ANMERKUNGEN

»Was war es für ein HöllenortWo Māro Dūsī Quaalen littAls Frevel er an WissenswaltUnd seinem hehren Herrn gethan?»Es blitzten hundert Lanzen blankUnd jede stach mit eignem Stich:Das war des Ortes arge PeinWo Māro Dūsī Quaalen littAls Frevel er an WissenswaltUnd seinem hehren Herrn gethan.»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Im Meere liegen Inseln hold,Ein Weltenalter stehn sie stand,Wie Edelsteine hell und rein,Ein funkelnd Feuer, glänzend klar:Und Nixen tanzen Tänze dort,Und jede lacht in eignem Licht.»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Wer auf Geheiß des wachen HerrnIm Angesicht der JüngerschaarDen Quaadergrund am HirschensteinMit seiner Zeh’ erzittern ließ:»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Wer Sakkos Siegesbanner-SchlossMit seiner Zeh’ erzittern ließ,Magiegewaltig witzbegabtEin Götterbeben einst gebot:{338}»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Wer dann im Siegesbanner-SaalDen Götterfürsten Sakko frug:›Doch kennst du, lieber Vāsu, wohlDas Heil versiegter Lebenslust?‹Und dem der Gott nun Punkt für PunktBescheid auf seine Frage gab:»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Wer fragend vor den Brahmā trat,im Saal der Säligen also sprach:›Wähnst, Bruder, du hier immer nochDen Wahn, den du vorher gewähnt?Merkst nicht, dass auch der GlitterglanzDer Brahmawelt verwesen muss?‹»Und dem nun Brahmā Punkt für Punkt,Wie sich’s gebühret, Antwort gab:‚Nein, Würdiger, ich wähne nichtDen Wahn mehr, den ich einst gewähnt.»‚Wohl merk’ ich, dass der GlitterglanzDer Brahmawelt verwesen muss;Wie achtlos hab’ ich doch geirrt,Zu wähnen, dass ich ewig sei!‘»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Wer höchsten Berges GipfelgratAls Heiliger erobert hielt,Den östlichen Videher-Wald.Der Erde tiefste Höllen fand:»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Hat wohl das Feuer je gedacht:›Versengen will den Thoren ich‹?Der Thor, der flacke FeuersgluthErfassen will, versengt sich selbst.»So willst nun, Māro, fassen du,Willst sehren den Vollendeten,Wirst aber sengen nur dich selbst,Ein Thor, der Feuer fassen will.»Verderben schürst dir, Māro, an:Willst fassen den Vollendeten,Und hoffest, Frevler, hoffensfroh,Dein Frevel werde frommen dir?»Des Frevlers Frevel schichten sichZu langem Leid, Verworfener!Verzweifle, Tod, am wachen Herrn,Heb’ von den Jüngern dich hinweg.«So hat im wilden SchreckenswaldEin Mönch dem Māro einst gewehrt:Und plötzlich war der wirre GeistAm selben Ort verschwunden da.

»Was war es für ein HöllenortWo Māro Dūsī Quaalen littAls Frevel er an WissenswaltUnd seinem hehren Herrn gethan?»Es blitzten hundert Lanzen blankUnd jede stach mit eignem Stich:Das war des Ortes arge PeinWo Māro Dūsī Quaalen littAls Frevel er an WissenswaltUnd seinem hehren Herrn gethan.»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Im Meere liegen Inseln hold,Ein Weltenalter stehn sie stand,Wie Edelsteine hell und rein,Ein funkelnd Feuer, glänzend klar:Und Nixen tanzen Tänze dort,Und jede lacht in eignem Licht.»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Wer auf Geheiß des wachen HerrnIm Angesicht der JüngerschaarDen Quaadergrund am HirschensteinMit seiner Zeh’ erzittern ließ:»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Wer Sakkos Siegesbanner-SchlossMit seiner Zeh’ erzittern ließ,Magiegewaltig witzbegabtEin Götterbeben einst gebot:{338}»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Wer dann im Siegesbanner-SaalDen Götterfürsten Sakko frug:›Doch kennst du, lieber Vāsu, wohlDas Heil versiegter Lebenslust?‹Und dem der Gott nun Punkt für PunktBescheid auf seine Frage gab:»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Wer fragend vor den Brahmā trat,im Saal der Säligen also sprach:›Wähnst, Bruder, du hier immer nochDen Wahn, den du vorher gewähnt?Merkst nicht, dass auch der GlitterglanzDer Brahmawelt verwesen muss?‹»Und dem nun Brahmā Punkt für Punkt,Wie sich’s gebühret, Antwort gab:‚Nein, Würdiger, ich wähne nichtDen Wahn mehr, den ich einst gewähnt.»‚Wohl merk’ ich, dass der GlitterglanzDer Brahmawelt verwesen muss;Wie achtlos hab’ ich doch geirrt,Zu wähnen, dass ich ewig sei!‘»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Wer höchsten Berges GipfelgratAls Heiliger erobert hielt,Den östlichen Videher-Wald.Der Erde tiefste Höllen fand:»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.»Hat wohl das Feuer je gedacht:›Versengen will den Thoren ich‹?Der Thor, der flacke FeuersgluthErfassen will, versengt sich selbst.»So willst nun, Māro, fassen du,Willst sehren den Vollendeten,Wirst aber sengen nur dich selbst,Ein Thor, der Feuer fassen will.»Verderben schürst dir, Māro, an:Willst fassen den Vollendeten,Und hoffest, Frevler, hoffensfroh,Dein Frevel werde frommen dir?»Des Frevlers Frevel schichten sichZu langem Leid, Verworfener!Verzweifle, Tod, am wachen Herrn,Heb’ von den Jüngern dich hinweg.«So hat im wilden SchreckenswaldEin Mönch dem Māro einst gewehrt:Und plötzlich war der wirre GeistAm selben Ort verschwunden da.

»Was war es für ein HöllenortWo Māro Dūsī Quaalen littAls Frevel er an WissenswaltUnd seinem hehren Herrn gethan?

»Was war es für ein Höllenort

Wo Māro Dūsī Quaalen litt

Als Frevel er an Wissenswalt

Und seinem hehren Herrn gethan?

»Es blitzten hundert Lanzen blankUnd jede stach mit eignem Stich:Das war des Ortes arge PeinWo Māro Dūsī Quaalen littAls Frevel er an WissenswaltUnd seinem hehren Herrn gethan.

»Es blitzten hundert Lanzen blank

Und jede stach mit eignem Stich:

Das war des Ortes arge Pein

Wo Māro Dūsī Quaalen litt

Als Frevel er an Wissenswalt

Und seinem hehren Herrn gethan.

»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer dessen sich erinnern kann,

Des Auferwachten treuer Sohn,

Den lasse, Frevler, unversucht,

Willst selber Leid nicht leiden du.

»Im Meere liegen Inseln hold,Ein Weltenalter stehn sie stand,Wie Edelsteine hell und rein,Ein funkelnd Feuer, glänzend klar:Und Nixen tanzen Tänze dort,Und jede lacht in eignem Licht.

»Im Meere liegen Inseln hold,

Ein Weltenalter stehn sie stand,

Wie Edelsteine hell und rein,

Ein funkelnd Feuer, glänzend klar:

Und Nixen tanzen Tänze dort,

Und jede lacht in eignem Licht.

»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer dessen sich erinnern kann,

Des Auferwachten treuer Sohn,

Den lasse, Frevler, unversucht,

Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer auf Geheiß des wachen HerrnIm Angesicht der JüngerschaarDen Quaadergrund am HirschensteinMit seiner Zeh’ erzittern ließ:

»Wer auf Geheiß des wachen Herrn

Im Angesicht der Jüngerschaar

Den Quaadergrund am Hirschenstein

Mit seiner Zeh’ erzittern ließ:

»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer dessen sich erinnern kann,

Des Auferwachten treuer Sohn,

Den lasse, Frevler, unversucht,

Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer Sakkos Siegesbanner-SchlossMit seiner Zeh’ erzittern ließ,Magiegewaltig witzbegabtEin Götterbeben einst gebot:

»Wer Sakkos Siegesbanner-Schloss

Mit seiner Zeh’ erzittern ließ,

Magiegewaltig witzbegabt

Ein Götterbeben einst gebot:

»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer dessen sich erinnern kann,

Des Auferwachten treuer Sohn,

Den lasse, Frevler, unversucht,

Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer dann im Siegesbanner-SaalDen Götterfürsten Sakko frug:›Doch kennst du, lieber Vāsu, wohlDas Heil versiegter Lebenslust?‹Und dem der Gott nun Punkt für PunktBescheid auf seine Frage gab:

»Wer dann im Siegesbanner-Saal

Den Götterfürsten Sakko frug:

›Doch kennst du, lieber Vāsu, wohl

Das Heil versiegter Lebenslust?‹

Und dem der Gott nun Punkt für Punkt

Bescheid auf seine Frage gab:

»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer dessen sich erinnern kann,

Des Auferwachten treuer Sohn,

Den lasse, Frevler, unversucht,

Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer fragend vor den Brahmā trat,im Saal der Säligen also sprach:›Wähnst, Bruder, du hier immer nochDen Wahn, den du vorher gewähnt?Merkst nicht, dass auch der GlitterglanzDer Brahmawelt verwesen muss?‹

»Wer fragend vor den Brahmā trat,

im Saal der Säligen also sprach:

›Wähnst, Bruder, du hier immer noch

Den Wahn, den du vorher gewähnt?

Merkst nicht, dass auch der Glitterglanz

Der Brahmawelt verwesen muss?‹

»Und dem nun Brahmā Punkt für Punkt,Wie sich’s gebühret, Antwort gab:‚Nein, Würdiger, ich wähne nichtDen Wahn mehr, den ich einst gewähnt.

»Und dem nun Brahmā Punkt für Punkt,

Wie sich’s gebühret, Antwort gab:

‚Nein, Würdiger, ich wähne nicht

Den Wahn mehr, den ich einst gewähnt.

»‚Wohl merk’ ich, dass der GlitterglanzDer Brahmawelt verwesen muss;Wie achtlos hab’ ich doch geirrt,Zu wähnen, dass ich ewig sei!‘

»‚Wohl merk’ ich, dass der Glitterglanz

Der Brahmawelt verwesen muss;

Wie achtlos hab’ ich doch geirrt,

Zu wähnen, dass ich ewig sei!‘

»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer dessen sich erinnern kann,

Des Auferwachten treuer Sohn,

Den lasse, Frevler, unversucht,

Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer höchsten Berges GipfelgratAls Heiliger erobert hielt,Den östlichen Videher-Wald.Der Erde tiefste Höllen fand:

»Wer höchsten Berges Gipfelgrat

Als Heiliger erobert hielt,

Den östlichen Videher-Wald.

Der Erde tiefste Höllen fand:

»Wer dessen sich erinnern kann,Des Auferwachten treuer Sohn,Den lasse, Frevler, unversucht,Willst selber Leid nicht leiden du.

»Wer dessen sich erinnern kann,

Des Auferwachten treuer Sohn,

Den lasse, Frevler, unversucht,

Willst selber Leid nicht leiden du.

»Hat wohl das Feuer je gedacht:›Versengen will den Thoren ich‹?Der Thor, der flacke FeuersgluthErfassen will, versengt sich selbst.

»Hat wohl das Feuer je gedacht:

›Versengen will den Thoren ich‹?

Der Thor, der flacke Feuersgluth

Erfassen will, versengt sich selbst.

»So willst nun, Māro, fassen du,Willst sehren den Vollendeten,Wirst aber sengen nur dich selbst,Ein Thor, der Feuer fassen will.

»So willst nun, Māro, fassen du,

Willst sehren den Vollendeten,

Wirst aber sengen nur dich selbst,

Ein Thor, der Feuer fassen will.

»Verderben schürst dir, Māro, an:Willst fassen den Vollendeten,Und hoffest, Frevler, hoffensfroh,Dein Frevel werde frommen dir?

»Verderben schürst dir, Māro, an:

Willst fassen den Vollendeten,

Und hoffest, Frevler, hoffensfroh,

Dein Frevel werde frommen dir?

»Des Frevlers Frevel schichten sichZu langem Leid, Verworfener!Verzweifle, Tod, am wachen Herrn,Heb’ von den Jüngern dich hinweg.«

»Des Frevlers Frevel schichten sich

Zu langem Leid, Verworfener!

Verzweifle, Tod, am wachen Herrn,

Heb’ von den Jüngern dich hinweg.«

So hat im wilden SchreckenswaldEin Mönch dem Māro einst gewehrt:Und plötzlich war der wirre GeistAm selben Ort verschwunden da.

So hat im wilden Schreckenswald

Ein Mönch dem Māro einst gewehrt:

Und plötzlich war der wirre Geist

Am selben Ort verschwunden da.

