ZWEITER TEIL

Wieder wandelnd im alten Park,O! Stille gelb und roter Blumen.Ihr auch trauert, ihr sanften Götter,Und das herbstliche Gold der Ulme.Reglos ragt am bläulichen WeiherDas Rohr, verstummt am Abend die Drossel.O! dann neige auch du die StirneVor der Ahnen verfallenem Marmor.

Wieder wandelnd im alten Park,O! Stille gelb und roter Blumen.Ihr auch trauert, ihr sanften Götter,Und das herbstliche Gold der Ulme.Reglos ragt am bläulichen WeiherDas Rohr, verstummt am Abend die Drossel.O! dann neige auch du die StirneVor der Ahnen verfallenem Marmor.

An Karl Borromäus Heinrich

Über den weißen WeiherSind die wilden Vögel fortgezogen.Am Abend weht von unseren Sternen ein eisiger Wind.Über unsere GräberBeugt sich die zerbrochene Stirne der Nacht.Unter Eichen schaukeln wir auf einem silbernen Kahn.Immer klingen die weißen Mauern der Stadt.Unter DornenbogenO mein Bruder klimmen wir blinde Zeiger gen Mitternacht.

Über den weißen WeiherSind die wilden Vögel fortgezogen.Am Abend weht von unseren Sternen ein eisiger Wind.

Über unsere GräberBeugt sich die zerbrochene Stirne der Nacht.Unter Eichen schaukeln wir auf einem silbernen Kahn.

Immer klingen die weißen Mauern der Stadt.Unter DornenbogenO mein Bruder klimmen wir blinde Zeiger gen Mitternacht.

Elis, wenn die Amsel im schwarzen Wald ruft,Dieses ist dein Untergang.Deine Lippen trinken die Kühle des blauen Felsenquells.Laß, wenn deine Stirne leise blutet,Uralte LegendenUnd dunkle Deutung des Vogelflugs.Du aber gehst mit weichen Schritten in die Nacht,Die voll purpurner Trauben hängt,Und du regst die Arme schöner im Blau.Ein Dornenbusch tönt,Wo deine mondenen Augen sind.O, wie lange bist, Elis, du verstorben.Dein Leib ist eine Hyazinthe,In die ein Mönch die wächsernen Finger taucht.Eine schwarze Höhle ist unser Schweigen,Daraus bisweilen ein sanftes Tier trittUnd langsam die schweren Lider senkt.Auf deine Schläfen tropft schwarzer Tau,Das letzte Gold verfallener Sterne.

Elis, wenn die Amsel im schwarzen Wald ruft,Dieses ist dein Untergang.Deine Lippen trinken die Kühle des blauen Felsenquells.

Laß, wenn deine Stirne leise blutet,Uralte LegendenUnd dunkle Deutung des Vogelflugs.

Du aber gehst mit weichen Schritten in die Nacht,Die voll purpurner Trauben hängt,Und du regst die Arme schöner im Blau.

Ein Dornenbusch tönt,Wo deine mondenen Augen sind.O, wie lange bist, Elis, du verstorben.

Dein Leib ist eine Hyazinthe,In die ein Mönch die wächsernen Finger taucht.Eine schwarze Höhle ist unser Schweigen,

Daraus bisweilen ein sanftes Tier trittUnd langsam die schweren Lider senkt.Auf deine Schläfen tropft schwarzer Tau,

Das letzte Gold verfallener Sterne.

Vollkommen ist die Stille dieses goldenen Tags.Unter alten EichenErscheinst du, Elis, ein Ruhender mit runden Augen.Ihre Bläue spiegelt den Schlummer der Liebenden.An deinem MundVerstummten ihre rosigen Seufzer.Am Abend zog der Fischer die schweren Netze ein.Ein guter HirtFührt seine Herde am Waldsaum hin.O! wie gerecht sind, Elis, alle deine Tage.Leise sinktAn kahlen Mauern des Ölbaums blaue Stille,Erstirbt eines Greisen dunkler Gesang.Ein goldener KahnSchaukelt, Elis, dein Herz am einsamen Himmel.

Vollkommen ist die Stille dieses goldenen Tags.Unter alten EichenErscheinst du, Elis, ein Ruhender mit runden Augen.

Ihre Bläue spiegelt den Schlummer der Liebenden.An deinem MundVerstummten ihre rosigen Seufzer.

Am Abend zog der Fischer die schweren Netze ein.Ein guter HirtFührt seine Herde am Waldsaum hin.O! wie gerecht sind, Elis, alle deine Tage.

Leise sinktAn kahlen Mauern des Ölbaums blaue Stille,Erstirbt eines Greisen dunkler Gesang.

Ein goldener KahnSchaukelt, Elis, dein Herz am einsamen Himmel.

Ein sanftes Glockenspiel tönt in Elis' BrustAm Abend,Da sein Haupt ins schwarze Kissen sinkt.Ein blaues WildBlutet leise im Dornengestrüpp.Ein brauner Baum steht abgeschieden da;Seine blauen Früchte fielen von ihm.Zeichen und SterneVersinken leise im Abendweiher.Hinter dem Hügel ist es Winter geworden.Blaue TaubenTrinken nachts den eisigen Schweiß,Der von Elis' kristallener Stirne rinnt.Immer töntAn schwarzen Mauern Gottes einsamer Wind.

Ein sanftes Glockenspiel tönt in Elis' BrustAm Abend,Da sein Haupt ins schwarze Kissen sinkt.

Ein blaues WildBlutet leise im Dornengestrüpp.

Ein brauner Baum steht abgeschieden da;Seine blauen Früchte fielen von ihm.

Zeichen und SterneVersinken leise im Abendweiher.

Hinter dem Hügel ist es Winter geworden.

Blaue TaubenTrinken nachts den eisigen Schweiß,Der von Elis' kristallener Stirne rinnt.

Immer töntAn schwarzen Mauern Gottes einsamer Wind.

Die Bläue meiner Augen ist erloschen in dieser Nacht,Das rote Gold meines Herzens. O! wie stille brannte das Licht.Dein blauer Mantel umfing den Sinkenden;Dein roter Mund besiegelte des Freundes Umnachtung.

Die Bläue meiner Augen ist erloschen in dieser Nacht,Das rote Gold meines Herzens. O! wie stille brannte das Licht.Dein blauer Mantel umfing den Sinkenden;Dein roter Mund besiegelte des Freundes Umnachtung.

Mit dunklen Blicken sehen sich die Liebenden an,Die Blonden, Strahlenden. In starrender FinsternisUmschlingen schmächtig sich die sehnenden Arme.Purpurn zerbrach der Gesegneten Mund. Die runden AugenSpiegeln das dunkle Gold des Frühlingsnachmittags,Saum und Schwärze des Walds, Abendängste im Grün;Vielleicht unsäglichen Vogelflug, des UngeborenenPfad an finsteren Dörfern, einsamen Sommern hinUnd aus verfallener Bläue tritt bisweilen ein Abgelebtes.Leise rauscht im Acker das gelbe Korn.Hart wast das Leben und stählern schwingt die Sense der Landmann,Fügt gewaltige Balken der Zimmermann.Purpurn färbt sich das Laub im Herbst; der mönchische GeistDurchwandelt heitere Tage; reif ist die TraubeUnd festlich die Luft in geräumigen Höfen.Süßer duften vergilbte Früchte; leise ist das LachenDes Frohen, Musik und Tanz in schattigen Kellern;Im dämmernden Garten Schritt und Stille des verstorbenen Knaben.

Mit dunklen Blicken sehen sich die Liebenden an,Die Blonden, Strahlenden. In starrender FinsternisUmschlingen schmächtig sich die sehnenden Arme.

Purpurn zerbrach der Gesegneten Mund. Die runden AugenSpiegeln das dunkle Gold des Frühlingsnachmittags,Saum und Schwärze des Walds, Abendängste im Grün;Vielleicht unsäglichen Vogelflug, des UngeborenenPfad an finsteren Dörfern, einsamen Sommern hinUnd aus verfallener Bläue tritt bisweilen ein Abgelebtes.

Leise rauscht im Acker das gelbe Korn.Hart wast das Leben und stählern schwingt die Sense der Landmann,Fügt gewaltige Balken der Zimmermann.

