Neuntes Kapitel.Wie die Zigeunerin Urgalindine auch wegen des Hieronimus um Rath gefraget ward, welche die KunstChiromantiaverstand.

5.Das Studiren ist wahrlich nicht seine Sache;Drum ist’s am klügsten gethan, man macheEinen hiesigen Rathsherrn aus ihm,Oder thu’ ihn sonst wo zum Handwerke hin.

5.

Das Studiren ist wahrlich nicht seine Sache;Drum ist’s am klügsten gethan, man macheEinen hiesigen Rathsherrn aus ihm,Oder thu’ ihn sonst wo zum Handwerke hin.

Das Studiren ist wahrlich nicht seine Sache;

Drum ist’s am klügsten gethan, man mache

Einen hiesigen Rathsherrn aus ihm,

Oder thu’ ihn sonst wo zum Handwerke hin.

6.Ich habe es mannichmal in den SchulstundenZu meinem höchsten Leidwesen gefunden,Daß in ihm nichts Besonders sitzt,Welches einem ehrsamen Publico nützt.“

6.

Ich habe es mannichmal in den SchulstundenZu meinem höchsten Leidwesen gefunden,Daß in ihm nichts Besonders sitzt,Welches einem ehrsamen Publico nützt.“

Ich habe es mannichmal in den Schulstunden

Zu meinem höchsten Leidwesen gefunden,

Daß in ihm nichts Besonders sitzt,

Welches einem ehrsamen Publico nützt.“

7.Diese Rede hat den Eheleuten Jobsen,Wie leicht zu schließen ist, heftig verdrobsen;Drum hörten sie solche mit Verachtung an,Und hielten den Rector für ’n dummen Mann.

7.

Diese Rede hat den Eheleuten Jobsen,Wie leicht zu schließen ist, heftig verdrobsen;Drum hörten sie solche mit Verachtung an,Und hielten den Rector für ’n dummen Mann.

Diese Rede hat den Eheleuten Jobsen,

Wie leicht zu schließen ist, heftig verdrobsen;

Drum hörten sie solche mit Verachtung an,

Und hielten den Rector für ’n dummen Mann.

8.Es wurden nun mehr Freunde zu Rathe gezogen,Und die Sache vernünftigerpro et contraerwogen,Und ’s ging in der Versammlung gerade so her,Als wenn der alte Jobs zu Rathhause wär’.

8.

Es wurden nun mehr Freunde zu Rathe gezogen,Und die Sache vernünftigerpro et contraerwogen,Und ’s ging in der Versammlung gerade so her,Als wenn der alte Jobs zu Rathhause wär’.

Es wurden nun mehr Freunde zu Rathe gezogen,

Und die Sache vernünftigerpro et contraerwogen,

Und ’s ging in der Versammlung gerade so her,

Als wenn der alte Jobs zu Rathhause wär’.

9.Nämlich, nach etwa drittehalb StundenWard ein Mittel zur Vereinigung funden:Man stellte weislich auf ’n neuen TerminDie Sache zur nähern Erwägung dahin.

9.

Nämlich, nach etwa drittehalb StundenWard ein Mittel zur Vereinigung funden:Man stellte weislich auf ’n neuen TerminDie Sache zur nähern Erwägung dahin.

Nämlich, nach etwa drittehalb Stunden

Ward ein Mittel zur Vereinigung funden:

Man stellte weislich auf ’n neuen Termin

Die Sache zur nähern Erwägung dahin.

1.Die Gesellschaft war nun kaum in FriedenAus Rathsherrn Jobsens Hause geschieden,So führte das Glück von ohngefährEine alte Zigeunerin her.

1.

Die Gesellschaft war nun kaum in FriedenAus Rathsherrn Jobsens Hause geschieden,So führte das Glück von ohngefährEine alte Zigeunerin her.

Die Gesellschaft war nun kaum in Frieden

Aus Rathsherrn Jobsens Hause geschieden,

So führte das Glück von ohngefähr

Eine alte Zigeunerin her.

2.Sie war von einem uralten Stamme,Urgalindine war ihr Name,Und Aegypten ihr eigentliches Vaterland,Und die Mutter ehemals als Hexe verbrannt.

2.

Sie war von einem uralten Stamme,Urgalindine war ihr Name,Und Aegypten ihr eigentliches Vaterland,Und die Mutter ehemals als Hexe verbrannt.

Sie war von einem uralten Stamme,

Urgalindine war ihr Name,

Und Aegypten ihr eigentliches Vaterland,

Und die Mutter ehemals als Hexe verbrannt.

3.Sie konnte der Menschen Thun und WesenDeutlich in den Strichen der Hände lesen,Sagte auch manches so deutlich vorher,Als wenn’s wirklich schon geschehen wär’.

3.

Sie konnte der Menschen Thun und WesenDeutlich in den Strichen der Hände lesen,Sagte auch manches so deutlich vorher,Als wenn’s wirklich schon geschehen wär’.

Sie konnte der Menschen Thun und Wesen

Deutlich in den Strichen der Hände lesen,

Sagte auch manches so deutlich vorher,

Als wenn’s wirklich schon geschehen wär’.

4.Manches Mädchen hat sie recht sehr erfreuet,Wenn sie ihm nahe Hochzeit geprophezeiet,Und den Bräutigam so klärlich genannt,Als hätte sie ihn schon längstens gekannt.

4.

Manches Mädchen hat sie recht sehr erfreuet,Wenn sie ihm nahe Hochzeit geprophezeiet,Und den Bräutigam so klärlich genannt,Als hätte sie ihn schon längstens gekannt.

Manches Mädchen hat sie recht sehr erfreuet,

Wenn sie ihm nahe Hochzeit geprophezeiet,

Und den Bräutigam so klärlich genannt,

Als hätte sie ihn schon längstens gekannt.

5.Manchen unmuthsvoll wartenden ErbenWahrsagte sie des reichen Onkels Sterben,Und erfreuete solche oft;Denn die Onkels starben unverhofft.

5.

Manchen unmuthsvoll wartenden ErbenWahrsagte sie des reichen Onkels Sterben,Und erfreuete solche oft;Denn die Onkels starben unverhofft.

Manchen unmuthsvoll wartenden Erben

Wahrsagte sie des reichen Onkels Sterben,

Und erfreuete solche oft;

Denn die Onkels starben unverhofft.

6.Manchen fast verzweifelnden Ehegatten,Welche, leider! böse Weiber hattenUnd den Tod derselben gerne sahn,Kündigte sie nahe Erlösung an.

6.

Manchen fast verzweifelnden Ehegatten,Welche, leider! böse Weiber hattenUnd den Tod derselben gerne sahn,Kündigte sie nahe Erlösung an.

Manchen fast verzweifelnden Ehegatten,

Welche, leider! böse Weiber hatten

Und den Tod derselben gerne sahn,

Kündigte sie nahe Erlösung an.

7.Manchem Stutzer, der kräftig gerochenNach Jasmin und Pomade, hat sie versprochen,Trotz aller seiner Lächerlichkeit,Dennoch dummer Schönen Gewogenheit.

7.

Manchem Stutzer, der kräftig gerochenNach Jasmin und Pomade, hat sie versprochen,Trotz aller seiner Lächerlichkeit,Dennoch dummer Schönen Gewogenheit.

Manchem Stutzer, der kräftig gerochen

Nach Jasmin und Pomade, hat sie versprochen,

Trotz aller seiner Lächerlichkeit,

Dennoch dummer Schönen Gewogenheit.

8.Ihre Rede wußte sie stets also zu fügen,Daß sie immer gereichten zum Vergnügen;Doch half eine kluge ZweideutigkeitIhr manchmal aus der Verlegenheit.

8.

Ihre Rede wußte sie stets also zu fügen,Daß sie immer gereichten zum Vergnügen;Doch half eine kluge ZweideutigkeitIhr manchmal aus der Verlegenheit.

Ihre Rede wußte sie stets also zu fügen,

Daß sie immer gereichten zum Vergnügen;

Doch half eine kluge Zweideutigkeit

Ihr manchmal aus der Verlegenheit.

9.Jedem verkündigte sie eine besondere gute Märe,Tapfern Soldaten Pulver, Kugeln und Ehre,Armen Schluckern einen Haufen Geld,Alten Matronen das Himmelszelt.

9.

Jedem verkündigte sie eine besondere gute Märe,Tapfern Soldaten Pulver, Kugeln und Ehre,Armen Schluckern einen Haufen Geld,Alten Matronen das Himmelszelt.

Jedem verkündigte sie eine besondere gute Märe,

Tapfern Soldaten Pulver, Kugeln und Ehre,

Armen Schluckern einen Haufen Geld,

Alten Matronen das Himmelszelt.

10.Sie verstund noch viel mehr andere Künste;Aber ihre große und seltene VerdiensteMachten sie nicht von Häschern frei,Denn sie stahl ein wenig nebenbei.

10.

Sie verstund noch viel mehr andere Künste;Aber ihre große und seltene VerdiensteMachten sie nicht von Häschern frei,Denn sie stahl ein wenig nebenbei.

Sie verstund noch viel mehr andere Künste;

Aber ihre große und seltene Verdienste

Machten sie nicht von Häschern frei,

Denn sie stahl ein wenig nebenbei.

11.Kurz! man fand nirgends ihresgleichen,Endors Hexe hätte ihr müssen weichen,Wenigstens in Lügen und ChiromantieWar keine Zigeunerin klüger als sie.

11.

Kurz! man fand nirgends ihresgleichen,Endors Hexe hätte ihr müssen weichen,Wenigstens in Lügen und ChiromantieWar keine Zigeunerin klüger als sie.

