Viertes Kapitel.
»Es war bald nach dem Frieden mit Frankreich, meine werten Herrschaften, als ich mit dem in Gott entschlafenen Kaiser sprach.«
»Sie haben mit dem Kaiser gesprochen?« unterbrachen den Erzähler sofort mehrere Stimmen.
»Ja, was denken Sie?« sagte der Zwerg sanft lächelnd. »Mit Seiner Kaiserlichen Majestät Alexander Paulowitsch habe ich gesprochen und habe Verstand genug gehabt, ihm zu antworten.«
»Hahaha! Ist das ein Kerl, dieser Nikolaurus, Gott straf mich!« brüllte der Diakon Achilla entzückt und schlug sich mit der flachen Hand auf die Schenkel. »Seht ihn doch an, – so ein winziger Floh und hat mit dem Kaiser geredet.«
»Sitz ruhig, Diakon, und sei still,« sagte Tuberozow ernst.
Achilla gab durch eine Handbewegung zu verstehen, daß er den Erzähler nicht mehr unterbrechen werde und setzte sich.
Der Zwerg fuhr fort:
»Die ganze Sache nahm scheinbar mit diesem meinem Gespräch mit dem Kaiser überhaupt ihren Anfang. Meine gnädige Herrin Marfa Andrejewna hatte den Wunsch, nach Moskau zu reisen, als der Kaiser nach seinem weltberühmten Siege über Napoleon Bonaparte dort erwartet wurde. Natürlich mußte auch ich sie wieder auf dieser Reise begleiten. Die Selige war dazumal schon in hohen Jahren, und weil auch ihre Gesundheit zu wünschen übrigließ, leicht erzürnt undgekränkt. Da verschaffte nun Alexei Nikititsch seiner Mutter eine Einladung zu einem Ball, zu dem auch der Kaiser kommen sollte. Marfa Andrejewna gestand mir offen, daß ihr das ein großes Vergnügen bereitet hatte. Sie ließ sich zu diesem Ball ein kostbares Kleid machen, und für mich wurde bei einem französischen Schneider ein blauer Frack aus englischem Tuch mit goldenen Knöpfen bestellt, dazu – entschuldigen Sie, meine Damen – Pantalons, Weste, Halsbinde – alles weiß; ein Spitzenvorhemd und Schnallenschuhe, – zweiundvierzig Rubel hat sie bezahlt. Alexei Nikititsch hatte, um seiner Mutter eine Freude zu machen, es so eingerichtet, daß sie mich mitnehmen durfte. DemMaitre d'hôtelwurde befohlen, mich in die Orangerie zu führen und gerade gegenüber dem Saale, in den der Kaiser eintreten sollte, irgendwo in einer Ecke zwischen den Gewächsen aufzustellen. So geschah es denn auch, werte Herrschaften, aber doch nicht ganz, wie es beabsichtigt war. DerMaitre d'hôtelsagte mir, ich sollte mich ruhig verhalten und sehen, soviel ich von meinem Platz nur sehen könnte. Aber was war von da zu sehen? Nichts. Da machte ich es wie Zachäus, der Zöllner, wissen Sie, und kletterte – hoppla – auf so einen kleinen künstlichen Felsen, wo ich nun unter einer Palme stand. Der Saal war voll Glanz und Lärm und Musik, aber auch von meinem Felsen konnte ich nur die Frisuren der Herrschaften sehen. Plötzlich aber gerieten all diese Köpfe in lebhafte Bewegung, sie schoben sich auseinander und der Kaiser ging mit dem Fürsten Golitzyn geradewegs nach der Orangerie, um sich etwas zu erfrischen. Und – denken Sie sich nur – nicht allein, daß er sich nach der Orangerie begibt, er geht auch gerade auf die entfernte Ecke zu, wo man mich versteckt hatte. Ganz starr war ich, meine Damen, wie angewachsen an den Felsen und konnte nicht herunter.«
»Da war dir wohl bange?« fragte Tuberozow.