[*]Wie aus der, durch die Güte und Beharrlichkeit Mr. HUGHNEVILLS, G. A. C. S. Ceylon, mir zugegangenen Abschrift (15 folios=4 Kapiteln, das letzte unvollständig) hervorgeht, erwähnt das, nebenbei gesagt, äußerst seltene WerkVinayapiṭakamundAbhidhammapiṭakammit keinem Worte, sondern giebt eine kurzgefasste, natürlich scholastische, doch sehr gute Hermenie zu den Lehren des Buddhismus, d. i. desSuttapiṭakam, auf Grund zahlreicher Citate aus demselben. Die Belegstellen sind verständig und sorgfältig gewählt, etwa je ein dutzend wohlbekannter Stücke aus demAN,SNundMN, auch etwas aus demDN, insbesondere aber sind es Verse, gegen dreißig, ¾ davon solche desDhammapadam. Bei der Darstellung der Vier heiligen Wahrheiten wird erklärt, wie bei genauer Prüfung »durchgängig imPañcanikāyo« das Wort den Sinn und der Sinn das Wort erhelle. Das Werk war für Vorgeschrittenere bestimmt und setzt viel als bekannt voraus. Aus allem geht klar hervor, dass Kaccāyano, oder wer der Verfasser sonst gewesen sein mag,Peṭakopadesoim Sinne vonSuttapiṭakopadesogebraucht hat.

[**]cf. den Schluss desVinayapiṭakam, vol. IV. p. 207 und 351:Ettakaṃ tassa bhagavato suttāgataṃ suttapariyāpannam anvaddhamāsam uddesam āgacchati— womit also dieser Kanon sich selbst schlank und schlicht als Auszug aus demSuttapiṭakamvorstellt.

[***]zu den von RHYSDAVIDS, SBE XI. 362, beigebrachten Stellen zurācariyamuṭṭhicf. die ausgezeichneteBestätigung BURNELLS,Vaṃśabrāhmaṇam, Mangalore 1873, p. XIV. s. v.upadeśas.]

