UNSCHULD

»Doch giebt es, Brāhmane, manche Asketen und Brāhmanen, die halten die Nacht für Tag und den Tag für Nacht. Das nenn’ ich, Brāhmane, einen Wahn jener Asketen und Brāhmanen. Ich aber, Brāhmane, halte die Nacht für Nacht und den Tag für Tag. Wer nun, Brāhmane, mit Recht von einem Manne sagen kann: ›Ein wahnloses Wesen ist in der Welt erschienen, vielen zum Wohle, vielen zum Heile, ausErbarmen zur Welt, zum Nutzen, Wohle und Heile für Götter und Menschen‹, der kann eben von mir mit Recht sagen: ›Ein wahnloses Wesen ist in der Welt erschienen, vielen zum Wohle, vielen zum Heile, aus Erbarmen zur Welt, zum Nutzen, Wohle und Heile für Götter und Menschen.‹

»Standhaft aber, Brāhmane, hielt ich aus, ohne zu wanken, bei klarer Vernunft, ohne Verstörung, gestillten Körpers, ohne Regung, gefassten Gemüthes, einig.Gar fern von Begierden, fern von unheilsamen Dingen weilte ich da, Brāhmane, in sinnend gedenkender ruhegeborener säliger Heiterkeit, erwirkte die Weihe der ersten Schauung.

»Nach Vollendung des Sinnens und Gedenkens gewann ich die innere Meeresstille, die Einheit des Gemüthes,{22}die von sinnen, von gedenken freie, in der Einigung geborene sälige Heiterkeit, die Weihe der zweiten Schauung.

»In heiterer Ruhe verweilte ich gleichmüthig, einsichtig, klar bewusst, ein Glück empfand ich im Körper, von dem die Heiligen sagen: ›Der gleichmüthig Einsichtige lebt beglückt‹; so erwirkte ich die Weihe der dritten Schauung.

»Nach Verwerfung der Freuden und Leiden, nach Vernichtung des einstigen Frohsinns und Trübsinns erwirkte ich die Weihe der leidlosen, freudlosen, gleichmüthig einsichtigen vollkommenen Reine, die vierte Schauung.

»Solchen Gemüthes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt, geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtete ich das Gemüth auf die erinnernde Erkenntniss früherer Daseinsformen. Ich erinnerte mich an manche verschiedene frühere Daseinsform, als wie an ein Leben, dann an zwei Leben, dann an drei Leben, dann an vier Leben, dann an fünf Leben, dann an zehn Leben, dann an zwanzig Leben, dann an dreißig Leben, dann an vierzig Leben, dann an fünfzig Leben, dann an hundert Leben, dann an tausend Leben, dann an hunderttausend Leben, dann an die Zeiten während mancher Weltenentstehungen, dann an die Zeiten währendmancher Weltenvergehungen, dann an die Zeiten während mancher Weltenentstehungen-Weltenvergehungen. ›Dort war ich, jenen Namen hatte ich, jener Familie gehörte ich an, das war mein Stand, das mein Beruf, solches Wohl und Wehe habe ich erfahren, so war mein Lebensende; dort verschieden trat ich anderswo wieder ins Dasein: da war ich nun, diesen Namen hatte ich, dieser Familie gehörte ich an, dies war mein Stand, dies mein Beruf, solches Wohl und Wehe habe ich erfahren, so war mein Lebensende; da verschieden trat ich hier wieder ins Dasein.‹ So erinnerte ich mich mancher verschiedenen früheren Daseinsform, mit je den eigenthümlichen Merkmalen, mit je den eigenartigen Beziehungen. Dieses Wissen, Brāhmane, hatte ich nun in den ersten Stunden der Nacht als erstes errungen, das Nichtwissen zertheilt, das Wissen gewonnen, das Dunkel zertheilt, das Licht gewonnen, wie ich da ernsten Sinnes, eifrig, unermüdlich weilte.

»Solchen Gemüthes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt, geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtete ich das Gemüth auf die Erkenntniss des Verschwindens-Erscheinens der Wesen. Mit dem himmlischen Auge,dem geläuterten, über menschliche Gränzen hinausreichenden, sah ich die Wesen dahinschwinden und wiedererscheinen, gemeine und edle, schöne und unschöne, glückliche und unglückliche, ich erkannte wie die Wesen je nach den Thaten wiederkehren. ›Diese lieben Wesen sind freilich in Thaten dem Schlechten zugethan, in Worten dem Schlechten zugethan, in Gedanken dem Schlechten zugethan, tadeln Heiliges, achten Verkehrtes, thun Verkehrtes; bei derAuflösung des Leibes, nach dem Tode, gelangen sie auf den Abweg, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in untere Welt. Jene lieben Wesen sind aber in Thaten dem Guten zugethan,{23}in Worten dem Guten zugethan, in Gedanken dem Guten zugethan, tadeln nicht Heiliges, achten Rechtes, thun Rechtes; bei der Auflösung des Leibes, nach dem Tode, gelangen sie auf gute Fährte, in sälige Welt.‹ So sah ich mit dem himmlischen Auge, dem geläuterten, über menschliche Gränzen hinausreichenden, die Wesen dahinschwinden und wiedererscheinen, gemeine und edle, schöne und unschöne, glückliche und unglückliche, ich erkannte wie die Wesen je nach den Thaten wiederkehren.Dieses Wissen, Brāhmane, hatte ich nun in den mittleren Stunden der Nacht als zweites errungen, das Nichtwissen zertheilt, das Wissen gewonnen, das Dunkel zertheilt, das Licht gewonnen, wie ich da ernsten Sinnes, eifrig, unermüdlich weilte.

