[60]Ebendas. S. 289 u. S. 293.
[60]Ebendas. S. 289 u. S. 293.
Ich habe zu den Untersuchungen von Demarçay Folgendes zu bemerken:
Der Stoff, den ich als Choleinsäure bezeichnet habe, ist die Galle selbst, getrennt von den anorganischen Bestandtheilen (Salze u. s. w.), die sie enthält; durch Bleiessig, bei Gegenwart von Ammoniak, treten alle ihre organischen Bestandtheile an Bleioxyd, indem sie sich damit zu einem unlöslichen, harzartigen Niederschlage verbinden; der mit dem Bleioxyd verbundene Körper enthält allen Kohlenstoff und Stickstoff der Galle. Was ich mit Choloidinsäure bezeichnet habe, ist die Substanz, welche man erhält, wenn die durch Alkohol von den darin unlöslichen Stoffen befreite Galle mit einem Uebermaße von Salzsäure im Sieden erhalten wird. Diese Substanz enthält allen Kohlenstoff und Wasserstoff der Galle, bis auf diejenige Mengen dieser Elemente, welche in der Form von Taurin und Ammoniak ausgetreten sind. Die Cholinsäure enthält die Bestandtheile der Galle, von denen sich die Elemente des kohlensauren Ammoniaks getrennt haben.
Diese drei Stoffe enthalten also die Producte der Metamorphose der ganzen Galle, ihre Formeln drücken die Anzahl der Elemente ihrer Bestandtheile aus. Keiner davon ist in der Form, in der wir ihn gewinnen, fertig gebildet in der Galle enthalten; ihre Elemente sind in einer andern Weise mit einander verbunden wie in der Galle, allein die Art, wie sie geordnet sind, hat auf die Festsetzung ihres relativen Verhältnisses durch die Analyse nicht den geringsten Einfluß. In der Formel selbst liegt demnach keine Hypothese, sie ist ein reiner Ausdruck der Analyse. Aus wieviel verschiedenen Substanzen die Choleinsäure, Choloidinsäure u. s. w. auch bestehen mag, die relative Anzahl ihrer Elemente zusammengenommen wird durch die aufgefundene Formel ausgedrückt.
Die Untersuchung der Producte, welche aus der Galle durch die Einwirkung der Luft und chemischer Agentien hervorgebracht werden, können für pathologische Zustände von Wichtigkeit werden, allein bis auf das allgemeine Verhalten der Galle ist die Kenntniß dieser Producte dem Physiologen völlig unnütz, es ist eine Last, die ihm das Voranschreiten erschwert. Von keinem einzigen der 38 oder 40 Stoffe, in die man die Galle zerlegt hat, läßt sich mit Gewißheit behaupten, daß er fertig gebildet darin enthalten ist, von den meisten weiß man mit Bestimmtheit, daß sie Erzeugnisse der Materien sind, die man darauf einwirken ließ.
Die Galle enthält Natron, allein sie ist eine Natronverbindung der merkwürdigsten Art; wenn wir ihre in Alkohollöslichen organischen Bestandtheile an Bleioxyd binden und das Bleioxyd wieder davon scheiden, so haben wir einen Körper (Choleinsäure), der mit Natron zusammengebracht eine der Galle dem Geschmacke nach ähnliche Verbindung wieder bildet, allein es ist keine Galle mehr; die Galle kann mit Pflanzensäuren, ja mit verdünnten Mineralsäuren, vermischt werden, ohne Trübung, ohne einen Niederschlag zu bilden, während die ebenerwähnte Verbindung der Choleinsäure durch die schwächsten Säuren zersetzt und alle Choleinsäure wieder abgeschieden wird. Die Galle ist demnach keineswegs als choleinsaures Natron zu betrachten. In welchem Zustande, kann man weiter fragen, ist das Cholsterin, die Margarin- und Talgsäure, die man darin nachweis’t, in der Galle enthalten? Das Cholsterin ist in Wasser nicht löslich, mit Alkalien nicht verseifbar, die Verbindungen der genannten, fetten Säuren mit Alkalien, wären sie wirklich als Seifen in der Galle enthalten, sie müßten durch Säuren mit der größten Leichtigkeit abgeschieden werden. Allein es erfolgt durch verdünnte Säuren keine Abscheidung von Margarin- oder Talgsäure.
Es ist möglich, daß in neuen und wiederholten Untersuchungen Abweichungen in der procentischen Zusammensetzung, von der in den analytischen Entwicklungen gegebenen sich herausstellen werden, allein auf die Formel selbst kann dies nur von geringem Einfluß sein; wenn das relative Verhältniß des Kohlenstoffs zum Stickstoff sich nicht ändert, so werden sich diese Abweichungen auf den Sauerstoff und Wasserstoffgehalt beschränken; man wird alsdann für die Auseinandersetzungenin Formeln annehmen müssen, daß mehr Wasser oder mehr Sauerstoff, oder weniger Wasser und weniger Sauerstoff an der Metamorphose der Gebilde Antheil nehmen, allein die Wahrheit der Entwicklungen selbst wird hierdurch nicht gefährdet.
Note 32.Seite 137.
Zusammensetzung der Cholinsäure[F61].
[61]Ebendaselbst Bd.XXVII.S. 295.
[61]Ebendaselbst Bd.XXVII.S. 295.
Note 33.S. 139.