Purpurn färbt sich das Laub im Herbst; der mönchische GeistDurchwandelt heitere Tage; reif ist die TraubeUnd festlich die Luft in geräumigen Höfen.Süßer duften vergilbte Früchte; leise ist das LachenDes Frohen, Musik und Tanz in schattigen Kellern;Im dämmernden Garten Schritt und Stille des verstorbenen Knaben.

Am Abend trugen sie den Fremden in die Totenkammer;Ein Duft von Teer; das leise Rauschen roter Platanen;Der dunkle Flug der Dohlen; am Platz zog eine Wache auf.Die Sonne ist in schwarze Linnen gesunken; immer wieder kehrt dieser vergangene Abend.Im Nebenzimmer spielt die Schwester eine Sonate von Schubert.Sehr leise sinkt ihr Lächeln in den verfallenen Brunnen,Der bläulich in der Dämmerung rauscht. O, wie alt ist unser Geschlecht.Jemand flüstert drunten im Garten; jemand hat diesen schwarzen Himmel verlassen.Auf der Kommode duften Äpfel. Großmutter zündet goldene Kerzen an.O, wie mild ist der Herbst. Leise klingen unsere Schritte im alten ParkUnter hohen Bäumen. O, wie ernst ist das hyazinthene Antlitz der Dämmerung.Der blaue Quell zu deinen Füßen, geheimnisvoll die rote Stille deines Munds,Umdüstert vom Schlummer des Laubs; dem dunklen Gold verfallener Sonnenblumen.Deine Lider sind schwer von Mohn und träumen leise auf meiner Stirne.Sanfte Glocken durchzittern die Brust. Eine blaue WolkeIst dein Antlitz auf mich gesunken in der Dämmerung.Ein Lied zur Gitarre, das in einer fremden Schenke erklingt,Die wilden Holunderbüsche dort, ein lang vergangener Novembertag,Vertraute Schritte auf der dämmernden Stiege, der Anblick gebräunter Balken,Ein offenes Fenster, an dem ein süßes Hoffen zurückblieb –Unsäglich ist das alles, o Gott, daß man erschüttert ins Knie bricht.O, wie dunkel ist diese Nacht. Eine purpurne FlammeErlosch an meinem Mund. In der StilleErstirbt der bangen Seele einsames Saitenspiel.Laß, wenn trunken von Wein das Haupt in die Gosse sinkt.

Am Abend trugen sie den Fremden in die Totenkammer;Ein Duft von Teer; das leise Rauschen roter Platanen;Der dunkle Flug der Dohlen; am Platz zog eine Wache auf.Die Sonne ist in schwarze Linnen gesunken; immer wieder kehrt dieser vergangene Abend.Im Nebenzimmer spielt die Schwester eine Sonate von Schubert.Sehr leise sinkt ihr Lächeln in den verfallenen Brunnen,Der bläulich in der Dämmerung rauscht. O, wie alt ist unser Geschlecht.Jemand flüstert drunten im Garten; jemand hat diesen schwarzen Himmel verlassen.Auf der Kommode duften Äpfel. Großmutter zündet goldene Kerzen an.

O, wie mild ist der Herbst. Leise klingen unsere Schritte im alten ParkUnter hohen Bäumen. O, wie ernst ist das hyazinthene Antlitz der Dämmerung.Der blaue Quell zu deinen Füßen, geheimnisvoll die rote Stille deines Munds,Umdüstert vom Schlummer des Laubs; dem dunklen Gold verfallener Sonnenblumen.Deine Lider sind schwer von Mohn und träumen leise auf meiner Stirne.Sanfte Glocken durchzittern die Brust. Eine blaue WolkeIst dein Antlitz auf mich gesunken in der Dämmerung.

Ein Lied zur Gitarre, das in einer fremden Schenke erklingt,Die wilden Holunderbüsche dort, ein lang vergangener Novembertag,Vertraute Schritte auf der dämmernden Stiege, der Anblick gebräunter Balken,Ein offenes Fenster, an dem ein süßes Hoffen zurückblieb –Unsäglich ist das alles, o Gott, daß man erschüttert ins Knie bricht.

O, wie dunkel ist diese Nacht. Eine purpurne FlammeErlosch an meinem Mund. In der StilleErstirbt der bangen Seele einsames Saitenspiel.Laß, wenn trunken von Wein das Haupt in die Gosse sinkt.

Voll Früchten der Holunder; ruhig wohnte die KindheitIn blauer Höhle. Über vergangenen Pfad,Wo nun bräunlich das wilde Gras saust,Sinnt das stille Geäst; das Rauschen des LaubsEin gleiches, wenn das blaue Wasser im Felsen tönt.Sanft ist der Amsel Klage. Ein HirtFolgt sprachlos der Sonne, die vom herbstlichen Hügel rollt.Ein blauer Augenblick ist nur mehr Seele.Am Waldsaum zeigt sich ein scheues Wild und friedlichRuhn im Grund die alten Glocken und finsteren Weiler.Frömmer kennst du den Sinn der dunklen Jahre,Kühle und Herbst in einsamen Zimmern;Und in heiliger Bläue läuten leuchtende Schritte fort.Leise klirrt ein offenes Fenster; zu TränenRührt der Anblick des verfallenen Friedhofs am Hügel,Erinnerung an erzählte Legenden; doch manchmal erhellt sich die Seele,Wenn sie frohe Menschen denkt, dunkelgoldene Frühlingstage.

Voll Früchten der Holunder; ruhig wohnte die KindheitIn blauer Höhle. Über vergangenen Pfad,Wo nun bräunlich das wilde Gras saust,Sinnt das stille Geäst; das Rauschen des Laubs

Ein gleiches, wenn das blaue Wasser im Felsen tönt.Sanft ist der Amsel Klage. Ein HirtFolgt sprachlos der Sonne, die vom herbstlichen Hügel rollt.

Ein blauer Augenblick ist nur mehr Seele.Am Waldsaum zeigt sich ein scheues Wild und friedlichRuhn im Grund die alten Glocken und finsteren Weiler.

Frömmer kennst du den Sinn der dunklen Jahre,Kühle und Herbst in einsamen Zimmern;Und in heiliger Bläue läuten leuchtende Schritte fort.

Leise klirrt ein offenes Fenster; zu TränenRührt der Anblick des verfallenen Friedhofs am Hügel,Erinnerung an erzählte Legenden; doch manchmal erhellt sich die Seele,Wenn sie frohe Menschen denkt, dunkelgoldene Frühlingstage.

FürAdolf Loos

Mutter trug das Kindlein im weißen Mond,Im Schatten des Nußbaums, uralten Holunders,Trunken vom Safte des Mohns, der Klage der Drossel;Und stilleNeigte in Mitleid sich über jene ein bärtiges AntlitzLeise im Dunkel des Fensters; und altes HausgerätDer VäterLag im Verfall; Liebe und herbstliche Träumerei.Also dunkel der Tag des Jahrs, traurige Kindheit,Da der Knabe leise zu kühlen Wassern, silbernen Fischen hinabstieg,Ruh und Antlitz;Da er steinern sich vor rasende Rappen warf,In grauer Nacht sein Stern über ihn kam;Oder wenn er an der frierenden Hand der MutterAbends über Sankt Peters herbstlichen Friedhof ging,Ein zarter Leichnam stille im Dunkel der Kammer lagUnd jener die kalten Lider über ihn aufhob.Er aber war ein kleiner Vogel im kahlen Geäst,Die Glocke lang im Abendnovember,Des Vaters Stille, da er im Schlaf die dämmernde Wendeltreppe hinabstieg.Friedender Seele. Einsamer Winterabend,Die dunklen Gestalten der Hirten am alten Weiher;Kindlein in der Hütte von Stroh; o wie leiseSank in schwarzem Fieber das Antlitz hin.Heilige Nacht.Oder wenn er an der harten Hand des VatersStille den finstern Kalvarienberg hinanstiegUnd in dämmernden FelsennischenDie blaue Gestalt des Menschen durch seine Legende ging,Aus der Wunde unter dem Herzen purpurn das Blut rann.O wie leise stand in dunkler Seele das Kreuz auf.Liebe; da in schwarzen Winkeln der Schnee schmolz,Ein blaues Lüftchen sich heiter im alten Holunder fing,In dem Schattengewölbe des Nußbaums;Und dem Knaben leise sein rosiger Engel erschien.Freude; da in kühlen Zimmern eine Abendsonate erklang,Im braunen HolzgebälkEin blauer Falter aus der silbernen Puppe kroch.O die Nähe des Todes. In steinerner MauerNeigte sich ein gelbes Haupt, schweigend das Kind,Da in jenem März der Mond verfiel.RosigeOsterglocke im Grabgewölbe der NachtUnd die Silberstimmen der Sterne,Daß in Schauern ein dunkler Wahnsinn von der Stirne des Schläfers sank.O wie stille ein Gang den blauen Fluß hinabVergessenes sinnend, da im grünen GeästDie Drossel ein Fremdes in den Untergang rief.Oder wenn er an der knöchernen Hand des GreisenAbends vor die verfallene Mauer der Stadt gingUnd jener in schwarzem Mantel ein rosiges Kindlein trug,Im Schatten des Nußbaums der Geist des Bösen erschien.Tasten über die grünen Stufen des Sommers. O wie leiseVerfiel der Garten in der braunen Stille des Herbstes,Duft und Schwermut des alten Holunders,Da in Sebastians Schatten die Silberstimme des Engels erstarb.