FUSSNOTEN[1]abhibhū, der Uebermächtige, der Ueberwältiger, ist nicht etwa eine Hypostase Brahmās (die ja sammt und sonders ad absurdum geführt werden, e. g.DNvol. I. p. 17 f., 221 f.), sondern es ist der Weltüberwinder, derJino. Cf.MNvol. I. p. 171.[2]nibbānam:von √vanwollen, wünschen, wähnen; siehe meinen »Wahrheitpfad«, 1. Aufl., p. 155. Zur Etymologie vergl. nochTheragāthāv. 689 ff.Manussabhūto sambuddho vanā nibbānam āgato; zur SemasiologieSNvol. II. p. 118Bhavanirodho nibbānan ti.[3]buddhoerwacht; vergl.paṭibuddhowiedererwacht,MNvol. I. p. 365.[4]die Reiheappicchatā,santuṭṭhī,sallekhā,subharatā,viriyārambhāweist auf die wahre Abstammung vonsallekhā,sallekhohin: nicht auslikh°, sondern auslagh°hat sich entwickeltsaṃlaghuka,sallahuka,sallaukha,salloekha,sallekho. — Insallikhitagatto,SNvol. I., p. 82, ist dasidialektische Differenzierung, wie beinisinnofürniṣaṇṇas.[5]pubbe ’va sambodhā anabhisambuddhassa bodhisattass’ eva sato: bodhisatto=bodhi+sakta, √sañj; cf.āsatto,MNI., 120, 1;ANI., 138,SNI., 212 (CVII., 156),asatto,Suttanipātov. 176 f. etc.,ādānasattam maccudheyyamv. 1104, auchMNI, 376manosatto=manopaṭibaddho,Suttanip. v. 473mānasatto,SNIV., 23, 66bhavasatto. Diese Ableitung war dem ursprünglichen Buddhismus so geläufig, dass er sie, metaphorisch, sogar aufsattvabezogen hat, sieheSNIII., 190.[6]anussaranti, praesens praeteriti soliti; cf.Ekaṃ samayaṃ... viharatiu. a. m. — WHITNEY, Ind. Gramm. § 777.[7]Die richtige Auslegung dieser Stelle verdanke ich GEORGBÜHLER; vergl. auch R. OTTOFRANKEin der Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes, vol. VII., p. 353. Zum Begriffeanuggahocf. übrigensṚgvedaprātiśākhyamXI, 10, sammt Kommentar, mit WILSONSViṣṇupurāṇamvol. I., p. 76 n. 1, und BURNOUFSBhāgavatapurāṇamVII, 9, 48.[8]Magenfürantam(vonantaram) ergiebt sich ausSNvol. II. p. 270, lin. ult.[9]Freie Brüder=Nigaṇṭhā, wörtlich Knotenlose, einer der Zweige der großen Sekte derJaināsdie noch heute in Indien besteht, gegründet vonNāthaputto, einem Zeitgenossen Gotamos. Vergl. Anm. 24.[10]Die tief im Wesen des Ordens begründete Geringschätzung aller Riten (vergl. die keineswegs selteneEhibhikkhu-upasampadā) giebt sich auch hier, fast überraschend, zu erkennen: selbst die,Vin.vol. I. p. 159, klar normiertePavāraṇā-Feier mag der Mönch, ganz nach Belieben, mitmachen oder nicht mitmachen, es gilt gleich; wie eben schon ein alter, demŚaṉkhas(Saṇh.VII, 16, 4) zugeschriebener Spruch sagt:Hṛdi sarvam pratiṣṭhitam.[11]Hohe schlanke Bäume voller wohlriechender Blüthen; die köstliche Frucht, von außen wie eine große grüne Orange anzusehn, heißt Bilva.[12]bhavābhavoist hier zu erklären wiekusalākusalam, sāvajjānavajjam, karaṇīyākaraṇīyam, maggāmaggou. a.,ANvol. I. p. 129, 174, II. 37; vergl. insbes. das 49.Itivuttakam, Suttanipātov. 6 u. 514,DNvol. I. p. 179.[13]Vergl. Anmerk. 28.[14]Die ersten sieben Gleichnisse werden in der 54. Rede näher erklärt: Ein kahler Knochen, ohne Fleisch, abgeschabt, blutbefleckt, vom Schlächter einem halbverhungerten Hunde zugeworfen; ein Fleischfetzen, von einem Geier gepackt, doch von anderen herniederstürzenden Geiern im Kampf auf Leben und Tod entrissen; eine Strohfackel, die gegen den Wind getragen gar bald Hand, Arm und Leib ergreift; eine Grube voll glühender Kohlen, die dem Hineingestoßenen jämmerliches Unheil bereitet; Gärten, Haine, Gewässer, die man im Traum gesehn hat, aber wiedererwacht (paṭibuddho) vergebens suchen würde; ein zusammengeborgter Schatz, mit dem man am Markte großthut: aber die Eigner kommen und nehmen ihn weg; Nüsse, die einer, der klettern kann, auf hoher Palme oben sitzend pflückt: aber ein anderer, der nicht klettern kann, kommt mit scharfem Beile versehn heran und hackt auf den Stamm los, die Nüsse zu kriegen. — Die weiteren drei Gleichnisse kommen a. a. O. nicht vor, sind übrigens allgemein verständlich.[15]Der Text fügt hier als Kommentar, gleichsam in Klammern, hinzu:suttaṃ geyyaṃ veyyākaraṇaṃ gātham udānam itivuttakaṃ jātakam abbhutadhammaṃ vedallaṃ— eine augenfällige Interpolation.[16]sabbasaṇkhārasamathāya; cf. meine »Buddhistische Anthologie«, Leiden 1892, p. XXV.[17]mārassa pāpimato; cf. die 28. Anmerkung.Māro, personifiziert, ist der indische Große Pan.[18]Dieses Bewusstsein ist gleich dem inneren Sinn, d. h. dem Bewusstsein von der Unendlichkeit der Zeit.[19]pubbāpayamāno: pubbe apayamāno, vonpayate.[20]Sahampatiist Eigenname dieses Brahmā, wieBako, der Blitzstrahl, in der 49. Rede, oderSanaṉkumāro, Der ewige Jüngling, in der 53. Rede (auchDNNo. 3, 27 undSN, vol. I. p. 153), Eigennamen anderer gleichzeitiger und gleichmächtiger Brahmās sind.Sahampatiist nur par parum.[21]Die Umgebung von Benāres, wald- und wasserreich, ist flach: doch sieht man hier und da anmuthige kleine Erd- und Steintumuli, von mächtigen Bäumen und Baumgruppen umstanden. Ein solcher dürfte auch der Seherstein,Isipatanam, gewesen sein. Eine Tagereise Bahnfahrt ost-südöstlich liegt die uralte Gayāstadt, an der freundlichen, hellen Gayā, die heute Phalgu genannt wird; ein schöner Spaziergang den Fluss entlang führt zum berühmten Tempel des Dorfes Buddh’ Gayā. Ureli, einst Uruvelā, ist einen Tagemarsch weiter nach Süden gelegen, drüben, am rechten Ufer, an einem Knie der hier Lilañjā, früher Nerañjarā genannten mittleren Gayā. Die Landschaft mit ihren schattigen Auen und weiten Wiesen und sanften bewaldeten Hügeln und Felsen im Hintergrund erinnert, bei auffallend zurücktretender Tropenvegetation, an die untere Maingegend.[22]sāvakā: hier gleichupāsakā, gegenüber den späterensamaṇā; cf. Asokos Felsenedikt vonRūpnāth, l. 1, mit der entspr. Stelle vonSahasarām.[23]tathāgatapadam.[24]Siṇh. Mss haben uns diese offenbar ältere und bessere Variante zunāta0undnāṭa0erhalten; vergl. FEERim Journal asiatique, April-Juni 1887, p. 314 Anm. 2;SN, vol. I, p. 68 Anm. 7,ANI, 220 (B = SS?),DNI, 49, 57 f., auchVinayapiṭakamI, 385. Nāthaputto ist »der Sohn aus fürstlichem Hause«, wörtlich »der junge Herr«, analog dem späteren Nāthakumāras; cf. auch die beliebten NamenViśvanāthas,Bhoganāthas,Rāmanāthas,Jagannāthas,Lokanāthas,Dharmanāthas,Yoganāthas,Bhāvanāthas,Viranāthasund noch ein dutzend ähnlicher. DieNāthakṣatriyāsnun aus einem imaginiertenJñātavaṃśasabzuleiten ist ein würdiges Kommentatorenstücklein, das denn auch unsere Jainologen gläubig hingenommen haben, ohne Kritik. Der allerdings befremdliche Uebergang deshainyaist nämlich, wenn nicht etwa bloß ein alter Irrthum vorliegt, zu erklären nachHemacandrasI. 214 (vergl. 249, 250),ta:ha=ta:ya. Es wurde alsonātha0zunächst regelrechtnāha0: dieses aber, nachHem.l. c., hier fälschlich aufnāta0bezogen, musstenāya0ergeben. Eine volle Bestätigung von seiten der Inschriften wird sich vielleicht im Laufe der Zeiten finden. Einstweilen genüge BÜHLERSNachweisung verballhornter Namen, Ep. Ind. I. 378, ferner die Statue des 3.Jinas Sambhavanāthas, ib. 153, und endlich der alles eher als zufällig gewählte NamePārśvanāthasfürNāthaputras’quasi Vorgänger. — Der Dialektiker Saccako ist möglicherweise des Nigaṇṭhers bekannter Tochtermann (jāmātā), der das erste Schisma unter denJaināsverursacht haben soll. Die Charakteristik in unserer 35. und 36. Rede trifft genau zu.Jāmātā~jāmas,jāmis, mit dem prākṛtischen Personalsuffixeliverziert, mag später Nom. propr. geworden sein; cf.Jābāli. Die irrige Uebertragung von Saccakosgotramauf das seines Schwiegervaters und mütterlichen Oheims,DNvol. I. p. 57, scheint darauf zu beruhen, dass man den Nigaṇṭhaputto für den leiblichen Sohn gehalten hat, ein verzeihliches Versehn, »als dan noch bey uns heutigen tag der brauch ist, dasz der schweher sein tochterman sein sun heist«: Aventin vol. IV. p. 728. — Buddhaghosos VarianteNigaṇṭhiputtoweist übrigens direkt auf die Mutter hin; ob auf Grund geschichtlicher Ueberlieferung oder geschwätziger Allwissenheit, wage ich nicht zu entscheiden.[25]Diese wohlbekannten neunphāsuvihārāhat wohl Asoko gemeint, wenn er, auf dem Bairāter Edikt I. 5, von denaliyavasānispricht: denn sie heißen auchariyavisesā, z. B. in der folgenden Rede. — Freilich ließe sich noch an denariyūposatho,ANIII. No. 70, und an die Dekade imSaṉgītisuttamdenken. Für Asokosaliyavasāni=phāsuvihārāspricht nochKhuddakapāṭhoIV, 9santāvāsā(so ist zu lesen)=MNvol. I. p. 42santā vihārā. Als 6. Fassung derselben Begriffe sei hier nochanupubbavihārāgegeben:Paṭtisambhidāmaggo, Pāli-Mss NEUMANNNo. 5 fol.ki. — Der von Asoko im selben Edikt alsmoneyasūtebelobte Text ist weder imSāmaññaphalasuttamnoch imANIII. No. 120, wie OLDENBERGVin.I. XL1vermuthet hat, wohl aber im 2. Theil desNālakasuttamdesSuttanipāto, vv. 699–723, mit voller Sicherheit wiederzuerkennen. Der selben, dem götterbegnadeten Gnadenreich so sympathischen Sammlung könnte auch derUpatisapasineentnommen sein: der unermüdliche Prediger derahiṃsāhätte damit nämlich dasSāriputtapañhasuttam(vv. 955–975) empfehlen wollen, keineswegs die erst später zu hohem Ansehn gelangte dunkle metaphysische Formelye dhammā hetuppabhavādi. Die Verse 964/5 stellten dieAnāgatabhayāniim Auszuge dar. Wahrscheinlich aber wird unsere 24. Rede gemeint sein, welcher der TitelUpatissapañhoganz eigentlich zukommt und die überdies noch durche—cāunserer 61. Rede, demRāhulovādo, verbunden ist: Asokos allgemeine Angabebhagavatā bhāsitewiderspricht, im Grunde genommen, nicht.[26]Mönchen und Nonnen, Anhängern und Anhängerinen.[27]Unterkleid, Oberkleid und doppelte Toga; vergl.Mahāvaggop. 287 ff.[28]māradheyyam, amāradheyyam, maccudheyyam, amaccudheyyam. — māradheyyamwörtlich: das Reich der Mortur, genau wie SCHOPENHAUERden Ausdruck anwendet, Nachlass Bd. IV., § 551.[29]lies:rūpattāyam,vedanattāyametc.[30]Das waren die Häupter jener ante- und conbuddhistischen Wunderbaren Heiligen, der Unbekleideten (Acelakos), der Ungebundenen (Muttācāros͠=Ājīvikos), der Handverköster (Hatthāpalekhanos). Die Geißelung aber war diese, dass der völlig Nackte, der nicht einmal einen Napf besaß, das Almosen nicht zum Munde führen, sondern nur aus seiner Hand aufschlürfen durfte. Vergl. hierzu dasKukkuravatikasuttantam,MNNo. 57, wo noch inbrünstigere Geißelbrüder die Sache cagnescamente, bez. vacchescamente betreiben, u. a. m.Acelakā,vivasanā,muttavasanā,muttācārā,naggacariyā(cf.Dhp. v. 141),digambarā,nigaṇṭhā(cf.Suttanip. v. 381) sind übrigens Synonyme und gehören unter den Begriff deskṣapaṇājīvas, als dessen bekannteste Vertreter sich bis auf den heutigen Tag dieJaināserhalten haben.[31]Zu unseren fünf Sinnen zählen die Inder als sechsten die Funktion des Denkens hinzu: Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack, Getast, Gedenken. Vergl. die 9., 10. und 11. Rede.[32]Die Antithesensamaṇo:samitā,brāhmaṇo:bāhitā,nahātako:nahātā,vedagū:viditā,sottiyo:nissutā,ariyo:ārakā,araham:ārakāsind metaphorisch angewandt, nicht etymologisch: denn dass der Buddho die wahren Etymologien nicht gekannt habe, ist bei seiner gründlichen Vertrautheit mit dem Brāhmanenthume (DN) kaum anzunehmen. — Vergl. die tiefsinnige Ableitung desrūpamvon √rup=√lup,SNvol. III. p. 86; auchSuttanip.v. 1121. Ebensolokovon √luj,SNvol. IV. p. 52.[33]Einen trefflichen Auszug dieser Reden, die auch heute noch im Volke recht beliebt sind, giebt Asoko auf seinem 11. Felsenedikt.[34]vibhavataṇhā; vibhavo=vibhu, vibhūti,ist hier positiv. Der Gebrauch κατ’ ἐναντιοτην findet sich ebenso oft, z. B.MNvol. I. p. 65: da istvibhavoin den negativen Pol umgeschlagen und ist gleichabhavo,nämlich jenem Begriffe, der scharf hervortritt in dem reinen Dvandvambhavābhavo,Sein und Nichtsein — wohl zu unterscheiden von dem gleichlautenden Āmreḍitam. Cf. die Anm. 12 und die schönen Belegstellen im P. W.[35]Vergl. die 30. Anm. Zur Fastenübung:ManusXI, 216/18, VI, 19/20. Deraddhamāsiko pariyāyabhattabhojanānuyogoist ohne Zweifel eine Gattung des cāndrāyaṇam,der Mondesrunde: von Vollmond bis Neumond von 15 auf 0 Bissen täglicher Nahrung fallend und dann wieder bis 15 Bissen steigend; eine Hungerkasteiung von je ½ Monat, die bei den Brāhmanen in höchstem Ansehn steht.Kṛcchrātikṛcchrau cāndrāyaṇam iti sarvaprāyaścitaṃ sarvaprāyaścitaṃ,undetam āptvā vipāpo vipāpmā sarvam eno hantisagtGautamasXIX. 20, XXVII. 16. — Theile der folgendendukkarakārikālassen sich, parallel oder gar wörtlich, wiedererkennenMan.VI, 5, 6, 13, 21, 22, XI, 223, 224. Ebenso schon in den SūtrenGautamas’, Baudhāyanas’, Āpastambas’.Recht ergiebig ist, als Nachprobe, eine Vergleichung der Fragmente des MEGASTHENES, siehe besonders p. 135–141 und 155–160 ed. SCHWANBECK. So heißt es, wie auf unseren Text bezogen, p. 139,22Ἀτκειν δε και τουτους κἀκεινους καρτεριαν, τηη δε ἐν πονοις και την ἐν ταις ὑπομοναις, ὡςτ’ ἐφ’ ἑνος σχηματος ἀκινητον διατελεται την ἡμεραν ὁλην. Mit letzterem Beispiele sind ganz gewiss die Stetigsteher gemeint (möglicherweise zugleich auch dieJainās, vergl. unseren Text p. 147), während die im selben Fragmente sub 19 genannten ἐσθητες ἀπο φλοιων δενδρειων Rinden- und Laubflechten sein sollen. DerAcelako, den der Begleiter ALEXANDERS, ARISTOBULOS, schildert als ὑπτιον πεσοντα ἁνεχεσθαι των ἡλιων και των ὀμβρων (bei STRABO, ed. MEINEKEp. 995,6) hat sein Vorbild in dem sehr alten Spruche unserer 12. Rede, p. 147. Die zwar allgemein gehaltene Mittheilung STRABOS, ὡς δ’ εἰπεν, Ἰνδους ... ἀναρλεκομενους δε μιτρουτθαι τας κομας (l. c. 1002,5), dürfen wir doch wohl insbesondere von denJaṭilosgelten lassen. DieHatthāpalekhanossind uns als ταις χερσι ὑδωρ πινξντες überliefert von CLEMENSALEXANDR. (nach Historiographen? nach Pantänus?) Strom. I., ed. SYLBURGp. 305B.[36]sotāpatti, die Hörerschaft, nicht von √sru, sondern von √śru, dahersotāpannoundohitasoto: Der gehört hat und Der offene Ohren hat. — Vergl.MNvol. I. p. 169, 172, 445, 480, 512.SNvol. II. p. 68–70, vol. IV. p. 138, No. 152 (aññatra anussavā),ANvol. I. p. 198 No. 6, vol. II. p. 116 f. und ib. 185sotānugato, DN vol. I. p. 230 f., Mahāparin. p. 39. Einsotāpannoist schon dersāvako: nämlich dersutavā ariyasāvako ariyānaṃ dassāvī; imSNvgl. II. p. 43 noch deutlicher genanntdhammasotaṃ samāpanno.Bei dem hohen Werthe des gesprochenen Wortes, der selbst vor der kleinsten Rede durch die VersicherungEvam me sutambekräftigt wird, könnte dasBuddhavacanamwohl auch alsSutapiṭakamgelten. Vomsutantikozumsuttantiko=śrutvāntikas wäre der Schritt jedenfalls näher als zumsottantiko=sautrāntikas, zumal für unseren Kanon nicht leicht etwas unzutreffender sein kann als der Begriffdessūtram, und nichts zutreffender als der dessutam. Es spielt keine Rolle, wenn gelegentlich einmal, wieVinayapiṭ. vol. III. p. 8 f. (cf.Dhp.vv. 44, 45), von der Lehrmethode als von dem die Blumen zusammenhaltenden Baste,suttam, gesprochen wird, was nicht mehr und nicht weniger als ein Gleichniss wie hundert andere sein will. Ein dunkles Gefühl der Sache, sprachlich bedingt und rückgedeutet, lässt sich bei Asoko und Späteren mehr vermuthen als nachweisen: cf. Epigraphia Indica vol. II. p. 105 No. 79, p. 106 No. 80, p. 400 No. 59. — Die Sprache aber war die Magadhās, und zwar die gewählte Rede, nicht der schwankende Kanzleipatois der Edikte. Und dass dieses unser Pāli wirklich von Magadhā bis nach Zeilon herabreinüberliefert wurde, dafür gewährt uns die StelleCullavaggop. 139 starken Anhalt. Zwei Jünger, früher brāhmanische Gelehrte, wird da erzählt, wollen dasBuddhavacanamin gebundenes Saṃskṛt übertragen. »Denn es giebt jetzt viele Jünger, aus den verschiedensten Kasten und Ständen: die verderben das Meisterwort in seiner Sprache« — trüben seine Reinheit, meinen sie; in vedischem Saṃskṛt bliebe es Unberufenen unzugänglich. Der Meister aber weist den Vorschlag ab und sagt:Anujānāmi bhikkhave sakāya niruttiyā buddhavacanam pariyāpuṇitum, ‚Das Meisterwort, ihr Mönche, soll in seiner Sprache gelernt werden.‘ Das ist die richtige Uebersetzung, und nicht wie OLDENBERGmeint, jeder solle in seinem eigenen Dialekt die Lehre lernen (Vinayapiṭ.vol. I. p. XLVIII, Sacred Books East vol. XX. p. 151, Buddha2p. 192). Wäre dies gemeint, dann müsste die Klage der brāhmanischen Jünger lauten:te sakāya sakāya niruttiyā buddhavacanaṃ dūsentioderte puthu sakāya n0oderte sakāhi niruttīhi0oder te nānāniruttīhi0oder ähnlich. Der klare Wortlaut aber istte sakāya n0, und der ist freivon jeder Zweideutigkeit, kann sich lediglich aufbuddhavacanambeziehn, wie es übrigens die Tradition, grammatisch freilich ungenügend, stets gethan hat.Durch das gehörte, verstandene Wort wurde also der Kanon, bis zur Fixierung, mündlich bewahrt. Der schon längst vorher in Indien gepflegten Schrift haben sich weder der Meister noch die eigentlichen Jünger bedient, wie dies eben in der Art ihres Ordens begründet war. Mag dieser immerhinbrahmacariyaṃ saṉkhalikhitam(MNI, 179, 267,DNI, 63, passim) genannt worden sein: der Ausdruck ist älter als der Buddhismus und von den Brāhmanen überkommen, vergl. Vorrede p. XX. — Zur Erklärung des letzteren Begriffes sei hier noch erwähnt, dasssaṉkhalikhitam, Punkt für Punkt, wörtlich heißt: der Reihe nach geschrieben; cf.MNI, 105 ff.saṉkhā pi, erst nach einer Reihe (von Tagen, Gegensatz:yāvajīvam106, 108), auch 109 I. 3 v. u. ff., und P. W.1s. v.śaṉkhaNo. 5 (mahāśaṉkhaNo. 3), das, prākṛtisch wie es ist, eher zusaṉkhyaals zu κογχη etc. gehört. Zwar liefert nun die Tradition auch hier, wie oft, eine richtige interpretatio finalis, aber das etymologische Verständniss ist ihr, schon seit dem 12. Buche desMahābhāratam, total abhanden gekommen: die Geschichte von den altehrwürdigen GesetzgebernSaṉkhasundLikhitasverdient, trotz der je unter einem der beiden soi-disants Namen zusammengestellten, hier und da recht alterthümlichen längeren, bez. kurzenVaiṣṇavasaṃhitā, gewiss nur ebenso viel Glauben wie die vom ReliquienschäfflerDoṇo,Mahāparin. p. 69. Jene uralten, wahrscheinlich praehistorischen Symboloiden aber, das cakram, diecaityās, dersvastikas,padmas,śeṣas,śaṉkhas(vergl. bes. BÜHLER, Ep. Ind. vol. II., p. 323, I. 8–12), kommen hier, als dem Geist und der Form durchaus widersprechend, nichtin Betracht. Mysteriolemmata und Mahāmudrās haben im Theravādo keinen Platz gefunden.[37]bakovon √vak,vaṉk=kauṭilyeim ursprünglichen Sinne: zickzacksein; entspricht volvi, volo [»fulmina volant«], τραπω, ἀστραπη. Daher wird auch Yāskas’ und seiner Vorgänger Erklärung zubakuras,ṚgvI, 117,21, wohl richtig sein. Die allerdings verlockende tropische Potenzierung, nach dem Muster der Purāṇen, scheint mir hier kaum mehr als in tautophoner Prosonymie zulässig. Siehe die 20. Anmerkung.[38]lies:mā h’eva te rittakam eva ahosi tucchakam eva ahosi viññāṇam anidassanam anantaṃ sabbato paham. Siehe die Schlussverse desKevaṭṭasuttantam,Dīghanikāyovol. I. p. 223. Die Variantepabhaṃwäre von √bhañjabzuleiten; cf.bhaṃgo,pabhaṃgu,pabhaṃguṇo:Jātakamvol. I. p. 392 lin. ult., p. 393 lin. 3.,Dhammapadamv. 148,Therīgāthāv. 140,Itivuttakamp. 37,Saṃyuttakanikāyovol. III. p. 32. Doch ist in siṇhalesischer wie barmanischer Schrift dasbhademhasehr ähnlich, und eine Verwechslung mag schon früh aufgekommen sein. — Zum Folgenden vergl. die vier Verse am Ende desDhammahadayavibhaṉgasuttam(imSuttasaṉgahoNo. 13), deren zweiter lautet:Tāva dīghāyukā devāSattā cavanti saṉkhayā:N’atthi koci bhavo nicco —Iti vuttam mahesinā.Bis durch die höchste GötterweltReibt alle Wesenheit sich auf:»Kein Dasein hat Beharrlichkeit« —Das ist das Wort des Meisterherrn.Aller tieferen Ursprünglichkeit solcher Stellen eingedenk, wollen wir uns inzwischen erinnern, dass es auch bei uns, selbst in den ödesten Zeiten, nie gänzlich an Männern gefehlt hat, von denen das stolze Wort BRUNOSgilt: »Vidimus quantum satis est.« Man sehe nur z. B. den höchst merkwürdigen Brief PETRARCAS, de reb. fam. VIII., 8. Auf die Frage, was er vom Leben halte, antwortet der Vielerfahrene einem vertrauten Freunde u. a.: »Videtur mihi vita haec labyrinthus errorum, desertum horribile, limosa palus, habitatio ferarum, terra infelix, fons curarum, mare miseriarum, grata phrenesis, pondus infaustum, ficta fabula, falsa laetitia, verus dolor, cupiditas infinita, sitis insatiabilis, famelica nausea, fugax forma, latens praecipitium, abdita retia, officina scelerum, catena consuetudinum, rerum unci, prolixa brevitas, latae angustiae, calles inexplicabiles, passus impliciti, circulorum motus, statio instabilis, rota volubilis, manens cursus, concors discordia, bellum inexorabile, obliviosa peregrinatio, spirans mors, viventium infernus, longum funus, pomposa vanitas, superba miseria, miseranda felicitas. En, amice, qualis mihi haec videtur, quae tam multis exoptatissima ac gratissima vita est; necdum tamen conceptum omnem meae mentis expressi: peior enim est multo miseria, quam a me, seu quocumque hominum, dici possit. Sed quo es ingenio, ex his paucis totum, reor, animum loquentis introspicis. Unum tot in malis habe bonum, quod ad bonam et aeternam vitam, nisi dexter trames deseratur, via est.« Und gewiss ließe sich eineariyapaveṇidurch Länder und Jahrhunderte hindurch ohne Mühe herstellen.[39]s. g. weil jedem der sechs Sinne (vergl. die Anm. 31) nur Quaal zutheil wird:SNvol. IV. p. 126.Zu Seite 390, Zeile 11 v. o.:rittam, √ric, in urspr. Bed.:Wer bemerkt, dass man nicht mehr braucht. Cf.rittāsanameine verlassene Stätte,rittapesuṇoeiner der das Ausrichten aufgegeben hat,muni ritto carantoder entrückt wandernde Einsiedler,Suttanip. v. 963, 941, 823,Theragāthāvv. 502 ff.;rittassādomüßiges Behagen,ANvol. I. p. 280. — Zur »inneren Meeresstille«, p. 391. I. 15 v. o., passim, vergl.Theragāthāv. 372,Suttanipātovv. 920, 723 und 720:Das lernet von der Flüsse Fluth,Vom Bergesbach, vom Stufensturz:Geschwätzig wellt ihr Wasserschwall —Verschwiegen wellt der Ozean.

