22.Er vermied zwar gern große Häuser und Schlösser,Trauete auch keinem herrschaftlichen Schösser;Aber man hat doch nie eine Regulam,Oder sie leidet wol eine Ausnahm’.
22.
Er vermied zwar gern große Häuser und Schlösser,Trauete auch keinem herrschaftlichen Schösser;Aber man hat doch nie eine Regulam,Oder sie leidet wol eine Ausnahm’.
Er vermied zwar gern große Häuser und Schlösser,
Trauete auch keinem herrschaftlichen Schösser;
Aber man hat doch nie eine Regulam,
Oder sie leidet wol eine Ausnahm’.
23.Unter solchen und dergleichen GesprächenSah man endlich die Nacht hereinbrechen,Und Hieronimus ruhte auf der Streu von MoosSo sanft, als läg’ er in Abrahams Schooß.
23.
Unter solchen und dergleichen GesprächenSah man endlich die Nacht hereinbrechen,Und Hieronimus ruhte auf der Streu von MoosSo sanft, als läg’ er in Abrahams Schooß.
Unter solchen und dergleichen Gesprächen
Sah man endlich die Nacht hereinbrechen,
Und Hieronimus ruhte auf der Streu von Moos
So sanft, als läg’ er in Abrahams Schooß.
24.Als er Morgens etwas späte erwachet,Hat er sich aus dem Moose aufgemachet,Ergriff seinen knotigen Wanderstab,Drückte dem Wirth dankbar die Hand und reisete ab.
24.
Als er Morgens etwas späte erwachet,Hat er sich aus dem Moose aufgemachet,Ergriff seinen knotigen Wanderstab,Drückte dem Wirth dankbar die Hand und reisete ab.
Als er Morgens etwas späte erwachet,
Hat er sich aus dem Moose aufgemachet,
Ergriff seinen knotigen Wanderstab,
Drückte dem Wirth dankbar die Hand und reisete ab.
25.Er wandte sich zum Schlosse zwischen den Linden,Um sich wegen der Dame näher zu erkünden;Denn es ware, als zöge ihnEin unwiderstehlicher Trieb dahin.
25.
Er wandte sich zum Schlosse zwischen den Linden,Um sich wegen der Dame näher zu erkünden;Denn es ware, als zöge ihnEin unwiderstehlicher Trieb dahin.
Er wandte sich zum Schlosse zwischen den Linden,
Um sich wegen der Dame näher zu erkünden;
Denn es ware, als zöge ihn
Ein unwiderstehlicher Trieb dahin.
1.Es haben überall die Vornehmen und ReichenIhre mancherlei eigne Sitten und Gebräuchen,So daß ein gemeiner ehrlicher MannSich drin so gar gut nicht finden kann.
1.
Es haben überall die Vornehmen und ReichenIhre mancherlei eigne Sitten und Gebräuchen,So daß ein gemeiner ehrlicher MannSich drin so gar gut nicht finden kann.
Es haben überall die Vornehmen und Reichen
Ihre mancherlei eigne Sitten und Gebräuchen,
So daß ein gemeiner ehrlicher Mann
Sich drin so gar gut nicht finden kann.
2.Zum Exempel: wenn man zu ihnen will gehen,Muß man erst lange im Vorzimmer stehen,Und dann läßt Ihro Gnaden oder ExcellenzEinen endlich gnädigst zur Audienz.
2.
Zum Exempel: wenn man zu ihnen will gehen,Muß man erst lange im Vorzimmer stehen,Und dann läßt Ihro Gnaden oder ExcellenzEinen endlich gnädigst zur Audienz.
Zum Exempel: wenn man zu ihnen will gehen,
Muß man erst lange im Vorzimmer stehen,
Und dann läßt Ihro Gnaden oder Excellenz
Einen endlich gnädigst zur Audienz.
3.Ohne diese Bemerkung weiter zu treiben,Mag es meinethalben immer so bleiben;Wenigstens mach’ ich jetzt nicht davonAuf gegenwärt’gen Casum Application.
3.
Ohne diese Bemerkung weiter zu treiben,Mag es meinethalben immer so bleiben;Wenigstens mach’ ich jetzt nicht davonAuf gegenwärt’gen Casum Application.
Ohne diese Bemerkung weiter zu treiben,
Mag es meinethalben immer so bleiben;
Wenigstens mach’ ich jetzt nicht davon
Auf gegenwärt’gen Casum Application.
4.Denn als Herr Jobs ins Schloß gekommenUnd man sein Begehren kürzlich vernommen,Ließe ihn die Frau GebieterinSofort nöthigen in ihr Zimmer herin.
4.
Denn als Herr Jobs ins Schloß gekommenUnd man sein Begehren kürzlich vernommen,Ließe ihn die Frau GebieterinSofort nöthigen in ihr Zimmer herin.
Denn als Herr Jobs ins Schloß gekommen
Und man sein Begehren kürzlich vernommen,
Ließe ihn die Frau Gebieterin
Sofort nöthigen in ihr Zimmer herin.
5.Er fand sie im Kanapee einsam sitzend,Nachdenkend den Kopf auf die Arme stützend,Gekleidet in ’nem weißen Négligée,Und vor ihr stund auf’m Tischchen der Thee.
5.
Er fand sie im Kanapee einsam sitzend,Nachdenkend den Kopf auf die Arme stützend,Gekleidet in ’nem weißen Négligée,Und vor ihr stund auf’m Tischchen der Thee.
Er fand sie im Kanapee einsam sitzend,
Nachdenkend den Kopf auf die Arme stützend,
Gekleidet in ’nem weißen Négligée,
Und vor ihr stund auf’m Tischchen der Thee.
6.Herr Jobs fing an gleich im HereintretenSeine Entschuldigung und Compliment herzubeten;Sie blickte auf, erhob ein großes Geschrei,Auch Herr Jobs stürzte näher zu ihr herbei.
6.
Herr Jobs fing an gleich im HereintretenSeine Entschuldigung und Compliment herzubeten;Sie blickte auf, erhob ein großes Geschrei,Auch Herr Jobs stürzte näher zu ihr herbei.
Herr Jobs fing an gleich im Hereintreten
Seine Entschuldigung und Compliment herzubeten;
Sie blickte auf, erhob ein großes Geschrei,
Auch Herr Jobs stürzte näher zu ihr herbei.
7.Beide haben sich alsofort erkennet,Sich voll Erstaunen mit ihren Namen genennet;Denn die gute liebe Dame daWar des Herrn Jobs alteAmalia.
7.
Beide haben sich alsofort erkennet,Sich voll Erstaunen mit ihren Namen genennet;Denn die gute liebe Dame daWar des Herrn Jobs alteAmalia.
Beide haben sich alsofort erkennet,
Sich voll Erstaunen mit ihren Namen genennet;
Denn die gute liebe Dame da
War des Herrn Jobs alteAmalia.
8.Sie ist fast in Ohnmacht dahin gesunken,Herr Jobs taumelte, als wär’ er betrunken,Und sowol ihr als ihm erschienAlles vor den Augen blau, gelb und grün.
8.
Sie ist fast in Ohnmacht dahin gesunken,Herr Jobs taumelte, als wär’ er betrunken,Und sowol ihr als ihm erschienAlles vor den Augen blau, gelb und grün.
Sie ist fast in Ohnmacht dahin gesunken,
Herr Jobs taumelte, als wär’ er betrunken,
Und sowol ihr als ihm erschien
Alles vor den Augen blau, gelb und grün.
9.Nach dem ersten sehr angenehmen SchreckenSuchte einer den andern allgemach zu wecken,Und eine trauliche Umarmung warDer Beweis ganz überwundner Gefahr.
9.
Nach dem ersten sehr angenehmen SchreckenSuchte einer den andern allgemach zu wecken,Und eine trauliche Umarmung warDer Beweis ganz überwundner Gefahr.
Nach dem ersten sehr angenehmen Schrecken
Suchte einer den andern allgemach zu wecken,
Und eine trauliche Umarmung war
Der Beweis ganz überwundner Gefahr.
10.Mir däucht, ich hör’ hier den Leser mich fragen:„Herr Autor, wie kann Er doch so etwas sagen?Er meint gar, Er hätte ein Kind vor,Daß Er uns da macht solchen Wind vor!
10.
Mir däucht, ich hör’ hier den Leser mich fragen:„Herr Autor, wie kann Er doch so etwas sagen?Er meint gar, Er hätte ein Kind vor,Daß Er uns da macht solchen Wind vor!
Mir däucht, ich hör’ hier den Leser mich fragen:
„Herr Autor, wie kann Er doch so etwas sagen?
Er meint gar, Er hätte ein Kind vor,
Daß Er uns da macht solchen Wind vor!
11.Haben wir nicht im ersten Theile gelesen,Daß Amalia lange nicht mehr gewesen?Sie starb ja, dem vierunddreißigsten Kapitel nach,Als sie in den Kindbetterwochen lag!“
11.
Haben wir nicht im ersten Theile gelesen,Daß Amalia lange nicht mehr gewesen?Sie starb ja, dem vierunddreißigsten Kapitel nach,Als sie in den Kindbetterwochen lag!“
Haben wir nicht im ersten Theile gelesen,
Daß Amalia lange nicht mehr gewesen?
Sie starb ja, dem vierunddreißigsten Kapitel nach,
Als sie in den Kindbetterwochen lag!“
12.Ich will mich zwar eben jetzt nicht entschuldigen,Bitte aber vorläufig, sich zu geduldigen;Denn was ich erzählte, war ja weiter nichtAls ein damals von mir geglaubtes Gerücht.
12.
Ich will mich zwar eben jetzt nicht entschuldigen,Bitte aber vorläufig, sich zu geduldigen;Denn was ich erzählte, war ja weiter nichtAls ein damals von mir geglaubtes Gerücht.