Mutter trug das Kindlein im weißen Mond,Im Schatten des Nußbaums, uralten Holunders,Trunken vom Safte des Mohns, der Klage der Drossel;Und stilleNeigte in Mitleid sich über jene ein bärtiges Antlitz

Leise im Dunkel des Fensters; und altes HausgerätDer VäterLag im Verfall; Liebe und herbstliche Träumerei.

Also dunkel der Tag des Jahrs, traurige Kindheit,Da der Knabe leise zu kühlen Wassern, silbernen Fischen hinabstieg,Ruh und Antlitz;Da er steinern sich vor rasende Rappen warf,In grauer Nacht sein Stern über ihn kam;

Oder wenn er an der frierenden Hand der MutterAbends über Sankt Peters herbstlichen Friedhof ging,Ein zarter Leichnam stille im Dunkel der Kammer lagUnd jener die kalten Lider über ihn aufhob.

Er aber war ein kleiner Vogel im kahlen Geäst,Die Glocke lang im Abendnovember,Des Vaters Stille, da er im Schlaf die dämmernde Wendeltreppe hinabstieg.

Friedender Seele. Einsamer Winterabend,Die dunklen Gestalten der Hirten am alten Weiher;Kindlein in der Hütte von Stroh; o wie leiseSank in schwarzem Fieber das Antlitz hin.Heilige Nacht.

Oder wenn er an der harten Hand des VatersStille den finstern Kalvarienberg hinanstiegUnd in dämmernden FelsennischenDie blaue Gestalt des Menschen durch seine Legende ging,Aus der Wunde unter dem Herzen purpurn das Blut rann.O wie leise stand in dunkler Seele das Kreuz auf.

Liebe; da in schwarzen Winkeln der Schnee schmolz,Ein blaues Lüftchen sich heiter im alten Holunder fing,In dem Schattengewölbe des Nußbaums;Und dem Knaben leise sein rosiger Engel erschien.

Freude; da in kühlen Zimmern eine Abendsonate erklang,Im braunen HolzgebälkEin blauer Falter aus der silbernen Puppe kroch.

O die Nähe des Todes. In steinerner MauerNeigte sich ein gelbes Haupt, schweigend das Kind,Da in jenem März der Mond verfiel.

RosigeOsterglocke im Grabgewölbe der NachtUnd die Silberstimmen der Sterne,Daß in Schauern ein dunkler Wahnsinn von der Stirne des Schläfers sank.

O wie stille ein Gang den blauen Fluß hinabVergessenes sinnend, da im grünen GeästDie Drossel ein Fremdes in den Untergang rief.

Oder wenn er an der knöchernen Hand des GreisenAbends vor die verfallene Mauer der Stadt gingUnd jener in schwarzem Mantel ein rosiges Kindlein trug,Im Schatten des Nußbaums der Geist des Bösen erschien.

Tasten über die grünen Stufen des Sommers. O wie leiseVerfiel der Garten in der braunen Stille des Herbstes,Duft und Schwermut des alten Holunders,Da in Sebastians Schatten die Silberstimme des Engels erstarb.

Septemberabend; traurig tönen die dunklen Rufe der HirtenDurch das dämmernde Dorf; Feuer sprüht in der Schmiede.Gewaltig bäumt sich ein schwarzes Pferd; die hyazinthenen Locken der MagdHaschen nach der Inbrunst seiner purpurnen Nüstern.Leise erstarrt am Saum des Waldes der Schrei der HirschkuhUnd die gelben Blumen des HerbstesNeigen sich sprachlos über das blaue Antlitz des Teichs.In roter Flamme verbrannte ein Baum; aufflattern mit dunklen Gesichtern die Fledermäuse.

Septemberabend; traurig tönen die dunklen Rufe der HirtenDurch das dämmernde Dorf; Feuer sprüht in der Schmiede.Gewaltig bäumt sich ein schwarzes Pferd; die hyazinthenen Locken der MagdHaschen nach der Inbrunst seiner purpurnen Nüstern.Leise erstarrt am Saum des Waldes der Schrei der HirschkuhUnd die gelben Blumen des HerbstesNeigen sich sprachlos über das blaue Antlitz des Teichs.In roter Flamme verbrannte ein Baum; aufflattern mit dunklen Gesichtern die Fledermäuse.

Wanderer im schwarzen Wind; leise flüstert das dürre RohrIn der Stille des Moors. Am grauen HimmelEin Zug von wilden Vögeln folgt;Quere über finsteren Wassern.Aufruhr. In verfallener HütteAufflattert mit schwarzen Flügeln die Fäulnis;Verkrüppelte Birken seufzen im Wind.Abend in verlassener Schenke. Den Heimweg umwittertDie sanfte Schwermut grasender Herden,Erscheinung der Nacht: Kröten tauchen aus silbernen Wassern.

Wanderer im schwarzen Wind; leise flüstert das dürre RohrIn der Stille des Moors. Am grauen HimmelEin Zug von wilden Vögeln folgt;Quere über finsteren Wassern.

Aufruhr. In verfallener HütteAufflattert mit schwarzen Flügeln die Fäulnis;Verkrüppelte Birken seufzen im Wind.

Abend in verlassener Schenke. Den Heimweg umwittertDie sanfte Schwermut grasender Herden,Erscheinung der Nacht: Kröten tauchen aus silbernen Wassern.

Hirten begruben die Sonne im kahlen Wald.Ein Fischer zogIn härenem Netz den Mond aus frierendem Weiher.In blauem KristallWohnt der bleiche Mensch, die Wang' an seine Sterne gelehnt;Oder er neigt das Haupt in purpurnem Schlaf.Doch immer rührt der schwarze Flug der VögelDen Schauenden, das Heilige blauer Blumen,Denkt die nahe Stille Vergessenes, erloschene Engel.Wieder nachtet die Stirne in mondenem Gestein;Ein strahlender JünglingErscheint die Schwester in Herbst und schwarzer Verwesung.

Hirten begruben die Sonne im kahlen Wald.Ein Fischer zogIn härenem Netz den Mond aus frierendem Weiher.

In blauem KristallWohnt der bleiche Mensch, die Wang' an seine Sterne gelehnt;Oder er neigt das Haupt in purpurnem Schlaf.

Doch immer rührt der schwarze Flug der VögelDen Schauenden, das Heilige blauer Blumen,Denkt die nahe Stille Vergessenes, erloschene Engel.

Wieder nachtet die Stirne in mondenem Gestein;Ein strahlender JünglingErscheint die Schwester in Herbst und schwarzer Verwesung.

Leise sank von dunklen Schritten der Schnee,Im Schatten des BaumsHeben die rosigen Lider Liebende.Immer folgt den dunklen Rufen der SchifferStern und Nacht;Und die Ruder schlagen leise im Takt.Balde an verfallener Mauer blühenDie Veilchen,Ergrünt so stille die Schläfe des Einsamen.

Leise sank von dunklen Schritten der Schnee,Im Schatten des BaumsHeben die rosigen Lider Liebende.

Immer folgt den dunklen Rufen der SchifferStern und Nacht;Und die Ruder schlagen leise im Takt.

Balde an verfallener Mauer blühenDie Veilchen,Ergrünt so stille die Schläfe des Einsamen.

