Von der Luxemburger Mosel.

Von der Luxemburger Mosel.

Eile durch die Blumenauen,Holde Mosel, nach dem Rhein,Laß mir meine deutschen GauenTausendmal gegrüßet sein!Trage mit dreifarb’ger FahneMeiner Sehnsucht Schifflein fort,Sei behutsam mit dem Kahne,Bring’ mir ihn zu sicherm Port!Eilt, ja eilt, ihr grünen Wogen!Seidnoch nichtim deutschen Land,Wenn man’s euch auch vorgelogen –Längst zerrissen ist das Band.Glaubt es nicht dem Klang der Zungen,Der da rechts und links erklingt,Nicht dem Lied des Fischerjungen,Der am Ufer drüben singt!Glaubt es nicht der deutschen Hütte,Die im Dorfe drüben steht;Glaubt es nicht der deutschen Sitte,Die in ihren Mauern weht;Dürft’s auch nicht den deutschen Trauben,Nicht einmal dem Bettlerkind,Noch dem Meilenzeiger glauben,Daß wir hier in Deutschland sind.Flieht, o flieht, ihr grünen Wogen,Thut’s dem Vater Rheine kund,Was sie hier euch vorgelogen:Hat geträumt dem Deutschen Bund,Und im Schlaf, – daß Gott erbarme! –Stahlen sie ihm Land und Leut’,Und Franzosen sind wir heut’.Will es nicht gerad’ verdammen:Wer sein Kind von Haus’ entfernt,Gibt’s hinaus zu welschen Ammen,Daß der Bub’ französisch lernt. –Aber daß das Kind, das deutsche,Man zu Schimpf und Spott verkehrt,Daß man’s die BeamtenpeitscheAuf französisch tragen lehrt! –Das in wilden Wellenschlägen,Das erzählt dem deutschen Land,Macht’s von Vaterlandes wegenAn dem ganzen Rhein bekannt!Und vergeßt mir nicht das eine:Meiner wärmsten Liebe Kahn,Legt mir ihn am schönen RheineBei dem schönsten Ufer an.

Eile durch die Blumenauen,Holde Mosel, nach dem Rhein,Laß mir meine deutschen GauenTausendmal gegrüßet sein!Trage mit dreifarb’ger FahneMeiner Sehnsucht Schifflein fort,Sei behutsam mit dem Kahne,Bring’ mir ihn zu sicherm Port!Eilt, ja eilt, ihr grünen Wogen!Seidnoch nichtim deutschen Land,Wenn man’s euch auch vorgelogen –Längst zerrissen ist das Band.Glaubt es nicht dem Klang der Zungen,Der da rechts und links erklingt,Nicht dem Lied des Fischerjungen,Der am Ufer drüben singt!Glaubt es nicht der deutschen Hütte,Die im Dorfe drüben steht;Glaubt es nicht der deutschen Sitte,Die in ihren Mauern weht;Dürft’s auch nicht den deutschen Trauben,Nicht einmal dem Bettlerkind,Noch dem Meilenzeiger glauben,Daß wir hier in Deutschland sind.Flieht, o flieht, ihr grünen Wogen,Thut’s dem Vater Rheine kund,Was sie hier euch vorgelogen:Hat geträumt dem Deutschen Bund,Und im Schlaf, – daß Gott erbarme! –Stahlen sie ihm Land und Leut’,Und Franzosen sind wir heut’.Will es nicht gerad’ verdammen:Wer sein Kind von Haus’ entfernt,Gibt’s hinaus zu welschen Ammen,Daß der Bub’ französisch lernt. –Aber daß das Kind, das deutsche,Man zu Schimpf und Spott verkehrt,Daß man’s die BeamtenpeitscheAuf französisch tragen lehrt! –Das in wilden Wellenschlägen,Das erzählt dem deutschen Land,Macht’s von Vaterlandes wegenAn dem ganzen Rhein bekannt!Und vergeßt mir nicht das eine:Meiner wärmsten Liebe Kahn,Legt mir ihn am schönen RheineBei dem schönsten Ufer an.

