FUSSNOTEN:[1]Das Buch Jesaia übersetzt und erklärt. Göttingen 1892.[2]Die Zukunftserwartung des Jesaia. Göttingen 1893.[3]Hackmann a. a. O. S. 7 Anm.[4]S. 71.[5]Mit Ausnahme des ersten und letzten Stückes, die besonders besprochen werden müssen.[6]Denselben Bau im Anfange zeigt auch das kurze Stück c. 29,15.[7]Mit Ausnahme von c. 28,1–4 und 32,9–14.[8]Bezüglich des Schlusses könnte man sich ja zur Not mit c. 31,4 begnügen. Aber der oben nachgewiesene grobe Missverstand vieler Exegeten in der Auslegung des Bildes vom knurrenden Löwen über seiner Beute zeigt doch, dass dies allzukurze Wort ein nicht völlig genügender Abschluss des Ganzen ist. c. 31,1–3 redet von der Vernichtung der beiden verbündeten Heere: „Da stürzt der Schützer und fällt der Geschützte“ v. 4 soll nun jedenfalls in gewaltigem Bilde vom Löwen den Untergang der Stadt Jerusalem malen. Aber Jesaia sagt in diesem Verse nur, dass sich Jahwe im wilden Heerzuge der Assyrer auf Jerusalem stürzen wird. Was dann geschieht, sagt Jesaia nicht mehr. Wahrscheinlich ist, dass der Schluss weggefallen ist; möglich ist aber allerdings auch, dass sich Jesaia mit der Andeutung durch das kurze, aber packende Bild begnügt hat. Das konnte sich jeder selber ausmalen, wie es der Beute unter den Tatzen des knurrenden Löwen ergehen würde; und Jesaia hat auch sonst nicht, auch nicht in dem Bilde vom Weinberge c. 5. die Zerstörung Jerusalems mit dürren Worten ausgesprochen.[9]S. 48.[10]Zu c. 30,8 S. 195.[11]Duhm, Kommentar S. 195.[12]S. 49.[13]a. a. O. S. 22 ff., cf. S. 62 ff., vgl. auchDuhmComm. zu den Stellen.[14]Hackmann will zwar der viel grösseren Leichtigkeit des Verständnisses wegen (S. 67) v. 18 ff. auf Israel bezogen wissen; aber, wie mir scheint doch mit Unrecht. Denn die ganze Schrift c. 7 f. ist gegen Juda geschrieben; da hätte doch eine solche Expektoration über das Geschick Nordisraels wenig Sinn. Freilich, direkte Fortsetzung der Rede v. 13–16 ist v. 18 ff. nicht; v. 17 ist vom Redaktor und v. 18 ff. sind stark überarbeitet (vgl. schon das ewige ביום ההיא v. 18. 20. 21. 23). Die Verse haben hinter c. 7 ursprünglich vielleicht dieselbe Bedeutung gehabt, wie c. 8,5 ff. hinter c. 8,1–4: Sie sprechen das Urteil Jesaias resp. Jahwes aus; aber nicht als Rede Jesaias an den König, sondern nur in schriftlicher Darstellung. Vielleicht haben v. 18 ff. einst hinter c. 8,1–4 gestanden und sind vom Redaktor erst verbessert und vermehrt an ihren jetzigen Platz gestellt, um die messianisch verstandene Immannuelweissagung etwas zu verlängern und zu verzieren.[15]Vgl. darüber Duhm Comm. S. 49 ff., und Hackmann a. a. O. S. 62–70. Die Annahme eines ursprünglich geschichtlichen Zusammenhanges der Stücke in c. 7 f. beseitigt jedenfalls sonst unüberwindliche Schwierigkeiten für die Annahme jesajanischer Herkunft derselben, die sich für einzelne Partien (c. 7,2–16, c. 8,1–4, 14 f. 16–18) doch immer aufdrängt. Hervorgehoben sind die Schwierigkeiten von c. 7 namentlich von de Lagarde Sem. I. 9 ff. und Studer J. P. Th. V. 76 ff. Andererseits meint schon Ewald (I. 320. 329 f.), dass die Erzählungen dieses Stückes einst vollständiger gewesen seien, und auch Dillmann (Comm. S. 62) giebt es als Eigentümlichkeit des Stückes c. 6–9,6 an, dass es „geschichtlich angelegt ist“. Der Redaktor, der es bearbeitet und in seine Sammlung (c. 6–9,6) aufgenommen hat, hat es natürlich „messianisch“ behandelt. Das zeigt seine eigene Weissagung c. 9,1–6. Er dichtet dem Messias einen dritten Namen an, der noch länger ist als der in 8,1–4 genannte und auf die beiden anderen Bezug nimmt. Aus dem Immanu-el hat er sein El gibbor, aus dem chas-baz sein abi-ad (daher nicht Ewigvater, sondern Beutevater). Der „Wunderrat“ entstammt vielleicht dem wunderbaren אות c. 7,10. Der „Friedefürst“ ist eigene Zuthat, weil das Hauptmerkmal des Messias in seinem Namen nicht fehlen durfte.[16]Das tröstliche Schlusssätzchen ist unecht und fehlt noch in LXX. Vielleicht sind überhaupt v. 12 f. zu streichen. Sie bringen gegenüber v. 11 nichts Neues, reden vielmehr von einer zweimaligen Deportation, nachdem in v. 11 das Land schon menschenleer geworden war. Vgl. hierüber Duhm Comm. S. 48.[17]Die Möglichkeit so später Niederschrift ist nicht zu bezweifeln cf. Duhm zu c. 6. Für Jesaia war das eine ebenso glänzende wie innerlich wahre Rechtfertigung seines erfolglosen Wirkens, dass er dennoch den göttlichen Zweck seiner Sendung erfüllt habe. — Dass c. 6 jetzt vor c. 7 und nicht vor c. 28 steht, rührt daher, dass es zeitlich dahin gehört und wahrscheinlich schon bei der ersten Gesammtausgabe der drei Schriften Jesaias an diesen Platz gestellt ist.