Wanderschaft durch dämmernden SommerAn Bündeln vergilbten Korns vorbei. Unter getünchten Bogen,Wo die Schwalbe aus und ein flog, tranken wir feurigen Wein.Schön: o Schwermut und purpurnes Lachen.Abend und die dunklen Düfte des GrünsKühlen mit Schauern die glühende Stirne uns.Silberne Wasser rinnen über die Stufen des Walds,Die Nacht und sprachlos ein vergessenes Leben.Freund; die belaubten Stege ins Dorf.

Wanderschaft durch dämmernden SommerAn Bündeln vergilbten Korns vorbei. Unter getünchten Bogen,Wo die Schwalbe aus und ein flog, tranken wir feurigen Wein.

Schön: o Schwermut und purpurnes Lachen.Abend und die dunklen Düfte des GrünsKühlen mit Schauern die glühende Stirne uns.

Silberne Wasser rinnen über die Stufen des Walds,Die Nacht und sprachlos ein vergessenes Leben.Freund; die belaubten Stege ins Dorf.

Wo im Schatten herbstlicher Ulmen der verfallene Pfad hinabsinkt,Ferne den Hütten von Laub, schlafenden Hirten,Immer folgt dem Wandrer die dunkle Gestalt der KühleÜber knöchernen Steg, die hyazinthene Stimme des Knaben,Leise sagend die vergessene Legende des Walds,Sanfter ein Krankes nun die wilde Klage des Bruders.Also rührt ein spärliches Grün das Knie des Fremdlings,Das versteinerte Haupt;Näher rauscht der blaue Quell die Klage der Frauen.

Wo im Schatten herbstlicher Ulmen der verfallene Pfad hinabsinkt,Ferne den Hütten von Laub, schlafenden Hirten,Immer folgt dem Wandrer die dunkle Gestalt der Kühle

Über knöchernen Steg, die hyazinthene Stimme des Knaben,Leise sagend die vergessene Legende des Walds,Sanfter ein Krankes nun die wilde Klage des Bruders.

Also rührt ein spärliches Grün das Knie des Fremdlings,Das versteinerte Haupt;Näher rauscht der blaue Quell die Klage der Frauen.

Es ist niemand im Haus. Herbst in Zimmern;Mondeshelle SonateUnd das Erwachen am Saum des dämmernden Walds.Immer denkst du das weiße Antlitz des MenschenFerne dem Getümmel der Zeit;Über ein Träumendes neigt sich gerne grünes Gezweig,Kreuz und Abend;Umfängt den Tönenden mit purpurnen Armen sein Stern,Der zu unbewohnten Fenstern hinaufsteigt.Also zittert im Dunkel der Fremdling,Da er leise die Lider über ein Menschliches aufhebt,Das ferne ist; die Silberstimme des Windes im Hausflur.

Es ist niemand im Haus. Herbst in Zimmern;Mondeshelle SonateUnd das Erwachen am Saum des dämmernden Walds.

Immer denkst du das weiße Antlitz des MenschenFerne dem Getümmel der Zeit;Über ein Träumendes neigt sich gerne grünes Gezweig,

Kreuz und Abend;Umfängt den Tönenden mit purpurnen Armen sein Stern,Der zu unbewohnten Fenstern hinaufsteigt.

Also zittert im Dunkel der Fremdling,Da er leise die Lider über ein Menschliches aufhebt,Das ferne ist; die Silberstimme des Windes im Hausflur.

FürBessie Loos

Er wahrlich liebte die Sonne, die purpurn den Hügel hinabstieg,Die Wege des Walds, den singenden SchwarzvogelUnd die Freude des Grüns.Ernsthaft war sein Wohnen im Schatten des BaumsUnd rein sein Antlitz.Gott sprach eine sanfte Flamme zu seinem Herzen:O Mensch!Stille fand sein Schritt die Stadt am Abend;Die dunkle Klage seines Munds:Ich will ein Reiter werden.Ihm aber folgte Busch und Tier,Haus und Dämmergarten weißer MenschenUnd sein Mörder suchte nach ihm.Frühling und Sommer und schön der HerbstDes Gerechten, sein leiser SchrittAn den dunklen Zimmern Träumender hin.Nachts blieb er mit seinem Stern allein;Sah, daß Schnee fiel in kahles GezweigUnd im dämmernden Hausflur den Schatten des Mörders.Silbern sank des Ungebornen Haupt hin.

Er wahrlich liebte die Sonne, die purpurn den Hügel hinabstieg,Die Wege des Walds, den singenden SchwarzvogelUnd die Freude des Grüns.

Ernsthaft war sein Wohnen im Schatten des BaumsUnd rein sein Antlitz.Gott sprach eine sanfte Flamme zu seinem Herzen:O Mensch!

Stille fand sein Schritt die Stadt am Abend;Die dunkle Klage seines Munds:Ich will ein Reiter werden.

Ihm aber folgte Busch und Tier,Haus und Dämmergarten weißer MenschenUnd sein Mörder suchte nach ihm.

Frühling und Sommer und schön der HerbstDes Gerechten, sein leiser SchrittAn den dunklen Zimmern Träumender hin.Nachts blieb er mit seinem Stern allein;

Sah, daß Schnee fiel in kahles GezweigUnd im dämmernden Hausflur den Schatten des Mörders.

Silbern sank des Ungebornen Haupt hin.

Es dämmert. Zum Brunnen gehn die alten Fraun.Im Dunkel der Kastanien lacht ein Rot.Aus einem Laden rinnt ein Duft von BrotUnd Sonnenblumen sinken übern Zaun.Am Fluß die Schenke tönt noch lau und leis.Gitarre summt; ein Klimperklang von Geld.Ein Heiligenschein auf jene Kleine fällt,Die vor der Glastür wartet sanft und weiß.O! blauer Glanz, den sie in Scheiben weckt,Umrahmt von Dornen, schwarz und starrverzückt.Ein krummer Schreiber lächelt wie verrücktIns Wasser, das ein wilder Aufruhr schreckt.

Es dämmert. Zum Brunnen gehn die alten Fraun.Im Dunkel der Kastanien lacht ein Rot.Aus einem Laden rinnt ein Duft von BrotUnd Sonnenblumen sinken übern Zaun.

Am Fluß die Schenke tönt noch lau und leis.Gitarre summt; ein Klimperklang von Geld.Ein Heiligenschein auf jene Kleine fällt,Die vor der Glastür wartet sanft und weiß.

O! blauer Glanz, den sie in Scheiben weckt,Umrahmt von Dornen, schwarz und starrverzückt.Ein krummer Schreiber lächelt wie verrücktIns Wasser, das ein wilder Aufruhr schreckt.

Am Abend säumt die Pest ihr blau GewandUnd leise schließt die Tür ein finstrer Gast.Durchs Fenster sinkt des Ahorns schwarze Last;Ein Knabe legt die Stirn in ihre Hand.Oft sinken ihre Lider bös und schwer.Des Kindes Hände rinnen durch ihr HaarUnd seine Tränen stürzen heiß und klarIn ihre Augenhöhlen schwarz und leer.Ein Nest von scharlachfarbnen Schlangen bäumtSich träg in ihrem aufgewühlten Schoß.Die Arme lassen ein Erstorbenes los,Das eines Teppichs Traurigkeit umsäumt.

Am Abend säumt die Pest ihr blau GewandUnd leise schließt die Tür ein finstrer Gast.Durchs Fenster sinkt des Ahorns schwarze Last;Ein Knabe legt die Stirn in ihre Hand.

Oft sinken ihre Lider bös und schwer.Des Kindes Hände rinnen durch ihr HaarUnd seine Tränen stürzen heiß und klarIn ihre Augenhöhlen schwarz und leer.

Ein Nest von scharlachfarbnen Schlangen bäumtSich träg in ihrem aufgewühlten Schoß.Die Arme lassen ein Erstorbenes los,Das eines Teppichs Traurigkeit umsäumt.

Ins braune Gärtchen tönt ein Glockenspiel.Im Dunkel der Kastanien schwebt ein Blau,Der süße Mantel einer fremden Frau.Resedenduft; und glühendes GefühlDes Bösen. Die feuchte Stirn beugt kalt und bleichSich über Unrat, drin die Ratte wühlt,Vom Scharlachglanz der Sterne lau umspült;Im Garten fallen Äpfel dumpf und weich.Die Nacht ist schwarz. Gespenstisch bläht der FöhnDes wandelnden Knaben weißes SchlafgewandUnd leise greift in seinen Mund die HandDer Toten. Sonja lächelt sanft und schön.

