Achtes Kapitel.

Achtes Kapitel.Als ich Herrn Forest nach unserer letzten Unterredung verlassen hatte, war ich teils durch seine Auseinandersetzungen,teils durch meine eigenen Wahrnehmungen überzeugt worden, daß der Kommunismus nicht, wie Dr. Leete behauptete, das tausendjährige Reich menschlicher Glückseligkeit herbeigeführt, sondern im Gegenteil die Menschheit in vielen Beziehungen erniedrigt hatte.Es war mir klar, daß ich mit Dr. Leete offen über den Wechsel meiner Ansichten sprechen und meine Stellung als Professor im Shawmut-College aufgeben mußte, ohne Rücksicht auf die jedenfalls unausbleiblichen übeln Folgen.Dr. Leete hatte mich mit großer Güte behandelt. Ich war überzeugt, daß mein liebenswürdiger Gastfreund mir auch dann seine Freundschaft geschenkt haben würde, wenn ich mich nicht gleich vom Anbeginn für den Kommunismus begeistert hätte. Er würde andere Ansichten sicherlich geduldet haben, wenn ich nur die Regierung nicht offen bekämpft hätte. Vielleicht hätte er sogar in meine Verbindung mit Edith gewilligt. Ganz anders lagen aber die Verhältnisse jetzt. Der Wechsel meiner Ansichten mußte für Dr. Leete im höchsten Grade unangenehm werden. Er hatte mich als einen Mann empfohlen, der sich besonders zum Nachfolger Forests als Professor der Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts eigne. Meine Ernennung war lediglich eine Folge seiner Empfehlung und mein Abfall vom Kommunismus mußte notwendigerweise das Ansehen schädigen, dessen Dr. Leete sich bisher erfreute. Es war mir nicht zweifelhaft, daß mein Gastfreund das tief empfinden würde. Mein plötzlicher Meinungswechsel in Bezug auf die Gesellschaftsordnung war ja nur eine Folge meiner Unkenntnis volkswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Lehren und Erfahrungen. Nichts destoweniger mußte mein Abfall mir in der Leete’schen Familie und in den politischen Kreisen außerordentlich schaden. War man nicht gezwungen, mich für einen oberflächlichen, faden und undankbaren Menschen zu halten, der sich nicht nur in wenigen Wochen aus einem begeisterten Anhänger der Gütergemeinschaft in einen entschiedenen Gegner dieser Lehre verwandelt, sondern durch sein Verhalten auch seinen wohlwollenden Freund in eine sehr peinliche Lage gebracht hatte?Und was mußte Edith von meinem Gesinnungswechsel und von meinem Rücktritt aus der Professur denken? Sie liebte und verehrte ihren Vater. Würde ihre junge Neigung zu mir sich in diesem schweren Kampfe lebenskräftig zeigen? Meine blinde Begeisterung für die neue Ordnung der Dinge war von der Regierungspresse dem ganzen Lande verkündet worden. Man hatte besonderes Gewicht darauf gelegt, daß gerade ich, ein lebender Zeuge der früheren Gesellschaftsordnung, ein fanatischer Anhänger des Kommunismus geworden wäre. Mein Abfall von dieser Lehre, gleich nachdem ich mit ihr und den Folgen ihrer Durchführung näher vertraut geworden war, versetzte die Presse der Regierung in eine sehr peinliche, fast komische Lage. Es war vorauszusehen, daß man mich als einen grundsatzlosen Demagogen, vielleicht sogar als einen gefährlichen Schurken behandeln würde. Ich mußte natürlich erwarten, daß man mich in die zweite Abteilung eines dritten Grades stecken und mir die denkbar unangenehmste Arbeit zuerteilen würde; — wenn man mich nicht gar in ein Tollhaus brachte. Konnte ich noch daran denken, Edith Leete, welche im Hause ihres angesehenen Vaters wie eine Blume in einem wohlgepflegten Garten aufgewachsen war, aufzufordern, das Schicksal eines Mannes zu teilen, der von den Menschen entweder als ein flachköpfiger Schwätzer oder als ein grundsatzloser Heuchler angesehen werden mußte, für den eine Stellung in der zweiten Abteilung des dritten Grades eigentlich noch viel zu gut war?Die Furcht, Ediths Liebe zu verlieren, drängte eine Zeitlang alle meine andern Gedanken in den Hintergrund; denn in Edith Leete liebte ich Edith Bartlett und die Vorstellung, daß Edith sich von mir abwenden könnte, legte sich wie ein Alp auf mein Herz. Niemals in meinem Leben hatte ich mich so hoffnungslos elend gefühlt, wie auf meinem Wege zum Hause des Dr. Leete nach meiner letzten Unterredung mit Herrn Forest.Einen Augenblick erwog ich den Gedanken, meinem elenden,aussichtslosen Dasein mit eigener Hand ein Ende zu machen; dann aber entschloß ich mich, mein Schicksal wie ein Mann zu tragen. So schritt ich denn Dr. Leetes Hause zu, entschlossen, meine Freunde nicht zu täuschen und meine Schuldigkeit als Mann von Ehre zu thun.Ich fand Dr. Leete, der sonst immer freundlich und gefaßt erschien, in aufgeregter Stimmung. Er blickte sorgenvoll und drohend zugleich drein. Ehe ich ihn anreden konnte, blieb er auf dem Wege durch das Zimmer vor mir stehen und sagte:„Ich habe die glaubwürdige Nachricht erhalten, daß unser gemeinschaftlicher Freund Fest einen Aufstand der Radikalen veranlassen möchte. Während der letzten Tage haben mehrere geheime Versammlungen stattgefunden und ich weiß,daßFest die Absicht hat, den Anfang hier in Boston zu machen.