Chapter 6

Als sie sich zerteilten, lag er da, ein Messer in der Brust, und röchelte. Balrich droben riß das Fenster auf, er wollte schreien. Umklammert und zurückgezogen schlug er zu und traf das Bürschlein. „Du bist gesehen,“ sagte es. „Flieh!“ Er wollte nicht, aber es drang in ihn. „Vor der Nacht noch kommen sie und fangen dich. Aber heute nacht geht es los. Du siehst doch, es kann nicht länger dauern. Willst du den Deinen in den Arm fallen? Sollen sie niemals dreinschlagen?“

Das Bürschlein drückte ihm die Mütze in die Hand, es spähte aus der Tür: alles leer, alle drunten bei dem Getöteten. Balrich brach auf. „Du weißt, wohin,“ flüsterte zitternd das Bürschlein; — so entkam er, über die Wiese, im Abendgrau.

Er suchte Deckung die Landstraße entlang, machte Umwege in der Stadt durch die leersten Gassen, schlich hervor, unter ihr Haus . . . Sieselbst öffnete ihm, zog ihn wortlos bis in das letzte Zimmer und zeigte ihm das Fenster. „Drunten ist der Hof. Du kannst auf das Waschhaus springen und über die Mauer.“ Dann ihm zugewendet, als träte er jetzt erst ein: „Daß du gekommen bist!“ Da wich sie zurück. „Aber du bist grau geworden.“

Sie ließ sich auf einen Stuhl fallen. „Mein lieber Karl!“ sagte sie, die Hand vor dem Mund, „was ist mit dir geschehen.“

Er fragte: „Waren sie schon hier?“ Und da sie nickte: „Ich wollte doch kommen.“

Sie sprang auf. „Ich wußte es! Ich habe dich erwartet, du sollst nun essen.“ Und als sie ihm am Tisch gegenübersaß: „Die ganze Zeit habe ich Angst gehabt, jetzt nicht mehr. Alles ist gleich, solange wir beisammen sind.“

Er hatte gegessen, sie schob ihren Stuhl neben seinen. An seine Schulter gelehnt: „Weißt du noch, wie wir als Kinder in einem umgeworfenen Faß saßen? Es war unser Haus, wir warteten auf den Mann aus dem Wald, der uns holen wollte. Ich hatte große Furcht, aber wie tapfer warst du, ich hoffte nur auf dich.“ Sie machte ihr mit dem Leben bekanntes Gesicht. „Jetzt können wir wieder so spielen. Der Mann aus dem Wald kommt mich zu holen, — oder hat ermich schon geholt. Aber du kannst mir nicht helfen, sie werden dich fangen.“

„Sie werden mich nicht fangen.“

„Du bist schön, wenn du das sagst. Du bist das Beste von mir, ich werde wohl nie jemand lieb haben, nur dich, immer und wo ich auch ende.“

Plötzlich sah er den Koffer, der dastand. „Sie schicken dich fort! Sie drohen dir! Alles um meinetwillen.“

„Du aber duldest für mich,“ sagte sie feierlich. Beide schwiegen . . . Da zuckte sie zusammen, sie horchte. Schnell ausgedreht die Lampe; „sie sind wieder da;“ — und zurück mit ihm in das letzte Zimmer. „Du mußt nun fort.“ Im Fieber des letzten Augenblicks: „Lauf! Aber die Reichen sind schneller. Auch ich werde ins Gefängnis kommen durch sie. Ich werde durch sie immer schlechter werden. Vergiß nur du nicht, wer ich war!“ An seinem Hals: „Ich war deine Schwester.“

Hinaus, sie klingelten schon. Der Bruder sah noch die Tür sich schließen vor ihrem Gesicht. Er fühlte: noch seh’ ich sie, noch, noch. Da sah er sie nicht mehr.

Er sprang aus dem Fenster, entkam über eine Mauer und durch dunkle Gärten ins Freie. Vor dem Stadttor aus der Kaserne rückte die Truppeaus, er wußte wohin. Er ließ sie voran und wandte sich laufend nach Beutendorf. Von weitem loderte ein Schein in der Nacht, und von Beutendorf läuteten sie. Nun stand das Feuer seitwärts ihm gegenüber. Läufst du jetzt darauf zu, wohin kommst du? Er wußte es schon, wohin, und er lief. Von weitem, im Licht des Brandes, sah er etwas sich bewegen, wie eine wandelnde Mühle: Klinkorum, der um sein brennendes Haus her die Arme durch den Himmel drehte. Als Balrich unversehens hinter dem Hause C hervorkam, riß jemand aus, am Boden, wie ein Hase. Aber bei dem Aufflammen des Balkons, der grade stürzte, erkannte Balrich den Hasen; es war Jauner, der Spitzel, Dieb, Verräter und Brandstifter.