Ich will mich zwar eben jetzt nicht entschuldigen,
Bitte aber vorläufig, sich zu geduldigen;
Denn was ich erzählte, war ja weiter nicht
Als ein damals von mir geglaubtes Gerücht.
13.Zudem hat man ja an Herrn Jobs schon gesehen,Daß Leute sterben und wieder auferstehen,Und in jedem alten und neuen RomanTrifft man noch weit größere Wunder an.
13.
Zudem hat man ja an Herrn Jobs schon gesehen,Daß Leute sterben und wieder auferstehen,Und in jedem alten und neuen RomanTrifft man noch weit größere Wunder an.
Zudem hat man ja an Herrn Jobs schon gesehen,
Daß Leute sterben und wieder auferstehen,
Und in jedem alten und neuen Roman
Trifft man noch weit größere Wunder an.
1.Sie sind darauf näher zusammen gerücket,Haben sich am Thee und Frühstücke erquicket,Und erfreueten beiderseits sichDes Wiedersehens gar inniglich.
1.
Sie sind darauf näher zusammen gerücket,Haben sich am Thee und Frühstücke erquicket,Und erfreueten beiderseits sichDes Wiedersehens gar inniglich.
Sie sind darauf näher zusammen gerücket,
Haben sich am Thee und Frühstücke erquicket,
Und erfreueten beiderseits sich
Des Wiedersehens gar inniglich.
2.Was zwischen beiden vormals war geschehen,Wollen wir nach christlicher Liebe übergehen;Aber jetzt passirte im mindesten nicht,Was nicht hätte können vertragen das Licht.
2.
Was zwischen beiden vormals war geschehen,Wollen wir nach christlicher Liebe übergehen;Aber jetzt passirte im mindesten nicht,Was nicht hätte können vertragen das Licht.
Was zwischen beiden vormals war geschehen,
Wollen wir nach christlicher Liebe übergehen;
Aber jetzt passirte im mindesten nicht,
Was nicht hätte können vertragen das Licht.
3.Zwar Herr Jobs hatte nichts verloren,War von guter Positur wie zuvoren,Ja sein Corpus ware vielmehrSeit dem Pfarrerstande ansehnlicher.
3.
Zwar Herr Jobs hatte nichts verloren,War von guter Positur wie zuvoren,Ja sein Corpus ware vielmehrSeit dem Pfarrerstande ansehnlicher.
Zwar Herr Jobs hatte nichts verloren,
War von guter Positur wie zuvoren,
Ja sein Corpus ware vielmehr
Seit dem Pfarrerstande ansehnlicher.
4.Aber Amaliens Reize waren verblichen,Seitdem ungefähr jene 15 Jahre verstrichen,Und es sproßte schon hier und darAuf ihrem Kopfe ein graues Haar.
4.
Aber Amaliens Reize waren verblichen,Seitdem ungefähr jene 15 Jahre verstrichen,Und es sproßte schon hier und darAuf ihrem Kopfe ein graues Haar.
Aber Amaliens Reize waren verblichen,
Seitdem ungefähr jene 15 Jahre verstrichen,
Und es sproßte schon hier und dar
Auf ihrem Kopfe ein graues Haar.
5.Auch an Körperkräften und TailleWar sie nicht die vor’ge schöne Amalie:Vormals war sie rund, roth und dick,Und nun ein leibhaftig Bild der Hektik.
5.
Auch an Körperkräften und TailleWar sie nicht die vor’ge schöne Amalie:Vormals war sie rund, roth und dick,Und nun ein leibhaftig Bild der Hektik.
Auch an Körperkräften und Taille
War sie nicht die vor’ge schöne Amalie:
Vormals war sie rund, roth und dick,
Und nun ein leibhaftig Bild der Hektik.
6.Ihre Augen, vormals glänzend von Liebe,Waren nun eingefallen, dunkel und trübe,Und in ihrer ganzen PhysiognomieHerrschte eine stille Melancholie.
6.
Ihre Augen, vormals glänzend von Liebe,Waren nun eingefallen, dunkel und trübe,Und in ihrer ganzen PhysiognomieHerrschte eine stille Melancholie.
Ihre Augen, vormals glänzend von Liebe,
Waren nun eingefallen, dunkel und trübe,
Und in ihrer ganzen Physiognomie
Herrschte eine stille Melancholie.
7.Nicht allein gegen Herrn Jobs war sie sehr gütig,Sondern auch im ganzen Wesen sanftmüthig,Und sie ertrug ihr körperliches LeidOhne Murren und Verdrießlichkeit.
7.
Nicht allein gegen Herrn Jobs war sie sehr gütig,Sondern auch im ganzen Wesen sanftmüthig,Und sie ertrug ihr körperliches LeidOhne Murren und Verdrießlichkeit.
Nicht allein gegen Herrn Jobs war sie sehr gütig,
Sondern auch im ganzen Wesen sanftmüthig,
Und sie ertrug ihr körperliches Leid
Ohne Murren und Verdrießlichkeit.
8.Sie fühlte täglich die Kräfte mehr schwinden,Hatte längst bereut ihre vorigen Sünden,Und brachte nun in völliger Gewissensruh’Ihre noch übrigen Lebenstage zu.
8.
Sie fühlte täglich die Kräfte mehr schwinden,Hatte längst bereut ihre vorigen Sünden,Und brachte nun in völliger Gewissensruh’Ihre noch übrigen Lebenstage zu.
Sie fühlte täglich die Kräfte mehr schwinden,
Hatte längst bereut ihre vorigen Sünden,
Und brachte nun in völliger Gewissensruh’
Ihre noch übrigen Lebenstage zu.
9.Eigentliche sogenannte LiebessachenWaren also nicht weiter bei ihr zu machen;Auch Herr Jobs fand längst nicht mehr GeschmackAn jedem unschicklichen Liebesschnack.
9.
Eigentliche sogenannte LiebessachenWaren also nicht weiter bei ihr zu machen;Auch Herr Jobs fand längst nicht mehr GeschmackAn jedem unschicklichen Liebesschnack.
Eigentliche sogenannte Liebessachen
Waren also nicht weiter bei ihr zu machen;
Auch Herr Jobs fand längst nicht mehr Geschmack
An jedem unschicklichen Liebesschnack.
10.Er mußte jedoch die Versicherung ihr geben,Nicht weiter zu reisen, sondern bei ihr zu leben,Und dieses wünschte sie um desto mehr,Weil er ein geistlicher Doctor wär’.
10.
Er mußte jedoch die Versicherung ihr geben,Nicht weiter zu reisen, sondern bei ihr zu leben,Und dieses wünschte sie um desto mehr,Weil er ein geistlicher Doctor wär’.
Er mußte jedoch die Versicherung ihr geben,
Nicht weiter zu reisen, sondern bei ihr zu leben,
Und dieses wünschte sie um desto mehr,
Weil er ein geistlicher Doctor wär’.
11.Auch mußte er, ohne das Geringste zu verhehlen,Ihr seine ganze Lebensgeschichte erzählen,Besonders was er von ihrer Trennung anIn den letzten funfzehn Jahren gethan.
11.
Auch mußte er, ohne das Geringste zu verhehlen,Ihr seine ganze Lebensgeschichte erzählen,Besonders was er von ihrer Trennung anIn den letzten funfzehn Jahren gethan.
Auch mußte er, ohne das Geringste zu verhehlen,
Ihr seine ganze Lebensgeschichte erzählen,
Besonders was er von ihrer Trennung an
In den letzten funfzehn Jahren gethan.
12.Er that dies auch alles sehr ausführlich,Seine Erzählung war aufrichtig und manierlich,Sodaß Amalia sogleich drin fand,Er sei nun ein Mann von großem Verstand.
12.
Er that dies auch alles sehr ausführlich,Seine Erzählung war aufrichtig und manierlich,Sodaß Amalia sogleich drin fand,Er sei nun ein Mann von großem Verstand.
Er that dies auch alles sehr ausführlich,
Seine Erzählung war aufrichtig und manierlich,
Sodaß Amalia sogleich drin fand,
Er sei nun ein Mann von großem Verstand.
13.Die Erzählung selbst können wir gut missen,Sintemal wir seine Geschichte schon wissen,Und man hört ohnedem auf keinen FallEine so närr’sche Geschichte gern zweimal.
13.
Die Erzählung selbst können wir gut missen,Sintemal wir seine Geschichte schon wissen,Und man hört ohnedem auf keinen FallEine so närr’sche Geschichte gern zweimal.
Die Erzählung selbst können wir gut missen,
Sintemal wir seine Geschichte schon wissen,
Und man hört ohnedem auf keinen Fall
Eine so närr’sche Geschichte gern zweimal.
14.Sie gabe gleichfalls von ihrer GeschichteFolgende kurze aufrichtige Berichte,Seitdem sie aus dem SchauspielerstandMit einem reichen Herren verschwand:
14.
Sie gabe gleichfalls von ihrer GeschichteFolgende kurze aufrichtige Berichte,Seitdem sie aus dem SchauspielerstandMit einem reichen Herren verschwand:
Sie gabe gleichfalls von ihrer Geschichte
Folgende kurze aufrichtige Berichte,
Seitdem sie aus dem Schauspielerstand
Mit einem reichen Herren verschwand:
15.„Der Herr, mit welchem sie davongegangen,Habe geheißenHerr van der Tangen;Er habe, als ihre Person ihm gefiel,Ihr Anträge gemachet oft und viel.
15.
„Der Herr, mit welchem sie davongegangen,Habe geheißenHerr van der Tangen;Er habe, als ihre Person ihm gefiel,Ihr Anträge gemachet oft und viel.