“„Wie wollen Sie sein Vorhaben vereiteln?“ fragte ich. „Wollen Sie die Bürger aufrufen und die Verschwörer verhaften lassen? Ich stehe jedenfalls zu Ihren Diensten,“ fügte ich hinzu, sehr froh, meinem Gastfreunde wenigstens gegen die Radikalen dienstwillig sein zu können. Denn ich verabscheute deren Lehren noch mehr als deren Führer.„Ich bezweifle, daß es politisch klug wäre, einen Aufruf an die Bürger zu erlassen,“ entgegnete der Doktor. „Durch einen solchen Schritt würde man der Verschwörung zu viel Bedeutung verleihen. Ich wollte, ich hätte diesen Fest unter ärztliche Behandlung gestellt, gleich nachdem er zum letztenmale mein Haus verließ. Er allein ist gefährlich. Sein Anhang bedeutet an sich nicht viel. Aber unter der Führung eines Menschen, der, wie Fest, eine gewisse rohe Beredsamkeit mit Kühnheit und persönlicher Kraft verbindet, kann eine Empörung immerhin gefährlich werden. Um das zu verhüten, habe ich Auftrag gegeben, den Hauptverschwörer zu verhaften und ihn an einem sichern Platze unter ärztliche Behandlung zu nehmen.“Ich konnte diesen Schritt nicht gutheißen, obschon derselbe Erfolg versprach. Unangenehm berührte es mich, daß man einen politischen Feind nicht offen als solchen behandeln und unschädlich machen wollte, sondern daß man auch hier wieder von Heilanstalt und ärztlicher Behandlung faselte. Ich hielt es indes für nutzlos, in diesem Augenblicke meine Ansichten über diese Behandlungsart politischer Gegner auseinander zu setzen und fragte Herrn Leete nur, ob er einige Minuten für meine Angelegenheiten übrig habe. Ich hielt es für meine Pflicht, nunmehr offen mit Ediths Vater zu sprechen.Mit seiner gewöhnlichen Güte wandte Dr. Leete sich zu mir und bat mich, wenn es mir nicht unangenehm sei, die Unterredung auf den nächsten Morgen zu verschieben.Ich gab meine Zustimmung.Wir gingen in das Speisezimmer und setzten uns zu Tische. Frau Leete hatte aus dem Kochhause ein leichtes Abendbrot holen lassen; aber niemand bekundete irgendwelche Eßlust. Wir alle waren in unruhiger Stimmung.Dr. Leete blickte auf seine Uhr.„Fest sollte sich jetzt bereits unter der Obhut der Beamten und Ärzte befinden,“ sagte er. „Ich erwarte einen Bericht.“Nachdem einige weitere Minuten in unruhiger Erwartung vergangen waren, hörten wir Lärm auf der Straße. Eine große Volksmenge schien sich dem Hause zu nähern.Die Hausthür wurde geöffnet und ein lärmender Volkshaufe füllte den Flur sowie das Speisezimmer. An der Spitze befand sich Fest, welcher offenbar einen heißen Kampf bestanden hatte. Sein wollenes Hemd war zerrissen und das Schlächterbeil, welches er in seiner Rechten hielt, triefte von Blut.„Hier bin ich wieder, Dr. Leete,“ rief er mit seiner mächtigen, etwas heisern Stimme. „Ich habe Sie gewarnt und Ihnen gesagt, daß ich Ihr Haus nie wieder als Freund betreten würde. Und da Sie, verfluchter alter heuchlerischer Tyrann Befehl gegeben haben, mich gesunden Menschen in ein Tollhaus zu sperren, so habe ich beschlossen, daß Sie heute Abend noch sterben sollen. Das Volk von Boston soll von Ihrer Tyrannei befreit werden.“Ich ergriff ein Messer und trat an Dr. Leetes Seite, entschlossen, ihn mit meinem Leibe zu decken.Aber in diesem Augenblicke wurde die Aufmerksamkeit des Menschenhaufens durch Forest in Anspruch genommen, der sich durch die Menge drängte, auf den Eßtisch sprang und ohne Zeitverlust rief: „Ihr alle kennt mich und wißt, daß ich ein Feind dieses Mannes bin.“ Dabei wies er auf Dr. Leete. „Weil ich unsere elende Regierung nicht verteidigen wollte, wurde ich aus meiner Professorenstellung verdrängt und Dr. Leete war es, der mir eine Hausknechtsstelle in der Universität anwies.“„Das sieht dem miserablen alten Kerl ähnlich,“ schrie ein schmutzig aussehender Bursche.„Deshalb sage ich: Nieder mit einer Regierung, welche die freie Rede erwürgen wollte!“ redete Forest weiter. „Nieder mit der Tyrannei! Aber laßt uns diesen jämmerlichen alten Sünder nicht abschlachten. Es ist kräftiger, bewaffneter Männer, wie wir es sind, ganz unwürdig, einen unbewaffneten, alten Menschen zu töten. Wir wollen ihn in dasselbe Tollhaus sperren, in welches er unseren Freund Fest schicken wollte.“„Ja! So ist es recht! Sperrt ihn in ein Tollhaus!“ brüllten die Radikalen.Es war klar, daß Forest versuchte, Dr. Leetes Leben zu retten. Mein Blick glitt zu Edith hinüber. Sie war totenbleich, aber gefaßt. Sie hatte ihren linken Arm um ihren Vater geschlungen und ihr Auge begegnete dem meinigen freundlich wie immer. Unglücklicherweise bemerkte Fest diesen Blick Ediths und seine Eifersucht brach mit erneuter Wut los.