1.Nach dem gemeinen Sprüchwort ist große FreudeGemeiniglich gemischt oder befolgt mit Leide,Und vom lustigen Hopsa und FröhlichkeitIst Jammer, Auweh und Trauer nicht weit.
1.
Nach dem gemeinen Sprüchwort ist große FreudeGemeiniglich gemischt oder befolgt mit Leide,Und vom lustigen Hopsa und FröhlichkeitIst Jammer, Auweh und Trauer nicht weit.
Nach dem gemeinen Sprüchwort ist große Freude
Gemeiniglich gemischt oder befolgt mit Leide,
Und vom lustigen Hopsa und Fröhlichkeit
Ist Jammer, Auweh und Trauer nicht weit.
2.Dies Sprüchwort hat auch leider bald nach diesenGeschichten in Hieronimi Hause als wahr sich gewiesen,Wo nur ein Schritt, ja nur ein Haar,Zwischen dem Tode und Leben war.
2.
Dies Sprüchwort hat auch leider bald nach diesenGeschichten in Hieronimi Hause als wahr sich gewiesen,Wo nur ein Schritt, ja nur ein Haar,Zwischen dem Tode und Leben war.
Dies Sprüchwort hat auch leider bald nach diesen
Geschichten in Hieronimi Hause als wahr sich gewiesen,
Wo nur ein Schritt, ja nur ein Haar,
Zwischen dem Tode und Leben war.
3.Denn kaum war Hieronimus wieder auferwecket,So ward seine Frau davon so heftig erschrecket,Daß alles Blut im Leibe bei ihr erstarrtUnd sie plötzlich eine Leiche ward.
3.
Denn kaum war Hieronimus wieder auferwecket,So ward seine Frau davon so heftig erschrecket,Daß alles Blut im Leibe bei ihr erstarrtUnd sie plötzlich eine Leiche ward.
Denn kaum war Hieronimus wieder auferwecket,
So ward seine Frau davon so heftig erschrecket,
Daß alles Blut im Leibe bei ihr erstarrt
Und sie plötzlich eine Leiche ward.
4.Da half weder Aderlassen noch Klystiren;Sie blieb todt, ohne einmal sich zu rühren,Und Herrn Schnellers erhabene KunstErschöpfte sich an ihr ganz umsunst.
4.
Da half weder Aderlassen noch Klystiren;Sie blieb todt, ohne einmal sich zu rühren,Und Herrn Schnellers erhabene KunstErschöpfte sich an ihr ganz umsunst.
Da half weder Aderlassen noch Klystiren;
Sie blieb todt, ohne einmal sich zu rühren,
Und Herrn Schnellers erhabene Kunst
Erschöpfte sich an ihr ganz umsunst.
5.Ob etwa die schnelle Freude sie so verdorben,Daß sie davon so geschwinde gestorben,Dieses, sowol als anders noch mehr,Genau zu erörtern, gehört nicht hieher.
5.
Ob etwa die schnelle Freude sie so verdorben,Daß sie davon so geschwinde gestorben,Dieses, sowol als anders noch mehr,Genau zu erörtern, gehört nicht hieher.
Ob etwa die schnelle Freude sie so verdorben,
Daß sie davon so geschwinde gestorben,
Dieses, sowol als anders noch mehr,
Genau zu erörtern, gehört nicht hieher.
6.Einige haben wollen behaupten und sagen,Als ob Frau Jobs schon in den ersten zwei TagenDer Wittwenschaft mit einem andern sichHätte verlobt und eingelassen ehelich;
6.
Einige haben wollen behaupten und sagen,Als ob Frau Jobs schon in den ersten zwei TagenDer Wittwenschaft mit einem andern sichHätte verlobt und eingelassen ehelich;
Einige haben wollen behaupten und sagen,
Als ob Frau Jobs schon in den ersten zwei Tagen
Der Wittwenschaft mit einem andern sich
Hätte verlobt und eingelassen ehelich;
7.Des erblaßten Gatten Auferstehung aber wäreNun bei ihr gekommen in die Quere,Und dieser unvermuthete große SchmerzHätte ihr gebrochen das empfindliche Herz.
7.
Des erblaßten Gatten Auferstehung aber wäreNun bei ihr gekommen in die Quere,Und dieser unvermuthete große SchmerzHätte ihr gebrochen das empfindliche Herz.
Des erblaßten Gatten Auferstehung aber wäre
Nun bei ihr gekommen in die Quere,
Und dieser unvermuthete große Schmerz
Hätte ihr gebrochen das empfindliche Herz.
8.Allein, es ist Sünde sich so zu übereilenUnd von armen jungen Wittwen so lieblos zu urtheilen;Das sicherste, was man davon sagen kann,Ist: der Tod will eine Ursache han.
8.
Allein, es ist Sünde sich so zu übereilenUnd von armen jungen Wittwen so lieblos zu urtheilen;Das sicherste, was man davon sagen kann,Ist: der Tod will eine Ursache han.
Allein, es ist Sünde sich so zu übereilen
Und von armen jungen Wittwen so lieblos zu urtheilen;
Das sicherste, was man davon sagen kann,
Ist: der Tod will eine Ursache han.
9.Sie ward nach vier Tagen zur Erde bestattet,Und Hieronimus, zwar noch etwas ermattet,Gab doch mit aller ZärtlichkeitIhr zur Ruhestatt das Geleit,
9.
Sie ward nach vier Tagen zur Erde bestattet,Und Hieronimus, zwar noch etwas ermattet,Gab doch mit aller ZärtlichkeitIhr zur Ruhestatt das Geleit,
Sie ward nach vier Tagen zur Erde bestattet,
Und Hieronimus, zwar noch etwas ermattet,
Gab doch mit aller Zärtlichkeit
Ihr zur Ruhestatt das Geleit,
10.Froh, daß er diesmal dem Grabe entnommenUnd mit dieser Kleinigkeit glücklich davon gekommen;Denn er dachte, besser heißt’s:Heute dirUnd nach Gelegenheit erst morgen mir.
10.
Froh, daß er diesmal dem Grabe entnommenUnd mit dieser Kleinigkeit glücklich davon gekommen;Denn er dachte, besser heißt’s:Heute dirUnd nach Gelegenheit erst morgen mir.
Froh, daß er diesmal dem Grabe entnommen
Und mit dieser Kleinigkeit glücklich davon gekommen;
Denn er dachte, besser heißt’s:Heute dir
Und nach Gelegenheit erst morgen mir.
1.Das Gerücht von dem geschehenen AbenteuerVerbreitete sich überall wie ein laufend Feuer,Und ward bald durch ganz Schwabenland,Theils mit, theils ohne Zusatz bekannt.
1.
Das Gerücht von dem geschehenen AbenteuerVerbreitete sich überall wie ein laufend Feuer,Und ward bald durch ganz Schwabenland,Theils mit, theils ohne Zusatz bekannt.
Das Gerücht von dem geschehenen Abenteuer
Verbreitete sich überall wie ein laufend Feuer,
Und ward bald durch ganz Schwabenland,
Theils mit, theils ohne Zusatz bekannt.
2.Mancher hielt es für eine ersonnene Märe,Was da in Schildburg neulich geschehen wäre,Und jeder nach seiner besondern Manier,Disputirte davon, theilswider, theilsfür.
2.
Mancher hielt es für eine ersonnene Märe,Was da in Schildburg neulich geschehen wäre,Und jeder nach seiner besondern Manier,Disputirte davon, theilswider, theilsfür.
Mancher hielt es für eine ersonnene Märe,
Was da in Schildburg neulich geschehen wäre,
Und jeder nach seiner besondern Manier,
Disputirte davon, theilswider, theilsfür.
3.Andre erzählten, daß man letzthin habeIn Schildburg gebracht einen Mann zu Grabe,Welcher nunmehr in GespenstergestaltHerumging und erschreckte Jung und Alt.
3.
Andre erzählten, daß man letzthin habeIn Schildburg gebracht einen Mann zu Grabe,Welcher nunmehr in GespenstergestaltHerumging und erschreckte Jung und Alt.
Andre erzählten, daß man letzthin habe
In Schildburg gebracht einen Mann zu Grabe,
Welcher nunmehr in Gespenstergestalt
Herumging und erschreckte Jung und Alt.
4.Andre haben sogar behauptet und gesprochen,Er habe, als Geist, seiner Wittwe den Hals gebrochen,Weil sie einen jungen Menschen geküßt;Und was des dummen Zeugs mehr ist.
4.
Andre haben sogar behauptet und gesprochen,Er habe, als Geist, seiner Wittwe den Hals gebrochen,Weil sie einen jungen Menschen geküßt;Und was des dummen Zeugs mehr ist.
Andre haben sogar behauptet und gesprochen,
Er habe, als Geist, seiner Wittwe den Hals gebrochen,
Weil sie einen jungen Menschen geküßt;
Und was des dummen Zeugs mehr ist.
5.Aber vor allen andern betrug sichDer Magistrat von Schildburg sehr kluglich;Denn sobald der erste Schrecken verschwand,Nahm man das wichtige Geschäft zur Hand,
5.
Aber vor allen andern betrug sichDer Magistrat von Schildburg sehr kluglich;Denn sobald der erste Schrecken verschwand,Nahm man das wichtige Geschäft zur Hand,
Aber vor allen andern betrug sich
Der Magistrat von Schildburg sehr kluglich;
Denn sobald der erste Schrecken verschwand,
Nahm man das wichtige Geschäft zur Hand,
6.Und thatin plenodeliberiren,Damit nicht künftig was Aehnlich’s möge passiren,Und machtesub Datoden21tenHornungVon Wort zu Wort folgende Verordnung:
6.
