Vaterfreude.[7]

Vaterfreude.[7]

Juchheisa, mein Junge, komm, gieb mir die Händchen!Juchheisa, mein Bübchen, nun hat’s keine Noth!Auf’m Ohr die Haube mit rosigem Bändchen,Vom Trinken die andere Wange roth.Juchhe, nun tanzen wir, gelt? Du bist froh,Wenn ich mit Dir tanze und singe so so,Und erzähl’ Dir vom Wolf und vom Schaf’,Und wiege meinPaul’chen in Schlaf.Horch, ’s war ’mal ein Mann, und ein Lämmchen, ein kleines,Und der Mann, der hatte das Lämmchen so lieb,Es hatt’ ein weiß Kleidchen, so schneeig wie Deines,Und es war auch ein Wolf, ein gar arger Dieb,Der wollte das Lämmchen gern kaufen für Geld.Nein, sprach der Mann, nicht für die ganze Welt!Papa kennt das Lämmchen gar wohl,Es ist ja sein lieblicherPaul.Und wenn dann mein Jüngchen ist größer geworden,Dann kriegt er ’nen Säbel, den hängt er sich um,Und kriegt eine Mütze mit goldenen Borden,Und auch eine Trommel, und trommelt trum trum!Und auch eine Flinte und Pulver und Schrot,Dann schießen wir beide den Wolf maustodt,Und schlafen dann ruhig und wohl,Nicht wahr Du, mein herzigerPaul?Und marschier’n, wie die Preußen, durch die Gassen,Gehst aber nicht fort in den Krieg hinaus?Willst aber nicht Vater und Mutter verlassen?Sonst grämt sich Papa und Mama zu Haus.Wollen lieber Schildwacht zu Hause steh’n,Damit der Mama kein Leids mag gescheh’n,Denn lieb hat Mama Dich, meinPaul,Nun schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!Dann reist auch Papa und Mama mit dem KindeIn ’nem großen Wagen in’s deutsche Land,UndPaulnimmt den Säbel mit und auch die Flinte,Und schlägt seinem Großpapa derb in die Hand,Und sagt: ich bin zwar von kleinem Schrot,Doch schieß’ ich die Wölfe, wie Spatzen, todt.Puff, puff! schießt der lieblichePaul,Nun schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!Nun schlafe und träume vom deutschen Lande,Und träume vom Mann und vom Wolf und vom Schaf,Und träume vom Säbel mit goldenem Bande,Und reise und reise im süßesten Schlaf.Wir schießen die Wölfe, ja ja, sei still!Wir schießen so viel, als mein Junge nur will.Nun schlafe, mein herzigerPaul,Schlaf, schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!

Juchheisa, mein Junge, komm, gieb mir die Händchen!Juchheisa, mein Bübchen, nun hat’s keine Noth!Auf’m Ohr die Haube mit rosigem Bändchen,Vom Trinken die andere Wange roth.Juchhe, nun tanzen wir, gelt? Du bist froh,Wenn ich mit Dir tanze und singe so so,Und erzähl’ Dir vom Wolf und vom Schaf’,Und wiege meinPaul’chen in Schlaf.Horch, ’s war ’mal ein Mann, und ein Lämmchen, ein kleines,Und der Mann, der hatte das Lämmchen so lieb,Es hatt’ ein weiß Kleidchen, so schneeig wie Deines,Und es war auch ein Wolf, ein gar arger Dieb,Der wollte das Lämmchen gern kaufen für Geld.Nein, sprach der Mann, nicht für die ganze Welt!Papa kennt das Lämmchen gar wohl,Es ist ja sein lieblicherPaul.Und wenn dann mein Jüngchen ist größer geworden,Dann kriegt er ’nen Säbel, den hängt er sich um,Und kriegt eine Mütze mit goldenen Borden,Und auch eine Trommel, und trommelt trum trum!Und auch eine Flinte und Pulver und Schrot,Dann schießen wir beide den Wolf maustodt,Und schlafen dann ruhig und wohl,Nicht wahr Du, mein herzigerPaul?Und marschier’n, wie die Preußen, durch die Gassen,Gehst aber nicht fort in den Krieg hinaus?Willst aber nicht Vater und Mutter verlassen?Sonst grämt sich Papa und Mama zu Haus.Wollen lieber Schildwacht zu Hause steh’n,Damit der Mama kein Leids mag gescheh’n,Denn lieb hat Mama Dich, meinPaul,Nun schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!Dann reist auch Papa und Mama mit dem KindeIn ’nem großen Wagen in’s deutsche Land,UndPaulnimmt den Säbel mit und auch die Flinte,Und schlägt seinem Großpapa derb in die Hand,Und sagt: ich bin zwar von kleinem Schrot,Doch schieß’ ich die Wölfe, wie Spatzen, todt.Puff, puff! schießt der lieblichePaul,Nun schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!Nun schlafe und träume vom deutschen Lande,Und träume vom Mann und vom Wolf und vom Schaf,Und träume vom Säbel mit goldenem Bande,Und reise und reise im süßesten Schlaf.Wir schießen die Wölfe, ja ja, sei still!Wir schießen so viel, als mein Junge nur will.Nun schlafe, mein herzigerPaul,Schlaf, schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!