„Ihr verdammten Narren,“ schrie er mit vor Grimm fast erstickter Stimme. „Merkt ihr denn nicht, daß dieser Forest den Versuch macht, das Leben jenes verschmitzten und gefährlichen alten Tyrannen zu retten? Aber das soll ihm nicht gelingen. Als meinen Anteil an der Beute verlange ich das Leben Leetes und seine lebendige Tochter.“„Thue, was du willst, Bob,“ riefen einige aus dem Haufen.„Verlassen Sie dieses Haus, Forest,“ befahl Robert Fest. „Ich hege keinen Groll gegen Sie. Wenn Sie aber meinen Weg kreuzen, werden Sie die Folgen zu tragen haben.“„So lange ich lebe, sollen Sie in diesem Hause und an diesem alten Manne nicht zum Mörder werden,“ entgegnete Forest. „Sie sollten sich schämen, Fest! Ihr Benehmen ist eines Mannes von Ehre ganz unwürdig.“„Schweig, du Narr,“ schrie Fest wütend. „Der heuchlerische Schurke Leete hat das Volk lange genug geknechtet. Er muß sterben und wenn du dich nicht aus dem Wege machst, wirst du mit ihm zur Hölle fahren.“Ein Zorn, wie ich ihn nie zuvor empfunden, riß mich hin.„Was hat dieser alte Mann gethan, um deinen Blutdurst zu erregen, du gemeiner, grausamer Feigling,“ rief ich, auf Fest zuspringend, um ihm mein Messer in die Brust zu stoßen. Aber ein Dutzend Fäuste entwaffnete mich, während Fest befahl:„Steckt den Jubelgreis in einen Sack und werft ihn in den Hafen. Obschon ich in den Augen des Professors kein Mann von Ehre bin, halte ich doch mein Wort und ich habe dem ausgegrabenen Gespenst versprochen, daß ich es wie einen jungen Hund ersäufen würde, wenn er mir wieder zwischen die Beine läuft.“Er erhob seine blutige Axt und schritt auf Dr. Leete zu, der bewegungslos dastand, seine grauen Augen auf den rohen Feind gerichtet.Noch einmal versuchte Forest das Leben des alten Herrn zu retten, indem er sich vor diesen stellte; aber ein Kerl mit struppigem Bart und kleinen, viehisch funkelnden Augen begrub ein langes Messer in Forests treuer Brust. Mit den Worten: „Wir sind quitt, Leete,“ stürzte er zu Boden.Edith rang mit zwei Männern, welche versuchten, sie von ihrem Vater fortzuführen, als Fests Fleischeraxt auf das graue Haupt Dr. Leetes niederfiel.Ohne einen Laut von sich zu geben, brach er tot zusammen.Edith stieß einen lauten Schrei aus und verlor die Besinnung. Fest fing sie in seinem mit dem Blute ihres Vaters bespritzten Arme auf.„Sie weigerte sich, mein Weib zu werden,“ sagte er mit einem gleichzeitig rohen und boshaften Grinsen. „Jetzt ist sie mein, ohne die alberne Eheschließerei.“Und während er, Edith forttragend, zur Thür schritt, rief er seinen Genossen zu: „Schlagt alle Freunde der Regierung tot, meine Jungen! In einer Stunde werde ich euch auf dem Rathause treffen.“Ich machte eine letzte, verzweifelte Anstrengung, die Männer von mir abzuschütteln, welche mich festhielten und — erwachte am 31. Mai 1887 in meinem Bette. An meiner Seite befanden sich ein Arzt und mein Diener Sawyer, welche längere Zeit vergeblich versucht hatten, mich aus meinem tiefen durch den Mesmeristen veranlaßten Schlaf zu erwecken.Mehr als eine Stunde verging, bis ich mein Denkvermögen wieder erlangt hatte; dann aber machte ein tiefer Seufzer meiner Beklemmung ein Ende.Mit Blitzesschnelle jagten alle Einzelheiten meines anziehenden und doch auch schrecklichen Traumes an meinem Geiste vorüber. Wiederum wog ich die Gründe, welche Dr. Leete und Forest für ihre Ansichten vorgeführt hatten, gegen einander ab und ich fühlte mich unendlich glücklich bei dem Bewußtsein, daß ich im neunzehnten Jahrhundert und nicht in dem Kommunistenstaate lebte, der mir wie ein riesiges Zuchthaus am Abende vor einem Aufstande der Sträflinge erschien.„Lieber will ich doch in der Freiheit schwer arbeiten, als täglich in einem gefängnisartigen Dasein einige Stunden mehr müßig zu gehen,“ sagte ich, in Betrachtungen versunken, zu mir selbst. „Denn die Arbeit ist kein Übel!Und ehe ich mich unter die kommunistische Sklaverei beuge, will ichlieber einige Jahre länger thätig sein und auf einige Lebensannehmlichkeiten verzichten. Die meisten Genüsse, nach welchen wir streben, erscheinen ohnehin am begehrenswertesten, solange wir uns ihrer nicht erfreuen. Wenn wir das Erstrebte erreicht haben und an den Genuß gewöhnt sind, verliert er fast immer jeden Reiz.“Ich beschloß, künftighin mein bestes Können für die Förderung alles dessen einzusetzen, was der Menschheit zum Heile gereichen muß; vor allem aber zur Zufriedenheit zu mahnen, welche die einzige verläßliche Grundlage für menschliches Wohlbehagen bildet. Glückseligkeit ist ja viel unabhängiger von Wohlstand, als viele glauben; ja in Wirklichkeit scheitert das Wohlbehagen nur zu oft an Ruhm und Reichtum. Ob wir uns glücklich fühlen, oder nicht, das hängt großenteils von unserer Lebensauffassung ab.Ende.