Und thatin plenodeliberiren,Damit nicht künftig was Aehnlich’s möge passiren,Und machtesub Datoden21tenHornungVon Wort zu Wort folgende Verordnung:
Und thatin plenodeliberiren,
Damit nicht künftig was Aehnlich’s möge passiren,
Und machtesub Datoden21tenHornung
Von Wort zu Wort folgende Verordnung:
7.„Sintemal und alldieweil in diesen TagenSich der besondereCasuszugetragen,Daß man jemand beinahe mit Haut und HaarBegraben hätte, der noch lebendig war;
7.
„Sintemal und alldieweil in diesen TagenSich der besondereCasuszugetragen,Daß man jemand beinahe mit Haut und HaarBegraben hätte, der noch lebendig war;
„Sintemal und alldieweil in diesen Tagen
Sich der besondereCasuszugetragen,
Daß man jemand beinahe mit Haut und Haar
Begraben hätte, der noch lebendig war;
8.Also findet ein hochweiserMagistratusSchildburgensis, daß es ein fürchterlicherStatusSei, wenn man jemanden steckt ins Loch,Welcher bei diesemActulebet noch.
8.
Also findet ein hochweiserMagistratusSchildburgensis, daß es ein fürchterlicherStatusSei, wenn man jemanden steckt ins Loch,Welcher bei diesemActulebet noch.
Also findet ein hochweiserMagistratus
Schildburgensis, daß es ein fürchterlicherStatus
Sei, wenn man jemanden steckt ins Loch,
Welcher bei diesemActulebet noch.
9.Dergleichen Excessen nun künftig vorzubeugen,Wollen wir alle obrigkeitliche Mühe bezeigen,Und geben hiemit das ernstliche Gebot:Niemand zu begraben, er sei dann todt.
9.
Dergleichen Excessen nun künftig vorzubeugen,Wollen wir alle obrigkeitliche Mühe bezeigen,Und geben hiemit das ernstliche Gebot:Niemand zu begraben, er sei dann todt.
Dergleichen Excessen nun künftig vorzubeugen,
Wollen wir alle obrigkeitliche Mühe bezeigen,
Und geben hiemit das ernstliche Gebot:
Niemand zu begraben, er sei dann todt.
10.Wer sich das Gegentheil läßt kommen zu Schulden,Soll gestraft werden um 14 Goldgulden,Und dieses verwirkte Strafgeld seiDann für’sAerariumder Kämmerei.
10.
Wer sich das Gegentheil läßt kommen zu Schulden,Soll gestraft werden um 14 Goldgulden,Und dieses verwirkte Strafgeld seiDann für’sAerariumder Kämmerei.
Wer sich das Gegentheil läßt kommen zu Schulden,
Soll gestraft werden um 14 Goldgulden,
Und dieses verwirkte Strafgeld sei
Dann für’sAerariumder Kämmerei.
11.Damit es zu jedermanns Kenntniß mög’ gelangen,Soll man dies an der Rathhausthür festhangen,Imgleichen noch sonst hier und dort,An den Kirchen und andern öffentlichen Ort.
11.
Damit es zu jedermanns Kenntniß mög’ gelangen,Soll man dies an der Rathhausthür festhangen,Imgleichen noch sonst hier und dort,An den Kirchen und andern öffentlichen Ort.
Damit es zu jedermanns Kenntniß mög’ gelangen,
Soll man dies an der Rathhausthür festhangen,
Imgleichen noch sonst hier und dort,
An den Kirchen und andern öffentlichen Ort.
12.Auf daß jeder Bürger dasselbe seheUnd sich nach dem Inhalte pünktlich begehe,’S findet folglich bei diesem PlacatKeine Excüse der Unwissenheit statt.
12.
Auf daß jeder Bürger dasselbe seheUnd sich nach dem Inhalte pünktlich begehe,’S findet folglich bei diesem PlacatKeine Excüse der Unwissenheit statt.
Auf daß jeder Bürger dasselbe sehe
Und sich nach dem Inhalte pünktlich begehe,
’S findet folglich bei diesem Placat
Keine Excüse der Unwissenheit statt.
13.Datumim völligenplenissimo magistratu,Coramsämmtlichen gegenwärtigenSenatu.Affigatur et bubliceturEt ad Prutacollum notetur.“
13.
Datumim völligenplenissimo magistratu,Coramsämmtlichen gegenwärtigenSenatu.Affigatur et bubliceturEt ad Prutacollum notetur.“
Datumim völligenplenissimo magistratu,
Coramsämmtlichen gegenwärtigenSenatu.
Affigatur et bublicetur
Et ad Prutacollum notetur.“
1.Anfangs vermochte niemand es zu errathen,Was die Herren ohnedem noch vorhatten und thaten,Denn sie hielten nicht lange nachher,Eine Rathsversammlung extraordinär.
1.
Anfangs vermochte niemand es zu errathen,Was die Herren ohnedem noch vorhatten und thaten,Denn sie hielten nicht lange nachher,Eine Rathsversammlung extraordinär.
Anfangs vermochte niemand es zu errathen,
Was die Herren ohnedem noch vorhatten und thaten,
Denn sie hielten nicht lange nachher,
Eine Rathsversammlung extraordinär.
2.Drin wurde der Vorfall protocolliretUnd von Wort zu Wort geregistriret,Damit dereinst Kind und KindeskindDies Wunder zum ewigen Andenken fünd’.
2.
Drin wurde der Vorfall protocolliretUnd von Wort zu Wort geregistriret,Damit dereinst Kind und KindeskindDies Wunder zum ewigen Andenken fünd’.
Drin wurde der Vorfall protocolliret
Und von Wort zu Wort geregistriret,
Damit dereinst Kind und Kindeskind
Dies Wunder zum ewigen Andenken fünd’.
3.Nämlich zwischen manchem von Mäusen zernagten Briefe,Lag wohlverwahrlich im StadtarchiveEin besonders ehrwürdiges Stück,Genannt Schildburger Chronik.
3.
Nämlich zwischen manchem von Mäusen zernagten Briefe,Lag wohlverwahrlich im StadtarchiveEin besonders ehrwürdiges Stück,Genannt Schildburger Chronik.
Nämlich zwischen manchem von Mäusen zernagten Briefe,
Lag wohlverwahrlich im Stadtarchive
Ein besonders ehrwürdiges Stück,
Genannt Schildburger Chronik.
4.Die Tinte war vor Alter sehr erbleichet,Das Papier von Nässe durch und durch erweichet,Wobei auch der starke schweinslederne BandSich wurmstichicht und gar zerlumpt befand.
4.
Die Tinte war vor Alter sehr erbleichet,Das Papier von Nässe durch und durch erweichet,Wobei auch der starke schweinslederne BandSich wurmstichicht und gar zerlumpt befand.
Die Tinte war vor Alter sehr erbleichet,
Das Papier von Nässe durch und durch erweichet,
Wobei auch der starke schweinslederne Band
Sich wurmstichicht und gar zerlumpt befand.
5.Der Titel, welcher noch halb gut geblieben,Zeigte, wer ehmals den Anfang davon geschrieben,NämlichMeister Lolf Didrich Lax,Schildburger Historiograph und Scribax.
5.
Der Titel, welcher noch halb gut geblieben,Zeigte, wer ehmals den Anfang davon geschrieben,NämlichMeister Lolf Didrich Lax,Schildburger Historiograph und Scribax.
Der Titel, welcher noch halb gut geblieben,
Zeigte, wer ehmals den Anfang davon geschrieben,
NämlichMeister Lolf Didrich Lax,
Schildburger Historiograph und Scribax.
6.Von wannen und in welchem Jahr der Autor gewesen,Das konnt’ man auf’m Titel leider nicht mehr lesen,AuchJöchersGelehrten-Lexikon,Welches ich nachschlug, meldet nichts davon.
6.
Von wannen und in welchem Jahr der Autor gewesen,Das konnt’ man auf’m Titel leider nicht mehr lesen,AuchJöchersGelehrten-Lexikon,Welches ich nachschlug, meldet nichts davon.
Von wannen und in welchem Jahr der Autor gewesen,
Das konnt’ man auf’m Titel leider nicht mehr lesen,
AuchJöchersGelehrten-Lexikon,
Welches ich nachschlug, meldet nichts davon.
7.Darf ich indeß bei dieser dunkeln Sache es wagen,Meine unmaßgebliche Meinung zu sagen:So lebte Meister Lolf Didrich Lax, umS’ funfzehnte, sechzehnte oder siebenzehnte Säculum.
7.
Darf ich indeß bei dieser dunkeln Sache es wagen,Meine unmaßgebliche Meinung zu sagen:So lebte Meister Lolf Didrich Lax, umS’ funfzehnte, sechzehnte oder siebenzehnte Säculum.
Darf ich indeß bei dieser dunkeln Sache es wagen,
Meine unmaßgebliche Meinung zu sagen:
So lebte Meister Lolf Didrich Lax, um
S’ funfzehnte, sechzehnte oder siebenzehnte Säculum.
8.Man wird es mir auch hoffentlich erlauben,Vor der Hand zu behaupten und fest zu glauben,Wegen der deutschen Schreiberei,Daß er ein Deutscher gewesen sei.
8.
Man wird es mir auch hoffentlich erlauben,Vor der Hand zu behaupten und fest zu glauben,Wegen der deutschen Schreiberei,Daß er ein Deutscher gewesen sei.
Man wird es mir auch hoffentlich erlauben,
Vor der Hand zu behaupten und fest zu glauben,
Wegen der deutschen Schreiberei,
Daß er ein Deutscher gewesen sei.
9.Wahrscheinlich hat der, der die Chronik geschrieben,Zugleich das löbliche Schusterhandwerk getrieben;Denn diese rare AntiquitätWar mit Pechdraht geheftet und genäht.
9.
