Hinweise zur Transkription

»Bewahre dir in Freud und SchmerzDes Glaubens Kraft o Menschenherz!«

»Bewahre dir in Freud und SchmerzDes Glaubens Kraft o Menschenherz!«

»Bewahre dir in Freud und SchmerzDes Glaubens Kraft o Menschenherz!«

»Bewahre dir in Freud und Schmerz

Des Glaubens Kraft o Menschenherz!«

Dies war jedoch ein Lied, welches nicht Bertha, sondern Emma immer sang, und Erstere gar nie gespielt hatte. Da entdeckte sich nun, daß der Gastwirth Emma für Berta gehalten, unddieserdas Glück mit Gräfin Sternfeld in so schöne Verhältniße zu treten, ausIrrthumverschafft hatte, was dieliebende Schwester ungemein beunruhigte. Sie verheelte es weder jener noch Emma selbst, erhielt aber von Beiden den Trost, daß es eine höhere Fügung sey, welcher sie sich ruhig unterwerfen müßten. Bald aber wurde Berthaganzzufrieden gestellt, indem sie aus der Heimath die Kunde erhielt, daß ein würdiger Mann um die Hand der Schwester geworben habe. Sie kannte ihn wohl; es war ein Bekannter des Banquier Krause, bei dem sie ihn öfter traf, und welcher Gefallen an ihr zu finden schien. Nun hatte er eine kaufmännische Reise zurückgelegt, begründete in W* eine eigene Handlung und begann von Neuem Emma, die er mit Bertha verwechselte, auszuzeichnen. Bald wurde ihm sein Wahn benommen, aber nicht die achtungsvolle Liebe, die ihm Emma nun auch eingeflößt hatte, und er fand nie Ursache zu bereuen, sie, statt Bertha, zur Lebensgefährtin gewählt zu haben. Diese aber traf bei einem Besuch, den sie mit der Gräfin einer verheiratheten Tochter derselben abstattete mit dem Geistlichen des, dem jungen Paare zugehörigem Rittergut's, zusammen, und erkannte in ihm den alten Freund, Heinrich Volkmar. Dieser war noch unverehlicht, und hatte, da der Vater nicht mehr lebte, seine Mutter zu sich genommen, welche dem kleinen Haushalt sorgsam vorstand. Bald erhielt sie in Bertha eine liebende Tochter und Heinrich eine treue Gattin; und so bewährte die Verwechslung der Zwillingsschwestern, in ihrem spätern Leben, keinen nachtheiligen, sondern einen beglückenden Einfluß auf ihr Geschick. Beide aber blieben auch entfernt, im Geiste sich immer noch, und durch die innigste Liebe und Theilnahme verbunden.

Das Originalbuch ist in Frakturschrift gedruckt. In dieser Transkription wird gesperrt gesetzte Schrift "gesperrt" wiedergegeben, und Textanteile in kursiver Schrift sind "hervorgehoben".

Die Illustrationen wurden jeweils an das Ende des Kapitels verschoben.

Fehlende oder überzählige Anführungszeichen wurden still korrigiert.

Der Text des Originalbuches wurde grundsätzlich beibehalten, einschließlich uneinheitlicher Schreibweisen wie beispielsweise "Aeltern" – "Ältern", "Dokter" – "Doktor", "drückte" – "drükte", "erschrack" – "erschrak", "getrocknetem" – "getroknetem", "glücklich" – "glüklich", "Hausapothecke" – "Hausapotheke", "jetzt" – "jezt", "kan" – "kann", "priesen" – "prießen", "verschafft" – "verschaft", "weis" – "weiß", "zuletzt" – "zulezt",

mit folgenden Ausnahmen,

Seite6:"," nach "Schwester" entfernt(und Schwester Emma in fatale Verlegenheiten brachte)

Seite7:"rohen" geändert in "frohen"(bei der frohen Aussicht auf jenen Tag)