Juchheisa, mein Junge, komm, gieb mir die Händchen!Juchheisa, mein Bübchen, nun hat’s keine Noth!Auf’m Ohr die Haube mit rosigem Bändchen,Vom Trinken die andere Wange roth.Juchhe, nun tanzen wir, gelt? Du bist froh,Wenn ich mit Dir tanze und singe so so,Und erzähl’ Dir vom Wolf und vom Schaf’,Und wiege meinPaul’chen in Schlaf.

Juchheisa, mein Junge, komm, gieb mir die Händchen!

Juchheisa, mein Bübchen, nun hat’s keine Noth!

Auf’m Ohr die Haube mit rosigem Bändchen,

Vom Trinken die andere Wange roth.

Juchhe, nun tanzen wir, gelt? Du bist froh,

Wenn ich mit Dir tanze und singe so so,

Und erzähl’ Dir vom Wolf und vom Schaf’,

Und wiege meinPaul’chen in Schlaf.

Horch, ’s war ’mal ein Mann, und ein Lämmchen, ein kleines,Und der Mann, der hatte das Lämmchen so lieb,Es hatt’ ein weiß Kleidchen, so schneeig wie Deines,Und es war auch ein Wolf, ein gar arger Dieb,Der wollte das Lämmchen gern kaufen für Geld.Nein, sprach der Mann, nicht für die ganze Welt!Papa kennt das Lämmchen gar wohl,Es ist ja sein lieblicherPaul.

Horch, ’s war ’mal ein Mann, und ein Lämmchen, ein kleines,

Und der Mann, der hatte das Lämmchen so lieb,

Es hatt’ ein weiß Kleidchen, so schneeig wie Deines,

Und es war auch ein Wolf, ein gar arger Dieb,

Der wollte das Lämmchen gern kaufen für Geld.

Nein, sprach der Mann, nicht für die ganze Welt!

Papa kennt das Lämmchen gar wohl,

Es ist ja sein lieblicherPaul.

Und wenn dann mein Jüngchen ist größer geworden,Dann kriegt er ’nen Säbel, den hängt er sich um,Und kriegt eine Mütze mit goldenen Borden,Und auch eine Trommel, und trommelt trum trum!Und auch eine Flinte und Pulver und Schrot,Dann schießen wir beide den Wolf maustodt,Und schlafen dann ruhig und wohl,Nicht wahr Du, mein herzigerPaul?

Und wenn dann mein Jüngchen ist größer geworden,

Dann kriegt er ’nen Säbel, den hängt er sich um,

Und kriegt eine Mütze mit goldenen Borden,

Und auch eine Trommel, und trommelt trum trum!

Und auch eine Flinte und Pulver und Schrot,

Dann schießen wir beide den Wolf maustodt,

Und schlafen dann ruhig und wohl,

Nicht wahr Du, mein herzigerPaul?

Und marschier’n, wie die Preußen, durch die Gassen,Gehst aber nicht fort in den Krieg hinaus?Willst aber nicht Vater und Mutter verlassen?Sonst grämt sich Papa und Mama zu Haus.Wollen lieber Schildwacht zu Hause steh’n,Damit der Mama kein Leids mag gescheh’n,Denn lieb hat Mama Dich, meinPaul,Nun schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!

Und marschier’n, wie die Preußen, durch die Gassen,

Gehst aber nicht fort in den Krieg hinaus?

Willst aber nicht Vater und Mutter verlassen?

Sonst grämt sich Papa und Mama zu Haus.

Wollen lieber Schildwacht zu Hause steh’n,

Damit der Mama kein Leids mag gescheh’n,

Denn lieb hat Mama Dich, meinPaul,

Nun schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!

Dann reist auch Papa und Mama mit dem KindeIn ’nem großen Wagen in’s deutsche Land,UndPaulnimmt den Säbel mit und auch die Flinte,Und schlägt seinem Großpapa derb in die Hand,Und sagt: ich bin zwar von kleinem Schrot,Doch schieß’ ich die Wölfe, wie Spatzen, todt.Puff, puff! schießt der lieblichePaul,Nun schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!

Dann reist auch Papa und Mama mit dem Kinde

In ’nem großen Wagen in’s deutsche Land,

UndPaulnimmt den Säbel mit und auch die Flinte,

Und schlägt seinem Großpapa derb in die Hand,

Und sagt: ich bin zwar von kleinem Schrot,

Doch schieß’ ich die Wölfe, wie Spatzen, todt.

Puff, puff! schießt der lieblichePaul,

Nun schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!

Nun schlafe und träume vom deutschen Lande,Und träume vom Mann und vom Wolf und vom Schaf,Und träume vom Säbel mit goldenem Bande,Und reise und reise im süßesten Schlaf.Wir schießen die Wölfe, ja ja, sei still!Wir schießen so viel, als mein Junge nur will.Nun schlafe, mein herzigerPaul,Schlaf, schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!

Nun schlafe und träume vom deutschen Lande,

Und träume vom Mann und vom Wolf und vom Schaf,

Und träume vom Säbel mit goldenem Bande,

Und reise und reise im süßesten Schlaf.

Wir schießen die Wölfe, ja ja, sei still!

Wir schießen so viel, als mein Junge nur will.

Nun schlafe, mein herzigerPaul,

Schlaf, schlafe, mein Bübchen, schlaf wohl!


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