Wahrscheinlich hat der, der die Chronik geschrieben,Zugleich das löbliche Schusterhandwerk getrieben;Denn diese rare AntiquitätWar mit Pechdraht geheftet und genäht.
Wahrscheinlich hat der, der die Chronik geschrieben,
Zugleich das löbliche Schusterhandwerk getrieben;
Denn diese rare Antiquität
War mit Pechdraht geheftet und genäht.
10.Er war übrigens ein Erzspaßvogel;Denn er führte bald vom Papst, bald vom Großmogel,König Jan Böckels, Knipperdolling und Lipstullian,Anekdoten bunt durcheinander an.
10.
Er war übrigens ein Erzspaßvogel;Denn er führte bald vom Papst, bald vom Großmogel,König Jan Böckels, Knipperdolling und Lipstullian,Anekdoten bunt durcheinander an.
Er war übrigens ein Erzspaßvogel;
Denn er führte bald vom Papst, bald vom Großmogel,
König Jan Böckels, Knipperdolling und Lipstullian,
Anekdoten bunt durcheinander an.
11.Weiters wird man schwerlich von ihm was erfahren,Bis vielleicht andre geschickte AntiquarenDes Autors genaue BiographieUntersuchen und beschreiben spät oder früh.
11.
Weiters wird man schwerlich von ihm was erfahren,Bis vielleicht andre geschickte AntiquarenDes Autors genaue BiographieUntersuchen und beschreiben spät oder früh.
Weiters wird man schwerlich von ihm was erfahren,
Bis vielleicht andre geschickte Antiquaren
Des Autors genaue Biographie
Untersuchen und beschreiben spät oder früh.
12.Der Schreibstil war zwar in den meisten StückenElendig wie in andern alten Chroniken,Auch war nur drin zu sehn hie und da ’ne SpurEiner mit Tinte gemalten Figur;
12.
Der Schreibstil war zwar in den meisten StückenElendig wie in andern alten Chroniken,Auch war nur drin zu sehn hie und da ’ne SpurEiner mit Tinte gemalten Figur;
Der Schreibstil war zwar in den meisten Stücken
Elendig wie in andern alten Chroniken,
Auch war nur drin zu sehn hie und da ’ne Spur
Einer mit Tinte gemalten Figur;
13.Aber es war doch drin ausführlich zu lesen,Was in Schildburg von Anfang der Welt Merkwürdig’s gewesen,Und wie die Arche Noäh nach der SündflutAuf dem Alpengebirge Ararat geruht,
13.
Aber es war doch drin ausführlich zu lesen,Was in Schildburg von Anfang der Welt Merkwürdig’s gewesen,Und wie die Arche Noäh nach der SündflutAuf dem Alpengebirge Ararat geruht,
Aber es war doch drin ausführlich zu lesen,
Was in Schildburg von Anfang der Welt Merkwürdig’s gewesen,
Und wie die Arche Noäh nach der Sündflut
Auf dem Alpengebirge Ararat geruht,
14.Und wie die Deutschen von Japhet abstammen,Und zum Theil nach dem Städtchen Schildburg kamen,Als zur babylonischen ThurmzeitSich die Nationen hin und her zerstreut;
14.
Und wie die Deutschen von Japhet abstammen,Und zum Theil nach dem Städtchen Schildburg kamen,Als zur babylonischen ThurmzeitSich die Nationen hin und her zerstreut;
Und wie die Deutschen von Japhet abstammen,
Und zum Theil nach dem Städtchen Schildburg kamen,
Als zur babylonischen Thurmzeit
Sich die Nationen hin und her zerstreut;
15.Auch von Nimrod dem gewaltigen Jäger,Und Goliath dem renommirten Philister und Schläger;Ferner von Abraham, Isaak und JakobUnd vom geduldigen Mann Hiob;
15.
Auch von Nimrod dem gewaltigen Jäger,Und Goliath dem renommirten Philister und Schläger;Ferner von Abraham, Isaak und JakobUnd vom geduldigen Mann Hiob;
Auch von Nimrod dem gewaltigen Jäger,
Und Goliath dem renommirten Philister und Schläger;
Ferner von Abraham, Isaak und Jakob
Und vom geduldigen Mann Hiob;
16.Die Bauzeit der ägyptischen Pyramiden;Nachricht von den Alrunen und Druiden;Und mehr Dinge bald aus alter, bald neuer Zeit,Nach der Umstände und des Reims Gelegenheit;
16.
Die Bauzeit der ägyptischen Pyramiden;Nachricht von den Alrunen und Druiden;Und mehr Dinge bald aus alter, bald neuer Zeit,Nach der Umstände und des Reims Gelegenheit;
Die Bauzeit der ägyptischen Pyramiden;
Nachricht von den Alrunen und Druiden;
Und mehr Dinge bald aus alter, bald neuer Zeit,
Nach der Umstände und des Reims Gelegenheit;
17.Der Kinder Israels Marsch durch das rothe Meer;Und wie Pharao drin ersoff mit seinem ganzen Heer,Da doch einige Zeit hernach der große ChristophDurch eben dies Meer ging und nicht ersoff;
17.
Der Kinder Israels Marsch durch das rothe Meer;Und wie Pharao drin ersoff mit seinem ganzen Heer,Da doch einige Zeit hernach der große ChristophDurch eben dies Meer ging und nicht ersoff;
Der Kinder Israels Marsch durch das rothe Meer;
Und wie Pharao drin ersoff mit seinem ganzen Heer,
Da doch einige Zeit hernach der große Christoph
Durch eben dies Meer ging und nicht ersoff;
18.Der Juden in Aegypten erlittenes Bedrängniß;Ihre nachherige babylonische Gefängniß;Salomons Tempelbau, und wie nach der HandJerusalem wurde vom Titus verbrannt;
18.
Der Juden in Aegypten erlittenes Bedrängniß;Ihre nachherige babylonische Gefängniß;Salomons Tempelbau, und wie nach der HandJerusalem wurde vom Titus verbrannt;
Der Juden in Aegypten erlittenes Bedrängniß;
Ihre nachherige babylonische Gefängniß;
Salomons Tempelbau, und wie nach der Hand
Jerusalem wurde vom Titus verbrannt;
19.Josua’s Vertilgung der bösen Canaaniten,Lojola’s Stiftung der kreuzbraven Jesuiten,Amerika’s Entdeckung von Colon und Vesputs,Aussprüche des weisen Griechen Solon und Chinesen Confuts.
19.
Josua’s Vertilgung der bösen Canaaniten,Lojola’s Stiftung der kreuzbraven Jesuiten,Amerika’s Entdeckung von Colon und Vesputs,Aussprüche des weisen Griechen Solon und Chinesen Confuts.
Josua’s Vertilgung der bösen Canaaniten,
Lojola’s Stiftung der kreuzbraven Jesuiten,
Amerika’s Entdeckung von Colon und Vesputs,
Aussprüche des weisen Griechen Solon und Chinesen Confuts.
20.Der Hamelschen Kinder Ausgang nach Siebenbürgen,Die Tödtung des Lindwurms durch Ritter Sanct Jürgen,Simsons bekannte lustige Fuchsjagd,Des deutschen Hermanns große Befreiungsschlacht.
20.
Der Hamelschen Kinder Ausgang nach Siebenbürgen,Die Tödtung des Lindwurms durch Ritter Sanct Jürgen,Simsons bekannte lustige Fuchsjagd,Des deutschen Hermanns große Befreiungsschlacht.
Der Hamelschen Kinder Ausgang nach Siebenbürgen,
Die Tödtung des Lindwurms durch Ritter Sanct Jürgen,
Simsons bekannte lustige Fuchsjagd,
Des deutschen Hermanns große Befreiungsschlacht.
21.Auch von Mahomet dem großen Lügenpropheten,Anton von Padua dem frommen Anachoreten,Itemvon den heiligen drei KönigenSowol in Mailand als in Köln noch jetzt zu sehn.
21.
Auch von Mahomet dem großen Lügenpropheten,Anton von Padua dem frommen Anachoreten,Itemvon den heiligen drei KönigenSowol in Mailand als in Köln noch jetzt zu sehn.
Auch von Mahomet dem großen Lügenpropheten,
Anton von Padua dem frommen Anachoreten,
Itemvon den heiligen drei Königen
Sowol in Mailand als in Köln noch jetzt zu sehn.
22.Noch sonst viel Merkwürdiges von den HebräernUnd von den Wundern unter den Makkabäern,Und was sonst alles noch unbeschwertGenau zur Schildburger Chronik gehört.
22.
Noch sonst viel Merkwürdiges von den HebräernUnd von den Wundern unter den Makkabäern,Und was sonst alles noch unbeschwertGenau zur Schildburger Chronik gehört.
Noch sonst viel Merkwürdiges von den Hebräern
Und von den Wundern unter den Makkabäern,
Und was sonst alles noch unbeschwert
Genau zur Schildburger Chronik gehört.
23.Daß lange die Türken und Hünen das Land besessen,Welche Heiden gewesen und Menschen gefressen,Bis der heil’ge Bonifaz rund herumDie Schildburger gebracht zum Christenthum;
23.
Daß lange die Türken und Hünen das Land besessen,Welche Heiden gewesen und Menschen gefressen,Bis der heil’ge Bonifaz rund herumDie Schildburger gebracht zum Christenthum;
Daß lange die Türken und Hünen das Land besessen,
Welche Heiden gewesen und Menschen gefressen,
Bis der heil’ge Bonifaz rund herum
Die Schildburger gebracht zum Christenthum;
24.Auch daß Karl der Große sie vollends bekehret,Indem er das Land überall verheeret;Auch wie sein Vetter der große Roland,Das Fechten aus dem Fundament verstand;
24.
