VII.DAS MEER
In WolkenräumenDort richtet er,Der Gnaden SäumeWallen aufs Meer.Der Mensch alleine,Wenn Gott ihm fehlt,Dient er dem ScheineVom Trug beseelt.Aus AlltagsgrüftenSteht froh er auf,Eilt übers MeerDen Heldenlauf.Doch ach, in BandenDer Schuld gefällt,Muß östlich landen,Wer westlich hält.Und er gesteht:Nicht seine KraftWeist ihm den WegDer Wanderschaft.Dann muß verzagenDas arme HerzUnd klagen und fragenIn Angst und Schmerz:Vor dir, dem Einen,Wo soll ich ziehn?Wohin vor deinemGeiste fliehn?
In WolkenräumenDort richtet er,Der Gnaden SäumeWallen aufs Meer.Der Mensch alleine,Wenn Gott ihm fehlt,Dient er dem ScheineVom Trug beseelt.Aus AlltagsgrüftenSteht froh er auf,Eilt übers MeerDen Heldenlauf.Doch ach, in BandenDer Schuld gefällt,Muß östlich landen,Wer westlich hält.Und er gesteht:Nicht seine KraftWeist ihm den WegDer Wanderschaft.Dann muß verzagenDas arme HerzUnd klagen und fragenIn Angst und Schmerz:Vor dir, dem Einen,Wo soll ich ziehn?Wohin vor deinemGeiste fliehn?
In WolkenräumenDort richtet er,Der Gnaden SäumeWallen aufs Meer.
In Wolkenräumen
Dort richtet er,
Der Gnaden Säume
Wallen aufs Meer.
Der Mensch alleine,Wenn Gott ihm fehlt,Dient er dem ScheineVom Trug beseelt.
Der Mensch alleine,
Wenn Gott ihm fehlt,
Dient er dem Scheine
Vom Trug beseelt.
Aus AlltagsgrüftenSteht froh er auf,Eilt übers MeerDen Heldenlauf.
Aus Alltagsgrüften
Steht froh er auf,
Eilt übers Meer
Den Heldenlauf.
Doch ach, in BandenDer Schuld gefällt,Muß östlich landen,Wer westlich hält.
Doch ach, in Banden
Der Schuld gefällt,
Muß östlich landen,
Wer westlich hält.
Und er gesteht:Nicht seine KraftWeist ihm den WegDer Wanderschaft.
Und er gesteht:
Nicht seine Kraft
Weist ihm den Weg
Der Wanderschaft.
Dann muß verzagenDas arme HerzUnd klagen und fragenIn Angst und Schmerz:
Dann muß verzagen
Das arme Herz
Und klagen und fragen
In Angst und Schmerz:
Vor dir, dem Einen,Wo soll ich ziehn?Wohin vor deinemGeiste fliehn?
Vor dir, dem Einen,
Wo soll ich ziehn?
Wohin vor deinem
Geiste fliehn?
Wie donnernde Räder rasen die WogenIn mächtigem Sturz übers brausende Meer,Es finstert der Himmel, von Wolken umzogen,Es schäumen die Fluten dahin und daher.Da hebt sich der Abgrund und steigt in die Lüfte,Sein Brüllen bis hoch an die Wolken hallt,Es kochen die Tiefen, es schreien die Grüfte,Und keiner bändigt die tolle Gewalt.Es sinken die Helden! die Stürme zerjagenZu Bergen und Tälern den donnernden Schlund:Turmhoch das Schiff in die Lüfte getragenSaust es hinab in den gähnenden Grund.Da suchen die Augen nach Schiffern und Knechten: –O schweige mir, Herz, und hoffe auf ihn,Der einst uns an Moses gewaltiger RechtenDurch Schlünde des Meeres ließ ruhevoll ziehn.So ruf’ ich ihn an, den Herrn aller Herren!Und fürchte nur eins: Meiner Sünden Gewalt.Ach, wenn sie nur jetzt nicht den Weg mir versperren,Nur jetzt nicht mein Jammern, mein Flehen verhallt!