[18]Zu c. 22 vgl. namentlich Hackmann a. a. O. S. 108 f.[19]Über die in c. 1–5 aufbewahrten Stücke urteilt Hackmann S. 49, dass sie von Anhängern und Freunden des Propheten niedergeschrieben sind, da sich für den Propheten kein Motiv zur Fixirung der meist kurzen Sprüche finden lasse. Indessen besteht vielleicht auch die Möglichkeit, dass einzelne von ihnen früher den grösseren geschichtlichen Darstellungen angehört haben. Zu 3,6 bemerkt Duhm: „Der Eingang (ויאמר יהוה) legt die Vermutung nahe, dass das Stück einst einem grösseren Zusammenhange angehörte.“ Auch die Weherufe in c. 5 sind wohl aus ursprünglich anderen Zusammenhängen hergenommen, denn sie stehen bunt durcheinander. Vgl. z. B. c. 5,18 ff. mit c. 28,9. 22 ff. c. 30,10.[20]Näheres s. Hackmann a. a. O. S. 80 ff.[21]Juda und die assyrische Weltmacht: S. 5 ff.[22]a. a. O. S. 92–97., 108 f.[23]Comm. S. 221.[24]Hackmanna. a. O. S. 136 ff.[25]Wellhausen: Israelitische und jüdische Geschichte. 1894. S. 165.[26]a. a. O., S. 164.[27]Comm. S. 188.[28]Comm. S. 216 ff.[29]S. zum Folgenden Stade, Geschichte d. V. J. I. 614 ff. Wellhausen. Gesch. d. j. V. S. 85 f.[30]c. 30,9 ff.[31]Vgl. auch Duhm Comm. S. XVI: „So viel Jesaia geschrieben hat, so ist er doch kein Schriftsteller von Beruf; er schreibt teils aus dem allgemeinen Grunde, dem mündlich gesprochenen Worte eine grössere Ausbreitung und nachhaltigere Wirkung zu geben, teils zu dem besonderen Zwecke, um gegenüber dem Unglauben der Mehrheit seines Volkes Beweisstücke für die richtige Vorhersagung der Ereignisse zu schaffen.“[32]Vgl. hierzu Hackmann a. a. O. S. 47.[33]Das kommt vielleicht daher, dass man mit dem Buche, das nur Drohungen enthielt, nach dem Exil zuerst nichts Rechtes anzufangen wusste. Uebrigens mögen wohl auch die geschichtlichen Partieen schon früher mehr vernachlässigt worden sein, da man an ihnen natürlich immer das geringere Interesse haben musste, zumal sie obendrein mit der späteren Sage von Jesaias Stellung zur Zerstörung Jerusalems nicht stimmten. Nötig ist aber diese Annahme zur Erklärung ihrer Ausscheidung nicht. Jene Zeit stand solchen geschichtlichen Stoffen völlig kritiklos gegenüber.[34]c. 31,6. Der Apokalyptiker hat bei dieser Deutung freilich nicht das ägyptische Bündnis, sondern den Abfall seiner Zeit, die Bilderverehrung, im Sinne, wie v. 7 deutlich zeigt.[35]Das spricht er freilich nicht aus, weil es ihm und seiner Zeit für selbstverständlich galt. Bewiesen ist es aber für uns durch die Art und Weise, wie er seine Trostsprüche von der Zukunft mit jenen Drohreden verbunden hat: c. 29,17. 30,18. 32,15. 29,5 f. Aus diesen Stellen geht deutlich hervor, dass der Verfasser den Eintritt der goldenen Zeit in engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Eintreten der Drohgerichte bringt, und dass er sein Volk gerade durch diesen Hinweis belehren und trösten will. Daraus ergiebt sich, dass er die Drohweissagungen in seiner Gegenwart erfüllt sieht.[36]Die Wahl dieses gegen Samarien gerichteten Stückes zeigt wieder deutlich die völlige Kritiklosigkeit des Verfassers.[37]Comm. S. 258.[38]Eine Zusammenstellung der verschiedenen Auslegungen bei Dillm. a. a. O. S. 258.[39]Studien u. Kritiken 1893. S. 1–46.[40]Comm. S. 257.[41]Comm. S. 178 f., vgl. auch Hackmann a. a. O. S. 40.[42]Das Zukunftsbild des Jesaia. Akad. Antrittsvorles. Leipzig 1885.[43]Guthe findet in dem „Klopfen“ des Kümmels und „Dreschen“ des Brotes den Unterschied, dass Israel die härteren, Juda die milderen Strafen zu erleiden hat. Aber beides bezeichnet dieselbe Sache. Dill wird eben geklopft, Korn mit der Schleife gedroschen.[44]Auch c. 1,4 ff. nicht. Von Vergebung und Ende der Plagen ist da keine Rede. v. 8 Schluss und v. 9 scheinen mir Glossen zu sein. Das כעיר נצורה passt nicht zu den vorhergehenden Bildern und scheint hinzugesetzt, weil diese zu respektswidrig sind. In v. 9 deutet sowohl שריו als כמעט als auch der anders wie in v. 10 gestimmte Vergleich mit Sodom und Gemorrha auf spätere Zeit.[45]Genaueres über die Verbindung des Abschnittes mit dem Vorstehenden S.[46]Über den Abschnitt v. 9–14 vgl. Duhm, Comm. S. 212 f. Der Haupteinwand Stades, dass „die Erwartung, dass Jerusalem verwüstet werden solle, mit Jesaias sonstigen Zukunftserwartungen nicht wohl vereinbar“ sei, spricht angesichts solcher Stellen wie c. 5,14. 17. c. 22,14. c. 6. c. 7,18 ff. c. 2,12 ff. eher für als gegen Jesaias Autorschaft.