Auch daß Karl der Große sie vollends bekehret,Indem er das Land überall verheeret;Auch wie sein Vetter der große Roland,Das Fechten aus dem Fundament verstand;
Auch daß Karl der Große sie vollends bekehret,
Indem er das Land überall verheeret;
Auch wie sein Vetter der große Roland,
Das Fechten aus dem Fundament verstand;
25.Auch wie zur Zeit der leidigen Kreuzzüge,Unter Gottfried von Bouillon im heiligen Kriege,Aus Schildburg und dem benachbarten Land,Sich mancher Kämpe beim Heer befand;
25.
Auch wie zur Zeit der leidigen Kreuzzüge,Unter Gottfried von Bouillon im heiligen Kriege,Aus Schildburg und dem benachbarten Land,Sich mancher Kämpe beim Heer befand;
Auch wie zur Zeit der leidigen Kreuzzüge,
Unter Gottfried von Bouillon im heiligen Kriege,
Aus Schildburg und dem benachbarten Land,
Sich mancher Kämpe beim Heer befand;
26.Wie bald darauf, vor ein paar hundert Jahren,Die Kirchen in Schildburg gebauet waren,Und wer darin, genau Jahr vor Jahr,Küster, Schulmeister und Pfarrer war;
26.
Wie bald darauf, vor ein paar hundert Jahren,Die Kirchen in Schildburg gebauet waren,Und wer darin, genau Jahr vor Jahr,Küster, Schulmeister und Pfarrer war;
Wie bald darauf, vor ein paar hundert Jahren,
Die Kirchen in Schildburg gebauet waren,
Und wer darin, genau Jahr vor Jahr,
Küster, Schulmeister und Pfarrer war;
27.Auch was zur Reformationszeit passiret,Wie man sich da geprügelt und disputiret,Und wie drauf mancherlei KetzereiErreget öfters Lärm und Geschrei;
27.
Auch was zur Reformationszeit passiret,Wie man sich da geprügelt und disputiret,Und wie drauf mancherlei KetzereiErreget öfters Lärm und Geschrei;
Auch was zur Reformationszeit passiret,
Wie man sich da geprügelt und disputiret,
Und wie drauf mancherlei Ketzerei
Erreget öfters Lärm und Geschrei;
28.Auch wann das Rathhaus zu Schildburg aufgeführetUnd man drin zum ersten Mal consultiret,Nebst Rechnung der gehabten Kosten beiDer damals geschehenen Schmauserei;
28.
Auch wann das Rathhaus zu Schildburg aufgeführetUnd man drin zum ersten Mal consultiret,Nebst Rechnung der gehabten Kosten beiDer damals geschehenen Schmauserei;
Auch wann das Rathhaus zu Schildburg aufgeführet
Und man drin zum ersten Mal consultiret,
Nebst Rechnung der gehabten Kosten bei
Der damals geschehenen Schmauserei;
29.Wie der Ort selbst nur im AnfangeEin Dorf gewesen, und erst langeNach Christi Geburte, erhalten daVom Fürsten Stadtsprivilegia,
29.
Wie der Ort selbst nur im AnfangeEin Dorf gewesen, und erst langeNach Christi Geburte, erhalten daVom Fürsten Stadtsprivilegia,
Wie der Ort selbst nur im Anfange
Ein Dorf gewesen, und erst lange
Nach Christi Geburte, erhalten da
Vom Fürsten Stadtsprivilegia,
30.Nebst einem Galgen für arme SünderZum Behuf ihrer und ihrer Kinder,So daß man zu ewigen Zeiten dranNur Schildburger Bürger hängen kann;
30.
Nebst einem Galgen für arme SünderZum Behuf ihrer und ihrer Kinder,So daß man zu ewigen Zeiten dranNur Schildburger Bürger hängen kann;
Nebst einem Galgen für arme Sünder
Zum Behuf ihrer und ihrer Kinder,
So daß man zu ewigen Zeiten dran
Nur Schildburger Bürger hängen kann;
31.Auch sonst der lieben Bürgerschaft zum GutenUnverbrüchliche besondere Statuten,Welche durch die Länge der ZeitGekommen außer Gebräuchlichkeit.
31.
Auch sonst der lieben Bürgerschaft zum GutenUnverbrüchliche besondere Statuten,Welche durch die Länge der ZeitGekommen außer Gebräuchlichkeit.
Auch sonst der lieben Bürgerschaft zum Guten
Unverbrüchliche besondere Statuten,
Welche durch die Länge der Zeit
Gekommen außer Gebräuchlichkeit.
32.Es war ferner in dem Buche beschrieben,Was sonst in Schildburg geschehen und betrieben,Alles mit Tag und Datum aufgeführt,Und durch fremde Hände continuirt.
32.
Es war ferner in dem Buche beschrieben,Was sonst in Schildburg geschehen und betrieben,Alles mit Tag und Datum aufgeführt,Und durch fremde Hände continuirt.
Es war ferner in dem Buche beschrieben,
Was sonst in Schildburg geschehen und betrieben,
Alles mit Tag und Datum aufgeführt,
Und durch fremde Hände continuirt.
33.Zum Exempel: Blutige Balgereien,Bestechungen und andre TeufeleienBei Rathmannswahlen;itemHagelschlag;Stadtprocesse und sonstige Landplag’;
33.
Zum Exempel: Blutige Balgereien,Bestechungen und andre TeufeleienBei Rathmannswahlen;itemHagelschlag;Stadtprocesse und sonstige Landplag’;
Zum Exempel: Blutige Balgereien,
Bestechungen und andre Teufeleien
Bei Rathmannswahlen;itemHagelschlag;
Stadtprocesse und sonstige Landplag’;
34.Die Erscheinung furchtbarer KometenMit ellenlangen Schwänzen, welche als ProphetenKrieg, Pest, Seuchen und theure ZeitDen armen Schildburgern geprophezeit;
34.
Die Erscheinung furchtbarer KometenMit ellenlangen Schwänzen, welche als ProphetenKrieg, Pest, Seuchen und theure ZeitDen armen Schildburgern geprophezeit;
Die Erscheinung furchtbarer Kometen
Mit ellenlangen Schwänzen, welche als Propheten
Krieg, Pest, Seuchen und theure Zeit
Den armen Schildburgern geprophezeit;
35.Viele schreckliche Sonn- und Mondfinsternisse,Windstürme, Wasserfluten und Regengüsse,Erdbeben, Mißwachs an Korn und Wein,Erzählte die Chronik umständlich und haarklein.
35.
Viele schreckliche Sonn- und Mondfinsternisse,Windstürme, Wasserfluten und Regengüsse,Erdbeben, Mißwachs an Korn und Wein,Erzählte die Chronik umständlich und haarklein.
Viele schreckliche Sonn- und Mondfinsternisse,
Windstürme, Wasserfluten und Regengüsse,
Erdbeben, Mißwachs an Korn und Wein,
Erzählte die Chronik umständlich und haarklein.
36.Auch waren darin keinesweges vergessen,Alle Schildburgische Criminalprocessen,Besonders wie viel Unholdinnen und Hexen manNach gehöriger Wasserprobe verbrann;
36.
Auch waren darin keinesweges vergessen,Alle Schildburgische Criminalprocessen,Besonders wie viel Unholdinnen und Hexen manNach gehöriger Wasserprobe verbrann;
Auch waren darin keinesweges vergessen,
Alle Schildburgische Criminalprocessen,
Besonders wie viel Unholdinnen und Hexen man
Nach gehöriger Wasserprobe verbrann;
37.Merkwürdige Todesfälle und Ungelücken,Reparirung der Kirchen, Thoren und Brücken;Verstorbener Betschwestern fromme Stiftung;Der bösen Juden Brunnenvergiftung.
37.
Merkwürdige Todesfälle und Ungelücken,Reparirung der Kirchen, Thoren und Brücken;Verstorbener Betschwestern fromme Stiftung;Der bösen Juden Brunnenvergiftung.
Merkwürdige Todesfälle und Ungelücken,
Reparirung der Kirchen, Thoren und Brücken;
Verstorbener Betschwestern fromme Stiftung;
Der bösen Juden Brunnenvergiftung.
38.Mißgeburten, rathhäusliche Decreten,Kluge Anstalten in allgemeinen Nöthen,(Doch letztere eben nicht interessant)Machte die Chronik gleichfalls bekannt.
38.
Mißgeburten, rathhäusliche Decreten,Kluge Anstalten in allgemeinen Nöthen,(Doch letztere eben nicht interessant)Machte die Chronik gleichfalls bekannt.
Mißgeburten, rathhäusliche Decreten,
Kluge Anstalten in allgemeinen Nöthen,
(Doch letztere eben nicht interessant)
Machte die Chronik gleichfalls bekannt.
39.Auch Scheibenschießen und feierliche Aufzüge,Klage über erlittenes Drangsal im Kriege;Feindliche Durchmärsche und Einquartirung,Contributionen und Fouragirung;
39.
Auch Scheibenschießen und feierliche Aufzüge,Klage über erlittenes Drangsal im Kriege;Feindliche Durchmärsche und Einquartirung,Contributionen und Fouragirung;
Auch Scheibenschießen und feierliche Aufzüge,
Klage über erlittenes Drangsal im Kriege;
Feindliche Durchmärsche und Einquartirung,
Contributionen und Fouragirung;
40.Auch Nachrichten von erfolgten Feuersbrünsten,Und berühmten Schildburgern, und erfund’nen Künsten;(Doch von letzten war Verzeichniß und BerichtWeder lang, noch von sonderbarem Gewicht.)
40.
Auch Nachrichten von erfolgten Feuersbrünsten,Und berühmten Schildburgern, und erfund’nen Künsten;(Doch von letzten war Verzeichniß und BerichtWeder lang, noch von sonderbarem Gewicht.)