Wie donnernde Räder rasen die WogenIn mächtigem Sturz übers brausende Meer,Es finstert der Himmel, von Wolken umzogen,Es schäumen die Fluten dahin und daher.Da hebt sich der Abgrund und steigt in die Lüfte,Sein Brüllen bis hoch an die Wolken hallt,Es kochen die Tiefen, es schreien die Grüfte,Und keiner bändigt die tolle Gewalt.Es sinken die Helden! die Stürme zerjagenZu Bergen und Tälern den donnernden Schlund:Turmhoch das Schiff in die Lüfte getragenSaust es hinab in den gähnenden Grund.Da suchen die Augen nach Schiffern und Knechten: –O schweige mir, Herz, und hoffe auf ihn,Der einst uns an Moses gewaltiger RechtenDurch Schlünde des Meeres ließ ruhevoll ziehn.So ruf’ ich ihn an, den Herrn aller Herren!Und fürchte nur eins: Meiner Sünden Gewalt.Ach, wenn sie nur jetzt nicht den Weg mir versperren,Nur jetzt nicht mein Jammern, mein Flehen verhallt!
Wie donnernde Räder rasen die WogenIn mächtigem Sturz übers brausende Meer,Es finstert der Himmel, von Wolken umzogen,Es schäumen die Fluten dahin und daher.
Wie donnernde Räder rasen die Wogen
In mächtigem Sturz übers brausende Meer,
Es finstert der Himmel, von Wolken umzogen,
Es schäumen die Fluten dahin und daher.
Da hebt sich der Abgrund und steigt in die Lüfte,Sein Brüllen bis hoch an die Wolken hallt,Es kochen die Tiefen, es schreien die Grüfte,Und keiner bändigt die tolle Gewalt.
Da hebt sich der Abgrund und steigt in die Lüfte,
Sein Brüllen bis hoch an die Wolken hallt,
Es kochen die Tiefen, es schreien die Grüfte,
Und keiner bändigt die tolle Gewalt.
Es sinken die Helden! die Stürme zerjagenZu Bergen und Tälern den donnernden Schlund:Turmhoch das Schiff in die Lüfte getragenSaust es hinab in den gähnenden Grund.
Es sinken die Helden! die Stürme zerjagen
Zu Bergen und Tälern den donnernden Schlund:
Turmhoch das Schiff in die Lüfte getragen
Saust es hinab in den gähnenden Grund.
Da suchen die Augen nach Schiffern und Knechten: –O schweige mir, Herz, und hoffe auf ihn,Der einst uns an Moses gewaltiger RechtenDurch Schlünde des Meeres ließ ruhevoll ziehn.
Da suchen die Augen nach Schiffern und Knechten: –
O schweige mir, Herz, und hoffe auf ihn,
Der einst uns an Moses gewaltiger Rechten
Durch Schlünde des Meeres ließ ruhevoll ziehn.
So ruf’ ich ihn an, den Herrn aller Herren!Und fürchte nur eins: Meiner Sünden Gewalt.Ach, wenn sie nur jetzt nicht den Weg mir versperren,Nur jetzt nicht mein Jammern, mein Flehen verhallt!
So ruf’ ich ihn an, den Herrn aller Herren!
Und fürchte nur eins: Meiner Sünden Gewalt.
Ach, wenn sie nur jetzt nicht den Weg mir versperren,
Nur jetzt nicht mein Jammern, mein Flehen verhallt!
Ha, das Meer! Wie rast es wieder!Ha, der Ost! Wie schmettert er niederMächtig den stolzen zedernen Mast!Schüttet herab den Sturm seiner Grimme,Daß sich der Nacken der Stolzen krümme,Und der Schiffsherr zitternd erblaßt.Kraftlos hängen dem Maste die Schwingen,Kann sie nicht heben, weiter zu dringen,Feuerlos siedet die Flut im Föhn.O wie verzweifeln die Herzen und stöhnen,Da sie die Ruderer hilflos frönenUnd die Ruder sinken sehn.Armer Schiffsherr, Steuermann schlechter,Dumme Ruderer, blinde Wächter,Wo, wo ist nun euer Mut?Trunken tanzt das Schiff im WindeUnd verschleudert an die GründeAlle euch als feiles Gut.Seht, schon regt der Leviathan die Flossen,Kommt durchs tosende Meer geschossen,Ruft wie ein Bräut’gam die Gäste zum Schmaus;Und das Weltmeer mit gierigem MundeSchlingt seine Beute zum untersten Grunde: –Alles verloren, alles aus!