Ins braune Gärtchen tönt ein Glockenspiel.Im Dunkel der Kastanien schwebt ein Blau,Der süße Mantel einer fremden Frau.Resedenduft; und glühendes Gefühl

Des Bösen. Die feuchte Stirn beugt kalt und bleichSich über Unrat, drin die Ratte wühlt,Vom Scharlachglanz der Sterne lau umspült;Im Garten fallen Äpfel dumpf und weich.

Die Nacht ist schwarz. Gespenstisch bläht der FöhnDes wandelnden Knaben weißes SchlafgewandUnd leise greift in seinen Mund die HandDer Toten. Sonja lächelt sanft und schön.

Abend kehrt in alten Garten;Sonjas Leben, blaue Stille.Wilder Vögel Wanderfahrten;Kahler Baum in Herbst und Stille.Sonnenblume, sanftgeneigteÜber Sonjas weißes Leben.Wunde, rote, niegezeigteLäßt in dunklen Zimmern leben,Wo die blauen Glocken läuten;Sonjas Schritt und sanfte Stille.Sterbend Tier grüßt im Entgleiten,Kahler Baum in Herbst und Stille.Sonne alter Tage leuchtetÜber Sonjas weiße Brauen,Schnee, der ihre Wangen feuchtet,Und die Wildnis ihrer Brauen.

Abend kehrt in alten Garten;Sonjas Leben, blaue Stille.Wilder Vögel Wanderfahrten;Kahler Baum in Herbst und Stille.

Sonnenblume, sanftgeneigteÜber Sonjas weißes Leben.Wunde, rote, niegezeigteLäßt in dunklen Zimmern leben,

Wo die blauen Glocken läuten;Sonjas Schritt und sanfte Stille.Sterbend Tier grüßt im Entgleiten,Kahler Baum in Herbst und Stille.

Sonne alter Tage leuchtetÜber Sonjas weiße Brauen,Schnee, der ihre Wangen feuchtet,Und die Wildnis ihrer Brauen.

Geschnitten sind Korn und Traube,Der Weiler in Herbst und Ruh.Hammer und Amboß klingt immerzu,Lachen in purpurner Laube.Astern von dunklen ZäunenBring dem weißen Kind.Sag wie lang wir gestorben sind;Sonne will schwarz erscheinen.Rotes Fischlein im Weiher;Stirn, die sich fürchtig belauscht;Abendwind leise ans Fenster rauscht,Blaues Orgelgeleier.Stern und heimlich GefunkelLäßt noch einmal aufschaun.Erscheinung der Mutter in Schmerz und Graun;Schwarze Reseden im Dunkel.

Geschnitten sind Korn und Traube,Der Weiler in Herbst und Ruh.Hammer und Amboß klingt immerzu,Lachen in purpurner Laube.

Astern von dunklen ZäunenBring dem weißen Kind.Sag wie lang wir gestorben sind;Sonne will schwarz erscheinen.

Rotes Fischlein im Weiher;Stirn, die sich fürchtig belauscht;Abendwind leise ans Fenster rauscht,Blaues Orgelgeleier.

Stern und heimlich GefunkelLäßt noch einmal aufschaun.Erscheinung der Mutter in Schmerz und Graun;Schwarze Reseden im Dunkel.

Der dunkle Herbst kehrt ein voll Frucht und Fülle,Vergilbter Glanz von schönen Sommertagen.Ein reines Blau tritt aus verfallener Hülle;Der Flug der Vögel tönt von alten Sagen.Gekeltert ist der Wein, die milde StilleErfüllt von leiser Antwort dunkler Fragen.Und hier und dort ein Kreuz auf ödem Hügel;Im roten Wald verliert sich eine Herde.Die Wolke wandert übern Weiherspiegel;Es ruht des Landmanns ruhige Geberde.Sehr leise rührt des Abends blauer FlügelEin Dach von dürrem Stroh, die schwarze Erde.Bald nisten Sterne in des Müden Brauen;In kühle Stuben kehrt ein still BescheidenUnd Engel treten leise aus den blauenAugen der Liebenden, die sanfter leiden.Es rauscht das Rohr; anfällt ein knöchern Grauen,Wenn schwarz der Tau tropft von den kahlen Weiden.

Der dunkle Herbst kehrt ein voll Frucht und Fülle,Vergilbter Glanz von schönen Sommertagen.Ein reines Blau tritt aus verfallener Hülle;Der Flug der Vögel tönt von alten Sagen.Gekeltert ist der Wein, die milde StilleErfüllt von leiser Antwort dunkler Fragen.

Und hier und dort ein Kreuz auf ödem Hügel;Im roten Wald verliert sich eine Herde.Die Wolke wandert übern Weiherspiegel;Es ruht des Landmanns ruhige Geberde.Sehr leise rührt des Abends blauer FlügelEin Dach von dürrem Stroh, die schwarze Erde.

Bald nisten Sterne in des Müden Brauen;In kühle Stuben kehrt ein still BescheidenUnd Engel treten leise aus den blauenAugen der Liebenden, die sanfter leiden.Es rauscht das Rohr; anfällt ein knöchern Grauen,Wenn schwarz der Tau tropft von den kahlen Weiden.

Jägerruf und Blutgebell;Hinter Kreuz und braunem HügelBlindet sacht der Weiherspiegel,Schreit der Habicht hart und hell.Über Stoppelfeld und PfadBanget schon ein schwarzes Schweigen;Reiner Himmel in den Zweigen;Nur der Bach rinnt still und stad.Bald entgleitet Fisch und Wild.Blaue Seele, dunkles WandernSchied uns bald von Lieben, Andern.Abend wechselt Sinn und Bild.Rechten Lebens Brot und Wein,Gott in deine milden HändeLegt der Mensch das dunkle Ende,Alle Schuld und rote Pein.

Jägerruf und Blutgebell;Hinter Kreuz und braunem HügelBlindet sacht der Weiherspiegel,Schreit der Habicht hart und hell.

Über Stoppelfeld und PfadBanget schon ein schwarzes Schweigen;Reiner Himmel in den Zweigen;Nur der Bach rinnt still und stad.

Bald entgleitet Fisch und Wild.Blaue Seele, dunkles WandernSchied uns bald von Lieben, Andern.Abend wechselt Sinn und Bild.

Rechten Lebens Brot und Wein,Gott in deine milden HändeLegt der Mensch das dunkle Ende,Alle Schuld und rote Pein.

Ein Kind mit braunem Haar. Gebet und AmenVerdunkeln still die abendliche KühleUnd Afras Lächeln rot in gelbem RahmenVon Sonnenblumen, Angst und grauer Schwüle.Gehüllt in blauen Mantel sah vor ZeitenDer Mönch sie fromm gemalt an Kirchenfenstern;Das will in Schmerzen freundlich noch geleiten,Wenn ihre Sterne durch sein Blut gespenstern.Herbstuntergang; und des Holunders Schweigen.Die Stirne rührt des Wassers blaue Regung,Ein härnes Tuch gelegt auf eine Bahre.Verfaulte Früchte fallen von den Zweigen;Unsäglich ist der Vögel Flug, BegegnungMit Sterbenden; dem folgen dunkle Jahre.

Ein Kind mit braunem Haar. Gebet und AmenVerdunkeln still die abendliche KühleUnd Afras Lächeln rot in gelbem RahmenVon Sonnenblumen, Angst und grauer Schwüle.

Gehüllt in blauen Mantel sah vor ZeitenDer Mönch sie fromm gemalt an Kirchenfenstern;Das will in Schmerzen freundlich noch geleiten,Wenn ihre Sterne durch sein Blut gespenstern.

Herbstuntergang; und des Holunders Schweigen.Die Stirne rührt des Wassers blaue Regung,Ein härnes Tuch gelegt auf eine Bahre.

Verfaulte Früchte fallen von den Zweigen;Unsäglich ist der Vögel Flug, BegegnungMit Sterbenden; dem folgen dunkle Jahre.