„Seht ihn laufen!“ rief er den Dinkls zu; sie saßen auf gerettetem Plunder am Grabenrand, starrten in den Brand und wandten sich nicht um. Der alte Gellert aber, mit nichts Gerettetem als einer Flasche, schwenkte sie drohend. „Niemand läuft! Gefälligst läuft niemand!“

Balrich ließ den Betrunkenen, er sagte zu Klinkorum, der herbeiirrte: „Der Brand kommt dem Heßling sehr gelegen. Ihnen muß er jetzt nichts mehr zahlen, — und dann mein Brief. Er denkt, dort brennt der Brief, der ihn enteignen soll.“

„Brennt er denn nicht?“ fragte Gellert, viel weniger betrunken als vorher.

„Sei ein ausgemachter Schurke,“ sagte Klinkorum dumpf, „du kannst mehr, als selbst der heilige Geist.“ Die Arme drehend, irrte er weiter. Gellert rief ihm nach: „Der Heßling, ein Mann wie Gold! Er kauft alles, was Ihnen übrig bleibt. Er kauft sogar uns unnützes Pack!“ — und Balrich, der schon fort war, sah ihn noch feixen gegen die Lohe.

Vor sich, unterwegs nach Villa Höhe, fühlte Balrich ein Stampfen, als schritte sein wildes Herz. Davon dröhnte die Straße, die nun die seine war, seine einzige, seine letzte. Dorthin! Das Dunkel ward dunkler, es ballte sich zu einem stürmenden Menschenhaufen, ausgeschleudert wie ein Arm, stumm wie ein erstickter Schrei, — der Haufe der Armen. In ihm verschwand Balrich.

Sie waren tausend, hinter ihnen die Kasernen der Armut, ihre erbrochenen Gefängnisse, und die Stadt mit den Mächtigen, deren Hand ihnen nachgriff noch jetzt; hinter ihnen die Soldaten. Sie waren tausend und doch nur ein Windstoß. Stürmten ausgeschleudert in das Land vor ihnen, das dunkle und unermeßliche, das sie nicht kannten, und worin andere ihresgleichen ihnen unbekannt stürmten wie sie, nach einer Villa Höhe, die sie niemals erreichten. Nie kommen wir hinein, niewird sie unser; aber dennoch, wir stürmen. Wir sind beisammen im Sturm, wissen nichts, als unsern Sturm, nichts vorher, nichts nachher. Halt! da ist Villa Höhe. Wir wären über sie hinausgestürmt. Das Tor auf! Wir können nicht warten. Warteten zu lange. Wir sehen das Gitter nicht, stoßen uns blutig, zerstechen uns beim Hinübersteigen an den Lanzen. In den Garten springen wir, stampfen in den Beeten, nehmen Anlauf . . . Auweh, Schießen! Kugeln um uns her schlagen in die Gartenerde. Geteilt den Haufen, und jeder einzeln tappen, kriechen, rennen wir. Auweh, Schießen! Auch von der Straße. Wir sind zwischen zwei Feuern. Da hilft nur eins noch, Tapferkeit. Zurück, das Tor geöffnet, und hindurch zwischen der Truppe und um sich schlagen, stechen, beißen. Im Dunkeln wissen sie nicht, sind wir es, sind sie es. Sie schreien: „Licht!“ — aber als nun die Bogenlampe angeht über dem Tor, sind wir hindurch und weit, bis auf die, die liegen. Auch Soldaten liegen. Das Maschinengewehr im Garten der Reichen hat nicht unterschieden zwischen uns und ihnen.

Die Truppe ordnete ihre Reihen. Vom Waldrand kam wüstes Gebrüll, noch sprangen welche hervor aus den Fichten, wollten es nicht verloren geben, schimpften, drohten, und einer schoß. DieTruppe legte an. Flucht; — aber grell beleuchtet ein verwilderter Mensch, nackt die Brust und mit einer Brille, schleppte etwas heraus auf die Straße — einen andern, der schrie und sich wehrte. Ein Schwung, der Kleine flog vor die Gewehre. Die Truppe gab Feuer. Zwischen Getroffensein und Hinfallen zappelte der da knieend noch in die Luft und kreischte: „Nicht schießen! Ich bin ein guter Mann!“ Dann fiel er auf den Magen, kratzte den Staub mit den Füßen, den Händen und war tot, der Spitzel Jauner.

Im Wald riefen sie: „Bravo Herbesdörfer!“ — und stolperten, wohin sie konnten. Auch Balrich; — aber da setzte er sich schwer in einen Graben, neben einen andern, fast auf ihn. Der stöhnte, und schon von seinem Stöhnen wußte Balrich: das Bürschlein. „Du, Bürschlein?“ Er zündete ein Streichholz an. „Warst bei uns — und blutest?“ Nun sah er auch, das Bürschlein lag in Ohnmacht. „Blutest für uns,“ murmelte er, „ich aber bin unverwundet,“ — und lud es sich auf. Kroch hervor mit ihm und tastete nach den Stämmen, damit es sich nicht anschlage. Licht fiel herein, dort lag Villa Höhe, weiß, verlassen und von der Truppe abgesperrt. „Ich trag’ es hin,“ dachte Balrich. „Sollen sie mich haben!“ Schon setzte er den Fuß aus dem Waldrand, da erwachte dasBürschlein. „Was tust du denn! Fort!“ — und es zog ihm den Kopf in den Nacken, das Genick würde es ihm gebrochen haben. „Zu dir!“ verlangte es. „In das Haus B!“ Und da sie an einen Stein stießen, fiel es wieder in Ohnmacht.