Kurz! man fand nirgends ihresgleichen,

Endors Hexe hätte ihr müssen weichen,

Wenigstens in Lügen und Chiromantie

War keine Zigeunerin klüger als sie.

12.Als Frau Jobs ihre Ankunft vernommen,Ist sie zu ihr hinaus gekommen,Und hielte wol an des Hauses ThürFolgende kurze Rede an ihr:

12.

Als Frau Jobs ihre Ankunft vernommen,Ist sie zu ihr hinaus gekommen,Und hielte wol an des Hauses ThürFolgende kurze Rede an ihr:

Als Frau Jobs ihre Ankunft vernommen,

Ist sie zu ihr hinaus gekommen,

Und hielte wol an des Hauses Thür

Folgende kurze Rede an ihr:

13.„Meine geliebte Frau Urgalinde,Kommen Sie doch einmal zu meinem Kinde,Um ihm zu sagen gutes GlückVon seinem zukünftigen Geschick.

13.

„Meine geliebte Frau Urgalinde,Kommen Sie doch einmal zu meinem Kinde,Um ihm zu sagen gutes GlückVon seinem zukünftigen Geschick.

„Meine geliebte Frau Urgalinde,

Kommen Sie doch einmal zu meinem Kinde,

Um ihm zu sagen gutes Glück

Von seinem zukünftigen Geschick.

14.Sie werden hoffentlich die Güte haben;Und mir es sagen, was von dem KnabenHieronimus eigentlich zu machen istOhne Trug und arge List.“

14.

Sie werden hoffentlich die Güte haben;Und mir es sagen, was von dem KnabenHieronimus eigentlich zu machen istOhne Trug und arge List.“

Sie werden hoffentlich die Güte haben;

Und mir es sagen, was von dem Knaben

Hieronimus eigentlich zu machen ist

Ohne Trug und arge List.“

15.„Madame“, antwortete sie, „das soll geschehen,Lasse sie mich nur seine Hände sehen;Dann sag’ ich als eine aufrichtige FrauIhm sein künftiges Schicksal genau.“

15.

„Madame“, antwortete sie, „das soll geschehen,Lasse sie mich nur seine Hände sehen;Dann sag’ ich als eine aufrichtige FrauIhm sein künftiges Schicksal genau.“

„Madame“, antwortete sie, „das soll geschehen,

Lasse sie mich nur seine Hände sehen;

Dann sag’ ich als eine aufrichtige Frau

Ihm sein künftiges Schicksal genau.“

16.Man ließ also den Hieronimus holen,Und Frau Urgalinde hat ihm befohlen,Seine rechte Hand zu reichen dar,Welche etwas beschmutzet war.

16.

Man ließ also den Hieronimus holen,Und Frau Urgalinde hat ihm befohlen,Seine rechte Hand zu reichen dar,Welche etwas beschmutzet war.

Man ließ also den Hieronimus holen,

Und Frau Urgalinde hat ihm befohlen,

Seine rechte Hand zu reichen dar,

Welche etwas beschmutzet war.

17.Die Zigeunerin mit forschendem BlickeErkundete nun alle und jede Stücke,Maß die Flächen und Linien auch,Alles nach Chiromanten Gebrauch.

17.

Die Zigeunerin mit forschendem BlickeErkundete nun alle und jede Stücke,Maß die Flächen und Linien auch,Alles nach Chiromanten Gebrauch.

Die Zigeunerin mit forschendem Blicke

Erkundete nun alle und jede Stücke,

Maß die Flächen und Linien auch,

Alles nach Chiromanten Gebrauch.

18.Darauf ward sie einen Augenblick stille,Endlich gleich einer Delphischen SibylleMurmelte sie etwas zwischen dem ZahnUnd hub folgende Prophezeiung an:

18.

Darauf ward sie einen Augenblick stille,Endlich gleich einer Delphischen SibylleMurmelte sie etwas zwischen dem ZahnUnd hub folgende Prophezeiung an:

Darauf ward sie einen Augenblick stille,

Endlich gleich einer Delphischen Sibylle

Murmelte sie etwas zwischen dem Zahn

Und hub folgende Prophezeiung an:

19.„Ich sehe, mein lieber Hieronimus, ich sehe,Nach der Kunst, die ich gründlich verstehe,Dein ganzes künftiges Schicksal. Mein Sohn!Deines Halses gewaltiger Ton

19.

„Ich sehe, mein lieber Hieronimus, ich sehe,Nach der Kunst, die ich gründlich verstehe,Dein ganzes künftiges Schicksal. Mein Sohn!Deines Halses gewaltiger Ton

„Ich sehe, mein lieber Hieronimus, ich sehe,

Nach der Kunst, die ich gründlich verstehe,

Dein ganzes künftiges Schicksal. Mein Sohn!

Deines Halses gewaltiger Ton

20.Wird manchen frechen Bösewicht schrecken,Manchen schlafenden Sünder wirst du aufwecken,Dermaßen, daß die ganze StadtAn deiner Rede Erbauung hat.

20.

Wird manchen frechen Bösewicht schrecken,Manchen schlafenden Sünder wirst du aufwecken,Dermaßen, daß die ganze StadtAn deiner Rede Erbauung hat.

Wird manchen frechen Bösewicht schrecken,

Manchen schlafenden Sünder wirst du aufwecken,

Dermaßen, daß die ganze Stadt

An deiner Rede Erbauung hat.

21.Fromme und Böse wirst du bewahren,Sie warnen für Leibes- und Seelen-GefahrenUnd über Jung und Alt, Groß und KleinEin munterer getreuer Hüter sein.

21.

Fromme und Böse wirst du bewahren,Sie warnen für Leibes- und Seelen-GefahrenUnd über Jung und Alt, Groß und KleinEin munterer getreuer Hüter sein.

Fromme und Böse wirst du bewahren,

Sie warnen für Leibes- und Seelen-Gefahren

Und über Jung und Alt, Groß und Klein

Ein munterer getreuer Hüter sein.

22.Jedermann wird deine weisen LehrenIn dieser Stadt dereinst öffentlich hören,Und wenn dann dein geöffneter Mund spricht,So antwortet dir Keiner nicht.

22.

Jedermann wird deine weisen LehrenIn dieser Stadt dereinst öffentlich hören,Und wenn dann dein geöffneter Mund spricht,So antwortet dir Keiner nicht.

Jedermann wird deine weisen Lehren

In dieser Stadt dereinst öffentlich hören,

Und wenn dann dein geöffneter Mund spricht,

So antwortet dir Keiner nicht.

23.Ich darf es für dieses Mal nicht wagen,Dir ein mehrers von deinem Geschicke zu sagen,Es ist auch dieses dermalen genug,Nun gehe hin, mein Sohn, und sei klug.“

23.

Ich darf es für dieses Mal nicht wagen,Dir ein mehrers von deinem Geschicke zu sagen,Es ist auch dieses dermalen genug,Nun gehe hin, mein Sohn, und sei klug.“

Ich darf es für dieses Mal nicht wagen,

Dir ein mehrers von deinem Geschicke zu sagen,

Es ist auch dieses dermalen genug,

Nun gehe hin, mein Sohn, und sei klug.“

24.Hier endigte sich Urgalindinens Rede;Sowol Mutter als Vater waren beede,Ob dem, was itzo geprophezeit,Sehr zufrieden und höchlich erfreut.

24.

Hier endigte sich Urgalindinens Rede;Sowol Mutter als Vater waren beede,Ob dem, was itzo geprophezeit,Sehr zufrieden und höchlich erfreut.

Hier endigte sich Urgalindinens Rede;

Sowol Mutter als Vater waren beede,

Ob dem, was itzo geprophezeit,

Sehr zufrieden und höchlich erfreut.

25.Denn in ihren Gedanken war erGanz gewiß ein künftiger Pfarrherr,Wenn anders die Weissagung träfe ein;Denn wie könnte es deutlicher sein?

25.

Denn in ihren Gedanken war erGanz gewiß ein künftiger Pfarrherr,Wenn anders die Weissagung träfe ein;Denn wie könnte es deutlicher sein?

Denn in ihren Gedanken war er

Ganz gewiß ein künftiger Pfarrherr,

Wenn anders die Weissagung träfe ein;

Denn wie könnte es deutlicher sein?

26.Urgalindine ist drauf weggegangen,Nachdem sie einen stattlichen Lohn empfangen.Man saget, als sie linksum gemacht,Habe sie über Eltern und Sohn gelacht.

26.

Urgalindine ist drauf weggegangen,Nachdem sie einen stattlichen Lohn empfangen.Man saget, als sie linksum gemacht,Habe sie über Eltern und Sohn gelacht.

Urgalindine ist drauf weggegangen,

Nachdem sie einen stattlichen Lohn empfangen.

Man saget, als sie linksum gemacht,

Habe sie über Eltern und Sohn gelacht.

27.Nunmehr wurde dem Rector zum PossenSowol vom Herrn Jobs als Frau Jobs beschlossen,Daß der geliebte HieronimusWerden sollte ein Theologus.

27.

Nunmehr wurde dem Rector zum PossenSowol vom Herrn Jobs als Frau Jobs beschlossen,Daß der geliebte HieronimusWerden sollte ein Theologus.

Nunmehr wurde dem Rector zum Possen

Sowol vom Herrn Jobs als Frau Jobs beschlossen,

Daß der geliebte Hieronimus

Werden sollte ein Theologus.

28.Es wird also nach AkademienIm folgenden Kapitel Hieronimus ziehen,Wenn wir vorhero haben gesehn,Was noch bei seinem Abschied geschehn.

28.