»Wie soll ich sagen? Bange eigentlich nicht, aber doch gewissermaßen aufgeregt war ich.«
»Ich wäre davongelaufen,« sagte der Diakon, außerstande, noch weiter zu schweigen.
»Warum denn davonlaufen, werter Herr? Ich will nicht sagen, daß ich keine Angst verspürt hätte, aber ans Davonlaufen dachte ich doch nicht. Seine Majestät kamen indes immer näher und näher. Ich hörte schon deutlich, wie Ihre Stiefel klipp-klapp, klipp-klapp machten. Ich sah bereits Ihr sanftes Gesicht, den freundlichen Blick, und wissen Sie, in meiner Verwirrung dachte ich gar nicht mehr daran, daß ich gleich Ihren Augen sichtbar werden mußte. Da wandte der Kaiser den Kopf und, ich sah's, er richtete den Blick direkt auf mich und sah mich an.«
»Nun?« schrie der Diakon und wurde ganz bleich.
»Ich machte eine Verbeugung.«
Der Diakon atmete auf, drückte die Hand des Zwerges und flüsterte:
»Erzähle, sei so gut, erzähle schnell weiter!«
»Der Kaiser sah mich also an und geruhte auf Französisch zum Fürsten Golitzyn zu sagen: ›Ach, was für ein Miniaturexemplar! Wem mag es gehören?‹ Der Fürst Golitzyn war, wie ich sah, in Verlegenheit, was er antworten sollte, – und da ich die französische Rede wohl verstehen konnte, antwortete ich selber: ›Der gnädigen Frau Plodomasow, Kaiserliche Majestät!‹ Da wandte sich der Kaiser zu mir und geruhte zu fragen: ›Welcher Nation sind Sie?‹ – ›Ein treuer Untertan Eurer Majestät,‹ antwortete ich. ›Und geborener Russe?‹ fragte er weiter und ich antwortete: ›Ein Bauer und treuer Untertan Eurer Majestät.‹ Da lachte der Kaiser. ›Bravo,‹ scherzte er, ›bravo,mon petit sujetfidèle!‹ und faßte meinen Kopf mit der Hand und zog mich an sich.«
Nikolai Afanasjewitsch dämpfte seine Stimme und sagte mit einem leisen Lächeln im Flüstertone, als handele es sich um ein großes politisches Geheimnis:
»Er faßte mich um, wissen Sie, und dabei drückte ein Knopf seines Ärmelaufschlags mir die Nase zusammen, daß es mir ordentlich wehe tat.«
»Nun und du? Du schriest doch nicht?« rief der Diakon.
»Nein, Väterchen, nein, warum sollte ich schreien? Wie kann man schreien, wenn der Zar einen liebkost? Nein, als er mich losließ, küßte ich seine Hand … für das Glück und die Ehre … und das war mein ganzes Gespräch mit Seiner Kaiserlichen Majestät. Später natürlich, als sie mich vom Felsen heruntergenommen hatten und man mich in der Kutsche nach Hause fuhr, da hab' ich die ganze Zeit geweint.«
»Warum hast du denn nachher geweint?« fragte Achilla.
»Warum? Als ob ich nicht Grund genug gehabt hätte? Vor Rührung weint der Mensch!«
»So klein ist er und hat so viel Gefühl!« rief Achilla ganz begeistert.
»Nun, erlauben Sie mal,« fing der Erzähler wieder an. »Die Aufmerksamkeit, die Seine Majestät mir zufällig erwiesen, wurde in verschiedenen Moskauer Häusern bekannt, Marfa Andrejewna nahm mich überall mit hin und zeigte mich den Leuten, und – ich sage Ihnen die reine Wahrheit, ich lüge nicht – ich war damals der allerkleinste Zwerg in ganz Moskau. Aber das dauerte nicht lange, nur einen einzigen Winter.«
In diesem Augenblick prustete der Diakon plötzlich überlaut und fing dann, den Kopf zurückwerfend, leise zu kichern an.