Balrich gehorchte und nahm einen Umweg, es kostete die halbe Nacht. Umstellt der Wald, die Straße, alles, nur nicht die Kasernen. Wen sollten sie hier suchen. Noch niemand war heimgekehrt; sogar das Tor stand offen. Sanft legte er das Bürschlein auf sein Bett, stand davor und faltete die Hände. Er fühlte: „Das ist nun ein Held. Denn wer zwang ihn, und was ging es ihn an . . . Sind so die Helden? Dann können wir Armen auch das nicht sein.“

Da stand er und sah den Knaben an, als habe nicht er ihn die halbe Nacht getragen und hier gebettet, sah ihn an unter gefalteten Brauen, — bis er aufschrak und eilends daranging, den Schlafenden zu verbinden. Es war geschehen. Nun sagte Balrich vor sich hin: „Ist siebenzehnjährig, ist reich, und geht mit uns Armen, uns Verzweifelten.“ Hierauf, mit noch geschlossenen Augen, fragte das Bürschlein:

„Verzweifelt? Warst du nicht glücklich?“

Balrich antwortete: „Ja; wie man glücklich ist,wenn endlich der Selbstmord kommt, nach dem langen Elend.“

Der junge Reiche, die Augen geschlossen, lächelte. „Es war schön — wie ein Fest. Wie hatten wir es nur so hell und solche Rosenpforten.“

Balrich legte ihm die Hand auf die heiße Stirn. „Triumph,“ sagte der Fiebernde. „Wir laufen durch den Himmel.“

Balrich sagte: „Wir gehen über die schwere Erde und sind gewiß, nur ihr Schoß ist unser Ziel.“

„Alles ist unser, die Freiheit, das Glück!“

„Worte,“ sagte Balrich. „Wer glaubt daran.“

Da öffnete der Reiche die Augen. Der heiße Rausch in ihnen ward überwölkt von Trauer. „Ihr glaubt nicht daran? Nicht einmal heute nacht?“

„Für uns sind keine Götterfeste.“

„Wozu dann stürmtet ihr?“

„Und du?“ fragte Balrich. Er stand mahnend da. „Schon hast du vergessen?“

Auf einmal ward das gerötete Gesicht des Kranken weiß, er flüsterte mit Grauen: „Leni! Ich wollte sterben für sie, und konnte sie vergessen.“

Um Balrich, der sich schmerzensvoll neigte, warf er die Arme, brach in Tränen aus an seiner Brust: „Wie wir elend sind!“ — und durch nichts getrennt, weinten sie.

Der Morgen wollte grauen, Hans schrak auf. „Du mußt fort, sie werden dich suchen.“ Balrich bewegte gleichgültig die Hand. „Wohin? Es ist unnütz.“

„Mein Rock dort, nimm das Geld heraus —“

Hans stockte; die Miene des Freundes erinnerte ihn daran, welches Geld er meine. „Gib es deinem Vater,“ riet Balrich. „Dein Vater ist dein Freund.“ Da er den Mund des Knaben zucken sah: „Willst du nicht heim?“ Der Knabe senkte den Kopf, er schämte sich; aber er ließ es zu, daß Balrich ihn ankleidete.

„Schicke hin,“ sagte er ihm ins Ohr. „Die Soldaten werden abgezogen sein und der Heßling noch nicht zurück.“

„War er denn fort? War gar nicht dort in der Nacht?“ Balrich lachte auf. „Wir hätten es wissen können, wir Stürmer.“

„Er ist schlau,“ sagte der Knabe; „wenn du ihm begegnest, hüte dich.“

„Jetzt kommt er zurück? Schon gut, ich gehe. Deine Leute werden dich holen. Lebe wohl, mein Bürschlein, mache es gut.“

„Mache du es gut,“ sagte Hans Buck tiefernst. Sie schüttelten einander die Hände, wie Männer, die weiter nichts sagen müssen.

Balrich schickte ein Kind zu dem Vater des Verwundeten;dann ging er hinüber nach der Brandstätte. In den Trümmern bewegte sich nur der Rauch; er sah umher. Die Nacht des Aufruhrs hob sich von diesen Trümmern, dieser Leere, — die Streikenden versteckt, fortgekrochen auch Dinkls, aber Klinkorum dahinten stand mit den Armen kreisend als leere Windmühle vor all dem Seinen. Balrich ließ ihn laut in die Luft plappern, er suchte in den Bäumen an der Straße nach einem Versteck.