Eile durch die Blumenauen,Holde Mosel, nach dem Rhein,Laß mir meine deutschen GauenTausendmal gegrüßet sein!Trage mit dreifarb’ger FahneMeiner Sehnsucht Schifflein fort,Sei behutsam mit dem Kahne,Bring’ mir ihn zu sicherm Port!

Eile durch die Blumenauen,

Holde Mosel, nach dem Rhein,

Laß mir meine deutschen Gauen

Tausendmal gegrüßet sein!

Trage mit dreifarb’ger Fahne

Meiner Sehnsucht Schifflein fort,

Sei behutsam mit dem Kahne,

Bring’ mir ihn zu sicherm Port!

Eilt, ja eilt, ihr grünen Wogen!Seidnoch nichtim deutschen Land,Wenn man’s euch auch vorgelogen –Längst zerrissen ist das Band.Glaubt es nicht dem Klang der Zungen,Der da rechts und links erklingt,Nicht dem Lied des Fischerjungen,Der am Ufer drüben singt!

Eilt, ja eilt, ihr grünen Wogen!

Seidnoch nichtim deutschen Land,

Wenn man’s euch auch vorgelogen –

Längst zerrissen ist das Band.

Glaubt es nicht dem Klang der Zungen,

Der da rechts und links erklingt,

Nicht dem Lied des Fischerjungen,

Der am Ufer drüben singt!

Glaubt es nicht der deutschen Hütte,Die im Dorfe drüben steht;Glaubt es nicht der deutschen Sitte,Die in ihren Mauern weht;Dürft’s auch nicht den deutschen Trauben,Nicht einmal dem Bettlerkind,Noch dem Meilenzeiger glauben,Daß wir hier in Deutschland sind.

Glaubt es nicht der deutschen Hütte,

Die im Dorfe drüben steht;

Glaubt es nicht der deutschen Sitte,

Die in ihren Mauern weht;

Dürft’s auch nicht den deutschen Trauben,

Nicht einmal dem Bettlerkind,

Noch dem Meilenzeiger glauben,

Daß wir hier in Deutschland sind.

Flieht, o flieht, ihr grünen Wogen,Thut’s dem Vater Rheine kund,Was sie hier euch vorgelogen:Hat geträumt dem Deutschen Bund,Und im Schlaf, – daß Gott erbarme! –Stahlen sie ihm Land und Leut’,Und Franzosen sind wir heut’.

Flieht, o flieht, ihr grünen Wogen,

Thut’s dem Vater Rheine kund,

Was sie hier euch vorgelogen:

Hat geträumt dem Deutschen Bund,

Und im Schlaf, – daß Gott erbarme! –

Stahlen sie ihm Land und Leut’,

Und Franzosen sind wir heut’.

Will es nicht gerad’ verdammen:Wer sein Kind von Haus’ entfernt,Gibt’s hinaus zu welschen Ammen,Daß der Bub’ französisch lernt. –Aber daß das Kind, das deutsche,Man zu Schimpf und Spott verkehrt,Daß man’s die BeamtenpeitscheAuf französisch tragen lehrt! –

Will es nicht gerad’ verdammen:

Wer sein Kind von Haus’ entfernt,

Gibt’s hinaus zu welschen Ammen,

Daß der Bub’ französisch lernt. –

Aber daß das Kind, das deutsche,

Man zu Schimpf und Spott verkehrt,

Daß man’s die Beamtenpeitsche

Auf französisch tragen lehrt! –

Das in wilden Wellenschlägen,Das erzählt dem deutschen Land,Macht’s von Vaterlandes wegenAn dem ganzen Rhein bekannt!Und vergeßt mir nicht das eine:Meiner wärmsten Liebe Kahn,Legt mir ihn am schönen RheineBei dem schönsten Ufer an.

Das in wilden Wellenschlägen,

Das erzählt dem deutschen Land,

Macht’s von Vaterlandes wegen

An dem ganzen Rhein bekannt!

Und vergeßt mir nicht das eine:

Meiner wärmsten Liebe Kahn,

Legt mir ihn am schönen Rheine

Bei dem schönsten Ufer an.


Back to IndexNext