Zusammensetzung der Hauptbestandtheile des Harns der Menschen und Thiere.
Harnsäure.
[62]Annal. der Pharm. Bd.X.S. 47.[63]Poggend. Annal. Bd.XXXIII.S. 335.
[62]Annal. der Pharm. Bd.X.S. 47.
[63]Poggend. Annal. Bd.XXXIII.S. 335.
Alloxan[F64].Product der Oxydation der Harnsäure.
[64]Annal. der Pharm. Bd.XXVI.S. 260.
[64]Annal. der Pharm. Bd.XXVI.S. 260.
Harnstoff.
[65]Thoms. Ann. T. XI. p.352.[66]Poggend. Ann. Bd.XX.S. 375.
[65]Thoms. Ann. T. XI. p.352.
[66]Poggend. Ann. Bd.XX.S. 375.
Krystallisirte Hippursäure.
[67]Annal. d. Pharm. Bd.XII.S. 20.[68]Ann. de Chim. et de Phys. T. LVII. p.327.[69]Pogg. Ann. Bd.XXXIII.S. 335.
[67]Annal. d. Pharm. Bd.XII.S. 20.
[68]Ann. de Chim. et de Phys. T. LVII. p.327.
[69]Pogg. Ann. Bd.XXXIII.S. 335.
Allantoin[F70].
[70]Ann. der Pharm. Bd.XXVI.S. 215.
[70]Ann. der Pharm. Bd.XXVI.S. 215.
Harnoxyd[F71].
[71]Annal. der Pharm. Bd.XXVI.S. 344.
[71]Annal. der Pharm. Bd.XXVI.S. 344.
Cysticoxyd[F72].
[72]Annal. der Pharm. Bd.XXVII.S. 200.
[72]Annal. der Pharm. Bd.XXVII.S. 200.
Das Cystic-Oxyd ist durch seinen Schwefelgehalt ganz besonders ausgezeichnet vor allen anderen in der Harnblase vorkommenden Concretionen. Es läßt sich mit Bestimmtheitdarthun, daß der Schwefel in diesem Körper weder im oxydirten Zustande noch in der Form einer Cyanverbindung enthalten ist, und in dieser Beziehung ist die Bemerkung vielleicht nicht ohne Interesse, daß 4 Atome Cystic-Oxyd die Elemente von Harnsäure, Benzoesäure, Schwefelwasserstoff und Wasser enthalten, lauter Substanzen, deren Erzeugbarkeit im Thierorganismus keinem Zweifel unterliegt.
Ein vortreffliches Mittel, um bei Harnsteinen die Gegenwart des Cysticoxyds darzuthun ist folgendes:
Man lös’t den fraglichen Harnstein in starker Kalilauge auf und setzt einige Tropfen essigsaures Bleioxyd hinzu, nicht mehr als Bleioxyd in Auflösung erhalten werden kann. Beim Kochen dieser Mischung entsteht ein schwarzer Niederschlag von Schwefelblei, der ihr das Ansehen von Dinte giebt. Es entwickelt sich hierbei eine reichliche Menge Ammoniak; die alkalische Flüssigkeit enthält unter anderen Producten Oxalsäure.
Note 34.Seite 139.
Zusammensetzung der Oxalsäure, Oxalursäure und der Parabansäure.
Oxalsäure.
Oxalursäure[F73].
[73]Annal. der Pharm. Bd.XXVI.S. 289.
[73]Annal. der Pharm. Bd.XXVI.S. 289.
Parabansäure[F74].
[74]Ebendaselbst S. 286.
[74]Ebendaselbst S. 286.
Note 35.S. 141.
Zusammensetzung des gebratenen Fleisch’s.
Note 36.S. 144.
Die FormelC27H42N9O10giebt nämlich in 100 Theilen:
Die Zusammensetzung des Leims s.Note 28.
Note 37.S. 158.
Zusammensetzung der Lithofellinsäure[F75]
[75]Annal. der Chem. u. Pharm. Bd.XXXIX.S. 242. Bd.XLI.S. 154.
[75]Annal. der Chem. u. Pharm. Bd.XXXIX.S. 242. Bd.XLI.S. 154.
Note 38.Seite 181.
Zusammensetzung des Solanins aus Kartoffelkeimen[F76].
[76]Annal. der Pharm. Bd.V.S. 150.
[76]Annal. der Pharm. Bd.V.S. 150.
Note 39.Seite 181.
Zusammensetzung des Picrotoxins[F77].
[77]In einer andern Analyse erhieltFrancis0,75pCt.Stickstoff. Das zu den Analysen verwandte Picrotoxin war theilweise aus der Fabrik des HerrnMerckin Darmstadt, theils von HerrnFrancisdargestellt; es war vollkommen weiß und schon krystallisirt. —Regnaultfand bekanntlich keinen Stickstoff in dem Picrotoxin.
[77]In einer andern Analyse erhieltFrancis0,75pCt.Stickstoff. Das zu den Analysen verwandte Picrotoxin war theilweise aus der Fabrik des HerrnMerckin Darmstadt, theils von HerrnFrancisdargestellt; es war vollkommen weiß und schon krystallisirt. —Regnaultfand bekanntlich keinen Stickstoff in dem Picrotoxin.
Note 40.Seite 181.
Zusammensetzung des Chinins.
Note 41.Seite 182.
Zusammensetzung des Morphins[F78].