Wenn der Schnee ans Fenster fällt,Lang die Abendglocke läutet,Vielen ist der Tisch bereitetUnd das Haus ist wohlbestellt.Mancher auf der WanderschaftKommt ans Tor auf dunklen Pfaden.Golden blüht der Baum der GnadenAus der Erde kühlem Saft.Wanderer tritt still herein;Schmerz versteinerte die Schwelle.Da erglänzt in reiner HelleAuf dem Tische Brot und Wein.

Wenn der Schnee ans Fenster fällt,Lang die Abendglocke läutet,Vielen ist der Tisch bereitetUnd das Haus ist wohlbestellt.

Mancher auf der WanderschaftKommt ans Tor auf dunklen Pfaden.Golden blüht der Baum der GnadenAus der Erde kühlem Saft.

Wanderer tritt still herein;Schmerz versteinerte die Schwelle.Da erglänzt in reiner HelleAuf dem Tische Brot und Wein.

Herbst: schwarzes Schreiten am Waldsaum; Minute stummer Zerstörung; auflauscht die Stirne des Aussätzigen unter dem kahlen Baum. Langvergangener Abend, der nun über die Stufen von Moos sinkt; November. Eine Glocke läutet und der Hirt führt eine Herde von schwarzen und roten Pferden ins Dorf. Unter dem Haselgebüsch weidet der grüne Jäger ein Wild aus. Seine Hände rauchen von Blut und der Schatten des Tiers seufzt im Laub über den Augen des Mannes, braun und schweigsam; der Wald. Krähen, die sich zerstreuen; drei. Ihr Flug gleicht einer Sonate, voll verblichener Akkorde und männlicher Schwermut; leise löst sich eine goldene Wolke auf. Bei der Mühle zünden Knaben ein Feuer an. Flamme ist des Bleichsten Bruder und jener lacht vergraben in sein purpurnes Haar; oder es ist ein Ort des Mordes, an dem ein steiniger Weg vorbeiführt. Die Berberitzen sind verschwunden, jahrlang träumt es in bleierner Luft unter den Föhren; Angst, grünes Dunkel, das Gurgeln eines Ertrinkenden: aus dem Sternenweiher zieht der Fischer einen großen, schwarzen Fisch, Antlitz voll Grausamkeit und Irrsinn. Die Stimmen des Rohrs, hadernder Männer im Rücken schaukelt jener auf rotem Kahn über frierende Herbstwasser,lebend in dunklen Sagen seines Geschlechts und die Augen steinern über Nächte und jungfräuliche Schrecken aufgetan. Böse.Was zwingt dich still zu stehen auf der verfallenen Stiege, im Haus deiner Väter? Bleierne Schwärze. Was hebst du mit silberner Hand an die Augen; und die Lider sinken wie trunken von Mohn? Aber durch die Mauer von Stein siehst du den Sternenhimmel, die Milchstraße, den Saturn; rot. Rasend an die Mauer von Stein klopft der kahle Baum. Du auf verfallenen Stufen: Baum, Stern, Stein! Du, ein blaues Tier, das leise zittert; du, der bleiche Priester, der es hinschlachtet am schwarzen Altar. O dein Lächeln im Dunkel, traurig und böse, daß ein Kind im Schlaf erbleicht. Eine rote Flamme sprang aus deiner Hand und ein Nachtfalter verbrannte daran. O die Flöte des Lichts; o die Flöte des Tods. Was zwang dich still zu stehen auf verfallener Stiege, im Haus deiner Väter? Drunten ans Tor klopft ein Engel mit kristallnem Finger.O die Hölle des Schlafs; dunkle Gasse, braunes Gärtchen. Leise läutet im blauen Abend der Toten Gestalt. Grüne Blümchen umgaukeln sie und ihr Antlitz hat sie verlassen. Oder es neigt sich verblichen über die kalte Stirne des Mörders im Dunkel des Hausflurs;Anbetung, purpurne Flamme der Wollust; hinsterbend stürzte über schwarze Stufen der Schläfer ins Dunkel.Jemand verließ dich am Kreuzweg und du schaust lange zurück. Silberner Schritt im Schatten verkrüppelter Apfelbäumchen. Purpurn leuchtet die Frucht im schwarzen Geäst und im Gras häutet sich die Schlange. O! das Dunkel; der Schweiß, der auf die eisige Stirne tritt und die traurigen Träume im Wein, in der Dorfschenke unter schwarzverrauchtem Gebälk. Du, noch Wildnis, die rosige Inseln zaubert aus dem braunen Tabaksgewölk und aus dem Innern den wilden Schrei eines Greifen holt, wenn er um schwarze Klippen jagt in Meer, Sturm und Eis. Du, ein grünes Metall und innen ein feuriges Gesicht, das hingehen will und singen vom Beinerhügel finstere Zeiten und den flammenden Sturz des Engels. O! Verzweiflung, die mit stummem Schrei ins Knie bricht.Ein Toter besucht dich. Aus dem Herzen rinnt das selbstvergossene Blut und in schwarzer Braue nistet unsäglicher Augenblick; dunkle Begegnung. Du – ein purpurner Mond, da jener im grünen Schatten des Ölbaums erscheint. Dem folgt unvergängliche Nacht.

Herbst: schwarzes Schreiten am Waldsaum; Minute stummer Zerstörung; auflauscht die Stirne des Aussätzigen unter dem kahlen Baum. Langvergangener Abend, der nun über die Stufen von Moos sinkt; November. Eine Glocke läutet und der Hirt führt eine Herde von schwarzen und roten Pferden ins Dorf. Unter dem Haselgebüsch weidet der grüne Jäger ein Wild aus. Seine Hände rauchen von Blut und der Schatten des Tiers seufzt im Laub über den Augen des Mannes, braun und schweigsam; der Wald. Krähen, die sich zerstreuen; drei. Ihr Flug gleicht einer Sonate, voll verblichener Akkorde und männlicher Schwermut; leise löst sich eine goldene Wolke auf. Bei der Mühle zünden Knaben ein Feuer an. Flamme ist des Bleichsten Bruder und jener lacht vergraben in sein purpurnes Haar; oder es ist ein Ort des Mordes, an dem ein steiniger Weg vorbeiführt. Die Berberitzen sind verschwunden, jahrlang träumt es in bleierner Luft unter den Föhren; Angst, grünes Dunkel, das Gurgeln eines Ertrinkenden: aus dem Sternenweiher zieht der Fischer einen großen, schwarzen Fisch, Antlitz voll Grausamkeit und Irrsinn. Die Stimmen des Rohrs, hadernder Männer im Rücken schaukelt jener auf rotem Kahn über frierende Herbstwasser,lebend in dunklen Sagen seines Geschlechts und die Augen steinern über Nächte und jungfräuliche Schrecken aufgetan. Böse.

Was zwingt dich still zu stehen auf der verfallenen Stiege, im Haus deiner Väter? Bleierne Schwärze. Was hebst du mit silberner Hand an die Augen; und die Lider sinken wie trunken von Mohn? Aber durch die Mauer von Stein siehst du den Sternenhimmel, die Milchstraße, den Saturn; rot. Rasend an die Mauer von Stein klopft der kahle Baum. Du auf verfallenen Stufen: Baum, Stern, Stein! Du, ein blaues Tier, das leise zittert; du, der bleiche Priester, der es hinschlachtet am schwarzen Altar. O dein Lächeln im Dunkel, traurig und böse, daß ein Kind im Schlaf erbleicht. Eine rote Flamme sprang aus deiner Hand und ein Nachtfalter verbrannte daran. O die Flöte des Lichts; o die Flöte des Tods. Was zwang dich still zu stehen auf verfallener Stiege, im Haus deiner Väter? Drunten ans Tor klopft ein Engel mit kristallnem Finger.

O die Hölle des Schlafs; dunkle Gasse, braunes Gärtchen. Leise läutet im blauen Abend der Toten Gestalt. Grüne Blümchen umgaukeln sie und ihr Antlitz hat sie verlassen. Oder es neigt sich verblichen über die kalte Stirne des Mörders im Dunkel des Hausflurs;Anbetung, purpurne Flamme der Wollust; hinsterbend stürzte über schwarze Stufen der Schläfer ins Dunkel.