Auch Nachrichten von erfolgten Feuersbrünsten,
Und berühmten Schildburgern, und erfund’nen Künsten;
(Doch von letzten war Verzeichniß und Bericht
Weder lang, noch von sonderbarem Gewicht.)
41.So ward dann auch, wie ich oben that sagen,Das erwähnte Wunder in die Chronik eingetragen,Woselbst es jeder neugierige MannNoch jetzt folgendermaßen lesen kann:
41.
So ward dann auch, wie ich oben that sagen,Das erwähnte Wunder in die Chronik eingetragen,Woselbst es jeder neugierige MannNoch jetzt folgendermaßen lesen kann:
So ward dann auch, wie ich oben that sagen,
Das erwähnte Wunder in die Chronik eingetragen,
Woselbst es jeder neugierige Mann
Noch jetzt folgendermaßen lesen kann:
42.„Im tausend siebenhundert und drei und achtzigsten JahreStarb ein Mann hieselbst und war auf der Bahre,Woselbst er bis an den dritten TagAls eine leibhafte Leiche lag;
42.
„Im tausend siebenhundert und drei und achtzigsten JahreStarb ein Mann hieselbst und war auf der Bahre,Woselbst er bis an den dritten TagAls eine leibhafte Leiche lag;
„Im tausend siebenhundert und drei und achtzigsten Jahre
Starb ein Mann hieselbst und war auf der Bahre,
Woselbst er bis an den dritten Tag
Als eine leibhafte Leiche lag;
43.Man war schon mit ihm auf dem Gottesacker,Da wurde er wieder lebendig und wacker,Und ward darauf völlig gesund, durchEinen geschickten hiesigen Chirurg.
43.
Man war schon mit ihm auf dem Gottesacker,Da wurde er wieder lebendig und wacker,Und ward darauf völlig gesund, durchEinen geschickten hiesigen Chirurg.
Man war schon mit ihm auf dem Gottesacker,
Da wurde er wieder lebendig und wacker,
Und ward darauf völlig gesund, durch
Einen geschickten hiesigen Chirurg.
44.Die klare Wahrheit dieser BegebnissenBezeugen unterzeichneteSubscriptiauf Pflicht und Gewissen.Lippel Schnack, erster Burgermeister und Schenkwirth.Kunz Jack, zweiter Burgermeister und Schweinehirt.
44.
Die klare Wahrheit dieser BegebnissenBezeugen unterzeichneteSubscriptiauf Pflicht und Gewissen.Lippel Schnack, erster Burgermeister und Schenkwirth.Kunz Jack, zweiter Burgermeister und Schweinehirt.
Die klare Wahrheit dieser Begebnissen
Bezeugen unterzeichneteSubscriptiauf Pflicht und Gewissen.
Lippel Schnack, erster Burgermeister und Schenkwirth.
Kunz Jack, zweiter Burgermeister und Schweinehirt.
45.Görgel Peter, erster Rathsherr und Blaufärber.Michele Krummholz, zweiterditound Gerber.Hännsle Damm, Hopfenhändler und Kamerar.Max Grunz, Lumpensammler und Archivar.“
45.
Görgel Peter, erster Rathsherr und Blaufärber.Michele Krummholz, zweiterditound Gerber.Hännsle Damm, Hopfenhändler und Kamerar.Max Grunz, Lumpensammler und Archivar.“
Görgel Peter, erster Rathsherr und Blaufärber.
Michele Krummholz, zweiterditound Gerber.
Hännsle Damm, Hopfenhändler und Kamerar.
Max Grunz, Lumpensammler und Archivar.“
46.Nota bene!es ware hiebevorenAltissimum silentiumbei allen Autoren,Von dieser höchstschätzbaren Antik,Der noch ungedruckten Schildburger Chronik;
46.
Nota bene!es ware hiebevorenAltissimum silentiumbei allen Autoren,Von dieser höchstschätzbaren Antik,Der noch ungedruckten Schildburger Chronik;
Nota bene!es ware hiebevoren
Altissimum silentiumbei allen Autoren,
Von dieser höchstschätzbaren Antik,
Der noch ungedruckten Schildburger Chronik;
47.Ich habe also bei dieser Gelegenheit geeiletUnd der gelehrten Welt Nachricht davon ertheilet;Vielleicht macht nun irgend ein Verleger sein GlückMit dem Drucke der Schildburger Chronik.
47.
Ich habe also bei dieser Gelegenheit geeiletUnd der gelehrten Welt Nachricht davon ertheilet;Vielleicht macht nun irgend ein Verleger sein GlückMit dem Drucke der Schildburger Chronik.
Ich habe also bei dieser Gelegenheit geeilet
Und der gelehrten Welt Nachricht davon ertheilet;
Vielleicht macht nun irgend ein Verleger sein Glück
Mit dem Drucke der Schildburger Chronik.
1.Ehe wir nun weiter zur Geschichte schreiten,Ist es nöthig den Leser zu bedeuten,Was Herr Schneller gewesen für’n Mann,Durch den Hieronimus dem Tode entrann.
1.
Ehe wir nun weiter zur Geschichte schreiten,Ist es nöthig den Leser zu bedeuten,Was Herr Schneller gewesen für’n Mann,Durch den Hieronimus dem Tode entrann.
Ehe wir nun weiter zur Geschichte schreiten,
Ist es nöthig den Leser zu bedeuten,
Was Herr Schneller gewesen für’n Mann,
Durch den Hieronimus dem Tode entrann.
2.Er hatte, wie gesagt, viel und große Verdienste,War erfahren und kannte alle Heilkünste,Uebte sie immer gar fleißig, undMachte Gesunde krank und Kranke gesund.
2.
Er hatte, wie gesagt, viel und große Verdienste,War erfahren und kannte alle Heilkünste,Uebte sie immer gar fleißig, undMachte Gesunde krank und Kranke gesund.
Er hatte, wie gesagt, viel und große Verdienste,
War erfahren und kannte alle Heilkünste,
Uebte sie immer gar fleißig, und
Machte Gesunde krank und Kranke gesund.
3.Er hatte in Straßburg die Baderkunst studiret,Und daselbst,qua talis cum Applausucursiret;Auch manches pergament’ne TestimoniumMit Siegel dran, erhöhte seinen Ruhm.
3.
Er hatte in Straßburg die Baderkunst studiret,Und daselbst,qua talis cum Applausucursiret;Auch manches pergament’ne TestimoniumMit Siegel dran, erhöhte seinen Ruhm.
Er hatte in Straßburg die Baderkunst studiret,
Und daselbst,qua talis cum Applausucursiret;
Auch manches pergament’ne Testimonium
Mit Siegel dran, erhöhte seinen Ruhm.
4.Er war ungemein berühmt im prakticiren,Durch vomiren, purgiren, klystiren,Scarificir’n und kauterisir’n,Accuschir’n und amputir’n,
4.
Er war ungemein berühmt im prakticiren,Durch vomiren, purgiren, klystiren,Scarificir’n und kauterisir’n,Accuschir’n und amputir’n,
Er war ungemein berühmt im prakticiren,
Durch vomiren, purgiren, klystiren,
Scarificir’n und kauterisir’n,
Accuschir’n und amputir’n,
5.Saliviren, fomentiren, anatomiren,Pflasterschmieren, und andere iren,Und dieses machte ihn durch ganz SchwabenlandAls einen Wunderdoctor bekannt.
5.
Saliviren, fomentiren, anatomiren,Pflasterschmieren, und andere iren,Und dieses machte ihn durch ganz SchwabenlandAls einen Wunderdoctor bekannt.
Saliviren, fomentiren, anatomiren,
Pflasterschmieren, und andere iren,
Und dieses machte ihn durch ganz Schwabenland
Als einen Wunderdoctor bekannt.
6.Keiner that sich so, wie er, auf den Puls verstehen,Keiner konnte, so wie er, das Wasser besehen,Und Keiner sagte so gewiß, wie er,Gesundheit, oder vielmehr den Tod vorher.
6.
Keiner that sich so, wie er, auf den Puls verstehen,Keiner konnte, so wie er, das Wasser besehen,Und Keiner sagte so gewiß, wie er,Gesundheit, oder vielmehr den Tod vorher.
Keiner that sich so, wie er, auf den Puls verstehen,
Keiner konnte, so wie er, das Wasser besehen,
Und Keiner sagte so gewiß, wie er,
Gesundheit, oder vielmehr den Tod vorher.
7.Keiner war mit der Säge und dem MesserBei chirurgischen Operationen fixer und besser,Und er nahm bei jedem schicklichen UmstandSofort die Section vor die Hand.
7.
Keiner war mit der Säge und dem MesserBei chirurgischen Operationen fixer und besser,Und er nahm bei jedem schicklichen UmstandSofort die Section vor die Hand.
Keiner war mit der Säge und dem Messer
Bei chirurgischen Operationen fixer und besser,
Und er nahm bei jedem schicklichen Umstand
Sofort die Section vor die Hand.
8.Glücklicher als mancher promovirter DoctorSteckte er oft dem Freund Hein den Stock vor,Und machte also mit aller GewaltDurch schöne Mittel in der Krankheit Halt.
8.
Glücklicher als mancher promovirter DoctorSteckte er oft dem Freund Hein den Stock vor,Und machte also mit aller GewaltDurch schöne Mittel in der Krankheit Halt.
Glücklicher als mancher promovirter Doctor
Steckte er oft dem Freund Hein den Stock vor,
Und machte also mit aller Gewalt
Durch schöne Mittel in der Krankheit Halt.
9.Denn entweder den einen Weg oder den andernMußten die Patienten in weniger Zeit wandern,Und sie wurden, wie sich’s gebührt,Sicher zur Behörde expedirt.
9.
Denn entweder den einen Weg oder den andernMußten die Patienten in weniger Zeit wandern,Und sie wurden, wie sich’s gebührt,Sicher zur Behörde expedirt.