Als er merkte, daß er durch sein Lachen den Erzähler unterbrochen hatte, setzte er sich wieder gerade hin und sagte:
»Es ist nichts! Erzähle nur weiter, Nikolaurus, ich lache über meine eigene Sache. Wie einmal der Graf Klenychin mit mir gesprochen hat.«
»Nein, sprechen Sie sich nur aus, werter Herr, sonst unterbrechen Sie mich wieder,« sagte der Zwerg.
»Ach, es ist gar nichts Besonderes, eine ganz einfache Geschichte,« erwiderte Achilla. »Der Graf Klenychin besichtigte unser Seminargebäude, ich machte ihm eine Verbeugung und da sagte er: ›Pack dich weg, Schafskopf!‹ Und das war unser ganzes Gespräch, über das ich lachen mußte.«
»Es ist auch wirklich komisch,« sagte der Zwerg lächelnd und fuhr fort:
»Im nächsten Winter brachte die Generalin Wichiorowa aus Petersburg eine finnische Zwergin namens Meta mit, die war noch um einen Finger breit kleiner als ich. Die selige Marfa Andrejewna konnte das gar nicht hören. Anfangs behauptete sie immer, das sei keine natürliche Zwergin, sondern eine, der man in der Kindheit Blei eingegeben habe; aber als sie angekommen war und meine gnädige Herrin die Meta Iwanowna mit eigenen Augen sah, da wurde sie furchtbar böse, daß sie so wohlgebaut und weiß war. Sogar im Traum ließ es ihr keine Ruhe: immer nur dachte sie daran, wie sie die Meta Iwanowna kaufen könnte. Aber die Generalin wollte von Verkauf nichts wissen. Da fing nun Marfa Andrejewna mit allerlei spitzigen Reden an: ihr Nikolai wäre ein kluger Kopf und hätte mit dem Kaiser selbst gesprochen, das Mädel aber sehe bloß nett aus und weiter nichts. So zankten sich die beiden Damen unsertwegen. Marfa Andrejewna sagte, jene solle ihr das Mädchen verkaufen, und diese wiederum wollte mich kaufen. Da fuhrMarfa Andrejewna einmal heftig auf: ›Ich will sie doch nicht bloß zum Spaß haben,‹ sagte sie, ›ich will sie doch verheiraten, der Nikolai soll sie zur Frau nehmen.‹ Die Frau Wichiorowa aber meinte: ›Ich kann ja die beiden auch verheiraten, wenn sie mir gehören.‹ Marfa Andrejewna erwiderte: ›Wenn sie Kinder kriegen, sollst du ein Paar davon haben.‹ Jene aber versprach, daß sie ihr ebenfalls ein paar Kinder überlassen wolle, wenn es welche geben würde. Bis auf zehntausend Rubel waren sie nach und nach gekommen, meine werten Herrschaften, aber immer wurde nichts aus der Sache, denn wenn meine gnädige Herrin zehntausend für die Meta bot, so bot die Generalin elftausend für mich. Wohl war Marfa Andrejewna eine Frau von starkem und unbezwinglichem Geiste, die mit Pugatschow gestritten und mit drei Kaisern getanzt hatte, – aber mit der Generalin Wichiorowa wurde sie doch nicht fertig. Und auf mich war sie auch böse. ›Du bist auch so ein dummer Rüpel,‹ geruhte sie zu mir zu sagen, ›der dem Mädel nicht ordentlich den Kopf verdrehen kann, daß es selber drum bittet, deine Frau werden zu dürfen.‹ – ›Mütterchen, Marfa Andrejewna,‹ sagte ich, ›wie soll ich ihr denn den Kopf verdrehen? Geben Sie mir Ihre Hand, Mütterchen, daß ich Narr sie küsse.‹ Da wurde sie noch böser. ›O, du dummer, dummer Kerl,‹ sagte sie, ›nichts verstehst du als die Handküsserei.‹ Da schwieg ich schon lieber ganz.«
»O dieser kleine Kerl! Er kann ja nichts dergleichen, der Arme,« erklärte der Diakon teilnahmvoll seinem Nachbarn.