Seite9:"Oelinnhalt" geändert in "Oelinhalt"(der Oelinhalt des Lämpchens)

Seite12:"freute" geändert in "freuten"(erschraken Emma und Bertha, statt daß sie sich freuten)

Seite12:"ihn" geändert in "ihr"(auf ziemlich freundschaftlichem Fuße mit ihr stand)

Seite13:";" geändert in ","(die bei ihnen Statt fand, anhören)

Seite15:"hofte" geändert in "hoffte"(Emma flog zur Thüre hinaus, sie hoffte auf der Mutter Rückkehr)

Seite20:"nahstehenden" geändert in "nahstehende"(mit ihrem ganzen Inhalt auf die nahstehende Komode legten)

Seite21:"auszezeichneten" geändert in "ausgezeichneten", "Fleis" in "Fleiß"(»dem ausgezeichneten Fleiß und sittlichen Betragen.«)

Seite21:"Irthum" geändert in "Irrthum"(durch unsere Aehnlichkeit veranlaßter Irrthum)

Seite21:";" eingefügt(sie schwieg und ihr Blick wurde feucht;)

Seite23:"." eingefügt(meine Empfindlichkeit besser beherrschen.)

Seite24:"zukränken" geändert in "zu kränken"(Emma durch gänzliche Zurücksetzung zu kränken)

Seite29:"," nach "Auftrags" entfernt(pünktliche Ausrichtung ihres Auftrags auch nicht sehr am Herzen)

Seite43:"den" geändert in "denn"(denn es saß das kleine Bärbchen fortwährend auf der Straße)

Seite43:"den" eingefügt(und lief wieder in den Garten hinein)

Seite44:"Muter" geändert in "Mutter"(über ihr langes Ausbleiben von der Mutter erhielten)

Seite51:"znr" geändert in "zur"(und ermunterte sie selbst zur schuldlosen Fröhlichkeit)

Seite52:"Pfarres" geändert in "Pfarrers"(des Herrn Pfarrers ist. Er und Rosalie)

Seite53:"den" geändert in "denn"(denn Schwesterchen Bertha beträgt sich recht gut)

Seite54:"kan" geändert in "kann"(ich kann ihm nicht widerstehen)

Seite61:"Schreken" geändert in "Schrecken"(In Schrecken hatte sie das Sacktuch fallen lassen)

Seite62:"gegönt" geändert in "gegönnt"(hätte ich Bertha den Antheil an der schönen That gegönnt)

Seite62/63:"," eingefügt(auf und nieder geschritten, dann ergriff sie seine Hand)

Seite63:Bildunterschrift "Entdekung" geändert in "Entdeckung"(Die Entdeckung.)

Seite68:"treflich" geändert in "trefflich", "schmeken" geändert in "schmecken"(mürben Kuchen trefflich hatten schmecken lassen)

Seite69:"Farth" geändert in "Fahrt"(er eine zweite Fahrt unternehmen, und Emma mitnehmen wolle)

Seite70:"vorans" geändert in "voraus"(der Statt gefundenen Verwechslung voraus, und fügte)

Seite72:"im" geändert in "in"(mit Masken und in Maskenkleidern zu erscheinen)

Seite73:"-" eingefügt(näherte sich ihm ein schlankes Bauern-Bürschchen)

Seite79:"Hauptmaan" geändert in "Hauptmann"(und Hauptmann Halten wurde recht schön gebeten)

Seite86:"den" geändert in "denn"(denn jener war ein großer Liebhaber vom Zahn ausnehmen)

Seite93:"können" geändert in "kennen"(dessen Inhalt sie zu kennen wünschte)

Seite94:"Zimmer-Thüre" geändert in "Zimmerthüre"(und als sie zur Zimmerthüre hinausstürmte)

Seite95:"nnd" geändert in "und"(und Jene dachte nichts arges dabei)

Seite98:"den" geändert in "denn"(und so öffnete denn Emma den Behälter)