Es wird also nach AkademienIm folgenden Kapitel Hieronimus ziehen,Wenn wir vorhero haben gesehn,Was noch bei seinem Abschied geschehn.

Es wird also nach Akademien

Im folgenden Kapitel Hieronimus ziehen,

Wenn wir vorhero haben gesehn,

Was noch bei seinem Abschied geschehn.

1.Ehe man den Hieronimus ließ gehen,Wurde er erst im Ueberfluß versehenMit Kleidern, Wäsche, Büchern und GeldUnd was man sonst zum Studiren nöthig hält.

1.

Ehe man den Hieronimus ließ gehen,Wurde er erst im Ueberfluß versehenMit Kleidern, Wäsche, Büchern und GeldUnd was man sonst zum Studiren nöthig hält.

Ehe man den Hieronimus ließ gehen,

Wurde er erst im Ueberfluß versehen

Mit Kleidern, Wäsche, Büchern und Geld

Und was man sonst zum Studiren nöthig hält.

2.Es ward gefolglich auf diese WeiseAlles bereitet zur nahen Abreise;Aber beim Abschied ging’s bitter und schwerAuf einer und der andern Seite her.

2.

Es ward gefolglich auf diese WeiseAlles bereitet zur nahen Abreise;Aber beim Abschied ging’s bitter und schwerAuf einer und der andern Seite her.

Es ward gefolglich auf diese Weise

Alles bereitet zur nahen Abreise;

Aber beim Abschied ging’s bitter und schwer

Auf einer und der andern Seite her.

3.Der gute alte Jobs, der dicke Senater,Weinte laut, wie im Mai ein Kater,Und reichte schluchzend den AbschiedskußSeinem theuern Sohne Hieronimus.

3.

Der gute alte Jobs, der dicke Senater,Weinte laut, wie im Mai ein Kater,Und reichte schluchzend den AbschiedskußSeinem theuern Sohne Hieronimus.

Der gute alte Jobs, der dicke Senater,

Weinte laut, wie im Mai ein Kater,

Und reichte schluchzend den Abschiedskuß

Seinem theuern Sohne Hieronimus.

4.Gab ihm auch den väterlichen Segen:„Fahre wohl auf allen deinen WegenUnd studire fleißig, mein Sohn,Damit wir haben Freude davon!

4.

Gab ihm auch den väterlichen Segen:„Fahre wohl auf allen deinen WegenUnd studire fleißig, mein Sohn,Damit wir haben Freude davon!

Gab ihm auch den väterlichen Segen:

„Fahre wohl auf allen deinen Wegen

Und studire fleißig, mein Sohn,

Damit wir haben Freude davon!

5.Wenn dir etwa künftig etwas fehletUnd vielleicht ein Geldmangel quälet:So schreibe nur immer kühnlich mir;Was du verlangst, das schicke ich dir.“

5.

Wenn dir etwa künftig etwas fehletUnd vielleicht ein Geldmangel quälet:So schreibe nur immer kühnlich mir;Was du verlangst, das schicke ich dir.“

Wenn dir etwa künftig etwas fehlet

Und vielleicht ein Geldmangel quälet:

So schreibe nur immer kühnlich mir;

Was du verlangst, das schicke ich dir.“

6.Hieronimus wurde, wie sich’s gebühret,Ob des Vaters Rede höchlich gerühret,Und versprach öfters zu schreiben hin,Wenn ihm der Beutel würde dünn.

6.

Hieronimus wurde, wie sich’s gebühret,Ob des Vaters Rede höchlich gerühret,Und versprach öfters zu schreiben hin,Wenn ihm der Beutel würde dünn.

Hieronimus wurde, wie sich’s gebühret,

Ob des Vaters Rede höchlich gerühret,

Und versprach öfters zu schreiben hin,

Wenn ihm der Beutel würde dünn.

7.Mit der Mutter ging es noch schlimmer,Sie erhob ein jämmerliches Gewimmer,Und durchdrungen vom herbesten SchmerzDrückte sie den lieben Sohn lange ans Herz.

7.

Mit der Mutter ging es noch schlimmer,Sie erhob ein jämmerliches Gewimmer,Und durchdrungen vom herbesten SchmerzDrückte sie den lieben Sohn lange ans Herz.

Mit der Mutter ging es noch schlimmer,

Sie erhob ein jämmerliches Gewimmer,

Und durchdrungen vom herbesten Schmerz

Drückte sie den lieben Sohn lange ans Herz.

8.Endlich trat sie auf einige AugenblickeMit Hieronimus ein wenig beiseite zurücke,Und reichte ihm noch ein Päcklein dar,Worinnen verschiedenes Geld war.

8.

Endlich trat sie auf einige AugenblickeMit Hieronimus ein wenig beiseite zurücke,Und reichte ihm noch ein Päcklein dar,Worinnen verschiedenes Geld war.

Endlich trat sie auf einige Augenblicke

Mit Hieronimus ein wenig beiseite zurücke,

Und reichte ihm noch ein Päcklein dar,

Worinnen verschiedenes Geld war.

9.Dieser fromme, mütterliche SegenThat den Hieronimus inniglich sehr bewegen,Und er steckte, unter lautem Gewein,Das erhaltene Päcklein ein.

9.

Dieser fromme, mütterliche SegenThat den Hieronimus inniglich sehr bewegen,Und er steckte, unter lautem Gewein,Das erhaltene Päcklein ein.

Dieser fromme, mütterliche Segen

That den Hieronimus inniglich sehr bewegen,

Und er steckte, unter lautem Gewein,

Das erhaltene Päcklein ein.

10.Nun kamen seine Geschwister an die Reihe,Denen er, unter erbärmlichem Geschreie,Allen nach einander die Hand gabUnd nunmehr reisete Hieronimus ab.

10.

Nun kamen seine Geschwister an die Reihe,Denen er, unter erbärmlichem Geschreie,Allen nach einander die Hand gabUnd nunmehr reisete Hieronimus ab.

Nun kamen seine Geschwister an die Reihe,

Denen er, unter erbärmlichem Geschreie,

Allen nach einander die Hand gab

Und nunmehr reisete Hieronimus ab.

11.Der lieben Eltern Trauern und KlageWährte noch nachher verschiedene TageUnd dem guten Vater schmeckte schierWeder Wein, Zeitung, Tabak noch Bier.

11.

Der lieben Eltern Trauern und KlageWährte noch nachher verschiedene TageUnd dem guten Vater schmeckte schierWeder Wein, Zeitung, Tabak noch Bier.

Der lieben Eltern Trauern und Klage

Währte noch nachher verschiedene Tage

Und dem guten Vater schmeckte schier

Weder Wein, Zeitung, Tabak noch Bier.

12.Bei der Mutter war die Betrübniß am größten,Und man vermochte fast nicht sie zu trösten,Doch bei den Schwestern und Brüdern war,Wie ich vernommen, weniger Gefahr.

12.

Bei der Mutter war die Betrübniß am größten,Und man vermochte fast nicht sie zu trösten,Doch bei den Schwestern und Brüdern war,Wie ich vernommen, weniger Gefahr.

Bei der Mutter war die Betrübniß am größten,

Und man vermochte fast nicht sie zu trösten,

Doch bei den Schwestern und Brüdern war,

Wie ich vernommen, weniger Gefahr.

1.Hieronimus also nunmehro wegreitet,Seines Vaters Hausknecht ihn begleitetBis zu dem nächsten Städtelein,Da steigt er dann i’n Postwagen ein.

1.

Hieronimus also nunmehro wegreitet,Seines Vaters Hausknecht ihn begleitetBis zu dem nächsten Städtelein,Da steigt er dann i’n Postwagen ein.

Hieronimus also nunmehro wegreitet,

Seines Vaters Hausknecht ihn begleitet

Bis zu dem nächsten Städtelein,

Da steigt er dann i’n Postwagen ein.

2.Ob nun gleich der Abschied nahe gegangen,So truge derselbe doch großes VerlangenNach der geliebten Universität,Wo es täglich so lustig ergeht.

2.

Ob nun gleich der Abschied nahe gegangen,So truge derselbe doch großes VerlangenNach der geliebten Universität,Wo es täglich so lustig ergeht.

Ob nun gleich der Abschied nahe gegangen,

So truge derselbe doch großes Verlangen

Nach der geliebten Universität,

Wo es täglich so lustig ergeht.

3.Kaum hatte er nun Schildburg verlassenUnd er sich befand auf der Landstraßen,Als er Vater, Mutter, Geschwister vergaß,Und sich höchlich ergötzte, daß

3.

Kaum hatte er nun Schildburg verlassenUnd er sich befand auf der Landstraßen,Als er Vater, Mutter, Geschwister vergaß,Und sich höchlich ergötzte, daß

Kaum hatte er nun Schildburg verlassen

Und er sich befand auf der Landstraßen,

Als er Vater, Mutter, Geschwister vergaß,

Und sich höchlich ergötzte, daß

4.Er nunmehr, als ein freier Studente,Baß sich täglich vergnügen könnte,Und des mürrschen Rectors Prügel und Lehr’,Dem Himmel sei Dank! entloffen wär’.

4.

Er nunmehr, als ein freier Studente,Baß sich täglich vergnügen könnte,Und des mürrschen Rectors Prügel und Lehr’,Dem Himmel sei Dank! entloffen wär’.

Er nunmehr, als ein freier Studente,

Baß sich täglich vergnügen könnte,

Und des mürrschen Rectors Prügel und Lehr’,

Dem Himmel sei Dank! entloffen wär’.

5.Vorzüglich freuete er sich nicht wenigUnd dünkte sich reicher als ein König,Wenn ihm das Geld im Sinne kam,Das er von Hause mitte nahm.

