Vorwort.

Vorwort.

Dies Büchlein will nichts, als eine Unzahl Blüten alterzgebirgischer Volkspoesie, die bisher verstreut oder vergessen waren, zu einem kunstlosen Strauße binden.

Volkslied und Volksdichtung sind lange nicht mehr kaum geduldete und mitleidig belächelte Begriffe im deutschen Kunstleben. Das Volkslied erklingt auf allen Wegen und Stegen, daheim und im Konzertsaal; die Volksdichtung hat verständnisvolle Leser und das Volksbühnenspiel durch Haaß-Berkow begeisterte Hörer und Miterleber gefunden. Die sentimental-süßliche für das Volk zurechtgestutzte Volkskunst ist als falsches Gold erkannt und entwertet worden und mit gediegener Eigenprägung wartet die künstlerische Münze unseres Volkes auf.

Durch alle Gegenden des deutschen Landes braust ein voller Chor zum Preise unseres unverfälschten Volkstums, möge das Stimmlein dieses Buches ihn verstärken helfen!


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