Als ich Herrn Forest nach unserer letzten Unterredung verlassen hatte, war ich teils durch seine Auseinandersetzungen,teils durch meine eigenen Wahrnehmungen überzeugt worden, daß der Kommunismus nicht, wie Dr. Leete behauptete, das tausendjährige Reich menschlicher Glückseligkeit herbeigeführt, sondern im Gegenteil die Menschheit in vielen Beziehungen erniedrigt hatte.

Es war mir klar, daß ich mit Dr. Leete offen über den Wechsel meiner Ansichten sprechen und meine Stellung als Professor im Shawmut-College aufgeben mußte, ohne Rücksicht auf die jedenfalls unausbleiblichen übeln Folgen.

Dr. Leete hatte mich mit großer Güte behandelt. Ich war überzeugt, daß mein liebenswürdiger Gastfreund mir auch dann seine Freundschaft geschenkt haben würde, wenn ich mich nicht gleich vom Anbeginn für den Kommunismus begeistert hätte. Er würde andere Ansichten sicherlich geduldet haben, wenn ich nur die Regierung nicht offen bekämpft hätte. Vielleicht hätte er sogar in meine Verbindung mit Edith gewilligt. Ganz anders lagen aber die Verhältnisse jetzt. Der Wechsel meiner Ansichten mußte für Dr. Leete im höchsten Grade unangenehm werden. Er hatte mich als einen Mann empfohlen, der sich besonders zum Nachfolger Forests als Professor der Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts eigne. Meine Ernennung war lediglich eine Folge seiner Empfehlung und mein Abfall vom Kommunismus mußte notwendigerweise das Ansehen schädigen, dessen Dr. Leete sich bisher erfreute. Es war mir nicht zweifelhaft, daß mein Gastfreund das tief empfinden würde. Mein plötzlicher Meinungswechsel in Bezug auf die Gesellschaftsordnung war ja nur eine Folge meiner Unkenntnis volkswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Lehren und Erfahrungen. Nichts destoweniger mußte mein Abfall mir in der Leete’schen Familie und in den politischen Kreisen außerordentlich schaden. War man nicht gezwungen, mich für einen oberflächlichen, faden und undankbaren Menschen zu halten, der sich nicht nur in wenigen Wochen aus einem begeisterten Anhänger der Gütergemeinschaft in einen entschiedenen Gegner dieser Lehre verwandelt, sondern durch sein Verhalten auch seinen wohlwollenden Freund in eine sehr peinliche Lage gebracht hatte?

