack! Holt euch was ’raus!“


Back to IndexNext