[1]abhibhū, der Uebermächtige, der Ueberwältiger, ist nicht etwa eine Hypostase Brahmās (die ja sammt und sonders ad absurdum geführt werden, e. g.DNvol. I. p. 17 f., 221 f.), sondern es ist der Weltüberwinder, derJino. Cf.MNvol. I. p. 171.

[1]abhibhū, der Uebermächtige, der Ueberwältiger, ist nicht etwa eine Hypostase Brahmās (die ja sammt und sonders ad absurdum geführt werden, e. g.DNvol. I. p. 17 f., 221 f.), sondern es ist der Weltüberwinder, derJino. Cf.MNvol. I. p. 171.

[2]nibbānam:von √vanwollen, wünschen, wähnen; siehe meinen »Wahrheitpfad«, 1. Aufl., p. 155. Zur Etymologie vergl. nochTheragāthāv. 689 ff.Manussabhūto sambuddho vanā nibbānam āgato; zur SemasiologieSNvol. II. p. 118Bhavanirodho nibbānan ti.

[2]nibbānam:von √vanwollen, wünschen, wähnen; siehe meinen »Wahrheitpfad«, 1. Aufl., p. 155. Zur Etymologie vergl. nochTheragāthāv. 689 ff.Manussabhūto sambuddho vanā nibbānam āgato; zur SemasiologieSNvol. II. p. 118Bhavanirodho nibbānan ti.

[3]buddhoerwacht; vergl.paṭibuddhowiedererwacht,MNvol. I. p. 365.

[3]buddhoerwacht; vergl.paṭibuddhowiedererwacht,MNvol. I. p. 365.

[4]die Reiheappicchatā,santuṭṭhī,sallekhā,subharatā,viriyārambhāweist auf die wahre Abstammung vonsallekhā,sallekhohin: nicht auslikh°, sondern auslagh°hat sich entwickeltsaṃlaghuka,sallahuka,sallaukha,salloekha,sallekho. — Insallikhitagatto,SNvol. I., p. 82, ist dasidialektische Differenzierung, wie beinisinnofürniṣaṇṇas.

[4]die Reiheappicchatā,santuṭṭhī,sallekhā,subharatā,viriyārambhāweist auf die wahre Abstammung vonsallekhā,sallekhohin: nicht auslikh°, sondern auslagh°hat sich entwickeltsaṃlaghuka,sallahuka,sallaukha,salloekha,sallekho. — Insallikhitagatto,SNvol. I., p. 82, ist dasidialektische Differenzierung, wie beinisinnofürniṣaṇṇas.

[5]pubbe ’va sambodhā anabhisambuddhassa bodhisattass’ eva sato: bodhisatto=bodhi+sakta, √sañj; cf.āsatto,MNI., 120, 1;ANI., 138,SNI., 212 (CVII., 156),asatto,Suttanipātov. 176 f. etc.,ādānasattam maccudheyyamv. 1104, auchMNI, 376manosatto=manopaṭibaddho,Suttanip. v. 473mānasatto,SNIV., 23, 66bhavasatto. Diese Ableitung war dem ursprünglichen Buddhismus so geläufig, dass er sie, metaphorisch, sogar aufsattvabezogen hat, sieheSNIII., 190.

[5]pubbe ’va sambodhā anabhisambuddhassa bodhisattass’ eva sato: bodhisatto=bodhi+sakta, √sañj; cf.āsatto,MNI., 120, 1;ANI., 138,SNI., 212 (CVII., 156),asatto,Suttanipātov. 176 f. etc.,ādānasattam maccudheyyamv. 1104, auchMNI, 376manosatto=manopaṭibaddho,Suttanip. v. 473mānasatto,SNIV., 23, 66bhavasatto. Diese Ableitung war dem ursprünglichen Buddhismus so geläufig, dass er sie, metaphorisch, sogar aufsattvabezogen hat, sieheSNIII., 190.

[6]anussaranti, praesens praeteriti soliti; cf.Ekaṃ samayaṃ... viharatiu. a. m. — WHITNEY, Ind. Gramm. § 777.

[6]anussaranti, praesens praeteriti soliti; cf.Ekaṃ samayaṃ... viharatiu. a. m. — WHITNEY, Ind. Gramm. § 777.

[7]Die richtige Auslegung dieser Stelle verdanke ich GEORGBÜHLER; vergl. auch R. OTTOFRANKEin der Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes, vol. VII., p. 353. Zum Begriffeanuggahocf. übrigensṚgvedaprātiśākhyamXI, 10, sammt Kommentar, mit WILSONSViṣṇupurāṇamvol. I., p. 76 n. 1, und BURNOUFSBhāgavatapurāṇamVII, 9, 48.

[7]Die richtige Auslegung dieser Stelle verdanke ich GEORGBÜHLER; vergl. auch R. OTTOFRANKEin der Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes, vol. VII., p. 353. Zum Begriffeanuggahocf. übrigensṚgvedaprātiśākhyamXI, 10, sammt Kommentar, mit WILSONSViṣṇupurāṇamvol. I., p. 76 n. 1, und BURNOUFSBhāgavatapurāṇamVII, 9, 48.

[8]Magenfürantam(vonantaram) ergiebt sich ausSNvol. II. p. 270, lin. ult.

[8]Magenfürantam(vonantaram) ergiebt sich ausSNvol. II. p. 270, lin. ult.

[9]Freie Brüder=Nigaṇṭhā, wörtlich Knotenlose, einer der Zweige der großen Sekte derJaināsdie noch heute in Indien besteht, gegründet vonNāthaputto, einem Zeitgenossen Gotamos. Vergl. Anm. 24.

[9]Freie Brüder=Nigaṇṭhā, wörtlich Knotenlose, einer der Zweige der großen Sekte derJaināsdie noch heute in Indien besteht, gegründet vonNāthaputto, einem Zeitgenossen Gotamos. Vergl. Anm. 24.

[10]Die tief im Wesen des Ordens begründete Geringschätzung aller Riten (vergl. die keineswegs selteneEhibhikkhu-upasampadā) giebt sich auch hier, fast überraschend, zu erkennen: selbst die,Vin.vol. I. p. 159, klar normiertePavāraṇā-Feier mag der Mönch, ganz nach Belieben, mitmachen oder nicht mitmachen, es gilt gleich; wie eben schon ein alter, demŚaṉkhas(Saṇh.VII, 16, 4) zugeschriebener Spruch sagt:Hṛdi sarvam pratiṣṭhitam.

[10]Die tief im Wesen des Ordens begründete Geringschätzung aller Riten (vergl. die keineswegs selteneEhibhikkhu-upasampadā) giebt sich auch hier, fast überraschend, zu erkennen: selbst die,Vin.vol. I. p. 159, klar normiertePavāraṇā-Feier mag der Mönch, ganz nach Belieben, mitmachen oder nicht mitmachen, es gilt gleich; wie eben schon ein alter, demŚaṉkhas(Saṇh.VII, 16, 4) zugeschriebener Spruch sagt:Hṛdi sarvam pratiṣṭhitam.

[11]Hohe schlanke Bäume voller wohlriechender Blüthen; die köstliche Frucht, von außen wie eine große grüne Orange anzusehn, heißt Bilva.

[11]Hohe schlanke Bäume voller wohlriechender Blüthen; die köstliche Frucht, von außen wie eine große grüne Orange anzusehn, heißt Bilva.

[12]bhavābhavoist hier zu erklären wiekusalākusalam, sāvajjānavajjam, karaṇīyākaraṇīyam, maggāmaggou. a.,ANvol. I. p. 129, 174, II. 37; vergl. insbes. das 49.Itivuttakam, Suttanipātov. 6 u. 514,DNvol. I. p. 179.

[12]bhavābhavoist hier zu erklären wiekusalākusalam, sāvajjānavajjam, karaṇīyākaraṇīyam, maggāmaggou. a.,ANvol. I. p. 129, 174, II. 37; vergl. insbes. das 49.Itivuttakam, Suttanipātov. 6 u. 514,DNvol. I. p. 179.

[13]Vergl. Anmerk. 28.

[13]Vergl. Anmerk. 28.