Und was mußte Edith von meinem Gesinnungswechsel und von meinem Rücktritt aus der Professur denken? Sie liebte und verehrte ihren Vater. Würde ihre junge Neigung zu mir sich in diesem schweren Kampfe lebenskräftig zeigen? Meine blinde Begeisterung für die neue Ordnung der Dinge war von der Regierungspresse dem ganzen Lande verkündet worden. Man hatte besonderes Gewicht darauf gelegt, daß gerade ich, ein lebender Zeuge der früheren Gesellschaftsordnung, ein fanatischer Anhänger des Kommunismus geworden wäre. Mein Abfall von dieser Lehre, gleich nachdem ich mit ihr und den Folgen ihrer Durchführung näher vertraut geworden war, versetzte die Presse der Regierung in eine sehr peinliche, fast komische Lage. Es war vorauszusehen, daß man mich als einen grundsatzlosen Demagogen, vielleicht sogar als einen gefährlichen Schurken behandeln würde. Ich mußte natürlich erwarten, daß man mich in die zweite Abteilung eines dritten Grades stecken und mir die denkbar unangenehmste Arbeit zuerteilen würde; — wenn man mich nicht gar in ein Tollhaus brachte. Konnte ich noch daran denken, Edith Leete, welche im Hause ihres angesehenen Vaters wie eine Blume in einem wohlgepflegten Garten aufgewachsen war, aufzufordern, das Schicksal eines Mannes zu teilen, der von den Menschen entweder als ein flachköpfiger Schwätzer oder als ein grundsatzloser Heuchler angesehen werden mußte, für den eine Stellung in der zweiten Abteilung des dritten Grades eigentlich noch viel zu gut war?

Die Furcht, Ediths Liebe zu verlieren, drängte eine Zeitlang alle meine andern Gedanken in den Hintergrund; denn in Edith Leete liebte ich Edith Bartlett und die Vorstellung, daß Edith sich von mir abwenden könnte, legte sich wie ein Alp auf mein Herz. Niemals in meinem Leben hatte ich mich so hoffnungslos elend gefühlt, wie auf meinem Wege zum Hause des Dr. Leete nach meiner letzten Unterredung mit Herrn Forest.

Einen Augenblick erwog ich den Gedanken, meinem elenden,aussichtslosen Dasein mit eigener Hand ein Ende zu machen; dann aber entschloß ich mich, mein Schicksal wie ein Mann zu tragen. So schritt ich denn Dr. Leetes Hause zu, entschlossen, meine Freunde nicht zu täuschen und meine Schuldigkeit als Mann von Ehre zu thun.

Ich fand Dr. Leete, der sonst immer freundlich und gefaßt erschien, in aufgeregter Stimmung. Er blickte sorgenvoll und drohend zugleich drein. Ehe ich ihn anreden konnte, blieb er auf dem Wege durch das Zimmer vor mir stehen und sagte:

„Ich habe die glaubwürdige Nachricht erhalten, daß unser gemeinschaftlicher Freund Fest einen Aufstand der Radikalen veranlassen möchte. Während der letzten Tage haben mehrere geheime Versammlungen stattgefunden und ich weiß,daßFest die Absicht hat, den Anfang hier in Boston zu machen.“

„Wie wollen Sie sein Vorhaben vereiteln?“ fragte ich. „Wollen Sie die Bürger aufrufen und die Verschwörer verhaften lassen? Ich stehe jedenfalls zu Ihren Diensten,“ fügte ich hinzu, sehr froh, meinem Gastfreunde wenigstens gegen die Radikalen dienstwillig sein zu können. Denn ich verabscheute deren Lehren noch mehr als deren Führer.

„Ich bezweifle, daß es politisch klug wäre, einen Aufruf an die Bürger zu erlassen,“ entgegnete der Doktor. „Durch einen solchen Schritt würde man der Verschwörung zu viel Bedeutung verleihen. Ich wollte, ich hätte diesen Fest unter ärztliche Behandlung gestellt, gleich nachdem er zum letztenmale mein Haus verließ. Er allein ist gefährlich. Sein Anhang bedeutet an sich nicht viel. Aber unter der Führung eines Menschen, der, wie Fest, eine gewisse rohe Beredsamkeit mit Kühnheit und persönlicher Kraft verbindet, kann eine Empörung immerhin gefährlich werden. Um das zu verhüten, habe ich Auftrag gegeben, den Hauptverschwörer zu verhaften und ihn an einem sichern Platze unter ärztliche Behandlung zu nehmen.“

Ich konnte diesen Schritt nicht gutheißen, obschon derselbe Erfolg versprach. Unangenehm berührte es mich, daß man einen politischen Feind nicht offen als solchen behandeln und unschädlich machen wollte, sondern daß man auch hier wieder von Heilanstalt und ärztlicher Behandlung faselte. Ich hielt es indes für nutzlos, in diesem Augenblicke meine Ansichten über diese Behandlungsart politischer Gegner auseinander zu setzen und fragte Herrn Leete nur, ob er einige Minuten für meine Angelegenheiten übrig habe. Ich hielt es für meine Pflicht, nunmehr offen mit Ediths Vater zu sprechen.

Mit seiner gewöhnlichen Güte wandte Dr. Leete sich zu mir und bat mich, wenn es mir nicht unangenehm sei, die Unterredung auf den nächsten Morgen zu verschieben.

Ich gab meine Zustimmung.

Wir gingen in das Speisezimmer und setzten uns zu Tische. Frau Leete hatte aus dem Kochhause ein leichtes Abendbrot holen lassen; aber niemand bekundete irgendwelche Eßlust. Wir alle waren in unruhiger Stimmung.

Dr. Leete blickte auf seine Uhr.