„Der Herr, mit welchem sie davongegangen,
Habe geheißenHerr van der Tangen;
Er habe, als ihre Person ihm gefiel,
Ihr Anträge gemachet oft und viel.
16.Aber sie habe gar nicht darnach gehöretUnd anfangs mit ihme gar nicht verkehret,Weil sie entschlossen gewesen sei,Ihrem Hieronimo zu bleiben getreu.
16.
Aber sie habe gar nicht darnach gehöretUnd anfangs mit ihme gar nicht verkehret,Weil sie entschlossen gewesen sei,Ihrem Hieronimo zu bleiben getreu.
Aber sie habe gar nicht darnach gehöret
Und anfangs mit ihme gar nicht verkehret,
Weil sie entschlossen gewesen sei,
Ihrem Hieronimo zu bleiben getreu.
17.Erst damals habe sie den Vorsatz gebrochen,Als Herr van der Tangen ihr die Ehe versprochen;Es sei auch am folgenden Tage schonErfolgt eine heimliche Copulation.
17.
Erst damals habe sie den Vorsatz gebrochen,Als Herr van der Tangen ihr die Ehe versprochen;Es sei auch am folgenden Tage schonErfolgt eine heimliche Copulation.
Erst damals habe sie den Vorsatz gebrochen,
Als Herr van der Tangen ihr die Ehe versprochen;
Es sei auch am folgenden Tage schon
Erfolgt eine heimliche Copulation.
18.Nachdem sie nun gedachten Herrn van der TangenEinmal im ehlichen Netze habe gefangen,So habe sie mit ihm in der ganzen ZeitGelebet in treulichster Einigkeit.
18.
Nachdem sie nun gedachten Herrn van der TangenEinmal im ehlichen Netze habe gefangen,So habe sie mit ihm in der ganzen ZeitGelebet in treulichster Einigkeit.
Nachdem sie nun gedachten Herrn van der Tangen
Einmal im ehlichen Netze habe gefangen,
So habe sie mit ihm in der ganzen Zeit
Gelebet in treulichster Einigkeit.
19.Sie habe von ihrem Gatten, dem Herrn van der Tangen,Nach zwei Jahren einen kleinen Sohn empfangen,Habe aber auch damals gefährlich krankGelegen fast sieben Wochen lang.
19.
Sie habe von ihrem Gatten, dem Herrn van der Tangen,Nach zwei Jahren einen kleinen Sohn empfangen,Habe aber auch damals gefährlich krankGelegen fast sieben Wochen lang.
Sie habe von ihrem Gatten, dem Herrn van der Tangen,
Nach zwei Jahren einen kleinen Sohn empfangen,
Habe aber auch damals gefährlich krank
Gelegen fast sieben Wochen lang.
20.(Notabene: Daher entstand das GerüchteVon ihrem Tode im ersten Theil der Geschichte;Denn Frau Fama machet zu jeder FristImmer ein Ding größer, als es ist.)
20.
(Notabene: Daher entstand das GerüchteVon ihrem Tode im ersten Theil der Geschichte;Denn Frau Fama machet zu jeder FristImmer ein Ding größer, als es ist.)
(Notabene: Daher entstand das Gerüchte
Von ihrem Tode im ersten Theil der Geschichte;
Denn Frau Fama machet zu jeder Frist
Immer ein Ding größer, als es ist.)
21.Was im übrigen thate anlangenDie Umstände ihres Gatten, des Herrn van der Tangen,So sei er gewesen der einzige ZweigDes alten Herrn van der Tangen und erschrecklich reich.
21.
Was im übrigen thate anlangenDie Umstände ihres Gatten, des Herrn van der Tangen,So sei er gewesen der einzige ZweigDes alten Herrn van der Tangen und erschrecklich reich.
Was im übrigen thate anlangen
Die Umstände ihres Gatten, des Herrn van der Tangen,
So sei er gewesen der einzige Zweig
Des alten Herrn van der Tangen und erschrecklich reich.
22.Er sei zwar gewesen nur vom bürgerlichen Stande,Aber fast der reichste Privatmann im Niederlande,Weil sein seliger Vater in KauffahrteiAußerordentlich glücklich gewesen sei.
22.
Er sei zwar gewesen nur vom bürgerlichen Stande,Aber fast der reichste Privatmann im Niederlande,Weil sein seliger Vater in KauffahrteiAußerordentlich glücklich gewesen sei.
Er sei zwar gewesen nur vom bürgerlichen Stande,
Aber fast der reichste Privatmann im Niederlande,
Weil sein seliger Vater in Kauffahrtei
Außerordentlich glücklich gewesen sei.
23.Mancherlei Gründe hätten ihn bewogen,Daß er aus seinem Vaterlande weggezogen,Und er hätte auch bald daraufDas Gut Schönhain hier erstanden durch Kauf.
23.
Mancherlei Gründe hätten ihn bewogen,Daß er aus seinem Vaterlande weggezogen,Und er hätte auch bald daraufDas Gut Schönhain hier erstanden durch Kauf.
Mancherlei Gründe hätten ihn bewogen,
Daß er aus seinem Vaterlande weggezogen,
Und er hätte auch bald darauf
Das Gut Schönhain hier erstanden durch Kauf.
24.Ihre Bekanntschaft mit dem Herrn van der TangenHabe bewußtermaßen damals angefangen,Als er sich eine Zeit lang in DeutschlandZum Vergnügen auf der Reise befand.
24.
Ihre Bekanntschaft mit dem Herrn van der TangenHabe bewußtermaßen damals angefangen,Als er sich eine Zeit lang in DeutschlandZum Vergnügen auf der Reise befand.
Ihre Bekanntschaft mit dem Herrn van der Tangen
Habe bewußtermaßen damals angefangen,
Als er sich eine Zeit lang in Deutschland
Zum Vergnügen auf der Reise befand.
25.Ihre Ehe habe zwölf Jahre lang gewähret,Darauf hätte Freund Hein dieselbe gestöret,Und Herrn van der Tangen zu ihr’m größten LeidGeholet aus dieser Zeitlichkeit.
25.
Ihre Ehe habe zwölf Jahre lang gewähret,Darauf hätte Freund Hein dieselbe gestöret,Und Herrn van der Tangen zu ihr’m größten LeidGeholet aus dieser Zeitlichkeit.
Ihre Ehe habe zwölf Jahre lang gewähret,
Darauf hätte Freund Hein dieselbe gestöret,
Und Herrn van der Tangen zu ihr’m größten Leid
Geholet aus dieser Zeitlichkeit.
26.Auch ihr Sohn sei nach fünf VierteljahrenSeinem Vater ins Elysium nachgefahren,Und seitdem lebe sie höchstbetrübtKinderlos und ungleichverwittibt.
26.
Auch ihr Sohn sei nach fünf VierteljahrenSeinem Vater ins Elysium nachgefahren,Und seitdem lebe sie höchstbetrübtKinderlos und ungleichverwittibt.
Auch ihr Sohn sei nach fünf Vierteljahren
Seinem Vater ins Elysium nachgefahren,
Und seitdem lebe sie höchstbetrübt
Kinderlos und ungleichverwittibt.
27.Zwar besitze sie jetzt sehr große Güter,Aber doch sei ihr des Lebens Rest bitter,Und sie mache zur großen Reise nach jenseitSich nun täglich immer mehr bereit;
27.
Zwar besitze sie jetzt sehr große Güter,Aber doch sei ihr des Lebens Rest bitter,Und sie mache zur großen Reise nach jenseitSich nun täglich immer mehr bereit;
Zwar besitze sie jetzt sehr große Güter,
Aber doch sei ihr des Lebens Rest bitter,
Und sie mache zur großen Reise nach jenseit
Sich nun täglich immer mehr bereit;
28.Denn sie empfinde es, daß sie laborireAn einem innerlichen Lungengeschwüre,Spüre auch, daß jede gebrauchte ArzneiZu ihrer Heilung unwirksam sei.
28.
Denn sie empfinde es, daß sie laborireAn einem innerlichen Lungengeschwüre,Spüre auch, daß jede gebrauchte ArzneiZu ihrer Heilung unwirksam sei.
Denn sie empfinde es, daß sie laborire
An einem innerlichen Lungengeschwüre,
Spüre auch, daß jede gebrauchte Arznei
Zu ihrer Heilung unwirksam sei.
29.Sie suche schon längst mit tugendhaften WerkenSich zu einem seligen Abschiede zu stärken,Und gebe als eine bekehrte SünderinIhrem Schicksale sich willig hin.“
29.
Sie suche schon längst mit tugendhaften WerkenSich zu einem seligen Abschiede zu stärken,Und gebe als eine bekehrte SünderinIhrem Schicksale sich willig hin.“
Sie suche schon längst mit tugendhaften Werken
Sich zu einem seligen Abschiede zu stärken,
Und gebe als eine bekehrte Sünderin
Ihrem Schicksale sich willig hin.“
30.Herr Jobs suchte nun bestmöglichstermaßenAlles dasjenige beisammen zu fassen,Was ein vernünftiger geistlicher MannIn solchem Fall zur Tröstung nur sagen kann.
30.
Herr Jobs suchte nun bestmöglichstermaßenAlles dasjenige beisammen zu fassen,Was ein vernünftiger geistlicher MannIn solchem Fall zur Tröstung nur sagen kann.
Herr Jobs suchte nun bestmöglichstermaßen
Alles dasjenige beisammen zu fassen,
Was ein vernünftiger geistlicher Mann
In solchem Fall zur Tröstung nur sagen kann.
31.Blieb folglich auf ausdrückliches VerlangenNun auf dem Gute bei der Frau van der Tangen,Und seine traurige ExulantenschaftHatte für diesmal ihre Endschaft.