»Solchen Gemüthes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt, geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtete ich das Gemüth auf die Erkenntniss derWahnversiegung. ›Das ist das Leiden‹ verstand ich der Wahrheit gemäß. ›Das ist die Leidensentwicklung‹ verstand ich der Wahrheit gemäß. ›Das ist die Leidensauflösung‹ verstand ich der Wahrheit gemäß. ›Das ist der zur Leidensauflösung führende Pfad‹ verstand ich der Wahrheit gemäß. ›Das ist der Wahn‹ verstand ich der Wahrheit gemäß. ›Das ist die Wahnentwicklung‹ verstand ich der Wahrheit gemäß. ›Das ist die Wahnauflösung‹ verstand ich der Wahrheit gemäß. ›Das ist der zur Wahnauflösung führende Pfad‹ verstand ich der Wahrheit gemäß. Also erkennend, also sehend wardda mein Gemüth erlöst vom Wunscheswahn, erlöst vom Daseinswahn, erlöst vomNichtwissenswahn. ›Im Erlösten ist die Erlösung‹, diese Erkenntniss ging auf. ›Versiegt ist die Geburt,vollendet das Asketenthum, gewirkt das Werk, nicht mehr ist diese Welt‹ verstand ich da. Dieses Wissen, Brāhmane, hatte ich nun in den letzten Stunden der Nacht als drittes errungen, das Nichtwissen zertheilt, das Wissen gewonnen, das Dunkel zertheilt, das Licht gewonnen, wie ich da ernsten Sinnes, eifrig, unermüdlich weilte.

»Aber nun möchtest du, Brāhmane, vielleicht meinen: ›Auch heute wohl ist der Asket Gotamo noch nicht ganz lauter von Gier, Hass und Wahn: darum sucht er tief im Walde abgelegene Orte auf.‹ Doch also, Brāhmane, sollst du es nicht verstehn. Zwei Gründe sind es, Brāhmane, die mich tief im Walde abgelegene Orte aufsuchen lassen: mein eigenes Wohlbefinden in dieser Zeitlichkeit und das Mitleid zu denen, die mir nachfolgen.«

»Mitleid geschenkt hat wahrlich Herr Gotamo denen, die ihm nachfolgen,{24}wie’s eben dem Heiligen, vollkommen Erwachten geziemt. —Vortrefflich, o Gotamo, vortrefflich, o Gotamo! Gleichwie etwa, o Gotamo, als ob einer Umgestürztes aufstellte, oder Verdecktes enthüllte, oder Verirrten den Weg wiese, oder Licht in die Finsterniss brächte: ›Wer Augen hat wird die Dinge sehn‹: ebenso auch hat Herr Gotamo die Lehre gar manigfach dargelegt. Und so nehm’ ich bei Herrn Gotamo Zuflucht, bei der Lehre und bei der Jüngerschaft: als Anhänger soll mich Herr Gotamo betrachten, von heute an zeitlebens getreu.«

5.

Erster Theil

Fünfte Rede

Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Dort nun wandte sich der ehrwürdige Sāriputto an die Mönche: »Brüder Mönche!« — »Bruder!« antworteten da jene Mönche dem ehrwürdigen Sāriputto aufmerksam. Der ehrwürdige Sāriputto sprach also:

»Viererlei Arten von Menschen, Brüder, findet man da in der Welt: und was für welche? Da ist einer, Brüder, schuldig und erkennt nicht der Wahrheit gemäß ›In mir ist Schuld‹, und da ist einer, Brüder, schuldig und erkennt der Wahrheit gemäß ›In mir ist Schuld‹; da ist einer, Brüder, unschuldig und erkennt nicht der Wahrheit gemäß ›In mir ist keine Schuld‹, und da ist einer, Brüder, unschuldig und erkennt der Wahrheit gemäß ›In mir ist keine Schuld‹. Einen Mann aber, Brüder, der schuldig ist und nicht der Wahrheit gemäß erkennt ›In mir ist Schuld‹, den bezeichnet man als den Schlechteren von den beiden, die gleiche Schuld haben. Einen Mann aber, Brüder, der schuldig ist und der Wahrheit gemäß erkennt{25}›In mir ist Schuld‹, den bezeichnet man als den Besseren von den beiden, die gleiche Schuld haben. Einen Mann aber, Brüder, der unschuldig ist und nicht der Wahrheit gemäß erkennt ›In mir ist keine Schuld‹, den bezeichnet man als den Schlechteren von den beiden, die gleiche Unschuld haben. Einen Mann aber, Brüder, der unschuldig ist und der Wahrheit gemäßerkennt ›In mir ist keine Schuld‹, den bezeichnet man als den Besseren von den beiden, die gleiche Unschuld haben.«

Auf diese Worte wandte sich der ehrwürdige Mahāmoggallāno an den ehrwürdigen Sāriputto und sprach:

»Was ist nun der Grund, Bruder Sāriputto, was ist die Ursache, dass man den einen der beiden gleich Schuldigen als den Schlechteren und den anderen als den Besseren bezeichnet? Und was ist der Grund, Bruder Sāriputto, was ist die Ursache, dass man den einen der beiden gleich Unschuldigen als den Schlechteren und den anderen als den Besseren bezeichnet?«

»Wenn da, Bruder, einer schuldig ist und nicht der Wahrheit gemäß erkennt ›In mir ist Schuld‹, so darf man von ihm erwarten, dass er den Willen nicht beugen wird, nicht kämpfen wird, nicht die Kraft besitzen wird, seiner Schuld zu entsagen, dass er mit Gier, mit Hass, mit Irre, mit Schuld beladen unlauteren Herzens sterben wird. Gleichwie etwa, Bruder, wenn da eine messingerne Schüssel wäre, am Markte oder beim Kupferschmidte erstanden, voller Schmutz und Flecken, und die Eigner würden sie weder brauchen noch säubern, sondern in einen Winkel werfen: da würde wohl, Bruder, diese messingerne Schüssel nach einiger Zeit noch schmutziger und noch fleckiger geworden sein.«