Der Zwerg warf ihm einen Blick zu und fuhr fort:
»So ging es nun Tag für Tag, bis es Frühling wurde, und für uns kam die Zeit, aus Moskau wieder nach Plodomasowo zurückzukehren. Wir fuhren nochmals zur Wichiorowa und wurden wieder nicht handelseinig. Marfa Andrejewna sagte ihr: ›So erlaub doch wenigstens deiner Qualle, daßsie mit Nikolai vor dem Hause auf und ab geht.‹ Die Generalin gestattete das, und nun mußten Meta Iwanowna und ich auf dem Trottoir vor den Fenstern hin- und herspazieren. Das war eine große Freude für die selige Marfa Andrejewna, und für uns beide wurden die verschiedensten Kostüme genäht. Wir kamen hin und sie befahl: ›Heute sollen Nikolai und Meta als Paysans gehen.‹ Dann erschienen wir beide in Holzschuhen, ich in Kamisol und Hut und Meta Iwanowna mit einer großen Haube, und so gingen wir vor dem Hause auf und ab, und die Leute auf der Straße blieben stehen und schauten uns an. Ein andermal mußten wir uns als Türke und Türkin zeigen. Dann als Matrose und Matrosenmädchen. Ferner hatten wir noch Bärenkostüme, aus braunem Flanell genäht, wie Futterale. In diese stopfte man uns hinein, wie man eine Hand in den Handschuh steckt oder den Fuß in den Strumpf, nichts war zu sehen als die Augen, und oben am Kopfe waren solche kleine Zipfel aus Tuch angemacht, wie Ohren, die hin- und herwackelten. In diesen Kleidern schickte man uns aber nicht auf die Straße, sondern ließ sie uns zuweilen anlegen, wenn die beiden Damen beim Kaffee saßen. Dann mußten wir auf dem Teppich vor dem Kaffeetisch miteinander ringen. Meta Iwanowna war sehr stark für ein Mädchen, wenn ich ihr aber geschickt und schlau ein Bein stellte, dann fiel sie doch gleich um. Aber ich gab ihr doch meist aus Mitleid mit ihrem weiblichen Geschlecht nach, und die Generalin pflegte auch oft ihr Bologneserhündchen zu Hilfe zu rufen, das mir in die Waden fuhr. Dann ärgerte sich Marfa Andrejewna … Ach, ich mag gar nicht an diese Ringkämpfe denken! Das allerschönste Kostüm, das die Selige hatte machen lassen, habe ich heute noch: mich zogen sie als französischen Grenadier und Meta Iwanowna als Marquise an. Ich hatte eine hohe Bärenmütze, einen langen Waffenrock,eine Flinte mit Bajonett und Meta Iwanowna trug einen Reifrock und hielt einen großen Fächer in der Hand. Dann mußte ich mich mit der Flinte vor der Tür aufstellen und Meta Iwanowna ging mit ihrem Fächer an mir vorüber und ich präsentierte das Gewehr. Und dann fing Marfa Andrejewna wieder mit der Generalin zu feilschen an, denn sie wollte uns gar zu gerne verheiraten. Ich muß Ihnen aber sagen, daß all diese Kostüme für mich und Meta Iwanowna meine gnädige Herrin auf ihre Kosten machen ließ, denn sie glaubte ganz sicher, daß sie die Meta Iwanowna schließlich doch bekommen würde; ja, je mehr Kleider sie für uns machen ließ, desto mehr wurde sie in der Zuversicht bestärkt, daß wir beide ihr Eigentum seien. Aber die Sache sollte ganz anders ausgehen. Die Generalin Karolina Karlowna Wichiorowa war nicht umsonst eine Deutsche: wo etwas ihr von Vorteil war, da widersetzte sie sich nicht, sondern nahm alles an, aber nachgeben war ihre Sache nicht. Da kam Alexei Nikititsch – Gott schenke ihm Gesundheit und langes Leben, ihm selbst war die Sache schon lange ein Dorn im Auge, und er sah, daß sie bös auslaufen würde – er kam also auf den Gedanken, oder irgendein kluger Offizier von seinem Regiment hatte ihm den Rat gegeben, der Frau Mutter mitzuteilen, die Wichiorowsche Zwergin sei verschwunden. Das beruhigte Marfa Andrejewna noch einigermaßen, daß jetzt niemand die Meta Iwanowna haben sollte, und sie redete beständig davon. ›Wie ist sie denn verloren gegangen?