31.
Blieb folglich auf ausdrückliches VerlangenNun auf dem Gute bei der Frau van der Tangen,Und seine traurige ExulantenschaftHatte für diesmal ihre Endschaft.
Blieb folglich auf ausdrückliches Verlangen
Nun auf dem Gute bei der Frau van der Tangen,
Und seine traurige Exulantenschaft
Hatte für diesmal ihre Endschaft.
32.Es fand auch wirklich die Frau van der TangenIn des braven Herrn Jobsens Umgang manchenChristerbaulichen Beruhigungsgrund,Den sie vorher nicht so gut verstund.
32.
Es fand auch wirklich die Frau van der TangenIn des braven Herrn Jobsens Umgang manchenChristerbaulichen Beruhigungsgrund,Den sie vorher nicht so gut verstund.
Es fand auch wirklich die Frau van der Tangen
In des braven Herrn Jobsens Umgang manchen
Christerbaulichen Beruhigungsgrund,
Den sie vorher nicht so gut verstund.
1.Eines Morgens kam mit reputirlichen SchrittenEin bejahrter Herr in den Schloßhof geritten,Und stieg nach geendigtem succesiven TrabEtwas mühsam auf eine nahstehende Bank ab.
1.
Eines Morgens kam mit reputirlichen SchrittenEin bejahrter Herr in den Schloßhof geritten,Und stieg nach geendigtem succesiven TrabEtwas mühsam auf eine nahstehende Bank ab.
Eines Morgens kam mit reputirlichen Schritten
Ein bejahrter Herr in den Schloßhof geritten,
Und stieg nach geendigtem succesiven Trab
Etwas mühsam auf eine nahstehende Bank ab.
2.Er saß auf dem Pferde steif wie ein Schneider,Trug am Leibe altmodische Kleider,Hatte graue wollene Gamaschen anUndpro formaSporen ohne Räder dran.
2.
Er saß auf dem Pferde steif wie ein Schneider,Trug am Leibe altmodische Kleider,Hatte graue wollene Gamaschen anUndpro formaSporen ohne Räder dran.
Er saß auf dem Pferde steif wie ein Schneider,
Trug am Leibe altmodische Kleider,
Hatte graue wollene Gamaschen an
Undpro formaSporen ohne Räder dran.
3.Eine Perücke mit einem kleinen HaarbeutelUnd ein plattgespitzter Hut deckte den Scheitel,Und an seiner linken Hüfte, etwas hoch, hingEin langer Degen, der Griff war von Messing.
3.
Eine Perücke mit einem kleinen HaarbeutelUnd ein plattgespitzter Hut deckte den Scheitel,Und an seiner linken Hüfte, etwas hoch, hingEin langer Degen, der Griff war von Messing.
Eine Perücke mit einem kleinen Haarbeutel
Und ein plattgespitzter Hut deckte den Scheitel,
Und an seiner linken Hüfte, etwas hoch, hing
Ein langer Degen, der Griff war von Messing.
4.Seine Person schien etwas Wichtiges zu bedeuten,Das merkte man an seinem Wesen schon von weiten,Und er war weder zu mager noch zu fett,Aber übrigens voll Gravität.
4.
Seine Person schien etwas Wichtiges zu bedeuten,Das merkte man an seinem Wesen schon von weiten,Und er war weder zu mager noch zu fett,Aber übrigens voll Gravität.
Seine Person schien etwas Wichtiges zu bedeuten,
Das merkte man an seinem Wesen schon von weiten,
Und er war weder zu mager noch zu fett,
Aber übrigens voll Gravität.
5.Er wurde gleich von der Frau van der TangenGar höflich bewillkommet und empfangen;Sie schlosse sich sofort mit ihm einUnd blieb bei ihm den ganzen Tag allein.
5.
Er wurde gleich von der Frau van der TangenGar höflich bewillkommet und empfangen;Sie schlosse sich sofort mit ihm einUnd blieb bei ihm den ganzen Tag allein.
Er wurde gleich von der Frau van der Tangen
Gar höflich bewillkommet und empfangen;
Sie schlosse sich sofort mit ihm ein
Und blieb bei ihm den ganzen Tag allein.
6.Herr Jobs konnte sich nicht besinnen,Was sie beide beisammen wol möchten beginnen,Und dachte allenfalls, der altfränksche Knab’Sei vielleicht ein fremder Aesculap.
6.
Herr Jobs konnte sich nicht besinnen,Was sie beide beisammen wol möchten beginnen,Und dachte allenfalls, der altfränksche Knab’Sei vielleicht ein fremder Aesculap.
Herr Jobs konnte sich nicht besinnen,
Was sie beide beisammen wol möchten beginnen,
Und dachte allenfalls, der altfränksche Knab’
Sei vielleicht ein fremder Aesculap.
7.Aber er irrte; denn der Herr, welcher heuteMit seinen Gamaschen und dem Spieß an der SeiteDen ganzen Tag mit Amalien allein war,War einCaesareus publicusNotar.
7.
Aber er irrte; denn der Herr, welcher heuteMit seinen Gamaschen und dem Spieß an der SeiteDen ganzen Tag mit Amalien allein war,War einCaesareus publicusNotar.
Aber er irrte; denn der Herr, welcher heute
Mit seinen Gamaschen und dem Spieß an der Seite
Den ganzen Tag mit Amalien allein war,
War einCaesareus publicusNotar.
8.Nachdem derselbige war weggeritten,Ließ Frau van der Tangen Herrn Jobs ins Zimmer bitten;Er fand sie am Pult sitzend und vor ihrLag ein zusammengefaltnes Papier.
8.
Nachdem derselbige war weggeritten,Ließ Frau van der Tangen Herrn Jobs ins Zimmer bitten;Er fand sie am Pult sitzend und vor ihrLag ein zusammengefaltnes Papier.
Nachdem derselbige war weggeritten,
Ließ Frau van der Tangen Herrn Jobs ins Zimmer bitten;
Er fand sie am Pult sitzend und vor ihr
Lag ein zusammengefaltnes Papier.
9.Herr Jobs zeigte sich etwas blöde und verlegen,Aber sie lächelte ihm beim Eintritt entgegen,Und als er sich näher bei ihr befand,Reichte sie ihm liebreich die hagere Hand.
9.
Herr Jobs zeigte sich etwas blöde und verlegen,Aber sie lächelte ihm beim Eintritt entgegen,Und als er sich näher bei ihr befand,Reichte sie ihm liebreich die hagere Hand.
Herr Jobs zeigte sich etwas blöde und verlegen,
Aber sie lächelte ihm beim Eintritt entgegen,
Und als er sich näher bei ihr befand,
Reichte sie ihm liebreich die hagere Hand.
10.Sie schien seit dem Geschäfte mit dem ReiterHöchst vergnügt und ungewöhnlich heiter,Und hielte, obgleich mit schwächlicher Stimm’,Nun folgende kurze Oration zu ihm:
10.
Sie schien seit dem Geschäfte mit dem ReiterHöchst vergnügt und ungewöhnlich heiter,Und hielte, obgleich mit schwächlicher Stimm’,Nun folgende kurze Oration zu ihm:
Sie schien seit dem Geschäfte mit dem Reiter
Höchst vergnügt und ungewöhnlich heiter,
Und hielte, obgleich mit schwächlicher Stimm’,
Nun folgende kurze Oration zu ihm:
11.„Schon habe ich es dir gesagt, mein Lieber!Ich geh’ nun bald jenseits hinüber,Und habe deswegen vor meinem End’Heute gemachet mein Testament.
11.
„Schon habe ich es dir gesagt, mein Lieber!Ich geh’ nun bald jenseits hinüber,Und habe deswegen vor meinem End’Heute gemachet mein Testament.
„Schon habe ich es dir gesagt, mein Lieber!
Ich geh’ nun bald jenseits hinüber,
Und habe deswegen vor meinem End’
Heute gemachet mein Testament.
12.Schon längstens ware ich von wegenEines Erben meiner Güter besorgt und verlegen,Denn meines Wissens ist nirgend jemandMit mir durch Blutsfreundschaft verwandt.
12.
Schon längstens ware ich von wegenEines Erben meiner Güter besorgt und verlegen,Denn meines Wissens ist nirgend jemandMit mir durch Blutsfreundschaft verwandt.
Schon längstens ware ich von wegen
Eines Erben meiner Güter besorgt und verlegen,
Denn meines Wissens ist nirgend jemand
Mit mir durch Blutsfreundschaft verwandt.
13.Der Gedanke quälte mich vor allen,Daß mein Gut in schlechte Hände könnt’ fallen;Ich habe darum mit WohlbedachtDich zum Universalerben gemacht.
13.
Der Gedanke quälte mich vor allen,Daß mein Gut in schlechte Hände könnt’ fallen;Ich habe darum mit WohlbedachtDich zum Universalerben gemacht.
Der Gedanke quälte mich vor allen,
Daß mein Gut in schlechte Hände könnt’ fallen;
Ich habe darum mit Wohlbedacht
Dich zum Universalerben gemacht.
14.Außer ein paar tausend LauseducatenAd pios ususund andere Legaten,Gehört meine ganze Habe fortanNur dir, meinem alten Freunde, an.
14.
Außer ein paar tausend LauseducatenAd pios ususund andere Legaten,Gehört meine ganze Habe fortanNur dir, meinem alten Freunde, an.
Außer ein paar tausend Lauseducaten
Ad pios ususund andere Legaten,
Gehört meine ganze Habe fortan
Nur dir, meinem alten Freunde, an.
15.Willst du meine gute Meinung nicht verschmähen,So werde ich ruhig aus dieser Welt gehen,Und du erleichterst mittlerweile mir,So viel du kannst, die Reise von hier.