FUSSNOTEN:[1]Das Buch Jesaia übersetzt und erklärt. Göttingen 1892.[2]Die Zukunftserwartung des Jesaia. Göttingen 1893.[3]Hackmann a. a. O. S. 7 Anm.[4]S. 71.[5]Mit Ausnahme des ersten und letzten Stückes, die besonders besprochen werden müssen.[6]Denselben Bau im Anfange zeigt auch das kurze Stück c. 29,15.[7]Mit Ausnahme von c. 28,1–4 und 32,9–14.[8]Bezüglich des Schlusses könnte man sich ja zur Not mit c. 31,4 begnügen. Aber der oben nachgewiesene grobe Missverstand vieler Exegeten in der Auslegung des Bildes vom knurrenden Löwen über seiner Beute zeigt doch, dass dies allzukurze Wort ein nicht völlig genügender Abschluss des Ganzen ist. c. 31,1–3 redet von der Vernichtung der beiden verbündeten Heere: „Da stürzt der Schützer und fällt der Geschützte“ v. 4 soll nun jedenfalls in gewaltigem Bilde vom Löwen den Untergang der Stadt Jerusalem malen. Aber Jesaia sagt in diesem Verse nur, dass sich Jahwe im wilden Heerzuge der Assyrer auf Jerusalem stürzen wird. Was dann geschieht, sagt Jesaia nicht mehr. Wahrscheinlich ist, dass der Schluss weggefallen ist; möglich ist aber allerdings auch, dass sich Jesaia mit der Andeutung durch das kurze, aber packende Bild begnügt hat. Das konnte sich jeder selber ausmalen, wie es der Beute unter den Tatzen des knurrenden Löwen ergehen würde; und Jesaia hat auch sonst nicht, auch nicht in dem Bilde vom Weinberge c. 5. die Zerstörung Jerusalems mit dürren Worten ausgesprochen.[9]S. 48.[10]Zu c. 30,8 S. 195.[11]Duhm, Kommentar S. 195.[12]S. 49.[13]a. a. O. S. 22 ff., cf. S. 62 ff., vgl. auchDuhmComm. zu den Stellen.[14]Hackmann will zwar der viel grösseren Leichtigkeit des Verständnisses wegen (S. 67) v. 18 ff. auf Israel bezogen wissen; aber, wie mir scheint doch mit Unrecht. Denn die ganze Schrift c. 7 f. ist gegen Juda geschrieben; da hätte doch eine solche Expektoration über das Geschick Nordisraels wenig Sinn. Freilich, direkte Fortsetzung der Rede v. 13–16 ist v. 18 ff. nicht; v. 17 ist vom Redaktor und v. 18 ff. sind stark überarbeitet (vgl. schon das ewige ביום ההיא v. 18. 20. 21. 23). Die Verse haben hinter c. 7 ursprünglich vielleicht dieselbe Bedeutung gehabt, wie c. 8,5 ff. hinter c. 8,1–4: Sie sprechen das Urteil Jesaias resp. Jahwes aus; aber nicht als Rede Jesaias an den König, sondern nur in schriftlicher Darstellung. Vielleicht haben v. 18 ff. einst hinter c. 8,1–4 gestanden und sind vom Redaktor erst verbessert und vermehrt an ihren jetzigen Platz gestellt, um die messianisch verstandene Immannuelweissagung etwas zu verlängern und zu verzieren.[15]Vgl. darüber Duhm Comm. S. 49 ff., und Hackmann a. a. O. S. 62–70. Die Annahme eines ursprünglich geschichtlichen Zusammenhanges der Stücke in c. 7 f. beseitigt jedenfalls sonst unüberwindliche Schwierigkeiten für die Annahme jesajanischer Herkunft derselben, die sich für einzelne Partien (c. 7,2–16, c. 8,1–4, 14 f. 16–18) doch immer aufdrängt. Hervorgehoben sind die Schwierigkeiten von c. 7 namentlich von de Lagarde Sem. I. 9 ff. und Studer J. P. Th. V. 76 ff. Andererseits meint schon Ewald (I. 320. 329 f.), dass die Erzählungen dieses Stückes einst vollständiger gewesen seien, und auch Dillmann (Comm. S. 62) giebt es als Eigentümlichkeit des Stückes c. 6–9,6 an, dass es „geschichtlich angelegt ist“. Der Redaktor, der es bearbeitet und in seine Sammlung (c. 6–9,6) aufgenommen hat, hat es natürlich „messianisch“ behandelt. Das zeigt seine eigene Weissagung c. 9,1–6. Er dichtet dem Messias einen dritten Namen an, der noch länger ist als der in 8,1–4 genannte und auf die beiden anderen Bezug nimmt. Aus dem Immanu-el hat er sein El gibbor, aus dem chas-baz sein abi-ad (daher nicht Ewigvater, sondern Beutevater). Der „Wunderrat“ entstammt vielleicht dem wunderbaren אות c. 7,10. Der „Friedefürst“ ist eigene Zuthat, weil das Hauptmerkmal des Messias in seinem Namen nicht fehlen durfte.[16]Das tröstliche Schlusssätzchen ist unecht und fehlt noch in LXX. Vielleicht sind überhaupt v. 12 f. zu streichen. Sie bringen gegenüber v. 11 nichts Neues, reden vielmehr von einer zweimaligen Deportation, nachdem in v. 11 das Land schon menschenleer geworden war. Vgl. hierüber Duhm Comm. S. 48.[17]Die Möglichkeit so später Niederschrift ist nicht zu bezweifeln cf. Duhm zu c. 6. Für Jesaia war das eine ebenso glänzende wie innerlich wahre Rechtfertigung seines erfolglosen Wirkens, dass er dennoch den göttlichen Zweck seiner Sendung erfüllt habe. — Dass c. 6 jetzt vor c. 7 und nicht vor c. 28 steht, rührt daher, dass es zeitlich dahin gehört und wahrscheinlich schon bei der ersten Gesammtausgabe der drei Schriften Jesaias an diesen Platz gestellt ist.