„Fest sollte sich jetzt bereits unter der Obhut der Beamten und Ärzte befinden,“ sagte er. „Ich erwarte einen Bericht.“

Nachdem einige weitere Minuten in unruhiger Erwartung vergangen waren, hörten wir Lärm auf der Straße. Eine große Volksmenge schien sich dem Hause zu nähern.

Die Hausthür wurde geöffnet und ein lärmender Volkshaufe füllte den Flur sowie das Speisezimmer. An der Spitze befand sich Fest, welcher offenbar einen heißen Kampf bestanden hatte. Sein wollenes Hemd war zerrissen und das Schlächterbeil, welches er in seiner Rechten hielt, triefte von Blut.

„Hier bin ich wieder, Dr. Leete,“ rief er mit seiner mächtigen, etwas heisern Stimme. „Ich habe Sie gewarnt und Ihnen gesagt, daß ich Ihr Haus nie wieder als Freund betreten würde. Und da Sie, verfluchter alter heuchlerischer Tyrann Befehl gegeben haben, mich gesunden Menschen in ein Tollhaus zu sperren, so habe ich beschlossen, daß Sie heute Abend noch sterben sollen. Das Volk von Boston soll von Ihrer Tyrannei befreit werden.“

Ich ergriff ein Messer und trat an Dr. Leetes Seite, entschlossen, ihn mit meinem Leibe zu decken.

Aber in diesem Augenblicke wurde die Aufmerksamkeit des Menschenhaufens durch Forest in Anspruch genommen, der sich durch die Menge drängte, auf den Eßtisch sprang und ohne Zeitverlust rief: „Ihr alle kennt mich und wißt, daß ich ein Feind dieses Mannes bin.“ Dabei wies er auf Dr. Leete. „Weil ich unsere elende Regierung nicht verteidigen wollte, wurde ich aus meiner Professorenstellung verdrängt und Dr. Leete war es, der mir eine Hausknechtsstelle in der Universität anwies.“

„Das sieht dem miserablen alten Kerl ähnlich,“ schrie ein schmutzig aussehender Bursche.

„Deshalb sage ich: Nieder mit einer Regierung, welche die freie Rede erwürgen wollte!“ redete Forest weiter. „Nieder mit der Tyrannei! Aber laßt uns diesen jämmerlichen alten Sünder nicht abschlachten. Es ist kräftiger, bewaffneter Männer, wie wir es sind, ganz unwürdig, einen unbewaffneten, alten Menschen zu töten. Wir wollen ihn in dasselbe Tollhaus sperren, in welches er unseren Freund Fest schicken wollte.“

„Ja! So ist es recht! Sperrt ihn in ein Tollhaus!“ brüllten die Radikalen.

Es war klar, daß Forest versuchte, Dr. Leetes Leben zu retten. Mein Blick glitt zu Edith hinüber. Sie war totenbleich, aber gefaßt. Sie hatte ihren linken Arm um ihren Vater geschlungen und ihr Auge begegnete dem meinigen freundlich wie immer. Unglücklicherweise bemerkte Fest diesen Blick Ediths und seine Eifersucht brach mit erneuter Wut los.

„Ihr verdammten Narren,“ schrie er mit vor Grimm fast erstickter Stimme. „Merkt ihr denn nicht, daß dieser Forest den Versuch macht, das Leben jenes verschmitzten und gefährlichen alten Tyrannen zu retten? Aber das soll ihm nicht gelingen. Als meinen Anteil an der Beute verlange ich das Leben Leetes und seine lebendige Tochter.“

„Thue, was du willst, Bob,“ riefen einige aus dem Haufen.

„Verlassen Sie dieses Haus, Forest,“ befahl Robert Fest. „Ich hege keinen Groll gegen Sie. Wenn Sie aber meinen Weg kreuzen, werden Sie die Folgen zu tragen haben.“

„So lange ich lebe, sollen Sie in diesem Hause und an diesem alten Manne nicht zum Mörder werden,“ entgegnete Forest. „Sie sollten sich schämen, Fest! Ihr Benehmen ist eines Mannes von Ehre ganz unwürdig.“

„Schweig, du Narr,“ schrie Fest wütend. „Der heuchlerische Schurke Leete hat das Volk lange genug geknechtet. Er muß sterben und wenn du dich nicht aus dem Wege machst, wirst du mit ihm zur Hölle fahren.“

Ein Zorn, wie ich ihn nie zuvor empfunden, riß mich hin.

„Was hat dieser alte Mann gethan, um deinen Blutdurst zu erregen, du gemeiner, grausamer Feigling,“ rief ich, auf Fest zuspringend, um ihm mein Messer in die Brust zu stoßen. Aber ein Dutzend Fäuste entwaffnete mich, während Fest befahl:

„Steckt den Jubelgreis in einen Sack und werft ihn in den Hafen. Obschon ich in den Augen des Professors kein Mann von Ehre bin, halte ich doch mein Wort und ich habe dem ausgegrabenen Gespenst versprochen, daß ich es wie einen jungen Hund ersäufen würde, wenn er mir wieder zwischen die Beine läuft.“

Er erhob seine blutige Axt und schritt auf Dr. Leete zu, der bewegungslos dastand, seine grauen Augen auf den rohen Feind gerichtet.