»Allerdings, Bruder.«

»Ebenso nun auch, o Bruder, darf man von einem Manne, der schuldig ist und nicht der Wahrheit gemäß erkennt ›In mir ist Schuld‹, erwarten, er werde den Willen nicht beugen, werde nicht kämpfen, nicht die Kraft besitzen, seiner Schuld zu entsagen, er werde mitGier, mit Hass, mit Irre, mit Schuld beladen unlauteren Herzens sterben. — Wenn da, Bruder, einer schuldig ist und der Wahrheit gemäß erkennt ›In mir ist Schuld‹, so darf man von ihm erwarten, dass er den Willen beugen wird, kämpfen, die Kraft besitzen wird, seiner Schuld zu entsagen, dass er ohne Gier, ohne Hass, ohne Irre, ohne Schuld lauteren Herzens sterben wird. Gleichwie etwa, Bruder, wenn da eine messingerne Schüssel wäre, am Markte oder beim Kupferschmidte erstanden, voller Schmutz und Flecken, aber die Eigner würden sie brauchen und säubern, nicht in den Winkel werfen: da würde wohl, Bruder,{26}diese messingerne Schüssel nach einiger Zeit blank und rein geworden sein.«

»Gewiss, Bruder.«

»Ebenso nun auch, o Bruder, darf man von einem Manne, der schuldig ist und der Wahrheit gemäß erkennt ›In mir ist Schuld‹, erwarten, er werde den Willen beugen, werde kämpfen, die Kraft besitzen seiner Schuld zu entsagen, er werde ohne Gier, ohne Hass, ohne Irre, ohne Schuld lauteren Herzens sterben. — Wenn da, Bruder, einer unschuldig ist und nicht der Wahrheit gemäß erkennt ›In mir ist keine Schuld‹, so darf man von ihm erwarten, dass ihn das Blenden der Erscheinung bewegen wird, und er vom Blenden der Erscheinung bewogen sein Herz von der Gier wird aufwühlen lassen, dass er mit Gier, mit Hass, mit Irre, mit Schuld beladen unlauteren Herzens sterben wird. Gleichwie etwa, Bruder, wenn da eine messingerne Schüssel wäre, am Markte oder beim Kupferschmidte erstanden, blank und rein, aber die Eigner würden sie weder brauchen noch säubern, sondern in einen Winkel werfen: da würdewohl, Bruder, diese messingerne Schüssel nach einiger Zeit schmutzig und fleckig geworden sein.«

»Freilich, Bruder.«

»Ebenso nun auch, o Bruder, darf man von einem Manne, der unschuldig ist und nicht der Wahrheit gemäß erkennt ›In mir ist keine Schuld‹, erwarten, das Blenden der Erscheinung werde ihn bewegen, vom Blenden der Erscheinung bewogen werde er sein Herz von der Gier aufwühlen lassen, er werde mit Gier, mit Hass, mit Irre, mit Schuld beladen unlauteren Herzens sterben. — Wenn da, Bruder, einer unschuldig ist und der Wahrheit gemäß erkennt ›In mir ist keine Schuld‹, so darf man von ihm erwarten, dass ihn das Blenden der Erscheinung nicht bewegen wird, und er vom Blenden der Erscheinung nicht bewogen sein Herz von der Gier nicht wird aufwühlen lassen, dass er ohne Gier, ohne Hass, ohne Irre, ohne Schuld lauteren Herzens sterben wird. Gleichwie etwa, Bruder, wenn da eine messingerne Schüssel wäre, am Markte oder beim Kupferschmidte erstanden, blank und rein, und die Eigner würden sie brauchen und säubern, nicht in den Winkel werfen: da würde wohl, Bruder, diese messingerne Schüssel späterhin noch blanker und reiner geworden sein.«

»Ohne Zweifel, Bruder.«

»Ebenso nun auch, o Bruder, darf man von einem Manne, der unschuldig ist und der Wahrheit gemäß erkennt ›In mir ist keine Schuld‹, erwarten, das Blenden der Erscheinung werde ihn nicht bewegen, vom Blenden der Erscheinung nicht bewogen werde er sein Herz von der Gier nicht aufwühlen lassen, er werde ohne Gier,ohne Hass, ohne Irre, ohne Schuld lauteren Herzens sterben.

{27}»Das aber, Bruder Moggallāno, ist der Grund, das ist die Ursache, warum man den einen der beiden gleich Schuldigen als den Schlechteren und den anderen als den Besseren bezeichnet; und das, Bruder Moggallāno, ist der Grund, das ist die Ursache, warum man den einen der beiden gleich Unschuldigen als den Schlechteren und den anderen als den Besseren bezeichnet.«

»‚Die Schuld, die Schuld‘, so heißt es, Bruder; was versteht man aber eigentlich, Bruder, unter dem Begriffe der Schuld?«