Jemand verließ dich am Kreuzweg und du schaust lange zurück. Silberner Schritt im Schatten verkrüppelter Apfelbäumchen. Purpurn leuchtet die Frucht im schwarzen Geäst und im Gras häutet sich die Schlange. O! das Dunkel; der Schweiß, der auf die eisige Stirne tritt und die traurigen Träume im Wein, in der Dorfschenke unter schwarzverrauchtem Gebälk. Du, noch Wildnis, die rosige Inseln zaubert aus dem braunen Tabaksgewölk und aus dem Innern den wilden Schrei eines Greifen holt, wenn er um schwarze Klippen jagt in Meer, Sturm und Eis. Du, ein grünes Metall und innen ein feuriges Gesicht, das hingehen will und singen vom Beinerhügel finstere Zeiten und den flammenden Sturz des Engels. O! Verzweiflung, die mit stummem Schrei ins Knie bricht.

Ein Toter besucht dich. Aus dem Herzen rinnt das selbstvergossene Blut und in schwarzer Braue nistet unsäglicher Augenblick; dunkle Begegnung. Du – ein purpurner Mond, da jener im grünen Schatten des Ölbaums erscheint. Dem folgt unvergängliche Nacht.

Weißer Hohepriester der Wahrheit,Kristallne Stimme, in der Gottes eisiger Odem wohnt,Zürnender Magier,Dem unter flammendem Mantel der blaue Panzer des Kriegers klirrt.

Weißer Hohepriester der Wahrheit,Kristallne Stimme, in der Gottes eisiger Odem wohnt,Zürnender Magier,Dem unter flammendem Mantel der blaue Panzer des Kriegers klirrt.

O, der Wahnsinn der großen Stadt, da am AbendAn schwarzer Mauer verkrüppelte Bäume starren,Aus silberner Maske der Geist des Bösen schaut;Licht mit magnetischer Geißel die steinerne Nacht verdrängt.O, das versunkene Läuten der Abendglocken.Hure, die in eisigen Schauern ein totes Kindlein gebärt.Rasend peitscht Gottes Zorn die Stirne des Besessenen,Purpurne Seuche, Hunger, der grüne Augen zerbricht.O, das gräßliche Lachen des Golds.Aber stille blutet in dunkler Höhle stummere Menschheit,Fügt aus harten Metallen das erlösende Haupt.

O, der Wahnsinn der großen Stadt, da am AbendAn schwarzer Mauer verkrüppelte Bäume starren,Aus silberner Maske der Geist des Bösen schaut;Licht mit magnetischer Geißel die steinerne Nacht verdrängt.O, das versunkene Läuten der Abendglocken.

Hure, die in eisigen Schauern ein totes Kindlein gebärt.Rasend peitscht Gottes Zorn die Stirne des Besessenen,Purpurne Seuche, Hunger, der grüne Augen zerbricht.O, das gräßliche Lachen des Golds.

Aber stille blutet in dunkler Höhle stummere Menschheit,Fügt aus harten Metallen das erlösende Haupt.

Erinnerung: Möven, gleitend über den dunklen HimmelMännlicher Schwermut.Stille wohnst du im Schatten der herbstlichen Esche,Versunken in des Hügels gerechtes Maß;Immer gehst du den grünen Fluß hinab,Wenn es Abend geworden,Tönende Liebe; friedlich begegnet das dunkle Wild,Ein rosiger Mensch. Trunken von bläulicher WitterungRührt die Stirne das sterbende LaubUnd denkt das ernste Antlitz der Mutter;O, wie alles ins Dunkel hinsinkt;Die gestrengen Zimmer und das alte GerätDer Väter.Dieses erschüttert die Brust des Fremdlings.O, ihr Zeichen und Sterne.Groß ist die Schuld des Geborenen. Weh, ihr goldenen SchauerDes Todes,Da die Seele kühlere Blüten träumt.Immer schreit im kahlen Gezweig der nächtliche VogelÜber des Mondenen Schritt,Tönt ein eisiger Wind an den Mauern des Dorfs.

Erinnerung: Möven, gleitend über den dunklen HimmelMännlicher Schwermut.Stille wohnst du im Schatten der herbstlichen Esche,Versunken in des Hügels gerechtes Maß;

Immer gehst du den grünen Fluß hinab,Wenn es Abend geworden,Tönende Liebe; friedlich begegnet das dunkle Wild,

Ein rosiger Mensch. Trunken von bläulicher WitterungRührt die Stirne das sterbende LaubUnd denkt das ernste Antlitz der Mutter;O, wie alles ins Dunkel hinsinkt;

Die gestrengen Zimmer und das alte GerätDer Väter.Dieses erschüttert die Brust des Fremdlings.O, ihr Zeichen und Sterne.

Groß ist die Schuld des Geborenen. Weh, ihr goldenen SchauerDes Todes,Da die Seele kühlere Blüten träumt.

Immer schreit im kahlen Gezweig der nächtliche VogelÜber des Mondenen Schritt,Tönt ein eisiger Wind an den Mauern des Dorfs.

O, der schwarze Engel, der leise aus dem Innern des Baums trat,Da wir sanfte Gespielen am Abend waren,Am Rand des bläulichen Brunnens.Ruhig war unser Schritt, die runden Augen in der braunen Kühle des Herbstes,O, die purpurne Süße der Sterne.Jener aber ging die steinernen Stufen des Mönchsbergs hinab,Ein blaues Lächeln im Antlitz und seltsam verpupptIn seine stillere Kindheit und starb;Und im Garten blieb das silberne Antlitz des Freundes zurück,Lauschend im Laub oder im alten Gestein.Seele sang den Tod, die grüne Verwesung des FleischesUnd es war das Rauschen des Walds,Die inbrünstige Klage des Wildes.Immer klangen von dämmernden Türmen die blauen Glocken des Abends.Stunde kam, da jener die Schatten in purpurner Sonne sah,Die Schatten der Fäulnis in kahlem Geäst;Abend, da an dämmernder Mauer die Amsel sang,Der Geist des Frühverstorbenen stille im Zimmer erschien.O, das Blut, das aus der Kehle des Tönenden rinnt,Blaue Blume; o die feurige TräneGeweint in die Nacht.Goldene Wolke und Zeit. In einsamer KammerLädst du öfter den Toten zu Gast,Wandelst in trautem Gespräch unter Ulmen den grünen Fluß hinab.

O, der schwarze Engel, der leise aus dem Innern des Baums trat,Da wir sanfte Gespielen am Abend waren,Am Rand des bläulichen Brunnens.Ruhig war unser Schritt, die runden Augen in der braunen Kühle des Herbstes,O, die purpurne Süße der Sterne.

Jener aber ging die steinernen Stufen des Mönchsbergs hinab,Ein blaues Lächeln im Antlitz und seltsam verpupptIn seine stillere Kindheit und starb;Und im Garten blieb das silberne Antlitz des Freundes zurück,Lauschend im Laub oder im alten Gestein.

Seele sang den Tod, die grüne Verwesung des FleischesUnd es war das Rauschen des Walds,Die inbrünstige Klage des Wildes.Immer klangen von dämmernden Türmen die blauen Glocken des Abends.

Stunde kam, da jener die Schatten in purpurner Sonne sah,Die Schatten der Fäulnis in kahlem Geäst;Abend, da an dämmernder Mauer die Amsel sang,Der Geist des Frühverstorbenen stille im Zimmer erschien.

O, das Blut, das aus der Kehle des Tönenden rinnt,Blaue Blume; o die feurige TräneGeweint in die Nacht.

Goldene Wolke und Zeit. In einsamer KammerLädst du öfter den Toten zu Gast,Wandelst in trautem Gespräch unter Ulmen den grünen Fluß hinab.

Stille begegnet am Saum des WaldesEin dunkles Wild;Am Hügel endet leise der Abendwind,Verstummt die Klage der Amsel,Und die sanften Flöten des HerbstesSchweigen im Rohr.Auf schwarzer WolkeBefährst du trunken von MohnDen nächtigen Weiher,Den Sternenhimmel.Immer tönt der Schwester mondene StimmeDurch die geistliche Nacht.

Stille begegnet am Saum des WaldesEin dunkles Wild;Am Hügel endet leise der Abendwind,

Verstummt die Klage der Amsel,Und die sanften Flöten des HerbstesSchweigen im Rohr.

Auf schwarzer WolkeBefährst du trunken von MohnDen nächtigen Weiher,

Den Sternenhimmel.Immer tönt der Schwester mondene StimmeDurch die geistliche Nacht.