15.
Willst du meine gute Meinung nicht verschmähen,So werde ich ruhig aus dieser Welt gehen,Und du erleichterst mittlerweile mir,So viel du kannst, die Reise von hier.
Willst du meine gute Meinung nicht verschmähen,
So werde ich ruhig aus dieser Welt gehen,
Und du erleichterst mittlerweile mir,
So viel du kannst, die Reise von hier.
16.Du wirst aber auch die Freundschaft haben,Mich zu lassen dort bei den drei Linden begraben,Und du pflanzest zu meinem Andenken auchAuf mein Grab eine Laube von Rosenstrauch.“
16.
Du wirst aber auch die Freundschaft haben,Mich zu lassen dort bei den drei Linden begraben,Und du pflanzest zu meinem Andenken auchAuf mein Grab eine Laube von Rosenstrauch.“
Du wirst aber auch die Freundschaft haben,
Mich zu lassen dort bei den drei Linden begraben,
Und du pflanzest zu meinem Andenken auch
Auf mein Grab eine Laube von Rosenstrauch.“
17.Herrn Jobs flossen hier häufig die Thränen;Er antwortete nur mit Schlucksen und halben Tönen;Acceptirte übrigens utiliterDie vorliegende Donation ohnschwer.
17.
Herrn Jobs flossen hier häufig die Thränen;Er antwortete nur mit Schlucksen und halben Tönen;Acceptirte übrigens utiliterDie vorliegende Donation ohnschwer.
Herrn Jobs flossen hier häufig die Thränen;
Er antwortete nur mit Schlucksen und halben Tönen;
Acceptirte übrigens utiliter
Die vorliegende Donation ohnschwer.
18.Von nun an verließ er seine Freundin fast nimmer,Denn ihr Zustand wurde augenscheinlich schlimmer,Und Frau van der Tangen und Herr HieronimusLebten auf brüder- und schwesterlichem Fuß.
18.
Von nun an verließ er seine Freundin fast nimmer,Denn ihr Zustand wurde augenscheinlich schlimmer,Und Frau van der Tangen und Herr HieronimusLebten auf brüder- und schwesterlichem Fuß.
Von nun an verließ er seine Freundin fast nimmer,
Denn ihr Zustand wurde augenscheinlich schlimmer,
Und Frau van der Tangen und Herr Hieronimus
Lebten auf brüder- und schwesterlichem Fuß.
19.Er unterließ nichts an Tröstung und Pflege,Suchte ihre Linderung auf alle mögliche Wege,Hat sogar selbst fast in jeder NachtIn ihrem Krankenzimmer gewacht.
19.
Er unterließ nichts an Tröstung und Pflege,Suchte ihre Linderung auf alle mögliche Wege,Hat sogar selbst fast in jeder NachtIn ihrem Krankenzimmer gewacht.
Er unterließ nichts an Tröstung und Pflege,
Suchte ihre Linderung auf alle mögliche Wege,
Hat sogar selbst fast in jeder Nacht
In ihrem Krankenzimmer gewacht.
20.Endlich war doch alle Hoffnung des LebensUnd alle Mühe und Arznei bei ihr vergebens,Weil Freund Hein wirklich hereinkamUnd ihren letzten Athemzug wegnahm.
20.
Endlich war doch alle Hoffnung des LebensUnd alle Mühe und Arznei bei ihr vergebens,Weil Freund Hein wirklich hereinkamUnd ihren letzten Athemzug wegnahm.
Endlich war doch alle Hoffnung des Lebens
Und alle Mühe und Arznei bei ihr vergebens,
Weil Freund Hein wirklich hereinkam
Und ihren letzten Athemzug wegnahm.
21.Herr Jobs beklagte ihren Tod aufrichtig,Und sein Schmerz war weder verstellt noch flüchtig,Sondern er hat länger und mehr geweint,Als mancher Mann um seine todte Frau greint.
21.
Herr Jobs beklagte ihren Tod aufrichtig,Und sein Schmerz war weder verstellt noch flüchtig,Sondern er hat länger und mehr geweint,Als mancher Mann um seine todte Frau greint.
Herr Jobs beklagte ihren Tod aufrichtig,
Und sein Schmerz war weder verstellt noch flüchtig,
Sondern er hat länger und mehr geweint,
Als mancher Mann um seine todte Frau greint.
22.Am Gartenende, dort bei den drei Linden,Kann der geneigte Leser ihr Grab finden,Wenn er etwa von ohngefähr vorbei passirt,Oder nach Schönhain expreß hinspaziert.
22.
Am Gartenende, dort bei den drei Linden,Kann der geneigte Leser ihr Grab finden,Wenn er etwa von ohngefähr vorbei passirt,Oder nach Schönhain expreß hinspaziert.
Am Gartenende, dort bei den drei Linden,
Kann der geneigte Leser ihr Grab finden,
Wenn er etwa von ohngefähr vorbei passirt,
Oder nach Schönhain expreß hinspaziert.
23.Ueber ihrem dort nun modernden StaubeSteht eine gar niedliche Rosenlaube,Und Vergißmeinnicht und weißen JasminSieht und riecht man da des Sommers blühn.
23.
Ueber ihrem dort nun modernden StaubeSteht eine gar niedliche Rosenlaube,Und Vergißmeinnicht und weißen JasminSieht und riecht man da des Sommers blühn.
Ueber ihrem dort nun modernden Staube
Steht eine gar niedliche Rosenlaube,
Und Vergißmeinnicht und weißen Jasmin
Sieht und riecht man da des Sommers blühn.
24.Auch sieht man bei einem marmornen Aschtopfe,Die Figur von einem weißen Todtenkopfe,Dabei steht ein großes lateinischesA,Und es bedeutet solcher Buchstabe:Amalia.
24.
Auch sieht man bei einem marmornen Aschtopfe,Die Figur von einem weißen Todtenkopfe,Dabei steht ein großes lateinischesA,Und es bedeutet solcher Buchstabe:Amalia.
Auch sieht man bei einem marmornen Aschtopfe,
Die Figur von einem weißen Todtenkopfe,
Dabei steht ein großes lateinischesA,
Und es bedeutet solcher Buchstabe:Amalia.
25.Herr Jobs ging um dieses Monuments willenAbends und Morgens oft dahin im Stillen,Und da fielen ihm gemeiniglich allerleiErbauliche und traurige Gedanken bei.
25.
Herr Jobs ging um dieses Monuments willenAbends und Morgens oft dahin im Stillen,Und da fielen ihm gemeiniglich allerleiErbauliche und traurige Gedanken bei.
Herr Jobs ging um dieses Monuments willen
Abends und Morgens oft dahin im Stillen,
Und da fielen ihm gemeiniglich allerlei
Erbauliche und traurige Gedanken bei.
1.Besage der vorhandenen Annotationsbücher,Fand Herr Jobs 2800000 Reichsthaler sicherZu Amsterdam, London und Hamburg blankAls Kapitalien stehen in der Bank.
1.
Besage der vorhandenen Annotationsbücher,Fand Herr Jobs 2800000 Reichsthaler sicherZu Amsterdam, London und Hamburg blankAls Kapitalien stehen in der Bank.
Besage der vorhandenen Annotationsbücher,
Fand Herr Jobs 2800000 Reichsthaler sicher
Zu Amsterdam, London und Hamburg blank
Als Kapitalien stehen in der Bank.
2.Das übrige Gut an Wechseln und ObligationenBetrug mit obigen ohngefähr drei Millionen,Und der Werth von dem Gute SchönhainWar, bei meiner Treue! auch nicht klein.
2.
Das übrige Gut an Wechseln und ObligationenBetrug mit obigen ohngefähr drei Millionen,Und der Werth von dem Gute SchönhainWar, bei meiner Treue! auch nicht klein.
Das übrige Gut an Wechseln und Obligationen
Betrug mit obigen ohngefähr drei Millionen,
Und der Werth von dem Gute Schönhain
War, bei meiner Treue! auch nicht klein.
3.Er war bemüht, der Frau van der Tangen letzten Willen,Ratione der Legaten pünktlich zu erfüllen,Und alles übrige in runder Summ’War nun sein rechtmäßiges Eigenthum.
3.
Er war bemüht, der Frau van der Tangen letzten Willen,Ratione der Legaten pünktlich zu erfüllen,Und alles übrige in runder Summ’War nun sein rechtmäßiges Eigenthum.
Er war bemüht, der Frau van der Tangen letzten Willen,
Ratione der Legaten pünktlich zu erfüllen,
Und alles übrige in runder Summ’
War nun sein rechtmäßiges Eigenthum.
4.Er ehrte zwar dies übergroße VermögenAls einen unverhofften, nicht verwerflichen Segen,Hielt sich aber doch weder glücklicherNoch größer, als er ware vorher.
4.
Er ehrte zwar dies übergroße VermögenAls einen unverhofften, nicht verwerflichen Segen,Hielt sich aber doch weder glücklicherNoch größer, als er ware vorher.
Er ehrte zwar dies übergroße Vermögen
Als einen unverhofften, nicht verwerflichen Segen,
Hielt sich aber doch weder glücklicher
Noch größer, als er ware vorher.
5.Er befand sich vielmehr bei seinem Gelde und GuteLange nicht so behaglich noch bei gutem Muthe,Als er im Ohnwitzer PfarrstandSich noch vor einigen Monaten befand.
5.
Er befand sich vielmehr bei seinem Gelde und GuteLange nicht so behaglich noch bei gutem Muthe,Als er im Ohnwitzer PfarrstandSich noch vor einigen Monaten befand.
Er befand sich vielmehr bei seinem Gelde und Gute
Lange nicht so behaglich noch bei gutem Muthe,
Als er im Ohnwitzer Pfarrstand
Sich noch vor einigen Monaten befand.