»Die bösen, verderblichen Sinnesrichtungen, Bruder, die versteht man unter dem Begriffe der Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Wenn ich mich vergangen habe, so brauchen die anderen nicht zu wissen: ‚Er hat sich vergangen‘‹. Möglich, Bruder, dass sie erfahren: ›Er hat sich vergangen.‹ Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Sie wissen es, dass ich mich vergangen habe!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Wenn ich mich vergangen habe, so sollen mir’s die Brüder im Geheimen verweisen, nicht vor den anderen Mönchen‹. Möglich, Bruder, dass sie ihn öffentlich zurechtweisen, nicht im Geheimen. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Oeffentlich weisen sie mich zurecht, nicht vertraulich!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinnkommt: ›Wenn ich mich vergangen habe, so mag mich ein Freund zurechtweisen, kein anderer Mönch.‹ Möglich, Bruder, dass ihn ein anderer Mönch zurechtweist, kein Freund. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Ein anderer Mönch weist mich zurecht, der mir ferne steht!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Ach möchte doch der Meister in Wechselrede mit mir den Mönchen die Lehre darlegen, nicht in Wechselrede mit einem anderen Mönche!‹ Möglich, Bruder, dass der Meister mit einem anderen Mönch in Wechselrede die Lehre darlegt, nicht mit diesem Mönche.{28}Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Mit einem anderen Mönch in Wechselrede legt der Meister den Mönchen die Lehre dar, nicht mit mir!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Die Mönche sollten beim Gang nach dem Dorfe um Almosenspeise mich an die Spitze stellen, keinen anderen!‹ Möglich, Bruder, dass sie einen anderen Mönch vorangehn lassen, nicht diesen. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Einen anderen stellen sie voran, nicht mich!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Wenn doch bei der Mahlzeit der beste Sitz, das beste Wasser, der beste Bissen keinem anderen zufiele als mir!‹ Möglich, Bruder, dass der beste Sitz, das beste Wasser, der beste Bissen einem anderen Mönche zufällt und nicht diesem. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Ein anderer hat den besten Sitz, das besteWasser, den besten Bissen erhalten, nicht ich!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Wenn nur ich und kein anderer bei der Mahlzeit satt werden kann!‹ Möglich, Bruder, dass ein anderer und nicht er bei der Mahlzeit satt werde. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Ein anderer wird satt und ich nicht!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Wenn die Mönche den Garten besuchen, soll es nur meine Sache und nicht die eines anderen sein, ihnen die Lehre darzulegen.‹ Möglich, Bruder, dass ein anderer Mönch den im Garten versammelten Mönchen die Lehre vorträgt, nicht dieser Mönch. Da wird er erbittert und missvergnügt:{29}›Ein anderer trägt den Mönchen die Lehre vor, nicht ich!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Wenn die Nonnen den Garten besuchen, soll es nur meine Sache und nicht die eines anderen sein, ihnen die Lehre darzulegen‹. Möglich, Bruder, dass ein anderer Mönch den im Garten versammelten Nonnen die Lehre vorträgt, nicht dieser Mönch. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Ein anderer trägt den Nonnen die Lehre vor, nicht ich!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Wenn Anhänger und Anhängerinen den Garten besuchen, soll es nur meine Sache und nicht die eines anderen sein, ihnen die Lehre darzulegen‹. Möglich,Bruder, dass ein anderer Mönch den im Garten versammelten Anhängern und Anhängerinen die Lehre vorträgt, nicht dieser Mönch. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Ein anderer trägt den Anhängern und Anhängerinen die Lehre vor, nicht ich!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Mich, wahrlich, sollten die Mönche hochschätzen, werthhalten, achten und ehren, nicht einen anderen!‹ Möglich, Bruder, dass die Mönche einen anderen Mönch hochschätzen, werthhalten, achten und ehren, nicht diesen Mönch. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Einen anderen schätzen die Mönche hoch, halten ihn werth, achten und ehren ihn, mich aber nicht!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Mich, wahrlich, sollten die Nonnen hochschätzen, werthhalten, achten und ehren, nicht einen anderen!‹ Möglich, Bruder, dass die Nonnen einen anderen Mönch hochschätzen, werthhalten, achten und ehren, nicht diesen Mönch. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Einen anderen schätzen die Nonnen hoch, halten ihn werth, achten und ehren ihn, mich aber nicht!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Mich, wahrlich, sollten die Anhänger und Anhängerinen hochschätzen, werthhalten, achten und ehren, nicht einen anderen!‹ Möglich, Bruder, dass die Anhänger und Anhängerinen einen anderen Mönch hochschätzen, werthhalten, achten und ehren, nicht diesen Mönch. Da wirder erbittert und missvergnügt: ›Einen anderen schätzen die Anhänger und Anhängerinen hoch, halten ihn werth, achten und ehren ihn, mich aber nicht!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Man sollte doch mir eine auserlesene Kutte zukommen lassen, nicht einem anderen!‹{30}Möglich, Bruder, dass ein anderer Mönch eine auserlesene Kutte erhält, nicht dieser. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Einem anderen geben sie auserlesene Kleidung und mir nicht!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Möglich, Bruder, dass da einem Mönche in den Sinn kommt: ›Man sollte doch mir auserlesene Bissen, auserlesene Lagerstatt, auserlesene Arzeneien für den Fall einer Krankheit zukommen lassen, nicht einem anderen!‹ Möglich, Bruder, dass ein anderer Mönch auserlesene Bissen, auserlesene Lagerstatt, auserlesene Arzeneien für den Fall einer Krankheit erhält, nicht dieser Mönch. Da wird er erbittert und missvergnügt: ›Einem anderen geben sie auserlesene Bissen, auserlesene Lagerstatt, auserlesene Arzeneien für den Fall einer Krankheit, mir aber nicht!‹ Diese Erbitterung, Bruder, und dieses Missvergnügen: beides ist Schuld. — Das aber, Bruder, sind die bösen, verderblichen Sinnesrichtungen, die man unter dem Begriffe der Schuld versteht.

»Ein Mönch, Bruder, bei dem sich diese bösen, verderblichen Sinnesrichtungen ungeschwächt zeigen und äußern, und wäre er auch ein abgeschiedener Waldeinsiedler, ein stummer Brockenbettler, bekleidet mit der selbstgeflickten Fetzenkutte, der wird von seinen Ordensbrüdernnicht hochgeschätzt, nicht werthgehalten, nicht geachtet, nicht geehrt: und warum nicht? Weil sich ja bei dem Ehrwürdigen jene bösen, verderblichen Sinnesrichtungen ungeschwächt zeigen und äußern. Gleichwie etwa, Bruder, wenn da eine messingerne Schüssel wäre, am Markte oder beim Kupferschmidte erstanden, blank und rein, und die Eigner füllten sie mit Schlangenaas oder mit Hundeaas oder mit Menschenaas, deckten eine andere Schüssel darüber und gingen damit auf den Markt. Diese Schüssel sähe einer und sagte: ›Freund, was birgst du darin und entziehst es dem Auge?‹ Und er höbe den Deckel ab, legte die Schüssel bloß, spähte hinein: und bei dem Anblicke stiege ihm Widerwille, Ekel und Abscheu auf, und selbst Hungrigen verginge die Esslust, geschweige Gesättigten: ebenso nun auch, Bruder, wird da ein Mönch, bei dem sich jene bösen, verderblichen Sinnesrichtungen ungeschwächt zeigen und äußern, und wäre er auch ein abgeschiedener Waldeinsiedler, ein stummer Brockenbettler, bekleidet mit der selbstgeflickten Fetzenkutte, von seinen Ordensbrüdern nicht hochgeschätzt,{31}nicht werthgehalten, nicht geachtet, nicht geehrt: und warum nicht? Weil sich eben bei dem Ehrwürdigen jene bösen, verderblichen Sinnesrichtungen ungeschwächt zeigen und äußern.