[18]Zu c. 22 vgl. namentlich Hackmann a. a. O. S. 108 f.[19]Über die in c. 1–5 aufbewahrten Stücke urteilt Hackmann S. 49, dass sie von Anhängern und Freunden des Propheten niedergeschrieben sind, da sich für den Propheten kein Motiv zur Fixirung der meist kurzen Sprüche finden lasse. Indessen besteht vielleicht auch die Möglichkeit, dass einzelne von ihnen früher den grösseren geschichtlichen Darstellungen angehört haben. Zu 3,6 bemerkt Duhm: „Der Eingang (ויאמר יהוה) legt die Vermutung nahe, dass das Stück einst einem grösseren Zusammenhange angehörte.“ Auch die Weherufe in c. 5 sind wohl aus ursprünglich anderen Zusammenhängen hergenommen, denn sie stehen bunt durcheinander. Vgl. z. B. c. 5,18 ff. mit c. 28,9. 22 ff. c. 30,10.[20]Näheres s. Hackmann a. a. O. S. 80 ff.[21]Juda und die assyrische Weltmacht: S. 5 ff.[22]a. a. O. S. 92–97., 108 f.[23]Comm. S. 221.[24]Hackmanna. a. O. S. 136 ff.[25]Wellhausen: Israelitische und jüdische Geschichte. 1894. S. 165.[26]a. a. O., S. 164.[27]Comm. S. 188.[28]Comm. S. 216 ff.[29]S. zum Folgenden Stade, Geschichte d. V. J. I. 614 ff. Wellhausen. Gesch. d. j. V. S. 85 f.[30]c. 30,9 ff.[31]Vgl. auch Duhm Comm. S. XVI: „So viel Jesaia geschrieben hat, so ist er doch kein Schriftsteller von Beruf; er schreibt teils aus dem allgemeinen Grunde, dem mündlich gesprochenen Worte eine grössere Ausbreitung und nachhaltigere Wirkung zu geben, teils zu dem besonderen Zwecke, um gegenüber dem Unglauben der Mehrheit seines Volkes Beweisstücke für die richtige Vorhersagung der Ereignisse zu schaffen.“[32]Vgl. hierzu Hackmann a. a. O. S. 47.[33]Das kommt vielleicht daher, dass man mit dem Buche, das nur Drohungen enthielt, nach dem Exil zuerst nichts Rechtes anzufangen wusste. Uebrigens mögen wohl auch die geschichtlichen Partieen schon früher mehr vernachlässigt worden sein, da man an ihnen natürlich immer das geringere Interesse haben musste, zumal sie obendrein mit der späteren Sage von Jesaias Stellung zur Zerstörung Jerusalems nicht stimmten. Nötig ist aber diese Annahme zur Erklärung ihrer Ausscheidung nicht. Jene Zeit stand solchen geschichtlichen Stoffen völlig kritiklos gegenüber.[34]c. 31,6. Der Apokalyptiker hat bei dieser Deutung freilich nicht das ägyptische Bündnis, sondern den Abfall seiner Zeit, die Bilderverehrung, im Sinne, wie v. 7 deutlich zeigt.[35]Das spricht er freilich nicht aus, weil es ihm und seiner Zeit für selbstverständlich galt. Bewiesen ist es aber für uns durch die Art und Weise, wie er seine Trostsprüche von der Zukunft mit jenen Drohreden verbunden hat: c. 29,17. 30,18. 32,15. 29,5 f. Aus diesen Stellen geht deutlich hervor, dass der Verfasser den Eintritt der goldenen Zeit in engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Eintreten der Drohgerichte bringt, und dass er sein Volk gerade durch diesen Hinweis belehren und trösten will. Daraus ergiebt sich, dass er die Drohweissagungen in seiner Gegenwart erfüllt sieht.[36]Die Wahl dieses gegen Samarien gerichteten Stückes zeigt wieder deutlich die völlige Kritiklosigkeit des Verfassers.[37]Comm. S. 258.[38]Eine Zusammenstellung der verschiedenen Auslegungen bei Dillm. a. a. O. S. 258.[39]Studien u. Kritiken 1893. S. 1–46.[40]Comm. S. 257.[41]Comm. S. 178 f., vgl. auch Hackmann a. a. O. S. 40.[42]Das Zukunftsbild des Jesaia. Akad. Antrittsvorles. Leipzig 1885.[43]Guthe findet in dem „Klopfen“ des Kümmels und „Dreschen“ des Brotes den Unterschied, dass Israel die härteren, Juda die milderen Strafen zu erleiden hat. Aber beides bezeichnet dieselbe Sache. Dill wird eben geklopft, Korn mit der Schleife gedroschen.[44]Auch c. 1,4 ff. nicht. Von Vergebung und Ende der Plagen ist da keine Rede. v. 8 Schluss und v. 9 scheinen mir Glossen zu sein. Das כעיר נצורה passt nicht zu den vorhergehenden Bildern und scheint hinzugesetzt, weil diese zu respektswidrig sind. In v. 9 deutet sowohl שריו als כמעט als auch der anders wie in v. 10 gestimmte Vergleich mit Sodom und Gemorrha auf spätere Zeit.[45]Genaueres über die Verbindung des Abschnittes mit dem Vorstehenden S.[46]Über den Abschnitt v. 9–14 vgl. Duhm, Comm. S. 212 f. Der Haupteinwand Stades, dass „die Erwartung, dass Jerusalem verwüstet werden solle, mit Jesaias sonstigen Zukunftserwartungen nicht wohl vereinbar“ sei, spricht angesichts solcher Stellen wie c. 5,14. 17. c. 22,14. c. 6. c. 7,18 ff. c. 2,12 ff. eher für als gegen Jesaias Autorschaft.
[1]Das Buch Jesaia übersetzt und erklärt. Göttingen 1892.
