Des Schweizers Heimweh.

Des Schweizers Heimweh.

Ewig Bangen, ewig SehnenNach dem theuren Vaterland,Nie das Auge ohne ThränenNach der Ferne hingewandt,O wer kühlt mein Gluthverlangen,Wer mein Sehnen, wer mein Bangen,Ach, mit jedem Morgen neu!Bei des Tages erstem Schimmer,Bei der Sonne erstem Blick,Freud’ und Leben kehrt doch nimmerIn des Schweizers Brust zurück;Heerden blöcken, Glöcklein klingen,Vöglein, die im Walde singen,Ach, sie können fröhlich sein!Wo die Alpenröschen blühen,Wo am Morgen, herrlich groß,Schreckhorn und die Jungfrau glühen,Ach! der Heimath stillen Schooß,Könnt’ ich euch, geliebte Höhen,Nur noch einmal wiedersehen,Eh’ das arme Herz mir bricht!Wo der Aar in reinen LüftenKühner seine Schwingen hebt,Ueber bodenlosen KlüftenUngewohnt der Wandrer bebt,Wo von friedlich stillen Matten,Bei des Abends kühlen Schatten,Läutend Heerden heimwärts zieh’n.Wenn am Abend es sich röthet,Und im still geword’nen HainNur die Nachtigall noch flötet,O wie bin ich dann allein!Hör’ ich ihre sanften Lieder,Kehret meine Sehnsucht wiederUnd das Herz will mir vergeh’n.Ja, nach Dir ruft mich mein Sehnen,Vaterland! Du bist gemeint,Land, wo die Schalmeien tönen,Wo mein Liesli um mich weint,Du mein Thal, geliebte Höhen,Könnt’ ich euch noch einmal sehen,Eh’ das arme Herz mir bricht!

Ewig Bangen, ewig SehnenNach dem theuren Vaterland,Nie das Auge ohne ThränenNach der Ferne hingewandt,O wer kühlt mein Gluthverlangen,Wer mein Sehnen, wer mein Bangen,Ach, mit jedem Morgen neu!Bei des Tages erstem Schimmer,Bei der Sonne erstem Blick,Freud’ und Leben kehrt doch nimmerIn des Schweizers Brust zurück;Heerden blöcken, Glöcklein klingen,Vöglein, die im Walde singen,Ach, sie können fröhlich sein!Wo die Alpenröschen blühen,Wo am Morgen, herrlich groß,Schreckhorn und die Jungfrau glühen,Ach! der Heimath stillen Schooß,Könnt’ ich euch, geliebte Höhen,Nur noch einmal wiedersehen,Eh’ das arme Herz mir bricht!Wo der Aar in reinen LüftenKühner seine Schwingen hebt,Ueber bodenlosen KlüftenUngewohnt der Wandrer bebt,Wo von friedlich stillen Matten,Bei des Abends kühlen Schatten,Läutend Heerden heimwärts zieh’n.Wenn am Abend es sich röthet,Und im still geword’nen HainNur die Nachtigall noch flötet,O wie bin ich dann allein!Hör’ ich ihre sanften Lieder,Kehret meine Sehnsucht wiederUnd das Herz will mir vergeh’n.Ja, nach Dir ruft mich mein Sehnen,Vaterland! Du bist gemeint,Land, wo die Schalmeien tönen,Wo mein Liesli um mich weint,Du mein Thal, geliebte Höhen,Könnt’ ich euch noch einmal sehen,Eh’ das arme Herz mir bricht!

Ewig Bangen, ewig SehnenNach dem theuren Vaterland,Nie das Auge ohne ThränenNach der Ferne hingewandt,O wer kühlt mein Gluthverlangen,Wer mein Sehnen, wer mein Bangen,Ach, mit jedem Morgen neu!

Ewig Bangen, ewig Sehnen

Nach dem theuren Vaterland,

Nie das Auge ohne Thränen

Nach der Ferne hingewandt,

O wer kühlt mein Gluthverlangen,

Wer mein Sehnen, wer mein Bangen,

Ach, mit jedem Morgen neu!

Bei des Tages erstem Schimmer,Bei der Sonne erstem Blick,Freud’ und Leben kehrt doch nimmerIn des Schweizers Brust zurück;Heerden blöcken, Glöcklein klingen,Vöglein, die im Walde singen,Ach, sie können fröhlich sein!

Bei des Tages erstem Schimmer,

Bei der Sonne erstem Blick,

Freud’ und Leben kehrt doch nimmer

In des Schweizers Brust zurück;

Heerden blöcken, Glöcklein klingen,

Vöglein, die im Walde singen,

Ach, sie können fröhlich sein!

Wo die Alpenröschen blühen,Wo am Morgen, herrlich groß,Schreckhorn und die Jungfrau glühen,Ach! der Heimath stillen Schooß,Könnt’ ich euch, geliebte Höhen,Nur noch einmal wiedersehen,Eh’ das arme Herz mir bricht!

Wo die Alpenröschen blühen,

Wo am Morgen, herrlich groß,

Schreckhorn und die Jungfrau glühen,

Ach! der Heimath stillen Schooß,

Könnt’ ich euch, geliebte Höhen,

Nur noch einmal wiedersehen,

Eh’ das arme Herz mir bricht!

Wo der Aar in reinen LüftenKühner seine Schwingen hebt,Ueber bodenlosen KlüftenUngewohnt der Wandrer bebt,Wo von friedlich stillen Matten,Bei des Abends kühlen Schatten,Läutend Heerden heimwärts zieh’n.

Wo der Aar in reinen Lüften

Kühner seine Schwingen hebt,

Ueber bodenlosen Klüften

Ungewohnt der Wandrer bebt,

Wo von friedlich stillen Matten,

Bei des Abends kühlen Schatten,

Läutend Heerden heimwärts zieh’n.

Wenn am Abend es sich röthet,Und im still geword’nen HainNur die Nachtigall noch flötet,O wie bin ich dann allein!Hör’ ich ihre sanften Lieder,Kehret meine Sehnsucht wiederUnd das Herz will mir vergeh’n.

Wenn am Abend es sich röthet,

Und im still geword’nen Hain

Nur die Nachtigall noch flötet,

O wie bin ich dann allein!

Hör’ ich ihre sanften Lieder,

Kehret meine Sehnsucht wieder

Und das Herz will mir vergeh’n.

Ja, nach Dir ruft mich mein Sehnen,Vaterland! Du bist gemeint,Land, wo die Schalmeien tönen,Wo mein Liesli um mich weint,Du mein Thal, geliebte Höhen,Könnt’ ich euch noch einmal sehen,Eh’ das arme Herz mir bricht!

Ja, nach Dir ruft mich mein Sehnen,

Vaterland! Du bist gemeint,

Land, wo die Schalmeien tönen,

Wo mein Liesli um mich weint,

Du mein Thal, geliebte Höhen,

Könnt’ ich euch noch einmal sehen,

Eh’ das arme Herz mir bricht!


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