»Ein Mönch, Bruder, bei dem sich jene bösen, verderblichen Sinnesrichtungen nicht mehr zeigen, nicht mehr äußern, und wäre er auch ein Landpilger, ein Ausgespeister, bekleidet mit einer geschenkten Kutte, der wird von seinen Ordensbrüdern hochgeschätzt, werthgehalten, geachtet und geehrt: und warum das? Weil sich ja bei dem Ehrwürdigen jene bösen, verderblichenSinnesrichtungen nicht mehr zeigen, nicht mehr äußern. Gleichwie etwa, Bruder, wenn da eine messingerne Schüssel wäre, am Markte oder beim Kupferschmidte erstanden, blank und rein, und die Eigner füllten sie mit einem saftigen, würzigen Gerichte aus gekochtem gesichteten Reis, deckten eine andere Schüssel darüber und gingen damit auf den Markt. Diese Schüssel sähe einer und sagte: ›Freund, was birgst du darin und entziehst es dem Auge?‹ Und er höbe den Deckel ab, legte die Schüssel bloß, spähte hinein: und bei dem Anblicke stiege ihm Behagen auf, kein Ekel, kein Abscheu, und selbst bei Gesättigten regte sich Esslust, geschweige bei Hungrigen: ebenso nun auch, Bruder, wird da ein Mönch, bei dem sich jene bösen, verderblichen Sinnesrichtungen nicht mehr zeigen, nicht mehr äußern, und wäre er auch ein Landpilger, ein Ausgespeister, bekleidet mit einer geschenkten Kutte, von seinen Ordensbrüdern hochgeschätzt, werthgehalten, geachtet und geehrt: und warum das? Weil sich eben bei dem Ehrwürdigen jene bösen, verderblichen Sinnesrichtungen nicht mehr zeigen, nicht mehr äußern.«

Auf diese Worte wandte sich der ehrwürdige Mahāmoggallāno an den ehrwürdigen Sāriputto und sprach:

»Ein Gleichniss, Bruder Sāriputto, leuchtet mir auf.«

»Es leuchte dir auf, Bruder Moggallāno.«

»Einst weilte ich, Bruder, auf der Bergeshalde bei Rājagaham. Und ich erhob mich frühmorgens, nahm Mantel und Schaale und ging zur Stadt um Almosenspeise. Zu jener Zeit aber war Samiti, der Sohn einesWagenbauers, damit beschäftigt eine Radscheibe abzuhobeln, und Paṇḍuputto, ein Nackter Büßer, der vorher Wagner gewesen, stand dabei. Da kam nun der ehemalige Wagner, der Nackte Büßer Paṇḍuputto auf folgende Gedanken: ›O dass doch der Wagnersohn Samiti seinem Rade diese Rille und diesen Bug und diesen Knoten abhobeln möchte: dann würde das Rad, befreit von Rillen, Bügen und Knoten, aus reinem Kernholz bestehn‹. Und während, Bruder,{32}dem Nackten Büßer Paṇḍuputto, dem früheren Wagner, Gedanke um Gedanke erschien, hobelte der Wagnersohn Samiti seinem Rade Rille um Rille, Bug um Bug, Knoten um Knoten ab. Da ließ der Nackte Büßer Paṇḍuputto, der frühere Wagner, freudig bewegt den frohen Ruf ertönen: ›Wie aus dem Herzen heraus hobelt er mir!‹ —: Ebenso nun auch, Bruder, giebt es da Leute, die unwillig, aus Nothdurft, nicht aus Zuversicht vom Hause fort in die Hauslosigkeit gezogen sind, Häuchler, Gleißner, Scheinheilige, aufgeblasene Windbeutel, geschäftige Schwätzer und Plauderer, schlechte Hüter der Sinnesthore, ohne Rückhalt beim Mahle, der Wachsamkeit abgeneigt, gleichgültig gegen das Asketenthum, lässig in der Ordenspflicht, anspruchsvoll, aufdringlich, vor allem Gesellschaft suchend, Einsamkeit als lästige Last fliehend, matte, schwache Herzen, verworrene, unklare Köpfe, unbeständige, zerstreute Geister, Beschränkte und Stumpfe: diesen hat der ehrwürdige Sāriputto mit seiner Darstellung wie aus dem Herzen heraus gehobelt.Es giebt aber auch edle Söhne, die aus Zuversicht vom Hause fort in die Hauslosigkeit gezogen sind, keine Häuchler, keine Gleißner, keine Scheinheiligen, keine aufgeblasenen Windbeutel, keinegeschäftigen Schwätzer und Plauderer, strenge Hüter der Sinnesthore, mäßig beim Mahle, der Wachsamkeit ergeben, dem Asketenthum zugethan, eifrig in der Ordenspflicht, anspruchslos, nicht aufdringlich, vor allem Einsamkeit suchend, Gesellschaft als lästige Last fliehend, muthige, starke Herzen, einsichtige, klare Köpfe, beständige, einige Geister, Weise und Witzige: diesen war des ehrwürdigen Sāriputto Darstellung gleichsam Speise und Trank für Herz und Ohr. Trefflich, fürwahr, hast du die Ordensbrüder vor dem Unrecht gewarnt und im Recht bestärkt. Gleichwie etwa, Bruder, ein Weib oder ein Mann, jung, blühend, gefallsam, sich den Kopf wäscht, Lilien, Gelsaminen oder Windlinge pflückt, zum Kranze bindet und damit den Scheitel schmückt: ebenso nun auch, Bruder, giebt es da edle Söhne, Asketen der Zuversicht, die du trefflich, fürwahr, vor dem Unrecht gewarnt und im Recht bestärkt hast.«

So, wahrlich, ergetzten sich jene beiden Großen an gegenseitiger trefflicher Rede.