5.

Vorzüglich freuete er sich nicht wenigUnd dünkte sich reicher als ein König,Wenn ihm das Geld im Sinne kam,Das er von Hause mitte nahm.

Vorzüglich freuete er sich nicht wenig

Und dünkte sich reicher als ein König,

Wenn ihm das Geld im Sinne kam,

Das er von Hause mitte nahm.

6.Vor Allem vergnügte ihn besonderDas liebe Päcklein, welches er von derHochbetrübten Frau Mutter empfing,Als es ans bittere Scheiden ging.

6.

Vor Allem vergnügte ihn besonderDas liebe Päcklein, welches er von derHochbetrübten Frau Mutter empfing,Als es ans bittere Scheiden ging.

Vor Allem vergnügte ihn besonder

Das liebe Päcklein, welches er von der

Hochbetrübten Frau Mutter empfing,

Als es ans bittere Scheiden ging.

7.Da es ihm nun an Zeitvertreib fehlte,Zog er das Päcklein hervor und zählteDas Geld, welches drin enthalten war,Und fand mit innigster Freude baar

7.

Da es ihm nun an Zeitvertreib fehlte,Zog er das Päcklein hervor und zählteDas Geld, welches drin enthalten war,Und fand mit innigster Freude baar

Da es ihm nun an Zeitvertreib fehlte,

Zog er das Päcklein hervor und zählte

Das Geld, welches drin enthalten war,

Und fand mit innigster Freude baar

8.Mehr als dreißig verschiedene Stücke,Alle von Silber, groß, schwer und dicke,Gulden und Thaler mannichfaltMeistens von Gepräge rar und alt.

8.

Mehr als dreißig verschiedene Stücke,Alle von Silber, groß, schwer und dicke,Gulden und Thaler mannichfaltMeistens von Gepräge rar und alt.

Mehr als dreißig verschiedene Stücke,

Alle von Silber, groß, schwer und dicke,

Gulden und Thaler mannichfalt

Meistens von Gepräge rar und alt.

9.Seine Mutter hatte sie nach und nach ersparet,Und zum Nothpfennige aufbewahret,Denn sie war eine weidliche FrauKlug und sparsam, oder vielmehr genau.

9.

Seine Mutter hatte sie nach und nach ersparet,Und zum Nothpfennige aufbewahret,Denn sie war eine weidliche FrauKlug und sparsam, oder vielmehr genau.

Seine Mutter hatte sie nach und nach ersparet,

Und zum Nothpfennige aufbewahret,

Denn sie war eine weidliche Frau

Klug und sparsam, oder vielmehr genau.

10.Zuweilen mußte ihm auch imgleichenDer Knecht, sein Begleiter, etwas reichenZum Zeitvertreib von den Victualien,Womit ihn die Eltern zur Reise versehn.

10.

Zuweilen mußte ihm auch imgleichenDer Knecht, sein Begleiter, etwas reichenZum Zeitvertreib von den Victualien,Womit ihn die Eltern zur Reise versehn.

Zuweilen mußte ihm auch imgleichen

Der Knecht, sein Begleiter, etwas reichen

Zum Zeitvertreib von den Victualien,

Womit ihn die Eltern zur Reise versehn.

11.Als nun unter diesen Gedanken und DingenDem reisenden Hieronimus die Stunden vergingen:So gelangte er endlich sehr müde und mattIns Wirthshaus der oben gedachten Stadt.

11.

Als nun unter diesen Gedanken und DingenDem reisenden Hieronimus die Stunden vergingen:So gelangte er endlich sehr müde und mattIns Wirthshaus der oben gedachten Stadt.

Als nun unter diesen Gedanken und Dingen

Dem reisenden Hieronimus die Stunden vergingen:

So gelangte er endlich sehr müde und matt

Ins Wirthshaus der oben gedachten Stadt.

12.Allhie befand sich nun der Postwagen,Der ihn nach der Universität sollte tragen;Selbiger war aber zu dieser ZeitNoch nicht völlig zur Abfahrt bereit.

12.

Allhie befand sich nun der Postwagen,Der ihn nach der Universität sollte tragen;Selbiger war aber zu dieser ZeitNoch nicht völlig zur Abfahrt bereit.

Allhie befand sich nun der Postwagen,

Der ihn nach der Universität sollte tragen;

Selbiger war aber zu dieser Zeit

Noch nicht völlig zur Abfahrt bereit.

13.Hieronimus ließ nun vor allen DingenSeinen getreuen Gaul zu Stalle bringen,Welchem sein Knecht das Futter gab,Und band den schweren Mantelsack ab.

13.

Hieronimus ließ nun vor allen DingenSeinen getreuen Gaul zu Stalle bringen,Welchem sein Knecht das Futter gab,Und band den schweren Mantelsack ab.

Hieronimus ließ nun vor allen Dingen

Seinen getreuen Gaul zu Stalle bringen,

Welchem sein Knecht das Futter gab,

Und band den schweren Mantelsack ab.

14.Er hat aber auch nicht vergessen,Sich zu erlaben mit Trinken und Essen,Und so ward er bald darauf am TischWieder gestärket, munter und frisch.

14.

Er hat aber auch nicht vergessen,Sich zu erlaben mit Trinken und Essen,Und so ward er bald darauf am TischWieder gestärket, munter und frisch.

Er hat aber auch nicht vergessen,

Sich zu erlaben mit Trinken und Essen,

Und so ward er bald darauf am Tisch

Wieder gestärket, munter und frisch.

15.Es war auch da ein fremder Herr logiret,Mit einer großen Perücke und reich schameriret,Welcher aus fernen Ländern kam,Herr Baron von Hogierwar sein Nam’.

15.

Es war auch da ein fremder Herr logiret,Mit einer großen Perücke und reich schameriret,Welcher aus fernen Ländern kam,Herr Baron von Hogierwar sein Nam’.

Es war auch da ein fremder Herr logiret,

Mit einer großen Perücke und reich schameriret,

Welcher aus fernen Ländern kam,

Herr Baron von Hogierwar sein Nam’.

16.Dieser erzeigte unserm Helden viel EhreUnd erkundete freundlich, wer er wäre.Hieronimus antwortete drauf behend:„Gnädiger Herr! ich bin ein Student

16.

Dieser erzeigte unserm Helden viel EhreUnd erkundete freundlich, wer er wäre.Hieronimus antwortete drauf behend:„Gnädiger Herr! ich bin ein Student

Dieser erzeigte unserm Helden viel Ehre

Und erkundete freundlich, wer er wäre.

Hieronimus antwortete drauf behend:

„Gnädiger Herr! ich bin ein Student

17.Zu Hochdero Diensten, und ich zieheGleich itzo nach der AkademieUm zu studiren spät und frühDie Wissenschaft der Theologie.“

17.

Zu Hochdero Diensten, und ich zieheGleich itzo nach der AkademieUm zu studiren spät und frühDie Wissenschaft der Theologie.“

Zu Hochdero Diensten, und ich ziehe

Gleich itzo nach der Akademie

Um zu studiren spät und früh

Die Wissenschaft der Theologie.“

18.„So! dazu wünsch’ ich Ihnen viel Glücke!“Antwortete der Herr mit der großen Perücke;„Aber nehmen Sie sich wol in Acht,Daß Sie nicht werden in Schaden gebracht!

18.

„So! dazu wünsch’ ich Ihnen viel Glücke!“Antwortete der Herr mit der großen Perücke;„Aber nehmen Sie sich wol in Acht,Daß Sie nicht werden in Schaden gebracht!

„So! dazu wünsch’ ich Ihnen viel Glücke!“

Antwortete der Herr mit der großen Perücke;

„Aber nehmen Sie sich wol in Acht,

Daß Sie nicht werden in Schaden gebracht!

19.Ich hab’ auch hohe Schulen vormals gesehenWeiß wol, wie’s da pflegt zu ergehen,Mancher junge Bursche wird da ums Geld,Durch das verwünschte Spielen geprellt.

19.

Ich hab’ auch hohe Schulen vormals gesehenWeiß wol, wie’s da pflegt zu ergehen,Mancher junge Bursche wird da ums Geld,Durch das verwünschte Spielen geprellt.

Ich hab’ auch hohe Schulen vormals gesehen

Weiß wol, wie’s da pflegt zu ergehen,

Mancher junge Bursche wird da ums Geld,

Durch das verwünschte Spielen geprellt.

20.Und viele, anstatt fleißig zu studiren,Lassen sich zu Ausschweifungen verführen,Und verbringen die kostbare ZeitIn aller erdenklicher Liederlichkeit.

20.

Und viele, anstatt fleißig zu studiren,Lassen sich zu Ausschweifungen verführen,Und verbringen die kostbare ZeitIn aller erdenklicher Liederlichkeit.

Und viele, anstatt fleißig zu studiren,

Lassen sich zu Ausschweifungen verführen,

Und verbringen die kostbare Zeit

In aller erdenklicher Liederlichkeit.

21.Ich selbst habe öfters in jüngern JahrenDie traurige Wahrheit davon, leider! erfahren,Nehmen Sie also sich fleißig in Acht,Und denken sie dran, ich hab’ es gesagt!“

21.

Ich selbst habe öfters in jüngern JahrenDie traurige Wahrheit davon, leider! erfahren,Nehmen Sie also sich fleißig in Acht,Und denken sie dran, ich hab’ es gesagt!“

Ich selbst habe öfters in jüngern Jahren

Die traurige Wahrheit davon, leider! erfahren,

Nehmen Sie also sich fleißig in Acht,

Und denken sie dran, ich hab’ es gesagt!“

22.Hieronimus versetzte: „Lieber Heere!Ich danke viel für die weise Lehre,Und werde Ihren trefflichen UnterrichtIn meinem Leben vergessen nicht.