[1]Das Buch Jesaia übersetzt und erklärt. Göttingen 1892.
[2]Die Zukunftserwartung des Jesaia. Göttingen 1893.
[2]Die Zukunftserwartung des Jesaia. Göttingen 1893.
[3]Hackmann a. a. O. S. 7 Anm.
[3]Hackmann a. a. O. S. 7 Anm.
[4]S. 71.
[4]S. 71.
[5]Mit Ausnahme des ersten und letzten Stückes, die besonders besprochen werden müssen.
[5]Mit Ausnahme des ersten und letzten Stückes, die besonders besprochen werden müssen.
[6]Denselben Bau im Anfange zeigt auch das kurze Stück c. 29,15.
[6]Denselben Bau im Anfange zeigt auch das kurze Stück c. 29,15.
[7]Mit Ausnahme von c. 28,1–4 und 32,9–14.
[7]Mit Ausnahme von c. 28,1–4 und 32,9–14.
[8]Bezüglich des Schlusses könnte man sich ja zur Not mit c. 31,4 begnügen. Aber der oben nachgewiesene grobe Missverstand vieler Exegeten in der Auslegung des Bildes vom knurrenden Löwen über seiner Beute zeigt doch, dass dies allzukurze Wort ein nicht völlig genügender Abschluss des Ganzen ist. c. 31,1–3 redet von der Vernichtung der beiden verbündeten Heere: „Da stürzt der Schützer und fällt der Geschützte“ v. 4 soll nun jedenfalls in gewaltigem Bilde vom Löwen den Untergang der Stadt Jerusalem malen. Aber Jesaia sagt in diesem Verse nur, dass sich Jahwe im wilden Heerzuge der Assyrer auf Jerusalem stürzen wird. Was dann geschieht, sagt Jesaia nicht mehr. Wahrscheinlich ist, dass der Schluss weggefallen ist; möglich ist aber allerdings auch, dass sich Jesaia mit der Andeutung durch das kurze, aber packende Bild begnügt hat. Das konnte sich jeder selber ausmalen, wie es der Beute unter den Tatzen des knurrenden Löwen ergehen würde; und Jesaia hat auch sonst nicht, auch nicht in dem Bilde vom Weinberge c. 5. die Zerstörung Jerusalems mit dürren Worten ausgesprochen.
[8]Bezüglich des Schlusses könnte man sich ja zur Not mit c. 31,4 begnügen. Aber der oben nachgewiesene grobe Missverstand vieler Exegeten in der Auslegung des Bildes vom knurrenden Löwen über seiner Beute zeigt doch, dass dies allzukurze Wort ein nicht völlig genügender Abschluss des Ganzen ist. c. 31,1–3 redet von der Vernichtung der beiden verbündeten Heere: „Da stürzt der Schützer und fällt der Geschützte“ v. 4 soll nun jedenfalls in gewaltigem Bilde vom Löwen den Untergang der Stadt Jerusalem malen. Aber Jesaia sagt in diesem Verse nur, dass sich Jahwe im wilden Heerzuge der Assyrer auf Jerusalem stürzen wird. Was dann geschieht, sagt Jesaia nicht mehr. Wahrscheinlich ist, dass der Schluss weggefallen ist; möglich ist aber allerdings auch, dass sich Jesaia mit der Andeutung durch das kurze, aber packende Bild begnügt hat. Das konnte sich jeder selber ausmalen, wie es der Beute unter den Tatzen des knurrenden Löwen ergehen würde; und Jesaia hat auch sonst nicht, auch nicht in dem Bilde vom Weinberge c. 5. die Zerstörung Jerusalems mit dürren Worten ausgesprochen.
[9]S. 48.
[9]S. 48.
[10]Zu c. 30,8 S. 195.
[10]Zu c. 30,8 S. 195.
[11]Duhm, Kommentar S. 195.
[11]Duhm, Kommentar S. 195.
[12]S. 49.
[12]S. 49.
[13]a. a. O. S. 22 ff., cf. S. 62 ff., vgl. auchDuhmComm. zu den Stellen.
[13]a. a. O. S. 22 ff., cf. S. 62 ff., vgl. auchDuhmComm. zu den Stellen.
[14]Hackmann will zwar der viel grösseren Leichtigkeit des Verständnisses wegen (S. 67) v. 18 ff. auf Israel bezogen wissen; aber, wie mir scheint doch mit Unrecht. Denn die ganze Schrift c. 7 f. ist gegen Juda geschrieben; da hätte doch eine solche Expektoration über das Geschick Nordisraels wenig Sinn. Freilich, direkte Fortsetzung der Rede v. 13–16 ist v. 18 ff. nicht; v. 17 ist vom Redaktor und v. 18 ff. sind stark überarbeitet (vgl. schon das ewige ביום ההיא v. 18. 20. 21. 23). Die Verse haben hinter c. 7 ursprünglich vielleicht dieselbe Bedeutung gehabt, wie c. 8,5 ff. hinter c. 8,1–4: Sie sprechen das Urteil Jesaias resp. Jahwes aus; aber nicht als Rede Jesaias an den König, sondern nur in schriftlicher Darstellung. Vielleicht haben v. 18 ff. einst hinter c. 8,1–4 gestanden und sind vom Redaktor erst verbessert und vermehrt an ihren jetzigen Platz gestellt, um die messianisch verstandene Immannuelweissagung etwas zu verlängern und zu verzieren.