Hinaufsteigend in die Krone, erkannte er sie. Dies der Ast, an dem er einst sich erhängen wollte. So hatte es angefangen, und hierher führte es zurück. Was dazwischen lag, war Kampf, Prüfung, Erliegen und Aufstehn, Kampf bis aufs Messer und bis zum bittern Ende. Du hast es vorausgesehen damals, Armer, das Ende sei die Verzweiflung. Wärest du doch gegangen, schon damals! Jetzt ist es schwer; das ganze Leben, das du erlittest seitdem, tobt jetzt in dir und sträubt sich gegen den Griff deiner Hand. Stirbst du, muß es im Kampf sein, und der Feind muß mit!

Er spähte durch die kahlen Zweige. Damals wogten die Kronen und entsandten den lauen Duft ihrer Blüten. Der Verzweifelte fühlte: „Mir duften sie nie mehr. Ich soll es nie wieder warm haben, nie wieder satt sein, kein Weib mehr lieben.“Er entsann sich, nun er am Äußersten war, nur seiner Sinne noch. Wirf es hin, lauf, rette dich, lebe! Da erscholl der Schritt.

Heßling ward sichtbar, weit hinten unter den letzten Bäumen, auf der Straße allein. Balrich hielt sich bereit, er prüfte den Revolver. Aufgepaßt, keine Schwäche mehr! Das ist der Mensch, der dir einzig im Weg stand. Hat dich zum Hungern bringen wollen und zum Wahnsinn. Ein Dieb solltest du sein, ein Zuhälter, solltest gefangen werden und in Schanden untergehn. Bin hier, aufgepaßt, bin hier! — und er legte an. Aber der Heßling verschwand.

Hinter dem Baum dort mußte er stecken! Balrich sprang herab; die Waffe ausgestreckt, rannte er; — da stak er fest. Noch dachte er, er sei gegen ein Hindernis gerannt, zappelte noch und wollte weiter. Dann erkannte er, von jeder Seite hielt ihn ein Mann. Ein dritter entwand ihm schon den Revolver; ihm ward es klar, hinter jedem Baum hatte einer gestanden. Es war wie ein Traum, weithin kamen welche hervor; — und erst als er vorn und rückwärts ganz zweifellos beschützt war von bewaffneten Gestalten in Zivil und mit schlechten Gesichtern, verließ auch Heßling seine Deckung. Gebläht, gehoben, die Wangen nicht mehr hängend, die Augen nicht mehr matt,mit Kraft geladen wie je, schritt er durch das Spalier seiner Garde los auf seinen ohnmächtigen Attentäter. Da war er, der Mensch, der ihm den Schlaf genommen, ihn verfolgt und krank gemacht, in gottloser Vermessenheit angetastet hatte sein Heiligstes, Besitz und Macht, — da war er zwischen Detektiven, die Handgelenke kräftig gepackt, und hier halfen keine finsteren Brauen mehr, man hätte ihm können in das Gesicht spucken.

Indes aber der Sieger den Anblick genoß, stieß der Besiegte rauh aus: „Lassen Sie mir die Waffe zurückgeben! Ich will mich töten!“

Gelächter der schlechten Gesichter. „Und wen noch?“ fragte der Generaldirektor fein. Balrich stieß aus: „An Ihnen liegt mir nichts mehr. Nur mich!“

Der Generaldirektor sagte herablassend: „Mensch, ich hätte Sie nicht für so dumm gehalten. Sehen mich allein, zu Fuß daherkommen und denken in kindlicher Unschuld, dahinter steckt nichts. Wenigstens haben Sie jetzt einen wirksamen Abgang.“

Balrich maß ihn. „Sie wollen großtun? Ihren Sohn haben Sie nicht so gut bewachen lassen. Ihren Sohn hätte ich abschießen dürfen und mich damit erledigen.“ Er sah ihm in die Augen. „Sie rechneten damit.“ Worauf Heßling auswich. Aufeinmal schien er nicht mehr so zielbewußt, — sah die schlechten Gesichter an, tat schon den Mund auf, damit sie sein Opfer abführten; aber dann entschloß er sich anders.

„Wollen Sie vernünftig sein?“ fragte er, nahe an Balrich. Der Besiegte sagte: „Was ich getan habe, ist vernünftig.“

„Ich habe mit dem Mann zu reden,“ herrschte der Generaldirektor. „Aber legen Sie ihm Handschellen an.“ Dies geschah; darauf Balrich: „Ich mit Ihnen nichts, oder Sie lassen mir die Hände freimachen.“

Der Generaldirektor wehrte sich, aber Balrich sprach ihm zu: „Wozu soll ich Sie eigentlich beseitigen. Sie kommen doch mit, wohin ich gehe, auch ohne Schießen.“

„Drohen gilt nicht!“ rief der Generaldirektor, aber er bat die Herren, dem Menschen die Handschellen vorläufig wieder abzunehmen. Er begab sich sogar mit ihm abseits, hinter einen Trümmerhaufen der Villa Klinkorum. Die Organe der bürgerlichen Ordnung sahen es mit Staunen, der Generaldirektor trat in vertrauliche Verhandlungen mit seinem Attentäter.