‹ fragt sie. Alexei Nikititsch antwortet, ein Jude hätte sie gestohlen. ›Wie? Was für ein Jude?‹ Und wir fabeln weiter, wie's uns gerade einfällt: so ein kastanienbrauner Jude sei es gewesen, mit einem langen Bart, alle hätten ihn gesehen, wie er sie gepackt und fortgeschleppt habe. ›Warum hat man ihn denn nicht festgehalten?‹ fragt sie wieder. –Ja, er sei eben aus einer Straße in die andere, aus einer Gasse in die andere gerannt. – ›Sie ist aber auch ein dummes Frauenzimmer, daß sie sich so fortschleppen läßt und nicht einmal schreit! Mein Nikolai hätte sich sowas nicht gefallen lassen.‹ – ›Wie werd' ich mich denn von einem Juden überwältigen lassen?!‹ sagte ich. Und so glaubte sie alles, wie ein kleines Kind. Aber da machte Alexei Nikititsch versehentlich einen kleinen Fehler, oder richtiger, er wollte es zu schlau anfangen. Seine Absicht war natürlich, Marfa Andrejewna schneller mit mir aufs Land zu schaffen, denn dort, glaubte er, würde sie leichter vergessen, und so sagte er zu seiner Mutter: ›Seien Sie unbesorgt, liebe Mutter. Man wird die Zwergin sicher wiederfinden, denn sie wird überall gesucht, und wenn man sie gefunden hat, schreibe ich Ihnen sofort aufs Land.‹ Die Selige klammerte sich nun an dieses Wort. ›Nein,‹ sagte sie, ›wenn man sie sucht, dann will ich lieber hier abwarten. Vor allem aber möchte ich den Juden sehen, der sie geraubt hat.‹ Ja, meine Herrschaften, da mußten wir noch einen Polizisten anstellen, daß er uns lügen half. Jeden Tag kam er und meldete, die Kleine würde gesucht, sei aber immer noch nicht gefunden. Sie gab ihm jeden Tag fünf Rubel, mich aber schickte sie tagtäglich zur Frühmesse, daß ich Sankt Johannes dem Krieger einen Bittgottesdienst abhalten lasse um Rückkehr der entflohenen Sklavin …«
»Sankt Johann dem Krieger? Du sagst, zu Sankt Johann dem Krieger hättest du beten lassen?« unterbrach ihn der Diakon.
»Ja, Sankt Johannes dem Krieger.«
»Na, dann gratuliere ich, mein Lieber. Da habt ihr gar nicht zu dem richtigen Heiligen gebetet.«
»Wirst du wohl Ruhe halten, Diakon? Sei so gut,« fiel Vater Sawelij ein.
»Bitte, Nikolai, erzähle weiter.«
»Ja, Hochwürden, was ist da noch viel zu erzählen? Meine Geschichte ist so gut wie zu Ende. Einmal kamen wir mit Marfa Andrejewna von der Kapelle der Iberischen Mutter Gottes, als uns in der Petrowka-Straße der Wagen der Generalin Wichiorowa entgegenkam, in dem neben der Generalin auch Meta Iwanowna saß. Da begriff Marfa Andrejewna alles und … Sie mögen mir glauben, meine werten Herrschaften, oder nicht, – sie fing in der Kutsche leise, aber bitterlich zu weinen an.«
Der Zwerg schwieg.
»Nun, Nikola,« suchte der Propst ihn anzuspornen.
»Ja, was nun? Als wir nach Hause gekommen waren, sagte sie zu Alexei Nikititsch: ›Mein liebes Söhnchen, du bist ein rechter Schafskopf, daß du dich unterstehen konntest, deine Mutter zu betrügen und mir noch den Polizisten auf den Hals zu schicken.‹ Und damit ließ sie ihre Sachen packen und fuhr aufs Land.«