LAOTSE; URALTER CHINESISCHER PHILOSOPH
1.Geheime Erleuchtung
Was man zusammenziehen will,das muß man erst sich richtig ausdehnen lassen.Was man schwächen will,das muß man erst richtig stark werden lassen.Was man beseitigen will,das muß man erst richtig sich ausleben lassen.Wo man nehmen will,da muß man erst richtig geben.So heißt die geheime Erleuchtung.Das Weiche siegt über das Harte,Das Schwache siegt über das Starke.
Was man zusammenziehen will,das muß man erst sich richtig ausdehnen lassen.Was man schwächen will,das muß man erst richtig stark werden lassen.Was man beseitigen will,das muß man erst richtig sich ausleben lassen.Wo man nehmen will,da muß man erst richtig geben.So heißt die geheime Erleuchtung.Das Weiche siegt über das Harte,Das Schwache siegt über das Starke.
Was man zusammenziehen will,
das muß man erst sich richtig ausdehnen lassen.
Was man schwächen will,
das muß man erst richtig stark werden lassen.
Was man beseitigen will,
das muß man erst richtig sich ausleben lassen.
Wo man nehmen will,
da muß man erst richtig geben.
So heißt die geheime Erleuchtung.
Das Weiche siegt über das Harte,
Das Schwache siegt über das Starke.
2.Fernschau
Ohne aus der Tür zu gehenkann man die Welt erkennen.Ohne aus dem Fenster zu blickenkann man des Himmels Sinn erschauen.Je weiter einer hinaus geht,desto weniger wird sein Erkennen.Also auch der Berufene:Er wandert nicht und kommt doch ans Ziel.Er sieht sich nicht um und vermag doch zu benennen.Er handelt nicht und bringt doch zur Vollendung.
Ohne aus der Tür zu gehenkann man die Welt erkennen.Ohne aus dem Fenster zu blickenkann man des Himmels Sinn erschauen.Je weiter einer hinaus geht,desto weniger wird sein Erkennen.Also auch der Berufene:Er wandert nicht und kommt doch ans Ziel.Er sieht sich nicht um und vermag doch zu benennen.Er handelt nicht und bringt doch zur Vollendung.
Ohne aus der Tür zu gehen
kann man die Welt erkennen.
Ohne aus dem Fenster zu blicken
kann man des Himmels Sinn erschauen.
Je weiter einer hinaus geht,
desto weniger wird sein Erkennen.
Also auch der Berufene:
Er wandert nicht und kommt doch ans Ziel.
Er sieht sich nicht um und vermag doch zu benennen.
Er handelt nicht und bringt doch zur Vollendung.
3.Überströmendes Leben
Große Vollendung muß wie unzulänglich erscheinen,so wird sie unendlich in ihrer Wirkung.Große Fülle muß wie leer erscheinen,so wird sie unerschöpflich in ihrer Wirkung.Große Geradheit muß wie krumm erscheinen.Große Begabung muß wie dumm erscheinen.Große Beredsamkeit muß wie stumm erscheinen.Bewegung überwindet die Kälte.Stille überwindet die Hitze.Reinheit und Stille ist der Welt Richtmaß.
Große Vollendung muß wie unzulänglich erscheinen,so wird sie unendlich in ihrer Wirkung.Große Fülle muß wie leer erscheinen,so wird sie unerschöpflich in ihrer Wirkung.Große Geradheit muß wie krumm erscheinen.Große Begabung muß wie dumm erscheinen.Große Beredsamkeit muß wie stumm erscheinen.Bewegung überwindet die Kälte.Stille überwindet die Hitze.Reinheit und Stille ist der Welt Richtmaß.
Große Vollendung muß wie unzulänglich erscheinen,
so wird sie unendlich in ihrer Wirkung.
Große Fülle muß wie leer erscheinen,
so wird sie unerschöpflich in ihrer Wirkung.
Große Geradheit muß wie krumm erscheinen.
Große Begabung muß wie dumm erscheinen.
Große Beredsamkeit muß wie stumm erscheinen.
Bewegung überwindet die Kälte.
Stille überwindet die Hitze.
Reinheit und Stille ist der Welt Richtmaß.
4.Mäßigung der Begierden
Wenn der Sinn herrscht auf Erden,so tut man die Rennpferde ab zum Dungführen.Wenn der Sinn abhanden ist auf Erden,so werden Kriegsrosse gezüchtet auf dem Anger.Keine größere Schuld gibt esals Billigung der Begierden.Kein größeres Übel gibt es,als sich nicht lassen genügen.Kein schlimmeres Unheil gibt esals die Sucht nach Gewinn.Denn:Das Genügen der Genügsamkeit ist dauerndes Genügen.
Wenn der Sinn herrscht auf Erden,so tut man die Rennpferde ab zum Dungführen.Wenn der Sinn abhanden ist auf Erden,so werden Kriegsrosse gezüchtet auf dem Anger.Keine größere Schuld gibt esals Billigung der Begierden.Kein größeres Übel gibt es,als sich nicht lassen genügen.Kein schlimmeres Unheil gibt esals die Sucht nach Gewinn.Denn:Das Genügen der Genügsamkeit ist dauerndes Genügen.
Wenn der Sinn herrscht auf Erden,
so tut man die Rennpferde ab zum Dungführen.
Wenn der Sinn abhanden ist auf Erden,
so werden Kriegsrosse gezüchtet auf dem Anger.
Keine größere Schuld gibt es
als Billigung der Begierden.
Kein größeres Übel gibt es,
als sich nicht lassen genügen.
Kein schlimmeres Unheil gibt es
als die Sucht nach Gewinn.
Denn:
Das Genügen der Genügsamkeit ist dauerndes Genügen.
5.Warnung
Dein Name oder dein Ich:Was steht dir näher?Das Ich oder der Besitz:Was ist mehr?Gewinnen oder verlieren:Was ist schlimmer?Nun aber:Wer sein Herz an Totes hängt,verbraucht notwendig Lebendiges.Wer viel sammelt,verliert notwendig Wichtiges.Wer sich genügen lässet,kommt nicht in Schande.Wer Einhalt zu tun weiß,kommt nicht in Gefahrund kann so ewig dauern.
Dein Name oder dein Ich:Was steht dir näher?Das Ich oder der Besitz:Was ist mehr?Gewinnen oder verlieren:Was ist schlimmer?Nun aber:Wer sein Herz an Totes hängt,verbraucht notwendig Lebendiges.Wer viel sammelt,verliert notwendig Wichtiges.Wer sich genügen lässet,kommt nicht in Schande.Wer Einhalt zu tun weiß,kommt nicht in Gefahrund kann so ewig dauern.
Dein Name oder dein Ich:Was steht dir näher?Das Ich oder der Besitz:Was ist mehr?Gewinnen oder verlieren:Was ist schlimmer?
Dein Name oder dein Ich:
Was steht dir näher?
Das Ich oder der Besitz:
Was ist mehr?
Gewinnen oder verlieren:
Was ist schlimmer?
Nun aber:Wer sein Herz an Totes hängt,verbraucht notwendig Lebendiges.Wer viel sammelt,verliert notwendig Wichtiges.Wer sich genügen lässet,kommt nicht in Schande.Wer Einhalt zu tun weiß,kommt nicht in Gefahrund kann so ewig dauern.
Nun aber:
Wer sein Herz an Totes hängt,
verbraucht notwendig Lebendiges.
Wer viel sammelt,
verliert notwendig Wichtiges.
Wer sich genügen lässet,
kommt nicht in Schande.
Wer Einhalt zu tun weiß,
kommt nicht in Gefahr
und kann so ewig dauern.