„Augenblicklich lassen Sie mich frei!“ verlangte Balrich.

„Augenblicklich geben Sie mir den Brief!“ heischteHeßling. Balrich bemerkte: „Also zweifeln Sie doch, daß er mit verbrannt ist?“

„Gellert schwört ihn ab,“ raunte Heßling. „Hat ihn nie gesehen. Ich will es ihm raten, nach seinen Seitensprüngen mit der kleinen Dinkl. Vor seiner Abreise habe ich ihm den Brief bezahlt, was er wert ist. Behalten Sie ihn ruhig.“

„Und die Arbeiter?“ fragte Balrich. „Die alles wissen aus seinem Munde? Und die Sie, Mensch, betrogen haben mit der Gewinnbeteiligung?“

„Von meinem Sohn haben Sie Geld erpreßt;“ — leise, hastig.

„Ihr Dasein, Heßling, ist eine einzige Erpressung.“

„Redensart der Tribüne! Aber ein Mordversuch, mein Lieber . . .“

„Wie viele wollten Sie ermorden, als Sie dem Klinkorum sein Haus anzündeten?“

Dem Generaldirektor verschlug es den Atem. Inzwischen stieg aus seinen Trümmern Klinkorum hervor, beschmutzt und zerrissen, in den Händen eine Flasche. Mit einem großartigen Lächeln begrüßte er seine Gäste. „Auf gerettetem Kahn,“ sagte er und zeigte die Flasche her. „Die Herren belieben?“ Da sie nicht antworteten, tat er selbst einen langen Zug. „Die Gastfreundschaft und das Studium,“ sagte er, Atem schöpfend, „das war mein Leben.“ Er versuchte sich aufzurichten,so majestätisch wie einst, und seine Zierden hervorzukehren, die sieben Bartsträhnen, den Spitzbauch in dem klaffenden Wollhemd. Aber er wankte und zitterte. Dennoch schwang er die Flasche und sprach.

„Generaldirektor unser aller!“ rief tönend Klinkorum. „Sie haben gezeigt, wer Sie sind. Ich kann Sie nur hochachten und verehren. Sie sind die Ordnung. Sie sind die Macht. Sie sind die Herrlichkeit.“ Klinkorum breitete, sich neigend, die Arme hin. Hierauf feierlich, getragen von seiner Erkenntnis: „Zu mißbilligen ist der Empörer! Die Welt kann nur bestehen in Strenge und Ungerechtigkeit. Bereit bin ich, auszusagen gegen ihn!“

Hier ging dem Generaldirektor vor Spannung der Mund auf. Klinkorum sah ihm hinein, nicht ohne Ironie; dann nahm er zuerst noch einen Schluck, worauf er leichthin schloß. „Oder es wenigstens für mich zu behalten, wer es war, der wie ein Hase davonlief, als mein Haus brannte.“

Auch dies befriedigte den Generaldirektor. Er bekümmerte sich nicht weiter um Klinkorum; denn erschöpft setzte Klinkorum sich auf seine Trümmer und nahm nicht mehr teil. Er raunte wieder nahe an Balrich: „Sie haben verstanden?“

„Aber Sie nicht,“ sagte Balrich. „Der tote Jauner redet noch weniger als der abgebrannteKlinkorum. Aber darum sind Sie noch immer geliefert.“

„Mensch, was wollen Sie!“ Der Generaldirektor fing heiser zu kreischen an. „Ihre Rechnung stimmt. Erpressung! Aufruhr! Mordversuch!“

„Ihre!“ schnob Balrich. „Enteignung! Betrug! Brandstiftung!“

„Sollten sich die beiden Rechnungen nicht ausgleichen?“ fragte jemand. Der Rechtsanwalt Buck, sie hatten ihn nicht kommen gesehen. Das Auto hielt auf der Straße.

„Ich habe meinen Sohn schon geholt,“ sagte Buck zu Balrich; und zu Heßling: „Auch Hans hat etwas abbekommen heute nacht . . . Genug, ich hörte die Herren verhandeln und biete meine Dienste an.“

„Werden nicht benötigt,“ herrschte der Generaldirektor und sah sich drohend nach seinen Leibwächtern um. „Meine letzte Antwort sind die Handschellen.“

Aber Buck fiel ihm in den Arm, mit einem unerwarteten Griff. Heßling erschrak. „Mein Hans sitzt im Wagen,“ sagte Buck, leise und fest. „Er hat von seiner Wunde etwas Fieber, er spricht. Er spricht von einer Unterredung, die du eines Nachts mit deinen Söhnen gehabt haben sollst, vor deinem Kassenschrank. Ein Schwur soll sie beendet haben,ein Schwur von einem Brief und rauchenden Trümmern.“