22.

Hieronimus versetzte: „Lieber Heere!Ich danke viel für die weise Lehre,Und werde Ihren trefflichen UnterrichtIn meinem Leben vergessen nicht.

Hieronimus versetzte: „Lieber Heere!

Ich danke viel für die weise Lehre,

Und werde Ihren trefflichen Unterricht

In meinem Leben vergessen nicht.

23.Uebrigens muß ich Euer Gnaden sagen,Das Spielen thut mir zwar sehr behagen,Hab’ die Ehre zu versichern doch,Wenn ich spiele, spiel’ ich nicht hoch.“

23.

Uebrigens muß ich Euer Gnaden sagen,Das Spielen thut mir zwar sehr behagen,Hab’ die Ehre zu versichern doch,Wenn ich spiele, spiel’ ich nicht hoch.“

Uebrigens muß ich Euer Gnaden sagen,

Das Spielen thut mir zwar sehr behagen,

Hab’ die Ehre zu versichern doch,

Wenn ich spiele, spiel’ ich nicht hoch.“

24.„Niedrige Spiele laß ich passiren,Denn so kann man eben nicht verlieren,Und man vertreibet sich doch die ZeitSehr angenehm und mit Artigkeit.

24.

„Niedrige Spiele laß ich passiren,Denn so kann man eben nicht verlieren,Und man vertreibet sich doch die ZeitSehr angenehm und mit Artigkeit.

„Niedrige Spiele laß ich passiren,

Denn so kann man eben nicht verlieren,

Und man vertreibet sich doch die Zeit

Sehr angenehm und mit Artigkeit.

25.Wir, zum Exempel, könnten nun Beide,Blos zum Zeitvertreib und zur Freude,Etwa ein kleines Spielchen auch thun.“Erwidert der Herr mit der Perücke nun.

25.

Wir, zum Exempel, könnten nun Beide,Blos zum Zeitvertreib und zur Freude,Etwa ein kleines Spielchen auch thun.“Erwidert der Herr mit der Perücke nun.

Wir, zum Exempel, könnten nun Beide,

Blos zum Zeitvertreib und zur Freude,

Etwa ein kleines Spielchen auch thun.“

Erwidert der Herr mit der Perücke nun.

26.Hieronimus, gleich im Augenblicke,Fand den Vorschlag des Herrn mit der Perücke,Ein Spielchen zu machen, sehr angenehm,So lange bis der Postwagen käm’.

26.

Hieronimus, gleich im Augenblicke,Fand den Vorschlag des Herrn mit der Perücke,Ein Spielchen zu machen, sehr angenehm,So lange bis der Postwagen käm’.

Hieronimus, gleich im Augenblicke,

Fand den Vorschlag des Herrn mit der Perücke,

Ein Spielchen zu machen, sehr angenehm,

So lange bis der Postwagen käm’.

27.Sie brauchten nun gar nicht lange zu warten,Der Wirth brachte alsbald neue KartenFür seine beiden Gäste heran,Und nunmehr fing man zu spielen an.

27.

Sie brauchten nun gar nicht lange zu warten,Der Wirth brachte alsbald neue KartenFür seine beiden Gäste heran,Und nunmehr fing man zu spielen an.

Sie brauchten nun gar nicht lange zu warten,

Der Wirth brachte alsbald neue Karten

Für seine beiden Gäste heran,

Und nunmehr fing man zu spielen an.

28.Anfangs ward niedrig pointiret,Aber Hieronimus, durch Gewinnsucht verführet,Fing nun höher zu setzen an,Weil er die ersten Spiele gewann.

28.

Anfangs ward niedrig pointiret,Aber Hieronimus, durch Gewinnsucht verführet,Fing nun höher zu setzen an,Weil er die ersten Spiele gewann.

Anfangs ward niedrig pointiret,

Aber Hieronimus, durch Gewinnsucht verführet,

Fing nun höher zu setzen an,

Weil er die ersten Spiele gewann.

29.Nun aber wendete sich das GlückeZum Herrn von Hogier mit der großen Perücke,Als welchem itzo in jeglichem SpielImmer die Karte günstiglich fiel.

29.

Nun aber wendete sich das GlückeZum Herrn von Hogier mit der großen Perücke,Als welchem itzo in jeglichem SpielImmer die Karte günstiglich fiel.

Nun aber wendete sich das Glücke

Zum Herrn von Hogier mit der großen Perücke,

Als welchem itzo in jeglichem Spiel

Immer die Karte günstiglich fiel.

30.Das Geld, welches Hieronimus zur ReiseBestimmt hatte, ging auf diese WeiseBald hin, und da er noch weiter verlor,Zog er nun auch das Päcklein hervor.

30.

Das Geld, welches Hieronimus zur ReiseBestimmt hatte, ging auf diese WeiseBald hin, und da er noch weiter verlor,Zog er nun auch das Päcklein hervor.

Das Geld, welches Hieronimus zur Reise

Bestimmt hatte, ging auf diese Weise

Bald hin, und da er noch weiter verlor,

Zog er nun auch das Päcklein hervor.

31.Aber das Glück warf stets noch günstige BlickeAuf den Herrn mit der großen Perücke,Und mit einem jeglichen neuen Satz,Entstand im Päcklein ein leerer Platz.

31.

Aber das Glück warf stets noch günstige BlickeAuf den Herrn mit der großen Perücke,Und mit einem jeglichen neuen Satz,Entstand im Päcklein ein leerer Platz.

Aber das Glück warf stets noch günstige Blicke

Auf den Herrn mit der großen Perücke,

Und mit einem jeglichen neuen Satz,

Entstand im Päcklein ein leerer Platz.

32.Und in weniger als dreiviertel StundenWar der mütterliche Segen ganz verschwunden,Und der Herr mit der großen Perück’Hatte Alles gewonnen, Stück vor Stück.

32.

Und in weniger als dreiviertel StundenWar der mütterliche Segen ganz verschwunden,Und der Herr mit der großen Perück’Hatte Alles gewonnen, Stück vor Stück.

Und in weniger als dreiviertel Stunden

War der mütterliche Segen ganz verschwunden,

Und der Herr mit der großen Perück’

Hatte Alles gewonnen, Stück vor Stück.

33.Denn, daß der Herr mit der großen PerückeIhn listiger Weise beim Spiele berücke,Das merkte der gute Hieronimus nicht —Denn Herr von Hogier hatte ein ehrlich Gesicht.

33.

Denn, daß der Herr mit der großen PerückeIhn listiger Weise beim Spiele berücke,Das merkte der gute Hieronimus nicht —Denn Herr von Hogier hatte ein ehrlich Gesicht.

Denn, daß der Herr mit der großen Perücke

Ihn listiger Weise beim Spiele berücke,

Das merkte der gute Hieronimus nicht —

Denn Herr von Hogier hatte ein ehrlich Gesicht.

34.Es wär ihm endlich gar noch eingefallenAuch seinen Mantelsack loszuschnallen,Und er hätte das drin erhaltene GeldAuch noch auf die unglückliche Karte gestellt.

34.

Es wär ihm endlich gar noch eingefallenAuch seinen Mantelsack loszuschnallen,Und er hätte das drin erhaltene GeldAuch noch auf die unglückliche Karte gestellt.

Es wär ihm endlich gar noch eingefallen

Auch seinen Mantelsack loszuschnallen,

Und er hätte das drin erhaltene Geld

Auch noch auf die unglückliche Karte gestellt.

35.Doch, zu des Hieronimus größtem GlückeUnd zum Leidwesen des Herrn mit der Perücke,Blies grade itzo der PostillonUnd Hieronimus fuhre davon.

35.

Doch, zu des Hieronimus größtem GlückeUnd zum Leidwesen des Herrn mit der Perücke,Blies grade itzo der PostillonUnd Hieronimus fuhre davon.

Doch, zu des Hieronimus größtem Glücke

Und zum Leidwesen des Herrn mit der Perücke,

Blies grade itzo der Postillon

Und Hieronimus fuhre davon.

36.Beim Abschied warf er viele unwillige BlickeAuf den Herrn mit der großen Perücke,Und mit einigem UngestümNahm er nunmehr Ade von ihm.

36.

Beim Abschied warf er viele unwillige BlickeAuf den Herrn mit der großen Perücke,Und mit einigem UngestümNahm er nunmehr Ade von ihm.

Beim Abschied warf er viele unwillige Blicke

Auf den Herrn mit der großen Perücke,

Und mit einigem Ungestüm

Nahm er nunmehr Ade von ihm.

1.Wie’s dem Hieronimus im PostwagenFerner erging, will ich nun sagen,Denn er kam so noch nicht los,Sondern hatte wieder einigen Anstoß.

1.

Wie’s dem Hieronimus im PostwagenFerner erging, will ich nun sagen,Denn er kam so noch nicht los,Sondern hatte wieder einigen Anstoß.

Wie’s dem Hieronimus im Postwagen

Ferner erging, will ich nun sagen,

Denn er kam so noch nicht los,

Sondern hatte wieder einigen Anstoß.

2.Er dachte hieselbsten öfters zurückeAn den Herrn mit der großen Perücke,Und es fiele ihm itzo erst ein,Er müsse ein Spitzbube gewesen sein.

2.

Er dachte hieselbsten öfters zurückeAn den Herrn mit der großen Perücke,Und es fiele ihm itzo erst ein,Er müsse ein Spitzbube gewesen sein.

Er dachte hieselbsten öfters zurücke

An den Herrn mit der großen Perücke,

Und es fiele ihm itzo erst ein,

Er müsse ein Spitzbube gewesen sein.