[14]Die ersten sieben Gleichnisse werden in der 54. Rede näher erklärt: Ein kahler Knochen, ohne Fleisch, abgeschabt, blutbefleckt, vom Schlächter einem halbverhungerten Hunde zugeworfen; ein Fleischfetzen, von einem Geier gepackt, doch von anderen herniederstürzenden Geiern im Kampf auf Leben und Tod entrissen; eine Strohfackel, die gegen den Wind getragen gar bald Hand, Arm und Leib ergreift; eine Grube voll glühender Kohlen, die dem Hineingestoßenen jämmerliches Unheil bereitet; Gärten, Haine, Gewässer, die man im Traum gesehn hat, aber wiedererwacht (paṭibuddho) vergebens suchen würde; ein zusammengeborgter Schatz, mit dem man am Markte großthut: aber die Eigner kommen und nehmen ihn weg; Nüsse, die einer, der klettern kann, auf hoher Palme oben sitzend pflückt: aber ein anderer, der nicht klettern kann, kommt mit scharfem Beile versehn heran und hackt auf den Stamm los, die Nüsse zu kriegen. — Die weiteren drei Gleichnisse kommen a. a. O. nicht vor, sind übrigens allgemein verständlich.

[14]Die ersten sieben Gleichnisse werden in der 54. Rede näher erklärt: Ein kahler Knochen, ohne Fleisch, abgeschabt, blutbefleckt, vom Schlächter einem halbverhungerten Hunde zugeworfen; ein Fleischfetzen, von einem Geier gepackt, doch von anderen herniederstürzenden Geiern im Kampf auf Leben und Tod entrissen; eine Strohfackel, die gegen den Wind getragen gar bald Hand, Arm und Leib ergreift; eine Grube voll glühender Kohlen, die dem Hineingestoßenen jämmerliches Unheil bereitet; Gärten, Haine, Gewässer, die man im Traum gesehn hat, aber wiedererwacht (paṭibuddho) vergebens suchen würde; ein zusammengeborgter Schatz, mit dem man am Markte großthut: aber die Eigner kommen und nehmen ihn weg; Nüsse, die einer, der klettern kann, auf hoher Palme oben sitzend pflückt: aber ein anderer, der nicht klettern kann, kommt mit scharfem Beile versehn heran und hackt auf den Stamm los, die Nüsse zu kriegen. — Die weiteren drei Gleichnisse kommen a. a. O. nicht vor, sind übrigens allgemein verständlich.

[15]Der Text fügt hier als Kommentar, gleichsam in Klammern, hinzu:suttaṃ geyyaṃ veyyākaraṇaṃ gātham udānam itivuttakaṃ jātakam abbhutadhammaṃ vedallaṃ— eine augenfällige Interpolation.

[15]Der Text fügt hier als Kommentar, gleichsam in Klammern, hinzu:suttaṃ geyyaṃ veyyākaraṇaṃ gātham udānam itivuttakaṃ jātakam abbhutadhammaṃ vedallaṃ— eine augenfällige Interpolation.

[16]sabbasaṇkhārasamathāya; cf. meine »Buddhistische Anthologie«, Leiden 1892, p. XXV.

[16]sabbasaṇkhārasamathāya; cf. meine »Buddhistische Anthologie«, Leiden 1892, p. XXV.

[17]mārassa pāpimato; cf. die 28. Anmerkung.Māro, personifiziert, ist der indische Große Pan.

[17]mārassa pāpimato; cf. die 28. Anmerkung.Māro, personifiziert, ist der indische Große Pan.

[18]Dieses Bewusstsein ist gleich dem inneren Sinn, d. h. dem Bewusstsein von der Unendlichkeit der Zeit.

[18]Dieses Bewusstsein ist gleich dem inneren Sinn, d. h. dem Bewusstsein von der Unendlichkeit der Zeit.

[19]pubbāpayamāno: pubbe apayamāno, vonpayate.

[19]pubbāpayamāno: pubbe apayamāno, vonpayate.

[20]Sahampatiist Eigenname dieses Brahmā, wieBako, der Blitzstrahl, in der 49. Rede, oderSanaṉkumāro, Der ewige Jüngling, in der 53. Rede (auchDNNo. 3, 27 undSN, vol. I. p. 153), Eigennamen anderer gleichzeitiger und gleichmächtiger Brahmās sind.Sahampatiist nur par parum.

[20]Sahampatiist Eigenname dieses Brahmā, wieBako, der Blitzstrahl, in der 49. Rede, oderSanaṉkumāro, Der ewige Jüngling, in der 53. Rede (auchDNNo. 3, 27 undSN, vol. I. p. 153), Eigennamen anderer gleichzeitiger und gleichmächtiger Brahmās sind.Sahampatiist nur par parum.

[21]Die Umgebung von Benāres, wald- und wasserreich, ist flach: doch sieht man hier und da anmuthige kleine Erd- und Steintumuli, von mächtigen Bäumen und Baumgruppen umstanden. Ein solcher dürfte auch der Seherstein,Isipatanam, gewesen sein. Eine Tagereise Bahnfahrt ost-südöstlich liegt die uralte Gayāstadt, an der freundlichen, hellen Gayā, die heute Phalgu genannt wird; ein schöner Spaziergang den Fluss entlang führt zum berühmten Tempel des Dorfes Buddh’ Gayā. Ureli, einst Uruvelā, ist einen Tagemarsch weiter nach Süden gelegen, drüben, am rechten Ufer, an einem Knie der hier Lilañjā, früher Nerañjarā genannten mittleren Gayā. Die Landschaft mit ihren schattigen Auen und weiten Wiesen und sanften bewaldeten Hügeln und Felsen im Hintergrund erinnert, bei auffallend zurücktretender Tropenvegetation, an die untere Maingegend.

[21]Die Umgebung von Benāres, wald- und wasserreich, ist flach: doch sieht man hier und da anmuthige kleine Erd- und Steintumuli, von mächtigen Bäumen und Baumgruppen umstanden. Ein solcher dürfte auch der Seherstein,Isipatanam, gewesen sein. Eine Tagereise Bahnfahrt ost-südöstlich liegt die uralte Gayāstadt, an der freundlichen, hellen Gayā, die heute Phalgu genannt wird; ein schöner Spaziergang den Fluss entlang führt zum berühmten Tempel des Dorfes Buddh’ Gayā. Ureli, einst Uruvelā, ist einen Tagemarsch weiter nach Süden gelegen, drüben, am rechten Ufer, an einem Knie der hier Lilañjā, früher Nerañjarā genannten mittleren Gayā. Die Landschaft mit ihren schattigen Auen und weiten Wiesen und sanften bewaldeten Hügeln und Felsen im Hintergrund erinnert, bei auffallend zurücktretender Tropenvegetation, an die untere Maingegend.

[22]sāvakā: hier gleichupāsakā, gegenüber den späterensamaṇā; cf. Asokos Felsenedikt vonRūpnāth, l. 1, mit der entspr. Stelle vonSahasarām.

[22]sāvakā: hier gleichupāsakā, gegenüber den späterensamaṇā; cf. Asokos Felsenedikt vonRūpnāth, l. 1, mit der entspr. Stelle vonSahasarām.

[23]tathāgatapadam.

[23]tathāgatapadam.

[24]Siṇh. Mss haben uns diese offenbar ältere und bessere Variante zunāta0undnāṭa0erhalten; vergl. FEERim Journal asiatique, April-Juni 1887, p. 314 Anm. 2;SN, vol. I, p. 68 Anm. 7,ANI, 220 (B = SS?),DNI, 49, 57 f., auchVinayapiṭakamI, 385. Nāthaputto ist »der Sohn aus fürstlichem Hause«, wörtlich »der junge Herr«, analog dem späteren Nāthakumāras; cf. auch die beliebten NamenViśvanāthas,Bhoganāthas,Rāmanāthas,Jagannāthas,Lokanāthas,Dharmanāthas,Yoganāthas,Bhāvanāthas,Viranāthasund noch ein dutzend ähnlicher. DieNāthakṣatriyāsnun aus einem imaginiertenJñātavaṃśasabzuleiten ist ein würdiges Kommentatorenstücklein, das denn auch unsere Jainologen gläubig hingenommen haben, ohne Kritik. Der allerdings befremdliche Uebergang deshainyaist nämlich, wenn nicht etwa bloß ein alter Irrthum vorliegt, zu erklären nachHemacandrasI. 214 (vergl. 249, 250),ta:ha=ta:ya. Es wurde alsonātha0zunächst regelrechtnāha0: dieses aber, nachHem.l. c., hier fälschlich aufnāta0bezogen, musstenāya0ergeben. Eine volle Bestätigung von seiten der Inschriften wird sich vielleicht im Laufe der Zeiten finden. Einstweilen genüge BÜHLERSNachweisung verballhornter Namen, Ep. Ind. I. 378, ferner die Statue des 3.Jinas Sambhavanāthas, ib. 153, und endlich der alles eher als zufällig gewählte NamePārśvanāthasfürNāthaputras’quasi Vorgänger. — Der Dialektiker Saccako ist möglicherweise des Nigaṇṭhers bekannter Tochtermann (jāmātā), der das erste Schisma unter denJaināsverursacht haben soll. Die Charakteristik in unserer 35. und 36. Rede trifft genau zu.Jāmātā~jāmas,jāmis, mit dem prākṛtischen Personalsuffixeliverziert, mag später Nom. propr. geworden sein; cf.Jābāli. Die irrige Uebertragung von Saccakosgotramauf das seines Schwiegervaters und mütterlichen Oheims,DNvol. I. p. 57, scheint darauf zu beruhen, dass man den Nigaṇṭhaputto für den leiblichen Sohn gehalten hat, ein verzeihliches Versehn, »als dan noch bey uns heutigen tag der brauch ist, dasz der schweher sein tochterman sein sun heist«: Aventin vol. IV. p. 728. — Buddhaghosos VarianteNigaṇṭhiputtoweist übrigens direkt auf die Mutter hin; ob auf Grund geschichtlicher Ueberlieferung oder geschwätziger Allwissenheit, wage ich nicht zu entscheiden.

[24]Siṇh. Mss haben uns diese offenbar ältere und bessere Variante zunāta0undnāṭa0erhalten; vergl. FEERim Journal asiatique, April-Juni 1887, p. 314 Anm. 2;SN, vol. I, p. 68 Anm. 7,ANI, 220 (B = SS?),DNI, 49, 57 f., auchVinayapiṭakamI, 385. Nāthaputto ist »der Sohn aus fürstlichem Hause«, wörtlich »der junge Herr«, analog dem späteren Nāthakumāras; cf. auch die beliebten NamenViśvanāthas,Bhoganāthas,Rāmanāthas,Jagannāthas,Lokanāthas,Dharmanāthas,Yoganāthas,Bhāvanāthas,Viranāthasund noch ein dutzend ähnlicher. DieNāthakṣatriyāsnun aus einem imaginiertenJñātavaṃśasabzuleiten ist ein würdiges Kommentatorenstücklein, das denn auch unsere Jainologen gläubig hingenommen haben, ohne Kritik. Der allerdings befremdliche Uebergang deshainyaist nämlich, wenn nicht etwa bloß ein alter Irrthum vorliegt, zu erklären nachHemacandrasI. 214 (vergl. 249, 250),ta:ha=ta:ya. Es wurde alsonātha0zunächst regelrechtnāha0: dieses aber, nachHem.l. c., hier fälschlich aufnāta0bezogen, musstenāya0ergeben. Eine volle Bestätigung von seiten der Inschriften wird sich vielleicht im Laufe der Zeiten finden. Einstweilen genüge BÜHLERSNachweisung verballhornter Namen, Ep. Ind. I. 378, ferner die Statue des 3.Jinas Sambhavanāthas, ib. 153, und endlich der alles eher als zufällig gewählte NamePārśvanāthasfürNāthaputras’quasi Vorgänger. — Der Dialektiker Saccako ist möglicherweise des Nigaṇṭhers bekannter Tochtermann (jāmātā), der das erste Schisma unter denJaināsverursacht haben soll. Die Charakteristik in unserer 35. und 36. Rede trifft genau zu.Jāmātā~jāmas,jāmis, mit dem prākṛtischen Personalsuffixeliverziert, mag später Nom. propr. geworden sein; cf.Jābāli. Die irrige Uebertragung von Saccakosgotramauf das seines Schwiegervaters und mütterlichen Oheims,DNvol. I. p. 57, scheint darauf zu beruhen, dass man den Nigaṇṭhaputto für den leiblichen Sohn gehalten hat, ein verzeihliches Versehn, »als dan noch bey uns heutigen tag der brauch ist, dasz der schweher sein tochterman sein sun heist«: Aventin vol. IV. p. 728. — Buddhaghosos VarianteNigaṇṭhiputtoweist übrigens direkt auf die Mutter hin; ob auf Grund geschichtlicher Ueberlieferung oder geschwätziger Allwissenheit, wage ich nicht zu entscheiden.