Der Generaldirektor bäumte sich. „Ich zerschmettere euch!“ schnob er. „Ich werfe euch auf die Straße.“ Hierauf aber ward er kleiner und machte sich ohne Umstände wieder an Balrich heran. „Was wollen Sie noch?“ fragte er sachlich. „Ihren Mordversuch könnte sogar ich nicht aus der Welt schaffen.“

„Dann bringe ich Sie wegen Brandstiftung ins Zuchthaus,“ erwiderte der Feind, nicht weniger sachlich. Der Generaldirektor verfiel zusehends. Sein Schwager Buck breitete die Arme aus, um ihn aufzufangen, da hauchte er: „Was macht das Zuchthaus Ihnen. Aber mir!“

„Die Herren sind beide zu weit gegangen,“ bemerkte der Rechtsanwalt. „Von ihrem Recht zu siegen überzeugt, haben Sie, einer dem andern zuvorkommend, immer zweifelhaftere Kampfhandlungen begangen, und so stehen Sie nun da.“

„Ich habe ihn in der Hand,“ beteuerte Balrich, den Arm ausreckend.

„Ich ihn,“ schnob Heßling und reckte den Arm aus.

„Dann bleibt den Herren nur übrig, die Faustpfänder auszutauschen,“ riet der Rechtsanwalt. Aber sie sträubten sich.

„Ich weiß mehr,“ drohte Balrich.

„Ich kann mehr,“ behauptete Heßling.

„Lassen Sie mich frei!“ verlangte Balrich noch einmal. „Sonst kommen Sie mit mir.“

Da brüllte der Generaldirektor auf. „Kann ich denn? Sie soll ich laufen lassen, mit dem was Sie wissen, mit Ihrem Brief, mit Ihren Plänen gegen mich? Lieber gleich ins Zuchthaus . . . Bleiben Sie hier und kuschen Sie, dann wollen wir sehen.“

„Lieber ins Zuchthaus,“ sagte auch Balrich. Jetzt nahm der Generaldirektor die Zuflucht zu seinem Schwager. „Ich verspreche dir —“ sagte er dringlich. „Berede ihn! Er soll hierbleiben — nahe bei mir — in Gausenfeld — wie immer. Im Arbeiterhaus dort, im Haus B, als Arbeiter. Er soll wieder arbeiten in der Fabrik, unter meinen Augen. Sonst bin ich keine Stunde mehr meines Lebens sicher. Berede ihn!“

Und Buck, der gesonnen hatte, machte sich auf. Watschelnd ging er auf Balrich zu, nahm ihn beim Arm, und im Bogen einherwandelnd mit ihm, sprach er. Heßling inzwischen saß auf einem Trümmerhaufen, gegenüber Klinkorum.

Balrich hörte zu, wollte nicht mehr hören, und mußte doch weiterdenken, was er vernahm von dieser befreundeten und unerbittlichen Stimme. Er mußte denken, des Kampfes sei es genug und gut wäre der Friede . . . Aber alles umsonst gewesen,das erworbene Wissen, die verbrauchte Kraft! Aber zurück, dorthin wo du anfingst! Kann es sein? . . . Buck sagte: „Ja. Sie hoffen nicht mehr, zu siegen über Ihre Feinde, die Reichen. Sie könnten nur noch erwerben und hinausgelangen in ihren Diensten, als Mitwisser, Helfershelfer —“ Buck bewegte den Finger, unbestimmt wohin, vielleicht auf seine Brust? „Als Verräter,“ schloß er. Balrich sagte noch:

„Und immer ein Besiegter? Nie anders leben bis zum Tode, als im Schatten dessen, der die Macht hat?“

Da sagte Buck und lenkte schon ein, auf den Generaldirektor zu:

„Die Macht — das ist mehr als Menschenwerk; das ist uralter Widerstand gegen unser Atmen, Fühlen, Ersehnen. Das ist der Zwang abwärts, das Tier, das wir einst waren. Das ist die Erde selbst, in der wir haften. Frühere Menschen, zu Zeiten, kamen los aus ihr, und künftige werden loskommen. Wir heutigen nicht. Ergeben wir uns.“

So ging denn Balrich heim, in das Haus B. Nur über eine Wiese brauchte er zu gehen. — —

An der Maschine stand wieder der Arbeiter Balrich, aß wieder das Brot des Heßling, um Kraft zu haben für den Heßling. Vor sechs, den Rockkragen hinauf und los, den fröstelnden grauenWeg nach der Fabrik, zu Hunderten schweigend und trabend, Trab hinter sich, vor sich, in sich, Trab wie Maschinenlauf. Abgerackert zurück am Abend in seinem Zimmer, wollte er wohl einmal auch denken, sich erinnern, klarstellen; aber die vielen Geräusche des Hauses übertönten, wie einst, bei weitem seine Gedanken; und er fand es gut. Gut, einzuschlafen, gut, still zu sein. Nicht länger ein arbeitender Kopf, von dem die Chimären das Fleisch nagen. Nur Arbeit unserer Hände bezwingt den Sinn des Lebens, so daß er weniger furchtbar wird. Der Arbeiter Balrich heiratete das Mädchen Thilde, nahm sie zu sich mit ihrem Kind, ihrer Mutter, und ernährte sie alle.