6.Es ist ihm damals vor andern allenSein Eintritt in Schönhain eingefallen,Und da gedachte er an das alte Paar,Deren Gast er bei seiner Ankunft war.
6.
Es ist ihm damals vor andern allenSein Eintritt in Schönhain eingefallen,Und da gedachte er an das alte Paar,Deren Gast er bei seiner Ankunft war.
Es ist ihm damals vor andern allen
Sein Eintritt in Schönhain eingefallen,
Und da gedachte er an das alte Paar,
Deren Gast er bei seiner Ankunft war.
7.Um sie in ihrem Alter baß zu erfreuen,Kaufte er eine der schönsten Meiereien,Und gab seiner Baucis und ihrem PhilemonDieselbe für damalige Bewirthung zum Lohn.
7.
Um sie in ihrem Alter baß zu erfreuen,Kaufte er eine der schönsten Meiereien,Und gab seiner Baucis und ihrem PhilemonDieselbe für damalige Bewirthung zum Lohn.
Um sie in ihrem Alter baß zu erfreuen,
Kaufte er eine der schönsten Meiereien,
Und gab seiner Baucis und ihrem Philemon
Dieselbe für damalige Bewirthung zum Lohn.
8.Er hat auch an seine Schwester Esther geschrieben,Damit sie es wisse, wo er sei geblieben,Und daß sie bei ihm in seinem SchönhainNächstens würde willkommen sein.
8.
Er hat auch an seine Schwester Esther geschrieben,Damit sie es wisse, wo er sei geblieben,Und daß sie bei ihm in seinem SchönhainNächstens würde willkommen sein.
Er hat auch an seine Schwester Esther geschrieben,
Damit sie es wisse, wo er sei geblieben,
Und daß sie bei ihm in seinem Schönhain
Nächstens würde willkommen sein.
9.Auch seinen Schildburger AnverwandtenUnd den daselbst wohnenden BekanntenMachte er seinen jetzigen WohlstandZu ihrer freudigen Nachricht bekannt.
9.
Auch seinen Schildburger AnverwandtenUnd den daselbst wohnenden BekanntenMachte er seinen jetzigen WohlstandZu ihrer freudigen Nachricht bekannt.
Auch seinen Schildburger Anverwandten
Und den daselbst wohnenden Bekannten
Machte er seinen jetzigen Wohlstand
Zu ihrer freudigen Nachricht bekannt.
10.Auch hielt er’s für eine der größten Pflichten,Dem Herrn von Ohnwitz sein Glück zu berichten,Bekam aber gar keine Antwort;Denn bekanntlich war der Herr von da fort.
10.
Auch hielt er’s für eine der größten Pflichten,Dem Herrn von Ohnwitz sein Glück zu berichten,Bekam aber gar keine Antwort;Denn bekanntlich war der Herr von da fort.
Auch hielt er’s für eine der größten Pflichten,
Dem Herrn von Ohnwitz sein Glück zu berichten,
Bekam aber gar keine Antwort;
Denn bekanntlich war der Herr von da fort.
11.Was er sonst Gutes zu Schönhain verrichtet,Davon bin ich nicht genau unterrichtet,Wir sind also nun darauf bedacht,Zu sehen, was seine Schwester Esther macht.
11.
Was er sonst Gutes zu Schönhain verrichtet,Davon bin ich nicht genau unterrichtet,Wir sind also nun darauf bedacht,Zu sehen, was seine Schwester Esther macht.
Was er sonst Gutes zu Schönhain verrichtet,
Davon bin ich nicht genau unterrichtet,
Wir sind also nun darauf bedacht,
Zu sehen, was seine Schwester Esther macht.
12.Aus folgendem Briefe läßt sich ersehen,Wie auch alle übrigen Sachen sonst stehen,Er lief mit der Post nach SchönhainAls Antwort von Mamsell Esther ein.
12.
Aus folgendem Briefe läßt sich ersehen,Wie auch alle übrigen Sachen sonst stehen,Er lief mit der Post nach SchönhainAls Antwort von Mamsell Esther ein.
Aus folgendem Briefe läßt sich ersehen,
Wie auch alle übrigen Sachen sonst stehen,
Er lief mit der Post nach Schönhain
Als Antwort von Mamsell Esther ein.
1.„Mein theuerster Bruder!Dein gutes GeschickeGereicht mir zum größesten Vergnügen und Glücke,Auch noch mehrere Deiner Freunde sind hierUnd alle freuen sich herzinnig mit mir.
1.
„Mein theuerster Bruder!Dein gutes GeschickeGereicht mir zum größesten Vergnügen und Glücke,Auch noch mehrere Deiner Freunde sind hierUnd alle freuen sich herzinnig mit mir.
„Mein theuerster Bruder!Dein gutes Geschicke
Gereicht mir zum größesten Vergnügen und Glücke,
Auch noch mehrere Deiner Freunde sind hier
Und alle freuen sich herzinnig mit mir.
2.Denn es haben zu Rudelsburg vor einigen WochenDer alte Herr von Ohnwitz und seine Gemahlin eingesprochen,Und hieselbsten eine sichere ZufluchtFür die Verfolgung der Feinde gesucht.
2.
Denn es haben zu Rudelsburg vor einigen WochenDer alte Herr von Ohnwitz und seine Gemahlin eingesprochen,Und hieselbsten eine sichere ZufluchtFür die Verfolgung der Feinde gesucht.
Denn es haben zu Rudelsburg vor einigen Wochen
Der alte Herr von Ohnwitz und seine Gemahlin eingesprochen,
Und hieselbsten eine sichere Zuflucht
Für die Verfolgung der Feinde gesucht.
3.Auch ist vorgestern wider alles VerhoffenDer junge Herr von seiner Reise eingetroffen,Denn ihm ward schon der traurige ZustandVon Ohnwitz an der Grenze bekannt.
3.
Auch ist vorgestern wider alles VerhoffenDer junge Herr von seiner Reise eingetroffen,Denn ihm ward schon der traurige ZustandVon Ohnwitz an der Grenze bekannt.
Auch ist vorgestern wider alles Verhoffen
Der junge Herr von seiner Reise eingetroffen,
Denn ihm ward schon der traurige Zustand
Von Ohnwitz an der Grenze bekannt.
4.Entblößt von Geld und andern NothdürftigkeitenErwarten sie hier alle zwar bessere Zeiten;Aber ich denke, bei Dir zu SchönhainWerden sie besser als in Rudelsburg sein.
4.
Entblößt von Geld und andern NothdürftigkeitenErwarten sie hier alle zwar bessere Zeiten;Aber ich denke, bei Dir zu SchönhainWerden sie besser als in Rudelsburg sein.
Entblößt von Geld und andern Nothdürftigkeiten
Erwarten sie hier alle zwar bessere Zeiten;
Aber ich denke, bei Dir zu Schönhain
Werden sie besser als in Rudelsburg sein.
5.Es ist Dir also, mein bester der Brüder!Ihr Besuch angenehm und nicht zuwider?Ein Brief noch von Dir und alle wirMachen uns auf die Reise zu Dir.
5.
Es ist Dir also, mein bester der Brüder!Ihr Besuch angenehm und nicht zuwider?Ein Brief noch von Dir und alle wirMachen uns auf die Reise zu Dir.
Es ist Dir also, mein bester der Brüder!
Ihr Besuch angenehm und nicht zuwider?
Ein Brief noch von Dir und alle wir
Machen uns auf die Reise zu Dir.
6.Tausend Grüße und herzliche EmpfehlungenVon der gnädigen Frau und dem alten und jungenBaron. Ich verbleibe, nach altem Gebrauch,Deine treue Schwester bis zum letzten Hauch.“
6.
Tausend Grüße und herzliche EmpfehlungenVon der gnädigen Frau und dem alten und jungenBaron. Ich verbleibe, nach altem Gebrauch,Deine treue Schwester bis zum letzten Hauch.“
Tausend Grüße und herzliche Empfehlungen
Von der gnädigen Frau und dem alten und jungen
Baron. Ich verbleibe, nach altem Gebrauch,
Deine treue Schwester bis zum letzten Hauch.“
7.Dieser Brief verursachte gewaltige RegungBei Herrn Jobs, und ohne lange UeberlegungPackte er ein Paar tausend Thaler einNebst einer Invitation nach Schönhain.
7.
Dieser Brief verursachte gewaltige RegungBei Herrn Jobs, und ohne lange UeberlegungPackte er ein Paar tausend Thaler einNebst einer Invitation nach Schönhain.
Dieser Brief verursachte gewaltige Regung
Bei Herrn Jobs, und ohne lange Ueberlegung
Packte er ein Paar tausend Thaler ein
Nebst einer Invitation nach Schönhain.
8.Er sandte alles durch eine Staffette,Und als wenn es irgendwo gebrennet hätte,Jug dieselbe Tag und Nacht durch,Bis sie ankam zu Rudelsburg.
8.
Er sandte alles durch eine Staffette,Und als wenn es irgendwo gebrennet hätte,Jug dieselbe Tag und Nacht durch,Bis sie ankam zu Rudelsburg.
Er sandte alles durch eine Staffette,
Und als wenn es irgendwo gebrennet hätte,
Jug dieselbe Tag und Nacht durch,
Bis sie ankam zu Rudelsburg.
9.Ohngefähr nach verstrichenen vierzehn TagenTrafe in einem gemächlichen WagenDie Ohnwitzer Familie zu SchönhainUnd Mamsell Esther zugleich mit ein.
9.
Ohngefähr nach verstrichenen vierzehn TagenTrafe in einem gemächlichen WagenDie Ohnwitzer Familie zu SchönhainUnd Mamsell Esther zugleich mit ein.