[14]Hackmann will zwar der viel grösseren Leichtigkeit des Verständnisses wegen (S. 67) v. 18 ff. auf Israel bezogen wissen; aber, wie mir scheint doch mit Unrecht. Denn die ganze Schrift c. 7 f. ist gegen Juda geschrieben; da hätte doch eine solche Expektoration über das Geschick Nordisraels wenig Sinn. Freilich, direkte Fortsetzung der Rede v. 13–16 ist v. 18 ff. nicht; v. 17 ist vom Redaktor und v. 18 ff. sind stark überarbeitet (vgl. schon das ewige ביום ההיא v. 18. 20. 21. 23). Die Verse haben hinter c. 7 ursprünglich vielleicht dieselbe Bedeutung gehabt, wie c. 8,5 ff. hinter c. 8,1–4: Sie sprechen das Urteil Jesaias resp. Jahwes aus; aber nicht als Rede Jesaias an den König, sondern nur in schriftlicher Darstellung. Vielleicht haben v. 18 ff. einst hinter c. 8,1–4 gestanden und sind vom Redaktor erst verbessert und vermehrt an ihren jetzigen Platz gestellt, um die messianisch verstandene Immannuelweissagung etwas zu verlängern und zu verzieren.
[15]Vgl. darüber Duhm Comm. S. 49 ff., und Hackmann a. a. O. S. 62–70. Die Annahme eines ursprünglich geschichtlichen Zusammenhanges der Stücke in c. 7 f. beseitigt jedenfalls sonst unüberwindliche Schwierigkeiten für die Annahme jesajanischer Herkunft derselben, die sich für einzelne Partien (c. 7,2–16, c. 8,1–4, 14 f. 16–18) doch immer aufdrängt. Hervorgehoben sind die Schwierigkeiten von c. 7 namentlich von de Lagarde Sem. I. 9 ff. und Studer J. P. Th. V. 76 ff. Andererseits meint schon Ewald (I. 320. 329 f.), dass die Erzählungen dieses Stückes einst vollständiger gewesen seien, und auch Dillmann (Comm. S. 62) giebt es als Eigentümlichkeit des Stückes c. 6–9,6 an, dass es „geschichtlich angelegt ist“. Der Redaktor, der es bearbeitet und in seine Sammlung (c. 6–9,6) aufgenommen hat, hat es natürlich „messianisch“ behandelt. Das zeigt seine eigene Weissagung c. 9,1–6. Er dichtet dem Messias einen dritten Namen an, der noch länger ist als der in 8,1–4 genannte und auf die beiden anderen Bezug nimmt. Aus dem Immanu-el hat er sein El gibbor, aus dem chas-baz sein abi-ad (daher nicht Ewigvater, sondern Beutevater). Der „Wunderrat“ entstammt vielleicht dem wunderbaren אות c. 7,10. Der „Friedefürst“ ist eigene Zuthat, weil das Hauptmerkmal des Messias in seinem Namen nicht fehlen durfte.
[15]Vgl. darüber Duhm Comm. S. 49 ff., und Hackmann a. a. O. S. 62–70. Die Annahme eines ursprünglich geschichtlichen Zusammenhanges der Stücke in c. 7 f. beseitigt jedenfalls sonst unüberwindliche Schwierigkeiten für die Annahme jesajanischer Herkunft derselben, die sich für einzelne Partien (c. 7,2–16, c. 8,1–4, 14 f. 16–18) doch immer aufdrängt. Hervorgehoben sind die Schwierigkeiten von c. 7 namentlich von de Lagarde Sem. I. 9 ff. und Studer J. P. Th. V. 76 ff. Andererseits meint schon Ewald (I. 320. 329 f.), dass die Erzählungen dieses Stückes einst vollständiger gewesen seien, und auch Dillmann (Comm. S. 62) giebt es als Eigentümlichkeit des Stückes c. 6–9,6 an, dass es „geschichtlich angelegt ist“. Der Redaktor, der es bearbeitet und in seine Sammlung (c. 6–9,6) aufgenommen hat, hat es natürlich „messianisch“ behandelt. Das zeigt seine eigene Weissagung c. 9,1–6. Er dichtet dem Messias einen dritten Namen an, der noch länger ist als der in 8,1–4 genannte und auf die beiden anderen Bezug nimmt. Aus dem Immanu-el hat er sein El gibbor, aus dem chas-baz sein abi-ad (daher nicht Ewigvater, sondern Beutevater). Der „Wunderrat“ entstammt vielleicht dem wunderbaren אות c. 7,10. Der „Friedefürst“ ist eigene Zuthat, weil das Hauptmerkmal des Messias in seinem Namen nicht fehlen durfte.
[16]Das tröstliche Schlusssätzchen ist unecht und fehlt noch in LXX. Vielleicht sind überhaupt v. 12 f. zu streichen. Sie bringen gegenüber v. 11 nichts Neues, reden vielmehr von einer zweimaligen Deportation, nachdem in v. 11 das Land schon menschenleer geworden war. Vgl. hierüber Duhm Comm. S. 48.
[16]Das tröstliche Schlusssätzchen ist unecht und fehlt noch in LXX. Vielleicht sind überhaupt v. 12 f. zu streichen. Sie bringen gegenüber v. 11 nichts Neues, reden vielmehr von einer zweimaligen Deportation, nachdem in v. 11 das Land schon menschenleer geworden war. Vgl. hierüber Duhm Comm. S. 48.
[17]Die Möglichkeit so später Niederschrift ist nicht zu bezweifeln cf. Duhm zu c. 6. Für Jesaia war das eine ebenso glänzende wie innerlich wahre Rechtfertigung seines erfolglosen Wirkens, dass er dennoch den göttlichen Zweck seiner Sendung erfüllt habe. — Dass c. 6 jetzt vor c. 7 und nicht vor c. 28 steht, rührt daher, dass es zeitlich dahin gehört und wahrscheinlich schon bei der ersten Gesammtausgabe der drei Schriften Jesaias an diesen Platz gestellt ist.
[17]Die Möglichkeit so später Niederschrift ist nicht zu bezweifeln cf. Duhm zu c. 6. Für Jesaia war das eine ebenso glänzende wie innerlich wahre Rechtfertigung seines erfolglosen Wirkens, dass er dennoch den göttlichen Zweck seiner Sendung erfüllt habe. — Dass c. 6 jetzt vor c. 7 und nicht vor c. 28 steht, rührt daher, dass es zeitlich dahin gehört und wahrscheinlich schon bei der ersten Gesammtausgabe der drei Schriften Jesaias an diesen Platz gestellt ist.