Seite99:"," eingefügt hinter "Kammerzofe"(als am Abend Käthe, die Kammerzofe, ihrer Herrschaft)

Seite104:"," verschoben von "seufzte," nach "mit,"(Auch Bertha seufzte mit, und in ihrer Seele)

Seite106:"seinem" geändert in "seinen"(von seinen gemachten frohen und traurigen Erfahrungen)

Seite107:"war" geändert in "was"(Emma erhielt, was er für Bertha bestimmt hatte)

Seite108:"angehme" geändert in "angenehme"(waren nicht die alleinige angenehme Folge)

Seite115:"gewähnte" geändert in "gewöhnte"(und Suschen gewöhnte sich auf diese Art eine)

Seite116:"," geändert in "."(sichs sehnlich wünschte. Emma war gesonnen)

Seite117:"hinter bracht" geändert in "hinterbracht"(und Bertha hinterbracht zu haben)

Seite120:"." eingefügt(zeigte sich die Eigenthümlichkeit der Schwestern.)

Seite132/133:"daß" geändert in "das"(nur ein einfältiges Mädchen, aber das sehe ich wohl ein)

Seite137:":" geändert in "."(abgewiesen worden zu sehn, wo ich es nicht erwartete.«)

Seite139:"fer-fertige" geändert in "fertige"(erscheinen nun, eine fertige große Guirlande tragend)

Seite139:"," eingefügt(Mit diesen Worten kommen Emma, Bertha und Franz)

Seite141:"zn" geändert in "zu"(Euch vielgeliebte Mütter zu begrüßen)

Seite142:"Gros" geändert in "Groß"(Groß war die Freude und Erwartung)

Seite144:"Kurkäste" geändert in "Kurgäste"(und noch hinzukommenden Kurgäste)

Seite146:"," eingefügt hinter "zollte"(welches man ihnen zollte, nicht, oder doch selten)

Seite151:"folgereiche-Badereise" geändert in "folgereiche Badereise"(und an ihre genuß- und folgereiche Badereise)

Seite152:"," eingefügt(Vor allem reizte sie Richard, ein aufgeblasener junger Mensch)

Seite162:"folgengen" geändert in "folgenden"(Gleich am folgenden Tag erschien Walther)

Seite164:"konnte" geändert in "konnten"(konnten den jungen Freund nicht ohne Lachen ansehen)

Seite164:"den" geändert in "denn"(denn zur Vergütung des, an Emma begangenen Unrechts)

Seite165:"," entfernt hinter "gefolgt"(dem Drang seines dankbaren Herzens gefolgt zu haben)

Seite173:"Einnerung" geändert in "Erinnerung"(wo man sich lange Zeit an der Erinnerung labte)

Seite176:"zu-behalten" geändert in "zu behalten"(war ich so gottlos, dasselbe zu behalten)

Seite182:"," entfernt hinter "ihr"(welche das verdienstliche Werk vollbracht, und ihr Töchterchen)

Seite190:"Urilchen" geändert in "Ulrichen", "." eingefügt(Ulrichen für jene Frucht ein Stück Geld bringen.)

Seite191:"den" geändert in "denn"(denn sein Sohn Anton, den er herzlich liebte)

Seite193:"denn" geändert in "den"(einen Gevatterbrief an Emma, den er eigentlich)

Seite194:"zn" geändert in "zu"(ihr Kind aus der Taufe zu heben)

Seite195:"," eingefügt, "»" eingefügt, "den" geändert in "denn"(fuhr er fort, »sind Sie denn Fräulein Emma)

Seite201:"Zwilligsschwestern" geändert in "Zwillingsschwestern"(Wir haben unsere Zwillingsschwestern bis in ihr)

Seite201:";" geändert in ","(oder andere Verhältnisse, welche sie in die Ferne riefen)

Seite202:"dennn" geändert in "denn"(großen Verlust erfahren müssen, dennn nicht alle)

Seite202:"nnd" geändert in "und"(das Haus und andere Habseligkeiten zu verkaufen)


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