3.Das mütterliche Päcklein ging ihm sehr zu HerzenUnd er konnte dessen Verlust nicht verschmerzen.Seufzte, und wünschte in seinem SinnDen Herrn mit der Perücke zum Henker hin.

3.

Das mütterliche Päcklein ging ihm sehr zu HerzenUnd er konnte dessen Verlust nicht verschmerzen.Seufzte, und wünschte in seinem SinnDen Herrn mit der Perücke zum Henker hin.

Das mütterliche Päcklein ging ihm sehr zu Herzen

Und er konnte dessen Verlust nicht verschmerzen.

Seufzte, und wünschte in seinem Sinn

Den Herrn mit der Perücke zum Henker hin.

4.Er murmelte sogar unverständliche Töne,Jedoch eine neben ihm sitzende Schöne,Welche er anfangs bemerkte kaum,Riß ihn bald aus dem schwermüthigen Traum.

4.

Er murmelte sogar unverständliche Töne,Jedoch eine neben ihm sitzende Schöne,Welche er anfangs bemerkte kaum,Riß ihn bald aus dem schwermüthigen Traum.

Er murmelte sogar unverständliche Töne,

Jedoch eine neben ihm sitzende Schöne,

Welche er anfangs bemerkte kaum,

Riß ihn bald aus dem schwermüthigen Traum.

5.Sie schien alt zu sein etwa zwanzig Jahre,Schön von Gesicht, schwarz von Augen und Haare,Und rosenroth von Wangen und Mund,Dabei auch von schönem Wuchse, und

5.

Sie schien alt zu sein etwa zwanzig Jahre,Schön von Gesicht, schwarz von Augen und Haare,Und rosenroth von Wangen und Mund,Dabei auch von schönem Wuchse, und

Sie schien alt zu sein etwa zwanzig Jahre,

Schön von Gesicht, schwarz von Augen und Haare,

Und rosenroth von Wangen und Mund,

Dabei auch von schönem Wuchse, und

6.Kurz zu sagen, in ihrem ganzen Wesen,Konnte man nichts als lauter Anmuth lesen;Sie erkundigte sich in Kurzweil und ScherzAlsbald nach des traurigen Hieronimi Schmerz.

6.

Kurz zu sagen, in ihrem ganzen Wesen,Konnte man nichts als lauter Anmuth lesen;Sie erkundigte sich in Kurzweil und ScherzAlsbald nach des traurigen Hieronimi Schmerz.

Kurz zu sagen, in ihrem ganzen Wesen,

Konnte man nichts als lauter Anmuth lesen;

Sie erkundigte sich in Kurzweil und Scherz

Alsbald nach des traurigen Hieronimi Schmerz.

7.Wobei sie denselben freundlich anlachte;Dies Lächeln that gute Wirkung und machte,Daß er, da er dichte neben ihr saß,Seinen Verlust des Päckleins vergaß.

7.

Wobei sie denselben freundlich anlachte;Dies Lächeln that gute Wirkung und machte,Daß er, da er dichte neben ihr saß,Seinen Verlust des Päckleins vergaß.

Wobei sie denselben freundlich anlachte;

Dies Lächeln that gute Wirkung und machte,

Daß er, da er dichte neben ihr saß,

Seinen Verlust des Päckleins vergaß.

8.Er gerieth auch wirklich fast in Entzücken,Weil er in ihrer ganzen Person und BlickenSo viel treffliche Reize fand,Gefährlich vor sein bischen Verstand.

8.

Er gerieth auch wirklich fast in Entzücken,Weil er in ihrer ganzen Person und BlickenSo viel treffliche Reize fand,Gefährlich vor sein bischen Verstand.

Er gerieth auch wirklich fast in Entzücken,

Weil er in ihrer ganzen Person und Blicken

So viel treffliche Reize fand,

Gefährlich vor sein bischen Verstand.

9.Es hatte noch keine halbe Stunde gewähret,Als er schon die Lieb’, in bester Form, ihr erkläret,So bündig, als je ein Held im RomanDie Brunst seiner Schönen erklären kann.

9.

Es hatte noch keine halbe Stunde gewähret,Als er schon die Lieb’, in bester Form, ihr erkläret,So bündig, als je ein Held im RomanDie Brunst seiner Schönen erklären kann.

Es hatte noch keine halbe Stunde gewähret,

Als er schon die Lieb’, in bester Form, ihr erkläret,

So bündig, als je ein Held im Roman

Die Brunst seiner Schönen erklären kann.

10.Sie schien nicht ungern ihn anzuhören,Und that ihn gar nicht im Vortrage stören,Hieronimus ward also endlich so freiUnd rückte näher zu ihr herbei.

10.

Sie schien nicht ungern ihn anzuhören,Und that ihn gar nicht im Vortrage stören,Hieronimus ward also endlich so freiUnd rückte näher zu ihr herbei.

Sie schien nicht ungern ihn anzuhören,

Und that ihn gar nicht im Vortrage stören,

Hieronimus ward also endlich so frei

Und rückte näher zu ihr herbei.

11.Ich weiß nicht, ob sonst noch etwas passiret,Was, laut zu sagen, sich nicht gebühret,Genug, sie vertrieben sich beide die ZeitIn süßer, vertraulicher Zärtlichkeit.

11.

Ich weiß nicht, ob sonst noch etwas passiret,Was, laut zu sagen, sich nicht gebühret,Genug, sie vertrieben sich beide die ZeitIn süßer, vertraulicher Zärtlichkeit.

Ich weiß nicht, ob sonst noch etwas passiret,

Was, laut zu sagen, sich nicht gebühret,

Genug, sie vertrieben sich beide die Zeit

In süßer, vertraulicher Zärtlichkeit.

12.Als sie endlich zur Poststation gekommen,Hat sie freundlich von ihm Ade genommen,Wohin sie sich aber nachhero gewandt,Das soll uns künftig werden bekannt.

12.

Als sie endlich zur Poststation gekommen,Hat sie freundlich von ihm Ade genommen,Wohin sie sich aber nachhero gewandt,Das soll uns künftig werden bekannt.

Als sie endlich zur Poststation gekommen,

Hat sie freundlich von ihm Ade genommen,

Wohin sie sich aber nachhero gewandt,

Das soll uns künftig werden bekannt.

13.Da indessen nach einigen Stunden,Seitdem die Schöne vom Wagen verschwunden,Hieronimus nach der Sackuhr mal sah,War auch diese verschwunden und nicht mehr da.

13.

Da indessen nach einigen Stunden,Seitdem die Schöne vom Wagen verschwunden,Hieronimus nach der Sackuhr mal sah,War auch diese verschwunden und nicht mehr da.

Da indessen nach einigen Stunden,

Seitdem die Schöne vom Wagen verschwunden,

Hieronimus nach der Sackuhr mal sah,

War auch diese verschwunden und nicht mehr da.

14.Dieser abermalige fatale Possen,Hat den guten Hieronimus mächtig verdrossen,Denn er dachte alsbald daran,Daß die Schöne den Diebstahl gethan.

14.

Dieser abermalige fatale Possen,Hat den guten Hieronimus mächtig verdrossen,Denn er dachte alsbald daran,Daß die Schöne den Diebstahl gethan.

Dieser abermalige fatale Possen,

Hat den guten Hieronimus mächtig verdrossen,

Denn er dachte alsbald daran,

Daß die Schöne den Diebstahl gethan.

15.Indeß war nun für den guten KnabenWeiter nichts übrig, als Geduld zu haben,Es fiel ihm jedoch nun hintennach einHinfüro etwas vorsichtiger zu sein.

15.

Indeß war nun für den guten KnabenWeiter nichts übrig, als Geduld zu haben,Es fiel ihm jedoch nun hintennach einHinfüro etwas vorsichtiger zu sein.

Indeß war nun für den guten Knaben

Weiter nichts übrig, als Geduld zu haben,

Es fiel ihm jedoch nun hintennach ein

Hinfüro etwas vorsichtiger zu sein.

16.Er hat sich dabei feste vorgenommen,Sobald er auf die Universität gekommen,Um Geld und um eine neue UhrSeinen Eltern zu schreiben nur.

16.

Er hat sich dabei feste vorgenommen,Sobald er auf die Universität gekommen,Um Geld und um eine neue UhrSeinen Eltern zu schreiben nur.

Er hat sich dabei feste vorgenommen,

Sobald er auf die Universität gekommen,

Um Geld und um eine neue Uhr

Seinen Eltern zu schreiben nur.

17.Er ist endlich, ohne weitere Unfälle,Angelangt glücklich an Ort und Stelle,Folglich war unser HieronimusNunmehro ein Academicus.

17.

Er ist endlich, ohne weitere Unfälle,Angelangt glücklich an Ort und Stelle,Folglich war unser HieronimusNunmehro ein Academicus.

Er ist endlich, ohne weitere Unfälle,

Angelangt glücklich an Ort und Stelle,

Folglich war unser Hieronimus

Nunmehro ein Academicus.

1.Als nun Hieronimus arriviret,Ist er, stante Pede, immatriculiretUnd ward also sofort allhieEin Studiosus der Theologie.

1.

Als nun Hieronimus arriviret,Ist er, stante Pede, immatriculiretUnd ward also sofort allhieEin Studiosus der Theologie.

Als nun Hieronimus arriviret,

Ist er, stante Pede, immatriculiret

Und ward also sofort allhie

Ein Studiosus der Theologie.

2.Sintemal sich nun auf UniversitätenAus mancherlei Landen, Orten und StädtenViele Studenten finden ein,Junge und alte, groß und klein.