Von da an saß er auch wieder in der Kantine mit den Genossen. Sie sahen endlich, er war ganz wie sie, niemand mußte vor ihm sich zurückhalten. Dennoch erfuhr er weder Feindschaft noch Undank. Er fühlte, dankbarer sind sie mir jetzt, da es vergebens war. Ein Händedruck sagte ihm manchmal, es ist in Ordnung mit dir und uns. Wir lieben uns, verraten uns, kämpfen, werden müde, ergeben uns. Wir haben viel gelernt, und vergessen es schon wieder.

Bei der Taufe ihres Kindes trug Thilde schon ein zweites. Balrich sagte: „Wir sind Proletarier,“ — und als einziger verstand er das Wort. Da esein Sonntag war, ging er und zog aus dem fichtenen Tisch seine lateinischen Bücher, die wenigen, die dem Brande Klinkorums entgangen waren. Er sah sie an, die Brust ein wenig beklommen, aber entschlossen, sie wegzutun und zu vergessen. Wem sie Kraft genug gaben, den Heßling zu besiegen, der mochte sie lesen. Du hast es doch versucht, durfte Balrich sich sagen. Hättest du sie gelesen wie Klinkorum, du lasest sie fruchtlos und zu Unrecht. Das Wissen, das nicht hilft, ist eitel und schlecht. Der Geist, der nicht handelt, ist strafbarer als die Tötung keimenden Lebens. Wer denkt, soll auf das Glück der Menschen denken.

Er hatte sich ergeben, — aber einmal schrieb Leni. Gleich der Duft des noch geschlossenen Umschlages rührte alles auf in dem Bruder. Was ist aus ihr geworden? Du bist schuldig, du hast sie verlassen. Für sie mußtest du weiterkämpfen . . . Aber ihr ging es gut, sogar glänzend, behauptete sie. Ihr Verkehr in Berlin waren Baroninnen, und sie ging zum Theater. Er dachte zurück. Kampf ist Kampf, dem Elend entrinnst du auch so nicht, ohne Blut zu lassen. Ich hätte ihr ein leichteres Leben zugedacht . . . Der Glanz aber, schrieb sie, freue sie nicht mehr, gedenke sie ihres lieben Karl. Die Worte warfen ihn nieder, mit der ganzen Wucht eines verfehlten Lebens. Fremdhier bei Frau und Kind, und alles verloren! Da weinte er, bis sie ihn fanden.

Weggesteckt den Brief, — aber als er ihn später noch einmal las, begegneten ihm Wendungen, die er nicht recht erfaßte. Dahinter stand wohl eine unbekannte Welt, wie damals im Theater hinter den schwierigen Reden der Schauspieler. Villa Höhe nannte sie „Provinz“, und sein höchster Traum für sie war einst doch Villa Höhe. Wie nannte sie heute wohl ihn selbst? „Schließlich hat jeder sein Leben. Sie hat ihres, und dies ist nun meins.“ Er schrieb ihr plump, sie solle sich nur Geld sparen, das lustige Leben werde auch nicht immer dauern.

Darauf antwortete sie nicht mehr; und er, wenn er dachte, jetzt seien es drei, jetzt sechs Wochen, dachte hinzu, es müsse sein. Sie dort oben wird immer höher steigen, du hier unten sinkst täglich weiter zurück. Was ihr noch wißt voneinander, soll immer weniger werden. Fünfzig Jahre könnt ihr fortleben, — Zeit genug, um zu vergessen, wie es war, als du sie, die um die ganze Welt getanzt hatte, auf deinen Armen einst trugst durch den Staub der Landstraße. Sieh, du weinst schon nicht mehr.

Aber träge floß das Leben. Des Kampfes, der doch beendet und verloren ist, vergißt du nichtund rufst ihn zurück in Sommer und Frieden. Er ist noch da, eine geheime Unruhe erfüllt die Luft. Was fern liegt, rückt herbei und läßt dich auffahren, als wollte dir einer an Weib und Kind. Rußland! das ist der Feind. Frankreich! England! das ist er. Wer fragt noch nach Heßling. An Heßling konnten wir nicht hinan, — mit ihm denn gegen die, die uns überfallen! Dort winkt der Sieg. Krieg muß sein, damit endlich wir Armen das Glück erraffen, das kein Kampf des Lebens uns bringen wollte. Heßling zahlt bis 80 Prozent unserer Löhne an die Familien der Einberufenen. Was Proletarier, was Bourgeois, — das Vaterland! Dem Generaldirektor lag es schon längst im Sinn, beizeiten hat er seine neuen Maschinen aufgestellt. Jetzt machen sie Munition.