Ha, das Meer! Wie rast es wieder!Ha, der Ost! Wie schmettert er niederMächtig den stolzen zedernen Mast!Schüttet herab den Sturm seiner Grimme,Daß sich der Nacken der Stolzen krümme,Und der Schiffsherr zitternd erblaßt.Kraftlos hängen dem Maste die Schwingen,Kann sie nicht heben, weiter zu dringen,Feuerlos siedet die Flut im Föhn.O wie verzweifeln die Herzen und stöhnen,Da sie die Ruderer hilflos frönenUnd die Ruder sinken sehn.Armer Schiffsherr, Steuermann schlechter,Dumme Ruderer, blinde Wächter,Wo, wo ist nun euer Mut?Trunken tanzt das Schiff im WindeUnd verschleudert an die GründeAlle euch als feiles Gut.Seht, schon regt der Leviathan die Flossen,Kommt durchs tosende Meer geschossen,Ruft wie ein Bräut’gam die Gäste zum Schmaus;Und das Weltmeer mit gierigem MundeSchlingt seine Beute zum untersten Grunde: –Alles verloren, alles aus!
Ha, das Meer! Wie rast es wieder!Ha, der Ost! Wie schmettert er niederMächtig den stolzen zedernen Mast!Schüttet herab den Sturm seiner Grimme,Daß sich der Nacken der Stolzen krümme,Und der Schiffsherr zitternd erblaßt.
Ha, das Meer! Wie rast es wieder!
Ha, der Ost! Wie schmettert er nieder
Mächtig den stolzen zedernen Mast!
Schüttet herab den Sturm seiner Grimme,
Daß sich der Nacken der Stolzen krümme,
Und der Schiffsherr zitternd erblaßt.
Kraftlos hängen dem Maste die Schwingen,Kann sie nicht heben, weiter zu dringen,Feuerlos siedet die Flut im Föhn.O wie verzweifeln die Herzen und stöhnen,Da sie die Ruderer hilflos frönenUnd die Ruder sinken sehn.
Kraftlos hängen dem Maste die Schwingen,
Kann sie nicht heben, weiter zu dringen,
Feuerlos siedet die Flut im Föhn.
O wie verzweifeln die Herzen und stöhnen,
Da sie die Ruderer hilflos frönen
Und die Ruder sinken sehn.
Armer Schiffsherr, Steuermann schlechter,Dumme Ruderer, blinde Wächter,Wo, wo ist nun euer Mut?Trunken tanzt das Schiff im WindeUnd verschleudert an die GründeAlle euch als feiles Gut.
Armer Schiffsherr, Steuermann schlechter,
Dumme Ruderer, blinde Wächter,
Wo, wo ist nun euer Mut?
Trunken tanzt das Schiff im Winde
Und verschleudert an die Gründe
Alle euch als feiles Gut.
Seht, schon regt der Leviathan die Flossen,Kommt durchs tosende Meer geschossen,Ruft wie ein Bräut’gam die Gäste zum Schmaus;Und das Weltmeer mit gierigem MundeSchlingt seine Beute zum untersten Grunde: –Alles verloren, alles aus!
Seht, schon regt der Leviathan die Flossen,
Kommt durchs tosende Meer geschossen,
Ruft wie ein Bräut’gam die Gäste zum Schmaus;
Und das Weltmeer mit gierigem Munde
Schlingt seine Beute zum untersten Grunde: –
Alles verloren, alles aus!