6.

Erster Theil

Sechste Rede

{33}Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Dort nun wandte sich der Erhabene an dieMönche: »Ihr Mönche!« — »Erlauchter!« antworteten da jene Mönche dem Erhabenen aufmerksam. Der Erhabene sprach also:

»Bewahret Tugend, Mönche, bewahret Reinheit: Reinheit hegend und pflegend bewahret im Handel und Wandel; vor geringstem Fehl auf der Hut schreitet beharrlich weiter Schritt um Schritt.

»Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Wär’ ich doch den Ordensbrüdern lieb und genehm, werth und gewichtig‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Hätt’ ich nur Kleidung, Nahrung, Lagerstatt und Arzeneien für den Fall einer Krankheit‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Denen, die mir da Kleidung, Nahrung, Lagerstatt und Arzeneien für den Fall einer Krankheit spenden, sollen diese Gaben hohes Verdienst bringen, hohe Förderung‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Die dahingegangenen, verstorbenen Blutsverwandten, die meiner in Liebe gedachten[6], sollen hohes Verdienst darum haben, hohe Förderung‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, einFreund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Der Unmuthslust will ich Herr sein, mich soll Unmuth nicht beherrschen, aufgestiegenen Unmuth werd’ ich siegreich überwinden‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Der Furcht und Angst will ich Herr sein, mich soll Angst und Furcht nicht beherrschen, aufgestiegene Furcht und Angst werd’ ich siegreich überwinden‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Die vier Schauungen,die das Herz erquicken, schon im Leben besäligen, könnt’ ich doch diese sehnend erlangen, in ihrer Fülle und Weite‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen,der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch:›Jene heiligen Erlösungen, die, jenseit der Formen, keinerlei Form behalten, die will ich leibhaftig erfahren und finden‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. —{34}Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Könnt’ ich doch nach Vernichtung derdrei Fesseln zur Hörerschaft gelangen, dem Verderben entronnen zielbewusst der vollen Erwachung entgegeneilen‹,dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Möcht’ ich doch nach Vernichtung der drei Fesseln, von Gier, Hass und Irre erleichtert, fast schon geläutert, nur einmal wiederkehren, nur einmal noch zu dieser Welt gekommen dem Leiden ein Ende machen‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Würd’ ich doch nach Vernichtung der fünf niederzerrenden Fesseln emporsteigen, um von dort aus zu erlöschen, nicht mehr zurückkehren nach jener Welt‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Geläng’ es mir doch, auf manigfaltige Weise Machtentfaltung zu erfahren: als nur einer etwa vielfach zu werden, und vielfach geworden wieder einer zu sein, oder sichtbar und unsichtbar zu werden; auch durch Mauern, Wälle, Felsen hindurchzuschweben wie durch die Luft; oder auf der Erde auf- und unterzutauchen wie im Wasser; auch auf dem Wasser zu wandeln ohne unterzusinken wie auf der Erde; oder auch durch die Luft sitzend dahinzufahren wie der Vogel mit seinen Fittichen; auch etwa diesen Mond und diese Sonne, die so mächtigen, so gewaltigen, mit der Hand zu befühlen und zu berühren, etwa gar bis zu den Brahmawelten den Körper in meinerGewalt zu haben‹, wünscht er sich das, ihr Mönche, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch:›Wenn ich doch mit dem himmlischen Gehör, dem geläuterten, über menschliche Gränzen hinausreichenden, beide Arten der Töne hörte, die himmlischen und die irdischen, die fernen und die nahen‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Wär’ es mir doch gegeben, der anderen Wesen, der anderen Personen Herz und Gemüth zu durchschauen und zu erkennen, das begehrliche Herz als begehrlich und das begehrlose Herz als begehrlos, das gehässige Herz als gehässig und das hasslose Herz als hasslos, das irrende Herz als irrend und das irrlose Herz als irrlos, das gesammelte Herz als gesammelt und das zerstreute Herz als zerstreut, das hochstrebende Herz als hochstrebend und das niedrig gesinnte Herz als niedrig gesinnt, das edle Herz als edel und das gemeine Herz als gemein, das beruhigte Herz als beruhigt{35}und das ruhelose Herz als ruhelos, das erlöste Herz als erlöst und das gefesselte Herz als gefesselt‹, wünscht er sich das, ihr Mönche, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Wär’ ich doch imstande, mich an manche verschiedenefrühere Daseinsform zu erinnern, als wie an ein Leben, dann an zwei Leben, dann an drei Leben, dann an vier Leben, dann an fünf Leben, dann an zehn Leben, dann an zwanzig Leben, dann an dreißig Leben, dann an vierzig Leben, dann an fünfzig Leben, dann an hundert Leben, dann an tausend Leben, dann an hunderttausend Leben, dann an die Zeiten während mancher Weltenentstehungen, dann an die Zeiten während mancher Weltenvergehungen, dann an die Zeiten während mancher Weltenentstehungen-Weltenvergehungen, ‚Dort war ich, jenen Namen hatte ich, jener Familie gehörte ich an, das war mein Stand, das mein Beruf, solches Wohl und Wehe habe ich erfahren, so war mein Lebensende, dort verschieden trat ich anderswo wieder ins Dasein, da war ich nun, diesen Namen hatte ich, dieser Familie gehörte ich an, dies war mein Stand, dies mein Beruf, solches Wohl und Wehe habe ich erfahren, so war mein Lebensende, da verschieden trat ich hier wieder ins Dasein‘, wär’ ich doch also imstande, mich an manche verschiedene frühere Daseinsform zu erinnern, mit je den eigenthümlichen Merkmalen, mit je den eigenartigen Beziehungen‹, wünscht er sich das, ihr Mönche, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Hätt’ ich doch das himmlische Auge, das geläuterte, über menschliche Gränzen hinausreichende, die Wesen zu sehn, wie sie dahinschwinden und wiedererscheinen, gemeine und edle, schöne und unschöne, glückliche und unglückliche, säh’ ich doch wie die Wesen je nach denThaten wiederkehren, ‚Diese lieben Wesen sind freilich in Thaten dem Schlechten zugethan, in Worten dem Schlechten zugethan, in Gedanken dem Schlechten zugethan, tadeln Heiliges, achten Verkehrtes, thun Verkehrtes, bei der Auflösung des Leibes, nach dem Tode, gelangen sie auf den Abweg, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in untere Welt, jene lieben Wesen sind aber in Thaten dem Guten zugethan, in Worten dem Guten zugethan, in Gedanken dem Guten zugethan, tadeln nicht Heiliges, achten Rechtes, thun Rechtes, bei der Auflösung des Leibes, nach dem Tode, gelangen sie auf gute Fährte, in sälige Welt‘, könnt’ ich doch also mit dem himmlischen Auge, dem geläuterten, über menschliche Gränzen hinausreichenden, die Wesen erkennen, wie sie dahinschwinden und wiedererscheinen, gemeine und edle,schöne und hässliche, glückliche und unglückliche, säh’ ich doch wie die Wesen je nach den Thaten wiederkehren‹, wünscht er sich das, ihr Mönche, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein. — Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: ›Könnt’ ich doch den Wahn versiegen und die wahnlose Gemütherlösung, Weisheiterlösungnoch bei Lebzeiten mir offenbar machen,{36}verwirklichen und erringen‹, dann soll er nur vollkommene Tugend üben, innige Geistesruhe erkämpfen, der Schauung nicht widerstreben, durchdringenden Blick gewinnen, ein Freund leerer Klausen sein.