Einberufen unter den ersten! Balrich, Dinkl, alle sahen den hohen Tag der Erfüllung, als wir ausrückten. Durch beflaggte Straßen, Feldküchen säumten sie, eine Mutter trug uns Blumen nach oder Würste, in der kleinen roten Faust unserer Schwester hing unser Köfferchen, und sie weinte in ihre Schürze, indes wir sangen. Wir sangen und hatten auf dem Helm einen Kranz. Wo unsere Regimentsmusik um die Ecke bog, flogen die Straßen entlang alle Fenster auf. Die Autos hielten und ließen uns vorbeimarschieren. Aucham Bahnhof hängen Fahnen und Kränze. Werden wir noch einmal die sehen, die uns suchen? Wo ist Thilde?

Einsteigen, es kostet nichts. Das Bürschlein ist da, es hat helle, aufgerissene Augen, hat sich freiwillig gemeldet, es wird nachkommen. „Paris dürft ihr nehmen, bevor ich dabei bin, aber London noch nicht! Bitte, noch nicht!“ Dinkl macht Witze und faßt schon die zweite Tasse Fleischsuppe umsonst von einer Dame. Noch kommt Thilde nicht. Welch ein Gedränge! Wer einander nicht am Arm hat, findet sich nie wieder. Die Züge entlang Haufen Gepäck, für Beförderung keine Garantie. Geschrei aus den Zügen: „Sie, Herr Leutnant, nun sorgen Sie doch bitte dafür, daß wir abfahren, wir wollen die Kerls verdreschen.“ Die Bande gelöst, Tränen und Lachen in einem, Prahlerei und Herzweh, Pfiffe gellen, ein Zug fährt ab, jemand liegt unter den Rädern, — keine Garantie; und auch die Unordnung wirkt begeisternd und selbst das Elend. Wo bleibt Thilde? Auf einem Sack sitzt, den Rücken rund wie ein Pilz, eine Greisin, sauber und arm, und ringt die Hände: „Ich hab’ ihn nicht mehr gesehn.“ Balrich weiß, wen: Herbesdörfer. Dahin ist er, keinen Spitzel wird er mehr vor die Gewehre werfen . . . Balrich reicht die Hand seiner SchwesterMalli, nun los! Aber Thilde? Das Kind und Thilde?

Da, von der Stufe des Wagens her, erblickte er Thilde, seine Frau, und sie ihn. Er ward bleich, schon wie der Tod, so sah sie ihn. In ihrem braunen Tuch, mit ihrem hohlen grauen Gesicht, auf dem Arm das Kind und neben dem blonden Haar des Kindes das ihre verstaubt, eine alternde Arbeiterin, so sah er sie. Er winkte; keine halbe Minute mehr! Mit ihrem gewölbten Leib hastete sie beschwerlich hindurch. Er winkte, auf einmal fühlte er: keine halbe Minute mehr, und so vieles drängt. Ich habe sie nicht genug geliebt, nicht genug die Armut geliebt, unser einfaches Menschentum, das ebenso gut wie schlimm ist, — wollten wir nur nicht hart sein, nicht schonungslos begehrlich, alle, die von oben und daher auch die von unten, die Schlechten unter uns und auch wir Besseren. Er fühlte: „Keine halbe Minute mehr, und versäumt ist, so sehr ich auch kämpfte, das wahre Leben, das nur Vernunft und Güte ist. Wir planten Kampf, suchten Kampf, lebten Kampf, schon längst bevor wir in diesen Kampf ziehn. Auf Feindschaft waren wir gestellt, und finden nun Feinde. Ich hatte teil an meiner Zeit und büße für sie. Dies ist das Ende.“

Nun trafen sich ihre Hände. Die Räder, langsam und unwiderruflich, machten die erste Drehung.Ein Kuß dem Kind, und ineinandergeschlossen die beiden harten Hände, diese Sekunde noch und noch diese. Er sagte, dringend vorgebeugt:

„Alles wird besser, wenn ich wiederkomme.“

Sie, nachhastend, die Angst des ganzen Lebens in ihrem Gesicht und in der Stimme keinen Trost, sagte:

„Wenn du wiederkommst.“

Anmerkungen zur TranskriptionOffensichtliche Druckfehler wurden korrigiert wie hier aufgeführt (vorher/nachher):... sollte beibringen können gegen einen Reichen,geignet, ...... sollte beibringen können gegen einen Reichen,geeignet, ...... Thilde und ich. Euch andere geht es nichts an. Dies ...... Thilde und ich. Euch andere geht es nichts an.“Dies ...... es die Essenz von Gausenfeld, seines Elends,langlangfristigen ...... es die Essenz von Gausenfeld, seines Elends,langfristigen ...... Abiturium,“ überlegte er; und ich habe nicht nur ...... Abiturium,“ überlegte er;„und ich habe nicht nur ...... „Er soll dich heiraten! Sonst —! ...... „Er soll dich heiraten! Sonst —!“...... „Sie aber lügen! Sie halten unsArmenhin, ...... „Sie aber lügen! Sie halten unsArmehin, ...

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