DIE JUNGE GATTIN

DIE JUNGE GATTIN

Frau Ernstgewidmet.

Immerrekonstruiereich mir wiederseine Leiden — — — wie er dalag auf finsteremkaltem nassem Felde,mit seiner Schußwunde!Weshalbtue ich es?!?Um nicht dieQualzu haben,ruhigzu werden,obzwar dieschwachearmselige Seele nachBeruhigungdrängt!Wenn er aus seiner Ohnmacht erwachte,dachte er anmich. Nein, er dachte:„Wann,wannwird jemand kommen, mich verbinden?!“DemfremdenRetter harrte er entgegen.Alskeinerkam, da dachte er anmich!O sei gesegnet, Schicksal,daß ich wenigstens einenAugenblick langihm nochetwas war!

Immerrekonstruiereich mir wiederseine Leiden — — — wie er dalag auf finsteremkaltem nassem Felde,mit seiner Schußwunde!Weshalbtue ich es?!?Um nicht dieQualzu haben,ruhigzu werden,obzwar dieschwachearmselige Seele nachBeruhigungdrängt!Wenn er aus seiner Ohnmacht erwachte,dachte er anmich. Nein, er dachte:„Wann,wannwird jemand kommen, mich verbinden?!“DemfremdenRetter harrte er entgegen.Alskeinerkam, da dachte er anmich!O sei gesegnet, Schicksal,daß ich wenigstens einenAugenblick langihm nochetwas war!

Immerrekonstruiereich mir wieder

seine Leiden — — — wie er dalag auf finsterem

kaltem nassem Felde,

mit seiner Schußwunde!

Weshalbtue ich es?!?

Um nicht dieQualzu haben,ruhigzu werden,

obzwar dieschwachearmselige Seele nach

Beruhigungdrängt!

Wenn er aus seiner Ohnmacht erwachte,

dachte er anmich. Nein, er dachte:

„Wann,wannwird jemand kommen, mich verbinden?!“

DemfremdenRetter harrte er entgegen.

Alskeinerkam, da dachte er anmich!

O sei gesegnet, Schicksal,

daß ich wenigstens einenAugenblick lang

ihm nochetwas war!


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