Ohngefähr nach verstrichenen vierzehn Tagen
Trafe in einem gemächlichen Wagen
Die Ohnwitzer Familie zu Schönhain
Und Mamsell Esther zugleich mit ein.
1.Wie man sich des Wiedersehens gefreuetUnd zu Schönhain ein jeder gejubeleiet,Und besonders die Freude des Herrn HieronimusHier zu beschreiben, wäre Ueberfluß.
1.
Wie man sich des Wiedersehens gefreuetUnd zu Schönhain ein jeder gejubeleiet,Und besonders die Freude des Herrn HieronimusHier zu beschreiben, wäre Ueberfluß.
Wie man sich des Wiedersehens gefreuet
Und zu Schönhain ein jeder gejubeleiet,
Und besonders die Freude des Herrn Hieronimus
Hier zu beschreiben, wäre Ueberfluß.
2.Er gab seinen angenehmen Ohnwitzer GästenAlles, was er hatte, dermaßen zum besten,Als wäre zu Schönhain rund herumAlles ihr pröperliches Eigenthum.
2.
Er gab seinen angenehmen Ohnwitzer GästenAlles, was er hatte, dermaßen zum besten,Als wäre zu Schönhain rund herumAlles ihr pröperliches Eigenthum.
Er gab seinen angenehmen Ohnwitzer Gästen
Alles, was er hatte, dermaßen zum besten,
Als wäre zu Schönhain rund herum
Alles ihr pröperliches Eigenthum.
3.Man vergaß gerne in dieser fröhlichen LageDie vorherige erlittene Kriegesplage,Und lebte auf dem Gute des HieronimusZusammen auf dem freundlichsten Fuß.
3.
Man vergaß gerne in dieser fröhlichen LageDie vorherige erlittene Kriegesplage,Und lebte auf dem Gute des HieronimusZusammen auf dem freundlichsten Fuß.
Man vergaß gerne in dieser fröhlichen Lage
Die vorherige erlittene Kriegesplage,
Und lebte auf dem Gute des Hieronimus
Zusammen auf dem freundlichsten Fuß.
1.Wir wollen jetzt einmal wieder zurückkehrenZum jungen Herrn von Ohnwitz und seiner Stehren,Damit der geneigte Leser seh’,Ob die Liebe noch beim Alten besteh’.
1.
Wir wollen jetzt einmal wieder zurückkehrenZum jungen Herrn von Ohnwitz und seiner Stehren,Damit der geneigte Leser seh’,Ob die Liebe noch beim Alten besteh’.
Wir wollen jetzt einmal wieder zurückkehren
Zum jungen Herrn von Ohnwitz und seiner Stehren,
Damit der geneigte Leser seh’,
Ob die Liebe noch beim Alten besteh’.
2.Seit Stehrens Rudelsburger AufenthalteEntstund in dem Romane zwar etwas Halte,Weil auf jeden Brief, den der Baron schrieb,Von Ohnewitz die Antwort ausblieb.
2.
Seit Stehrens Rudelsburger AufenthalteEntstund in dem Romane zwar etwas Halte,Weil auf jeden Brief, den der Baron schrieb,Von Ohnewitz die Antwort ausblieb.
Seit Stehrens Rudelsburger Aufenthalte
Entstund in dem Romane zwar etwas Halte,
Weil auf jeden Brief, den der Baron schrieb,
Von Ohnewitz die Antwort ausblieb.
3.Er kam also auf den fatalen Gedanken,Stehrens Liebe möchte vielleicht etwas wanken,Oder, welches gar noch schlimmer sei,Sie möchte ihm völlig sein ungetreu.
3.
Er kam also auf den fatalen Gedanken,Stehrens Liebe möchte vielleicht etwas wanken,Oder, welches gar noch schlimmer sei,Sie möchte ihm völlig sein ungetreu.
Er kam also auf den fatalen Gedanken,
Stehrens Liebe möchte vielleicht etwas wanken,
Oder, welches gar noch schlimmer sei,
Sie möchte ihm völlig sein ungetreu.
4.Nachdem er nun seine Reise hatte geendet,Und sich nach Rudelsburg aus Noth gewendet,Welch Glück, als er unvermuthet daSeine geliebte Stehre hier wieder sah!
4.
Nachdem er nun seine Reise hatte geendet,Und sich nach Rudelsburg aus Noth gewendet,Welch Glück, als er unvermuthet daSeine geliebte Stehre hier wieder sah!
Nachdem er nun seine Reise hatte geendet,
Und sich nach Rudelsburg aus Noth gewendet,
Welch Glück, als er unvermuthet da
Seine geliebte Stehre hier wieder sah!
5.Ware gleich ihre Liebe einige Zeit gehindert,So war sie doch um kein Quentchen schwer gemindert,Und so fing der abgebrochne RomanZu Schönhain wiederde novoan.
5.
Ware gleich ihre Liebe einige Zeit gehindert,So war sie doch um kein Quentchen schwer gemindert,Und so fing der abgebrochne RomanZu Schönhain wiederde novoan.
Ware gleich ihre Liebe einige Zeit gehindert,
So war sie doch um kein Quentchen schwer gemindert,
Und so fing der abgebrochne Roman
Zu Schönhain wiederde novoan.
6.Manches Spiel mit zärtlich gegnenden Blicken,Heimliches Seufzen, verstohlnes Händedrücken,Einsames Spazieren, abendlicher ConventBei den Linden und Amaliens Monument,
6.
Manches Spiel mit zärtlich gegnenden Blicken,Heimliches Seufzen, verstohlnes Händedrücken,Einsames Spazieren, abendlicher ConventBei den Linden und Amaliens Monument,
Manches Spiel mit zärtlich gegnenden Blicken,
Heimliches Seufzen, verstohlnes Händedrücken,
Einsames Spazieren, abendlicher Convent
Bei den Linden und Amaliens Monument,
7.Wandeln Hand in Hand durch blumige Thale,Sich erquicken am keuschen silbernen Mondstrahle,Girren und Tändeln und verliebte Sprach’,Hatte alles seinen Fortgang vor wie nach.
7.
Wandeln Hand in Hand durch blumige Thale,Sich erquicken am keuschen silbernen Mondstrahle,Girren und Tändeln und verliebte Sprach’,Hatte alles seinen Fortgang vor wie nach.
Wandeln Hand in Hand durch blumige Thale,
Sich erquicken am keuschen silbernen Mondstrahle,
Girren und Tändeln und verliebte Sprach’,
Hatte alles seinen Fortgang vor wie nach.
8.Der alte Herr hat dies nun zwar gesehen,Ließ es aber diesmal tacite geschehen;Auch die vernünftige gnädige FrauNahm dies Ding nicht mehr so genau.
8.
Der alte Herr hat dies nun zwar gesehen,Ließ es aber diesmal tacite geschehen;Auch die vernünftige gnädige FrauNahm dies Ding nicht mehr so genau.
Der alte Herr hat dies nun zwar gesehen,
Ließ es aber diesmal tacite geschehen;
Auch die vernünftige gnädige Frau
Nahm dies Ding nicht mehr so genau.
9.Denn Umstände pflegen in menschlichen SachenMancherlei wichtige Veränderungen zu machen,Und nach dem latein’schen Sprüchwort heißt es:Circumstantiae variant res.
9.
Denn Umstände pflegen in menschlichen SachenMancherlei wichtige Veränderungen zu machen,Und nach dem latein’schen Sprüchwort heißt es:Circumstantiae variant res.
Denn Umstände pflegen in menschlichen Sachen
Mancherlei wichtige Veränderungen zu machen,
Und nach dem latein’schen Sprüchwort heißt es:
Circumstantiae variant res.
10.Auch Herr Jobs hat dazu stillgeschwiegen,Mochte die Liebenden nicht kränken oder rügen,Und dachte vielleicht in seinem Herzen dabei,Daß es alles so der Wille des Himmels sei.
10.
Auch Herr Jobs hat dazu stillgeschwiegen,Mochte die Liebenden nicht kränken oder rügen,Und dachte vielleicht in seinem Herzen dabei,Daß es alles so der Wille des Himmels sei.
Auch Herr Jobs hat dazu stillgeschwiegen,
Mochte die Liebenden nicht kränken oder rügen,
Und dachte vielleicht in seinem Herzen dabei,
Daß es alles so der Wille des Himmels sei.
11.Als der junge Herr noch einmal bei den AltenUm die Einwilligung in seine Liebe angehalten,Nahm man ihm solches so übel nicht mehr,Als man es hatte genommen vorher.
11.
Als der junge Herr noch einmal bei den AltenUm die Einwilligung in seine Liebe angehalten,Nahm man ihm solches so übel nicht mehr,Als man es hatte genommen vorher.
Als der junge Herr noch einmal bei den Alten
Um die Einwilligung in seine Liebe angehalten,
Nahm man ihm solches so übel nicht mehr,
Als man es hatte genommen vorher.
12.Es entstanden doch noch zuweilen abseitenDer gnädigen Eltern einige Schwierigkeiten;Denn ein bürgerliches Mädchen zu trau’n,War ihrem Magen noch schwer zu verdau’n.
12.
Es entstanden doch noch zuweilen abseitenDer gnädigen Eltern einige Schwierigkeiten;Denn ein bürgerliches Mädchen zu trau’n,War ihrem Magen noch schwer zu verdau’n.
Es entstanden doch noch zuweilen abseiten
Der gnädigen Eltern einige Schwierigkeiten;
Denn ein bürgerliches Mädchen zu trau’n,
War ihrem Magen noch schwer zu verdau’n.