Gebirge: Schwärze, Schweigen und Schnee.Rot vom Wald niedersteigt die Jagd;O, die moosigen Blicke des Wilds.Stille der Mutter; unter schwarzen TannenÖffnen sich die schlafenden Hände,Wenn verfallen der kalte Mond erscheint.O, die Geburt des Menschen. Nächtlich rauschtBlaues Wasser im Felsengrund;Seufzend erblickt sein Bild der gefallene Engel,Erwacht ein Bleiches in dumpfer Stube.Zwei MondeErglänzen die Augen der steinernen Greisin.Weh, der Gebärenden Schrei. Mit schwarzem FlügelRührt die Knabenschläfe die Nacht,Schnee, der leise aus purpurner Wolke sinkt.

Gebirge: Schwärze, Schweigen und Schnee.Rot vom Wald niedersteigt die Jagd;O, die moosigen Blicke des Wilds.

Stille der Mutter; unter schwarzen TannenÖffnen sich die schlafenden Hände,Wenn verfallen der kalte Mond erscheint.

O, die Geburt des Menschen. Nächtlich rauschtBlaues Wasser im Felsengrund;Seufzend erblickt sein Bild der gefallene Engel,

Erwacht ein Bleiches in dumpfer Stube.Zwei MondeErglänzen die Augen der steinernen Greisin.

Weh, der Gebärenden Schrei. Mit schwarzem FlügelRührt die Knabenschläfe die Nacht,Schnee, der leise aus purpurner Wolke sinkt.

O der Seele nächtlicher Flügelschlag:Hirten gingen wir einst an dämmernden Wäldern hinUnd es folgte das rote Wild, die grüne Blume und der lallende QuellDemutsvoll. O, der uralte Ton des Heimchens,Blut blühend am OpfersteinUnd der Schrei des einsamen Vogels über der grünen Stille des Teichs.O, ihr Kreuzzüge und glühenden MarternDes Fleisches, Fallen purpurner FrüchteIm Abendgarten, wo vor Zeiten die frommen Jünger gegangen,Kriegsleute nun, erwachend aus Wunden und Sternenträumen.O, das sanfte Zyanenbündel der Nacht.O, ihr Zeiten der Stille und goldener Herbste,Da wir friedliche Mönche die purpurne Traube gekeltert;Und rings erglänzten Hügel und Wald.O, ihr Jagden und Schlösser; Ruh des Abends,Da in seiner Kammer der Mensch Gerechtes sann,In stummem Gebet um Gottes lebendiges Haupt rang.O, die bittere Stunde des Untergangs,Da wir ein steinernes Antlitz in schwarzen Wassern beschaun.Aber strahlend heben die silbernen Lider die Liebenden:Ein Geschlecht. Weihrauch strömt von rosigen KissenUnd der süße Gesang der Auferstandenen.

O der Seele nächtlicher Flügelschlag:Hirten gingen wir einst an dämmernden Wäldern hinUnd es folgte das rote Wild, die grüne Blume und der lallende QuellDemutsvoll. O, der uralte Ton des Heimchens,Blut blühend am OpfersteinUnd der Schrei des einsamen Vogels über der grünen Stille des Teichs.

O, ihr Kreuzzüge und glühenden MarternDes Fleisches, Fallen purpurner FrüchteIm Abendgarten, wo vor Zeiten die frommen Jünger gegangen,Kriegsleute nun, erwachend aus Wunden und Sternenträumen.O, das sanfte Zyanenbündel der Nacht.

O, ihr Zeiten der Stille und goldener Herbste,Da wir friedliche Mönche die purpurne Traube gekeltert;Und rings erglänzten Hügel und Wald.O, ihr Jagden und Schlösser; Ruh des Abends,Da in seiner Kammer der Mensch Gerechtes sann,In stummem Gebet um Gottes lebendiges Haupt rang.

O, die bittere Stunde des Untergangs,Da wir ein steinernes Antlitz in schwarzen Wassern beschaun.Aber strahlend heben die silbernen Lider die Liebenden:Ein Geschlecht. Weihrauch strömt von rosigen KissenUnd der süße Gesang der Auferstandenen.

Bläulich dämmert der Frühling; unter saugenden BäumenWandert ein Dunkles in Abend und Untergang,Lauschend der sanften Klage der Amsel.Schweigend erscheint die Nacht, ein blutendes Wild,Das langsam hinsinkt am Hügel.In feuchter Luft schwankt blühendes Apfelgezweig,Löst silbern sich Verschlungenes,Hinsterbend aus nächtigen Augen; fallende Sterne;Sanfter Gesang der Kindheit.Erscheinender stieg der Schläfer den schwarzen Wald hinab,Und es rauschte ein blauer Quell im Grund,Daß jener leise die bleichen Lider aufhobÜber sein schneeiges Antlitz;Und es jagte der Mond ein rotes TierAus seiner Höhle;Und es starb in Seufzern die dunkle Klage der Frauen.Strahlender hob die Hände zu seinem SternDer weiße Fremdling;Schweigend verläßt ein Totes das verfallene Haus.O des Menschen verweste Gestalt: gefügt aus kalten Metallen,Nacht und Schrecken versunkener WälderUnd der sengenden Wildnis des Tiers;Windesstille der Seele.Auf schwärzlichem Kahn fuhr jener schimmernde Ströme hinab,Purpurner Sterne voll, und es sankFriedlich das ergrünte Gezweig auf ihn,Mohn aus silberner Wolke.

Bläulich dämmert der Frühling; unter saugenden BäumenWandert ein Dunkles in Abend und Untergang,Lauschend der sanften Klage der Amsel.Schweigend erscheint die Nacht, ein blutendes Wild,Das langsam hinsinkt am Hügel.

In feuchter Luft schwankt blühendes Apfelgezweig,Löst silbern sich Verschlungenes,Hinsterbend aus nächtigen Augen; fallende Sterne;Sanfter Gesang der Kindheit.

Erscheinender stieg der Schläfer den schwarzen Wald hinab,Und es rauschte ein blauer Quell im Grund,Daß jener leise die bleichen Lider aufhobÜber sein schneeiges Antlitz;

Und es jagte der Mond ein rotes TierAus seiner Höhle;Und es starb in Seufzern die dunkle Klage der Frauen.

Strahlender hob die Hände zu seinem SternDer weiße Fremdling;Schweigend verläßt ein Totes das verfallene Haus.

O des Menschen verweste Gestalt: gefügt aus kalten Metallen,Nacht und Schrecken versunkener WälderUnd der sengenden Wildnis des Tiers;Windesstille der Seele.

Auf schwärzlichem Kahn fuhr jener schimmernde Ströme hinab,Purpurner Sterne voll, und es sankFriedlich das ergrünte Gezweig auf ihn,Mohn aus silberner Wolke.

Immer lehnt am Hügel die weiße Nacht,Wo in Silbertönen die Pappel ragt,Stern' und Steine sind.Schlafend wölbt sich über den Gießbach der Steg,Folgt dem Knaben ein erstorbenes Antlitz,Sichelmond in rosiger SchluchtFerne preisenden Hirten. In altem GesteinSchaut aus kristallenen Augen die Kröte,Erwacht der blühende Wind, die Vogelstimme des TotengleichenUnd die Schritte ergrünen leise im Wald.Dieses erinnert an Baum und Tier. Langsame Stufen von Moos;Und der Mond,Der glänzend in traurigen Wassern versinkt.Jener kehrt wieder und wandelt an grünem Gestade,Schaukelt auf schwarzem Gondelschiffchen durch die verfallene Stadt.

Immer lehnt am Hügel die weiße Nacht,Wo in Silbertönen die Pappel ragt,Stern' und Steine sind.

Schlafend wölbt sich über den Gießbach der Steg,Folgt dem Knaben ein erstorbenes Antlitz,Sichelmond in rosiger Schlucht

Ferne preisenden Hirten. In altem GesteinSchaut aus kristallenen Augen die Kröte,Erwacht der blühende Wind, die Vogelstimme des TotengleichenUnd die Schritte ergrünen leise im Wald.

Dieses erinnert an Baum und Tier. Langsame Stufen von Moos;Und der Mond,Der glänzend in traurigen Wassern versinkt.

Jener kehrt wieder und wandelt an grünem Gestade,Schaukelt auf schwarzem Gondelschiffchen durch die verfallene Stadt.


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