Nun schmachtet nach den HöhenZu dir mein AugenpaarUnd bringet dir mein FlehenAls ernste Gabe dar.Nun zittr’ ich meiner ZeitenUnd bebe, wo ich bin,Wie Jona muß ich breitenDie Arme nach dir hin.Laß mich ans Schilfmeer denkenUnd träumen immerzu,Laß mich die Sehnsucht senkenIm Liede nun zur Ruh!Der JordanwunderzeitenErfreu’ sich meine Brust,Das Herze mag sich weitenAls wie von Edens Lust;Bis es zu ihm getragen,Der Bitteres versüßt,Und der des Grimmes TagenAls Tag der Hilfe grüßt.Ja, meine Augen hellenZu ihm sich himmelan:Er legt durch Meer und WellenUns eine sichre Bahn.Und endlich auch sein TobenUns Menschenkindern frommt,Da Winter uns und SommerAus seinem Odem kommt.
Nun schmachtet nach den HöhenZu dir mein AugenpaarUnd bringet dir mein FlehenAls ernste Gabe dar.Nun zittr’ ich meiner ZeitenUnd bebe, wo ich bin,Wie Jona muß ich breitenDie Arme nach dir hin.Laß mich ans Schilfmeer denkenUnd träumen immerzu,Laß mich die Sehnsucht senkenIm Liede nun zur Ruh!Der JordanwunderzeitenErfreu’ sich meine Brust,Das Herze mag sich weitenAls wie von Edens Lust;Bis es zu ihm getragen,Der Bitteres versüßt,Und der des Grimmes TagenAls Tag der Hilfe grüßt.Ja, meine Augen hellenZu ihm sich himmelan:Er legt durch Meer und WellenUns eine sichre Bahn.Und endlich auch sein TobenUns Menschenkindern frommt,Da Winter uns und SommerAus seinem Odem kommt.
Nun schmachtet nach den HöhenZu dir mein AugenpaarUnd bringet dir mein FlehenAls ernste Gabe dar.
Nun schmachtet nach den Höhen
Zu dir mein Augenpaar
Und bringet dir mein Flehen
Als ernste Gabe dar.
Nun zittr’ ich meiner ZeitenUnd bebe, wo ich bin,Wie Jona muß ich breitenDie Arme nach dir hin.
Nun zittr’ ich meiner Zeiten
Und bebe, wo ich bin,
Wie Jona muß ich breiten
Die Arme nach dir hin.
Laß mich ans Schilfmeer denkenUnd träumen immerzu,Laß mich die Sehnsucht senkenIm Liede nun zur Ruh!
Laß mich ans Schilfmeer denken
Und träumen immerzu,
Laß mich die Sehnsucht senken
Im Liede nun zur Ruh!
Der JordanwunderzeitenErfreu’ sich meine Brust,Das Herze mag sich weitenAls wie von Edens Lust;
Der Jordanwunderzeiten
Erfreu’ sich meine Brust,
Das Herze mag sich weiten
Als wie von Edens Lust;
Bis es zu ihm getragen,Der Bitteres versüßt,Und der des Grimmes TagenAls Tag der Hilfe grüßt.
Bis es zu ihm getragen,
Der Bitteres versüßt,
Und der des Grimmes Tagen
Als Tag der Hilfe grüßt.
Ja, meine Augen hellenZu ihm sich himmelan:Er legt durch Meer und WellenUns eine sichre Bahn.
Ja, meine Augen hellen
Zu ihm sich himmelan:
Er legt durch Meer und Wellen
Uns eine sichre Bahn.
Und endlich auch sein TobenUns Menschenkindern frommt,Da Winter uns und SommerAus seinem Odem kommt.
Und endlich auch sein Toben
Uns Menschenkindern frommt,
Da Winter uns und Sommer
Aus seinem Odem kommt.
