Bei St. HeinrichMittelböhmische LandschaftDas HeimatliedTRAUMGEKRÖNT (1897)KönigsliedTräumenI.Mein Herz gleichtII.Ich denke an:III.Mir ist: ein Häuschen wär mein eigenIV.Eine alte Weide trauertV.Die Rose hier, die gelbeVI.Wir saßen beisammenVII.Ich wollt, sie hätten statt der WiegeVIII.Jene Wolke will ich neidenIX.Mir ist: Die WeltX.Wenn das Volk, das drohnenträgeXI.Weiß ich denn, wie mir geschiehtXII.Schon blinztXIII.Fahlgrauer HimmelXIV.Die Nacht liegt duftschwerXV.Im Schoß der silberhellenXVI.AbendläutenXVII.Weltenweiter WandrerXVIII.Möchte mir ein blondes Glück erkiesenXIX.Vor mir liegt ein FelsenmeerXX.Die Fenster glühtenXXI.Es gibt so wunderweiße NächteXXII.Wie eine RiesenwunderblumeXXIII.Wie, jegliches Gefühl vertiefend.XXIV.O gäbs doch SterneXXV.Mir ist so weh, so weh, als müßteXXVI.Matt durch der TaleXXVII.Ein Erinnern, das ich heilig heißeXXVIII.Glaubt mirLIEBENI.Und wie mag die LiebeII.Das war der TagIII.Einen Maitag mit dir beisammen seinIV.Ich weiß nicht, wie mir geschiehtV.Ob dus noch denkstVI.Wir saßen beide in GedankenVII.Blondköpfchen hinter den ScheibenVIII.Die Liese wird heuteIX.Ich träume tief im WeingerankX.Es ist ein Weltmeer voller LichteXI.Ich war noch ein KnabeXII.Die Nacht im SilberfunkenkleidXIII.Schon starb der TagXIV.Es leuchteten im Garten die SyringenXV.Oft scheinst du mir ein KindXVI.Nach einem GlückXVII.Wir gingenXVIII.Im Frühling oder im TraumeXIX.Sie hatte keinerlei GeschichteXX.Man merkte: der Herbst kamXXI.Manchmal da ist mirXXII.Es ist langADVENT (1898)Advent. Es treibt der WindGABENDas ist mein StreitDu meine heilige EinsamkeitDer Bach hat leise MelodienIch liebe vergessene FlurmadonnenWarst du ein Kind in froher ScharPfauenfeder: in deiner FeinheitOft denk ich auf der AlltagsreiseDamit ich glücklich wäreAn manchem Tag ist meine Seele stillNennt ihr das Seele, was so zage zirptDie hohen Tannen atmen heiserDer Abend kommt von weit gegangenDas Wetter war grau und grellSonne verlodert am HimmelsrainDu arme, alte KapelleDie Mädchen singenLehnen im Abendgarten beideEine der weißen VestageweihtenIm Kreise der BaroneEin weißes Schloß in weißer EinsamkeitIrgendwo muß es Paläste gebenIm Schlosse mit den roten ZinkenEinmal möcht ich dich wiederschauenEs kommt in prunkenden GebreitenHorch, verhallt nicht ein scheuerDer König Abend weiß sich schwachDer Tag entschlummert leiseFAHRTENVenedigI. Fremdes RufenII. Immer ist mir, daß die leisenIII. Mein Ruder sangIV. Ave weht von den Türmen herEnglar im EppanTennoCasablancaArcoI muliniBodenseeKonstanzFUNDEWenn wie ein leises FlügelbreitenIch möchte draußen dir begegnenIch mußte denken unverwandtFremd ist, was deine Lippen sagenDu bist so fremd, du bist so bleichWeißt du, ich will mich schleichenBei dir ist es trautDie Nacht holt heimlichDu, Hände, welche immer gebenBist gewandert durch Wähn und WehWill dir den Frühling zeigenUnd dieser Frühling macht dich bleicherMir ist: ich muß dir den BrautnachtstraußBist du so müd? Ich will dich leise leitenDu: ein Schloß an wellenschwerenPurpurrote Rosen bindenEin HändeineinanderlegenDu willst dir einen Pagen küren?Abend hat mich müd gemachtWas reißt ihr aus meinen blassen, blauenMir war so weh. Ich sah dich blaß und bangWie meine Träume nach dir schreinUnd du warst schön. In deinem Auge schienDu hast so große Augen, KindDu sahst in hohe LichthofmauernSie war: Ein unerwünschtes KindWenn ich dir ernst ins Auge schauteJa, früher, wenn ich an dich dachteIch ging durch ein LandWeißt du, daß ich dir müde Rosen flechteKannst du die alten Lieder noch spielenWo sind die Lilien aus dem hohen GlasMÜTTERIch sehne oft nach einer Mutter michMir ist oft, daß ich fragen müßtIch gehe unter roten ZweigenLeise weht ein erstes BlühnUnd reden sie dir jetzt von SchandeDer blonde Knabe singtDie MutterManchmal fühlt sie: Das Leben ist groß