[18]Zu c. 22 vgl. namentlich Hackmann a. a. O. S. 108 f.
[18]Zu c. 22 vgl. namentlich Hackmann a. a. O. S. 108 f.
[19]Über die in c. 1–5 aufbewahrten Stücke urteilt Hackmann S. 49, dass sie von Anhängern und Freunden des Propheten niedergeschrieben sind, da sich für den Propheten kein Motiv zur Fixirung der meist kurzen Sprüche finden lasse. Indessen besteht vielleicht auch die Möglichkeit, dass einzelne von ihnen früher den grösseren geschichtlichen Darstellungen angehört haben. Zu 3,6 bemerkt Duhm: „Der Eingang (ויאמר יהוה) legt die Vermutung nahe, dass das Stück einst einem grösseren Zusammenhange angehörte.“ Auch die Weherufe in c. 5 sind wohl aus ursprünglich anderen Zusammenhängen hergenommen, denn sie stehen bunt durcheinander. Vgl. z. B. c. 5,18 ff. mit c. 28,9. 22 ff. c. 30,10.
[19]Über die in c. 1–5 aufbewahrten Stücke urteilt Hackmann S. 49, dass sie von Anhängern und Freunden des Propheten niedergeschrieben sind, da sich für den Propheten kein Motiv zur Fixirung der meist kurzen Sprüche finden lasse. Indessen besteht vielleicht auch die Möglichkeit, dass einzelne von ihnen früher den grösseren geschichtlichen Darstellungen angehört haben. Zu 3,6 bemerkt Duhm: „Der Eingang (ויאמר יהוה) legt die Vermutung nahe, dass das Stück einst einem grösseren Zusammenhange angehörte.“ Auch die Weherufe in c. 5 sind wohl aus ursprünglich anderen Zusammenhängen hergenommen, denn sie stehen bunt durcheinander. Vgl. z. B. c. 5,18 ff. mit c. 28,9. 22 ff. c. 30,10.
[20]Näheres s. Hackmann a. a. O. S. 80 ff.
[20]Näheres s. Hackmann a. a. O. S. 80 ff.
[21]Juda und die assyrische Weltmacht: S. 5 ff.
[21]Juda und die assyrische Weltmacht: S. 5 ff.
[22]a. a. O. S. 92–97., 108 f.
[22]a. a. O. S. 92–97., 108 f.
[23]Comm. S. 221.
[23]Comm. S. 221.
[24]Hackmanna. a. O. S. 136 ff.
[24]Hackmanna. a. O. S. 136 ff.
[25]Wellhausen: Israelitische und jüdische Geschichte. 1894. S. 165.
[25]Wellhausen: Israelitische und jüdische Geschichte. 1894. S. 165.
[26]a. a. O., S. 164.
[26]a. a. O., S. 164.
[27]Comm. S. 188.
[27]Comm. S. 188.
[28]Comm. S. 216 ff.
[28]Comm. S. 216 ff.
[29]S. zum Folgenden Stade, Geschichte d. V. J. I. 614 ff. Wellhausen. Gesch. d. j. V. S. 85 f.
[29]S. zum Folgenden Stade, Geschichte d. V. J. I. 614 ff. Wellhausen. Gesch. d. j. V. S. 85 f.
[30]c. 30,9 ff.
[30]c. 30,9 ff.
[31]Vgl. auch Duhm Comm. S. XVI: „So viel Jesaia geschrieben hat, so ist er doch kein Schriftsteller von Beruf; er schreibt teils aus dem allgemeinen Grunde, dem mündlich gesprochenen Worte eine grössere Ausbreitung und nachhaltigere Wirkung zu geben, teils zu dem besonderen Zwecke, um gegenüber dem Unglauben der Mehrheit seines Volkes Beweisstücke für die richtige Vorhersagung der Ereignisse zu schaffen.“
[31]Vgl. auch Duhm Comm. S. XVI: „So viel Jesaia geschrieben hat, so ist er doch kein Schriftsteller von Beruf; er schreibt teils aus dem allgemeinen Grunde, dem mündlich gesprochenen Worte eine grössere Ausbreitung und nachhaltigere Wirkung zu geben, teils zu dem besonderen Zwecke, um gegenüber dem Unglauben der Mehrheit seines Volkes Beweisstücke für die richtige Vorhersagung der Ereignisse zu schaffen.“
[32]Vgl. hierzu Hackmann a. a. O. S. 47.
[32]Vgl. hierzu Hackmann a. a. O. S. 47.
[33]Das kommt vielleicht daher, dass man mit dem Buche, das nur Drohungen enthielt, nach dem Exil zuerst nichts Rechtes anzufangen wusste. Uebrigens mögen wohl auch die geschichtlichen Partieen schon früher mehr vernachlässigt worden sein, da man an ihnen natürlich immer das geringere Interesse haben musste, zumal sie obendrein mit der späteren Sage von Jesaias Stellung zur Zerstörung Jerusalems nicht stimmten. Nötig ist aber diese Annahme zur Erklärung ihrer Ausscheidung nicht. Jene Zeit stand solchen geschichtlichen Stoffen völlig kritiklos gegenüber.
[33]Das kommt vielleicht daher, dass man mit dem Buche, das nur Drohungen enthielt, nach dem Exil zuerst nichts Rechtes anzufangen wusste. Uebrigens mögen wohl auch die geschichtlichen Partieen schon früher mehr vernachlässigt worden sein, da man an ihnen natürlich immer das geringere Interesse haben musste, zumal sie obendrein mit der späteren Sage von Jesaias Stellung zur Zerstörung Jerusalems nicht stimmten. Nötig ist aber diese Annahme zur Erklärung ihrer Ausscheidung nicht. Jene Zeit stand solchen geschichtlichen Stoffen völlig kritiklos gegenüber.