So hat er seinen Zorn gewandtVom niedern Sohne seiner Magd,Befreite aus dem TotenlandDie arme Seele, die verzagt.Nun eilen schon die goldnen HöhnHernieder auf den wilden GrundUnd bringen den erregten SeenHinab den schönsten Friedensbund.Da schweigt denn ganz der Schreckenslaut,Es ruht wie Oel das wilde Meer,Und keiner bebt und keinem graut,Und Freudenstimme rings umher.An die verzagten Herzen dringtDer Liebe Engelstimme schon,Ihr Schreiten aus den Höhen klingt,Ein tief geheimnisvoller Ton.So wird die Botschaft ausgesandtDem Volk, das lang im Joche rang,Und das so hart des Drängers Hand,Des Leides Faust in Ketten zwang.Du wildbewegtes Volk der Wahl,Du gleichst dem Schiff in Sturmesnot,Doch naht gewiß auch dir einmalDas liederweckende Gebot:Heraus, heraus aus finstrer Nacht,O liebes Kind, zum Sonnenfirn,Sieh, Gottes himmelhohe PrachtStrahlt herrlich über deiner Stirn.
So hat er seinen Zorn gewandtVom niedern Sohne seiner Magd,Befreite aus dem TotenlandDie arme Seele, die verzagt.Nun eilen schon die goldnen HöhnHernieder auf den wilden GrundUnd bringen den erregten SeenHinab den schönsten Friedensbund.Da schweigt denn ganz der Schreckenslaut,Es ruht wie Oel das wilde Meer,Und keiner bebt und keinem graut,Und Freudenstimme rings umher.An die verzagten Herzen dringtDer Liebe Engelstimme schon,Ihr Schreiten aus den Höhen klingt,Ein tief geheimnisvoller Ton.So wird die Botschaft ausgesandtDem Volk, das lang im Joche rang,Und das so hart des Drängers Hand,Des Leides Faust in Ketten zwang.Du wildbewegtes Volk der Wahl,Du gleichst dem Schiff in Sturmesnot,Doch naht gewiß auch dir einmalDas liederweckende Gebot:Heraus, heraus aus finstrer Nacht,O liebes Kind, zum Sonnenfirn,Sieh, Gottes himmelhohe PrachtStrahlt herrlich über deiner Stirn.
So hat er seinen Zorn gewandtVom niedern Sohne seiner Magd,Befreite aus dem TotenlandDie arme Seele, die verzagt.
So hat er seinen Zorn gewandt
Vom niedern Sohne seiner Magd,
Befreite aus dem Totenland
Die arme Seele, die verzagt.
Nun eilen schon die goldnen HöhnHernieder auf den wilden GrundUnd bringen den erregten SeenHinab den schönsten Friedensbund.
Nun eilen schon die goldnen Höhn
Hernieder auf den wilden Grund
Und bringen den erregten Seen
Hinab den schönsten Friedensbund.
Da schweigt denn ganz der Schreckenslaut,Es ruht wie Oel das wilde Meer,Und keiner bebt und keinem graut,Und Freudenstimme rings umher.
Da schweigt denn ganz der Schreckenslaut,
Es ruht wie Oel das wilde Meer,
Und keiner bebt und keinem graut,
Und Freudenstimme rings umher.
An die verzagten Herzen dringtDer Liebe Engelstimme schon,Ihr Schreiten aus den Höhen klingt,Ein tief geheimnisvoller Ton.
An die verzagten Herzen dringt
Der Liebe Engelstimme schon,
Ihr Schreiten aus den Höhen klingt,
Ein tief geheimnisvoller Ton.
So wird die Botschaft ausgesandtDem Volk, das lang im Joche rang,Und das so hart des Drängers Hand,Des Leides Faust in Ketten zwang.
So wird die Botschaft ausgesandt
Dem Volk, das lang im Joche rang,
Und das so hart des Drängers Hand,
Des Leides Faust in Ketten zwang.
Du wildbewegtes Volk der Wahl,Du gleichst dem Schiff in Sturmesnot,Doch naht gewiß auch dir einmalDas liederweckende Gebot:
Du wildbewegtes Volk der Wahl,
Du gleichst dem Schiff in Sturmesnot,
Doch naht gewiß auch dir einmal
Das liederweckende Gebot:
Heraus, heraus aus finstrer Nacht,O liebes Kind, zum Sonnenfirn,Sieh, Gottes himmelhohe PrachtStrahlt herrlich über deiner Stirn.
Heraus, heraus aus finstrer Nacht,
O liebes Kind, zum Sonnenfirn,
Sieh, Gottes himmelhohe Pracht
Strahlt herrlich über deiner Stirn.