[25]Diese wohlbekannten neunphāsuvihārāhat wohl Asoko gemeint, wenn er, auf dem Bairāter Edikt I. 5, von denaliyavasānispricht: denn sie heißen auchariyavisesā, z. B. in der folgenden Rede. — Freilich ließe sich noch an denariyūposatho,ANIII. No. 70, und an die Dekade imSaṉgītisuttamdenken. Für Asokosaliyavasāni=phāsuvihārāspricht nochKhuddakapāṭhoIV, 9santāvāsā(so ist zu lesen)=MNvol. I. p. 42santā vihārā. Als 6. Fassung derselben Begriffe sei hier nochanupubbavihārāgegeben:Paṭtisambhidāmaggo, Pāli-Mss NEUMANNNo. 5 fol.ki. — Der von Asoko im selben Edikt alsmoneyasūtebelobte Text ist weder imSāmaññaphalasuttamnoch imANIII. No. 120, wie OLDENBERGVin.I. XL1vermuthet hat, wohl aber im 2. Theil desNālakasuttamdesSuttanipāto, vv. 699–723, mit voller Sicherheit wiederzuerkennen. Der selben, dem götterbegnadeten Gnadenreich so sympathischen Sammlung könnte auch derUpatisapasineentnommen sein: der unermüdliche Prediger derahiṃsāhätte damit nämlich dasSāriputtapañhasuttam(vv. 955–975) empfehlen wollen, keineswegs die erst später zu hohem Ansehn gelangte dunkle metaphysische Formelye dhammā hetuppabhavādi. Die Verse 964/5 stellten dieAnāgatabhayāniim Auszuge dar. Wahrscheinlich aber wird unsere 24. Rede gemeint sein, welcher der TitelUpatissapañhoganz eigentlich zukommt und die überdies noch durche—cāunserer 61. Rede, demRāhulovādo, verbunden ist: Asokos allgemeine Angabebhagavatā bhāsitewiderspricht, im Grunde genommen, nicht.

[25]Diese wohlbekannten neunphāsuvihārāhat wohl Asoko gemeint, wenn er, auf dem Bairāter Edikt I. 5, von denaliyavasānispricht: denn sie heißen auchariyavisesā, z. B. in der folgenden Rede. — Freilich ließe sich noch an denariyūposatho,ANIII. No. 70, und an die Dekade imSaṉgītisuttamdenken. Für Asokosaliyavasāni=phāsuvihārāspricht nochKhuddakapāṭhoIV, 9santāvāsā(so ist zu lesen)=MNvol. I. p. 42santā vihārā. Als 6. Fassung derselben Begriffe sei hier nochanupubbavihārāgegeben:Paṭtisambhidāmaggo, Pāli-Mss NEUMANNNo. 5 fol.ki. — Der von Asoko im selben Edikt alsmoneyasūtebelobte Text ist weder imSāmaññaphalasuttamnoch imANIII. No. 120, wie OLDENBERGVin.I. XL1vermuthet hat, wohl aber im 2. Theil desNālakasuttamdesSuttanipāto, vv. 699–723, mit voller Sicherheit wiederzuerkennen. Der selben, dem götterbegnadeten Gnadenreich so sympathischen Sammlung könnte auch derUpatisapasineentnommen sein: der unermüdliche Prediger derahiṃsāhätte damit nämlich dasSāriputtapañhasuttam(vv. 955–975) empfehlen wollen, keineswegs die erst später zu hohem Ansehn gelangte dunkle metaphysische Formelye dhammā hetuppabhavādi. Die Verse 964/5 stellten dieAnāgatabhayāniim Auszuge dar. Wahrscheinlich aber wird unsere 24. Rede gemeint sein, welcher der TitelUpatissapañhoganz eigentlich zukommt und die überdies noch durche—cāunserer 61. Rede, demRāhulovādo, verbunden ist: Asokos allgemeine Angabebhagavatā bhāsitewiderspricht, im Grunde genommen, nicht.

[26]Mönchen und Nonnen, Anhängern und Anhängerinen.

[26]Mönchen und Nonnen, Anhängern und Anhängerinen.

[27]Unterkleid, Oberkleid und doppelte Toga; vergl.Mahāvaggop. 287 ff.

[27]Unterkleid, Oberkleid und doppelte Toga; vergl.Mahāvaggop. 287 ff.

[28]māradheyyam, amāradheyyam, maccudheyyam, amaccudheyyam. — māradheyyamwörtlich: das Reich der Mortur, genau wie SCHOPENHAUERden Ausdruck anwendet, Nachlass Bd. IV., § 551.

[28]māradheyyam, amāradheyyam, maccudheyyam, amaccudheyyam. — māradheyyamwörtlich: das Reich der Mortur, genau wie SCHOPENHAUERden Ausdruck anwendet, Nachlass Bd. IV., § 551.

[29]lies:rūpattāyam,vedanattāyametc.

[29]lies:rūpattāyam,vedanattāyametc.

[30]Das waren die Häupter jener ante- und conbuddhistischen Wunderbaren Heiligen, der Unbekleideten (Acelakos), der Ungebundenen (Muttācāros͠=Ājīvikos), der Handverköster (Hatthāpalekhanos). Die Geißelung aber war diese, dass der völlig Nackte, der nicht einmal einen Napf besaß, das Almosen nicht zum Munde führen, sondern nur aus seiner Hand aufschlürfen durfte. Vergl. hierzu dasKukkuravatikasuttantam,MNNo. 57, wo noch inbrünstigere Geißelbrüder die Sache cagnescamente, bez. vacchescamente betreiben, u. a. m.Acelakā,vivasanā,muttavasanā,muttācārā,naggacariyā(cf.Dhp. v. 141),digambarā,nigaṇṭhā(cf.Suttanip. v. 381) sind übrigens Synonyme und gehören unter den Begriff deskṣapaṇājīvas, als dessen bekannteste Vertreter sich bis auf den heutigen Tag dieJaināserhalten haben.

[30]Das waren die Häupter jener ante- und conbuddhistischen Wunderbaren Heiligen, der Unbekleideten (Acelakos), der Ungebundenen (Muttācāros͠=Ājīvikos), der Handverköster (Hatthāpalekhanos). Die Geißelung aber war diese, dass der völlig Nackte, der nicht einmal einen Napf besaß, das Almosen nicht zum Munde führen, sondern nur aus seiner Hand aufschlürfen durfte. Vergl. hierzu dasKukkuravatikasuttantam,MNNo. 57, wo noch inbrünstigere Geißelbrüder die Sache cagnescamente, bez. vacchescamente betreiben, u. a. m.Acelakā,vivasanā,muttavasanā,muttācārā,naggacariyā(cf.Dhp. v. 141),digambarā,nigaṇṭhā(cf.Suttanip. v. 381) sind übrigens Synonyme und gehören unter den Begriff deskṣapaṇājīvas, als dessen bekannteste Vertreter sich bis auf den heutigen Tag dieJaināserhalten haben.

[31]Zu unseren fünf Sinnen zählen die Inder als sechsten die Funktion des Denkens hinzu: Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack, Getast, Gedenken. Vergl. die 9., 10. und 11. Rede.

[31]Zu unseren fünf Sinnen zählen die Inder als sechsten die Funktion des Denkens hinzu: Gesicht, Gehör, Geruch, Geschmack, Getast, Gedenken. Vergl. die 9., 10. und 11. Rede.

[32]Die Antithesensamaṇo:samitā,brāhmaṇo:bāhitā,nahātako:nahātā,vedagū:viditā,sottiyo:nissutā,ariyo:ārakā,araham:ārakāsind metaphorisch angewandt, nicht etymologisch: denn dass der Buddho die wahren Etymologien nicht gekannt habe, ist bei seiner gründlichen Vertrautheit mit dem Brāhmanenthume (DN) kaum anzunehmen. — Vergl. die tiefsinnige Ableitung desrūpamvon √rup=√lup,SNvol. III. p. 86; auchSuttanip.v. 1121. Ebensolokovon √luj,SNvol. IV. p. 52.

[32]Die Antithesensamaṇo:samitā,brāhmaṇo:bāhitā,nahātako:nahātā,vedagū:viditā,sottiyo:nissutā,ariyo:ārakā,araham:ārakāsind metaphorisch angewandt, nicht etymologisch: denn dass der Buddho die wahren Etymologien nicht gekannt habe, ist bei seiner gründlichen Vertrautheit mit dem Brāhmanenthume (DN) kaum anzunehmen. — Vergl. die tiefsinnige Ableitung desrūpamvon √rup=√lup,SNvol. III. p. 86; auchSuttanip.v. 1121. Ebensolokovon √luj,SNvol. IV. p. 52.

[33]Einen trefflichen Auszug dieser Reden, die auch heute noch im Volke recht beliebt sind, giebt Asoko auf seinem 11. Felsenedikt.

[33]Einen trefflichen Auszug dieser Reden, die auch heute noch im Volke recht beliebt sind, giebt Asoko auf seinem 11. Felsenedikt.

[34]vibhavataṇhā; vibhavo=vibhu, vibhūti,ist hier positiv. Der Gebrauch κατ’ ἐναντιοτην findet sich ebenso oft, z. B.MNvol. I. p. 65: da istvibhavoin den negativen Pol umgeschlagen und ist gleichabhavo,nämlich jenem Begriffe, der scharf hervortritt in dem reinen Dvandvambhavābhavo,Sein und Nichtsein — wohl zu unterscheiden von dem gleichlautenden Āmreḍitam. Cf. die Anm. 12 und die schönen Belegstellen im P. W.

[34]vibhavataṇhā; vibhavo=vibhu, vibhūti,ist hier positiv. Der Gebrauch κατ’ ἐναντιοτην findet sich ebenso oft, z. B.MNvol. I. p. 65: da istvibhavoin den negativen Pol umgeschlagen und ist gleichabhavo,nämlich jenem Begriffe, der scharf hervortritt in dem reinen Dvandvambhavābhavo,Sein und Nichtsein — wohl zu unterscheiden von dem gleichlautenden Āmreḍitam. Cf. die Anm. 12 und die schönen Belegstellen im P. W.

[35]Vergl. die 30. Anm. Zur Fastenübung:ManusXI, 216/18, VI, 19/20. Deraddhamāsiko pariyāyabhattabhojanānuyogoist ohne Zweifel eine Gattung des cāndrāyaṇam,der Mondesrunde: von Vollmond bis Neumond von 15 auf 0 Bissen täglicher Nahrung fallend und dann wieder bis 15 Bissen steigend; eine Hungerkasteiung von je ½ Monat, die bei den Brāhmanen in höchstem Ansehn steht.Kṛcchrātikṛcchrau cāndrāyaṇam iti sarvaprāyaścitaṃ sarvaprāyaścitaṃ,undetam āptvā vipāpo vipāpmā sarvam eno hantisagtGautamasXIX. 20, XXVII. 16. — Theile der folgendendukkarakārikālassen sich, parallel oder gar wörtlich, wiedererkennenMan.VI, 5, 6, 13, 21, 22, XI, 223, 224. Ebenso schon in den SūtrenGautamas’, Baudhāyanas’, Āpastambas’.Recht ergiebig ist, als Nachprobe, eine Vergleichung der Fragmente des MEGASTHENES, siehe besonders p. 135–141 und 155–160 ed. SCHWANBECK. So heißt es, wie auf unseren Text bezogen, p. 139,22Ἀτκειν δε και τουτους κἀκεινους καρτεριαν, τηη δε ἐν πονοις και την ἐν ταις ὑπομοναις, ὡςτ’ ἐφ’ ἑνος σχηματος ἀκινητον διατελεται την ἡμεραν ὁλην. Mit letzterem Beispiele sind ganz gewiss die Stetigsteher gemeint (möglicherweise zugleich auch dieJainās, vergl. unseren Text p. 147), während die im selben Fragmente sub 19 genannten ἐσθητες ἀπο φλοιων δενδρειων Rinden- und Laubflechten sein sollen. DerAcelako, den der Begleiter ALEXANDERS, ARISTOBULOS, schildert als ὑπτιον πεσοντα ἁνεχεσθαι των ἡλιων και των ὀμβρων (bei STRABO, ed. MEINEKEp. 995,6) hat sein Vorbild in dem sehr alten Spruche unserer 12. Rede, p. 147. Die zwar allgemein gehaltene Mittheilung STRABOS, ὡς δ’ εἰπεν, Ἰνδους ... ἀναρλεκομενους δε μιτρουτθαι τας κομας (l. c. 1002,5), dürfen wir doch wohl insbesondere von denJaṭilosgelten lassen. DieHatthāpalekhanossind uns als ταις χερσι ὑδωρ πινξντες überliefert von CLEMENSALEXANDR. (nach Historiographen? nach Pantänus?) Strom. I., ed. SYLBURGp. 305B.