[34]c. 31,6. Der Apokalyptiker hat bei dieser Deutung freilich nicht das ägyptische Bündnis, sondern den Abfall seiner Zeit, die Bilderverehrung, im Sinne, wie v. 7 deutlich zeigt.
[34]c. 31,6. Der Apokalyptiker hat bei dieser Deutung freilich nicht das ägyptische Bündnis, sondern den Abfall seiner Zeit, die Bilderverehrung, im Sinne, wie v. 7 deutlich zeigt.
[35]Das spricht er freilich nicht aus, weil es ihm und seiner Zeit für selbstverständlich galt. Bewiesen ist es aber für uns durch die Art und Weise, wie er seine Trostsprüche von der Zukunft mit jenen Drohreden verbunden hat: c. 29,17. 30,18. 32,15. 29,5 f. Aus diesen Stellen geht deutlich hervor, dass der Verfasser den Eintritt der goldenen Zeit in engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Eintreten der Drohgerichte bringt, und dass er sein Volk gerade durch diesen Hinweis belehren und trösten will. Daraus ergiebt sich, dass er die Drohweissagungen in seiner Gegenwart erfüllt sieht.
[35]Das spricht er freilich nicht aus, weil es ihm und seiner Zeit für selbstverständlich galt. Bewiesen ist es aber für uns durch die Art und Weise, wie er seine Trostsprüche von der Zukunft mit jenen Drohreden verbunden hat: c. 29,17. 30,18. 32,15. 29,5 f. Aus diesen Stellen geht deutlich hervor, dass der Verfasser den Eintritt der goldenen Zeit in engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Eintreten der Drohgerichte bringt, und dass er sein Volk gerade durch diesen Hinweis belehren und trösten will. Daraus ergiebt sich, dass er die Drohweissagungen in seiner Gegenwart erfüllt sieht.
[36]Die Wahl dieses gegen Samarien gerichteten Stückes zeigt wieder deutlich die völlige Kritiklosigkeit des Verfassers.
[36]Die Wahl dieses gegen Samarien gerichteten Stückes zeigt wieder deutlich die völlige Kritiklosigkeit des Verfassers.
[37]Comm. S. 258.
[37]Comm. S. 258.
[38]Eine Zusammenstellung der verschiedenen Auslegungen bei Dillm. a. a. O. S. 258.
[38]Eine Zusammenstellung der verschiedenen Auslegungen bei Dillm. a. a. O. S. 258.
[39]Studien u. Kritiken 1893. S. 1–46.
[39]Studien u. Kritiken 1893. S. 1–46.
[40]Comm. S. 257.
[40]Comm. S. 257.
[41]Comm. S. 178 f., vgl. auch Hackmann a. a. O. S. 40.
[41]Comm. S. 178 f., vgl. auch Hackmann a. a. O. S. 40.
[42]Das Zukunftsbild des Jesaia. Akad. Antrittsvorles. Leipzig 1885.
[42]Das Zukunftsbild des Jesaia. Akad. Antrittsvorles. Leipzig 1885.
[43]Guthe findet in dem „Klopfen“ des Kümmels und „Dreschen“ des Brotes den Unterschied, dass Israel die härteren, Juda die milderen Strafen zu erleiden hat. Aber beides bezeichnet dieselbe Sache. Dill wird eben geklopft, Korn mit der Schleife gedroschen.
[43]Guthe findet in dem „Klopfen“ des Kümmels und „Dreschen“ des Brotes den Unterschied, dass Israel die härteren, Juda die milderen Strafen zu erleiden hat. Aber beides bezeichnet dieselbe Sache. Dill wird eben geklopft, Korn mit der Schleife gedroschen.
[44]Auch c. 1,4 ff. nicht. Von Vergebung und Ende der Plagen ist da keine Rede. v. 8 Schluss und v. 9 scheinen mir Glossen zu sein. Das כעיר נצורה passt nicht zu den vorhergehenden Bildern und scheint hinzugesetzt, weil diese zu respektswidrig sind. In v. 9 deutet sowohl שריו als כמעט als auch der anders wie in v. 10 gestimmte Vergleich mit Sodom und Gemorrha auf spätere Zeit.
[44]Auch c. 1,4 ff. nicht. Von Vergebung und Ende der Plagen ist da keine Rede. v. 8 Schluss und v. 9 scheinen mir Glossen zu sein. Das כעיר נצורה passt nicht zu den vorhergehenden Bildern und scheint hinzugesetzt, weil diese zu respektswidrig sind. In v. 9 deutet sowohl שריו als כמעט als auch der anders wie in v. 10 gestimmte Vergleich mit Sodom und Gemorrha auf spätere Zeit.
[45]Genaueres über die Verbindung des Abschnittes mit dem Vorstehenden S.
[45]Genaueres über die Verbindung des Abschnittes mit dem Vorstehenden S.
[46]Über den Abschnitt v. 9–14 vgl. Duhm, Comm. S. 212 f. Der Haupteinwand Stades, dass „die Erwartung, dass Jerusalem verwüstet werden solle, mit Jesaias sonstigen Zukunftserwartungen nicht wohl vereinbar“ sei, spricht angesichts solcher Stellen wie c. 5,14. 17. c. 22,14. c. 6. c. 7,18 ff. c. 2,12 ff. eher für als gegen Jesaias Autorschaft.
[46]Über den Abschnitt v. 9–14 vgl. Duhm, Comm. S. 212 f. Der Haupteinwand Stades, dass „die Erwartung, dass Jerusalem verwüstet werden solle, mit Jesaias sonstigen Zukunftserwartungen nicht wohl vereinbar“ sei, spricht angesichts solcher Stellen wie c. 5,14. 17. c. 22,14. c. 6. c. 7,18 ff. c. 2,12 ff. eher für als gegen Jesaias Autorschaft.