2.

Sintemal sich nun auf UniversitätenAus mancherlei Landen, Orten und StädtenViele Studenten finden ein,Junge und alte, groß und klein.

Sintemal sich nun auf Universitäten

Aus mancherlei Landen, Orten und Städten

Viele Studenten finden ein,

Junge und alte, groß und klein.

3.Gleichergestalten und imgleichen fandenSich auch hier solche aus allerlei LandenUnd jährlich kamen noch viele herbei,Um zu studiren Mancherlei.

3.

Gleichergestalten und imgleichen fandenSich auch hier solche aus allerlei LandenUnd jährlich kamen noch viele herbei,Um zu studiren Mancherlei.

Gleichergestalten und imgleichen fanden

Sich auch hier solche aus allerlei Landen

Und jährlich kamen noch viele herbei,

Um zu studiren Mancherlei.

4.Zum Exempel: die Theologiam,Jura, Medicin und Philosophiam,Und was man sonst für gute Künste hält,Zum Fortkommen dereinstens in der Welt.

4.

Zum Exempel: die Theologiam,Jura, Medicin und Philosophiam,Und was man sonst für gute Künste hält,Zum Fortkommen dereinstens in der Welt.

Zum Exempel: die Theologiam,

Jura, Medicin und Philosophiam,

Und was man sonst für gute Künste hält,

Zum Fortkommen dereinstens in der Welt.

5.Die meisten aber, anstatt zu studiren,Thaten nur ihre Gelder verschlemmirenUnd lebten lustig und guter Ding,Indessen die edle Zeit verging.

5.

Die meisten aber, anstatt zu studiren,Thaten nur ihre Gelder verschlemmirenUnd lebten lustig und guter Ding,Indessen die edle Zeit verging.

Die meisten aber, anstatt zu studiren,

Thaten nur ihre Gelder verschlemmiren

Und lebten lustig und guter Ding,

Indessen die edle Zeit verging.

6.Hieronimus, dem’s Studiren zuwider,Mengte sich bald unter die lustigen BrüderUnd betrug sich in kurzer Zeit schon so,Als wäre er längstens gewesen do.

6.

Hieronimus, dem’s Studiren zuwider,Mengte sich bald unter die lustigen BrüderUnd betrug sich in kurzer Zeit schon so,Als wäre er längstens gewesen do.

Hieronimus, dem’s Studiren zuwider,

Mengte sich bald unter die lustigen Brüder

Und betrug sich in kurzer Zeit schon so,

Als wäre er längstens gewesen do.

7.Denn so gut als der beste AcademicusLebte er täglich in Floribus,Und es wurde manche liebe NachtIn Sausen und Brausen zugebracht.

7.

Denn so gut als der beste AcademicusLebte er täglich in Floribus,Und es wurde manche liebe NachtIn Sausen und Brausen zugebracht.

Denn so gut als der beste Academicus

Lebte er täglich in Floribus,

Und es wurde manche liebe Nacht

In Sausen und Brausen zugebracht.

8.Wein, Tabak und Bier war sein Leben,Er that dabei die Stimme hoch erheben,Wenn er mit lautem und starkem KlangDasGaudeamus igitursang.

8.

Wein, Tabak und Bier war sein Leben,Er that dabei die Stimme hoch erheben,Wenn er mit lautem und starkem KlangDasGaudeamus igitursang.

Wein, Tabak und Bier war sein Leben,

Er that dabei die Stimme hoch erheben,

Wenn er mit lautem und starkem Klang

DasGaudeamus igitursang.

9.Als ein wahres Muster fideler StudentenVerfuhr er bei Allen, die ihn kennten,Und lebte immer fein burschikos:Sein drob erhaltener Ruhm war groß.

9.

Als ein wahres Muster fideler StudentenVerfuhr er bei Allen, die ihn kennten,Und lebte immer fein burschikos:Sein drob erhaltener Ruhm war groß.

Als ein wahres Muster fideler Studenten

Verfuhr er bei Allen, die ihn kennten,

Und lebte immer fein burschikos:

Sein drob erhaltener Ruhm war groß.

10.Jene drei verhaßte Geschwister:Häscher, Pedellen und Philister,Hat Hieronimus als ein HeldOeftermalen jämmerlich geprellt.

10.

Jene drei verhaßte Geschwister:Häscher, Pedellen und Philister,Hat Hieronimus als ein HeldOeftermalen jämmerlich geprellt.

Jene drei verhaßte Geschwister:

Häscher, Pedellen und Philister,

Hat Hieronimus als ein Held

Oeftermalen jämmerlich geprellt.

11.Mehrmals hat er sie periiret,Oder sie sonst lästerlich vexiret,Ansonsten sich noch gezeiget auch,Alles nach Renommistengebrauch.

11.

Mehrmals hat er sie periiret,Oder sie sonst lästerlich vexiret,Ansonsten sich noch gezeiget auch,Alles nach Renommistengebrauch.

Mehrmals hat er sie periiret,

Oder sie sonst lästerlich vexiret,

Ansonsten sich noch gezeiget auch,

Alles nach Renommistengebrauch.

12.Des Sommers ist er fleißig ausgeritten,’s Winters beim Schnee gefahren auf Schlitten,Und keine Ergötzlichkeit überhauptHielte Hieronimus für unerlaubt.

12.

Des Sommers ist er fleißig ausgeritten,’s Winters beim Schnee gefahren auf Schlitten,Und keine Ergötzlichkeit überhauptHielte Hieronimus für unerlaubt.

Des Sommers ist er fleißig ausgeritten,

’s Winters beim Schnee gefahren auf Schlitten,

Und keine Ergötzlichkeit überhaupt

Hielte Hieronimus für unerlaubt.

13.Mehrmals ist er auch zum VergnügenNach den benachbarten Dörfern gestiegen,Allwo er dann meistens auf dem LandManche gutwillige Schöne fand.

13.

Mehrmals ist er auch zum VergnügenNach den benachbarten Dörfern gestiegen,Allwo er dann meistens auf dem LandManche gutwillige Schöne fand.

Mehrmals ist er auch zum Vergnügen

Nach den benachbarten Dörfern gestiegen,

Allwo er dann meistens auf dem Land

Manche gutwillige Schöne fand.

14.Die Fenster hat er oft nächtlich eingeschlagen,Jungen Füchsen angethan viele Plagen,Spielte Würfel, Karten und BilliardUnd also nicht sehr gelehrt ward.

14.

Die Fenster hat er oft nächtlich eingeschlagen,Jungen Füchsen angethan viele Plagen,Spielte Würfel, Karten und BilliardUnd also nicht sehr gelehrt ward.

Die Fenster hat er oft nächtlich eingeschlagen,

Jungen Füchsen angethan viele Plagen,

Spielte Würfel, Karten und Billiard

Und also nicht sehr gelehrt ward.

15.Im Raufen und Schlagen fand er Vergnügen,Täglich that er in der Schenke liegen,Ging aber auch, alle zwei Monat einmalZur Abwechselung in den Collegiensaal.

15.

Im Raufen und Schlagen fand er Vergnügen,Täglich that er in der Schenke liegen,Ging aber auch, alle zwei Monat einmalZur Abwechselung in den Collegiensaal.

Im Raufen und Schlagen fand er Vergnügen,

Täglich that er in der Schenke liegen,

Ging aber auch, alle zwei Monat einmal

Zur Abwechselung in den Collegiensaal.

16.Wenn er muthwillige Schulden gemachet,Hat er die Gläubiger ausgelachet.Auch ihnen gespielet manchen Betrug,Sonst auch gemachet der Streiche genug.

16.

Wenn er muthwillige Schulden gemachet,Hat er die Gläubiger ausgelachet.Auch ihnen gespielet manchen Betrug,Sonst auch gemachet der Streiche genug.

Wenn er muthwillige Schulden gemachet,

Hat er die Gläubiger ausgelachet.

Auch ihnen gespielet manchen Betrug,

Sonst auch gemachet der Streiche genug.

17.Kleider und Bücher that er versetzenUnd sich dafür mit Schmausen ergötzen,Kurz zu sagen zu seiner ZeitUebertraf ihn Keiner an Lustigkeit.

17.

Kleider und Bücher that er versetzenUnd sich dafür mit Schmausen ergötzen,Kurz zu sagen zu seiner ZeitUebertraf ihn Keiner an Lustigkeit.

Kleider und Bücher that er versetzen

Und sich dafür mit Schmausen ergötzen,

Kurz zu sagen zu seiner Zeit

Uebertraf ihn Keiner an Lustigkeit.

18.Zwar mußte er oft ins Carzer gehen,Ist ihm auch sonst noch wol Strafe geschehen,Hätt’ auch beinahe einmal zum Lohn,Fast bekommen die Relegation.

18.

Zwar mußte er oft ins Carzer gehen,Ist ihm auch sonst noch wol Strafe geschehen,Hätt’ auch beinahe einmal zum Lohn,Fast bekommen die Relegation.

Zwar mußte er oft ins Carzer gehen,

Ist ihm auch sonst noch wol Strafe geschehen,

Hätt’ auch beinahe einmal zum Lohn,

Fast bekommen die Relegation.

19.Drei Jahre lang hat er dies Leben getriebenUnd seinen Eltern oft um Geld geschrieben,Doch waren die Briefe so eingericht’t,Daß sie seine Aufführung merkten nicht.

19.

Drei Jahre lang hat er dies Leben getriebenUnd seinen Eltern oft um Geld geschrieben,Doch waren die Briefe so eingericht’t,Daß sie seine Aufführung merkten nicht.