[35]Vergl. die 30. Anm. Zur Fastenübung:ManusXI, 216/18, VI, 19/20. Deraddhamāsiko pariyāyabhattabhojanānuyogoist ohne Zweifel eine Gattung des cāndrāyaṇam,der Mondesrunde: von Vollmond bis Neumond von 15 auf 0 Bissen täglicher Nahrung fallend und dann wieder bis 15 Bissen steigend; eine Hungerkasteiung von je ½ Monat, die bei den Brāhmanen in höchstem Ansehn steht.Kṛcchrātikṛcchrau cāndrāyaṇam iti sarvaprāyaścitaṃ sarvaprāyaścitaṃ,undetam āptvā vipāpo vipāpmā sarvam eno hantisagtGautamasXIX. 20, XXVII. 16. — Theile der folgendendukkarakārikālassen sich, parallel oder gar wörtlich, wiedererkennenMan.VI, 5, 6, 13, 21, 22, XI, 223, 224. Ebenso schon in den SūtrenGautamas’, Baudhāyanas’, Āpastambas’.Recht ergiebig ist, als Nachprobe, eine Vergleichung der Fragmente des MEGASTHENES, siehe besonders p. 135–141 und 155–160 ed. SCHWANBECK. So heißt es, wie auf unseren Text bezogen, p. 139,22Ἀτκειν δε και τουτους κἀκεινους καρτεριαν, τηη δε ἐν πονοις και την ἐν ταις ὑπομοναις, ὡςτ’ ἐφ’ ἑνος σχηματος ἀκινητον διατελεται την ἡμεραν ὁλην. Mit letzterem Beispiele sind ganz gewiss die Stetigsteher gemeint (möglicherweise zugleich auch dieJainās, vergl. unseren Text p. 147), während die im selben Fragmente sub 19 genannten ἐσθητες ἀπο φλοιων δενδρειων Rinden- und Laubflechten sein sollen. DerAcelako, den der Begleiter ALEXANDERS, ARISTOBULOS, schildert als ὑπτιον πεσοντα ἁνεχεσθαι των ἡλιων και των ὀμβρων (bei STRABO, ed. MEINEKEp. 995,6) hat sein Vorbild in dem sehr alten Spruche unserer 12. Rede, p. 147. Die zwar allgemein gehaltene Mittheilung STRABOS, ὡς δ’ εἰπεν, Ἰνδους ... ἀναρλεκομενους δε μιτρουτθαι τας κομας (l. c. 1002,5), dürfen wir doch wohl insbesondere von denJaṭilosgelten lassen. DieHatthāpalekhanossind uns als ταις χερσι ὑδωρ πινξντες überliefert von CLEMENSALEXANDR. (nach Historiographen? nach Pantänus?) Strom. I., ed. SYLBURGp. 305B.

[36]sotāpatti, die Hörerschaft, nicht von √sru, sondern von √śru, dahersotāpannoundohitasoto: Der gehört hat und Der offene Ohren hat. — Vergl.MNvol. I. p. 169, 172, 445, 480, 512.SNvol. II. p. 68–70, vol. IV. p. 138, No. 152 (aññatra anussavā),ANvol. I. p. 198 No. 6, vol. II. p. 116 f. und ib. 185sotānugato, DN vol. I. p. 230 f., Mahāparin. p. 39. Einsotāpannoist schon dersāvako: nämlich dersutavā ariyasāvako ariyānaṃ dassāvī; imSNvgl. II. p. 43 noch deutlicher genanntdhammasotaṃ samāpanno.Bei dem hohen Werthe des gesprochenen Wortes, der selbst vor der kleinsten Rede durch die VersicherungEvam me sutambekräftigt wird, könnte dasBuddhavacanamwohl auch alsSutapiṭakamgelten. Vomsutantikozumsuttantiko=śrutvāntikas wäre der Schritt jedenfalls näher als zumsottantiko=sautrāntikas, zumal für unseren Kanon nicht leicht etwas unzutreffender sein kann als der Begriffdessūtram, und nichts zutreffender als der dessutam. Es spielt keine Rolle, wenn gelegentlich einmal, wieVinayapiṭ. vol. III. p. 8 f. (cf.Dhp.vv. 44, 45), von der Lehrmethode als von dem die Blumen zusammenhaltenden Baste,suttam, gesprochen wird, was nicht mehr und nicht weniger als ein Gleichniss wie hundert andere sein will. Ein dunkles Gefühl der Sache, sprachlich bedingt und rückgedeutet, lässt sich bei Asoko und Späteren mehr vermuthen als nachweisen: cf. Epigraphia Indica vol. II. p. 105 No. 79, p. 106 No. 80, p. 400 No. 59. — Die Sprache aber war die Magadhās, und zwar die gewählte Rede, nicht der schwankende Kanzleipatois der Edikte. Und dass dieses unser Pāli wirklich von Magadhā bis nach Zeilon herabreinüberliefert wurde, dafür gewährt uns die StelleCullavaggop. 139 starken Anhalt. Zwei Jünger, früher brāhmanische Gelehrte, wird da erzählt, wollen dasBuddhavacanamin gebundenes Saṃskṛt übertragen. »Denn es giebt jetzt viele Jünger, aus den verschiedensten Kasten und Ständen: die verderben das Meisterwort in seiner Sprache« — trüben seine Reinheit, meinen sie; in vedischem Saṃskṛt bliebe es Unberufenen unzugänglich. Der Meister aber weist den Vorschlag ab und sagt:Anujānāmi bhikkhave sakāya niruttiyā buddhavacanam pariyāpuṇitum, ‚Das Meisterwort, ihr Mönche, soll in seiner Sprache gelernt werden.‘ Das ist die richtige Uebersetzung, und nicht wie OLDENBERGmeint, jeder solle in seinem eigenen Dialekt die Lehre lernen (Vinayapiṭ.vol. I. p. XLVIII, Sacred Books East vol. XX. p. 151, Buddha2p. 192). Wäre dies gemeint, dann müsste die Klage der brāhmanischen Jünger lauten:te sakāya sakāya niruttiyā buddhavacanaṃ dūsentioderte puthu sakāya n0oderte sakāhi niruttīhi0oder te nānāniruttīhi0oder ähnlich. Der klare Wortlaut aber istte sakāya n0, und der ist freivon jeder Zweideutigkeit, kann sich lediglich aufbuddhavacanambeziehn, wie es übrigens die Tradition, grammatisch freilich ungenügend, stets gethan hat.Durch das gehörte, verstandene Wort wurde also der Kanon, bis zur Fixierung, mündlich bewahrt. Der schon längst vorher in Indien gepflegten Schrift haben sich weder der Meister noch die eigentlichen Jünger bedient, wie dies eben in der Art ihres Ordens begründet war. Mag dieser immerhinbrahmacariyaṃ saṉkhalikhitam(MNI, 179, 267,DNI, 63, passim) genannt worden sein: der Ausdruck ist älter als der Buddhismus und von den Brāhmanen überkommen, vergl. Vorrede p. XX. — Zur Erklärung des letzteren Begriffes sei hier noch erwähnt, dasssaṉkhalikhitam, Punkt für Punkt, wörtlich heißt: der Reihe nach geschrieben; cf.MNI, 105 ff.saṉkhā pi, erst nach einer Reihe (von Tagen, Gegensatz:yāvajīvam106, 108), auch 109 I. 3 v. u. ff., und P. W.1s. v.śaṉkhaNo. 5 (mahāśaṉkhaNo. 3), das, prākṛtisch wie es ist, eher zusaṉkhyaals zu κογχη etc. gehört. Zwar liefert nun die Tradition auch hier, wie oft, eine richtige interpretatio finalis, aber das etymologische Verständniss ist ihr, schon seit dem 12. Buche desMahābhāratam, total abhanden gekommen: die Geschichte von den altehrwürdigen GesetzgebernSaṉkhasundLikhitasverdient, trotz der je unter einem der beiden soi-disants Namen zusammengestellten, hier und da recht alterthümlichen längeren, bez. kurzenVaiṣṇavasaṃhitā, gewiss nur ebenso viel Glauben wie die vom ReliquienschäfflerDoṇo,Mahāparin. p. 69. Jene uralten, wahrscheinlich praehistorischen Symboloiden aber, das cakram, diecaityās, dersvastikas,padmas,śeṣas,śaṉkhas(vergl. bes. BÜHLER, Ep. Ind. vol. II., p. 323, I. 8–12), kommen hier, als dem Geist und der Form durchaus widersprechend, nichtin Betracht. Mysteriolemmata und Mahāmudrās haben im Theravādo keinen Platz gefunden.

[36]sotāpatti, die Hörerschaft, nicht von √sru, sondern von √śru, dahersotāpannoundohitasoto: Der gehört hat und Der offene Ohren hat. — Vergl.MNvol. I. p. 169, 172, 445, 480, 512.SNvol. II. p. 68–70, vol. IV. p. 138, No. 152 (aññatra anussavā),ANvol. I. p. 198 No. 6, vol. II. p. 116 f. und ib. 185sotānugato, DN vol. I. p. 230 f., Mahāparin. p. 39. Einsotāpannoist schon dersāvako: nämlich dersutavā ariyasāvako ariyānaṃ dassāvī; imSNvgl. II. p. 43 noch deutlicher genanntdhammasotaṃ samāpanno.

Bei dem hohen Werthe des gesprochenen Wortes, der selbst vor der kleinsten Rede durch die VersicherungEvam me sutambekräftigt wird, könnte dasBuddhavacanamwohl auch alsSutapiṭakamgelten. Vomsutantikozumsuttantiko=śrutvāntikas wäre der Schritt jedenfalls näher als zumsottantiko=sautrāntikas, zumal für unseren Kanon nicht leicht etwas unzutreffender sein kann als der Begriffdessūtram, und nichts zutreffender als der dessutam. Es spielt keine Rolle, wenn gelegentlich einmal, wieVinayapiṭ. vol. III. p. 8 f. (cf.Dhp.vv. 44, 45), von der Lehrmethode als von dem die Blumen zusammenhaltenden Baste,suttam, gesprochen wird, was nicht mehr und nicht weniger als ein Gleichniss wie hundert andere sein will. Ein dunkles Gefühl der Sache, sprachlich bedingt und rückgedeutet, lässt sich bei Asoko und Späteren mehr vermuthen als nachweisen: cf. Epigraphia Indica vol. II. p. 105 No. 79, p. 106 No. 80, p. 400 No. 59. — Die Sprache aber war die Magadhās, und zwar die gewählte Rede, nicht der schwankende Kanzleipatois der Edikte. Und dass dieses unser Pāli wirklich von Magadhā bis nach Zeilon herabreinüberliefert wurde, dafür gewährt uns die StelleCullavaggop. 139 starken Anhalt. Zwei Jünger, früher brāhmanische Gelehrte, wird da erzählt, wollen dasBuddhavacanamin gebundenes Saṃskṛt übertragen. »Denn es giebt jetzt viele Jünger, aus den verschiedensten Kasten und Ständen: die verderben das Meisterwort in seiner Sprache« — trüben seine Reinheit, meinen sie; in vedischem Saṃskṛt bliebe es Unberufenen unzugänglich. Der Meister aber weist den Vorschlag ab und sagt:Anujānāmi bhikkhave sakāya niruttiyā buddhavacanam pariyāpuṇitum, ‚Das Meisterwort, ihr Mönche, soll in seiner Sprache gelernt werden.‘ Das ist die richtige Uebersetzung, und nicht wie OLDENBERGmeint, jeder solle in seinem eigenen Dialekt die Lehre lernen (Vinayapiṭ.vol. I. p. XLVIII, Sacred Books East vol. XX. p. 151, Buddha2p. 192). Wäre dies gemeint, dann müsste die Klage der brāhmanischen Jünger lauten:te sakāya sakāya niruttiyā buddhavacanaṃ dūsentioderte puthu sakāya n0oderte sakāhi niruttīhi0oder te nānāniruttīhi0oder ähnlich. Der klare Wortlaut aber istte sakāya n0, und der ist freivon jeder Zweideutigkeit, kann sich lediglich aufbuddhavacanambeziehn, wie es übrigens die Tradition, grammatisch freilich ungenügend, stets gethan hat.