Holder Zephyr, deiner LüfteSchwingen tragen Nardendüfte,Duft vom Apfelblütenstrauß!Wo des Krämers Würzen liegen,Dort begann dein frisches Fliegen,Nimmer in des Sturmes Haus.Schwalbenflügel schwingst du leise,Freiheit lautet deine Weise,Myrrhen streust du hin und her.Ach, wie freuen sich die Scharen,Die auf lockrer Planke fahrenMit dir übers weite Meer.Laß das Schiff nicht aus der Rechten,Nicht am Tage, nicht in Nächten,Brich durchs Meer ihm seine Bahn!Banne fest die tiefen Gründe,Bis, die Ruhstatt deiner Winde,Gottes heil’ge Berge nahn!Schilt den Ost, den Meeresstürmer,Flutenkocher, Wogentürmer:Hab’ ich denn noch freie Bahn?Ich Gefangner von Gewalten,Die noch jetzt im Zaum gehalten,Losgerissen schon mir nahn?Das Geheimnis meiner FlehenBleibt bei Gottes Händen stehen,Der es mir verborgen hält:Er, der Höchste, schuf die Höhen,Er hat auch der Winde WehenHeute gnädig mir bestellt.
Holder Zephyr, deiner LüfteSchwingen tragen Nardendüfte,Duft vom Apfelblütenstrauß!Wo des Krämers Würzen liegen,Dort begann dein frisches Fliegen,Nimmer in des Sturmes Haus.Schwalbenflügel schwingst du leise,Freiheit lautet deine Weise,Myrrhen streust du hin und her.Ach, wie freuen sich die Scharen,Die auf lockrer Planke fahrenMit dir übers weite Meer.Laß das Schiff nicht aus der Rechten,Nicht am Tage, nicht in Nächten,Brich durchs Meer ihm seine Bahn!Banne fest die tiefen Gründe,Bis, die Ruhstatt deiner Winde,Gottes heil’ge Berge nahn!Schilt den Ost, den Meeresstürmer,Flutenkocher, Wogentürmer:Hab’ ich denn noch freie Bahn?Ich Gefangner von Gewalten,Die noch jetzt im Zaum gehalten,Losgerissen schon mir nahn?Das Geheimnis meiner FlehenBleibt bei Gottes Händen stehen,Der es mir verborgen hält:Er, der Höchste, schuf die Höhen,Er hat auch der Winde WehenHeute gnädig mir bestellt.
Holder Zephyr, deiner LüfteSchwingen tragen Nardendüfte,Duft vom Apfelblütenstrauß!Wo des Krämers Würzen liegen,Dort begann dein frisches Fliegen,Nimmer in des Sturmes Haus.
Holder Zephyr, deiner Lüfte
Schwingen tragen Nardendüfte,
Duft vom Apfelblütenstrauß!
Wo des Krämers Würzen liegen,
Dort begann dein frisches Fliegen,
Nimmer in des Sturmes Haus.
Schwalbenflügel schwingst du leise,Freiheit lautet deine Weise,Myrrhen streust du hin und her.Ach, wie freuen sich die Scharen,Die auf lockrer Planke fahrenMit dir übers weite Meer.
Schwalbenflügel schwingst du leise,
Freiheit lautet deine Weise,
Myrrhen streust du hin und her.
Ach, wie freuen sich die Scharen,
Die auf lockrer Planke fahren
Mit dir übers weite Meer.
Laß das Schiff nicht aus der Rechten,Nicht am Tage, nicht in Nächten,Brich durchs Meer ihm seine Bahn!Banne fest die tiefen Gründe,Bis, die Ruhstatt deiner Winde,Gottes heil’ge Berge nahn!
Laß das Schiff nicht aus der Rechten,
Nicht am Tage, nicht in Nächten,
Brich durchs Meer ihm seine Bahn!
Banne fest die tiefen Gründe,
Bis, die Ruhstatt deiner Winde,
Gottes heil’ge Berge nahn!