Denn entweder den einen Weg oder den andern
Mußten die Patienten in weniger Zeit wandern,
Und sie wurden, wie sich’s gebührt,
Sicher zur Behörde expedirt.
10.Fieber, Schwindsucht, ansteckende Seuchen,Wassersucht, Schlag, Lähmung und dergleichen,Krätze, Wahnsinn, Stein und Skorbut,Curirte er alle, meist kurz und gut.
10.
Fieber, Schwindsucht, ansteckende Seuchen,Wassersucht, Schlag, Lähmung und dergleichen,Krätze, Wahnsinn, Stein und Skorbut,Curirte er alle, meist kurz und gut.
Fieber, Schwindsucht, ansteckende Seuchen,
Wassersucht, Schlag, Lähmung und dergleichen,
Krätze, Wahnsinn, Stein und Skorbut,
Curirte er alle, meist kurz und gut.
11.Eine seiner Pillen that mehr ZeichenAls zehn andre Pillen ihres gleichen;Und was er gewöhnlich den Kranken gab,Das führte nach allen Seiten schnell ab.
11.
Eine seiner Pillen that mehr ZeichenAls zehn andre Pillen ihres gleichen;Und was er gewöhnlich den Kranken gab,Das führte nach allen Seiten schnell ab.
Eine seiner Pillen that mehr Zeichen
Als zehn andre Pillen ihres gleichen;
Und was er gewöhnlich den Kranken gab,
Das führte nach allen Seiten schnell ab.
12.Kurz! seine Arzneien waren durchgehend kräftig,Purgirten wenigstens 40 mal heftig,Und wer sie nahm morgens nüchtern und frisch,Dem ward Magen und Darm so rein wie ein Fisch.
12.
Kurz! seine Arzneien waren durchgehend kräftig,Purgirten wenigstens 40 mal heftig,Und wer sie nahm morgens nüchtern und frisch,Dem ward Magen und Darm so rein wie ein Fisch.
Kurz! seine Arzneien waren durchgehend kräftig,
Purgirten wenigstens 40 mal heftig,
Und wer sie nahm morgens nüchtern und frisch,
Dem ward Magen und Darm so rein wie ein Fisch.
13.Seine Arcana pflegte er selbst zu bereiten,Und verkaufte sie theuer, doch nur reichen Leuten;Von Armen nahm er nur mäß’gen ProfitAls ein gewissenhafter Mann beiläufig mit.
13.
Seine Arcana pflegte er selbst zu bereiten,Und verkaufte sie theuer, doch nur reichen Leuten;Von Armen nahm er nur mäß’gen ProfitAls ein gewissenhafter Mann beiläufig mit.
Seine Arcana pflegte er selbst zu bereiten,
Und verkaufte sie theuer, doch nur reichen Leuten;
Von Armen nahm er nur mäß’gen Profit
Als ein gewissenhafter Mann beiläufig mit.
14.Und weil sich auch in benachbarten LandenKäufer für seine herrliche Composita fanden,So gab er sie erga 50 Procent davon,Andern zu verhandeln in Commission.
14.
Und weil sich auch in benachbarten LandenKäufer für seine herrliche Composita fanden,So gab er sie erga 50 Procent davon,Andern zu verhandeln in Commission.
Und weil sich auch in benachbarten Landen
Käufer für seine herrliche Composita fanden,
So gab er sie erga 50 Procent davon,
Andern zu verhandeln in Commission.
15.Er ersann schlau für seine ArzneimittelDes mehrern Abgangs wegen, prächtige Titel,Obgleich sich meistens es so befand,Daß alles aus simpeln Sachen bestand.
15.
Er ersann schlau für seine ArzneimittelDes mehrern Abgangs wegen, prächtige Titel,Obgleich sich meistens es so befand,Daß alles aus simpeln Sachen bestand.
Er ersann schlau für seine Arzneimittel
Des mehrern Abgangs wegen, prächtige Titel,
Obgleich sich meistens es so befand,
Daß alles aus simpeln Sachen bestand.
16.Eine Unze vomPulvis aureus Doctoris SchnellerKostete bei der Anlage nicht mal ’nen Heller;Denn es war Salz mit Ziegelstein,Zu einem Pulver gerieben gar fein.
16.
Eine Unze vomPulvis aureus Doctoris SchnellerKostete bei der Anlage nicht mal ’nen Heller;Denn es war Salz mit Ziegelstein,Zu einem Pulver gerieben gar fein.
Eine Unze vomPulvis aureus Doctoris Schneller
Kostete bei der Anlage nicht mal ’nen Heller;
Denn es war Salz mit Ziegelstein,
Zu einem Pulver gerieben gar fein.
17.SeinPraeservans contraalle Krankheiten,Bestand aus Honig und einigen Kleinigkeiten;Und etwas Eichenrinde mit Fliedermus warDas königliche RestaurativElectuar.
17.
SeinPraeservans contraalle Krankheiten,Bestand aus Honig und einigen Kleinigkeiten;Und etwas Eichenrinde mit Fliedermus warDas königliche RestaurativElectuar.
SeinPraeservans contraalle Krankheiten,
Bestand aus Honig und einigen Kleinigkeiten;
Und etwas Eichenrinde mit Fliedermus war
Das königliche RestaurativElectuar.
18.SeinElixir tonicum universaleBestund aus Weinessig und gefeiltem Stahle,Und seineEssentia stomachalis pretiosaAus Wasser mit abgekochter Menta.
18.
SeinElixir tonicum universaleBestund aus Weinessig und gefeiltem Stahle,Und seineEssentia stomachalis pretiosaAus Wasser mit abgekochter Menta.
SeinElixir tonicum universale
Bestund aus Weinessig und gefeiltem Stahle,
Und seineEssentia stomachalis pretiosa
Aus Wasser mit abgekochter Menta.
19.DiePilulae purgantes miraculosaeBestunden aus Aloe, nebst einer guten DoseVon Jalappenharz und Gummigutt,Elaterium undSemen Cataput.
19.
DiePilulae purgantes miraculosaeBestunden aus Aloe, nebst einer guten DoseVon Jalappenharz und Gummigutt,Elaterium undSemen Cataput.
DiePilulae purgantes miraculosae
Bestunden aus Aloe, nebst einer guten Dose
Von Jalappenharz und Gummigutt,
Elaterium undSemen Cataput.
20.Sein berühmter Trank, die Lebensgeister zu wecken,War der Absud von Haferkörnern und Quecken,Und das Decoctad omnes morbos pectoris,War eine Brühe von Süßholz und Anis.
20.
Sein berühmter Trank, die Lebensgeister zu wecken,War der Absud von Haferkörnern und Quecken,Und das Decoctad omnes morbos pectoris,War eine Brühe von Süßholz und Anis.
Sein berühmter Trank, die Lebensgeister zu wecken,
War der Absud von Haferkörnern und Quecken,
Und das Decoctad omnes morbos pectoris,
War eine Brühe von Süßholz und Anis.
21.DasSpecificum infallibile contraFieberhitze,War eine Mixtur von Salpeter und Gerstengrütze,Und dieTinctura contraGicht und Stein,War Terpentinöl mit Branntewein.
21.
DasSpecificum infallibile contraFieberhitze,War eine Mixtur von Salpeter und Gerstengrütze,Und dieTinctura contraGicht und Stein,War Terpentinöl mit Branntewein.
DasSpecificum infallibile contraFieberhitze,
War eine Mixtur von Salpeter und Gerstengrütze,
Und dieTinctura contraGicht und Stein,
War Terpentinöl mit Branntewein.
22.DasExtract imperiale, die Ausdünstung zu mehren,Bestand aus Bier, gekocht mit Wachholderbeeren,Und seinBalsam vulnerarfür Leib und Seel’War etwas Kampher mit Rüböl.
22.
DasExtract imperiale, die Ausdünstung zu mehren,Bestand aus Bier, gekocht mit Wachholderbeeren,Und seinBalsam vulnerarfür Leib und Seel’War etwas Kampher mit Rüböl.
DasExtract imperiale, die Ausdünstung zu mehren,
Bestand aus Bier, gekocht mit Wachholderbeeren,
Und seinBalsam vulnerarfür Leib und Seel’
War etwas Kampher mit Rüböl.
23.SeineSpecies nobiles confortantesWaren gleichfalls etwas ganz Bekanntes;Sie bestanden aus Kreide, Salbei,Und etlichen Körnern von Carwei.
23.
SeineSpecies nobiles confortantesWaren gleichfalls etwas ganz Bekanntes;Sie bestanden aus Kreide, Salbei,Und etlichen Körnern von Carwei.
SeineSpecies nobiles confortantes
Waren gleichfalls etwas ganz Bekanntes;
Sie bestanden aus Kreide, Salbei,
Und etlichen Körnern von Carwei.
24.Seineincomparable visceral-TropfenWaren ein Extract von Wermuth und Hopfen,Und seinUnguent nervinwar Theer,Stark vermenget mit Schweineschmeer.
24.
Seineincomparable visceral-TropfenWaren ein Extract von Wermuth und Hopfen,Und seinUnguent nervinwar Theer,Stark vermenget mit Schweineschmeer.
Seineincomparable visceral-Tropfen
Waren ein Extract von Wermuth und Hopfen,
Und seinUnguent nervinwar Theer,
Stark vermenget mit Schweineschmeer.
25.SeinEmplastrum summumfür Hauen und Stechen,Beinbrüche und ähnliche Gebrechen,Bestand, so viel ich mich erinnern kann,Aus Schuhpech, Bleiglätte und Fischthran.
25.
SeinEmplastrum summumfür Hauen und Stechen,Beinbrüche und ähnliche Gebrechen,Bestand, so viel ich mich erinnern kann,Aus Schuhpech, Bleiglätte und Fischthran.