Durch das gehörte, verstandene Wort wurde also der Kanon, bis zur Fixierung, mündlich bewahrt. Der schon längst vorher in Indien gepflegten Schrift haben sich weder der Meister noch die eigentlichen Jünger bedient, wie dies eben in der Art ihres Ordens begründet war. Mag dieser immerhinbrahmacariyaṃ saṉkhalikhitam(MNI, 179, 267,DNI, 63, passim) genannt worden sein: der Ausdruck ist älter als der Buddhismus und von den Brāhmanen überkommen, vergl. Vorrede p. XX. — Zur Erklärung des letzteren Begriffes sei hier noch erwähnt, dasssaṉkhalikhitam, Punkt für Punkt, wörtlich heißt: der Reihe nach geschrieben; cf.MNI, 105 ff.saṉkhā pi, erst nach einer Reihe (von Tagen, Gegensatz:yāvajīvam106, 108), auch 109 I. 3 v. u. ff., und P. W.1s. v.śaṉkhaNo. 5 (mahāśaṉkhaNo. 3), das, prākṛtisch wie es ist, eher zusaṉkhyaals zu κογχη etc. gehört. Zwar liefert nun die Tradition auch hier, wie oft, eine richtige interpretatio finalis, aber das etymologische Verständniss ist ihr, schon seit dem 12. Buche desMahābhāratam, total abhanden gekommen: die Geschichte von den altehrwürdigen GesetzgebernSaṉkhasundLikhitasverdient, trotz der je unter einem der beiden soi-disants Namen zusammengestellten, hier und da recht alterthümlichen längeren, bez. kurzenVaiṣṇavasaṃhitā, gewiss nur ebenso viel Glauben wie die vom ReliquienschäfflerDoṇo,Mahāparin. p. 69. Jene uralten, wahrscheinlich praehistorischen Symboloiden aber, das cakram, diecaityās, dersvastikas,padmas,śeṣas,śaṉkhas(vergl. bes. BÜHLER, Ep. Ind. vol. II., p. 323, I. 8–12), kommen hier, als dem Geist und der Form durchaus widersprechend, nichtin Betracht. Mysteriolemmata und Mahāmudrās haben im Theravādo keinen Platz gefunden.

[37]bakovon √vak,vaṉk=kauṭilyeim ursprünglichen Sinne: zickzacksein; entspricht volvi, volo [»fulmina volant«], τραπω, ἀστραπη. Daher wird auch Yāskas’ und seiner Vorgänger Erklärung zubakuras,ṚgvI, 117,21, wohl richtig sein. Die allerdings verlockende tropische Potenzierung, nach dem Muster der Purāṇen, scheint mir hier kaum mehr als in tautophoner Prosonymie zulässig. Siehe die 20. Anmerkung.

[37]bakovon √vak,vaṉk=kauṭilyeim ursprünglichen Sinne: zickzacksein; entspricht volvi, volo [»fulmina volant«], τραπω, ἀστραπη. Daher wird auch Yāskas’ und seiner Vorgänger Erklärung zubakuras,ṚgvI, 117,21, wohl richtig sein. Die allerdings verlockende tropische Potenzierung, nach dem Muster der Purāṇen, scheint mir hier kaum mehr als in tautophoner Prosonymie zulässig. Siehe die 20. Anmerkung.

[38]lies:mā h’eva te rittakam eva ahosi tucchakam eva ahosi viññāṇam anidassanam anantaṃ sabbato paham. Siehe die Schlussverse desKevaṭṭasuttantam,Dīghanikāyovol. I. p. 223. Die Variantepabhaṃwäre von √bhañjabzuleiten; cf.bhaṃgo,pabhaṃgu,pabhaṃguṇo:Jātakamvol. I. p. 392 lin. ult., p. 393 lin. 3.,Dhammapadamv. 148,Therīgāthāv. 140,Itivuttakamp. 37,Saṃyuttakanikāyovol. III. p. 32. Doch ist in siṇhalesischer wie barmanischer Schrift dasbhademhasehr ähnlich, und eine Verwechslung mag schon früh aufgekommen sein. — Zum Folgenden vergl. die vier Verse am Ende desDhammahadayavibhaṉgasuttam(imSuttasaṉgahoNo. 13), deren zweiter lautet:Tāva dīghāyukā devāSattā cavanti saṉkhayā:N’atthi koci bhavo nicco —Iti vuttam mahesinā.Bis durch die höchste GötterweltReibt alle Wesenheit sich auf:»Kein Dasein hat Beharrlichkeit« —Das ist das Wort des Meisterherrn.Aller tieferen Ursprünglichkeit solcher Stellen eingedenk, wollen wir uns inzwischen erinnern, dass es auch bei uns, selbst in den ödesten Zeiten, nie gänzlich an Männern gefehlt hat, von denen das stolze Wort BRUNOSgilt: »Vidimus quantum satis est.« Man sehe nur z. B. den höchst merkwürdigen Brief PETRARCAS, de reb. fam. VIII., 8. Auf die Frage, was er vom Leben halte, antwortet der Vielerfahrene einem vertrauten Freunde u. a.: »Videtur mihi vita haec labyrinthus errorum, desertum horribile, limosa palus, habitatio ferarum, terra infelix, fons curarum, mare miseriarum, grata phrenesis, pondus infaustum, ficta fabula, falsa laetitia, verus dolor, cupiditas infinita, sitis insatiabilis, famelica nausea, fugax forma, latens praecipitium, abdita retia, officina scelerum, catena consuetudinum, rerum unci, prolixa brevitas, latae angustiae, calles inexplicabiles, passus impliciti, circulorum motus, statio instabilis, rota volubilis, manens cursus, concors discordia, bellum inexorabile, obliviosa peregrinatio, spirans mors, viventium infernus, longum funus, pomposa vanitas, superba miseria, miseranda felicitas. En, amice, qualis mihi haec videtur, quae tam multis exoptatissima ac gratissima vita est; necdum tamen conceptum omnem meae mentis expressi: peior enim est multo miseria, quam a me, seu quocumque hominum, dici possit. Sed quo es ingenio, ex his paucis totum, reor, animum loquentis introspicis. Unum tot in malis habe bonum, quod ad bonam et aeternam vitam, nisi dexter trames deseratur, via est.« Und gewiss ließe sich eineariyapaveṇidurch Länder und Jahrhunderte hindurch ohne Mühe herstellen.

[38]lies:mā h’eva te rittakam eva ahosi tucchakam eva ahosi viññāṇam anidassanam anantaṃ sabbato paham. Siehe die Schlussverse desKevaṭṭasuttantam,Dīghanikāyovol. I. p. 223. Die Variantepabhaṃwäre von √bhañjabzuleiten; cf.bhaṃgo,pabhaṃgu,pabhaṃguṇo:Jātakamvol. I. p. 392 lin. ult., p. 393 lin. 3.,Dhammapadamv. 148,Therīgāthāv. 140,Itivuttakamp. 37,Saṃyuttakanikāyovol. III. p. 32. Doch ist in siṇhalesischer wie barmanischer Schrift dasbhademhasehr ähnlich, und eine Verwechslung mag schon früh aufgekommen sein. — Zum Folgenden vergl. die vier Verse am Ende desDhammahadayavibhaṉgasuttam(imSuttasaṉgahoNo. 13), deren zweiter lautet:

Tāva dīghāyukā devāSattā cavanti saṉkhayā:N’atthi koci bhavo nicco —Iti vuttam mahesinā.

Tāva dīghāyukā devāSattā cavanti saṉkhayā:N’atthi koci bhavo nicco —Iti vuttam mahesinā.

Tāva dīghāyukā devāSattā cavanti saṉkhayā:N’atthi koci bhavo nicco —Iti vuttam mahesinā.

Tāva dīghāyukā devā

Sattā cavanti saṉkhayā:

N’atthi koci bhavo nicco —

Iti vuttam mahesinā.

Bis durch die höchste GötterweltReibt alle Wesenheit sich auf:»Kein Dasein hat Beharrlichkeit« —Das ist das Wort des Meisterherrn.

Bis durch die höchste GötterweltReibt alle Wesenheit sich auf:»Kein Dasein hat Beharrlichkeit« —Das ist das Wort des Meisterherrn.

Bis durch die höchste GötterweltReibt alle Wesenheit sich auf:»Kein Dasein hat Beharrlichkeit« —Das ist das Wort des Meisterherrn.

Bis durch die höchste Götterwelt

Reibt alle Wesenheit sich auf:

»Kein Dasein hat Beharrlichkeit« —

Das ist das Wort des Meisterherrn.

Aller tieferen Ursprünglichkeit solcher Stellen eingedenk, wollen wir uns inzwischen erinnern, dass es auch bei uns, selbst in den ödesten Zeiten, nie gänzlich an Männern gefehlt hat, von denen das stolze Wort BRUNOSgilt: »Vidimus quantum satis est.« Man sehe nur z. B. den höchst merkwürdigen Brief PETRARCAS, de reb. fam. VIII., 8. Auf die Frage, was er vom Leben halte, antwortet der Vielerfahrene einem vertrauten Freunde u. a.: »Videtur mihi vita haec labyrinthus errorum, desertum horribile, limosa palus, habitatio ferarum, terra infelix, fons curarum, mare miseriarum, grata phrenesis, pondus infaustum, ficta fabula, falsa laetitia, verus dolor, cupiditas infinita, sitis insatiabilis, famelica nausea, fugax forma, latens praecipitium, abdita retia, officina scelerum, catena consuetudinum, rerum unci, prolixa brevitas, latae angustiae, calles inexplicabiles, passus impliciti, circulorum motus, statio instabilis, rota volubilis, manens cursus, concors discordia, bellum inexorabile, obliviosa peregrinatio, spirans mors, viventium infernus, longum funus, pomposa vanitas, superba miseria, miseranda felicitas. En, amice, qualis mihi haec videtur, quae tam multis exoptatissima ac gratissima vita est; necdum tamen conceptum omnem meae mentis expressi: peior enim est multo miseria, quam a me, seu quocumque hominum, dici possit. Sed quo es ingenio, ex his paucis totum, reor, animum loquentis introspicis. Unum tot in malis habe bonum, quod ad bonam et aeternam vitam, nisi dexter trames deseratur, via est.« Und gewiss ließe sich eineariyapaveṇidurch Länder und Jahrhunderte hindurch ohne Mühe herstellen.

[39]s. g. weil jedem der sechs Sinne (vergl. die Anm. 31) nur Quaal zutheil wird:SNvol. IV. p. 126.Zu Seite 390, Zeile 11 v. o.:rittam, √ric, in urspr. Bed.:Wer bemerkt, dass man nicht mehr braucht. Cf.rittāsanameine verlassene Stätte,rittapesuṇoeiner der das Ausrichten aufgegeben hat,muni ritto carantoder entrückt wandernde Einsiedler,Suttanip. v. 963, 941, 823,Theragāthāvv. 502 ff.;rittassādomüßiges Behagen,ANvol. I. p. 280. — Zur »inneren Meeresstille«, p. 391. I. 15 v. o., passim, vergl.Theragāthāv. 372,Suttanipātovv. 920, 723 und 720:Das lernet von der Flüsse Fluth,Vom Bergesbach, vom Stufensturz:Geschwätzig wellt ihr Wasserschwall —Verschwiegen wellt der Ozean.

[39]s. g. weil jedem der sechs Sinne (vergl. die Anm. 31) nur Quaal zutheil wird:SNvol. IV. p. 126.

Zu Seite 390, Zeile 11 v. o.:rittam, √ric, in urspr. Bed.:Wer bemerkt, dass man nicht mehr braucht. Cf.rittāsanameine verlassene Stätte,rittapesuṇoeiner der das Ausrichten aufgegeben hat,muni ritto carantoder entrückt wandernde Einsiedler,Suttanip. v. 963, 941, 823,Theragāthāvv. 502 ff.;rittassādomüßiges Behagen,ANvol. I. p. 280. — Zur »inneren Meeresstille«, p. 391. I. 15 v. o., passim, vergl.Theragāthāv. 372,Suttanipātovv. 920, 723 und 720:

Das lernet von der Flüsse Fluth,Vom Bergesbach, vom Stufensturz:Geschwätzig wellt ihr Wasserschwall —Verschwiegen wellt der Ozean.

Das lernet von der Flüsse Fluth,Vom Bergesbach, vom Stufensturz:Geschwätzig wellt ihr Wasserschwall —Verschwiegen wellt der Ozean.

Das lernet von der Flüsse Fluth,Vom Bergesbach, vom Stufensturz:Geschwätzig wellt ihr Wasserschwall —Verschwiegen wellt der Ozean.

Das lernet von der Flüsse Fluth,

Vom Bergesbach, vom Stufensturz:

Geschwätzig wellt ihr Wasserschwall —

Verschwiegen wellt der Ozean.

Im Vorwort ist eingehend begründet worden, weshalb einige Stellen dieses Bandes, die sich, anders übersetzt, auch in andern Bänden vorfinden, dessenungeachtet in ihrer ersten Fassung belassen wurden: die rhythmisch sehr verschiedene Umgebung solcher sonst identischer Stellen machte eine Umpflanzung eben unmöglich. Derartige Stellen sind als unübernommen manchmal in den Nachweisen vermerkt. Die ursprüngliche Fassung geänderter Stellen ist in der 1. Auflage mittels der den Text beider Ausgaben begleitenden Zahlen am Rande leicht aufzufinden. Geänderte, oder genauer, aus späteren Werken übernommene Stellen sind meist kursiv gedruckt, und nur dort nachgewiesen, wo sie in diesem Band das erste Mal auftreten, nicht bei nachmaliger Wiederkehr. Zur Vergleichung herangezogen wurden folgende Werke:


Back to IndexNext