Noch einmal versuchte Forest das Leben des alten Herrn zu retten, indem er sich vor diesen stellte; aber ein Kerl mit struppigem Bart und kleinen, viehisch funkelnden Augen begrub ein langes Messer in Forests treuer Brust. Mit den Worten: „Wir sind quitt, Leete,“ stürzte er zu Boden.

Edith rang mit zwei Männern, welche versuchten, sie von ihrem Vater fortzuführen, als Fests Fleischeraxt auf das graue Haupt Dr. Leetes niederfiel.

Ohne einen Laut von sich zu geben, brach er tot zusammen.

Edith stieß einen lauten Schrei aus und verlor die Besinnung. Fest fing sie in seinem mit dem Blute ihres Vaters bespritzten Arme auf.

„Sie weigerte sich, mein Weib zu werden,“ sagte er mit einem gleichzeitig rohen und boshaften Grinsen. „Jetzt ist sie mein, ohne die alberne Eheschließerei.“

Und während er, Edith forttragend, zur Thür schritt, rief er seinen Genossen zu: „Schlagt alle Freunde der Regierung tot, meine Jungen! In einer Stunde werde ich euch auf dem Rathause treffen.“

Ich machte eine letzte, verzweifelte Anstrengung, die Männer von mir abzuschütteln, welche mich festhielten und — erwachte am 31. Mai 1887 in meinem Bette. An meiner Seite befanden sich ein Arzt und mein Diener Sawyer, welche längere Zeit vergeblich versucht hatten, mich aus meinem tiefen durch den Mesmeristen veranlaßten Schlaf zu erwecken.

Mehr als eine Stunde verging, bis ich mein Denkvermögen wieder erlangt hatte; dann aber machte ein tiefer Seufzer meiner Beklemmung ein Ende.

Mit Blitzesschnelle jagten alle Einzelheiten meines anziehenden und doch auch schrecklichen Traumes an meinem Geiste vorüber. Wiederum wog ich die Gründe, welche Dr. Leete und Forest für ihre Ansichten vorgeführt hatten, gegen einander ab und ich fühlte mich unendlich glücklich bei dem Bewußtsein, daß ich im neunzehnten Jahrhundert und nicht in dem Kommunistenstaate lebte, der mir wie ein riesiges Zuchthaus am Abende vor einem Aufstande der Sträflinge erschien.

„Lieber will ich doch in der Freiheit schwer arbeiten, als täglich in einem gefängnisartigen Dasein einige Stunden mehr müßig zu gehen,“ sagte ich, in Betrachtungen versunken, zu mir selbst. „Denn die Arbeit ist kein Übel!Und ehe ich mich unter die kommunistische Sklaverei beuge, will ichlieber einige Jahre länger thätig sein und auf einige Lebensannehmlichkeiten verzichten. Die meisten Genüsse, nach welchen wir streben, erscheinen ohnehin am begehrenswertesten, solange wir uns ihrer nicht erfreuen. Wenn wir das Erstrebte erreicht haben und an den Genuß gewöhnt sind, verliert er fast immer jeden Reiz.“

Ich beschloß, künftighin mein bestes Können für die Förderung alles dessen einzusetzen, was der Menschheit zum Heile gereichen muß; vor allem aber zur Zufriedenheit zu mahnen, welche die einzige verläßliche Grundlage für menschliches Wohlbehagen bildet. Glückseligkeit ist ja viel unabhängiger von Wohlstand, als viele glauben; ja in Wirklichkeit scheitert das Wohlbehagen nur zu oft an Ruhm und Reichtum. Ob wir uns glücklich fühlen, oder nicht, das hängt großenteils von unserer Lebensauffassung ab.

Ende.

FUSSNOTEN:[1]S. Reclam’s Universal-Bibliothek Nr. 2661/62.[2]Einzelne Stellen aus Bellamy’s Buch,„Ein Rückblick“welche kennzeichnend für die Art und Weise sind, wie er Gegenwart und Zukunft beurteilt, teile ich in „Anführungszeichen“ mit und gebe die Seiten an, auf welchen diese Sätze enthalten sind, wobei die in der„Universal-Bibliothek“ (Verlag von Philipp Reclam jr., Leipzig)erschienene Übersetzung vonG. v. Gizyckials Grundlage dient. Die als Fußnoten gegebenen Seitenzahlen weisen daher immer auf die erwähnte Übersetzung hin. Obiges ist auf Seite 224 zu finden.[3]Seite 224.[4]Seite 261.[5]Seite 237.[6]Seite 49.[7]Seite 99.[8]Seite 42 und 43.[9]Seite 57.[10]Seite 102.[11]Seite 98 und 99.[12]Seite 98 und 99.[13]Seite 99.[14]Seite 100.[15]Seite 100.[16]Seite 101.[17]Seite 165-167.[18]Seite 152.[19]Seite 152 u. 153.[20]Seite 70.[21]Die erste amtliche Zählung in den Vereinigten Staaten wurde 1790 vorgenommen; man zählte 3 929 314 Einwohner. Im Jahre 1880 belief sich die Bevölkerung auf 50 155 738 und 1890 wird sie auf über 65 000 000 Seelen geschätzt. In hundert Jahren hat sie sich versechzehnfacht. Sollte der Zuwachs in gleichem Maße fortdauern, so würden 1990 in den Vereinigten Staaten und in Canada 1 040 000 000 Menschen leben. Ich habe die jährliche Bevölkerungszunahme aber auf nur zwei Prozent berechnet, wonach die Vereinigten Staaten und Canada im Jahre 2000 ungefähr 500 Millionen Einwohner haben würden.[22]Seite 28.[23]Seite 28.[24]Seite 150.[25]Seite 216.[26]Seite 208.[27]Seite 95.[28]Seite 79.[29]Seite 35.[30]Seite 187.[31]Seite 188.[32]Seite 70.[33]Seite 97.[34]Seite 97.[35]Seite 147.[36]Seite 159.