SeinEmplastrum summumfür Hauen und Stechen,
Beinbrüche und ähnliche Gebrechen,
Bestand, so viel ich mich erinnern kann,
Aus Schuhpech, Bleiglätte und Fischthran.
26.SeinEgregium linimentumzum Schmieren beim Anwachsen,Und in Sugillationen vom Stoßen, Fallen oder Baxen,Oder wenn etwa der Unterleib schwall,War grüne Seife und Ochsengall.
26.
SeinEgregium linimentumzum Schmieren beim Anwachsen,Und in Sugillationen vom Stoßen, Fallen oder Baxen,Oder wenn etwa der Unterleib schwall,War grüne Seife und Ochsengall.
SeinEgregium linimentumzum Schmieren beim Anwachsen,
Und in Sugillationen vom Stoßen, Fallen oder Baxen,
Oder wenn etwa der Unterleib schwall,
War grüne Seife und Ochsengall.
27.SeinCataplasmagegen alte Geschwüre und ScirrhenWar Mehlkleister mit etwas Asa und Myrrhen,Und seinSpiritus magnus resolvenswarBierhefen mitanaUrin gar.
27.
SeinCataplasmagegen alte Geschwüre und ScirrhenWar Mehlkleister mit etwas Asa und Myrrhen,Und seinSpiritus magnus resolvenswarBierhefen mitanaUrin gar.
SeinCataplasmagegen alte Geschwüre und Scirrhen
War Mehlkleister mit etwas Asa und Myrrhen,
Und seinSpiritus magnus resolvenswar
Bierhefen mitanaUrin gar.
28.SeinArcanum arcanorum SupracoelesteWar, trotz des hohen Titels, auch nicht das Beste,Weil es aus geraspelten Knochen undGedörretem Hammelblute bestund.
28.
SeinArcanum arcanorum SupracoelesteWar, trotz des hohen Titels, auch nicht das Beste,Weil es aus geraspelten Knochen undGedörretem Hammelblute bestund.
SeinArcanum arcanorum Supracoeleste
War, trotz des hohen Titels, auch nicht das Beste,
Weil es aus geraspelten Knochen und
Gedörretem Hammelblute bestund.
29.SeinLapis excellens et divinusBestund aus etwa zwei Theilenplus minus,Von Alaun, und von Zucker einem Theil;Das stopfte jeden Blutsturz in Eil’.
29.
SeinLapis excellens et divinusBestund aus etwa zwei Theilenplus minus,Von Alaun, und von Zucker einem Theil;Das stopfte jeden Blutsturz in Eil’.
SeinLapis excellens et divinus
Bestund aus etwa zwei Theilenplus minus,
Von Alaun, und von Zucker einem Theil;
Das stopfte jeden Blutsturz in Eil’.
30.So war auch weder mehr noch minderSeineEmulsio nobilisfür kleine Kinder,Bei Verstopfung, Würmern und schwerer Noth,Ziegenmilch mit zerriebenem Mäusekoth.
30.
So war auch weder mehr noch minderSeineEmulsio nobilisfür kleine Kinder,Bei Verstopfung, Würmern und schwerer Noth,Ziegenmilch mit zerriebenem Mäusekoth.
So war auch weder mehr noch minder
SeineEmulsio nobilisfür kleine Kinder,
Bei Verstopfung, Würmern und schwerer Noth,
Ziegenmilch mit zerriebenem Mäusekoth.
31.SeinAntidotum Dominae PrincipissaeWaren zerquetschte unreife welsche Nüsse,Und seineOrientalis ConfectioWar Syrup mit zermalmtem Bohnenstroh.
31.
SeinAntidotum Dominae PrincipissaeWaren zerquetschte unreife welsche Nüsse,Und seineOrientalis ConfectioWar Syrup mit zermalmtem Bohnenstroh.
SeinAntidotum Dominae Principissae
Waren zerquetschte unreife welsche Nüsse,
Und seineOrientalis Confectio
War Syrup mit zermalmtem Bohnenstroh.
32.Es fanden sichsalva veniain seiner ApothekeNoch mehr Büchsen mit ähnlichem Drecke,Von dem ich die Bereitung, nebst dem Preis,Nicht so genau mehr kenne noch weiß.
32.
Es fanden sichsalva veniain seiner ApothekeNoch mehr Büchsen mit ähnlichem Drecke,Von dem ich die Bereitung, nebst dem Preis,Nicht so genau mehr kenne noch weiß.
Es fanden sichsalva veniain seiner Apotheke
Noch mehr Büchsen mit ähnlichem Drecke,
Von dem ich die Bereitung, nebst dem Preis,
Nicht so genau mehr kenne noch weiß.
33.Lange hatte er vormals in fremden LandenOeffentlich als ein leibhafter Doctor ausgestanden,Wodurch er sich, obgleich mancher Kranke starb,Doch ein ziemliches Vermögen erwarb.
33.
Lange hatte er vormals in fremden LandenOeffentlich als ein leibhafter Doctor ausgestanden,Wodurch er sich, obgleich mancher Kranke starb,Doch ein ziemliches Vermögen erwarb.
Lange hatte er vormals in fremden Landen
Oeffentlich als ein leibhafter Doctor ausgestanden,
Wodurch er sich, obgleich mancher Kranke starb,
Doch ein ziemliches Vermögen erwarb.
34.Endlich ließ er sich in Schildburg nieder,Legte flott daselbst alle seine Collegen und Brüder,Und fand auf Kosten der Kranken alsbaldReichlich allda seinen Unterhalt.
34.
Endlich ließ er sich in Schildburg nieder,Legte flott daselbst alle seine Collegen und Brüder,Und fand auf Kosten der Kranken alsbaldReichlich allda seinen Unterhalt.
Endlich ließ er sich in Schildburg nieder,
Legte flott daselbst alle seine Collegen und Brüder,
Und fand auf Kosten der Kranken alsbald
Reichlich allda seinen Unterhalt.
35.Denn er war der ganzen Gegend Orakel,In seinem Hause war immer Gewühl und Spectakel,Reiche und Arme, groß und klein,Drängten sich beständig aus und ein.
35.
Denn er war der ganzen Gegend Orakel,In seinem Hause war immer Gewühl und Spectakel,Reiche und Arme, groß und klein,Drängten sich beständig aus und ein.
Denn er war der ganzen Gegend Orakel,
In seinem Hause war immer Gewühl und Spectakel,
Reiche und Arme, groß und klein,
Drängten sich beständig aus und ein.
36.Gelückte eine Heilung unter seinen Händen,So war ein Posaunen hier und an allen Enden,Und es hieß: „Da hat der hochberühmte MannAbermal eine treffliche Cur gethan“;
36.
Gelückte eine Heilung unter seinen Händen,So war ein Posaunen hier und an allen Enden,Und es hieß: „Da hat der hochberühmte MannAbermal eine treffliche Cur gethan“;
Gelückte eine Heilung unter seinen Händen,
So war ein Posaunen hier und an allen Enden,
Und es hieß: „Da hat der hochberühmte Mann
Abermal eine treffliche Cur gethan“;
37.Hingegen, wenn seine Patienten verdarben,Oder gar bald in seiner Cur starben;So hieß es: „Je nun mein lieber Christ!Für ’n Tod kein Kräutlein gewachsen ist.“
37.
Hingegen, wenn seine Patienten verdarben,Oder gar bald in seiner Cur starben;So hieß es: „Je nun mein lieber Christ!Für ’n Tod kein Kräutlein gewachsen ist.“
Hingegen, wenn seine Patienten verdarben,
Oder gar bald in seiner Cur starben;
So hieß es: „Je nun mein lieber Christ!
Für ’n Tod kein Kräutlein gewachsen ist.“
38.Er pflegte auch wol zu thun kleine ReisenUnd seine Hilfe dringend anzupreisen,Und Keiner, dem etwas fehlte nur,War sicher vor seinen Pillen und Cur.
38.
Er pflegte auch wol zu thun kleine ReisenUnd seine Hilfe dringend anzupreisen,Und Keiner, dem etwas fehlte nur,War sicher vor seinen Pillen und Cur.
Er pflegte auch wol zu thun kleine Reisen
Und seine Hilfe dringend anzupreisen,
Und Keiner, dem etwas fehlte nur,
War sicher vor seinen Pillen und Cur.
39.Auch junge Weibchen, denen was quälte,Oder Mädchen, denen es heimlich wo fehlte,Gingen weit und breit, mit frohem Sinn,Zu Niemand als zu Doctor Schneller hin;
39.
Auch junge Weibchen, denen was quälte,Oder Mädchen, denen es heimlich wo fehlte,Gingen weit und breit, mit frohem Sinn,Zu Niemand als zu Doctor Schneller hin;
Auch junge Weibchen, denen was quälte,
Oder Mädchen, denen es heimlich wo fehlte,
Gingen weit und breit, mit frohem Sinn,
Zu Niemand als zu Doctor Schneller hin;
40.Denn sie konnten in jedem weiblichen AnliegenImmer bei ihm sichre Specifica kriegen,Dabei unterhielt er gewöhnlich sichAls ein artiger Mann mit ihnen vertraulich.
40.
Denn sie konnten in jedem weiblichen AnliegenImmer bei ihm sichre Specifica kriegen,Dabei unterhielt er gewöhnlich sichAls ein artiger Mann mit ihnen vertraulich.
Denn sie konnten in jedem weiblichen Anliegen
Immer bei ihm sichre Specifica kriegen,
Dabei unterhielt er gewöhnlich sich
Als ein artiger Mann mit ihnen vertraulich.
41.Auch für Männer, die ihre ehliche Pflichten,Wegen ihrer Jugendsünden, nicht konnten verrichten,Hatt’ er ein geheimes Aphrodisiak,Von herrlicher Wirkung und gutem Geschmack.