»›Bewahret Tugend, Mönche, bewahret Reinheit: Reinheit hegend und pflegend bewahret im Handel und Wandel; vor geringstem Fehl auf der Hut schreitet beharrlichweiter Schritt um Schritt‹:wurde das gesagt, so war es darum gesagt.«

Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.

7.

Erster Theil

Siebente Rede

Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: »Ihr Mönche!« — »Erlauchter!« antworteten da jene Mönche dem Erhabenen aufmerksam. Der Erhabene sprach also:

»Gleichwie etwa, Mönche, wenn der Färber ein Kleid nähme, das besudelt und voller Flecken ist, und tauchte es in eine Farbenlösung, in diese oder in jene, in eine blaue oder in eine gelbe, in eine rothe oder in eine violette, da könnt’ es nur schlechte, nur unreine Färbung gewinnen, und warum? Weil das Kleid, ihr Mönche, nicht rein ist: — Ebenso nun auch, ihr Mönche, ist bei besudeltem Herzen ein schlechter Ausgang zu erwarten.

»Gleichwie etwa, Mönche, wenn der Färber ein Kleid nähme, das sauber und rein ist, und tauchte es in eine Farbenlösung, in diese oder in jene, in eine blaue oder in eine gelbe, in eine rothe oder in eine violette,da könnt’ es nur gute, nur reine Färbung gewinnen, und warum? Weil das Kleid, ihr Mönche, rein ist: — Ebenso nun auch, ihr Mönche, ist bei unbesudeltem Herzen ein guter Ausgang zu erwarten.

»Was ist nun, ihr Mönche, Trübung des Herzens? Verderbte Selbstsucht ist Trübung des Herzens, Bosheit ist Trübung des Herzens, Zorn ist Trübung des Herzens, Niedertracht ist Trübung des Herzens, Häuchelei ist Trübung des Herzens, Neid ist Trübung des Herzens, Eiferung ist Trübung des Herzens, Eigensucht ist Trübung des Herzens, Trug ist Trübung des Herzens, Tücke ist Trübung des Herzens, Starrsinn ist Trübung des Herzens, Ungestüm ist Trübung des Herzens, Dünkel ist Trübung des Herzens, Uebermuth ist Trübung des Herzens,{37}Lässigkeit ist Trübung des Herzens, Leichtsinn ist Trübung des Herzens.

»Ein Mönch nun, ihr Mönche, der eingesehn hat, dass verderbte Selbstsucht Trübung des Herzens sei, der verleugnet die verderbte Selbstsucht, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Bosheit Trübung des Herzens sei, der verleugnet die Bosheit, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Zorn Trübung des Herzens sei, der verleugnet den Zorn, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Niedertracht Trübung des Herzens sei, der verleugnet die Niedertracht, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Häuchelei Trübung des Herzens sei, der verleugnet die Häuchelei, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Neid Trübung des Herzens sei, der verleugnet den Neid, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Eiferung Trübung des Herzens sei, der verleugnet die Eiferung,die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Eigensucht Trübung des Herzens sei, der verleugnet die Eigensucht, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Trug Trübung des Herzens sei, der verleugnet den Trug, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Tücke Trübung des Herzens sei, der verleugnet die Tücke, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Starrsinn Trübung des Herzens sei, der verleugnet den Starrsinn, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Ungestüm Trübung des Herzens sei, der verleugnet den Ungestüm, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Dünkel Trübung des Herzens sei, der verleugnet den Dünkel, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Uebermuth Trübung des Herzens sei, der verleugnet den Uebermuth, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Lässigkeit Trübung des Herzens sei, der verleugnet die Lässigkeit, die Trübung des Herzens; der eingesehn hat, dass Leichtsinn Trübung des Herzens sei, der verleugnet den Leichtsinn, die Trübung des Herzens.