13.Herr Jobs ward dieses mehrmalen inne,Und nun kam ihm von ohngefähr im Sinne,Daß er von seinem Vater es mehrmals vernahm,Die Jöbse wären vom altadligen Stamm;
13.
Herr Jobs ward dieses mehrmalen inne,Und nun kam ihm von ohngefähr im Sinne,Daß er von seinem Vater es mehrmals vernahm,Die Jöbse wären vom altadligen Stamm;
Herr Jobs ward dieses mehrmalen inne,
Und nun kam ihm von ohngefähr im Sinne,
Daß er von seinem Vater es mehrmals vernahm,
Die Jöbse wären vom altadligen Stamm;
14.Auch daß die Vorfahren mütterlicher SeiteWären gewesen gar ansehnliche Leute,Und davon ein schriftliches DokumentIn Schildburg bei seinem Bruder sich fänd’.
14.
Auch daß die Vorfahren mütterlicher SeiteWären gewesen gar ansehnliche Leute,Und davon ein schriftliches DokumentIn Schildburg bei seinem Bruder sich fänd’.
Auch daß die Vorfahren mütterlicher Seite
Wären gewesen gar ansehnliche Leute,
Und davon ein schriftliches Dokument
In Schildburg bei seinem Bruder sich fänd’.
15.Er hat darum sofort an ihn geschrieben,Auf Uebersendung der gedachten Schrift getrieben,Und der sandte dann auch des DocumentsOriginal ihm nach Schönhain eilends.
15.
Er hat darum sofort an ihn geschrieben,Auf Uebersendung der gedachten Schrift getrieben,Und der sandte dann auch des DocumentsOriginal ihm nach Schönhain eilends.
Er hat darum sofort an ihn geschrieben,
Auf Uebersendung der gedachten Schrift getrieben,
Und der sandte dann auch des Documents
Original ihm nach Schönhain eilends.
16.Es enthielt die Jobsschen FamiliennachrichtenUnd manche drin vorgekommene Geschichten;Ich liefere davon kürzlich und exactIm folgenden Kapitel einen Extract.
16.
Es enthielt die Jobsschen FamiliennachrichtenUnd manche drin vorgekommene Geschichten;Ich liefere davon kürzlich und exactIm folgenden Kapitel einen Extract.
Es enthielt die Jobsschen Familiennachrichten
Und manche drin vorgekommene Geschichten;
Ich liefere davon kürzlich und exact
Im folgenden Kapitel einen Extract.
1.Erstlich ist zu merken, daß die männlichen JöbseAnfangs hießen die Herrenvon Schöpse;Draus ward hernach der Namevon Schops,Ex postSchopsund endlich garJobs.
1.
Erstlich ist zu merken, daß die männlichen JöbseAnfangs hießen die Herrenvon Schöpse;Draus ward hernach der Namevon Schops,Ex postSchopsund endlich garJobs.
Erstlich ist zu merken, daß die männlichen Jöbse
Anfangs hießen die Herrenvon Schöpse;
Draus ward hernach der Namevon Schops,
Ex postSchopsund endlich garJobs.
2.Aber der Stammbaum der Herren von SchöpseOder der nachherigen Herren JöbseWar unwidersprechlich sehr alt,Und ihr Geschlechtswappen von guter Gestalt.
2.
Aber der Stammbaum der Herren von SchöpseOder der nachherigen Herren JöbseWar unwidersprechlich sehr alt,Und ihr Geschlechtswappen von guter Gestalt.
Aber der Stammbaum der Herren von Schöpse
Oder der nachherigen Herren Jöbse
War unwidersprechlich sehr alt,
Und ihr Geschlechtswappen von guter Gestalt.
3.Denn es ist längst irgendwo zu lesen,Daß in Noahs Arche schon ein Schöps gewesen;Weil aber damals noch Niemand war Baron,So schrieb sich derselbe auch nicht Herrvon.
3.
Denn es ist längst irgendwo zu lesen,Daß in Noahs Arche schon ein Schöps gewesen;Weil aber damals noch Niemand war Baron,So schrieb sich derselbe auch nicht Herrvon.
Denn es ist längst irgendwo zu lesen,
Daß in Noahs Arche schon ein Schöps gewesen;
Weil aber damals noch Niemand war Baron,
So schrieb sich derselbe auch nicht Herrvon.
4.Ja, wollte man der Geschichte weiter nachspüren,So würde sich leicht der Schöpsen Ursprung verlierenIn das allergraueste Alterthum,Vielleicht gar bis ins erste Weltsäculum.
4.
Ja, wollte man der Geschichte weiter nachspüren,So würde sich leicht der Schöpsen Ursprung verlierenIn das allergraueste Alterthum,Vielleicht gar bis ins erste Weltsäculum.
Ja, wollte man der Geschichte weiter nachspüren,
So würde sich leicht der Schöpsen Ursprung verlieren
In das allergraueste Alterthum,
Vielleicht gar bis ins erste Weltsäculum.
5.Aber dieses genauer auszumachen,Würde zu viel Untersuchung verursachen,Und zu einem ganz completen StammbaumDer Schöpsenfamilie wäre kaum Raum.
5.
Aber dieses genauer auszumachen,Würde zu viel Untersuchung verursachen,Und zu einem ganz completen StammbaumDer Schöpsenfamilie wäre kaum Raum.
Aber dieses genauer auszumachen,
Würde zu viel Untersuchung verursachen,
Und zu einem ganz completen Stammbaum
Der Schöpsenfamilie wäre kaum Raum.
6.So viel ist gewiß, daß die VorfahrenDieses Geschlechts ansehnliche Personen waren,Und sowol im Lehr- als im WehrstandViel wichtige Stellen bekleideten im Land.
6.
So viel ist gewiß, daß die VorfahrenDieses Geschlechts ansehnliche Personen waren,Und sowol im Lehr- als im WehrstandViel wichtige Stellen bekleideten im Land.
So viel ist gewiß, daß die Vorfahren
Dieses Geschlechts ansehnliche Personen waren,
Und sowol im Lehr- als im Wehrstand
Viel wichtige Stellen bekleideten im Land.
7.Die authentisch eingezogenen NachrichtenAus alten Geschichtschroniken berichten,Daß schon zur Zeit des Majordomus PipinMancher Schöpse bei Hofe erschien.
7.
Die authentisch eingezogenen NachrichtenAus alten Geschichtschroniken berichten,Daß schon zur Zeit des Majordomus PipinMancher Schöpse bei Hofe erschien.
Die authentisch eingezogenen Nachrichten
Aus alten Geschichtschroniken berichten,
Daß schon zur Zeit des Majordomus Pipin
Mancher Schöpse bei Hofe erschien.
8.Auch zu Kaisers Caroli magni ZeitenThaten ihn einige Schöpse im Kriege begleiten,Und einer, genanntGerman von Schöps, warTitularhofrath beim ersten Lothar.
8.
Auch zu Kaisers Caroli magni ZeitenThaten ihn einige Schöpse im Kriege begleiten,Und einer, genanntGerman von Schöps, warTitularhofrath beim ersten Lothar.
Auch zu Kaisers Caroli magni Zeiten
Thaten ihn einige Schöpse im Kriege begleiten,
Und einer, genanntGerman von Schöps, war
Titularhofrath beim ersten Lothar.
9.Dessen SohnBrunoheirathete an Ludwigs HofeEine artige kaiserliche Kammerzofe,Und bekam im ersten Vierteljahr schonVon ihr einen unerwarteten Sohn.
9.
Dessen SohnBrunoheirathete an Ludwigs HofeEine artige kaiserliche Kammerzofe,Und bekam im ersten Vierteljahr schonVon ihr einen unerwarteten Sohn.
Dessen SohnBrunoheirathete an Ludwigs Hofe
Eine artige kaiserliche Kammerzofe,
Und bekam im ersten Vierteljahr schon
Von ihr einen unerwarteten Sohn.
10.Die Geschichte verschweiget seinen Taufnamen;Aber zur Zeit, als die Hunnen nach Deutschland kamen,Lebte er auf einem eignen GutUnd zahlte geduldig Schatzung und Tribut.
10.
Die Geschichte verschweiget seinen Taufnamen;Aber zur Zeit, als die Hunnen nach Deutschland kamen,Lebte er auf einem eignen GutUnd zahlte geduldig Schatzung und Tribut.
Die Geschichte verschweiget seinen Taufnamen;
Aber zur Zeit, als die Hunnen nach Deutschland kamen,
Lebte er auf einem eignen Gut
Und zahlte geduldig Schatzung und Tribut.
11.Er hinterließ einen Sohn, der war FähnrichUnterm berühmten Vogelfänger Kaiser Henrich;Ob er vielleicht weiter avancirt,Wird in der Stammgeschichte nicht berührt.
11.
Er hinterließ einen Sohn, der war FähnrichUnterm berühmten Vogelfänger Kaiser Henrich;Ob er vielleicht weiter avancirt,Wird in der Stammgeschichte nicht berührt.
Er hinterließ einen Sohn, der war Fähnrich
Unterm berühmten Vogelfänger Kaiser Henrich;
Ob er vielleicht weiter avancirt,
Wird in der Stammgeschichte nicht berührt.
12.Er hießWilhelmund blieb unter zwei OttonenRuhig und still auf seinem Gute wohnen;Im übrigen weiß man von ihm gewiß:Er erzielte mit seiner Gemahlin Margaris
12.
Er hießWilhelmund blieb unter zwei OttonenRuhig und still auf seinem Gute wohnen;Im übrigen weiß man von ihm gewiß:Er erzielte mit seiner Gemahlin Margaris
Er hießWilhelmund blieb unter zwei Ottonen
Ruhig und still auf seinem Gute wohnen;
Im übrigen weiß man von ihm gewiß:
Er erzielte mit seiner Gemahlin Margaris