Drei Jahre lang hat er dies Leben getrieben

Und seinen Eltern oft um Geld geschrieben,

Doch waren die Briefe so eingericht’t,

Daß sie seine Aufführung merkten nicht.

20.Zu unsers Hieronimus großem LobeKommt im folgenden Kapitel eine ProbeVon dieser curiosen Correspondenz!Beschließe also das itz’ge eilends.

20.

Zu unsers Hieronimus großem LobeKommt im folgenden Kapitel eine ProbeVon dieser curiosen Correspondenz!Beschließe also das itz’ge eilends.

Zu unsers Hieronimus großem Lobe

Kommt im folgenden Kapitel eine Probe

Von dieser curiosen Correspondenz!

Beschließe also das itz’ge eilends.

1.Sehr geliebteste Eltern!Ich melde,Hiebei, daß es mir fehlet an Gelde,Habet also die GewogenheitUnd schicket mir bald eine Kleinigkeit.

1.

Sehr geliebteste Eltern!Ich melde,Hiebei, daß es mir fehlet an Gelde,Habet also die GewogenheitUnd schicket mir bald eine Kleinigkeit.

Sehr geliebteste Eltern!

Ich melde,

Hiebei, daß es mir fehlet an Gelde,

Habet also die Gewogenheit

Und schicket mir bald eine Kleinigkeit.

2.Nämlich etwa 20 bis 30 Ducaten,Denn ich weiß mich kaum mehr zu rathen,Weil es alles so knapp geht hier,Drum sendet doch dieses Geld bald mir.

2.

Nämlich etwa 20 bis 30 Ducaten,Denn ich weiß mich kaum mehr zu rathen,Weil es alles so knapp geht hier,Drum sendet doch dieses Geld bald mir.

Nämlich etwa 20 bis 30 Ducaten,

Denn ich weiß mich kaum mehr zu rathen,

Weil es alles so knapp geht hier,

Drum sendet doch dieses Geld bald mir.

3.Alles ist hier ganz erschrecklich theuer,Tisch, Stube, Wäsche, Licht und Feuer,Und was sonst etwa vorfällt noch,Drum schicket die 30 Ducaten doch.

3.

Alles ist hier ganz erschrecklich theuer,Tisch, Stube, Wäsche, Licht und Feuer,Und was sonst etwa vorfällt noch,Drum schicket die 30 Ducaten doch.

Alles ist hier ganz erschrecklich theuer,

Tisch, Stube, Wäsche, Licht und Feuer,

Und was sonst etwa vorfällt noch,

Drum schicket die 30 Ducaten doch.

4.Kaum begreift ihr die starke Ausgabe,Welche ich auf der Universität habeFür so viele Bücher und Collegia,Ach wären doch die 30 Ducaten schon da!

4.

Kaum begreift ihr die starke Ausgabe,Welche ich auf der Universität habeFür so viele Bücher und Collegia,Ach wären doch die 30 Ducaten schon da!

Kaum begreift ihr die starke Ausgabe,

Welche ich auf der Universität habe

Für so viele Bücher und Collegia,

Ach wären doch die 30 Ducaten schon da!

5.Ich studire täglich recht fleißig.Sendet mir doch nächstens die 30Ducaten, so bald als möglich ist, her,Denn mein Beutel ist jämmerlich leer.

5.

Ich studire täglich recht fleißig.Sendet mir doch nächstens die 30Ducaten, so bald als möglich ist, her,Denn mein Beutel ist jämmerlich leer.

Ich studire täglich recht fleißig.

Sendet mir doch nächstens die 30

Ducaten, so bald als möglich ist, her,

Denn mein Beutel ist jämmerlich leer.

6.Wäsche, Schuhe, Strümpfe und Kleider,Friseur, Nähterin, Schuster und Schneider,Tinte, Federn, Bleistift, Papier,Kosten viel, schickt die Ducaten mir!

6.

Wäsche, Schuhe, Strümpfe und Kleider,Friseur, Nähterin, Schuster und Schneider,Tinte, Federn, Bleistift, Papier,Kosten viel, schickt die Ducaten mir!

Wäsche, Schuhe, Strümpfe und Kleider,

Friseur, Nähterin, Schuster und Schneider,

Tinte, Federn, Bleistift, Papier,

Kosten viel, schickt die Ducaten mir!

7.Das Geld, welches ihr hoffentlich bald sendet,Wird, ich schwör’ es euch, gut angewendet.Ja, liebe Eltern! ich behelfe michSehr genau und höchst kümmerlich.

7.

Das Geld, welches ihr hoffentlich bald sendet,Wird, ich schwör’ es euch, gut angewendet.Ja, liebe Eltern! ich behelfe michSehr genau und höchst kümmerlich.

Das Geld, welches ihr hoffentlich bald sendet,

Wird, ich schwör’ es euch, gut angewendet.

Ja, liebe Eltern! ich behelfe mich

Sehr genau und höchst kümmerlich.

8.Wenn andre Studenten saufen und schwärmen,So entziehe ich mich allem wilden Lärmen,Und schließe mich mit den Büchern alleinAuf meiner Studirkammer weislich ein.

8.

Wenn andre Studenten saufen und schwärmen,So entziehe ich mich allem wilden Lärmen,Und schließe mich mit den Büchern alleinAuf meiner Studirkammer weislich ein.

Wenn andre Studenten saufen und schwärmen,

So entziehe ich mich allem wilden Lärmen,

Und schließe mich mit den Büchern allein

Auf meiner Studirkammer weislich ein.

9.Außer den nöthigen Kosten und SpeiseErspar ich, liebe Eltern! auf alle WeiseUnd trink vor’n Durst kaum einmal Thee,Denn Geld ausgeben thut schrecklich mir weh.

9.

Außer den nöthigen Kosten und SpeiseErspar ich, liebe Eltern! auf alle WeiseUnd trink vor’n Durst kaum einmal Thee,Denn Geld ausgeben thut schrecklich mir weh.

Außer den nöthigen Kosten und Speise

Erspar ich, liebe Eltern! auf alle Weise

Und trink vor’n Durst kaum einmal Thee,

Denn Geld ausgeben thut schrecklich mir weh.

10.Andre Studenten, die lüderlich prassen,Thun mich wegen meiner Eingezogenheit hassen,Und sagen: da geht der Knicker einher,Er studirt, als wenn er ein Pfarrer schon wär.

10.

Andre Studenten, die lüderlich prassen,Thun mich wegen meiner Eingezogenheit hassen,Und sagen: da geht der Knicker einher,Er studirt, als wenn er ein Pfarrer schon wär.

Andre Studenten, die lüderlich prassen,

Thun mich wegen meiner Eingezogenheit hassen,

Und sagen: da geht der Knicker einher,

Er studirt, als wenn er ein Pfarrer schon wär.

11.Manchen Verdruß sie drob schon mir machten,Ich thu aber ihre Spötterei verachten,Und was man von meiner Frömmigkeit spricht.Vergeßt doch die 30 Ducaten nicht!

11.

Manchen Verdruß sie drob schon mir machten,Ich thu aber ihre Spötterei verachten,Und was man von meiner Frömmigkeit spricht.Vergeßt doch die 30 Ducaten nicht!

Manchen Verdruß sie drob schon mir machten,

Ich thu aber ihre Spötterei verachten,

Und was man von meiner Frömmigkeit spricht.

Vergeßt doch die 30 Ducaten nicht!

12.Täglich hab’ ich mich zehn ganze StundenIn den Collegiis bisher eingefunden,Und wann dann diese Collegia aus,Studir’ ich in übrigen Stunden zu Haus.

12.

Täglich hab’ ich mich zehn ganze StundenIn den Collegiis bisher eingefunden,Und wann dann diese Collegia aus,Studir’ ich in übrigen Stunden zu Haus.

Täglich hab’ ich mich zehn ganze Stunden

In den Collegiis bisher eingefunden,

Und wann dann diese Collegia aus,

Studir’ ich in übrigen Stunden zu Haus.

13.Die Professors sind trefflich mit mir zufrieden,Und rathen fast, mich nicht so zu ermüdenIn meinen beständigen StudiisPhilosophicis und Theologicis.

13.

Die Professors sind trefflich mit mir zufrieden,Und rathen fast, mich nicht so zu ermüdenIn meinen beständigen StudiisPhilosophicis und Theologicis.

Die Professors sind trefflich mit mir zufrieden,

Und rathen fast, mich nicht so zu ermüden

In meinen beständigen Studiis

Philosophicis und Theologicis.

14.Es möchte sich zwar nicht geziemenMich gegen euch, liebe Eltern! selber zu rühmen,Doch sage und versich’r ich euch frei,Daß ich der fleißigste von Allen sei.

14.

Es möchte sich zwar nicht geziemenMich gegen euch, liebe Eltern! selber zu rühmen,Doch sage und versich’r ich euch frei,Daß ich der fleißigste von Allen sei.

Es möchte sich zwar nicht geziemen

Mich gegen euch, liebe Eltern! selber zu rühmen,

Doch sage und versich’r ich euch frei,

Daß ich der fleißigste von Allen sei.

15.Oft will mir von allen gelehrten DingenFast der Kopf, sammt dem Hirn, zerspringen,Und manchmal wird mir gar wunderlich.(A propos! die Ducaten erwarte ich.)

15.

Oft will mir von allen gelehrten DingenFast der Kopf, sammt dem Hirn, zerspringen,Und manchmal wird mir gar wunderlich.(A propos! die Ducaten erwarte ich.)

Oft will mir von allen gelehrten Dingen

Fast der Kopf, sammt dem Hirn, zerspringen,

Und manchmal wird mir gar wunderlich.

(A propos! die Ducaten erwarte ich.)


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