41.
Auch für Männer, die ihre ehliche Pflichten,Wegen ihrer Jugendsünden, nicht konnten verrichten,Hatt’ er ein geheimes Aphrodisiak,Von herrlicher Wirkung und gutem Geschmack.
Auch für Männer, die ihre ehliche Pflichten,
Wegen ihrer Jugendsünden, nicht konnten verrichten,
Hatt’ er ein geheimes Aphrodisiak,
Von herrlicher Wirkung und gutem Geschmack.
42.Das wachsameCollegium medicumdes Landes,Welches viel von ihm hörte, verstand esUnrecht und nannte es Pfuscherei,Weil er nichtrite promotussei,
42.
Das wachsameCollegium medicumdes Landes,Welches viel von ihm hörte, verstand esUnrecht und nannte es Pfuscherei,Weil er nichtrite promotussei,
Das wachsameCollegium medicumdes Landes,
Welches viel von ihm hörte, verstand es
Unrecht und nannte es Pfuscherei,
Weil er nichtrite promotussei,
43.Und ließ ihn oft zur Verantwortung citiren;Er blieb aber vor wie nach beim PracticirenUnd nannte diese Zudringlichkeit,Offenbare Mißgunst und Nahrungsneid.
43.
Und ließ ihn oft zur Verantwortung citiren;Er blieb aber vor wie nach beim PracticirenUnd nannte diese Zudringlichkeit,Offenbare Mißgunst und Nahrungsneid.
Und ließ ihn oft zur Verantwortung citiren;
Er blieb aber vor wie nach beim Practiciren
Und nannte diese Zudringlichkeit,
Offenbare Mißgunst und Nahrungsneid.
44.Er wußte übrigens weder Latein noch andre Sprachen,Und was sollte er auch eigentlich damit machen?Denn mit Griechisch und Lateinisch wirdDoch nie, sondern mit Arzneien curirt.
44.
Er wußte übrigens weder Latein noch andre Sprachen,Und was sollte er auch eigentlich damit machen?Denn mit Griechisch und Lateinisch wirdDoch nie, sondern mit Arzneien curirt.
Er wußte übrigens weder Latein noch andre Sprachen,
Und was sollte er auch eigentlich damit machen?
Denn mit Griechisch und Lateinisch wird
Doch nie, sondern mit Arzneien curirt.
45.Er haßte alle sogenannte Methoden und Secten,Wünschte gar, daß alle Dogmatiker verreckten,Und verließ sich einzig im Curiren nurAuf Erfahrung und des Kranken starke Natur.
45.
Er haßte alle sogenannte Methoden und Secten,Wünschte gar, daß alle Dogmatiker verreckten,Und verließ sich einzig im Curiren nurAuf Erfahrung und des Kranken starke Natur.
Er haßte alle sogenannte Methoden und Secten,
Wünschte gar, daß alle Dogmatiker verreckten,
Und verließ sich einzig im Curiren nur
Auf Erfahrung und des Kranken starke Natur.
46.Von medicinischen Büchern, sowol neuen als alten,Pflegte er ebenfalls gar nichts Gescheidtes zu halten;Nur besaß er ein geheimes ManuscriptUnd war in dessen Lectüre geübt.
46.
Von medicinischen Büchern, sowol neuen als alten,Pflegte er ebenfalls gar nichts Gescheidtes zu halten;Nur besaß er ein geheimes ManuscriptUnd war in dessen Lectüre geübt.
Von medicinischen Büchern, sowol neuen als alten,
Pflegte er ebenfalls gar nichts Gescheidtes zu halten;
Nur besaß er ein geheimes Manuscript
Und war in dessen Lectüre geübt.
47.Zwar war’s schon alt, ohne Namen und Titel,Doch zeigte es lauter schöne Hausmittel,Und enthielte für allerlei Weh,Manch sicheres Geheimniß und Recipe.
47.
Zwar war’s schon alt, ohne Namen und Titel,Doch zeigte es lauter schöne Hausmittel,Und enthielte für allerlei Weh,Manch sicheres Geheimniß und Recipe.
Zwar war’s schon alt, ohne Namen und Titel,
Doch zeigte es lauter schöne Hausmittel,
Und enthielte für allerlei Weh,
Manch sicheres Geheimniß und Recipe.
48.Es will mir übrigens hier nicht geziemen,Diesen Wundermann länger zu preisen und zu rühmen;Genug, es war der Retter des Hieronimus,Es lebe Herr Schneller, der Medicus!
48.
Es will mir übrigens hier nicht geziemen,Diesen Wundermann länger zu preisen und zu rühmen;Genug, es war der Retter des Hieronimus,Es lebe Herr Schneller, der Medicus!
Es will mir übrigens hier nicht geziemen,
Diesen Wundermann länger zu preisen und zu rühmen;
Genug, es war der Retter des Hieronimus,
Es lebe Herr Schneller, der Medicus!
1.Als Hieronimus wieder zu Kräften gekommen,Hat er sein altes Amt wieder übernommen,Jedoch bei dieser GelegenheitGerieth er in bittre Verdrießlichkeit.
1.
Als Hieronimus wieder zu Kräften gekommen,Hat er sein altes Amt wieder übernommen,Jedoch bei dieser GelegenheitGerieth er in bittre Verdrießlichkeit.
Als Hieronimus wieder zu Kräften gekommen,
Hat er sein altes Amt wieder übernommen,
Jedoch bei dieser Gelegenheit
Gerieth er in bittre Verdrießlichkeit.
2.Denn schon gleich nach seinem vermeinten Ableben,Wurde der Wächterdienst einem andern übergeben,Folglich hatte dieser etliche Tage schonDas Nachtwächterhorn in Possession.
2.
Denn schon gleich nach seinem vermeinten Ableben,Wurde der Wächterdienst einem andern übergeben,Folglich hatte dieser etliche Tage schonDas Nachtwächterhorn in Possession.
Denn schon gleich nach seinem vermeinten Ableben,
Wurde der Wächterdienst einem andern übergeben,
Folglich hatte dieser etliche Tage schon
Das Nachtwächterhorn in Possession.
3.Dieses aber bei Hieronimi neuem Leben,So mir nichts, dir nichts, ihm wieder abzugeben,Ginge freilich in der Güte nicht;Drum kam die Sache vor Gericht.
3.
Dieses aber bei Hieronimi neuem Leben,So mir nichts, dir nichts, ihm wieder abzugeben,Ginge freilich in der Güte nicht;Drum kam die Sache vor Gericht.
Dieses aber bei Hieronimi neuem Leben,
So mir nichts, dir nichts, ihm wieder abzugeben,
Ginge freilich in der Güte nicht;
Drum kam die Sache vor Gericht.
4.Jeder suchte sich also einen Advocaten,Um in dieser kritischen Sache ihm zu rathen,Und vor der Hand ward rechtlich decretirt:Daß das Wächteramt entweder würd’ suspendirt,
4.
Jeder suchte sich also einen Advocaten,Um in dieser kritischen Sache ihm zu rathen,Und vor der Hand ward rechtlich decretirt:Daß das Wächteramt entweder würd’ suspendirt,
Jeder suchte sich also einen Advocaten,
Um in dieser kritischen Sache ihm zu rathen,
Und vor der Hand ward rechtlich decretirt:
Daß das Wächteramt entweder würd’ suspendirt,
5.Oder, weil die Unterlassung der NachtwacheEine gar zu bedenkliche StaatssacheUnd bei Feuersbrunst und DiebereiFür das Städtlein gefährlich sei:
5.
Oder, weil die Unterlassung der NachtwacheEine gar zu bedenkliche StaatssacheUnd bei Feuersbrunst und DiebereiFür das Städtlein gefährlich sei:
Oder, weil die Unterlassung der Nachtwache
Eine gar zu bedenkliche Staatssache
Und bei Feuersbrunst und Dieberei
Für das Städtlein gefährlich sei:
6.So könnten beide Competenten gebührlich,Des Nachts jeder für sich unpräjudicirlich,So daß darin keine Verwirrung sei,Anstimmen ihre nächtliche Melodei.
6.
So könnten beide Competenten gebührlich,Des Nachts jeder für sich unpräjudicirlich,So daß darin keine Verwirrung sei,Anstimmen ihre nächtliche Melodei.
So könnten beide Competenten gebührlich,
Des Nachts jeder für sich unpräjudicirlich,
So daß darin keine Verwirrung sei,
Anstimmen ihre nächtliche Melodei.
7.Das Gehalt aber könnte pendente lite,Unter ihnen getheilet werden in Güte;Allenfalls könnten auch um die andre NachtSie halten die gewohnte Wacht.
7.
Das Gehalt aber könnte pendente lite,Unter ihnen getheilet werden in Güte;Allenfalls könnten auch um die andre NachtSie halten die gewohnte Wacht.
Das Gehalt aber könnte pendente lite,
Unter ihnen getheilet werden in Güte;
Allenfalls könnten auch um die andre Nacht
Sie halten die gewohnte Wacht.
8.Dies war nun zwar schon eine verdrießliche Geschichte,Doch eben nicht von so gar großem Gewichte;Indessen kommt selten ein Uebel allein,Und wo Kreuz ist, findet sich Plage leicht ein.
8.
Dies war nun zwar schon eine verdrießliche Geschichte,Doch eben nicht von so gar großem Gewichte;Indessen kommt selten ein Uebel allein,Und wo Kreuz ist, findet sich Plage leicht ein.
Dies war nun zwar schon eine verdrießliche Geschichte,
Doch eben nicht von so gar großem Gewichte;
Indessen kommt selten ein Uebel allein,
Und wo Kreuz ist, findet sich Plage leicht ein.