»Hat nun, ihr Mönche, ein Mönch die verderbte Selbstsucht als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, die Bosheit als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, den Zorn als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, die Niedertracht als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, die Häuchelei als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, den Neid als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, die Eiferung als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, die Eigensucht als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, den Trug als Trübung des Herzens erkanntund verleugnet, die Tücke als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, den Starrsinn als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, den Ungestüm als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, den Dünkel als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, den Uebermuth als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, die Lässigkeit als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet, den Leichtsinn als Trübung des Herzens erkannt und verleugnet; so ist seine Liebe zum Erwachten erprobt, derart zwar: ›Das ist der Erhabene, Heilige, vollkommen Erwachte, der Wissens- und Wandelsbewährte, der Willkommene, der Welt Kenner, der unvergleichliche Leiter der Männerheerde, der Meister der Götter und Menschen, der Erwachte, der Erhabene‹; ist seine Liebe zurWahrheit erprobt: ›Wohl kundgethan ist vom Erhabenen die Wahrheit, die ersichtliche, zeitlose, anregende, einladende, den Verständigen von selbst verständlich‹; ist seine Liebe zu den Jüngern erprobt: ›Wohl vertraut ist beim Erhabenen die Jüngerschaar, ehrlich vertraut ist beim Erhabenen die Jüngerschaar, recht vertraut ist beim Erhabenen die Jüngerschaar, geziemend vertraut ist beim Erhabenen die Jüngerschaar, und zwar vier Paare der Menschen, nach acht Arten von Menschen: das ist des Erhabenen Jüngerschaar, die Opfer und Spende, Gabe und Gruß verdient, heiligste Stätte der Welt ist‹. Die Rücksicht aber hat er abgethan, abgelegt, abgelöst, verleugnet, verworfen.

»‚Meine Liebe zum Erwachten ist erprobt‘: also gewinnt er Verständniss des Sinnes, Verständniss der Wahrheit, verständnissreife Wahrheitwonne. DieseWonne besäligt ihn. Des Besäligten Körper wird still. Der Körpergestillte fühlt Heiterkeit. Des Heiteren Herz wird einig.

»‚Meine Liebe zurWahrheit ist erprobt‘: also gewinnt er Verständniss des Sinnes, Verständniss der Wahrheit, verständnissreife Wahrheitwonne. Diese Wonne besäligt ihn. Des Besäligten Körper wird still. Der Körpergestillte fühlt Heiterkeit. Des Heiteren Herz wird einig.

{38}»‚Meine Liebe zu den Jüngern ist erprobt‘: also gewinnt er Verständniss des Sinnes, Verständniss der Wahrheit, verständnissreife Wahrheitwonne. Diese Wonne besäligt ihn. Des Besäligten Körper wird still. Der Körpergestillte fühlt Heiterkeit. Des Heiteren Herz wird einig.

»‚Und die Rücksicht, die hab’ ich abgethan, abgelegt, abgelöst, verleugnet, verworfen‘: also gewinnt er Verständniss des Sinnes, Verständniss der Wahrheit, verständnissreife Wahrheitwonne. Diese Wonne besäligt ihn. Des Besäligten Körper wird still. Der Körpergestillte fühlt Heiterkeit. Des Heiteren Herz wird einig.

»Ein Mönch nun, ihr Mönche, dem solche Tugend, solche Wahrheit, solche Weisheit eignet, mag auch Almosenspeise genießen, die aus gesichtetem Reis schmackhaft und würzig bereitet ist, und es schadet ihm nicht. Gleichwie etwa, Mönche, ein Kleid, das besudelt und voller Flecken ist, in klarem Wasser gewaschen sauber und rein wird, oder im Schmelztiegel gesottenes Gold gediegen und lauter wird: ebenso nun auch, ihr Mönche, mag ein Mönch, dem solche Tugend, solche Wahrheit, solche Weisheit eignet, auch Almosenspeise genießen,die aus gesichtetem Reis schmackhaft und würzig bereitet ist, und es schadet ihm nicht.

»Liebevollen Gemüthes weilend strahlt er nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wiedererkennend durchstrahlt er die ganze Welt mit liebevollem Gemüthe, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem.

»Erbarmenden Gemüthes weilend strahlt er nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wiedererkennend durchstrahlt er die ganze Welt mit erbarmendem Gemüthe, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem.

»Freudevollen Gemüthes weilend strahlt er nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wiedererkennend durchstrahlt er die ganze Welt mit freudevollem Gemüthe, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem.

»Unbewegten Gemüthes weilend strahlt er nach einer Richtung, dann nach einer zweiten, dann nach der dritten, dann nach der vierten, ebenso nach oben und nach unten: überall in allem sich wiedererkennend durchstrahlt er die ganze Welt mit unbewegtem Gemüthe, mit weitem, tiefem, unbeschränktem, von Grimm und Groll geklärtem.

»‚So ist es‘, versteht er, ‚Gemeines ist da undEdles ist da, und es giebt eine Freiheit, höher als diese sinnliche Wahrnehmung‘. Und in solchem Schauen, in solchem Anblicke wird sein Herz erlöst vom Wunscheswahn, erlöst vom Daseinswahn, erlöst vom Nichtwissenswahn. ›Im Erlösten ist die Erlösung‹, diese Erkenntniss geht auf. ›Versiegt ist die Geburt, vollendet das Asketenthum, gewirkt das Werk, nicht mehr ist diese Welt‹ versteht er da.{39}Den nennt man, ihr Mönche, einen Mönch, gebadet im inneren Bade.«

Zu jener Zeit aber hatte der Brāhmane Sundariko Bhāradvājo in der Nähe des Erhabenen Platz genommen. Da wandte sich nun der Brāhmane Sundariko Bhāradvājo an den Erhabenen und sprach:

»Geht wohlHerr Gotamo in die Bāhukā baden?«

»Was ist’s mit der Bāhukā, Brāhmane, was soll die Bāhukā?«

»Läuterung glaubt man, o Gotamo, wirke die Bāhukā, Heiligung glaubt man, o Gotamo, wirke die Bāhukā, in den Wellen der Bāhukā wasche man seine Schuld ab.«

Da wandte sich nun der Erhabene an den Brāhmanen Sundariko Bhāradvājo und sagte in Sprüchen:


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