Die Fische.

Die Fische.

In einer Kugel von KrystallZwei gold’ne Fischlein wohnten,Die theilten ihre Schmerzen allSeit vielen vielen Monden.Doch war dem kleinen gold’nen PaarDer Käfig nicht zum Leide,Denn weil so eins beim andern war,War’s eine Welt für beide.Und weil Gelübd’ und frommer SchwurDie kleinen Zungen banden,So haben, Aug’ in Auge nur,Die Fischlein sich verstanden.Und grüßte draußen froh und lautDas Vöglein in den Zweigen,Hat eins das and’re angeschautMit wehmuthsvollem Schweigen.Und schienen in’s Krystall hineinDer Abendröthe Strahlen,That sich der Liebe heller ScheinIn Fischleins Auge malen.Sie träumten wohl von Meeresgrund,Von ferner Wogen Schäumen,Doch keines that dem andern kundSein Lieben und sein Träumen.Und weil nun eins mit so viel SchmerzUm’s and’re hat geworben,Da ist gebrochen Fischleins Herz,Und Fischlein ist gestorben.Und weil’s mit Sprache nicht begabt,Muß still das and’re klagen:„Ich hab’ Dich doch so lieb gehabt,Und konnt’s Dir doch nicht sagen.“

In einer Kugel von KrystallZwei gold’ne Fischlein wohnten,Die theilten ihre Schmerzen allSeit vielen vielen Monden.Doch war dem kleinen gold’nen PaarDer Käfig nicht zum Leide,Denn weil so eins beim andern war,War’s eine Welt für beide.Und weil Gelübd’ und frommer SchwurDie kleinen Zungen banden,So haben, Aug’ in Auge nur,Die Fischlein sich verstanden.Und grüßte draußen froh und lautDas Vöglein in den Zweigen,Hat eins das and’re angeschautMit wehmuthsvollem Schweigen.Und schienen in’s Krystall hineinDer Abendröthe Strahlen,That sich der Liebe heller ScheinIn Fischleins Auge malen.Sie träumten wohl von Meeresgrund,Von ferner Wogen Schäumen,Doch keines that dem andern kundSein Lieben und sein Träumen.Und weil nun eins mit so viel SchmerzUm’s and’re hat geworben,Da ist gebrochen Fischleins Herz,Und Fischlein ist gestorben.Und weil’s mit Sprache nicht begabt,Muß still das and’re klagen:„Ich hab’ Dich doch so lieb gehabt,Und konnt’s Dir doch nicht sagen.“

In einer Kugel von KrystallZwei gold’ne Fischlein wohnten,Die theilten ihre Schmerzen allSeit vielen vielen Monden.

In einer Kugel von Krystall

Zwei gold’ne Fischlein wohnten,

Die theilten ihre Schmerzen all

Seit vielen vielen Monden.

Doch war dem kleinen gold’nen PaarDer Käfig nicht zum Leide,Denn weil so eins beim andern war,War’s eine Welt für beide.

Doch war dem kleinen gold’nen Paar

Der Käfig nicht zum Leide,

Denn weil so eins beim andern war,

War’s eine Welt für beide.

Und weil Gelübd’ und frommer SchwurDie kleinen Zungen banden,So haben, Aug’ in Auge nur,Die Fischlein sich verstanden.

Und weil Gelübd’ und frommer Schwur

Die kleinen Zungen banden,

So haben, Aug’ in Auge nur,

Die Fischlein sich verstanden.

Und grüßte draußen froh und lautDas Vöglein in den Zweigen,Hat eins das and’re angeschautMit wehmuthsvollem Schweigen.

Und grüßte draußen froh und laut

Das Vöglein in den Zweigen,

Hat eins das and’re angeschaut

Mit wehmuthsvollem Schweigen.

Und schienen in’s Krystall hineinDer Abendröthe Strahlen,That sich der Liebe heller ScheinIn Fischleins Auge malen.

Und schienen in’s Krystall hinein

Der Abendröthe Strahlen,

That sich der Liebe heller Schein

In Fischleins Auge malen.

Sie träumten wohl von Meeresgrund,Von ferner Wogen Schäumen,Doch keines that dem andern kundSein Lieben und sein Träumen.

Sie träumten wohl von Meeresgrund,

Von ferner Wogen Schäumen,

Doch keines that dem andern kund

Sein Lieben und sein Träumen.

Und weil nun eins mit so viel SchmerzUm’s and’re hat geworben,Da ist gebrochen Fischleins Herz,Und Fischlein ist gestorben.

Und weil nun eins mit so viel Schmerz

Um’s and’re hat geworben,

Da ist gebrochen Fischleins Herz,

Und Fischlein ist gestorben.

Und weil’s mit Sprache nicht begabt,Muß still das and’re klagen:„Ich hab’ Dich doch so lieb gehabt,Und konnt’s Dir doch nicht sagen.“

Und weil’s mit Sprache nicht begabt,

Muß still das and’re klagen:

„Ich hab’ Dich doch so lieb gehabt,

Und konnt’s Dir doch nicht sagen.“


Back to IndexNext