[1]S. Reclam’s Universal-Bibliothek Nr. 2661/62.

[1]S. Reclam’s Universal-Bibliothek Nr. 2661/62.

[2]Einzelne Stellen aus Bellamy’s Buch,„Ein Rückblick“welche kennzeichnend für die Art und Weise sind, wie er Gegenwart und Zukunft beurteilt, teile ich in „Anführungszeichen“ mit und gebe die Seiten an, auf welchen diese Sätze enthalten sind, wobei die in der„Universal-Bibliothek“ (Verlag von Philipp Reclam jr., Leipzig)erschienene Übersetzung vonG. v. Gizyckials Grundlage dient. Die als Fußnoten gegebenen Seitenzahlen weisen daher immer auf die erwähnte Übersetzung hin. Obiges ist auf Seite 224 zu finden.

[2]Einzelne Stellen aus Bellamy’s Buch,„Ein Rückblick“welche kennzeichnend für die Art und Weise sind, wie er Gegenwart und Zukunft beurteilt, teile ich in „Anführungszeichen“ mit und gebe die Seiten an, auf welchen diese Sätze enthalten sind, wobei die in der„Universal-Bibliothek“ (Verlag von Philipp Reclam jr., Leipzig)erschienene Übersetzung vonG. v. Gizyckials Grundlage dient. Die als Fußnoten gegebenen Seitenzahlen weisen daher immer auf die erwähnte Übersetzung hin. Obiges ist auf Seite 224 zu finden.

[3]Seite 224.

[3]Seite 224.

[4]Seite 261.

[4]Seite 261.

[5]Seite 237.

[5]Seite 237.

[6]Seite 49.

[6]Seite 49.

[7]Seite 99.

[7]Seite 99.

[8]Seite 42 und 43.

[8]Seite 42 und 43.

[9]Seite 57.

[9]Seite 57.

[10]Seite 102.

[10]Seite 102.

[11]Seite 98 und 99.

[11]Seite 98 und 99.

[12]Seite 98 und 99.

[12]Seite 98 und 99.

[13]Seite 99.

[13]Seite 99.

[14]Seite 100.

[14]Seite 100.

[15]Seite 100.

[15]Seite 100.

[16]Seite 101.

[16]Seite 101.

[17]Seite 165-167.

[17]Seite 165-167.

[18]Seite 152.

[18]Seite 152.

[19]Seite 152 u. 153.

[19]Seite 152 u. 153.

[20]Seite 70.

[20]Seite 70.

[21]Die erste amtliche Zählung in den Vereinigten Staaten wurde 1790 vorgenommen; man zählte 3 929 314 Einwohner. Im Jahre 1880 belief sich die Bevölkerung auf 50 155 738 und 1890 wird sie auf über 65 000 000 Seelen geschätzt. In hundert Jahren hat sie sich versechzehnfacht. Sollte der Zuwachs in gleichem Maße fortdauern, so würden 1990 in den Vereinigten Staaten und in Canada 1 040 000 000 Menschen leben. Ich habe die jährliche Bevölkerungszunahme aber auf nur zwei Prozent berechnet, wonach die Vereinigten Staaten und Canada im Jahre 2000 ungefähr 500 Millionen Einwohner haben würden.

[21]Die erste amtliche Zählung in den Vereinigten Staaten wurde 1790 vorgenommen; man zählte 3 929 314 Einwohner. Im Jahre 1880 belief sich die Bevölkerung auf 50 155 738 und 1890 wird sie auf über 65 000 000 Seelen geschätzt. In hundert Jahren hat sie sich versechzehnfacht. Sollte der Zuwachs in gleichem Maße fortdauern, so würden 1990 in den Vereinigten Staaten und in Canada 1 040 000 000 Menschen leben. Ich habe die jährliche Bevölkerungszunahme aber auf nur zwei Prozent berechnet, wonach die Vereinigten Staaten und Canada im Jahre 2000 ungefähr 500 Millionen Einwohner haben würden.

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Milton’s poetische Werke.Deutsch v.Adolf Böttger. Geh. 1 M. 50 Pf. — In eleg. rothen Leinenband 2 M. 25 Pf.

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