Schilt den Ost, den Meeresstürmer,Flutenkocher, Wogentürmer:Hab’ ich denn noch freie Bahn?Ich Gefangner von Gewalten,Die noch jetzt im Zaum gehalten,Losgerissen schon mir nahn?
Schilt den Ost, den Meeresstürmer,
Flutenkocher, Wogentürmer:
Hab’ ich denn noch freie Bahn?
Ich Gefangner von Gewalten,
Die noch jetzt im Zaum gehalten,
Losgerissen schon mir nahn?
Das Geheimnis meiner FlehenBleibt bei Gottes Händen stehen,Der es mir verborgen hält:Er, der Höchste, schuf die Höhen,Er hat auch der Winde WehenHeute gnädig mir bestellt.
Das Geheimnis meiner Flehen
Bleibt bei Gottes Händen stehen,
Der es mir verborgen hält:
Er, der Höchste, schuf die Höhen,
Er hat auch der Winde Wehen
Heute gnädig mir bestellt.
Kommt die große Flut mit einem Mal?Läßt kein Land sich schauen in der Runde?Mensch und Tier und Vogel flohn die Stunde:Ist’s das Ende? Kommt die Todesqual?Säh’ ich einen Berg, ein Tal allein,Würde meine Seele ruhig werden,Und ein wüstes Fleckchen dieser Erden,Würde jetzt mir süße Labe sein.Ach, die Augen gehen um im Kreise:Nichts als Himmel, Flut, des Schiffes Knochen,Der Leviathan macht die Tiefe kochen,Und die Wellen schaun wie wilde Greise.Und das Meer verbirgt uns in den WogenWie der Räuber sein gestohlenes Gut: – – –Mag es rasen! Fröhlich ist mein Mut:Näher kommt die Heimat schon gezogen!
Kommt die große Flut mit einem Mal?Läßt kein Land sich schauen in der Runde?Mensch und Tier und Vogel flohn die Stunde:Ist’s das Ende? Kommt die Todesqual?Säh’ ich einen Berg, ein Tal allein,Würde meine Seele ruhig werden,Und ein wüstes Fleckchen dieser Erden,Würde jetzt mir süße Labe sein.Ach, die Augen gehen um im Kreise:Nichts als Himmel, Flut, des Schiffes Knochen,Der Leviathan macht die Tiefe kochen,Und die Wellen schaun wie wilde Greise.Und das Meer verbirgt uns in den WogenWie der Räuber sein gestohlenes Gut: – – –Mag es rasen! Fröhlich ist mein Mut:Näher kommt die Heimat schon gezogen!
Kommt die große Flut mit einem Mal?Läßt kein Land sich schauen in der Runde?Mensch und Tier und Vogel flohn die Stunde:Ist’s das Ende? Kommt die Todesqual?
Kommt die große Flut mit einem Mal?
Läßt kein Land sich schauen in der Runde?
Mensch und Tier und Vogel flohn die Stunde:
Ist’s das Ende? Kommt die Todesqual?
Säh’ ich einen Berg, ein Tal allein,Würde meine Seele ruhig werden,Und ein wüstes Fleckchen dieser Erden,Würde jetzt mir süße Labe sein.
Säh’ ich einen Berg, ein Tal allein,
Würde meine Seele ruhig werden,
Und ein wüstes Fleckchen dieser Erden,
Würde jetzt mir süße Labe sein.
Ach, die Augen gehen um im Kreise:Nichts als Himmel, Flut, des Schiffes Knochen,Der Leviathan macht die Tiefe kochen,Und die Wellen schaun wie wilde Greise.
Ach, die Augen gehen um im Kreise:
Nichts als Himmel, Flut, des Schiffes Knochen,
Der Leviathan macht die Tiefe kochen,
Und die Wellen schaun wie wilde Greise.
Und das Meer verbirgt uns in den WogenWie der Räuber sein gestohlenes Gut: – – –Mag es rasen! Fröhlich ist mein Mut:Näher kommt die Heimat schon gezogen!
Und das Meer verbirgt uns in den Wogen
Wie der Räuber sein gestohlenes Gut: – – –
Mag es rasen! Fröhlich ist mein Mut:
Näher kommt die Heimat schon gezogen!