DORA 3

DORA 3

Er hatte es sich endlich, schließlich vorgenommen,falls sie doch noch wiederkommen sollte,falls,nichtvon seinem japanischen Lehnsessel aufzustehen,sondern nur in tiefster Ergriffenheit und Freude zu sagen: „Endlich!“Das hatte er sich vorgenommen,in diese Rolle seines Herzens hatteer sich eingelebt, man kann sagen bei Tag und Nacht,ein idealer Schauspielerseiner selbst!Nun werdet ihr wohl glauben, daß, als sie kam,es doch ganz anders war natürlichals man sich’s in Gedanken vorgenommen!Nein, es warganz so.Auf die Gefahr, euch zu enttäuschen!Er blieb sitzen, schaute sie lange an und sagte: „Endlich!“Nun war sie gekommen und gegangen — — —.Er sah seintiefes Unrechtein an denen,denen eretwas Besonderesseit Jahren war in ihremzerstörten Leben, ein Lichtschein, ein Geleite, durch ihre Wirrnisse!Sie war gekommen und gegangen.Und nichts!Langer Zeiten vielleicht hätte es bedurft, um siein jene Welten, sagen wirhinaufzu führen,in welche jene anderen von selbst,kraft ihrerSeele, flogen, imerstenAugenblicke derBekanntschaft — — —. Frauenwerdennicht, siesind!Es war besser so. Die Sehnsucht hatte mich entbrannt,und brannte mir die Seele aus, bei Tag und Nacht.Nun bin ich wieder, kühl, beidenen, die michschützen!

Er hatte es sich endlich, schließlich vorgenommen,falls sie doch noch wiederkommen sollte,falls,nichtvon seinem japanischen Lehnsessel aufzustehen,sondern nur in tiefster Ergriffenheit und Freude zu sagen: „Endlich!“Das hatte er sich vorgenommen,in diese Rolle seines Herzens hatteer sich eingelebt, man kann sagen bei Tag und Nacht,ein idealer Schauspielerseiner selbst!Nun werdet ihr wohl glauben, daß, als sie kam,es doch ganz anders war natürlichals man sich’s in Gedanken vorgenommen!Nein, es warganz so.Auf die Gefahr, euch zu enttäuschen!Er blieb sitzen, schaute sie lange an und sagte: „Endlich!“Nun war sie gekommen und gegangen — — —.Er sah seintiefes Unrechtein an denen,denen eretwas Besonderesseit Jahren war in ihremzerstörten Leben, ein Lichtschein, ein Geleite, durch ihre Wirrnisse!Sie war gekommen und gegangen.Und nichts!Langer Zeiten vielleicht hätte es bedurft, um siein jene Welten, sagen wirhinaufzu führen,in welche jene anderen von selbst,kraft ihrerSeele, flogen, imerstenAugenblicke derBekanntschaft — — —. Frauenwerdennicht, siesind!Es war besser so. Die Sehnsucht hatte mich entbrannt,und brannte mir die Seele aus, bei Tag und Nacht.Nun bin ich wieder, kühl, beidenen, die michschützen!

Er hatte es sich endlich, schließlich vorgenommen,

falls sie doch noch wiederkommen sollte,falls,

nichtvon seinem japanischen Lehnsessel aufzustehen,

sondern nur in tiefster Ergriffenheit und Freude zu sagen: „Endlich!“

Das hatte er sich vorgenommen,

in diese Rolle seines Herzens hatte

er sich eingelebt, man kann sagen bei Tag und Nacht,

ein idealer Schauspielerseiner selbst!

Nun werdet ihr wohl glauben, daß, als sie kam,

es doch ganz anders war natürlich

als man sich’s in Gedanken vorgenommen!

Nein, es warganz so.

Auf die Gefahr, euch zu enttäuschen!

Er blieb sitzen, schaute sie lange an und sagte: „Endlich!“

Nun war sie gekommen und gegangen — — —.

Er sah seintiefes Unrechtein an denen,

denen eretwas Besonderesseit Jahren war in ihrem

zerstörten Leben, ein Lichtschein, ein Geleite, durch ihre Wirrnisse!

Sie war gekommen und gegangen.Und nichts!

Langer Zeiten vielleicht hätte es bedurft, um sie

in jene Welten, sagen wirhinaufzu führen,

in welche jene anderen von selbst,kraft ihrer

Seele, flogen, imerstenAugenblicke der

Bekanntschaft — — —. Frauenwerdennicht, siesind!

Es war besser so. Die Sehnsucht hatte mich entbrannt,

und brannte mir die Seele aus, bei Tag und Nacht.

Nun bin ich wieder, kühl, beidenen, die michschützen!


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